Plattenkritik Archiv

2012

Was war das schön! Als „Love & Hate & Politricks“, das lang erwartete Debüt der fünfköpfigen Soulful Reggae Band (fast ganz) aus Berlin, 2010 endlich auf den Markt kam war es wie ein frischer Wind, der wohltuend in die hiesige 2tone-, Rumpel-, und Punkskalastige Szene fuhr. Das klang so gut, das klang so viel versprechend. Die Begeisterung (und zwar nicht nur meine eigene) war von Anfang an groß gewesen und hatte seitdem von Konzert zu Konzert nicht nachgelassen. Dementsprechend enorm waren nun die Erwartungen für den Nachfolger. Apropos warten, deutlich schneller als beim letzten Mal ist es ja gegangen mit der Platte.
Ein paar Wochen ist es schon her, zu Heilig Drei König nämlich, da ließen The Magic Touch nun also ihren zweiten Streich folgen. Und, dem speziellen Tag entsprechend, es ist ein wahrlich königlicher Streich geworden. Die Record Release im Berliner Club Bohannon, zu dem auch eine Stange befreundeter Musiker (von Voodoo Moon, Wood in di Fire und the Floorettes) geladen waren, hatte sich ja schon sehr gut angelassen. Nun endlich liegt mir „Shocks of Lightning“ auch als Platte vor. Und… gleich mit dem Opener haut mir die Platte mit mächtiger Pranke von hinten auf die Schulter und sagt: Here I am, let’s get the party started! Also: Erwartungen erfüllt, meine Herren!
Auch wenn Shocks of Lightning, anders als der Titel vermuten ließe, nicht durchgehend auf die Tube drückt, dazwischen schon mal einen Hauch Melancholie oder einfach zuckersüßen Rocksteady auf die Theke packt, das Album scheint mir als Ganzes gesehen (Vorsicht Kalauer) nicht nur optisch eine sehr runde Sache geworden zu sein.
Und: Wer ab und zu im Wowsville bei Shake-a-Leg, dem regelmäßigen Nighter von Magic Sven und Magic Roger, das Tanzbein schwang, der konnte es schon ahnen: Die musikalischen Interessen der Band sich nach wie vor breit gefächert: Auf der neuen Platte integriert die Band mit Leichtigkeit Anklänge von Boogaloo, Soul und Rub-a-dub in ihr Klangspektrum, was nicht heißt, dass guter alter Bad-Ass Reggae (The way you smile) oder herzwärmende Rocksteadyperlen (It ain’t about me / Dream about you) aus dem Programm gestrichen worden wären.
Übrigens: „Everday Man“ erinnert mich gewaltig an “Precious and few” von den Aggrolites, was großartig ist, weil ich P& F für einen der am stärksten unterschätzten Songs der Kalifornier halte.
The Magic Touch schaffen das Wunder, mal zu klingen wie die Brasilianischen Dubrocker von Firebug, gleich danach den Schalter auf Clancy Eccles-Tributing umzulegen und trotzdem den eigenen Charme und Charakter nie zu verlieren. How does it feel? Great! Wonderful! Don’t stop, that’s our time fi celebrate.
Lobhudelei-Modus aus! Danke. Trotzdem: So kann’s weiter geh’n!

Krizn | Sa., 18. Feb 2012 | SKA

Mr. Review ist nun schon seit 1983 musikalisch aktiv. Eine verdammt lange Zeit, eine wechselvolle Zeit und eine, in der es Dr. Rude und Arne Visser geschafft haben, sich dauerhaft in die Herzen der europäischen Offbeatszene zu spielen. Und wer weiß, vielleicht liegt es auch an diesen verdienten Musikern, dass Ska made in Holland auch heute noch so einen hohen Stellenwert besitzt. Querverbindungen zwischen den erfolgreicheren Bands gibt es ohnehin zuhauf, so gingen einige der ursprünglichen Review-Musiker zu Rude Rich & the Highnotes und so spielte Paul Berding von Mark Foggo’s Skaters das Baritonsaxofon für Mr. Reviews Album XXV ein, um nur zwei Beispiele zu nennen.
Nun gut, seit 2009 sind Dr Rude und Arne Visser mit Ihrer Band wieder unter dem Namen Mr. Review unterwegs und haben anlässlich des 25jährigen Jubiläums ein neues Album aufgenommen. Dieses heißt sinniger Weise XXV und erscheint nun (dank Pork Pie) auch auf dem deutschen Markt. Darauf befindet sich die übliche Palette an hookline-beladenen Offbeat Stompern, treibender 2Tone mit leicht melancholischer Note, dabei aber immer ganz gut tanzbar.
Wenn es nach mir geht, so hätte eine so verdiente Band, das beeindruckende Jubiläum ruhig dazu benutzen können, ein wenig Einkehr zu halten, zu prüfen, ob sich musikalisch da nicht ein bisschen was getan hat in der Zwischenzeit. Stattdessen präsentiert XXV einmal mehr so ziemlich den gleichen Stiefel. Der ist auch gar nicht schlecht, das sicher nicht. Man hat es halt alles nur leider schon oft genug gehört.
Echte Fans kommen aber mit Sicherheit auf ihre Kosten.

VÖ: 03.02.2012

Krizn | So., 22. Jan 2012 | SKA

Die Ping Pongs bringen wieder Platten raus. Brauchts das? Naja, irgendwie schon, denn einerseits ist die deutsche Offbeatszene zur Zeit sowieso relativ einfallslos und andererseits erheben sich die Münsteraner mit „Tag vor dem Abend“ durchaus wohltuend über das Niveau des „Woho-hoho-hohow - Immer nur Ska“ der frühen 90er Jahre. Statt des ursprünglichen 3rd Wave Programms steht jetzt auf den wehenden Fahnen. Vielfalt! Vielfalt! Vielfalt! Jeder Song auf dem neuen Album klingt ein bisschen anders. Ein paar Prisen HipHop, Flamenco-Gitarre, funky Soul, Dancehallbeats alla Seeed, Breakbeat-Drumcomputer, ein Punkrock-Refrain und RocknRoll Attitüde und insgesamt ein viel höherer Reggae-Faktor. Da ist schon ganz schön was auf dem Speiseplan. Interessant, dass ich beim Durchhören wiederholt an Jan Delay denken musste. Aber ja, ich leg mich fest: El Bosso zurück auf den Plattentellern, das braucht es sehr wohl!
Schon seit 2003 ist die Band ja wieder ab und zu live unterwegs. Die Streitigkeiten, die Mitte der 90er zum Split geführt hatten, sind offenbar ausgebügelt worden, und selbst Dr. Ring-Ding konnte sich genügend Zeit frei schaufeln, um für die Ping-Pongs die Posaune zu schmettern. Wie man partytaugliche Straßenfeger komponiert, das wussten sie damals und das stellen sie nun einmal mehr unter Beweis. Dazu gewohnt humorige deutschsprachige Texte und ein Rhythmus bei dem jeder mit muss. Keine Frage, dieses Album hat es in sich. „Mädchenmusik“ nennt die Band das: Massentauglich, gut zum mitsingen und schön, das vor allem, einfach schööööön! Ich gebe ihnen da völlig recht, übersetze aber in Eigenregie: El Bosso schreiben jetzt für das breite Publikum. Ihre Musik wird vielen gefallen, wird (hoffentlich) große Konzerthallen füllen, wird aber der Offbeatpolizei mit dem musikalischen Arsch ins Gesicht fahren. Das sie bei allem Spaß und aller stilistischer Offenheit trotzdem wissen, wo der Rhythmus herkommt, das zeigen die Coverversionen von Desmond Dekkers „Get up Edina“ (Das braucht doch keiner) und John Holts „Man next door“ (Mann von nebenan) sowie die Wiederaufnahme von „One Scotch, one Bourbon, one beer“, das Dr. Ring-Ding zusammen mit den Senior Allstars (Dandimite) schon vertont hatte. Bleibt eigentlich nur die Frage: Wann kommt das lang erwartetet Bob Marley & the Wailers Cover „(ich streich mein) Zimmer braun“?
Übrigens: „Tag vor dem Abend“ wird es auch auf Vinyl geben, nämlich über Grovers Kanal V.O.R.

VÖ (CD): 20.01.2012

Krizn | So., 22. Jan 2012 | SKA

Nach 4 Jahren Pause gibt´s mit “Fuck the consent” ein neues Album der Nürnberger. RJ sind ja eigentlich schon eine Institution in Sachen Punkrock, deshalb brauch man auch nicht mehr so viel zu ihnen zu sagen. Außer vielleicht das ich finde, daß sie sich noch mal ein Stückchen gesteigert haben. Hat mir bei den vergangenen Alben immer noch so der letzte Funke gefehlt, überzeugen sie mich mit der neuen Platte nun vollends. Schön gespielter, melodischer Streetpunk, der jetzt immer öfter an OXYMORON & Co. erinnert.
14 Songs, wie immer mit durchdachten Texten voll auf die 12, gibt es in schöner Papphülle und Sticker. Vinyl gibt es natürlich auch, und zwar in grün - allerdings limitiert auf 500 Stück.

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mieschka | Mi., 18. Jan 2012 | PUNK

SKA from the Alps… Der Stempel lügt nicht. Aber da ist doch eigentlich eher Krizn der Experte… Mmmh, naja, wie dem auch sei, dann muss ich eben ran. Also die 8 kurzhaarigen Jungs spielen, wie bereits erwähnt, eingängigen SKA, bei dem man schön das Tanzbein schwingen kann. Soweit ich das beurteilen kann, ist das hier eher am traditionellen SKA orientiert, als am neumodischen „Stampfska“. Also etwas mehr Reggaelastig. Keine Ahnung, Krizn kennt da sicherlich den richtigen Fachbegriff für. Aber alles o.k. und dazu gibt es auch noch eine Message dahinter und das gefällt mir besonders gut.. Aus der antifaschistischen Szene Tirols entstanden, wird hier eine perfekte Verbindung zwischen tanzbaren Rhythmen und politischem Inhalt geboten. Ähnlich wie bei NO RESPECT damals. Aber musikalisch kann man das hier nicht ganz vergleichen. Vergleiche fallen mir gerade sowieso etwas schwer. Ich kann mir nur gut vorstellen, die Band zusammen mit BANDA BASSOTTI im Tommy Haus zu erleben. Wäre sicherlich ein unvergesslicher Abend, wenn Ihr in so etwa ahnt, was ich damit meine…

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mieschka | Di., 17. Jan 2012 | SKA

6-Track-Mini-CD der Band aus Luxemburg. Ist eigentlich schon im Juni letzten Jahres erschienen, traf aber erst die letzten Tage mit der Post ein. Ein netter Brief mit TOT4 – Kalender für 2012. Danke! Schön, dass sich die Leute doch manchmal etwas Mühe machen, statt nur nen Downloadcode für irgendwas per Mail zu schicken. Ich wollte gerade schreiben – der Grund dafür, dass die Platte jetzt auch nach Deutschland geschickt wurde ist, dass die junge Band jetzt auch international durchstarten möchte… Aber da ja Luxemburg nicht soooo riesig ist, wäre eine nationale „Karriere“ wohl auch etwas eintönig.
Aber zur Platte: Die ist nett aufgemacht im Digipack und es gibt 6 Songs zu hören, die mal schneller, mal langsamer sind und sich insgesamt eher am poppigen Amipunk orientieren. Dazu gibt´s n Aufkleber und ja, es hat tatsächlich was. Zumindest, sollten Konzerte im Saarland, Baden Württemberg und etwas weiter hinaus möglich sein. Da geht in den kommenden Jahren sicher noch was. Aber Lokalmatadore sind die 4 Jungs sicher bereits heute.

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mieschka | Di., 17. Jan 2012 | PUNK

2. Album des Trios aus Leipzig um Frontfrau Susi. Vor ein paar Jahren habe ich sie mal in einem kleinen Münchener Schuppen gesehen. Und genau das ist es, was sie machen: Proben, Platte aufnehmen und losrocken. Und zwar überall dort, wo es geht. Über 120 Konzerte haben sie in den vergangenen 4 Jahren seit ihrer Bandgründung gespielt und nebenher noch 2 ½ Platten veröffentlicht. Ihr Erstlingswerk war eine Splitplatte, auf der ihr allererster Gig aufgenommen wurde… Beachtlich. Anschließend gab es die Debüt-CD auf Wanda Records und hier kommt nun das Neueste. Gegenüber dem letzten Album machen sie einen Riesenschritt nach vorne und es macht zu jeder Sekunde Spaß, ihnen zuzuhören. Eingängig, melodisch, manchmal gar mit Klavier /Keyboard im Hintergrund und viele Chöre….
Die „Verstärkung“ mit El Fish von den LOKALMATADOREN beim Titelsong ist ganz nett und eher was für´s Poesiealbum der beiden. Insgesamt ist es aber einer dufte Platte und fetzt von vorn bis hinten.

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mieschka | Di., 17. Jan 2012 | PUNK

Eine neue BAMBIX-Platte. Jawollja. Auch schon wieder 4 Jahre her, seitdem das letzte Album erschienen ist. Der Split-CD mit JOHNNIE ROOK aus Berlin hat ja schon mal einen guten Vorgeschmack auf das Album abgeliefert. Aber was bei diesen 12 Songs zu hören ist, ist einfach nur der Hammer. Kein einziger Ausfall! Ehrlich. Von den letzten beiden Alben war ich nicht ganz so überzeugt gewesen. Muss ich ehrlicherweise ja mal sagen. Vielleicht konnte ich mich aber auch nicht so richtig rein hören oder wollte es nicht. Aber man sollte eine Band nie aufgeben. Dass es an der „neuen“ Besetzung liegt (mit Caddy an den Drums, was bei mir wohl immer gleich einen Pluspunkt geben wird – und bei Song 5 höre ich irgendwo weit entfernt auch die WSK raus, möchte ich meinen), glaube ich nicht, denn Wick konnte schon immer tolle Songs schreiben. Keine Ahnung, woran es liegt – es passt einfach. Und wunderschön ist die Ballade am Ende!!!
Das letzte Konzert in Berlin auf nem Dampfer ist ja leider ausgefallen. Anfang März schauen sie aber wieder vorbei und das wird ich mir nicht entgehen lassen. Und Ihr solltet das auch nicht tun. Wirklich eine tolle Platte!!!

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mieschka | Di., 17. Jan 2012 | PUNK

Herrje, was soll ich bloß schreiben. Da habe ich so lange keine regelmäßigen Reviews mehr geschrieben, dann kam der gute Vorsatz für´s neue Jahr, das wieder des Öfteren zu tun und dann kommt so eine Scheibe… Ein Verriss für den Anfang wäre ja nicht schlecht gewesen. Dann hätte man schreiben können, dass es gute Gründe dafür gäbe, so lange nichts mehr gemacht zu haben. Aber wie schon geschrieben – so einfach geht das eben nicht…
Fangen wir mal bei der Labelauswahl an – BSC-Music… Was irgendwo im Entferntesten mit unserer Berliner HERTHA zu tun hat – und sei es nur der Name – kann ja nicht schlecht sein. Finde ich jedenfalls. Außerdem schlägt es eine Brücke der Annäherung, denn leider hat das Ganze rein gar nichts mit Berlin zu tun. Sondern – ironischerweise – mit dem uns nicht gerade wohl gesonnenen München. Aber als Schreiberling muss man über solche Dinge einfach mal hinwegsehen. Besonders, dann wenn man richtig schön positiv überrascht wird.
Eine weitere positive Überraschung – die Promoleute kümmern sich um das leibliche Wohl des Rezensenten und packen der CD auch noch einen bayrischen Leberkäse bei. Danke! Ich stehe ja auf solche Gimmicks. Aber bevor Ihr denkt, das wäre Bestechung gewesen n… - Nein – die vorliegenden Zeilen entstammen einem satten, zufriedenen Menschen, der sein Urteilsvermögen durch nichts und Niemanden beeinflussen lässt. Meistens jedenfalls…
Die Vermutung liegt nahe – ich dachte zuerst an irgendeine x-beliebige RAMONES-Coverband. – oder zumindest eine Band, die versucht, den Stil zu kopieren – Aber: FEHLANZEIGE!!! Dann – auch dies kann einem leicht in den Kopf kommen – RamonAS + etwas Pink im Cover – das ist eine All-Female-Band, was ich ja eigentlich mag – jedoch auch: FEHLANZEIGE!!!
Also CD eingelegt und was kommt??? 3 Herren spielen richtig geilen, dialektgefärbten Deutschpunk der direkt aus den 80er Jahren kommen könnte. Keine übermäßige political correctness, Witz, Spaß und schnörkellos gespielter Punkrock. Ich hätte nicht gedacht, dass dies heute noch funktioniert, ohne peinlich zu wirken. Man nimmt den 3 Herren einfach nichts übel und hat richtig Spaß, wenn sie sich selbst nicht ganz so ernst nehmen. Manchmal hab ich das Gefühl, dass man in Bayern um einiges kreativer sein muss, um bestehen zu können. Nicht immer das Hardcorerumgeboller, nicht immer diese Rock´n´Roll-Attitüden. Das ist einfach nur Spaß mit bayrischem Herz und Humor. Ganz großartige Platte und ein hervorragender Start ins neue Jahr. Danke!!!

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mieschka | Di., 17. Jan 2012 | PUNK

2011

Vergesst Californian BubbleGum Punk, vergesst die Planet Smashers und hört auf, den guten Zeiten von Millencolin nachzutrauern. Schluss mit Trübsal! Zurück in den Moshpit! Denn jetzt kommt der neue heiße Scheiß! Und zwar aus einer Himmelsrichtung, die bisher viel zu wenige auf dem Schirm hatten.
Direkt aus Cape Town, Südafrika kommen die neuen Helden des Melodycore Ska-Punk: Hog Hoggidy Hog gibt es schon seit 1995. Trotzdem fanden sie bisher in Europa meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung. Denn die Songs der Band sind laut, sehr eingängig, perfekt für eine rauschende Pogoparty, zum Mitgrölen, zum Tanzen oder für einen beschwingte Autofahrt durch die sommerlichen Lande. Wer möchte der Band anlasten, dass sie ab und zu Freude daran haben, die empfindlichen Nerven des zarten Geschmackes ein wenig zu provozieren, wenn die Musik dabei so verdammt gut bleibt. Sogar schweinisch gut, würde ich sagen. Method to the Madness heißt das aktuelle (und damit vierte) Studioalbum der sechs Trompetenpunker, hat mit der britischen Band Madness musikalisch aber recht wenig am Pork Pie. Stattdessen vereint es 14 rasante Tracks, die die großen Nos (NoFX, No fun at all, No use for a name) nicht besser hätten schreiben können.
Eher schon die Mad Caddies oder Less than Jake... Jetzt aber Schluss mit dem Namedropping! Langsam sollte klar geworden sein in welcher Gewichtsklasse sich Hog Hoggidy Hog bewegen. Wer also in seinen alten Knochen noch nicht ganz eingerostet ist: auf, auf in den Plattenladen oder in die Konzerthallen! Hog Hoggidy Hog, den Namen sollte man sich merken.

Krizn | So., 18. Dez 2011 | PUNK

”Will that be enough” so heißt das dritte offizielle Studioalbum der neun Herren aus dem Pfäffikon in der Schweiz. Mit dem Debüt beanspruchten sie offiziell einen Teil des europäischen Offbeatkuchens für sich, mit „Something in between“ eröffneten sie die Tortenschlacht so richtig. Begeisterungsstürme waren die Folge, die Band von da an nicht mehr (freiwillig) wegzudenken von den Bühnen dieses Kontinents und jetzt der nächste Streich. Als wäre die neue Alaska Platte als Frage, ja als Möglichkeit auf den Weg geschickt worden. Wird das nun endlich genug sein? Genug um die Szene auf den Kopf zu stellen, genug um gestandene Skinheads mit Gekreische und „Ich will ein Kind von euch“ Schildern ganz nach vorne vor die Bühne zu treiben und genug um beim nächsten worldwide Ska Summit in den ganz fetten Lettern auf den Plakaten zu stehen? Ja, als wär das so. Aber Vorsicht meine Damen und Herren, da ist weit und breit kein Fragezeichen auf dem schicken Digipack zu finden! Und das ist auch gar nicht nötig, wenn Sie mich fragen. Denn wenn Sie schon am fragen sind, dann schüttel ich gleich noch ein paar andere Wahrheiten aus dem Ärmel. Zum Beispiel diese: Alaska ist zurzeit eine der entspanntesten und gleichzeitig spannendsten Bands im europäischen Offbeatbereich. Kaum eine aktuelle Platte bringt derzeit so viel Seele in ihren Rocksteady, Trad. Ska, Ska’n’Roll, Reggae something, präsentiert einen Song nach dem anderen mit so unvergleichlichen Melodien ohne kitschig oder eintönig zu werden. Nein, ganz groß meine Herren! Auch das neue Album ist wieder ein enormer Hoffnungsträger geworden. Mir ist das lääängst genug, um den Hut vor euch zu ziehen, aber für euch (gefälligst) niemals genug, um ab jetzt die Hände in den Schoß zu legen. Macht weiter so und beschert uns weiter solch herrliche Klagperlen. Und vor allem geht mehr auf Tour! Das kann doch nicht sein, dass ich euch immer noch nie live gesehen hab. Jetzt aber hurtig auf die Schlitten! Am besten hängt ihr euch gleich dran, wenn demnächst Babylove & the Van Dangos und Mr- T-Bone & the Young Lions jeweils ihr neues Album präsentieren. DAS wäre mein persönliches worldwide Ska Summit für 2012! Geschüttelt nicht gerührt! Ach ja, bevor ich das vergesse: Ein extra Fleißbienchen an euren Backgroundgesang. DER ist schick. Zum Beispiel auf „Composition 42“, auch die Orgel-Parts sind immer wieder ein Vergnügen. Vielleicht ist mir die Hauptstimme (so gut sie auch ist) beim Mastering einen Tick zu sehr in den Vordergrund gerutscht? Ob da King Django der die Platte höchstpersönlich in seinen berüchtigten Version City Studios in New York abgemischt hat ein bisschen geschlafen hat? Na, wurscht! „Will that be enough“ ist trotzdem eine gewaltige Scheibe geworden und das ist entscheidend.

Krizn | So., 18. Dez 2011 | SKA

Tanz Du Hund! Ich liebe diese Szenen aus alten Westernfilmen (oder aktuellen Simpons-Folgen), wenn der Revolverheld seinen Rivalen schurkenstark und mit rauchendem Colt auf schnellen Sohlen hält. Die Quicksteps schaffen selbiges Phänomen ganz ohne Blei und martialisches Kraftprotzen, und das schon seit den 90ern!! Seit 1999 nämlich wuchten die Herren aus Aaachen ihre treibenden Bässe und fetzigen Bläsersätze unter die Tanzbeine dieser Welt. Das Ergebnis ist deutlich beeindruckender als dasjenige von Jesse James - weil die Tänzer auf Quicksteps Konzerten einfach besser aussehen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ihnen ganz klar Spaß macht, was sie tun. Denn die Uptempo Desperados verstehen ihr Handwerk, bringen präzise Offbeats und spannende Melodien zusammen und stehen damit nach wie vor in feinster 2Tone und 3rd Wave Tradition. Das beweist auch das dritte offizielle Studioalbum der Herren, das dieser Tage in Eigenregie erschien. Das äußerst ansprechende Digipack ist, ganz modern, über die gängigen Internetrohre oder per Direktbestellung auf der Bandhomepage zu haben. Und ich schlage vor schleunigst zu bestellen. Immerhin war die Wartezeit von sieben Jahren seit dem letzten Quicksteps-Album nun wirklich lange genug. Ach ja, und keine Angst, die Band ist zwar inzwischen eine Portion erwachsener, dafür aber kein Stück langweiliger geworden. Lediglich das Gaspedal wird nicht bei jedem Track bis zum Boden durchgeknallt. Wenn ihr mich fragt, eine großartige Idee, denn erstens sind die altbewährten Tanzbomben nach wie vor im Programm und zweitens: wie sonst hätten so fantastisch groovende Hymnen wie der Ska-Jazz-Stomper „Do it Right“ entstehen sollen. Anspielbefehl!!!!

Krizn | So., 18. Dez 2011 | SKA

Yellow Umbrella ist eine Liveband, keine Frage. Ihre Shows bringen Fans unterschiedlicher Alters- und Genrezugehörigkeit zusammen und lassen den Saal toben. Spaß und Freude garantiert, egal ob auf oder vor der Bühne. Mit ihren inzwischen breit gefächerten musikalischen Interessen (Ska, Reggae, Dub, Gypsie, Jazz, Worldbeats…) sprengen sie so manchem festgefahrenen Szene-Hardliner den Toleranzbereich, aber beim Livekonzert sind alle wieder mit im Boot, denn ein Yellow Umbrella Konzert ist ein ganz eigenes Erlebnis.
Höchste Zeit diesem Phänomen eine eigene Platte zu widmen. Seit November 2011 gibt es jetzt also ein Livealbum der Dresdner Band, aufgenommen mit Heimvorteil in einem klasse Laden – nie werde ich das sensationelle Konzert der Aggrolites dort vergessen – der Groovestation in der Neustadt. Grundsätzlich bin ich ja kein Fan von Livealben, aber bei der Präzision mit der Yellow Umbrella inzwischen auf die Bühne gehen, und bei dem wirklich perfekt abgemischten Sound der Platte klingt das Livealbum im Grunde wie ein „Best of“ der letzten Jahre. Beeindruckend! Wer also die beiden letzten Alben „Little Planet“ und „A Thousand Faces“ verpasst hat (Schande über ihn und sie), der hat jetzt die Chance, sich mit dem Livealbum die besten Stücke davon auf einen Streich zu sichern, angereichert mit den alltime-YU-classics „You never cared for me“ und „Modern Slavery“.

Krizn | So., 18. Dez 2011 | SKA

Wenn man vom CHEFDENKER-Claus eine Platte zum Besprechen zugeschickt bekommt, kann das nur heißen, das auf eben jener gar nicht mal so schlechte Mucke zu finden sein sollte. Man muss ja heutzutage aufpassen und während ich früher wirklich fast jeden Mist besprochen habe, behalte ich mir heutzutage schon mal das Recht vor, schlechte Platten direkt in den Mülleimer zu befördern. ROBINSON KRAUSE haben da so einen Bandnamen und ein Plattencover, die wirklich vermuten ließen, daß dieser Platte eben dieses Schicksal erfährt. Aber – wie eingangs schon erwähnt, gibt es allerdings bestimmte Voraussetzungen, die einem leidgeprüften Rezensenten davon abhalten, unüberlegte Entscheidungen zu treffen.
Denn die zweite Platte der zugereisten Hamburger macht erstaunlich viel Spaß und langweilt mit ca. 30 Minuten Spielzeit zu keiner Zeit. Nette Texte und ein mehrstimmig harmonischer Gesang verschmelzen sich hier mit gut gespieltem Punkrock. Kaum zu glauben, dass die Band gerade erst mal 5 Jahre existiert. Aber wahrscheinlich ist das noch der „Anfangsenthusiasmus“ oder so.
Aber nee, die Platte wurde sofort auf den heimischen Rechner und mobilen Player geladen, um sie weitere Male durch die Gehörgänge zu jagen. Denn ich hab das Gefühl, das mit mehrmaligem Hören die Platte immer besser wird. Gefällt mir!

Web: Band
mieschka | Mo., 28. Nov 2011 | PUNK

Neue 7“ der Berliner Band. Nach 2 Veröffentlichungen via iTunes/CDBaby gibt es nun mal wieder was Handfestes. 2 Songs befinden sich auf der kleinen Scheibe, wobei der Titeltrack diesmal sogar auf Deutsch gesungen wird. Die B-Seite gefällt mir trotzdem besser, weil KATHY FREEMAN hier wieder schön ihre röhrige Stimme auspackt und alles gibt. Hmmmh, irgendwie komisch. KATHY X haben vor ein paar Jahren zwar mal eine Full-Lenth CD rausgebracht. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass sie eher so eine Art „EP-Band“ sind. Da wird in kurzer Zeit auf den Punkt gekommen und es werden keine Gefangenen gemacht. Das macht jedes Mal unheimlich viel Spaß. Und vielleicht ist es auch gut so, dass alle 1, 2 Jahre „nur“ eine EP rauskommt, die wirklich gut ist. Besser, als ein Album, welches nur gemacht wurde, weil es eben sein muss. Das ist schon so gut, wie es eben ist. Ich freu mich dann schon mal auf die nächste 7“…

mieschka | Di., 15. Nov 2011 | PUNK

Da lag sie nun in meinem Briefkasten… Ich wusste erst nicht, wie ich reagieren soll?! Unsicherheit überkam mich. Etwas Angst. Wie sollte es weitergehen? Sicher, ich hatte meine Arbeit in den letzten Jahren vielleicht etwas vernachlässigt. Aber ich war doch immer mit Herzblut dabei… Und das jetzt so kurz vor Weihnachten… Möglicherweise ist es aber auch Schicksal, obwohl ich nicht so recht daran glauben mag. Eine Herausforderung? Schon eher… Wie dem auch sei, es musste etwas passieren…
Ich hab gerade mal nachgeschaut… Über 2 ein halb Jahre keine Review mehr geschrieben. Und das, obwohl es mir fast immer Spaß gemacht hat und ich früher beinahe täglich damit beschäftigt war.
Sowas passiert eben, wenn einen der Job auffrisst.
So in etwas geht es auch dem Protagonisten des (Hör)Buches. Er ist ausgebrannt, weiß nicht mehr wohin mit sich selbst, nachdem er aus seiner Firma entlassen wird. Privat wie beruflich ist er irgendwo hängen geblieben und speziell jetzt an einem Flughafen, wo er sich in (Tag)träumen flüchtet. Dabei geht er auf Reisen. Zum Beispiel ins „Atlantic Crossing“ in Newark. Wo dann überraschend auch ein Bezug zur Musik hergestellt wird. Womit es auch ins VoC passt.
Keine Ahnung, in letzter Zeit bin ich irgendwie Fan von Hörbüchern geworden. Was vielleicht auch irgendwo der mangelnden Zeit geschuldet ist, sich ein richtiges Buch in die Hand zu nehmen. Aber DIE KÜNDIGUNG – als Hörbuch macht es einem auch wirklich leicht. Denn der Autor liest selbst in einer sehr lebendigen Sprache, in der man ihm alles abnimmt und auch fühlt, was und wie er es sagt.
Es ist schon komisch, wie oft man sich in der Hauptfigur widerfinden kann. Und ich kann mir durchaus denken, dass das nicht nur mir oder HUBERTUS MEYER-BURCKHARDT so geht oder ging. HMB war jahrelang leitender Manager bei Axel Springer und Pro7-Sat1. Wie viel dabei aus seinem Lebenslauf entstammt, vermag ich nicht sagen können.
Die 4 CD´s gehen jedenfalls viel zu schnell rum und sind sehr kurzweilig. Das relativ abrupte Ende lässt einen dann irgendwie nackig dastehen. Aber irgendwie tut es einem doch gut, den Spiegel vors Gesicht gehalten zu bekommen und am Ende zu wissen, was (einem) wirklich wichtig ist / sein sollte.

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mieschka | Di., 15. Nov 2011 | ANDERE

Im Hause Fat Wreck erschien dieser Tage das Debüt Album der Kalifornischen Band Ellwood. Obwohl – eigentlich möchte ich hier lieber nicht von einem Debüt sprechen. Denn im Grunde handelt es sich dabei um ein waschechtes Nebenprojekt der allseits wohlbekannten DixieSkatePunk Großmeister von den Mad Caddies. Und das hört man auch!

Bei Ellwood hat Chuck Robertson mit seiner Truppe (ohne Bläserfraktion) lediglich ein, zwei Gänge heruntergeschaltet, hat die verzerrten Gitarrenparts im Schrank gelassen und dafür die Terrassenflügeltüren weit aufgestoßen. Herein strömt eine geballte Ladung savoir vivre, die glutrote Kalifornische Sonne, eine schäumende Brandung und alles, was das Leben an der Küste so angenehm macht. All das haben die Musiker auf die Platte gebannt und so lässt es sich wunderbar relaxen beim Hören von Lost in Transition – vorausgesetzt man ist in der Lage, ein wenig Zeit, gute Laune und eine gute Portion Lässigkeit aufzutreiben. Mit minimalistischer Besetzung, ein wenig Orgel und dem längst bekannten Händchen für eingängiges Songwriting hat Ellwood ein schönes und überaus entspanntes Album geschaffen. Viel mehr allerdings auch wieder nicht. Musikalisch und thematisch gibt es wenig Überraschendes, dafür aber eine wiederum meisterliche Umsetzung des altbewährten Stoffes: California-Reggae, Surfer-Ska, ein bisschen Sublime, (sehr) leichte Anklänge an Hepcat aber unbedingt reizvolle Singalong Refrains. Im November wird sich zeigen, ob die derart geschrumpfte Bandbesetzung auch live zu überzeugen weiß, vor allem aber, ob jemand die Punkrockparts vermissen wird.

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Krizn | Mo., 03. Okt 2011 | SKA

Musikalisch bleiben sich No Life Lost aus Hamburg auch auf ihrem inzwischen fünften Studioalbum treu: Schweißtreibender Uptempo 2tone-Punkrock mit musikalisch versierten Kurztrips in verschiedenste Randgebiete von Pop bis Heavy Metal, aber alles gut gewürzt und auf straßentauglich gebürstet. Was mich allerdings schwer irritiert, sind die Texte der Leute aus St. Pauli.

Klar, nach wie vor geht es viel um Fußball, immer tauchen am Rande die üblichen Seitenhiebe auf Sex- und Fleischisten auf, die beim irgendwie links-politischen Rundumschlag nicht fehlen dürfen. Einige der witzigen Einfälle in diesem Zusammenhang gefallen mir sogar ganz gut. Aber dann gibt es Songs wie „Respekt an mich“, bei denen ich nur hoffen kann, dass mein auf Ironie gesetzter Wetteinsatz nicht hoffnungslos verloren ist. Alles Andere traue ich dieser Band auch eigentlich nicht zu; einer Band, die vom Derby-Rivalen The Skatoons ins Hauslabel geholt wurde, und die uns in der Vergangenheit so viele Ska-Punk Hymnen geschenkt hat. Andererseits, meine Herren Musiker: Wo kommt eigentlich plötzlich der ganze Hass und die Haudrauf-Mentalität der Songtexte her? Vielleicht deutlich „zu viel Kopfball“?
Im Ernst: Was No Life Lost auf dem aktuellen Album so alles gegen den Strich geht und was deshalb brachial-kategorisch mit Ablehnung überschüttet wird, das geht mir nicht nur auf die Nerven, davon möchte ich mich in aller Deutlichkeit distanzieren!!!
Ich gebe zu, ich verstehe sie auch nicht, die Radio-Pop Hörer, die schon seit Jahrzehnten auf Abenteuerland, Life ist Life und Wolfang Petri stehen. Wenn es aber nach No Life Lost ginge, würden diese einfachen Gemüter des Musikkonsums mit zertretenen Brillen aus der Halle geprügelt werden. Egal, mit welch humoristischem Grundgedanken solche Zeilen formuliert wurden, bei mir erzeugen sie heftigen Brechreiz. So etwas kann man eigentlich nur hinnehmen, wenn man der Band im Vorfeld schon eine ganze Menge Vorschuss-Kredit in Sachen politisch korrekter Einstellung einräumt - was ich im Grunde auch tue. Dennoch: Die Zeilen für sich genommen, zählen zur finstersten Sorte.
Was der Band noch alles nicht passt: altmodische DJs, Rockfans mit billigen Dave Grohl Haarschnitten, Metallicafans, eBay-Nerds, Menschen mit schlechtem Humor, plumpen Sprüchen und arrogantem Auftreten und was weiß ich noch alles. Mag sein, vielleicht kann man über viele der kritisierten Phänomene nachdenken. Sicher schadet ein gut gesetzter Scherz über so manchen eingebildeten Zeitgenossen nicht. Da geh ich voll mit. Und ich steh auch auf schwarzen Humor, keine Frage. Was No Life Lost hier aber textlich als Gesamtbild abliefern, die miese Laune und die Lust an roher Gewalt, die aus ihren Zeilen sprechen, das alles ist zeitweilig so garstig, dass mir das Grausen kommt. Wie kann man sich aufregen über die Arroganz der Mainstreamer, die ihren Geschmack zum Maßstab der Gesellschaft erheben und auf dem gleichen Album einem DJ den Verkehrsunfall an den Hals wünschen, weil sein Musikgeschmack nicht genug hergibt. Nein Danke! Das ist kein Punkrock, das sind intolerante Stoffwechselprodukte! Den Song „Einfach mal die Fresse halten“ hätten sich No Life Lost besser selber zu Herzen genommen. Argumentativ feinsinniger als die von ihnen angegriffene Klientel gehen sie selbst jedenfalls auch nicht vor.

Krizn | Mi., 14. Sep 2011 | SKA

Es war einmal…: In einem „Szeneladen“ in einer süddeutschen Großstadt wurde ich vor vielen Jahren angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, beim Videodreh für einen neuen Song von Smokie mitzumachen. In spontaner Empörungswallung lehnte ich entschieden ab.
Und die Pointe der Geschichte: Tatsächlich weigerte ich mich hauptsächlich deshalb so vehement, weil ich im Eifer des Moments Smokie schlichtweg mit der sich damals gerade in einem Nerven zerfetzenden Reunion Feldzug befindlichen Band „Blondie“ verwechselt hatte.

Inzwischen hat sich mein musikalischer Horizont gewaltig verändert. (Hört, Hört!) Vieles habe ich dazu- und lieben gelernt. Trotzdem ist auch Manches gleich geblieben. (Wie beruhigend.) Die 80er Jahre z. B. lehne ich musikalisch gesehen nach wie vor kategorisch ab, und wer mir hinterrücks und ohne Vorwarnung ein gehauchtes „Mariiiiiiiiii-aaaaaah“ in den Gehörgang säuselt, der bekommt immer noch die überaus seltene Gelegenheit, mich im Blutrausch zu erleben.
Das ist eine dieser kleinen Wahrheiten, die im Wirbelsturm dieser mäandernden Welt feststehen, eine Insel der Ruhe und Sicherheit in einer verwirrenden Zeit, etwas, an dem man sich festhalten kann: Nein! Ich mag sie nicht, diese Blondie! So simpel aber auch so selbstbewusst dachte ich noch bis vor wenigen Tagen.
Aber dann kamen ein paar Skinheads aus Finnland und veröffentlichten ein unscheinbares Scheibchen namens „Punkrocksteady“ – darauf eine Art Chronik musikalischer Sozialisation, ein Who is Who aus der Plattensammlung eines Punks der ersten Stunde. Vierzehn Coverversionen von Szenevätern wie The Clash, Buzzcocks, Joy Division, Sham 69, Elvis Costello und Cock Sparrer. Und gleich als Opener: Ein Cover von Blondies “Heart of Glass”! Aber WAS für ein Cover? Noch bevor ich in meinen imaginären Kragen beißen kann, bin ich schon vollkommen gefesselt und ich gebe den Labelchefs von Pork Pie überwältigt recht: Endlich mal ein Album mit Coverversionen, die die Welt tatsächlich braucht!
Street Credibility hatten sich ja The Valkyrians in der Skawelt inzwischen ohnehin erarbeitet. Auf ihrem dritten regulären Studioalbum stellen sie diese gleich in zweifacher Weise unter Beweis. Einerseits durch ihr zur Schau gestelltes Wissen, nämlich darum, welchem Punk in der Musikhistorie tatsächlich die Dankesblumen zustehen. Andererseits zeichnen sie mit der geballten Kraft ihrer Schweineorgel die überzeugendsten Reggae Rhythmen dieser Tage nach. Gut, die Stimmlage des Sängers muss man mögen, aber die Rocksteady Version vom Misfits Song „Astro Zombies“ und natürlich die Dirty-Reggae Variante von „Heart of Glass“ sind absolute Raketenstücke und machen das Album in meinen Augen zur Pflichtveranstaltung! Immerhin schaffen es die Finnen, mich bis zu einem gewissen Grad sogar mit Blondie zu versöhnen. In einem Musikvideo würde ich deshalb aber noch lange nicht mitspielen…

Web: Band, Label
Krizn | So., 21. Aug 2011 | SKA

Es ist ein seltsames Phänomen: Bei manchen Bands liegen zwischen der Performance auf ihren Platten und derjenigen auf der Bühne ganze Welten. Die Aggrolites beispielsweise überzeugen mich mit jeder Platte mehr, ihre Bühneshow dagegen nimmt mich stetig weniger mit. Genau umgekehrt verhält es sich bei den anderen „Superstars“ der Szene.

Die Slackers heizten (man möchte fast sagen erwartungsgemäß) dem Yaam beim Release von „The Great Rocksteady Swindle“ dermaßen ein, dass die Platte zuhause im Vergleich dazu von vornherein auf verlorenem Posten stand. Dort steht sie dann aber leider auch sehr konsequent, wie der Autor dieser Zeilen an geeigneter Stelle deprimiert feststellen musste. Die letzten Veröffentlichungen der New Yorker standen unter keinem guten Stern. Mühsam musste sich der geneigte Fan die erhaltenswerten Rosinen aus einem mehr oder weniger mürben Teig zusammensuchen. Unumstritten genial war meines Erachtens zum letzten Mal: „Close my eyes“ aus dem Jahre 2003. Aber halt! Da hätte ich fast diese kleine, unscheinbare Sammlung mit dem Titel „Lost and Found“ vergessen. In limitiertem Gewand, und hier fast ausschließlich als Japan-Import zu beziehen, ist es aber auch ein Leichtes, diese letzte Slackers-Publikation zu übersehen. Das jedoch, meine Freunde, wäre ein fatales Missgeschick. Denn „Lost and Found“ versammelt zwar fast ausschließlich, zumindest für den akribischen Sammler, bekannte Songs der New Yorker. Die Zusammenstellung enthält aber absolute Klangperlen, bzw. Neuauflagen aus der Geschichte der Band, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Schon das Cover verdeutlicht es: Hier finden sich Versatzstücke aus allen bisherigen Slackersplatten: J’s Schnautzer von „Peculiar“, die Magazine vom Tisch auf „Close my eyes“, der blutrünstige Militärköter von „International War Criminal“, die gehörnte Ehefrau von „The Question“, um nur wenige Details des munteren Suchbildes zu nennen. Ähnlich kreativ haben sich die Slackers auch musikalisch an ihre alten Aufnahmen gemacht und präsentieren nun: frühe Aufnahmen im aktuellen Dirty Reggae Gewand, Songs aus diversen Soloprojekten mit Bandbegleitung oder bekannte Klangbilder mit neuer (Sänger-) Rollenverteilung. Die neuen Varianten von „Two Face“ und „Tonight“ sind Kilometerfett. Der, so weit ich es sehe, komplett neue Song „If you see my Baby“ allein lohnte schon den Kauf des Albums. In jedem Fall ist „Lost and Found“ eine herausragende Sammlung kompositorischer Ideen, die über das in letzter Zeit etwas unglückliche Händchen der Band bei der Zusammenstellung neuer Alben locker hinwegtröstet. Hier lohnt sich das schnelle Zuschlagen, vor allem weil niemand weiß, wie lange die limitierte Auflage der Platte noch zu haben sein wird.

Krizn | Do., 26. Mai 2011 | SKA

Auf jeder Platte gibt es diesen gewissen Stomper, den einen Track, den Song bei dem man sich sicher ist, dass die Bude tobt. Beim Debüt der One Droppers aus Mailand ist das gleich der Opener. Und der zweite Titel. Und der Dritte auch. Und…das hört ja gar nicht mehr auf!

Und wie das klingt und wie das groovt! Auf „The Big One“ geht das Konzept der Band voll auf: Shout-along und Shake-a-leg, 3rd Wave Ska und Neo Traditional, sweet Soul Music und Backgroundrockers, so wie es einfach immer sein sollte.
Längst ist es Zeit, Italien wieder ernst zu nehmen. Gut, jetzt vielleicht nicht beim Fussball und (Staats)politisch sowieso schon gar nicht, aber was den Ska angeht, ist dieses wunderbare Land schon lange nicht mehr zu vernachlässigen. The One Droppers treten nämlich beispielsweise nicht einfach nur das Erbe der (in der Region und international) schmerzlich vermissten Arpioni an, sondern reichen sich musikalisch ebenso selbstverständlich die Hände mit Giuliano Palma und Mr. T-Bone. Ja, der Offbeat lebt in Italien und das ist sehr gut so, denn sind wir uns doch mal ehrlich: Wie viele wirklich spannende Projekte gibt es denn zurzeit in Europa? Nur eine schlappe Handvoll würde ich sagen. Deshalb bin ich ja so glücklich über die Hammerscheibe von The One Droppers. Und deshalb also aus voller Überzeugung von meiner Seite einen musikalischen Verdienstorden für die Band, und zwar nicht einfach irgendeinen, nein, sondern von mir aus gerne gleich „The Big One“.
Das einzige was Skafans mit gewisser Vorbildung evtl. irritieren könnte: Die Mailänder schlagen nicht den zurzeit äußerst beliebten Hohen Pfad der heißen Orgel ein, bieten weniger Dirty Reggae und dafür mehr Soul-Ska mit viiiiel Stimme, mit Rhythmus und jeder Menge Bass. Aber wer will schon ewig und 50 Jahre ein und dieselbe Coverband hören? Ich nicht! Und deshalb darf hier gelobhudelt werden was das Zeug hält. Für das Debüt der One Droppers und nebenbei für noch eine andere Novität. „The Big One“ ist nämlich gleichzeitig die Erstveröffentlichung eines neuen ambitionierten deutschen Labels, dass sich mit Leib und Seele dem Offbeat verschrieben hat: Rocking Records heißt es, im malerischen Bamberg ist es zu Hause und auf den Weg gebracht wurde es von kreativen Menschen um das Rocking Steady Online Magazin. Für dieses Jahr sind bereits weitere hochgradig spannende Projekte geplant, also wünschen wir von unserer Seite hiermit Olly und seinen Mitstreitern recht herzlich viel Erfolg.

Krizn | Mi., 18. Mai 2011 | SKA

Hier kommt ein Album für alle, die angesichts monströser Telleränder eher die Kletterschuhe als das Weite suchen. Das bei Moanin gepresste Dancehall Album „Cityopian Spirit“ gibt sich zweifellos sehr modern und kommt mit viel shakalag, synthie-sound und rumsrumsbass um die Ecke gerauscht, bittet dabei aber unbedingt und mit fast herrischer Stimme aufs Tanzparkett. Und immerhin steht mit Longfingah im wahrsten Sinne einer von uns auf der Bühne.

Mr. Longfingah startete seine Karriere als Hip Hop und Reggae MC, wechselte aber ruckizucki hinter das Mikrophon der vor wenigen Jahren noch sehr aktiven halbberliner Ska-Punk Kombo Ska-T. Seit 2003 verdiente er sich außerdem seine Sporen bei den monatlichen Schokoladen-Sessions von Wood in di Fire. Dieser Mann weiß also Bescheid. Er beherrscht eine mächtige Handvoll Lehreinheiten in Sachen Ska, Rocksteady, Reggae und Jamaican Jazz. Und das hört man, wenn er sich jetzt auf Solopfaden seiner Musik-Leidenschaft hingibt. „Cityopian Spirit“ ist nicht einfach ein gut tanzbares Dancehall-Album geworden, es schmilzt stattdessen mühelos Rocksteady, Rub-a-Dub, Raggamuffin, Dubstep, Esperanto Feeling und True Scorcher Reggae in den gerade deshalb so raffiniert servierten Pudding. Und diese fleißig von mir zusammengetragene Begriffsexplosion steht nicht einfach nur, wie so oft im Musikbiz, stellvertretend für augenwischende Keksverzierungen und hinterhältige Lockmittel die gut sichtbar oben auf den anzupreisenden Artikel gesteckt werden. Nein, ich meine, in diesem speziellen Fall ist es der Cuisine tatsächlich gelungen, mehr aus den vielen wohlklingenden Zutaten zu kreieren als nur die Summe ihrer Teile. Trotzdem ist das dritte Longfingah Album nichts für 67-74 Puristen – soviel ist schon einmal klar. Wer aber mehr als zwei Ring-Ding Alben gerne hört, der sollte bei „Cityopian Spirit“ unbedingt mal ein Löffelchen versuchen.

Krizn | Sa., 14. Mai 2011 | SKA

Angesichts des Titels des inzwischen achten regulären Studioalbums der designierten „besten Ska Band der Welt“ freute sich der Wortspielfreund in mir noch eine Lasagne in den Magen, spätestens beim dritten Track schossen die Mundwinkel aber gen Marianengraben. „Self Medication“ war schon ein umstrittenes Plattenprojekt, nun muss ich sagen: So nicht meine Herren Gesangsverein! „The Great Rocksteady Swindle“ wäre als Debüt einer ambitionierten Band aus, sagen wir, Castorp-Rauxel sicherlich höchst lobenswert, für die lonesome Streetbeat-Poeten aus New York City nenne ich die Scheibe eine Schande.

Zwar schifft man im Hause Slackers, wie schon oft angekündigt, mit der neuen Platte wieder zurück in den bewährten Hafen des Heimatlabels Hellcat Records, ein wirklicher Grund für die Herausgabe des Albums zu diesem Zeitpunkt lässt sich aber meiner Ansicht nach nicht finden. Lausige drei Songs halten in etwa das Niveau, das man inzwischen von den Slackers erwarten darf. Die beiden Eröffnungssongs „How it feels“ und „Because“ sind solche Kunstwerke, die nur die New Yorker zu schnitzen wissen. Auch Agent J’s „A long way off“ gefällt mir, bis auf das etwas stumpfe Mastering, ganz gut. Aber dann flacht die Klangkurve deutlich ab. Inhaltlich spannende Ideen wie „Tool shed“ werden durch den repetitiven Refrain ziemlich schnell unerträglich. Mr. Tragedy dagegen soll offenbar lustig sein, ist aber, wenn das müde Lächeln einmal verklungen ist, in erster Linie eher daneben und erinnert vor allem an die teilweise halbgaren Lyrics der allerersten Slackersplatte „Better late than never“. „The Same everyday“ geht zwar rhythmisch klar nach vorne, dabei aber ebenso schnell auf meine inzwischen angereizten Nerven. „Don’t look back“ ist ganz in Ordnung so, aber allein die Tatsache, dass eine Band tatsächlich NOCH eine Version von „Ain’t no sunshine“ veröffentlichen möchte, spricht für sich. Gut, ich will nicht noch mehr ins Detail gehen…
Wie gesagt, unvoreingenommen betrachtet, ist „The Great Roksteady Swindle“ im Grunde gar kein Problem. Die Band tritt darauf stilpluralistisch wie eh und je auf. Aber verglichen mit dem Gaumenschmaus den man aus dem Hause Slackers inzwischen gewohnt ist, ist meine Reaktion mit einem Kopfschütteln nicht ganz beendet. Mir fehlt das Feuer, die musikalische Leidenschaft, na und vielleicht auch ein vernünftiges Layout auf dem Plattencover. Lobend zu erwähnen bleibt aber, dass die Slackers ihr aktuelles Werk szenebewusst nicht etwa irgendwo in den Studios dieser Welt aufnahmen (die sicherlich alle inzwischen Schlange gestanden hätten) sondern hier. Hier! Mitten in Berlin! In Jochens kleinem aber feinen „Harz Kraft Hof“ Tonstudio neben dem fulminanten Club Lovelite. Ein großes Thumbs up also für Street Credibility und das versöhnliche Schlusswort: Live sind die Slackers nämlich nach wie vor so berrauschend, da könnte auch eine ganze Reihe mittelmäßiger Platten noch lange nichts an meiner Begeisterung für die New Yorker ändern.

Krizn | Sa., 26. Mär 2011 | SKA

Aufgepasst! Das ist kein Säbelrasseln! Das sind keine Schreckschüsse! Und das ist kein Malzbier! Die Fregatte, die sich dort schaurig aus dem Nebel pellt ist bis an die Zähne bewaffnet mit unrasierten, raubeinigen und bis an die Zähne bewaffneten Punkrockshantys und Krugzerschmetternden Shoutalong Seemannsweisen die keine Kehle trocken bleiben lassen. Also die Säbel gegürtet die Pistolen geladen und klar zum Entern!

The Dreadnoughts kommen aus Vancouver – nicht etwa aus Tortuga, Helgoland und auch aus keiner der anderen schmierigen Piratenbuchten. Da muss man die Meersalzverkursteten Gehörgänge beim ersten Mal Hören vielleicht ungläubig nachpolieren, aber wer der gewaltigen Sangeswut der fünf Haudegen länger als drei Songs zuhört wird sowieso zum heimatlosen Seebär und schwingt die Fidel ebenso wie das Tanzbein ohnehin in jedem Hafen. The Dreadnoughts existieren erst seit 2006, Polka’s not dead ist dabei aber schon das dritte vollwertige und hochprozentige Studioalbum und vollwertig ist dabei auch absolut so gemeint. Für mich war die Band schlichtweg eine Offenbarung. Fühlte ich mich in letzter Zeit ab und an zu alt für Punk, so weiß ich jetzt: Nein, der Punk war nur zu grün für mich! Die Polkagewalt der Dreadnoughts dagegen reißt mich Segelwendend zurück in den Circle-Pit. Piratenpunk vom allerfeinsten mit einer heißblütigen Liebeserklärung an Wein, Weib und Gesang! Ähnlich treibende Arschtritte gaben mir in den letzten Jahren nur die japanische brachial-Skacore Truppe Dallax und natürlich die unvergleichlichen Kings of Nuthin’. Zugegeben, diese drei Bands sind wohl stilistisch nicht wirklich miteinander zu vergleichen. Was sie jedoch verbindet, ist die bei allen groß geschriebene kompromisslos nach vorne katapultierende Leidenschaft und musikalische Energie. Wer die Dreadnoughts nicht liebt sollte gekielholt werden. Arrgh!

Krizn | Fr., 25. Mär 2011 | PUNK

Im Namen der Schweizer Band ist der „Ska“ gut versteckt, nicht so in ihrer Musik, denn anders als viele ihrer zeitgenössischen Kollegen dürfen Kalles Kaviar auf ihrem Internetauftritt zwar recht unbescheiden, aber stilistisch mit einigem Recht „Homepage des Ska“ titeln.

Es hat sich ja inzwischen herumgesprochen, dass bei weitem nicht alles, was seit den 80ern von jamaikanischer Musik beeinflusst den europäischen Musikmarkt überschwappte und lange unter dem Begriff „Ska“ subsumiert wurde, auch in dieser Schublade zuhause ist. Von Punk über Polka, Hip Hop, Heavy Metal, Mestizo bis Elektro – Offbeat Musik hat sich weltweit über alle Folkloregrenzen hinaus verbreitet, reiste von Kingston Town nach Tokio, von Rio nach Russland, von New York nach Neuburg an der Donau und wieder zurück, sammelte allüberall schiefe, schöne, glubschige und glänzende Perlen ein und präsentiert sich heute in einer schier unüberschaubaren Vielfalt. Da ist so manchem Newcomer heute gar nicht mehr nachvollziehbar, wo das alles einmal herkam. Und so sitzen gebartete Ska-Großväter stirngerunzelt und Werthers-Echte-bewährt in ihrem Schaukelstuhl und singen das große Memorandum, das Hohelied von den Wurzeln. Was war? Warum? Und wie wurde das gemacht? Eine Reihe von Bands begibt sich inzwischen verdienstvoll auf die Suche nach dem Klang der 60er, erweckt Ska, Rocksteady und Early Reggae jamaican style wieder zum Leben und kombiniert den Kingston Beat mit der musikalischen Finesse des 21. Jahrhunderts. Zu dieser Forschungsdisziplin gehören auch Kalles Kaviar, sie stehen dabei sogar, wie man unter Wissenschaftlern bescheiden formuliert, an exponierter Position. Allein ihre interessante Coverversion von Jackie Opels Rude Boy Schelte „You’re too bad“ belegt eindrucksvoll, dass sie sehr genau wissen, wovon sie reden. Bereits seit 1996 bereichert die in Basel beheimatete Band die europäische Skalandschaft mit äußerst professionell und dabei dennoch Szene bewusst präsentierten Reggae, Rocksteady und Skarhythmen. Daran hat sich selbstverständlich auch auf ihrem vierten regulären Studioalbum nichts geändert. Außer vielleicht die Tatsache, dass mit der neuen Sängerin Jana Kouril eine musikalisch sehr gefällige Raffinesse mehr auf der Platte verewigt wurde. Als hätte es derartiger amuse-gueules noch bedurft… Also tragt die Botschaft weiter: „Ooh ooh yeah yeah“ ist ein Knalleralbum geworden, also los, ihr alle, ab in den Plattenladen!

Krizn | Fr., 25. Mär 2011 | SKA

Keiner weiß genau, was er ist, wo er herkommt oder was er vorhat. Aber von Chile bis weit in die USA hinein ist man sich nach zahlreichen vermeintlichen Sichtungen inzwischen sicher: Der Chupacabra, der Ziegenmelker, treibt sein Unwesen. Er lauert im Dunkeln, gierig, geifernd, um Kleinvieh wie Ziegen oder Schafen den Lebenssaft auszusaugen. Ein Vampir in Tiergestalt, ein Monstrum, ein Fabelwesen, eine urbane Legende – eine Bastion der Fantasie inmitten einer technisierten Welt.
Eine Band, die sich nach einer volkstümlichen Legende, nach einem Ungeheuer benennt? Ein mutiger Schritt! Aber auch ein konsequentes Bekenntnis zu einem Kulturkreis, einem Lebensgefühl, einer Tradition, um die es in den letzten Jahren für meinen Geschmack etwas zu ruhig geworden ist. Chupa Cabras knüpfen mit ihrem zweiten Studioalbum an den guten alten Mestizo in seiner überzeugendsten Art an und treiben den Straßen dieser Welt im Handumdrehen wieder Feuer in die Beine. Wie es sich mustergültig für diesen Musikstil gehört, kamen die Mitglieder der Band aus aller Welt – aus Peru, Spanien und Mexiko, aus Chile und dem Sauerland – um sich zunächst ihre Sporen als Straßenmusiker zu verdienen. Allein, man traf sich nicht, wie es noch vor zehn Jahren Pflicht gewesen ist, im stilbildenden kulturellen Zentrum Barcelona, sondern im Schatten des Kölner Doms. Doch Überraschung! Dort, wo der Rhein dein Meer sein muss, ließ es sich, wie sich herausstellen sollte, fast ebenso heißblütig komponieren. Mestizo, das bedeutet ein Amalgam aus der Musik der Straßen der Welt. Nimmt man den Bandnamen metaphorisch so könnte man formulieren: Chupa Capras verstehen es, die Kulturen der Welt zu melken, die Essenzen der Lebensgefühle zu extrahieren und daraus eine neue, feurige Kreation zu Schaffen. Diese Kreation sind die 21 Tracks von „Leyendas urbanas“. Sie vereint Hip-Hop, Dancehall, Reggae, Jazz, Funk und Blues mit einem überschäumenden Reigen lateinamerikanischer Rhythmen und hat dabei keinerlei Schwierigkeiten, selbst so kulturell spezifische Kompositionen wie Jan Thiersens Amélie-Soundtrack in ihre kosmopolitische Klangwelt zu integrieren.
Texte aus Presseinformationen zu übernehmen, ist normalerweise gar nicht mein Fall, aber das Manifest der Chupa Capras möchte ich meinen werten Lesern nicht vorenthalten. Auch weil es noch einmal in schöne Worte kleidet, was ich bis hier hin zu schildern versuchte. Deshalb, Zitat:
„Manifesto de Chupastylee:
Wir sind nicht Seeed. Wir sind nicht Manu Chao. Wir sind nicht Mercedes Sosa. Wir sind nicht Bushido. Wir sind nicht Bob Marley.
Chupastylee ist die logische Konsequenz des globalisierten Stilpluralismus, die Apotheose postmodernen Eklektizismus' (Stromausfall zwischen Post und Apotheke).
Wir sind die reinigenden Tränen, die Magensäure der multikulturellen Gesellschaft, die alle Nahrung in vorverdaute KRAFT umsetzt. Wir sind das moderne Monster Frankensteins, zusammengenäht aus den Resten der sterbenden Kulturen, doch unter unserem Narbengewebe pulsiert die heiße Energie des Lebens.“
Stimmt! Im Übrigen sollten Frauen, die Posaune spielen, sowieso die Welt regieren.

VÖ: 15.4.2011

Krizn | Fr., 25. Mär 2011 | SKA

“The Heavy Heavy Monster Sound“. Wer diese Formel hört, fasst sich heute imaginär an die Koteletten und zieht die Martens aus dem Schrank. Sofort hat man die berühmten Worte aus Madness’ „One Step Beyond“ im Ohr und macht sich bereit, die Tanzfläche zu stürmen. Tja, so krümelt der Keks nun einmal im Reggae Geschäft. Wer welche Idee zuerst hatte und woher was kommt, ist über die wechselhafte, lange Geschichte der Musik oft in Vergessenheit geraten.

„One Step Beyond“ stammt nämlich mitnichten aus der Feder der britischen Kultband ebenso wenig wie der namensgebende Hit „Madness“. Beide wurden von keinem geringeren als Prince Buster in die Wiege der Welt gelegt, den großen Reibach machten damit aber andere. Die Formel „heavy heavy monster sound“ wurde 1971 von Dave Barker geprägt.
Nun, schon immer wurde in Jamaika gecovert und kopiert. In einem Business, in dem Künstler mit einem Fünf-Dollarschein direkt nach der Aufnahme ihres Songs nach Hause geschickt wurden und Schwarzpressungen in teils jämmerlicher Qualität an der Tagesordnung waren, ist vieles an Wissen verschütt gegangen, was relevant gewesen wäre für die Musikgeschichte. Es gab und gibt aber Instanzen, die sich besonders verdient gemacht haben, die alten jamaikanischen Perlen zu bewahren und für den Liebhaber von heute zugänglich zu machen. Zu diesen Instanzen gehört das legendäre britische Label Trojan Records. Mit den Einwanderern aus der ehemaligen Kolonie kam seit 1962 auch der jamaikanische Beat nach England und wurde dort begeistert aufgenommen. 1968 entsteht deshalb folgerichtig das nach Duke Reids mobilem Soundsystem-Wagen (einem Trojan Truck) benannte Undergroundlabel. Bis ins 21. Jahrhundert hinein erscheinen dort ambitionierte Sammlungen jamaikanischer Musik (vor allem die regelmäßig aufgelegten Trojan Box Sets sind legendär) die die Tunes von damals bis heute für Fans und Sammler bewahren. Die hier vorliegende Edition ist ein gutes Beispiel dafür, wie diese Compilations, angereichert mit Hintergrundinformationen zur Musikgeschichte, halfen, die Historie von Ska und Rocksteady auf Jamaika lebendig zu halten. 40 Tracks auf zwei CDs vereinen sowohl die wichtigsten Hits der Ära (CD1) als auch viele unbekanntere aber umso bewahrenswertere Klangschätze (CD2). Für jeden DJ und Sammler sind die Trojan Boxes ohnehin essentielles Archiv und eine hervorragende Informationsquelle. Gerade „The Heavy Heavy Monster Sound“ kann als eine Art „Best of Jamaican 60s“ darüber hinaus jedem interessierten Neueinsteiger als fundierte Grundlage ans Herz gelegt werden. Auf alle in der Sammlung enthaltenen Songs einzugehen, würde hier deutlich den Rahmen sprengen, deshalb mag meine zusammenfassende Empfehlung an dieser Stelle genügen: "The Heavy Heavy Monster Sound" richtet sich vor allem an Offbeat Greenhorns und an jeden, der ein gut zusammengestelltes Mixtape der alltime-favorites nicht selbst basteln möchte…

Im Jahre 2007 kaufte Universal Music die größte britische Independent Label Gruppe „Sanctuary Records“ zu der auch „Trojan Records“ als Tochterfirma gehörte. Damit übernimmt das Majorlabel nun auch den Vertrieb für Trojan und zeigt gleich zu Beginn mit vier Neuauflagen (jeweils Doppel-CDs Boxen) von Trojan Sammlungen Initiative, um originäre jamaikanische Rhythmen weiter zu verbreiten. Der Musik wäre ein Gelingen dieses Ansinnens von ganzem Herzen zu wünschen. Bei den neuen Compilations handelt es sich konkret um folgende Titel:

1. The Heavy Heavy Monster Sound. The Story of Trojan Records
Guter Überblick, die wichtigsten Hits und eine Zusammenstellung schöner Raritäten.

2. Ska-ing West!
Wer Ska liebt, echten, originalen, jamaikanischen Ska, der MUSS hier zugreifen. Eine ebenso gelungene wie enzyklopädische Sammlung.

3. Sounds & Pressure: Mod Reggae
Chronologisch ein wenig später angespiedelt, Early Reggae in einer glanzvollen, abgerundeten Sammlung.

4. Foundation Dub
Scratch Perrys Technikspielereien der ersten Generation und die seiner Kollegen. Ohne diesen Sound hätte es Hip-Hop und Techno nie gegeben. Brilliante Dubs und getoastete Hits. Mein Stiefel ist es dennoch nicht direkt. Für Dubs Fans aber sicher ein Tipp.

Krizn | Fr., 25. Mär 2011 | SKA

Bluekilla never was a ska band. Ja Sapperlott! Offenbar ist dieser Monate die Zeit der unangenehmen Geständnisse. Wurde auf dem Nockerberg noch freimütig gelacht, so sorgt sich das bayrische herz dieser Tage im wahren Leben doch allmählich: Wie viele solcher unheilvollen Offenbarungen hält das blau-weiß rautierte Herz noch aus? Ausgerechnet eine der ältesten deutschen Skabands lässt jetzt auf ihrem fünften Studioalbum die Hosen runter. Ladies and Rudeboys, bitte bewahren Sie ruhe, wenn sie Folgendes zur Kenntnis nehmen: Bluekilla never was a ska band.

Man möchte meinen, die Szene sei erschüttert. Bluekilla, eine der Grundfesten der deutschen Offbeatszene legen die Wahrheit auf den Tisch. Aber: Wo immer man auch hinsieht: keine entsetzten, noch nicht einmal lange Gesichter. Niemand weint, niemand greint, stattdessen skankt Deutchland selig vereint und nicken den neuesten Coup aus Süddeutschland zufrieden ab. Tja, war denn tatsächlich nichts Verstörendes geschehen? Alles falscher Alarm? Bluekilla, keine Skaband?
Nun ja, tatsächlich: Das schwarzweiße Karomuster legt beredt Zeugnis davon ab. In der Tat, stimmt Dr. Klenk mit ein, haben sich Bluekilla stets viel stärker am britischen Two Tone orientiert als am Jamaikanischen Ska. Play the Skinhead Reggae, fordern unisono die Fans seit einigen Jahren langem, Bluekilla halten mit Offbeat dagegen, King Django himself scheibt mit seinem Gastauftritt auf der neuen Platte den Dancehall ganz nach vorne und auch Reggae, Modbeat und eine Prise Synthie-Pop würzen den Sud dieses Albums. So gesehen also keine Sensation, wenn die Schlitzohren der Band mit einer für sie typischen Portion Humor die Grabenkämpfen innerhalb der Szene schon im Vorfeld den Wind aus den Segeln nehmen. Ist doch auch wirklich scheißegal, in welcher Schublade Bluekilla nun am besten aufgehoben wären, die 26jährige Geschichte der Band entheben sie sowieso von jeglichem Legitimationszwang. Wer Bluekilla mag, der wird auch das aktuelle Album mögen, wer sie nicht kennt, hat sowieso seinen Hopfen schon vor Jahren verlegt. Und wer ausschließlich Ska aus den Jahren zwischen 1959 und 1967 hört, für den lassen die neun Herren wie erwähnt gerne symbolisch die Hosen fallen, um ihnen den Arsch zu zeigen. Letzteres ist für die „Chippendales des Ska“ ohnehin längst nicht mehr skandalträchtig. Näheres dazu in der Bandgeschichte, zu finden im Internet.

VÖ: 25.2.2011

Krizn | Fr., 25. Mär 2011 | SKA

In diesen Tagen veröffentlicht die äußerst verdiente und professionell aufgestellte Berner modern Reggae und Dancehall Band Open Season ihr viertes reguläres Studioalbum „Louder!“, ein gelungenes Werk mit sehr eingängigen Melodien und spannenden Rhythmen. Die eigentliche Sensation ist aber das außerhalb der Reihe herausgegebene Wahnsinnsalbum „Get Ready“, welches letztes Jahr verhältnismäßig unscheinbar auf den Markt tanzte.

Dass Open Season ihr Handwerk verstehen, bräuchten sie nicht weiter zu beweisen. Gut gefüllte und begeisterte Megastages in ganz Europa zeugen längst von der frühen Perfektion der Band. Wiederholt legt Open Season zielsicher den Nerv der Zeit bloß, um ihn leichtfüßig mit gute-Laune Hits zum zucken zu bringen. Was der verhältnismäßig glatt gebügelte und gut verkäufliche Sound ihrer Alben bis zum aktuellen „Louder!“ dabei aber fast vergessen lässt: Open Season stehen völlig zu recht auf der hohen Warte ihres Erfolges! Nicht nur, dass sich eine Stange begnadeter Musiker in ihren Reihen befindet, die Band weiß auch sehr wohl, wovon sie redet, wenn sie sich Ska und Reggae auf die Fahnen schreibt.
Zwischen dem Klang der Jamaican 60s und den Hörgewohnheiten und Studiowelten im 21. Jahrhundert liegen in der Regel ganze Ozeane. Nicht wenige nachgeborene aber szenebewusste Bands versuchen heute diese Distanz zu verringern und an die Wurzeln der Kultur anzuknüpfen. Aber noch nie hat dieses Unternehmen eine Gruppe grandioser bewältigt, als die Schweizer auf diesem so unscheinbaren gestylten Album, das 2010 mal eben aus dem Ärmel geschüttelt wurde. „Get Ready“ ist schlichtweg überwältigend! Die Platte klingt wie frisch aus den Presswerken des Studio One. Jamaican Ska, Rocksteady und Early Reggae so authentisch, man möchte weinen vor Glück. Nun, ich kann es nicht verhehlen, ich bin schlichtweg hin und weg von dieser Platte. Das es möglich ist, die Essenz jamaikanischer Musik heute derart kunstvoll nachzubilden, hätte ich nicht für möglich gehalten. Wer diese Platte als halbwegs ernstzunehmender Skafan nicht in seinem Schrank hat, dem aberkenne ich hiermit offiziell seine Koteletten (und viel wichtiger: seinen Verstand).
Darf ich Sie also höflichst darum bitten in den Plattenladen zu gehen - und bitte nicht bummeln, meine Damen und Herren. Denn das gute Stück gibt es bisher nur in streng limitierter Auflage.

Aus dieser(!) Perspektive wachsen mir auch die anderen Platten von Open Season, darunter das neue „Louder!“ ein ganzes Stück enger ans Herz. „Get Ready“ aber ist eines dieser seltenen musikalischen Kunststücke, die meiner Meinung nach viel zu selten aufgeführt werden.

Krizn | Fr., 25. Mär 2011 | SKA

2010

Es ist Zeit. Es ist sogar höchste Zeit. Höchste Zeit, um über ein Album und eine Band zu sprechen, die Berlin in den letzten zwei Sommern den Atem geraubt haben. Mit "Love & Hate & Politricks" brachte The Magic Touch nämlich im August 2010 endlich das lang erwartete Debüt auf die Plattenteller dieser Stadt.

Dass dieses Monster von einem Album übrigens erst jetzt von mir besprochen wird, liegt allein daran, dass mir die eisernen Klauen der Pflichterfüllung die bitter nötigen ein, zwei freien Atemzüge nicht früher erlaubten. Aber: Kein Mitleid, ich bitte Sie! Ich hatte doch Hilfe. Denn über diese harte Zeit hat mich die Musik von The Magic Touch stets treu und tröstend begleitet. Danke, Jungs!

Was vor einigen Jahren als Projektband in Kellerbars zu gären begann, entwickelte sich spätestens seit dem Eintritt von Ex Court Jester’s Crew Sänger Magic Roger zu einer festen Größe in der alternativen Szene der Hauptstadt. Einige schweißtreibende und frenetisch gefeierte Konzerte später war es eigentlich überhaupt nicht mehr zu verstehen, ja, war es geradezu unanständig, dass diese Band ihren Fans, die immer zahlreicher wurden, noch immer kein Album als Erinnerung an die großartigen Abende anzubieten hatte. Die fünf Musiker von The Magic Touch selbst sahen dabei ihre Rolle ganz bescheiden, gaben sich immer eher sympathisch zurückhaltend... bis sie im Sommer dieses Jahres endlich mit ihrem Baby herausrückten. Die Fans dagegen, nun mit einer Platte zum „Mitrumtragen“ versorgt, häufen inzwischen einen Superlativ über den andern. Und wenn jemanden meine Meinung interessiert, die meisten davon zu recht.
Auf einem proppevoll gepackten Album vereint die Band arschtretenden Dirty Reggae, Rum-Bar Shake-a-leg Soul und einen Rocksteady, so süß, dass man damit Kuchen backen könnte. Wer übrigens immer noch meint, der Offbeatrhythmus käme in der Regel recht einsilbig daher, der spüle sich vor dem Genuss dieser Scheibe einmal gehörig die Lauscher durch. Die immer wieder durchdrückende meterdicke Orgel, ein punktgenauer Bass und geniale Schlagzeugtiraden wie bei „Gimme Some More“ beweisen im Vinylumdrehen das Gegenteil. Kurzum, diese Scheibe ist von ganzem Herzen zu empfehlen.
Wir befinden uns dabei deutlich diesseits der stahlbetonglatten Produktion eines Major Labels. Sicher, das lässt einige raue Stellen offen; Momente an denen man sich beim Tanzen seine Knie schon aufschlagen könnte, einen Hauch Wildnis und den zitternden Odem musikalischen Abenteuers. Aber, und diese Folgerung ist eigentlich hinfällig, hinter den Thermoglasfassaden von Berlin Mitte hat Dirty Reggae sowieso nichts zu suchen. Nein, dieses Album ist schon ganz richtig, so wie es ist. Einzig der abschließende Ausflug zum Dub der letzten beiden Tracks ist vielleicht etwas zu viel des Guten. Nicht, dass The Magic Touch dieses Genre nicht beherrschten, ganz im Gegenteil, aber "Love & Hate & Politricks" kommt ohnehin schon sehr vielseitig daher und läuft ab und zu Gefahr, mit einem Quäntchen zu viel Fracht, das „Durchhören-am-Stück“ der Scheibe zu erschweren. Ein Wehrmutstropfen, aber ein klitzekleiner. Das wird aber niemanden vom Kauf der Scheibe abhalten. Hoffentlich auch nicht das, zumindest im Vergleich zum hochglanzglitzernden Werbe-Sticker, etwas unscheinbar geratene Cover. Denn das wäre eine klassische, gerade zu Wong Kar-Wei’sche verpasste Gelegenheit und außerdem zutiefst tragisch!

Web: Band, Label
Krizn | Sa., 11. Dez 2010 | SKA

So eine Reise durch die unendlichen Weiten des Weltalls können ja mitunter auch ziemlich einsam werden. Ein Glückspils[sic!] wer da eine paar vernünftige CDs dabei hat. Und ich bin mir sicher, hätte Juri Gagarin so einen dicken Soundtrack dabei gehabt, er hätte den kleinen Umweg über den Mond mit Begeisterung in Kauf genommen. Ich seh’ es förmlich vor meinen Augen: Der erste Mensch landet mit einem entschiedenen Moonhop auf unserem käsigen Trabanten und die ganze Welt schaut zu… Wie sähe die Welt wohl heute aus?

Mir scheiß egal, so lange die Musik so gut ist. Das zweite Studioalbum von Voodoo Moon aus Berlin knüpft klar da an, wo Get On! die Messlatte schon auf die hohe Kante gelegt hatte: musikalisch besonders wertvoll, ein weit gefasster Horizont und im Abgang leicht feurig… Entklausuliert heißt das soviel wie entspannter Rocksteady und Reggae, deutlich traditionell orientierter Ska, und eine gute Portion Ska-Jazz Anleihen à la Eastern Standard Time. Dazu jede Menge brillanter musikalischer Einfälle, überwiegend zweistimmiger Gesang und ein Klanggerüst, das den Tänzer auf Kurs hält, egal wie hoch es ihn auch über den eigenen Tellerrand hinaushievt. Aber keine Angst, Moon Base ist keine dieser Meltingpot-Ska Platten geworden, die einem von schmierigen Pop-Agenturen in dunklen Gassen mit schillernden Worten aufgeschwatzt werden, und die sich bei genauerem Hören doch nur als „Standard Punkrock Plus X“ herausstellen. Nein, im Gegenteil. Voodoo Moon sind klar Szene-bewusst, spielen Ska im wahrsten, im ursprünglichen Sinne des Wortes, ohne dabei einfach nur zu kopieren, was die Altvorderen zurückgelassen haben. Wenn hier zum traditionellen Hors d’oeuvre einige Prisen Soul, Dub, Reggae und ein paar geheime Zutaten gereicht werden, dann gehört all das unabdingbar zum Rezept dazu, dass den Voodoo Zauber zur Entfaltung bringt. Im Übrigen kickt mich persönlich der Song „Voodoo Working“ ganz besonders. Wenn das kein Beweis ist, dass die Band ihr Handwerk versteht – oder das ich in meinem Leben zu viel Monkey Island gespielt habe. Also sei ein braver Leser, such dir einen freien Sarg, schnapp dir eine Holzlatte und paddel dem nächsten Konzert von Voodoo Moon entgegen…

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Krizn | Fr., 12. Nov 2010 | SKA

Was ist das nur mit diesen Kanadiern? Der unbedarfte Geographiestudent würde bestimmt zunächst davon ausgehen, dass „Terence und Phillip“ nun mal so gar nichts mit Jamaika zu tun haben. Und dann kommt da immer wieder so eine Scheibe ins Haus geflattert, die die Grizzlies mit einer Wucht auf die Tanzflächen zwingt, dass sich Lederstrumpf ne Ritterrüstung gewünscht hätte.

Für die meisten Fans von The One Night Band kam das Splitup kurz nach der Veröffentlichung ihres zweiten Studioalbums „Hit & Run“ ziemlich überraschend. Offenbar hatte es, wie so oft bei aufstrebenden jungen Bands, Schwierigkeiten geben, ein für alle zufrieden stellendes Mittelmaß zwischen Vollzeitmusiker- und Privatleben zu finden. Kurzum, die vier tourwütigsten Musiker der Band fanden sich zusammen und beschlossen, noch einmal ganz von vorne anzufangen – mit einem neuen Namen aber mit der gleichen Leidenschaft für gute Musik und aufwühlenden Reggae. Das Ergebnis, The Beatdown, setzte sich sofort in Bewegung, nahm eine Handvoll Songs auf und ging mit einer EP im Handgepäck erst einmal ausgiebig auf Tournee durch Amerika und Europa.
Wer weiß, ob es auch an dem neuen und noch unbeschriebenen Namen lag? Das Konzert jedenfalls, das diesen Frühling in Berlin stattfand, war nicht besonders gut besucht, die Stimmung folglich eher bescheiden. Ich behaupte immer noch, das lag nicht an der Band. Aber mit nur vier Musikern auf der Bühne und so gut wie keinen bekannten Songs, macht es einem das berüchtigt verwöhnte Berliner Publikum halt auch nicht leicht. Und trotzdem ließ der Auftritt einiges für die (nahe) Zukunft erwarten.
In diesen Tagen schickt nun endlich The Beatdown aus Montreal ein Debütalbum in die weite Welt hinaus. Die ehemaligen Bandmitglieder von The One Night Band gaben sich wenigstens im Studio unterstützend die Ehre. Und siehe da: Das Debüt vereint zwölf Portionen Arschtritt-Reggae der überzeugendsten Sorte. Ein gutes Gefühl für packende Melodien, für bissfeste Refrains, ein Bob Dylan Fotzhobel und ein Händchen fürs Songwriting, das Chris Murray begeistern würde, machen die Platte auch im übertragenen Sinn zu einer runden Sache. Eine bombige Scheibe, die zumindest mir Lust auf Mehr gemacht hat. Diesen Herbst sind die Herren schon wieder in Europa unterwegs. Lassen sie mich also mit Überzeugung formulieren: It’s time for a second chance.

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Krizn | Fr., 12. Nov 2010 | SKA

Bei der Macht von Grayskull, diese Platte hat Kraft. Wie komme ich beim Hören des brandneuen Studioalbums von Yellow Umbrella bloß ausgerechnet auf Masters of the Universe? Ach ja: Man-E-Faces war früher eine meiner Lieblingsfiguren, wenn es darum ging, die vorhandenen Figuren strategisch sinnvoll mit Freunden zu teilen. Für alle, die es nicht wissen: Man-E-Faces, ein Held – drei Gesichter! Und damit drei völlig unterschiedliche Fähigkeiten, die je nach Bedarf spontan einsetzbar sind. Klingt das nicht nach Wunschkonzert, nach Kinderüberraschung und Spagetti mit Nutellasauce? Na, ich meine doch.

Yellow Umbrella sind längst eine solide Bank in der bundesdeutschen Skaszene, eine ausschweifende Einführung zur Musik der Herren aus Dresden ist deshalb verzichtbar. Eigentlich wollte man es an der malerischen Elbe ja nach einer kreativen Zwangspause ein bisschen ruhiger angehen lassen. Nun aber legt die Band ein Album nach dem anderen vor, und jedes davon ist bisher ein echtes Pfund. Als sie diesmal, inzwischen das siebte Mal, aus dem Studio kamen, baten die Musiker niemand geringeren als Victor Rice, das Werk mit seinen, ich zitiere, „goldenen Händen“ zu veredeln. Das Ergebnis erfüllt meine nicht ganz unbedeutenden Erwartungen mit Leichtigkeit und hört auf den schönen Namen A Thousand Faces. Damit schließe ich übrigens, für alle die beckmesserisch darauf gewartet haben, den Bogen zu meinem Einleitungsgedanken, denn der Titel passt ausgezeichnet zum Werk. Was A Thousand Faces nämlich besonders auszeichnet, ist die Leidenschaft mit der Yellow Umbrella alle Register ihres Könnens ziehen. Das neue Album ist noch mal ein Stück vielseitiger, vereint die längst bewährten Ska-Stomper mit Reggae, Rocksteady, Dancehall, mit feineren musikalischen Einflüssen wie Jazz und Soul und entwickelt vor allem das Mestizo-Gypsie Experimentierfeld weiter, für das die Dresdner Band längst überregional gefeiert wird. Tatsächlich trägt die Musik dieser Platte so viele Gesichter, dass es eine große Leistung ist, all diese Facetten stimmig zu vereinen. Tausend Gesichter, und alles an einem Superhero bzw. auf einer CD. Ja wo kriagt ma des denn heid no? Damit spielen Yellow Umbrella übrigens sogar die Masters of the Universe an die Wand (wenn ich diese Metapher zugunsten des schmissigen, dafür aber absolut zitierfähigen Urteils abschließend noch ein klein wenig überstrapazieren darf...).
Die Herren aus Dresden jedenfalls leisten ihre kunstvoll verwobene Klangmelange mit Unterstützung von Dr. Volkanikman, von Alex Buck von The Magic Touch und einem fast schon obligatorischen Dr. Ring-Ding mit Bravour. A Thousand Faces ist folglich rundum zu empfehlen, und das nicht nur für alteingesessene Ska-Haudegen. Das über Pork Pie auslaufende Album dürfte bestens dazu geeignet sein, Szeneübergreifend zu begeistern.
Ganz nebenbei erschien übrigens fast zeitgleich zum neuen Album aus dem Umfeld der Band auch ein Bilderbuch mit dem Titel „Der Reggaehase Boooo“. Die CD zum Buch wurde (natürlich) von Dr. Ring-Ding eingelesen und enthält (doppelnatürlich) Musik von Yellow Umbrella.

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Krizn | Do., 14. Okt 2010 | SKA

Zum dritten Mal tritt Familie Van Dango aus den Studios, blinzelt versonnen in die Strahlen des Morgenrots und macht sich erneut auf den Weg. Sicher, es war wieder einmal eine lange Nacht, aber: There’s always a road ahead and when Babylove & the Van Dangos hit it, you better be somewhere around. Denn wenn es um aktuellen Ska und Rocksteady geht und um ein blutendes Herz, das jamaikanisch schlägt, dann gibt es in Europa wohl keine heißeren Sounds als die der Jungs aus dem guten alten Kopenhagen.

Nein, ich lege mich fest: Lovers Choice Music rockt und das aktuelle Album erfüllt nicht nur meine Erwartungen, sondern liefert genügend Brennstoff, um das Feuer bis zum nächsten Konzert am Lodern zu halten. In der Szene haben sich die Van Dangos längst einen Namen erspielt und das, obwohl sie eher als „komplizierte“ Musiker gelten. Das ist übrigens alles andere als persönlich gemeint, tatsächlich gibt es wohl wenige Bands, die den Kontakt zu den Fans so lieben und mit ähnlicher Herzlichkeit pflegen. Aber mit der gleichen Leidenschaft gehen sie auch an ihre Musik. Dabei entstehen Songs, die so manchen einfach gestrickten Hoppeltänzer überfordern. Überraschende Harmonien und hinterhältige Breaks verleiden zwar jedes Schunkeln, lassen aber zumindest mich immer wieder mit ungläubig hängender Kinnlade auf der Tanzfläche zurück. Dazu kommt ein großartig abwechslungsreicher Gesang und Lyrics mit Hirn und Seele, wegen denen allein sich ein Konzertbesuch schon locker lohnt. Mit The Money & The Time lässt die Band eine gute Portion mehr Soul über die Boxen schallen, eine Zutat die dem Sound der Band gut tut, ihn aber dennoch nicht von ihrem ganz eigenen Klang entfernt. Wer bei dem Rocksteady-Tribut an Miss Amy Winehouse nicht dahinschmilzt sitzt vermutlich auf seinen Ohren oder hat das zwölfte Bier des Abends schon hinter sich. Vielleicht kann er dann mehr mit dem Akustik Track „Song of Labour“ anfangen, bei dem Babylove & the Van Dangos Zeugnis davon ablegen, dass ihre Kollaboration mit Chris Murray in den letzten Jahren keine zufällige Allianz war. The Money & The Time ist ein großartiges Scheibchen geworden. Das einzige, was mir ab und zu ein wenig zu dünn weg kommt, ist die Orgel. Aber was das angeht, sind wohl meine Ohren gerade in den letzten Jahren ein wenig verwöhnt worden. Außerdem gab es bei den Van Dangos offenbar noch kurz vor den Aufnahmen ein paar Umbesetzungsschwierigkeiten hinter den Tasten.

Ab dem 1. April 2011 ist die Platte in Deutschland offiziell über die Kanäle des Berliner Pork Pie Labels erhältlich. Passend dazu startet, so die jüngsten Informationen, im Mai eine ausgedehnte Europatournee von Babylove & The Van Dangos. Die genauen Termine werden demnächst veröffentlicht.
Möge dieses Kleinod von Platte eine strahlende Bahn am Firmament ziehen. =)

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Krizn | Do., 23. Sep 2010 | SKA

Die Mütze ist zurück! So hop on board, move your feet and party hard till we all kick de bucket. “Like it or not“ nennt sich provokant das neue Werk aus den Hirnen der Görlitzer Band und rumpelt gleich mit dem ersten Track dermaßen gut gelaunt und flinkfüßig los, dass Robert Hingley persönlich seine Freude haben dürfte.

Tatsächlich beweist Yellow Cap auch auf dem aktuellen Album, dass sie können, wofür sie ihr tanzwütiges Publikum schon seit mehr als 12 Jahren treu begleitet. Die Band trat seit der Gründung im letzten Jahrhundert vor allem in die gut polierten Doc Martens Stapfen der 3rd Wave Uptempo-Ska Tradition. Noch immer sind einige Songs an dieser Richtung orientiert und überzeugen wie eh und je. Jeder in der Band, und wir reden in diesem Fall vorbildlich von der ganz großen Besetzung, wirklich jeder weiß genau, was er zu tun hat: ein zwingend treibender Walkingbass, schön kontrapunktisch brisante Bläsersätze, eine herrlich eingängige Melodie und vor allem Tempo, Tempo, Tempo! Daraus wurden und werden die Träume der vor allem britisch beeinflussten Skaliebhaber gestrickt.
Aber die Musikgeschichte bleibt nicht stehen, auch nicht die schwarzweiß gescheckte. Und so haben sich in den letzten Jahren ein paar Bands einen Namen gemacht, die mit frischem Wind in den Segeln die Szene beleben. The Dualers, Two Tone Club, Pama International und nicht zu vergessen, immer wieder die Handschrift, die Victor Rice als Produzent auf vielen Tonträgern der letzten Jahre hinterlässt, das alles sind, wie ich finde, gute Beispiele, um ein Bild von der neuen Offenheit in Yellow Caps Songwriting abzustecken. Denn auch die Görlitzer experimentieren gar nicht uninspiriert mit ihrem Soundmaterial, integrieren Dancehallideen oder Soulrhythmen à la Pietasters in ihr Werk, klingen mal lässig jazzig wie im Instrumental „Freeway“, das dem Sound der sechziger Jahre seine Aufwartung macht, und dann wieder präzise, modern, mit viel Druck und Dramatik auf den Punkt komponiert, wie bei „Jack the Ripper“ oder beim bad-ass Track „Bad to the Trombone“. Die neue Platte von Yellow Cap ist ohne Zweifel eine sehr ambitionierte Arbeit, bei der es kein Stück verwundern kann, dass Dr. Ring-Ding persönlich mit Freuden seine Signatur als Produzent sowie als Musiker hinterlassen wollte. Eine überaus ertragreiche Zusammenarbeit, wie ich finde. Allerdings, ich kann es nicht verschweigen, ist das neue, aufregende und weite Feld, auf dem sich die Band bewegt, noch nicht ganz zu Ende bestellt. Ein paar holprige Stellen gilt es noch zu glätten auf dem Weg zur Meisterschaft. Zum einen ist das Album extrem gesangsorientiert. Man merkt, dass dort einer was zu sagen hat, der oft ganze Stories in seinen Zeilen unterbringt, aber ab und an vielleicht den Schwerpunkt zu sehr auf Inhalt anstatt auf musikalische Performance legt. So ein Beispiel ist der ohne Zweifel sehr schöne Songwriter Reggae Track „Good Bye“ bei dem die Vocals einfach ein Stück zu laut sind. Erst ab dem Moment, in dem Dr. Ring-Ding gesanglich eingreift, groovt der Song richtig und entfaltet sein rhythmisches Potential. Oder nehmen wir die Rocksteady Ballade „Since I’m in love“ bei der zunächst Gitarre und Schlagzeug ganz alleine den Rhythmus hinter einer lakonischen, einsamen Singstimme tragen, während Bass und Orgel mehr damit beschäftigt sind, am Klangteppich zu weben, anstatt ein paar wohldosierte Arschtritte zu verteilen. Bitte halten Sie mich nicht für kleinlich liebe Leser. Alles was ich versuche zu sagen ist: Yellow Cap hat eine neue, sehr lobenswerte Platte auf dem Markt. Sie heißt „Like it or not“. Sollten mir die Görlitzer tatsächlich nur die Wahl zwischen diesen beiden Extremen lassen, wird sich meine Welt augenblicklich verdüstern und ich werde der hoffnungslosen Verzweiflung anheim fallen. Und dann? It really won’t change a thing, but I’ll cry some tears. Guten Abend.

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Krizn | Fr., 23. Jul 2010 | SKA

Für die etwas eingeschlafene Offbeatfangemeinde an der Spree gibt es seit einiger Zeit wieder Hoffnung. Der neue Zug, der frische Luft durch die miefige Bude wehen soll, hat bereits im Jahre 2008 eine Dampflok mit beeindruckender Kraft auf die Schienen gesetzt. Die Frage, die sich jetzt stellt, lautet „wer möchte mitfahren?“. Die bescheidenen Musiker und Musikerinnen von Voodoo Moon winken mit ihrem in Eigenregie produzierten Debütalbum freundlich in die Menge: Get On!

Die Band füllt mit ihrem 12 Track Studioalbum eine gefühlte Lücke, die nach der Auflösung von Bands wie Solitos und Skatoon Syndikat entstanden war und setzt sich aus Musikern zusammen, die sich trotz ihres teilweise zarten Alters alle bereits ihre Reggaesporen verdienen konnten. Auch dank lebhafter Kontakte in die Berliner Szene und Querverbindungen zu The Scorchers, Sounding und The Magic Touch kann Voodoo Moon auf eine bemerkenswerte Bühnenerfahrung verweisen. Und die wissen sie bei schweißtreibenden Konzertabenden überzeugend zur Geltung zu bringen. So überzeugend, dass sich jüngst sogar eingefleischte PennywisePuristen von ihrer Liveshow begeistert zeigten. (Mehr Informationen auf Anfrage bei der Redaktion)
Get On! versammelt eine Vielfalt von Ska, Rocksteady und Reggae Stücken mit einer klaren Vorliebe für beswingte Rhythmen und jazzigen Songwriting-Anspruch und zeigt, dass Voodoo Moon an den Instrumenten sehr genau wissen, was sie tun. Eine Schande ist es dagegen, dass eine technisch so sauber arbeitende und musikalisch so kreativ komponierende junge Band kein Label findet, um den großen Aufwand einer Studioproduktion zu bezahlen, die ihren Sound authentisch abbildet. Verstehen Sie mich nicht falsch: Get On! wurde in einem kleinen Studio in dem Berliner Alternative Club Lovelite produziert (Stichwort: Street Credibility!) und ist eine feine Scheibe geworden, die alles andere als schlecht klingt. Wer aber das Glück und die Ehre hatte, die Band schon häufiger live zu erleben, der weiß, dass ihr Debüt eben nicht ganz die Kraft einfängt, die die Band eigentlich auf die Waagschale wirft. Dennoch empfehle ich allen an aktuellen Trends in der Offbeatwelt interessierten, dieses im schönen Digipack gekleidete Album zu kaufen, denn wie die Weisen des Reggae seit einem halben Jahrhundert lehren: Wenn der Zug erst einmal Fahrt aufgenommen hat, wird es immer schwerer aufzuspringen.

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Krizn | Sa., 06. Mär 2010 | SKA

Jawohl! Wer auch immer im Trompetenpunkintro seines Debütalbums Karl Valentin höchstpersönlich ans Mikrofon bittet, der darf ohne Umwege direkt in die vorderste Reihe meines CD Regals. Gut gelaunt und mit viel Unterhaltungswert rockt das Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra mit ihrem aktuellen Werk in die Hütte und zeigt durch zehn kleine Liederl, dass es sich diesen Platz auch musikalisch verdient hat.

Was bei Mestizo Gang und Gebe war, das ist jenseits der Spanisch sprechenden Kulturlandschaft noch längst nicht selbstverständlich: Die gegenseitige Durchmischung verschiedenster Musikstile in einem Kochtopf, um das Destillat, selbstverständlich abrundend zu einem vollmundigen Ganzen abgeschmeckt, mit viel Energie und Spaß an der Sache auf die Straße bzw. Bühne zu bringen. Im Falle der neun Musiker aus dem gemütlichen Aichach beinhaltet das Kochrezept 3rd Wave Uptempo Ska, Polka, Humppa, Rock, eine Prise Funk, eine ordentliche Portion Pop, ein bisschen Kitsch, ein wenig Pathos und jede Menge Punkrock. Dazu kommt eine ziemlich glatte aber professionelle Produktion, was die Band ein gutes Stück aus dem Alternativsektor hinaushieft. Deshalb sehe ich TSSHO auch eher in der Tradition von Bands wie Smashmouth, King Apparatus, Bim Skala Bim oder, ja, 311. Die Liste der Zutaten, die diese Gewürzmischung vervollkommnen ist freilich nicht mit den genannten Gruppen identisch, wohl aber eine gewisse Haltung, eine Auffassung von Musik als Experimentierfeld, als Versuchsanordnung. Wichtige Bedingung: Eine Leidenschaft zur Perfektionierung, und die haben die Jungs aus Aichach mit Sicherheit. Deshalb macht das Album auch so viel Spaß, obwohl es sich wohl kaum einer bestimmten Zielgruppe zuordnen lässt. Gut vorstellbar, dass auf ihren Konzerten der Durchschitts-Radiohörer neben dem Punker feiert und dann an der Bar diesem Typ mit dem Glitzerhemd ein Bier spendiert. Sicher dürfte sein, dass sie an diesem Abend alle gemeinsam Spaß haben. Und die Band ist sich ihrer Rolle dabei offenbar sehr wohl bewusst, bezeichnet sich auf der Homepage augenzwinkernd selbst als Ska-Pop-Lawine und haut damit gekonnt den Nagel samt Kopf durch das Griffbrett. Das einzige, was mir an der Platte ein wenig auf die Nerven geht, ist eine gewisse Tendenz, Refrains bzw. den Text des Refrains bis ins Ewige auszuweiten. Negativrekord: Der Song „Little Island in Croatia“, der quälende 2 Min. 40 Sek. lang ununterbrochen die Zeile „Our time is running out“ wiederholt. An dieser Stelle, und versprochen, NUR an dieser, habe ich mir gewünscht, die Zeit würde tatsächlich ernst machen.

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Krizn | So., 14. Feb 2010 | SKA

Vic Ruggieros Songs sind pure Poesie. Die Art von Poesie, die sich am besten mit ein wenig Bohnen und Thunfisch genießen lässt. Erprobt am Leben, ein musikalischer Vagabund, rastlos, manchmal haltlos, aber zuhause auf der ganzen Welt. Die neueste Soloplatte des vor allem als Sänger der Slackers bekannten Vollblutmusikers geht so nah an den Menschen selbst heran, wie es nur geht ohne unangenehm aufdringlich zu werden.

Bekleidet nur mit einem Unterhemd und einem Klavier öffnet Vic Ruggiero auf „On the Rag...Time“ ein kleines, schillerndes Fenster zu seiner Welt. Puristisch aber unglaublich ehrlich spielt und interpretiert er Songs, die ihn auf seinen Reisen begleitet haben und die ihm ans Herz gewachsen sind. Die meisten der Songs kennt man bereits von Slackersplatten, von Ruggieros Soloalben oder von seinen Livekonzerten. Aber so hat sie bisher bestimmt noch keiner gehört. Als Ragtimeinterpretation entwickeln sie einen ganz neuen Charme, ein ganz neues Songwriterkapitel, das den Bob Dylan in diesem Straßenpoeten in reizvollen Farben schillern lässt. Apropos Farben: Allein das Digipack-Layout dieser Platte inklusive Poster ist den Kauf wert. Kurioser Weise erscheint das Werk auf dem Silver Sprocket Label, das neben Musik auch noch eine große Leidenschaft für Radfahren hat. Wie dem auch sei, mit „On a Rag...Time“ holst du dir die verruchte Hafenspelunke direkt nach Hause. Na wenn das nicht überzeugt...

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Krizn | Fr., 12. Feb 2010 | SKA

Die Rude Tins aus der Schweiz legen mit ihrem neuen Album auf 808 Records ein sauber produziertes Album vor. 14 Tracks die sich ganz nett weghören, mit schönen Gesangsmelodien und sauber akzentuierten Bläsersätzen. Aber trotzdem will der Funke nicht so richtig überspringen.

Das liegt vor allem daran, dass auch diese Band offenbar ein Identitätsproblem hat. Mit ein bisschen Punkrock, und ein bisschen Offbeat aber hauptsächlich ziemlich linearem Songwriting wirken die durchweg eingängigen Songs deutlich zu farblos. Musikalisch bewegen sie sich zwischen den deutschen 90er Jahre 3rd Wave Bands wie Skaos und The Busters und klassischem Rock hin und her. Was hier als Stilmix verkauft wird, ist vor allem das Ergebnis einer Unlust oder auch Unfähigkeit sich für eine Musikrichtung mit Haut und Haar und vor allem mit Leidenschaft zu entscheiden. So entsteht eine Platte, die auf Studentenparties bestimmt für gute Laune sorgen wird und mit Leichtigkeit all jene vor der Bühne vereint, die gerne zwischendurch zur Entspannung ein wenig Radio hören, sich aber „ansonsten mit Musik irgendwie nicht so viel beschäftigen“. Wer aber mehr als ein paar schöne Stunden zusammen mit Robbie-Williams- und Silbermondfans (die aber nach eigenen Aussagen auch zu Green Day gerne mal ganz schön abrocken) verbringen möchte, der sollte unbedingt deutlich Farbe bekennen. So lässt mich das Album jedenfalls ziemlich kalt, auch wenn es bestimmt an sich nicht schlecht ist. Allerdings frage ich mich, warum die Band ausgrechnet das Wörtchen "Rude" im Titel trägt, denn "ungezogen und gemein" klingt für mich völlig anders. Achso: Das Layout der Platte gefällt mir sehr gut.

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Krizn | Fr., 12. Feb 2010 | SKA

Eine Plattenbesprechung zu den Aggrolites zu schreiben, macht im Grunde genommen kaum noch einen Sinn. Erstens erschien das schlicht mit „IV“ betitelte Werk bereits im Sommer 2009 und zweitens sollte nach dem Begeisterungsfeuerwerk, das sich seitdem quer durch die alternative Medienlandschaft gezogen hat, eigentlich jeder mitbekommen haben, dass die Erfinder des Dirty Reggae ein neues Meisterstück abgeliefert haben.

Seltsamer- aber auch erfreulicherweise erreichen die Aggrolites dabei ganz ungewöhnlich für die Subkultur auch genreübergreifend ein breites Publikum. Auch Punkrocker äußern sich nicht erst seit der Kooperation mit Tim Armstrong auf dessen Soloalbum begeistert über Aggro-Reggae, auch im Pop-, HipHop und Soulmilieu hat sich die Band einen Namen gemacht. Wenn Sie mich fragen, zurecht! Wer zwischen ausgedehnten Welttourneen in dieser Hochgeschwindigkeit Platten auf den Markt werfen kann, von denen eine besser als die andere ist, nebenbei eine neue Musikrichtung quasi im Alleingang aus der Taufe heben und dabei trotzdem dermaßen Punkrock bleiben kann, der sollte sich auf seinem Thron auch feiern lassen dürfen.
Folglich ist die Presse begeistert und ich fühle mich kurz versucht, an dieser Stelle nur eine Kollage aus den Meinungen meiner Kollegen zu bieten. Stellvertretend genügen mir stattdessen die folgenden zwei Zitate. Dani Fromm von laut.de meint begeistert: „Das Feuer brennt heißer als je zuvor. [...] Die höllisch groovende Vielfalt, die sich aus diesen Zutaten kreieren lässt, lädt zu einer Zeitreise in die ausgehenden Sechziger ein. Ein Angebot, das man unmöglich ablehnen kann.“
Und Florian Heilmeyer jubelt auf allska.de: „Lechz! Endlich! Die vierte Platte der Aggrolites und wer es noch immer nicht verstanden hat, der wird es nach dem ersten Anhören von "IV" zugeben müssen: Die Aggrolites sind Gott. Wer auch nur ein klitzekleines Interesse am eigenen Seelenheil hat der kaufe diese Platte.“

Was bleibt da noch hinzuzufügen? Veilleicht meine Einschätzung, dass „IV“ das bislang ausgereifteste und deshalb auch essentiellste Aggrolites Album geworden ist. Das noch einmal zu überbieten, dürfte auch diesen begnadeten Musikern schwerfallen. Die aktuelle Platte ist dabei im Vergleich zu den Vorgängern deutlich abwechslungsreicher geworden. Noch mehr Soul und Funk, sogar Country-Elemente, die bisher nur bei „Countrymen Fiddle“ einmal zu Buche geschlagen hatten, vermischen sich mit Dirty Reggae Arschtretern und überzeugenden Rocksteady-Nummern. Hinter „Keep moving on“ höre ich die goldene Stimme von Ken Boothe hervorwinken, „What a complex“ erinnert an Toots and the Maytals, aber auch Songs im Stile der Pioneers oder der Kingstonians schmücken dieses Monster von einem Album. „Feelin’ alright“ zollt beeindruckenden Tribut an den tragisch und viel zu früh ums Leben gekommenen Bassisten David Fuentes, der früher auch bei Hepcat den Viersaiter zupfte. Und die Schweineorgel bei Stücken wie „Soul gathering“ oder „Firecracker“ zaubert mir auch beim zwanzigsten Mal hören noch die Schweißperlen auf die Stirn und Pfeffer unter den Arsch. Jetzt aber Schluss mit dem Wässern der Münder! Kauft euch das gute Stück, dann hat das sanfte Sabbern wenigstens eine sinnvolle Ursache.

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Krizn | Fr., 12. Feb 2010 | SKA

Zweifellos: Meskalin haben sich entwickelt. Verglichen mit der Debüt-EP hat sich aus der Vier-Freunde-Truppe eine Band mit eigenem Profil entwickelt. Einzig an der Etikettierung und an der Konsequenz ließe sich noch ein bisschen feilen. Was die vier Zürcher auf „Catching in the Sky“ abliefern, ist nämlich keineswegs Ska-Punk.

Auch die Inversion der Typenbezeichnung bringt uns kein Stück näher ans Licht, noch nicht einmal mit Skacore gebe ich mich hier zufrieden. Das hätte evtl. noch mit Abstrichen auf das Debüt geprägt werden können. Nein, „Catching in the sky“ ist ein feines Punkrockalbum der härteren Manier, das über Links mit Bands wie Propagandhi deutlich in die Hardcore Ecke steuert. Und die Band täte gut daran, sich konsequent zu dieser Leidenschaft zu bekennen. Denn die vereinzelt eingestreuten Mini-Offbeatpassagen, bzw. das ultraschnelle Gitarrengehechel zu unverändertem Punkrockschlagzeug, sowie die gottlob seltenen Trompetenkrächzer wirken auf diesem Album reichlich deplaziert. Stattdessen spielt die Band gerade in den brachialen Songs, die zu Hauf auf dem Album vertreten sind, ihre Stärken richtig aus. Das hat Druck, das überzeugt und das hat sogar experimentelle Züge, beispielsweise bei dem Song „Bollywood“, die Erweiterungs-möglichkeiten aufzeigen. Als Hardcore/Streetpunk/Punkband sind Meskalin durchaus überzeugend, aber bitte, streicht den Ska aus eurem Profil.

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Krizn | Fr., 12. Feb 2010 | PUNK

In Tagen in denen alles mit Highdefinition gestählten Argusaugen auf das schweineeisige Vancouver starrt, möchte auch Voice of Culture seinen Beitrag liefern. Auf dass alle Welt diese Stadt in ihr Herz schließe! Unsere olympische Disziplin heißt Halunken- und Piraten-Punkrock, und holzbeinharter Favorit sind The Dreadnoughts. Hey Ho, lets go! (Da passt es wenigstens.)

Die bewährte Zusammenarbeit von Stomp Records (CAN) und Leech Records (CH) macht es möglich, sie bringt uns die bis an die Zähne mit Folkpunk bewaffnete Halsabschneiderfregatte über den Atlantik. Und siehe da, die Dreadnoughts scheinen wunderbar ins alte Europa zu passen. Wer bei der Kombination aus brachialem Shoutalong Punkrock und irischem Gefiedel keinen Spaß hat, der hat entweder eine Rumallergie oder wurde wahrscheinlich gerade zum Kielholen geschickt. Die Wehmut der weiten See und die Leidenschaft heißer Schlachten klingen so süß und verlockend aus jedem der zehn Songs, man fragt sich wie man sich jemals mit der Handvoll Bands wie Flogging Molly und den Dropkick Murpheys hat zufrieden geben können. Ob es übrigens Querverbindungen zu den Real McKenzies aus der direkten Nachbarschaft gibt, lies sich bis dato nicht ermitteln, ohnehin gefällt mir der innovative Punkrock der Dreadnoughts um Längen besser. Victory Square ist bisher das zweite Studioalbum, aber das erste das ein eigenes Label gefunden hat. Im letzten Sommer wurden die Bühnen Europa erfolgreich geentert und so lässt sich erahnen, dass diese fünf Halsabschneider aus der kanadischen Küstenstadt bald fette Beute machen werden. Meinen Säbel haben sie.

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Krizn | Fr., 12. Feb 2010 | PUNK

The One Night Band sind meinen Ohren nach immer noch das fehlende Verbindungsstück zwischen den Slackers und den Aggrolites. Ja, ich weiß, ganz schweres Geschütz, aber das aktuelle Album Hit & Run der Band aus Montreal bestätigt meinen Befund auf ein Neues.

Bereits 2008 veröffentlichte die Band, einmal mehr unterstützt durch das Kulturförderungsprogramm der kanadischen Regierung, auf Stomp Records dieses sensationelle 15-Track Album. Ein Jahr später nahm das Schweizer Label Leech Records die Platte in ihren Verteiler auf und brachte die Band damit zum ersten Mal auf den europäischen Markt. Das sie seitdem noch immer nicht unumstritten ins Buch der ganz großen Namen aufgenommen wurde, ist mir völlig unverständlich... Obwohl, gut, vielleicht wäre eine Tour in Europa längst angebracht gewesen und ok, ausgerechnet die Strapazen des Lebens auf Tour dezimierten bereits in diesen jungen Jahren die One Night Band von sieben auf vier Mitglieder. Manch andere Band hätte längst die Orgel ins Korn geschmissen, nicht so die Reggae Fanatiker aus Montreal. „Gesundgeschrumpft“ legten sie ein Album vor, das vor Energie nur so strotzt, ebensoviel Arsch hinter den Reggae bekommt wie etwa „IV“ aus der Dirty Reggae Schmiede in LA, seinen Respekt vor dem dreckigen aber ehrlichen Sound der jamaikanischen Sechziger Jahre zollt, und die eigene Note dennoch nicht vernachlässigt. Keine Überraschung übrigens, dass Aggrolites Gitarrist Brian Dixon persönlich, der inzwischen für einige viel versprechende Offbeatbands (u.a. Two Tone Club, After Hours, The Slackers) hinter den Reglern stand, auch Hit & Run abgemischt hat. Vielleicht tendiert deshalb die neue Platte im Vergleich zum Debut ein kleines Stückchen mehr in Richtung Westküste, betont noch stärker die Orgel und klingelt sogar ab und zu mit dem seltsamen Steeldrum-Sythesizer, der schon bei den Aggrolites auffällig mutig zum Einsatz kam. Übrigens: Im Zuge der personellen Umbesetzung haben sich die verbliebenen Mitglieder von The One Night Band inzwischen entschieden, das Kapitel ganz zu schließen, und fortan unter einem neuen Namen zu touren. The One Night Band ist damit tot. Aber es lebe The Beat Down. Soweit ich das beurteilen kann, hat dieser Schritt die Qualität ihrer Musik keineswegs geschmälert, und so dürfte die längst überfällige Europa Tour im Frühjahr 2010 ein spannendes Ereignis werden.

Krizn | Fr., 12. Feb 2010 | SKA

Mit „Big Proud“ veröffentlichen Dallax mal eben ihr sechstes Studioalbum und legen damit eine erschreckend hohe Schlagfrequenz an den Tag. Vor nicht einmal zwei Jahren hatte die Band aus Tokyo mit Unterstützung des renommierten Pork Pie Labels ihre Platte "Core Color" auf die Reise in die europäischen Plattenläden geschickt. Mit dem neuen Werk beißen sie sich nun endgültig fest in den Tanzwaden der Skapunkrocker dieser Breitengrade.

Dallax, das haben die Reaktionen auf ihre letzte Tour gezeigt, garantieren für eine dicke Konzertparty, weil sie selbst unglaublich viel Spaß auf der Bühne haben und es hervorragend verstehen, diesen auf das Publikum übergehen zu lassen. Ihre meist unter dem Schlagwort Ska-Core eingeordnete Musik ist dabei bei Weitem nicht einfach nur brachial, sondern eben auch mit einer Riesen-Portion Hirn und Verständnis für die Kniffe der Musikgeschichte angerührt. So lässt es sich zu ihren Songs ebenso gut herzergriffen Mitgrölen wie mit heruntergeklappter Kinnlade staunen. Allein die schiere Geschwindigkeit der in feinster Skoidats Manier gesetzten Hackschitzel-Offbeatgitarre - sowas habe ich ansonsten nur noch bei dem viel zu kurz existierenden Projekt Secret Agent Eight gehört - aber auch der rasante Slapbass lassen so manchen versierten Musiker vor Neid erblassen, also mich schon längst. Und dann dieses Gespür für eingängige und trotzdem alles andere als simple Melodien... Wer schon lange mal wieder einen richtig heftigen Konzertabend erleben wollte, der tut gut daran, sich für die anstehende Europatournee ein Ticket zu sichern. Dallax scheinen sich jedenfalls bestens dafür vorbeireitet zu haben indem sie eine Menge schwerer Scheiben hörten. Denn auf dem neuen Album scheuen sie nicht davor zurück, sogar ganz klassische Metalriffs in ihr Offbeatfeuerwerk zu integrieren. Der eine Song klingt gar irgendwie nach Motörhead und „Holyholic“ hat überhaupt nichts mehr mit Ska zu tun, ist aber der genialste Powerpunk Song, den ich seit Jahren gehört habe. Die erholsamen und eher ruhigen Rocksteady Versuche des letzten Albums sucht man auf "Big Proud" dagegen leider vergebens, ein bisschen schade, wie ich finde. Dafür beweist die Band Szenebewusstsein indem sie einen Widmungssong auf ihrem Album verewigt und so liebe Grüße an ihre Freunde und an die in Japan sehr bekannten Kollegen u. a. von Skaos und Babylove & the Van Dangos und natürlich an die Labelchefs Matzge von Pork Pie und Fat Mike von Fat Wreck höchstpersönlich schickt. Irgendwie ist diese Zusammenstellung (vor allem in ihren Kontrasten) dann auch programmatisch verstehbar.

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Krizn | Fr., 08. Jan 2010 | SKA

2009

Boah! Zum Glück habe ich das Debüt der Jungs aus dem Pfäffikon (CH) damals positiv besprochen, denn jetzt kann ich mir derbe auf die Schulter hauen: Respekt, alter Junge, du hast es vorhergesehen. Du hast gewusst, was für ein dicker Fisch in wenigen Jahren aus der noch ein wenig grün geschuppten Offbeatforelle werden würde.

Alaska ist deutlich gereift, musikalisch, optisch, stylisch, äh!? Das Debüt kam noch hauptsächlich als klassische Variante irgendwo zwischen mondernem 2Tone und 3rd Wave Ska daher. Es enthielt durchweg stimmige Songs, die ganz gut dahinplätscherten aber noch mit relativ wenig individueller Note versehen waren. Ganz anders dagegen „Something in between“. Hier lassen die Musiker die Sau endlich aus dem Schuppen, wenn sie mir den Ausdruck verzeihen, und zeigen, dass sie die jamaikanischen Rhythmen tatsächlich im Blut haben: Sweet Rocksteady, feiner Early Reggae und Ska-Jazz, dicke Orgel, pointierte Bläsersätze und alles vorgestellt und getragen von einer charismatischen Singstimme, die kein Stück hinter so grandiosen Reibeisen wie Steve Jackson von The Pietasters oder dem Frontmann von Deal’s gone Bad zurückstehen muss. Wer bei „All that matters“ nicht begeistert ist, der hat wohl seit 1974 keinen Spaß mehr am Leben gehabt. Mir gefällt auch der nicht überstrapaziert produzierte Sound und wieder einmal das schön im Digipack verpackte mutige Design des Albums. Mit türkis ist in meinem Plattenschrank jetzt wieder regelmäßig zu rechnen. Ein großartiges Werk, das mich wieder an die Zukunft der europäischen Offbeatwelt glauben lässt.

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Krizn | Di., 13. Okt 2009 | SKA

Mit „Sunrise“ veröffentlicht der in Europa hauptsächlich als Saxophonist von Rude Rich & the Highnotes bekannte Tommy Tornado ein Soloalbum, das es in sich hat. Er beweist damit nicht nur eine außergewöhnliche Virtuosität an seinem Instrument, sondern auch ein solides Händchen für Songwriting. Schon die Gästeliste der Platte spricht Bände.

Die Zeit der großen Namen im Reggae scheint vorbei. Raunte man bis in die 80er Jahre noch mit Erfurcht eine Stange von klangvollen Namen wie Don Drummond, Jackie Mittoo, Rolando Alphonso und Tommy McCook, so wird die Zahl begnadeter Musiker, die sich den jamaikanischen Rhythmen verschrieben haben (zwangsläufig) immer kleiner. Nur wenige der verdienten Virtuosen, so meint man, sind noch aktiv auf der Bühne zu sehen – Ernest Ranglin etwa und natürlich Rico Rodriguez. Was diese Überlegung aber außer Acht lässt ist die nachwachsende Generation, sind junge engagierte Künstler, die mit ihrer Hingabe durchaus in der Lage sind, aus der breiten Masse von Musikern herauszuklingen und den alten Hasen ab und zu sogar den Schneid abzukaufen. Hätte es eines Beweises für diese eben eingeführte Theorie bedurft, so hätte ich in einer Expertenrunde ganz einfach selbstsicher lächelnd und siegesgewiss die mir vorliegende Platte über den Tisch geschoben.
Mit „Sunrise“ veröffentlicht der in Europa hauptsächlich als Saxophonist von Rude Rich & the Highnotes bekannte Tommy Tornado ein Soloalbum, das es in sich hat. Er beweist damit nicht nur eine außergewöhnliche Virtuosität an seinem Instrument, sondern auch ein solides Händchen für Songwriting. Schon die Gästeliste der Platte spricht Bände (diese Namen machen sicher nicht bei jedem Projekt mal eben mit), vereint sie doch z. B. mit Winston Francis, Ernest Ranglin und Winston Reedy ein kleines who is who der lebenden Reggaeszene. Selbstverständlich darf dann the Man from Wareika mit seiner Himmelsposaune nicht fehlen und sogar Dennis Alcapone kräht mit einem seiner berühmten Songopenings das Album ein. Der sehr entspannte Grundtenor der Platte umfasst dabei weit mehr als Reggae. Tommy Tornado schickt seine Hörer auf eine pfundige Reise durch die Weiten zwischen Rocksteady, Jazz, Soul und Dub mit satten siebzehn Stationen, die allesamt sehr viel Spaß machen. Das passt gut zu dem sanften Wellenschlag an die wettergegerbten Planken einer vierschrötigen Barke, an Board eine in zahlreichen Jahren gereifte Pulle Jamaika Rum, aber genauso gut zu einer regnerischen Nacht in Georgia. Andere wiederum werden von den süßesten Vibes seit der Erfindung von Ken-Boothe-Schokoladenfiguren sprechen. Wer besonderen Wert auf musikalische Lokalisierung legt, wird mit den Eckkoordinaten Victor Rice, Rotterdam Ska-Jazz Foundation, The Senior Allstars und natürlich Rude Rich & the Highnotes gute Ergebnisse erzielen, wenn er/sie die enorme Lust und Kreativität am Saxophon und das Gespür für den richtigen Moment mit einrechnet. Die Platte versammelt überwiegend Instrumentals, die aber so abwechslungsreich komponiert sind, dass sie nur äußerst selten einen Sänger vermissen lassen. Einzig das Cover kommt als graphisches Hawaiihemd mit urbanem Graffiti im Hinter- und schrottiger Typographie im Vordergrund etwas seltsam daher. Zusammen mit dem Albumtitel „Sunrise“ leuchtet mir die optische Aufmachung ein wenig zu sehr in Richtung Gute-Laune-Enklave, aber, und dafür ist die Platte selbst der beste Beweis, there’s also sad songs in offbeat. Und diese gehen, wenn irgendwer meine Meinung hören möchte, umso mehr ins Ohr. Musikalisch ist „Sunrise“ sowieso von ganz großen Eltern und ich bin mir sicher, wenn die Sonne dann erst einmal blutheiß in der Spree versinkt, ruft es von der Oberbaumbrücke noch stundenlang aus heißeren Kehlen „Pempelem“ (vielen Dank übrigens für die geniale Coverversion dieses extrem seltenen 60s-Knallersongs von Azie Lawrence) bis sich erst sehr viel später die Letzten zu den Klängen von Ruff & Tuff lässig in den wohlverdienten Schlaf getanzt haben. Ich bin gespannt, wann die nächste Tour ansteht.

Das Album erscheint sinniger Weise auf dem Bandeigenen Label von Rude Rich & the Highnotes.

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Krizn | Mo., 12. Okt 2009 | SKA

Da passt man mal kurz nicht auf, ist mit seinen Ohren in der falschen Gegend unterwegs und schon schießen sie wieder - aus dem Boden! Nicht aus Kanonenrohren. Diese wilden Bands aus dem wilden Westen der USA.

Immer wieder bin ich in meinen Recherchen über das enge Netz von Musikern gestolpert, das sich in Südkalifornien die Klinke in die Hand gibt, wenn es darum geht, spannende Ska, Rocksteady und Reggae Musik zu zaubern. Und trotzdem ist mir der Name See Spot, kaum gehört, doch wieder entfallen. Zum ersten Mal kam mir die Band nämlich in dem legendären Interview mit den Slackers UND den Aggrolites zu Ohren, dass in unserem Fanzine VoC #6 abgedruckt ist. Hätte ich gewusst, dass es sich dabei nicht einfach nur um irgendeine frühere Band von Jesse Wagner handelt, sondern um ein Format von echt beachtlichem Rang, an dem auch Brian Dixon mitgewirkt hatte und das Querbezüge zu fast allen wichtigen Reggaebands (Hepcat, Jump with Joey, After Hours, Rhythm Doctors...) aus L. A. aufweist,... sicherlich hätte ich See Spot dann schon früher aufmerksam beobachtet und nicht erst mit dem neuen, insgesamt dritten Studioalbum lieben gelernt.
The Robbery kommt rein äußerlich wesentlich gefährlicher daher, als es die zuckersüße Sammlung von unglaublich melodiösen Rocksteady Tunes (plus ein bisschen Latin, Ska-Jazz alla Eastern Standard Time und Neo Traditional) erwarten ließe. Wer aber so bezaubernd mehrstimmig zu singen vermag, der darf meinetwegen ruhig ab und zu als Ausgleich verwegen mit der Knarre wedeln. Glauben sie mir, es gibt wirklich keinen Grund davonzulaufen. Im Gegenteil, wer auf der jüngst anstehenden Europatournee nicht auf einem der Konzerte vorbeischaut, bringt sich selbst um die Gelegenheit, eine Band zu genießen, die nach allem was ich bisher kenne, am ehesten an das unbestreitbar geniale Songwriting der legendären Hepcat herankommt. Es überrascht mich in dem Zusammenhang auch keineswegs, dass The Robbery besonders David Fuentes, dem 2007 tragisch verunglückten Bassisten von Hepcat (und kurz auch The Aggrolites), gewidmet ist. Es scheint, als habe „Bassie“ mit seiner eigenen Art Musik zu machen weit mehr als nur ein paar Bands inspiriert. Und das hat er gut gemacht. Die 14 ohrwurmverdächtigen Songs auf the Robbery sind jedenfalls obwohl sehr eingängig dennoch abwechslungsreich. (Auf einem Instrumental gibt es sogar ein Sprechgesangsolo, so was hab ich im Ska bereich noch gar nie gehört. Aber warum nicht?) Einziger Kritikpunkt ist vielleicht die thematische Fixierung auf Alles was das Liebesleben so hergibt. Da hätt’ ich dann doch gerne noch ein Quäntchen mehr Philosophie zum Tee, bitte.

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Krizn | Do., 24. Sep 2009 | SKA

Das Jahr 1989 war ein ganz besonderes Jahr für Berlin – ein Jahr, das tausende Menschen der Stadt in Bewegung setzte, das ein Lächeln auf so viele Gesichter zauberte, und das Glück und Freude sich in nie gekanntem Maße Bahn brechen ließ. Was in diesem Jahr ins Rollen gebracht wurde, entwickelte sich rasant zu einem Phänomen, welches bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. 1989 wurde in Berlin das erste deutsche Label, das sich voll und ganz dem Ska verschrieb, gegründet. 20 Jahre später macht Pork Pie Records mit der zweiten Jubiläumsausgabe der Spirit of Ska Compilations sich und der Welt ein würdiges Geburtstagsgeschenk.

Die Geburtsstunde von Pork Pie Records war ein Befreiungsschlag für die damals erneut erwachende Ska-Szene, die vehement nach Kommunikationskanälen gesucht hatte. Mit einer fundierten Szenekenntnis und einem glücklichen Händchen für spannende Veröffentlichungen begleitete und förderte das Team um Labelgründer Matzge seither eine große Reihe berühmter Bands aus Deutschland, Europa und Japan. Laurel Aitken, The Busters, Skaos, El Bosso & die PingPongs, Bad Manners, Spitfire, The Valkyrians, Dallax, sie alle gaben sich in Berlin die Klinke in die Hand und garantierten sowohl für die aufregend erfolgreichen Samplerreihen „United Colors of Ska“ und „Ska... Ska... Skandal“ als auch für zahlreiche Studioalben, die das Gesicht der Szene in unseren Breitengraden entscheidend prägten.

Vor allem die aus der Britischen 2Tone Ära und der 3rd Wave Bewegung erblühten Spielarten der Offbeatszene fanden bei Pork Pie eine Heimat und vereinen nun auf dem neuen Sampler ihr Können. Ja, es ist ein Moment, um nostalgisch zu werden. Vor allem weil mit Beiträgen von Blascore und auch Blechreiz (!) der wilden Berliner Zeit ein Denkmal gesetzt wurde. All die Wegbegleiter des Labels (z. B. Dallax, Skaos, The Butlers, Spitfire, Lionsclub, und Yellow Umbrella) tragen einen Song bei, wobei mir persönlich die Tracks von den finnischen Valkyrians und der schwedischen Band Liberator (die nach ellenlanger Abstinenz, jüngst in die Szene zurückgefunden hat und aktuell wieder auf Tour ist) besonders beachtenswert erscheinen. Auch die eigens zu diesem Anlass „gestifteten“ bisher unveröffentlichten Stücke von El Bosso & die PingPongs, Bluekilla und The Busters machen das Album zu einer wertvollen Perle, die nicht nur Quereinsteigern eine glitzernde Verführung sein, sondern auch in der gehegten Plattensammlung des Liebhabers einladend glänzen dürfte. Kein Wunder, dass selbst seiner Majestät Dr. Ring-Ding der zweite Spirit of Ska Jubiläumssampler ein schmackhaftes Werther’s Echte ist, welches er, wie immer sich und seine Musik genießend, bedenkenlos all seinen Enkelkindern zum Geschenk macht. Wer möchte in diesem Falle Richie nicht spontan zum Großvater haben???
Zum Jubiläum gratulieren wir herzlich und danken für die bewundernswerte Arbeit und Energie die Pork Pie Jahr für Jahr in die Szene steckt und damit hilft, den Spirit of Ska am Leben, ach was sag ich, am Feiern zu halten. Das Ergebnis dieses Ehrgeizes liegt als schönes Digipack in Form der Twenty Years Jubilee Edition wieder einmal vor uns. Es ist ein Berliner Beitrag zu der Bestandsaufnahme der aktuellen Ska-Welt. Daran lässt sich ermessen, wie gut das Pork Pie Team die Talente gehütet hat, denen es vor zwei Dekaden eine Heimat gab. Das Jahr 1989 war ein ganz besonderes Jahr – bei weitem nicht nur für Berlin.

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Krizn | Di., 30. Jun 2009 | SKA

Wie lange lachen Sie durchschnittlich über einen Kalauer? Wer hätte gedacht, dass man mit einem einzigen Kalauer über eine weit größere Distanz als eine Langspieleinheit Freude bereiten kann? Nicht weniger haben sich die knapp mehr als vier Fantastischen vom Oberrhein vorgenommen. Die Geißel der Wortspielerei ist ja im Übrigen seit Skatalites’ Zeiten gerade bei den Bandbenennungen nie mehr aus der Offbeatszene gewichen. In dieser Hinsicht ist „Ringo Ska“ schon wirklich einer der besseren Versuche, weiß man doch gleich in doppeltem Sinne worum es geht: Um die Beatles, die jeder kennt, und um Ska, diese ominöse karibische Tanzmusik mit den rebellischen Wurzeln...

Immer wieder gerne wird in der Szene die Geschichte erzählt, wie angetan niemand geringerer als Bob Marley von den Melodien der Liverpooler Pilzköpfe war. Allein ihm fehlte der richtige, der einzig wahre Rhythmus: Was hätte aus der Songwritergewalt Lennon/McCarthy kombiniert mit einem mächtigen Offbeat alles werden können, so sinnierte die Ikone des Rastafari Reggae. Und ER muss es ja wissen. Denn was den „No woman no cry“ Liebhabern heute schon viel weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass Mr. Marley mit seinem Gesangstrio The Wailing Wailers und später dann auf Solopfaden von der Ursuppe bis zum kommerziellen Ausverkauf des jamaikanischen Music Business fast alles miterlebt hat, was sich zwischen zwei Offbeats quetschen lässt. Die Wailers skankten durch die Straßen von Trenchtown und trafen sich mit Rude Boys auf Hinterhöfen zu spontanen Soundclashs. Die Wailers wurden für die ersten Songs, meist eingespielt zusammen mit den Skatalites, wie alle anderen jungen Musiker, die von der schnellen Berühmtheit träumten, mit lächerlichen 5 Dollar Gage abgespeist. Schließlich schalteten die Wailers im heißen Sommer von 1967 (wie viele andere Bands) ein paar Gänge herunter und landeten schließlich immer mehr Reggae Hits, u. a. zusammen mit Lee „Scratch“ Perry und seinen Upsetters. Ska, Rocksteady, Early Reggae, Roots Reggae. Nesta Robert Marley war immer vorne mit dabei. Soweit die kleine Geschichtsstunde. Sich also einen solchen Gewehrsmann auf die Fahnen zu schreiben zeugt folglich von einem gehörigen Anspruch.
Und so sehen sich Ringo Ska quasi im Auftrag seiner Majestät selbst, wenn sie auf ihrem ersten full lenght Album die Hits aus Liverpool geschickt und mit viel Begeisterung veroffbeatlen. Das Ergebnis ist eine erstklassige Partyplatte mit Mitsinggarantie und gute Laune Flatrate. „Betolzkahitoparat“ – der Albumtitel entsprang übrigens einer japanischen Internetübersetzungsmaschine während der letzten Fernosttour der Band – gibt all die lieb gewonnenen Melodien von damals der Tanzfläche zurück, feuert den romantischen Beatleskamin noch einmal ganz neu ein und lässt die Feierlot gludern. Werbewirksam formuliert die bandeigene Homepage: „Bei Ringo Ska sind Hochsommer und gute Laune angesagt - ein Kurztrip in die Karibik…“ Klar soweit!
Das Problem ergibt sich aber, wenn man im Detail bohrt. Dem Offbeatlesegler mangelt es genau besehen nämlich für meinen Geschmack an dem nötigen Tiefgang, um die Atlantiküberquerung in die Karibik auch wirklich heil zu überstehen. Für den weitaus kürzeren Weg vom Oberrhein über den Ärmelkanal ins Britische Königreich hingegen ist ihre Leichtmatrosenbarke völlig ausreichend. Offenbar haben sich Ringo Ska weit mehr mit den Beatles und europäischen Hörgewohnheiten beschäftigt als mit Bob Marley und jamaikanischem Ska. Denn was auf Betolzkahitoparat so fröhlich daherschallt ist fast ausschließlich klassischer und schweißtreibender British 2Tone der neueren Spielart. Das ist gut, macht Spaß und ist überaus partytauglich. Kein Wunder, dass die Gesinnungsgenossen von den Busters aber auch geschäftssinnige Erfolgsmusiker wie die Söhne Mannheims und Dick „Sascha“ Brave, der selbst nicht ungern von fremden Tellern nascht, begeistert gratulieren.
Mit eigentlichem Ska hat das Ganze aber herzlich wenig zu tun. Höchstens vielleicht soviel, dass jamaikanische Musikproduzenten in den 60er Jahren auch nicht davor zurückschreckten, die amerikanischen und britischen Charts zu plündern, um den dicken Reibach zu machen. Schon damals wurde mit Vorliebe die westliche Popgeschichte rauf und runter gecovert. Besonders bekannte Beispiele sind Lord Tanamos „I’m in the Mood for love“, Derrick Harriotts „Reach out (I’ll be there)“ oder Ken Boothes „Ain’t no sunshine“. Dass gerade auch die Beatles und ihre enormen Erfolge für Coxsone Dodd und Kollegen nicht unbemerkt blieben, davon zeugt die beeindruckende 3 CD Sammlung „Trojan Beatles Tribute Box Set“ mit über 40 Coverversionen, eingespielt von dem who is who der jamaikanischen Musikszene. Die Idee, erfolgreiche Songs in neuem Gewand anzupreisen, ist also alles andere als neu. Es kommt deshalb in erster Linie auf die Umsetzung an. Der Shoutalong Hit „Don’t let me down“ in der Version von den Aggrolites ist zum Beispiel ein absoluter Partygarant und darf an keinem Liveabend der Dirty Reggae Pioniere fehlen. Dann gibt es da das sehr interessante Projekt von Crazy Baldhead (Review hier auf der Seite), das den Begriff „The Sound of 69“ beim Wort nimmt und mit einer aktuellen US-Allstar Besetzung Charthits des Jahres 1969 in jamaikanische Klänge kleidet, darunter auch der Beatles-Song „Come Together“. In Amerika bringt das Label Easy Star Records Reggae-Konzept-Cover von ganzen Alben der Popgeschichte heraus, so etwa „Dub Side of the moon“ als Tribute an Pink Floyd und „Radiodread“ dass sich dem Erfolgsalbum „Ok Computer“ von Radiohead widmet. All das sind nur wenige Belege für das starke Recycling-Engagement dieser Musikbewegung. Unzählbare Coverversionen in der gesamten Szene seit den 60ern bis heute zeigen, wie beliebt das Neuinterpretieren bekannter Melodien ist. Ringo Ska haben in diesem Zusammenhang vielleicht einen besonders konsequenten Weg gewählt. Schon mit der Wahl des Bandnamens haben sie sich auf eine ganz bestimmte Gangart festgelegt. Das engagiert präsentierte Ergebnis hält was es verspricht: „gute Laune“ und einen „Kurztrip in die Karibik“. Auch wenn die Karibik hier plötzlich wieder gefährlich nahe an die britischen Inseln heranrückt, für ordentlichen Tanzspaß sind Ringo Ska immer gut zu gebrauchen. Als ernsthafte künstlerische Auseinandersetzung mit den im Namen implizierten Wurzeln ist zumindest dieses Album aber nicht gedacht.
Abschließend ist es mir ein Anliegen zu betonen – vielleicht wusste es ja manch einer noch gar nicht – dass gute Laune und Sunshine Feeling NICHT Anlass, Inhalt oder erklärtes Ziel des überwiegenden Teils jamaikanischer Musik sind.

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Krizn | Sa., 13. Jun 2009 | SKA

Seit fast zwanzig Jahren veröffentlichen die sympathischen Herren mit politischer Mission aus Madrid nun regelmäßig ihre Alben. Wenn ich richtig mitgezählt habe, ist die aktuell aus dem Hafen des Berliner Labels Feier Mettel Records auslaufende Platte Amaneció schon das 11. Punkrock-Schnippchen, dass uns Boikot schlagen. Meine Hochachtung vor dieser Leistung, auch wenn, ich kann und möchte es nicht verbergen, mich die Scheibe erstaunlich kalt lässt. Und das, obwohl sie mit dem Eröffnungs- und Titeltrack gleich ganz ordentlich die Hunde von der Leine lässt...

Schon im ersten Track vereint die Band die spannendsten musikalischen Ansätze, die auf ihrem neuen Werk zum Tragen kommen: Punkrock, Uptempo-Offbeat, ein brachiales Metalschlagzeug und eine gehörige Portion Balkan Savoir-Vivre. Genau die richtige Mischung, um ein rauschendes Fest zu feiern. Seltsam also, dass Amaneció sich insgesamt so gar nicht recht wohl fühlen möchte in meinen Gehörgängen. Ich glaube das liegt daran, dass die Nummer einfach zu durchwachsen ist. Was generell oft als erfrischend abwechslungsreich empfunden wird, legt mir auf diesem Album genau die Schlingen aus, in denen sich der imaginär tanzschuhbewährte Fuß immer wieder verheddert. Herrlich eingängiger Skapunk, der stark an die Singalong Helden von Ska-P erinnert, wird gefolgt von einem Punkrocksong, dessen Intro sich auf einem NoFX Album nicht hätte schämen müssen, nur um direkt danach einem, verzeiht den Ausdruck, ziemlich stumpfsinnigen Hecheloffbeat zu weichen. Soweit noch nicht unbedingt problematisch, schließlich haben Millencolin mit genau demselben einfachen Rhythmus epochale Hymnen geschaffen. Aber spätestens der sechste Song des Albums ist mit seinem Wolfgang Petri Rock einfach nur schlecht. Mann, mann, mann, ich kann nur hoffen, dass die Texte, die ich aufgrund fehlender Sprachkenntnisse (bzw. Übersetzung) leider nicht verstehe, den Song rechtfertigen.
Ja wie gesagt, seltsam, diese Mischung. Es verbergen sich noch so etliche wirklich spannende Stücke auf dem Album. Songs mit ordentlich Biss, dem Arbeiterkampf-Habitus von Banda Bassotti (die übrigens mitgearbeitet haben auf der Platte) und sehr hitverdächtigen Refrains. Wenn da nicht ab und zu ein recht unbeholfen im Vordergrund holpernder Gesang wäre und vor allem immer wieder solche obskuren Einfälle wie in dem Song „No hay que olvidar“: Was sollen denn die Synthie-Effekte im Hintergrund? So was ist mir echt ein Rätsel.
Für Menschen auf der Suche nach politisch engagierter Musik, die zudem sehr vielseitige Musikvorlieben ihr Eigen nennen, ist diese Platte mit Sicherheit absolut empfehlenswert. Meinen Ästhetiknerv verfehlt sie dagegen meistens knapp, nur um ihn selten aber sicher mit der Überzeugungskraft einer Planierwalze zu überreizen, wenn sie verstehen, was ich meine.

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Krizn | Do., 23. Apr 2009 | PUNK

Der Bandname allein verdient aus meiner Sicht schon volle Punktzahl, aber glücklicherweise können die 4 Jungs aus Berlin auch musikalisch überzeugen. Mit ihrem Genre-Mix aus Metal und Hardcore spielen sie sich abwechslungsreich durch die 6 Tracks (inklusive einem fetten Intro) die mit knapp 25 Minuten allerdings sehr schnell vorbei sind. Dabei ist es kein Widerspruch in sich, daß sie sich doch ein bisschen zwischen den Stühlen setzen. Denn für Hardcore sind die Tracks ein bisschen zu lang und für Metalheads ein bisschen zu kurz. Ich hoffe und denke aber mal, daß sie trotzdem Fans in beiden Lagern finden werden. Fettes Debüt, Herzlichen Glückwunsch!

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mieschka | Do., 16. Apr 2009 | ANDERE

Schöner Punkrock im Stile von KnoFa/CHEFDENKER. Was auch nahe liegt, da die fantastische Carolita von DELIKAT, die ja mit dem Kollegen von BLINKER LINKS, ….blablabla sich fürs Coverartwork verantwortlich zeichnet. Genau, Zeichnen ist das richtige Wort. Es zeichnet sich ab, daß man von dem aus Köln stammenden Trio in naher Zukunf (hoffentlich) noch mehr hören wird. Zumal die Musiker auch nicht ganz unbeleckt sind. So sammelte ein Teil von ihnen schon jahrelang Erfahrungen bei den fantastischen DADDY MEMPHIS. Sorry, für die ganzen Superlative… Wisst Ihr jetzt in welche Richtung es geht? Super. Schönes Ding!

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mieschka | Mi., 15. Apr 2009 | PUNK

Vor sage und schreibe 17 Jahren erschien das Debüt der Freiburger 3rd Wave Ska-Band Refrigerators*** unter dem sinnigen Namen „Keep refrigerated“. Und noch immer steckt eine gehörige Portion Leben in den klassichen Rude Boy Anzügen aus dem sonnigen Süden. Mit „Ska until I die“ ruft sich die Band wieder in Erinnerung.

Das dritte offizielle Studioalbum ist zweifelsohne eine sauber produzierte Nummer mit überzeugendem Einsatz der klassischen Instrumentalbesetzung und gänsehauterzeugend sauberem, mehrstimmigem Gesang. Dazu eingängige Melodien, ein treibender Offbeat Rhythmus und der unverzichtbare Walkingbass, fertig ist die Tanzparty. Für ein bombastisches Liveerlebnis sollte jetzt nichts mehr fehlen. An dieser Stelle halte ich, und mein persönlicher Musikgeschmack, aber vorsichtig kritische Einkehr. Man muss halt wissen, was man will. Denn 3rd Wave Ska in der Verpackung nach Refrigerator Art ist in die Jahre gekommen. Innovation wird bei den Freiburgern eher klein geschrieben. Das Plattencover ist dabei erschreckend ehrlich. Die Madness-Pose von gealterten Herren am Gehstock mag ein selbstkritisch-ironisches Augenzwinkern sein. Sie verdeutlicht aber gleichzeitig, woran „Ska until I die“ krankt. Wer auf El Bosso & die Ping-Pongs steht, wer „Ska, Immer nur Ska“ noch immer gerne mitsingt, bei wem Skaos und The Busters regelmäßig die Runde auf dem Plattenteller machen, der wird sich bei den Refrigerators schwarz-weiß scheckig freuen und mit Sicherheit tanzen bis zum Morgengrauen. Wer sich aber lange mit der Jamaika-beeinflussten Musik beschäftigt, wird entweder beckmesserisch bemängeln, dass die Freiburger Band entgegen ihrer eigenen Behauptung gar keinen Ska spielt, sondern vielmehr Trompetenpunk mit unverzerrten Offbeatgitarren, oder wird gegen die Klischee-strotzende Rückwertsgewandtheit dieser „neuen“ Platte zu Felde ziehen. Längst haben Bands wie die Aggrolites doch gezeigt, dass die Szene viel mehr hergibt, als 2Tone und 3rd Wave. Noch einmal: Das ist alles per se noch kein Problem. Man muss halt wissen, was man will. Wenn das aktuelle Refrigerators Album auch wirklich gut gemacht ist, „El Bosso until I die“ ist mir persönlich zu langweilig.

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Krizn | Mi., 11. Feb 2009 | SKA

Ich denke das ist nicht unbedingt selbstverständlich, dass es in einem geruhsamen Örtchen wie dem niederbayrischen Pfarrkirchen eine spannende Musikszene gibt. Umso mehr freuen wir uns, dass es Aktivisten wie The Baboonz, Black Cat Zoot oder eben die Betreiber des feinen Ladens Bogaloo gibt. Erstere beweisen zur Stunde mit ihrem vierten regulären Studioalbum, dass die Hütte weiterhin lebendig bleibt. Danke.

Die neue Platte heißt „Progress“ mit einem fordernden Ausrufezeichen, aber auch mit einem zögerlichen Fragezeichen. So sicher scheint sich die Band da also nicht zu sein. Wenn ihr mich fragt, stellt sich die Frage gar nicht mit dieser singulären Aufdringlichkeit. Auch das neue Scheibchen trällert nämlich munter im beliebten Street-Ska Style – mit Ähnlichkeiten zur Musik der befreundeten Band Scrapy. Zumindest musikalisch erscheint mir die zur Debatte gestellte Weiterentwicklung also weder besonders dringlich noch extrem offensichtlich. Man weiß, was man an den Baboonz hat und wird deshalb beim Kauf dieser Platte mitnichten enttäuscht werden. Ob die Platte sich also eher dem gesellschaftspolitischen Fortschritt verschrieben hat, wie es die Evolutionsgrafik auf dem Cover nahe legt? Bei dem politisch sehr engagierten Zwiegestirn Mad Butcher Records und Cable Street Beat, die an der Entstehung des Werkes beteiligt waren, klingt diese Deutung schon überzeugender. Auch die löblich im Booklet abgedruckten Lyrics passen mit der gewohnt kritischen Haltung zum Weltgeschehen ins Bild. Gut, bleiben wir dabei: Die Dreizehn Songs auf „Progress!?“ sind ein Plädoyer gegen die Stillstandsknechte und Konservier-Freunde unserer Zeit, und das ist gut so. Was mir nicht ganz so gefällt ist der Sound der Platte. Woran das genau liegt, kann ich nicht mal im Einzelnen sagen, denn die meisten Songs tönen angenehm aus den Boxen. Ganz besonders empfehlenswert möchte ich „Old Lady Blue“ und das Klaviersolo in „Between the Lines“ betiteln, aber irgendwie fehlt ansonsten ab und zu der letzte Schliff. Ob das an der unterwegs zum vierten Album verloren gegangenen Posaune liegt? Wer weiß. Aber egal, solange das Herz an der richtigen Stelle schlägt, bin ich der letzte, der bei solchen Werken nicht mit breiter Brust verkündet: Weiter so!

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Krizn | Mi., 11. Feb 2009 | SKA

Schon zum vierten Male rumpelt The Blaster Master mit einem Album in meine gut beheizte Bude und immer wieder sage ich vergebens: Vor dem Skanken bitte die Schuhe abtreten!

Ein ziemlich sinnloser Wunsch meinerseits, denn der versiert praktisch denkende Mensch wird wissen, das erledigt sich doch beim 2Tone racing dance, ausgelöst durch die neuesten Stomper der finnischen Band von ganz alleine. Wer bei den partytauglichen Orgelbrechern nämlich stillhält ist entweder 60er-Purist oder krankhaft reinlich veranlasst. Ich setze sogar noch einen oben drauf: Neuer und doch nicht verkitscht-überproduzierter 2Tone nach skandinavischem Gusto mit so viel Dramatik, mit düster schauerlichen Melodien aber dann wieder genauso sprühend munterer Gangart, das lasse ich mir gefallen. Zwar ist meine persönliche 2Tone Ära schon vorbei, aber noch immer kann ich mich zu gut an mein Dasein als erklärter Liberator-Fan erinnern, als dass ich „Rude Boy Life“ im Regal verstauben lassen könnte. Die absolut partytauglichen Knaller wie „Ray says“, „Brains of Youth“ und der Titeltrack sprechen in dieser Hinsicht für sich selbst. Ein wenig eintönig finde ich dagegen den Titel des Albums, aber es ist ja die Musik allein, die sich derer zwei auf die Fahnen geschrieben hat.

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Krizn | Di., 10. Feb 2009 | SKA

Da sieht man mal, wo der katholische Drill in dieser so gar schröcklichen Welt so alles hinführen kann. Hörhörhör. Der allseits beliebte Töpferverein von der Ruhr, der sich bekanntermaßen nach der jamaikanisch-katholischen Eliteschule Alpha Boy’s School benannte, legt hiermit bereits das fünfte vollwertige und absolut nahrhafte Album vor.

„Perfect Situation“ ist in erster Linie auf eine Art perfekt: Nämlich in der Produktion. Denn dieses Album hat es ganz schön in sich. Obwohl sich Alphaboyschool ja durch ihre Namensgebung deutlich an den Jamaikanischen Wurzeln der Musik orientieren, standen sie in meiner Wahrnehmung bisher deutlich unter dem Einfluss der britischen 80er Jahre. Dieser Eindruck hat sich mit dem neuen Album aber ordentlich gewandelt. Auf der neuen Scheibe schaffen die sieben Jungs nämlich soz. plattenwendend den Spagat zu einigen der anderen auf dem Offbeat-Ozean vor sich hinquaddelnden Wellenkämme. Noch immer finden sich 2Tone WummerNummern mit Walkingbass und in meinen Ohren etwas öde dahin rumpelndem PunkTone Schlagzeug. Die schönen Melodien lassen dabei aber von den Specials über Bad Manners und Liberator bis zu den (frühen) Toasters jede Menge freudige Assoziationen aufleben. Dann kommen, viel zu spät auf der Platte, mit dem Ska-jazzigen Track „One in ten“ und dem reggaebeatbewehrten, Jimmy-Cliff-ironisierenden „Don’t get what you want“ die beiden empfehlenswertesten Songs des Albums. Und am Ende gibt es mit „One word too much“ sogar einen Neotraditional Track, der gewaltig an „Rude and Reckless“ von den Slackers erinnert. Aber das ist ja auch viel eher eine Auszeichnung als ein Mangel... Die verschiedenen Musikstile dürften den Produzenten jedenfalls ordentlich auf die Probe gestellt haben. Ich denke, er hat seine Aufgabe mit Bravur bestanden. Auf Moonstomp Records erscheint somit ein Album, dass nur dem Artwork nach scheinbar leicht zu kategorisieren ist. Wer sich auf die neue Platte von Alphaboyschool einlässt, der kann einen ganzen Reigen von Melodeien für sich entdecken, quer durch all die vielen verschiedenen rechts-links-tret-Tanzbewegungen der Szene hindurch. Ein Quäntchen weniger Halleffekte hätten mir die Scheibe noch liebeswerter gemacht, aber zum Kostverächter werde ich deshalb noch lange nicht.

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Krizn | Di., 10. Feb 2009 | SKA

Jedes neue Spitfire Album ist für mich irgendwie ein bisschen wie nach Hause kommen. Und dabei habe ich mit Russland nicht mehr zu tun, als Bob Marley, sagen wir, mit Love, Peace and Sunshine Reggae. Spitfire war bekanntlich die Band, die mir, lang ist’s her, das Tor in die Schwarz-weiße Welt erst aufstieß. Es ist aber auch die Band, die mich ebenso geschwind gelehrt hat, wie überraschend viel Farbe zwischen die Felder eines Schachbrettmusters passt. Und noch immer schafft es diese Band, mich glücklich zu machen.

Die umtriebige Band aus St. Petersburg legt jetzt im sechzehnten Jahr ihres Beisammenseins das vierte und absolut lohnenswerte Studioalbum vor. Schon auf Thrills and Kills, dem letzten Album der Band, drängte der quirlige Trompeter Roman energiegeladen ans Mikrofon. Und meine Ohren haben mich nicht getäuscht: Er hat das Ruder mittlerweile alleine in der Hand. Ob die sich ankündigenden familiären Veränderungen Kostja zur Aufgabe des Bandvagabundenlebens gezwungen haben? Da sich sowohl Bandwebsite als auch die Liner Notes leider zu diesem Punkt ausschweigen, bleibt es bei der vagen Vermutung. Wie auch immer, ich wünsche ihm von Herzen alles Gute.
Mit neuem Frontmann und gewohnt superbem Artwork geht Spitfire nun einen kleinen Schritt weiter in Richtung rundes Songwriting. Aber aufgemerkt, das ist (ausnahmsweise) in keiner Weise wertend gemeint sondern lediglich eine Feststellung. Mir persönlich haben nämlich einst gerade die Ecken und die ungewöhnlichen Harmonien Spitfire so besonders wertvoll gemacht. Jetzt sind die Songs sicherlich eingängiger aber eben auch ein Stück weniger individuell. Aber wer will diesen unglaublich aktiven Musikern einen Vorwurf machen. Wer mindestens drei international tätige und vor allem absolut überzeugende Musikprojekte gleichzeitig am Leben hält, hat musikalische Narrenfreiheit mindestens lebenslänglich für sich gepachtet. Die Musiker von Spitfire spielen nämlich außerdem noch bei der fulminanten und meines Erachtens weltweit besten Ska-Jazz Kombo mit dem sinnigen Namen St. Petersburg Ska-Jazz Review, und geben sich obendrein, mit den Freunden von Markscheider Kunst zusammen, die Ehre, die Kultband Leningrad um Mastermind und Labelinhaber Sergej Schnurov musikalisch zu begleiten. Alle drei Bands sind ebenso umtriebig wie unbedingt zu empfehlen. Außerdem: Wenn es nach mir ginge, hätten alle drei Bands längst ein Lifetime Visum verdient – man denke allein ganz eigennützig an die vielen brachialgenialen Konzerte... Der Titel des vierten und sehr abwechslungsreichen Albums macht aber wenn man so will auch deshalb Sinn, weil Spitfire eine dieser Bands ist, die mit Leichtigkeit den ihnen eigenen charakteristischen Charme mit einer gewissen Weltgewandtheit zu verbinden verstehen. Zu Recht erobern sie bei ihren ausgedehnten Touren auf der ganzen Welt die Herzen des Publikums. Meines zum Beispiel: Mit dem Ska-Jazz Projekt haben sie bewiesen, welch begnadete Musiker sie sind, außerdem dass sie absolut Ahnung von den Ursprüngen der Musik haben. Mit Lifetime Visa zeigen sie, dass sie herrlich melodiösen und hooklinebewehrten TrompetenPunk ebensogut spielen können, wie rauschenden Ska-Core und schnulzigen Minimalismus Reggae alla Sublime. Mir persönlich gefallen vor allem Track 5 und 12, weil sie noch immer an die kantigen Offbeatfelsen erinnern, an denen mein Herz sich auf dem Debüt Night Hunting aus dem Jahre 1996 entlang hangelte.
Viele Jahre später legt die Band mit dem in Deutschland auf Flat Daddy Records erscheinenden Album immer noch kräftig Scheite ins Feuer, auf das es eine heiße Party werde.

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Krizn | Mi., 28. Jan 2009 | SKA

Seit dem Spielfilm „Walk the Line“ durften wir alle wieder schunkeln. Zwar hat Johnny Cash relativ wenig mit dem Nordmannreggae und der Rocksteady Sweetness des K-Mobs zu tun, aber ich dachte man könnte doch einmal einen anderen Gewehrsmann als die Aggrolites ins Rampenlicht zerren um zu beweisen, dass Musik nur weil sie alt ist längst nicht faltig sein muss.

Der Andy Borg des Reggae ist zurück! „Show de Hipnosis“ hat mich zwar mit einiger Verspätung erreicht (Das Album erschien im Mai 2008), von DEM Alter spreche ich aber gar nicht. Ich rede z. B. vom Back to the Roots. Nämlich davon, dass die Hamburger Band beim Anrühren ihres zweiten Albums große Sorgfalt walten ließ, als sie die Schätze aus dem gut sortierten Weinkeller holten – bildlich gesprochen, Sie verstehen! Liebevoll kredenzt der Mob wieder erlesene Reggae-, Soul- und Rocksteady-Tropfen, die den Jamaikanischen Wurzeln alle Ehre machen, es aber nicht verpassen, die eigene Würzmischung in das Gesamtbild zu integrieren. Kein Mensch braucht nämlich zwanzig Coverversionen von Rudy A Message To You, Simmer Down oder One Step Beyond. Was wir aber sehr wohl brauchen, ist die Löcher aus dem Käse treibende Dirty-Reggae-Polonaise oder den Kernschmelze-Katalysator Sweet Love Sensation. Eine spontane Euphoriewelle versucht mir gerade zu suggerieren, dass niemand mehr so süße Melodeien sang seit... ja mindestens seit dem Ableben von Phyllis Dillon. Und wenn On The Green ein klein wenig mehr Orgel und um haaresbreite offensivere Bläser bekommen hätte, hätte der Thron meiner aktuellen Ska-Stomper-Hitlist einen neuen Be-Sitzer bekommen. Aber auch so ist der K-Mob Neuling eine Sache, auf die man berechtigter Weise stolz die Krüge erhebt oder die Bäuche reckt. Hört ihn euch an meine Herren, ist er nicht ein Prachtkerl? Gut, das Cover sieht mal echt scheiße aus, dafür mussten mit Sicherheit Köpfe rollen, aber wir wissen ja alle (außer vielleicht Dieter Bohlen), dass man Platten wie Menschen nicht nach dem Äußeren beurteilt. Innen drin, da hält Show de Hipnosis nämlich so einiges auf Lager, z. B. einen Gastauftritt von Superpunk Sänger Carsten Friedrichs, ein Social Distortion Cover, dass die Seele des ursprünglichen Songs erst so richtig zum Blühen bringt und eine unvergleichliche Orgel Orgie mit „Das Herz von St. Pauli“, eingesungen von der 1. Damenmannschaft des FC St. Pauli. Respekt. Das nenn ich Street-Credibility! Und die eigentliche Sensation ist ja auch das jeder Platte beiliegende Fanzine. In einem journalistischen Kraftakt der seinesgleichen sucht hat der K-Mob die ganze dreckige Wahrheit hinter dem Megaerfolg, was rede ich, dem Ultraerfolg der Band recherchiert und gnadenlos ins Rampenlicht gezerrt.
(Im Übrigen ist die Klage für das ungefragte Ablichten meines Adoniskörpers natürlich schon beim Anwalt. Dass es dann unbedingt auch noch so ein extrem vorteilhaftes Bild sein musste... Da glaubt mir doch niemand mehr meine Bedürftigkeit, wenn ich das nächste Mal nach einem Backstagebier bettele.)

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Krizn | So., 11. Jan 2009 | SKA

Wer kennt das nicht: Gerade noch reitet man missvergnügt mit seinem Gaul durch die wabernden Straßen von Wernigerode (oder war es Venedig?), bis der treue Gefährte ins Straucheln gerät und soz. unter dem Arsch weg und ohne sich zu verabschieden im ausgedehnten Kanalsystem der Stadt verschwindet. Scheiß drauf, dann war’s das eben mit dem Kühe hüten, ein echter Großstadtdesperado findet auch so seinen Weg in die nächste Wiskeybar... Wild West in der tropischen Hitze der Lagunenstadt - das ist eine ganz besondere Brauart Punkrock. Und das sind, umständlich gesagt, Rolando Random & the Young Soul Rebels.

Wer sonst könnte sich eine derart hanebüchene Geschichte ausdenken und sie, in ein feines Reggaegewand gekleidet, als ansprechendes Musikstück auf die Bühne bringen. Apropos Bühne: Dort haben die Young Soul Rebels ja bekanntermaßen ihre zweite Heimat. (Die sie immer wieder großherzig mit Freunden teilen, so gerade erst wieder mit den Slackers) Dort sind sie eine Wucht, die man gesehen haben muss, die ich aber leider damals auf dem Debütalbum nur grob erahnen konnte. Diesem Missstand rückt nun der neue Langspieler mit einer Faust voll Mut erfolgreich auf den Pelz. Zwar geht es auch auf der neuen Platte nicht um Besenjazzige Präzision, den Spaß und die Seele des Live Erlebnisses findet der eifrige Fan aber sofort auf Fistful of Courage. Die 16 Songs vereinen die ganze Bandbreite dieser längst verdienten Berliner Band. Vom echtem 1-Minuten-Punkrock über den Victor Rice artigen Titeltrack bis zu Soul, Rocksteady, Surf und einigen Prisen Mestizo ist es ein weiter Weg, den die Band aber mit einer beeindruckenden Leichtigkeit beschreitet. Das macht eben RR&TYSR aus, dass sie mal kurzerhand die längst überfällige wahre Hymne auf Neukölln zwischen ihr Sporenbewährtes Songspalier packen. Ganz besonders beeindruckend finde ich einerseits das auch live prächtig ankommende Vic Ruggiero Cover „Neatly“, das The Clash nicht schöner hätten spielen können und natürlich die Glanzleistung, Dave Barkers „Prisoner of Love“ mit deutschem Text zu versehen: „Baby, für dich würd’ ich Knast gehen...“ Danke, was hab ich gelacht.
Bevor ich jetzt alle szenebewussten vereinigten Kids in den Plattenladen schicke möchte ich abschließend die Gelegenheit nutzen und den neuen Keyboarder Mr. Babylove Van Dango in der Band begrüßen, der laut gut informierten Quellen das Wunder geschafft hat und innerhalb von zwei Wochen sein Instrument gelernt hat. Jetzt spricht er, wenn ihm der Tourplan seiner eigenen Band Zeit dazu lässt, nicht nur die schwedischen (oder ist das dänisch?) Cowboyansagen, sondern drückt diesen fiesen Orgelsound unter die Musik, der dem Tanzbein und überhaupt dem ganzen Rude Boy wohltut. Gratulation, Experiment gelungen meine Herren.

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Krizn | Fr., 09. Jan 2009 | SKA

2008

Aus den sagenumwobenen Tiefen des New Yorker Kreativpools der Version City reckt sich ein weiteres unbedingt beachtenswertes Projekt empor. Im Jahre 1997 auf Initiative des heutigen Slackers Gitarristen Agent Jay Nugent hin gegründet, verbirgt sich hinter Crazy Baldhead ein Musiker- und Produzentenkollektiv, dass nach unregelmäßigen Recording Sessions das who is who der aktuellen amerikanischen Ska-Welt auf einer Platte in sich vereint.

„The Sound of `69“ nimmt doch tatsächlich die ausgeleierte Skinhead Plattitüde beim Wort. Auf dem zweiten und aktuellen Album macht die „Band“ nämlich nicht, was heutige Ska-Schülerbands so häufig auf die Bühne schleifen: nämlich Musik, die zwar wie schlecht kopierter 80er TwoTone oder 90er Ska-Punk klingt, aber seelisch angeblich treu mit dem Skinheadsommer von 1969 verbunden ist. Noch ein paar Oi!s dazugeschreinert und zumindest ich möchte regelmäßig brechen.
Nein, Crazy Baldhead machen stattdessen genau das, was halb Jamaika in den 60er Jahren getan hat. Sie plündern die amerikanischen Alternativecharts dieser Zeit und verwandeln die damaligen Hits in herzerwärmende Offbeatwunder. Dabei durfte ganz nach den Gewohnheiten in Coxsones Studio One jeder Sänger seinen eigenen Song mitbringen, der dann zusammen mit der „Studioband“ performt und aufgenommen wurde. Alles genau wie früher. Nur das in diesem Fall nicht die Skatalites an den Instrumenten standen sondern die halbe Slackersbesetzung, ergänzt u. a. durch Victor Rice, Eddie Ocampo (Stubborn-Allstars, Dave Hillyard & the Rocksteady 7, Ex-Slackers) und Rob Jost (Skavoovie & the Epitones, The Peekaboos). Produziert wurde das Ganze auch nicht mehr zentralistisch von einem mit 5-Dollar-Honoraren um sich werfenden bzw. geizenden Plattenguru, sondern über die ganze Welt verteilt (New York, Chicago, Sao Paolo, Valencia, Budapest) von leidenschaftlichen Reggae- und Skaliebhabern, die Insidern längst wenigstens dem Namen nach bekannt sein sollten. Na, wer errät es? Hier nur soviel: Chef-Toningenieur war niemand geringeres als Victor Rice.
Zu dieser überwältigenden Name-drop-Orgie kommen jetzt noch die jeweiligen Sänger und flux ist alles vereint, was Rang und Namen hat: King Django, Mike Drance (The Bluebeats), Robert „Bucket“ Hingley (The Toasters), Todd Hembrock (die neue soulige Stimme von Deal’s gone bad), Felipe Machado (Firebug), Alex Desert (Hepcat) sowie Glen Pine und Vic Ruggiero von den Slackers. Ganz besonders hervorheben möchte ich Steve Jackson, der mit seiner genialen Variante des semi-bekannten Doors-Songs Wild Child nicht nur zeigt, was für ein cooler Hund er eigentlich ist, sondern auch noch einen echt überzeugenden Song hinlegt. Auch Mr. Ruggiero zeigt sein unbestreitbares Rhythmus-Talent bei seiner Variante von „Pale blue eyes“, welche ganz besonders an den Stellen glänzt, an denen sich selbst Lou Reed immer wieder die Zunge verknotete. Als wäre das immer schon ein Rocksteady Tune gewesen...
„The Sound of `69“ im Ganzen ist wahrhaftig das aufregende Abenteuer, dass der Titel verspricht – und nicht etwa, wie sooft wenn alte Parolen dick gedruckt werden, eine Mogelpackung. So möchte ich jedem Menschen, der ein Herz für die anspruchsvollen Seiten der 3rd Wave in sich schlagen hört, die Platte wärmstens empfehlen. Einzig und allein der sonst so verdiente Bucket kommt leider stimmlich ein wenig dünn über die Buckelpiste seines Kinks-Covers. Alle anderen Tracks sind meines Erachtens ebenso vielseitig wie auch unbedingt hörenswert.
Mit der Vinylscheibe, die freundlicherweise von Phonocaster Musik vertrieben wird, kommt übrigens gleichzeitig noch eine CD Version der Platte, die einen interessanten Bonustrack (sind das die Stooges?) bereithält.
By the way: Phonocaster hat nun endlich auch Ex-Furillo Freakhead Pato unter Vertrag genommen. So vergrößert sich also die Chance, neben Babylove & the Van Dangos ein weiteres Kind dieser umwerfenden Crew gebührend erleben zu dürfen.

Im Übrigen möchte ich mich bei all jenen entschuldigen, denen diese romanhafte Plattenbesprechung schlicht aufgrund ihrer Länge die kostbaren Nerven raubte. Das liegt einfach daran, dass es zu dem Projekt „Crazy Baldhead“ so viel zu sagen gäbe. Zum Beispiel auch, dass sich die Band offenbar nach dem gleichnamigen Wailers Song von 1976 benannte. Einem Song, den Bob Marley erst in einer späten Phase geschrieben hat, als er seine Rude Boy Begeisterung schon verloren hatte und sich just auf dem Weg zum gefeierten „Friedensengel“ befand. Sein Song „Crazy Baldhead“ ist ein persönliches „Rudy, a message to you“ an all die bösen Buben im Ska und Reggae Fankreis, die sich nicht benehmen wollten. Auch interessant, wie ich finde, wäre eine genaue Analyse des Plattencovers, das, offensichtlich historisch korrekt, aus Photographien des Jahres 1969 zusammengesetzt wurde. Auf den ersten Blick erkenne ich zum Beispiel die Skinheadjungs, die 1969 auch das Cover von Symarips legendärem „Skinhead Moonstomp“ Album zierten.
Ende der Abschweifung.

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Krizn | Do., 04. Dez 2008 | SKA

Da liegt es nun vor mir, das neue FURT (Farin Urlaub Racing Team) Album. Verpackt in einem liebevoll gestalteten ARTwork, findet man eine normale und eine Mini-CD. Auf insgesamt 15 Songs(verteilt auf beide CDs) spielt sich das FURT quer durch die Musikstile. Alle die ein Ärzte-Like-Album erwarten, werden etwas verwirrt vor den Lautsprechern sitzen. Der Herr Urlaub schreibt seine Texte natürlich mit gewohntem Wortwitz und erwarteter Tiefgründigkeit, aber insgesamt fällt das Album doch etwas rauher aus.

Deutlich rockiger und ziemlich experimentierfreudig kommen die Songs daher. Rock, Ska, Punk, aber auch Dancehall und Indie werden hier zusammen auf das Album gepreßt. Das schöne ist, dass das Ganze trotzdem ein stimmiges Bild abgibt und "Die Wahrheit übers Lügen" eine runde Sache ist. Man hat hier endlich die fällige Fusion zur Band FURT vollzogen und ist nicht mehr bei "Farin macht alleine Musik", ich finde das hört man auch. Da steht eine richtige, eigenständige Band im Studio und bald auch auf Tour.

Neben wirklich sympathischem ARTwork und dem standesgemäßen "Ohne Kopierschutz", spürt man die Lust am Album und der ausgeklügelte "Gobi Todic"- Promotiongag funktioniert auch einwandfrei (mehr dazu hier:)

Man darf gespannt auf die anstehenden "Krachgarten Tour 2008" sein.

Anspieltip:
CD1 5. Krieg
CD2 3. Insel

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matthias | Di., 18. Nov 2008 | PUNK

Nachdem Gwen Stefani nun schon seit Jahren mit gar seltsamen Tönen vorliebt nimmt, wird überzeugte No Doubt Fans der ersten Stunde bei Stan und Itchy aus der Schweiz endlich der immer einschnürendere Knoten um die Geschmacksnerven platzen.

Was die Berner Band mit dem Etikett Ska-pop versehen auf dieses 14 Track schwere Studioalbum packt erinnert so stark an die legendäre „Tragic Kingdom“ Scheibe, man möchte vor nostalgischer Verzückung geradezu weinen. Mal schneller, mal schnulziger, aber immer glasklar produziert und mit herrlich eingängigen Hooklines versehen, schwimmt Sweat ’n’ Suits über eine ganz eigene Ska-Welle dahin, zwar weitab von den Jamaican Roots aber eben genau richtig temperiert für europäische Ohren. Was mich ein wenig irritiert ist der immer wieder deutlich vernehmbare zweistimmige Frauengesang, obwohl mit der hinreißend knaatschig frohlockenden Sängerin Stephanie Beutler nur eine einzige Dame auf sämtlichen Bandfotos zu finden ist. Also entweder zähle ich nicht richtig, oder einer der Herren Backgroundsänger hat ein beeindruckend breit gefächertes Stimmspektrum. Auch sehr überraschend ist die Gestaltung des Booklets, dass inklusive niedlichem Pinguin komplett in Reichskriegsflaggenfarbe gehalten ist. Einfach mal was anderes, oder eben gerade nicht. Naja, das wenn sich eine deutsche Band erlaubt hätte... aber so: Schweiß drüber.
Zurück zur Musik: Keine Frage, Musiker und Produzenten haben mit diesem Album ein perfektionistisches Stück Arbeit hingelegt, mir persönlich fehlt aber ganz entschieden die gewisse Portion Punkrock. Was ein sauberes Bandoutfit, ja eine ausgefeilte Bühnenshow im Allgemeinen angeht, da sind Arbeitshilfen wie das gute alte Bügeleisen sicherlich unabkömmlich, in der Musik selbst hat dasselbe meiner Meinung nach nichts zu suchen. Aber bitte, da soll jeder nach seiner Facon glücklich werden.

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Krizn | Do., 13. Nov 2008 | SKA

Zwischen den blutroten Strahlen der karibischen Morgensonne segelt eine Fregatte unter der höhnischen Visage von Jolly Roger den schäumenden Wogen der Weltmeere entgegen. Mit stolzen Buchstaben reckt der Bug den offenen Weiten den Namen Regatta 69 entgegen. Im Frachtraum lagert, gut in edlen Rum eingelegt, ein ganzes Album voller Lieder aus des toten Manns Kiste.

So macht sich die raubärtige multinationale Truppe mit wenigstens einem festen Ankerpunk in Berlin auf, so manche fette Kogge auf den Meeresgrund zu schicken. Ein langes Seemannleben bringt dich dabei an unzählige exotische Küsten und rüstet dich mit allerlei Garn aus. Ein Garant dafür, dass bei so erfahrenen Piraten wie der Besatzung der Regatta 69 nicht so schnell Langeweile aufkommt. „The aim is the way“ fährt von der Kombüse bis zur Kapitäns Kajüte alles auf, was auf den altersgehärteten Planken eines Offbeatseglers zu finden ist. Reggae- und Rocksteady-Gesänge in traditionellem Gewand, die mit frischen Klangfarben einen hoch Staub abweisenden Anstrich verpasst bekommen haben. Songs mit dem echten Bob Marley Feeling unterlegt mit einem feinen Shufflebeat werden direkt angefügt an eine Hymne in demselben Stil, mit dem einst Smashmouth die Kassen klingeln ließen. Mit „out of self control“ enthält die Platte auch einen herrlichen 3rd wave Ska-Jazz Stomper, der sich auf jedem Nighter gut zwischen Rude Rich & the Highnotes und Hepcats „dance wid’ me“ machen würde. Gleich danach kommt eine rauchig-raue Nummer die an die Japanische Band Dallax erinnert, dazwischen karibische und lateinamerikanische Rhythmen eingerahmt in einen Dubmantel, unter dem es sich vor jeglichen Stürmen sicher stehen lässt.
Auf „The aim is the way” wirft die Band all ihre Erfahrung und ihr musikalisches Können in die Ruderpinnen und schafft dadurch eine Ode an die Vielfältigkeit, die es dem Smutje zwar nicht leicht macht, den Happen am Stück zu verdauen, der narbenbewährte Freibeuter hingegen wird bei einer gut gestopften Pfeife und einem ordentlichen Humpen Grog aber voll auf seine Kosten kommen. Einzig das nach Karneval aussehende Foto auf dem ansonsten ansprechend gestalteten Cover der Platte hätte man sich sparen können. Lobend zu erwähnen ist übrigens auch der Gastauftritt von Motha Nature, die, zusammen mit Dr. Ring Ding und Chris Murray, schon zu dem außergewöhnlichen und faszinierenden Projekt der Ska Mutiny Tour beigetragen hatte. Hand ab, meine Herren, hey ho!

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Krizn | Mi., 03. Sep 2008 | SKA

Gute Nachrichten für alle Fans deutschsprachiger Offbeatmusik: Nur kurze Zeit nach The Skatoons (Am Arsch die Räuber) läuft auch bei No Life Lost wieder eine neues Album aus dem Hamburger Hafen aus.

Das mittlerweile fünfte Album erschien im August auf dem neu gegründeten Label Flat Daddy Records, das als Ableger des berüchtigten Pork Pie Hauses eigens für jene Klangfarben neu erschaffen wurde, die ihre Feldlager musikhistorisch gesehen rings herum um Ska und 2Tone aufgeschlagen haben. Aus diesem wahrlich ausgedehnten Einzugsgebiet (bei über 40 Jahren Entwicklungsgeschichte auch kaum verwunderlich) lassen sich gar wunderbar abwechslungsreiche Platten schmieden, wie das vorliegende Exemplar beweist. Von Santa Fu bis Saint Tropez bietet bei satten 14 Tracks eine breit gefächerte Mischung aus bewährtem Circlepit Ska-Punk, etwas ruhigeren Offbeatnummern der Post 2Tone Ära, einigen mehr oder weniger klassisch orientierten Soul-Nummern (!) und diversen exotischen Rhythmen. Ist das Funk? Ist das Samba? Gibt es die Kategorie Surf’n’Roll? Oder ist das mal einfach nur Angeberman? Na immerhin lässt sich mit Sicherheit sagen, dass eine geschüttelte Portion Punkrock das Album zusammen und die Tänzer auf Kurs hält. Aus diesem Grund werden die neuen Songs (wie auch die alten schon regelmäßig) für gehörige Stimmung in den Konzertclubs dieses rauen Lands sorgen. Die deutschen Lyrics erleichtern das Mitsingen genauso wie das Verstehen der Texte. Dass sich die Band dabei allerdings in jedem Fall einen Gefallen getan hat, wage ich zu bezweifeln. Wer „Routinee“ auf „Flanke“ reimt, kehrt nicht gerade seine pötischte Seite hervor. Aber solange die Musen überhaupt noch mit einem reden, muss es ja nicht gleich Küssen sein. Mama würde das sicherlich ganz ähnlich sehen. Im Großen und Ganzen hatte der Songschreiber der Band schon immer wieder recht humorvolle Ideen, ich schätze beim Fussball kennt er sich wirklich aus, allein die lyrische Umsetzung ist bisweilen mittelmäßig. Hoffentlich ist nicht dieser Umstand Vater der wahnwitzigen Idee, in dem ansonsten sehr schick gestalteten Booklet die Liedtexte schwarz auf dunkelgrau zu drucken. Ach ja, auch auf einen der ödesten Skinheadkalauer wurde leider nicht verzichtet: Die große Frisurenfrage hätten No Hair Lost sich sparen oder wenigstens die Ironie für die Unbelehrbaren besser hervorheben können. Dabei gefiel mir das indirekte Zitat von dieser Langhaarigenband namens Nirvana noch ganz gut...

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Krizn | Mi., 03. Sep 2008 | SKA

Fast unglaubliche 20 Jahre gibt es nun schon das von Mosh gegründete KNOCK OUT-Label aus Dinslaken. Alle Achtung! Und in den Anfangstagen hat er es sicher nicht immer leicht gehabt. Aber nach und nach hat er uns mit Kapellen versorgt, die noch heute zu Recht Kultstatus besitzen: OXYMORON, VANILLA MUFFINS, CHARGE 69, KLASSE KRIMINALE, …. Um den Leuten für einen schmalen Taler einen Überblick über seine Labelaktivitäten zu geben, startete er irgendwann mit eine Labelsamplerreihe namens „Knock Out in the …. Round“, worauf jeweils ein Track seiner veröffentlicheten Platten erschien. Mittlerweile ist er, glaube ich bei Runde 7 oder 8 angelangt. Was bei einer durchschnittlichen Trackanzahl von knapp 25 Titeln gute 200 Veröffentlichungen sind. Die ersten beiden Teile sind wohl mittlerweile ausverkauft. Grund genug, sie auf einer günstigen DoppelCD nochmal neu aufzulegen. Und beim Reinhören konnte ich mich doch wieder an den ein oder anderen (fast) vergessenen Titel erfreuen. Cool. Aber um es mal zusammenzufassen. Wer die ersten beiden Labelsampler sein Eigen nennt, braucht diese DoppelCD natürlich nicht. Wer noch nie etwas vom Label gehört hat und auf guten internationalen wie deutschen Punk und Oi! steht ist hier bestens bedient, um sich einen Überblick über das Labelprogramm zu verschaffen. Insgesamt 48 Tracks bei einem Preis von knapp 7 EUR kann man eigentlich nichts falsch machen.

mieschka | Di., 24. Jun 2008 | PUNK

Gefälliger Streetpunk, gut produziert mit Höhen und Tiefen. Das heißt, manchmal spielen die Jungs aus Stuttgart in der höchsten Liga um die Meisterschaft. Mal dümpeln und rumpeln sie vor sich hin, daß sie von abstiegsreifen Mannschaften geschlagen werden. Naja, immerhin reicht es für den UI-Cup. Wahrscheinlich orientieren sie sich da tatsächlich an ihren Verein aus der Stadt. Naja, immerhin besteht ja die Chance, daß sie sich für den UEFA-Cup qualifizieren. Und das macht man am Besten durch Spielpraxis. Was heißt, daß ich mir durchaus vorstellen kann, daß die Jungs live unglaublich knallen. Aber die Chance hatte ich bisher noch nicht. Auf jeden Fall ist es gut, daß die Jungs eindeutig Stellung beziehen und auch textlich nicht unbedingt ins Klo greifen, auch wenn ich die englischen Songs besser finde. Sollte man auf jeden Fall beobachten und sich anschauen, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet.

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mieschka | Di., 24. Jun 2008 | PUNK

Ob mit dem Plattentitel die alte deutsch-holländische Feindschaft gemeint ist wag ich mal zu bezweifeln. Oder zumindest hoffe ich das. Denn der melodiöse und doch heftige Hardcore, der mir hier geboten wird gefällt doch zu sehr. In 13 Tracks wird gegen alle und jeden gewettert. Aber nicht stumpf, sondern ordentlich durchdacht. Vergleiche fallen mir ein bisschen schwer, weil mir da nichts Wirkliches einfällt. Vielleicht ein bisschen NoFX, ein bisschen HEIDEROOSJES oder VADER oder VISION. Keine Ahnung. Dazu ist viel zu viel Eigenständiges im Spiel. Und das ist es, worauf es ankommt. Außerdem ist die Aufmachung noch lobens- und erwähnenswert. Die übliche CD kommt eingebettet im Pappschuber daher und das Booklet lässt auch keine Wünsche offen. Fett, mit allen Texten und einem kleinen Poster. So lob ich mir das. Schön gemacht, Jeschke…

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mieschka | Di., 24. Jun 2008 | PUNK

Ska auf Dirty Faces??? Man wird doch immer wieder überrascht… Aber wenn es sich um so etwas Aufregendes handelt, kann man das durchaus verstehen. Denn aus Mitgliedern der großartigen FILAMENTS entwickelte sich diese Formation im Sommer vergangenen Jahres. Lässiger 2Tone vermischt sich hier mit Einflüssen von THE CLASH, RANCID oder den SPECIALS. Dazu kann man tanzen, entspannen oder nachdenken. Denn auch die Texte sind nicht ohne, auch wenn man manchmal etwas genauer hinhören muss. Was will man denn mehr? Man wird mit allem bedient, was man braucht und das macht die Platte hörens- und anschaffenswert.

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mieschka | Di., 24. Jun 2008 | SKA

Nach ziemlich genau 10 Jahren war nun endgültig Schluss mit Deutschlands wohl bester Oi!band, die sowohl Punks als auch Skins gleichermaßen erfreute. Und auch ich find das ein bisschen schade. Haben sie doch wirklich eine Menge Hits aus dem Ärmel geschüttelt, die auch noch ein paar Jahre auf meinem Plattenteller auftauchen werden. Aber wahrscheinlich soll man wirklich aufhören, wenn es am Schönsten ist und ich weiß nicht, wie viel Potential nach oben noch gewesen wäre, wenn man sich schon an der Spitze befindet. Na wie dem auch sei. 4 PROMILLE waren eine von den Guten. Hier gibt es nochmal satte 38 Tracks (na gut, 2 sind doppelt), die wirklich jedem nochmal zeigen, wie großartig sie waren. Und mit einer Träne im Knopfloch geht nun auch dieses Kapitel zu Ende. Schade eigentlich. Aber dafür ist es wenigstens amtlich. Denn die Tracks gibt es nicht nur auf der schön gestalteten, mit 32 Spuren und 3 Kameras aufgenommenen DVD. Sondern auch als Doppel-CD fürs Auto oder so. Eine wirklich gute Party, die perfekt aufgefangen wurde und jeden neidisch macht, der im November letzten Jahres nicht in Leipzig anwesend war.

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mieschka | Mo., 23. Jun 2008 | PUNK

Neues aus dem Hause HULK Records? Wow, damit habe ich ja fast schon gar nicht mehr gerechnet. Haben sich doch seine Haus- und Hofbands mittlerweile doch fast alle aufgelöst oder man hört eben nichts mehr von ihnen. Doch durch den Umzug von Fratz in den Pott scheint er doch ab und zu mal wieder auf neues Material zu stossen. So wie in diesem Falle auf eine Kölner Formation. Diese war mir schon durch den Track „Fünf Minuten“ vom DEUTSCHPUNKGEWITTER - Sampler Nummero III bekannt und hat dort schon zu einer der besseren Kapellen gehört. Und nun liegt eben das ganze Album vor mir. Meine Befürchtungen von rumpeligen D-Punk bewahrheiten sich glücklicherweise nicht (ganz). Texte und Musik können sich durchaus hören lassen und Einflüsse von „Labelkollegen“ wie WIZO oder RASTAKNAST lassen sich nicht ganz von der Hand weisen. Doch mehr als selten kommt ihr ganz eigener Stil zum Vorschein. Und das ist gut so. Man macht sogar Ausflüge ins Englische, die allerdings dann doch etwas rudimentär daher kommen. Und auch Tracks wie „Edmund Stoiber Song“ oder „Möllemann“ sind nicht gerade der Reisser und wirken eher pubertär. Nichtsdestotrotz ist es eine der besseren D-Punk-Platten in der heutigen Zeit. Nicht schlecht.

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mieschka | Di., 17. Jun 2008 | PUNK

Man, man, man. Ich dachte schon, die BOCKWURSCHTBUDE ist schlimm. Aber schön zu wissen, daß es auch bei anderen genialen (hüstel) Bands manchmal etwas länger dauern kann, bis das Debütalbum erscheint. Obwohl… Irgendwie scheint das ja gerade Mode zu sein. Die NOPES aus Köln machen das ja auch gerade… Aber die Hauptsache ist ja, DAS es erscheint. Ich erinnere mich noch, wie ich die BerlinSchweriner im April 2005 im Soundwerk Orange-Studio zu Berlin besuchte, Soundgenie Peter Oz an den Reglern saß, interviewte und noch ein bisschen Chor mit einsang (Frechheit: Ich wurde nicht im Booklet erwähnt…;-)). Damals waren es 4 Songs, die die Haus. Und Hofband des WILD AT HEARTS aufnahmen und es hieß, daß die Platte nun wirklich bald erscheinen wird… Dass es dann doch nochmal 3 Jahre dauern würde hätte ich auch nicht gedacht. Aber man hatte danach dann doch nochmal ein paar Tracks aufgenommen. Und das beschreibt wohl am Besten die Produktionsweise der Band. Hier und da mal ein paar Tracks aufnehmen, neue Songs schreiben und dann wieder ab ins Studio… Auch das finde ich gar nicht so schlecht. Denn wie schon oft angemerkt, finde ich es manchmal besser, daß sich Bands ein wenig Zeit lassen, anstatt verfrüht einen Schnellschuss loszulassen. Herausgekommen sind nun gane 18 Songs (wobei 2 schonmal auf ihrer ersten EP, auf Streetmusic erschienen sind), die man durchaus allesamt als Hits bezeichnen kann. Hier gibt es feinsten 77er Punk, der in Zukunft noch hoffentlich viel von sich Hören und Reden lässt. Das geniesse ich jetzt erstmal in vollen Zügen. Aber bald will ich mehr. Und meinetwegen warte ich nochmal 5 Jahre. Als Bonus gibt es übrigens noch 4 Videotracks, die allerdings relativ dürftig sind (4 Liveaufnahmen mit eher durchschnittlichem Sound), was dem Gesamteindruck aber kein Abbruch tut.

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mieschka | Fr., 13. Jun 2008 | PUNK

Shearer sind aus Berlin und machen Rock ´N Roll, Okay, was ne Info!? Shearer sind aus Berlin und machen seit 2001 guten rockigen Sound der Spaß macht und haben das Ganze nun auf ihre zweite Scheibe "EVE" pressen lassen. Die 4 bieten sauberen Indiependent-Rock-2.0 (Danke für die selbstgestellte Schublade!, sonst hätte ich hier noch eine Neue erfinden müssen ;-))

Zwischen dem Straight-Forward-Charakter der meisten Songs gibt es auch noch etwas Ruhigeres zum genießen. Alles fast schon zu sauber produziert und mit äußerst angenehmer Stimme vorgetragen. Auch am Cover und der Website scheinen ein paar Ästheten am Werke zu sein. Eve erblickt am 02.Juni 2008 die Welt und erfreut mit nutzerfreundlichen, technischen Eigenschaften:
DRM/Kopierschutz-Freiheit und unter CreativeCommonsLicense veröffentlicht.
Schonmal sehr sympathisch!!

Reinhören lohnt sich auf jeden Fall für alle rockigen Typen und auf der Website gibt es dafür die Möglichkeit den Preis selbst für den Album-Download zu bestimmen. Schön das sich diese Idee so langsam durchsetzt. Außerdem stehen viele Gigs auf dem Tourplan, die Chance auf einen Vor-Ort-Termin bieten.

www.shearer.de

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matthias | Mo., 26. Mai 2008 | PUNK

Geil, Geil, Geil. Vermutete ich noch beim ersten Durchhören eine Verbindung zu den verrückten Schweden von QUIT YOUR DAYJOB, so lag ich mit der Herkunft dieser Combo wenigstens schon ganz nahe Die aus Stockholm stammende Truppe macht nämlich genauso herrlichen Blödsinn. Vielleicht noch einen Tick melodischer. Aber die Wurzeln zum Punk sind immer erkennbar. Und bei Titeln wie „Me Tarzan, you Korak“ oder „Death to false mongos“, weiß man spätestens, daß man ihren eigenen Humor eben lieben oder hassen muss. Bei mir springt der Funke jedenfalls über. Ich kann darüber lachen und ich kann mir vorstellen, daß die Liveshows nicht minder lustig sind. 20 Songs, 34 Minuten… Unbedingter Tipp!

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mieschka | Sa., 24. Mai 2008 | PUNK

Die Jungen WIlden aus dem "Tal der Ahnungslosen" lassen hier ihr Debut auflegen.Relaxter Ska, Reggae, Soul aus dem Sachsenland. Besonders erwähnenswert ist das Alter der Herren (der Älteste der 7 ist gerade mal 20 Lenze alt). Sie erfreuen uns auf ihrer Scheibe mit 11 frischen Songs aus eigener Feder.

Das Album macht Spaß und ist genau das Richtige für relaxte Frühlingsabende auf dem "Szene-Balkon" oder lockerflockig am Grill. Das sie es faustdick hinter den Ohren haben merkt man nicht nur an der Musik, sondern auch an ihrer (in meinen genialen Idee) der Selbstvermarktung. Da wird die eigene Website schön in english verfaßt und sich eine .CO.UK-Domain besorgt - genial! Der Humor der eigenen Namensgebung spricht auch für sich, sehr sympathisch.

Alles in Allem ein gelungenes Debut, das nach Fortsetzung schreit. Also anschauen/anhören, Möglichkeiten dazu gibt es unter:
www.highjumpers.co.uk

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matthias | Di., 15. Apr 2008 | SKA

Das wars also mit GOOD RIDDANCE…. Schade, über die Jahre haben sie sich doch in mein Herz gespielt. Besonders, als ich Sänger Russ irgendwann auf der DECONSTRUCTION-Tour kennenlernen durfte, stellte er sich als sehr angenehmer Zeitgenosse heraus. Doch trotz aller Wehmut versöhnen sie uns nochmal 31 Songs lang mit Hits aus all ihren Schaffensperioden. Und die haben es in sich. Noch ein letztes Mal gibt es kraftvolle Songs mit hervorragenden Melodien in geballter Livepower, die einem Jeden nochmal das Gefühl geben, ein Konzert der Jungs aus Santa Cruz live zu erleben. Und am Ende kann man mit Stolz und Gewissheit sagen. Ich war dabei! Und es war schön.

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mieschka | Mi., 02. Apr 2008 | PUNK

Am 11. April erscheint das mittlerweile fünfte reguläre Studioalbum der beNUTS. Obwohl die acht Jungs aus München schon erbleichenswerte 13 Jahre Banderfahrung, unzählige Tourkilometer und eine stolze Sammlung Publikationen auf dem Kerbholz haben, führen sie ungerechter Weise immer noch ein Leben, dass nur leicht aus dem Windschatten der bekannteren deutschen Ska Bands Skaos, The Busters und Konsorten herausragt.

Ungerecht ist das Ganze, weil nicht erst mit der neuen Platte namens Bavarian Ska Maniacs mehr als ein paar beNUTS-Songs dem Ohr des geneigten Hörers schmeicheln dürften. Viele Stücke sind genauso gut, genauso tanzbar und ebenso leicht zugänglich wie die Hits der eben genannten Uptempo-Platzhirschen. Die Orgel wummert herrlich schnell, die Bläser in klassischer Dreier-Besetzung setzen ihre Lines, wo sie hingehören und ein pfundiger Walking-Bass macht das Tanzbein locker. Ab und zu würzen die beNUTS ihre Songs mit einer Prise verzerrter Gitarre, die stilistisch gut zu den melodischen Gesangslinien harmoniert, welche zum Mitsingen animieren... Aber vielleicht hat es der aufmerksame Leser schon gemerkt, die ganz große Begeisterung hält sich zumindest bei mir vornehm zurück. Das liegt vor allem daran, dass auch die backfrische Platte der beNUTS kaum Neuerungen zu bieten hat. Ich gönne der Band den Erfolg ihrer groß angelegten Tourneen durch Russland und Japan von ganzem Herzen, würde mir aber wünschen, dass sie auf ihren Reisen ein bisschen mehr Mut zur Innovation sammelten. (Ich lasse den Eurythmics Synthiesound in zwei der Songs ausdrücklich NICHT als innovativ gelten, denn) Bavarian Ska Maniacs ist eine TwoTone Scheibe (der deutschen Schule) wie sie im Buche steht. Die Band macht übrigens auch gar keinen Hehl aus ihrer „bluebeat“ Seele. Und wenn es genau das ist, was sie machen wollen, bitteschön. Mich reißt es aber leider nicht vom Hocker, wenn Musiker immer auf der gleichen Erde stampfen. Dafür hat sich in den letzten Jahren auch in dem relativ eng begrenzten Offbeat Sektor zu viel Spannendes getan. Ein Beispiel: Der Song „Russia“ hat als Partyhit zweifellos seine Qualitäten, aber mit Micky Mouse in Moscow haben die Busters die Nummer schon längst so gut wie patentiert (und dort war zudem der Text wesentlich witziger). Das bringt mich zu dem nächsten Punkt: So schön die Melodien der beNUTS auch klingen, die Lyriks kommen ziemlich flach daher. Dass Russen im Gesicht rot anlaufen, wenn sie KEINEN Ska hören, mag mancher informativ finden, ich langweile mich indessen schon bei der tausendsten Wiederholung von „Immer nur Ska“ und werde mich hüten, zu TwoTone Rhytmen „Ska, Ska, Ska“ schreiend durch die Menge zu hüpfen. Außerdem: Die beiden (auf dem Artwork der Scheibe prangenden) Banner „Ska not war“ und „ska against racism“ sind leider ebenso löblich wie einsam in der weiten Steppe der Meinungsäußerungen. Von dieser Warte aus betrachtet geht das oben erwähnte Windschattendasein leider ziemlich klar.
Bevor die Kinnladen aber noch tiefer durchhängen verkneife ich mir weitere, mehr oder weniger subjektive Details. Es ist eben nicht mein Ding. Aber ich kann mir trotzdem vorstellen, dass die beNUTS fähig sind, ein großes Fanpublikum glücklich zu machen. Spaß bringt die Musik nichtsdestotrotz. Zu Beginn von Track sieben horchte ich übrigens einmal kurz respektvoll auf: Dort beginnen die beNUTS mit einem ziemlich abgefahrenen Intro, welches irgendwie das Sublime Erfolgsrezept weiter zu schreiben scheint. Tja, leider bleibt es beim Intro, denn die verzerrte Gitarre, brav nach der dritten Seite des How-to-be-Punk Standardlehrbuchs, versaut mir sofort wieder die Laune. Lobend erwähnt sei übrigens trotz allem der ziemlich interessante Bass-Spieler, der immer wieder mit überraschenden Parts punktet und dann sogar in Track 9 ein astreines Solo (incl. Slap-Bass) hinlegt.
Ein wenig ins Grübeln bringen mich dann wieder die Sponsoren(!) auf dem Plattencover. „Fred Perry“ – irgendwie logisch. „Eittinger Brauerei“ – kann ich mir auch noch erklären, aber die Bierseligkeit hat schon einen befremdenden Unterton. Aber was bitteschön macht das „Fossil“ Emblem auf der Pappe? Ist das die Hingabe an die Münchner Geldigkeit oder doch ein selbstironischer Versuch auf den Bandeigenen inneren Dinosaurier mit bluebeat Seele einzugehen? Aber ich fürchte ich verrenne mich schon wieder...
Insgesamt würde ich sagen: ein solider Uptempo Stomper ohne viele Überraschungen, der dem TwoTone Fanatiker mit einem Herz für Punkrock und Lust am Altbewährten den Bauch pinseln dürfte.

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Krizn | Mi., 02. Apr 2008 | SKA

Im vergangenen Oktober hab ich es noch bemängelt, nen Longplayer ist fällig. Stattdessen gab es erstmal eine EP. Aber nun haben die Recken ausm wilden Osten Brandenburgs es endlich geschafft und ihr aktuelles Album steht in den Startlöchern. Lange hat es gedauert, viele haben damit gar nicht mehr gerechnet. Musikalisch gibt es meiner Meinung nach wieder mehr als erwartet,

deutlich besser produziert (man kann es sogar auf na richtigen Anlage hören ;-)), ein breiteres Spektrum an Stilen und irgendwie professioneller.
Die Texte sind kritisch, witzig und machn Spaß. Alles im Allen ein würdiges Werk der unbestrittenen Livequalitäten der BOCKWURSCHTBUDE auf dem Silbering. Sie bleiben ihrem eigenen Charme und Stil treu und schaffen es trotzdem sich selbst weiter zu entwickeln. Ich fühl mich verleitet "Hamburger Schule" laut aufzudrehen, mein Fenster zu öffnen und den ganzen Trainingsbejackten Menschen vorm Haus mal musikalische den Marsch zu blasen, im guten alten Frankfurter Wortwitz.

www.bockwurschtbude.de

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matthias | Mi., 27. Feb 2008 | PUNK

Berlin-Kiel-Bremer-Punkrocksymbiose, die nicht selten an ANTI-FLAG erinnert. Schneller, pogotauglicher Punkrock mit hervorragenden Melodien und ohne dumme Texte in einem guten Englisch vorgetragen und dann aus Deutschland… Gibt es so nicht oft heutzutage. Aber schön zu wissen, daß es immernoch Ausnahmen gibt. Und auch wenn mal ruhigere Töne angeschlagen werden, wirkt das kein bisschen peinlich. Auch das ist in diesen Zeiten nicht so üblich. Da freue ich mich, daß der Ben mal wieder ein gutes Näschen bewiesen hat und sich diesen Fisch an Land gezogen hat. Dazu besitzen die 12 Songs noch eine hervorragend aufgemachte Verpackung, so daß man bei einem Kauf auch rein gar nichts falsch machen kann. Schön.

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mieschka | Do., 14. Feb 2008 | PUNK

Nettes, nur 10-Track-kurzes Album der Emocore-Jungs aus Philadelphia. Ich hab die Review schon wieder ein wenig vor mich hergeschoben, da ich schon mit dem letzten Album nicht besonders viel anfangen konnte. Das ist mir irgendwie zu weinerlich und nervt auf die Dauer doch sehr. Also nichts gegen langsame Musik doch das verursacht bei mir doch Kopfschmerzen. Wenn ich als Vergleich mal MILLENCOLIN heranziehen darf so haben diese wenigstens das gewisse Etwas und ein besonderes Charisma gehabt und konnten ihren Melodien etwas Flair verleihen, was nicht zuletzt an Sänger Nikola lag. Das gelingt den LOVED ONES nur ganz ganz selten und rechtfertigt nicht, daß ich mir das Ganze nochmal antun werde. Schade.

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mieschka | Do., 14. Feb 2008 | PUNK

Netter, RANCID-beeinflusster Punk aus Groß Britannien, der aufgrund seiner Ähnlichkeit zum großen Ami-Vorbild sicher auch die Fans ebenjener Band begeistern dürfte. Und eben auch die, die auf gut gespielten und produzierten Punkrock stehen, könnten hierdran Gefallen finden. Und da auch die Texte sind nicht derart stumpf, daß man beschämt zu Boden blickt, kann man hier wirklich nicht viel falsch machen. Das kann man so nachmittags durchhören oder auch am Abend zu tanzen. Das tut nicht weh und macht stellenweise sogar richtig Spaß. Ob die Dub-Einlagen sein müssen, die mir bei RANCID schon ziemlich auf die Eier gehen, darüber kann man sich streiten. Sonst kann man sich das aber geben…

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mieschka | Sa., 19. Jan 2008 | PUNK

Neuestes Machwerk der Finnen, die scheinbar Tag und Nacht (Macht das um diese Jahreszeit dort einen Unterschied?) in ihrer Garage verbringen um dort an ihren teils trashigen Songs - teils melodiösen Balladen zu feilen. Herausgekommen ist nach 3 Jahren voller Touren wiedermal ein Album, das die Finnen abwechslungsreicher denn je zeigt. Ganze 17 Songs. NonStop. Ich brauchte ehrlich gesagt ein bisschen, um mich da reinzuhören. Aber schon beim 3. Mal sprang der Funke über und und der Hörgenuss konnte ungetrübt genossen werden. Coole Platte.

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mieschka | Fr., 18. Jan 2008 | ANDERE

Guter Punkrock aus Hannover. Ganz im Stile ihrer Labelmates PASCOW, ANTITAINMENT oder - weiter hergeholt - DACKELBLUT oder MUFF POTTER. Jau, damit dürfte die grobe Richtung vorgegeben sein, ne? So eigentlich eine coole Sache. Nur habe ich manchmal ein Problem damit, auch wenn das alles nett gemacht ist, die kryptischen Lyrics zu verstehen. Naja, gut muss ja auch nicht immer sein. Besser als 0815-Deutschpunk. Aber dann sollte es wenigstens drücken und klatschen im Gesicht. Größtenteils plätschert das aber hier so vor sich hin und ist wohl eher Seelentherapie für den Texter und die Band. Und vielleicht ein paar Emokids. Durchaus fürs „Immergut-Festival“ geeignet.

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mieschka | Fr., 18. Jan 2008 | PUNK

Vor gut 2 Jahren bekam ich das erste Mal was von RB in die Hände und war ziemlich beeindruckt von der Rohheit und Ungeschliffenheit der Anarchopunks. Daran hat sich auch im Jahre 2008 nichts geändert. 15 Tracks voller Hass und Wut womit sie zu jedem Zeitpunkt ihrem Namen gerecht werden. Auf jeden Fall Geschmackssache und nicht für jeden zugänglich. Mir jedoch gefällts!

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mieschka | Fr., 18. Jan 2008 | PUNK

Meine Fresse, was ist das für eine geile EP: Hervorragender Streetpunk, der keine Wünsche offen lässt. Nicht selten erinnert die Band aus Neumünster an ANTI-FLAG und Konsorten und das tut meinen Ohren richtig gut. Leider gibt es nur ganze 4 Songs auf dem auf 500 Stück limitierten schwarzen Gold und alles was übrig bleibt ist ein unstillbares Verlangen nach MEHR!!! Also haltet Euch ran Jungs und gebt mir was ich brauche…

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mieschka | Di., 15. Jan 2008 | PUNK

Neuestes Album der Hardcorepunklegende aus Russland. Und ich bin überrascht. Irgendwie habe ich das Gefühl, etwas mehr Melodie rauszuhören, als das bei den vorherigen Alben der Fall war. Aber vielleicht ist das auch nur mein Eindruck. Auf jeden Fall gibt es 11 neue Kracher, die die Wartezeit erheblich verkürzen, bis die Jungs nach fast 5 Jahren endlich mal wieder in Deutschland auf Tour kommen werden. Und das lasse ich mir dieses Mal nicht entgehen…

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mieschka | Mo., 14. Jan 2008 | PUNK

16mal geiler Deutschpunk, der direkt aus den 80’ern kommen könnte, weil aggressiv, melodisch und hassgeladen. Vorgetragen von einem schönen Mann/Frau-Wechselgesang. Dabei besteht die Band gerade erst bzw. schon seit 10 Jahren. Sehr schön. Nicht platt, eher treffend, immer den Finger in die Wunde legend. Was soll man dazu weiterschreiben? Nix für Weicheier!

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mieschka | Mo., 14. Jan 2008 | PUNK

Split-CD zweier russischer Bands die mehr als gehörig reinhaut. Kraftvolle Mucke mit crustigen Texten. Während ich DSD als Deutschpunk mit russischen Texten bezeichnen würde, geht es bei WWF (coole Abkürzung…;-) ) etwas differenzierter aber nicht weniger kraftvoll zu. Auf jeden Fall bin ich jetzt, an einem schönen Sonntagmorgen um 18 Uhr mehr als wach. Und das ist doch auch schon mal was. Die russischen Texte sind übrigens alle ins Englische übersetzt worden! Auschecken!

mieschka | So., 13. Jan 2008 | PUNK

Aus den Resten von SKAQUADRAT entstandene, neue Kapelle aus, na klar - wie der Name schon sagt - Berlin. Und man merkt sofort, daß hier keine Anfänger am Werk sind. 3 frische, nett anzuhörende Songs mit Herz und Hirn gibt es zu hören, so dass man richtig traurig ist, daß die Platte so schnell vorbei ist. Aber da arbeitet man wohl schon dran und das ist auch gut so. Ich bin mir sicher, daß man von ihnen in Zukunft noch ne Menge hören wird. Ich kann mich erinnern, daß es so was wie BONN BOOM MUSIC gibt. Gibt es da irgendwelche Verbindungen? Egal. Auf der bandeigenen Homepage kann man das Teil ordern und ich kann wirklich nur sagen, daß es sich lohnt!

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mieschka | Sa., 12. Jan 2008 | SKA

Herrlich nett aufgemachte Demo-CD im Look eines Schulheftes. Es gibt doch noch Menschen, die etwas Kreativität besitzen. Da muss man ja schon mal einen Bonuspunkt vergeben. Ich hab keine Ahnung wie alt oder jung die Bandmitglieder sind. Jedoch wechseln sich infantile Texte durchaus mit intelligenten Wortspielchen ab und auch musikalisch ist es nicht ganz so stumpf, wie man beim Lesen des Bandnamens vielleicht vermutet hätte. Und auch der mehrstimmige Gesang weiß zu beeindrucken. Nein, die Herren haben wirklich ihre Hausaufgaben gemacht. Da gibt eine 2 mit Sternchen dran.

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mieschka | Sa., 12. Jan 2008 | PUNK

Als ich Mitte des letzten Jahres hörte, daß FEELING B nochmal eine Platte mit verstaubtem, alten Material und einem Buch rausbringen sollte, war ich schwer begeistert und fieberte dem Releasetermin förmlich entgegen. Nun ist sie endlich da und das Warten hat sich gelohnt. Nocheinmal wird man mit dem osttypischen Charme umschweift und kann im beiliegenden Buch die Geschichte dahinter erfahren. Nicht ganz so ausführlich wie in „Mix mir einen Drink“ von Ronald Galenza. Aber immerhin. Endlich gibt es auch das großartige „Graf Zahl“ zu hören, das wie ich dachte eigentlich von der „Magdalene Keibel Combo“ stammte. Auch Hits wie „Langeweile“ wissen zu begeistern und runden nun nach vielen Jahren das Gesamtwerk FEELING B ab. Toll gemacht Flake!

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mieschka | Fr., 11. Jan 2008 | PUNK

Wie bei der BOCKWURSCHTBUDE hat es auch bei TELEKOMA mehr als 2 Jahre gedauert, bis sie ihr „neuestes“ Werk auf die Massen loslassen konnten. Kein Wunder, wenn man im selben Studio aufnimmt…;-) Aber wenigstens konnten sie im letzten Jahr noch einmal Ihr 2003er Album „Anfang oder Ende“ auf CD und LP wiederveröffentlichen, was die Wartezeit der Fans wenigstens ein bisschen überbrückte. Wie dem auch sei. An diesem schließen sie in allen Punkten nahtlos an und lassen jegliche Kritiker, Spießer, Lügner und Verräter verstummen, legen in jede Wunde ihren Finger und stellen Fragen, wo andere längst hingenommen haben. Parallelen zu SCHLEIMKEIM werden natürlich immer wieder gezogen. Jedoch sollte man nicht vergessen, daß die Frankfurter (natürlich von der Oder!) auch schon 13 Jahre unterwegs sind und ihren ganz eigenen Stil besitzen, was sich besonders in den genialen Texten und den eingängigen Melodien widerspiegelt, wobei nie die gehörige Portion Härte weggelassen wird. Ein hervorragendes Album im grün-rot-weißem (die Stadtfarben Frankfurts) Vinyl von dem man noch lange sprechen wird.

mieschka | Fr., 11. Jan 2008 | PUNK

2007

Endlich das die neue Scheibe der Saarländischen Institution für intelligentem, phrasenfreien, deutschen Punkrock. Und meine Herren, was die Herren in der guten halben Stunde durch die Boxen blasen ist wieder mal mehr als Hinreißend. Das Vorgängeralbum war ja schon der Überhammer und dass sie es schaffen, dort nahtlos anzuschließen hätte ich, ehrlich gesagt, nicht wirklich gedacht. Ist mir aber auch egal. Da lasse ich mich wirklich gern eines Besseren belehren. Und dann die Aufmachung der Scheibe. Ein Traum. Wenn es nicht schon bald Weihnachten wäre, müsste es jetzt definitiv soweit sein. Gleich mit Ostern zusammen. Fans der Band dürften begeistert sein. Und wer noch nie was von PASCOW gehört hat, muss jetzt spätestens zugreifen!

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mieschka | Di., 11. Dez 2007 | PUNK

Ein neues Livealbum der wohl bekanntesten kalifornischen Melodicpunks? Braucht das jemand, zumal es schon mal eins gab? Ja! Man braucht es. Zumindest, wenn man eine knappe Stunde Spaß haben will ohne viel dafür zu bezahlen…;-) Naja es gibt auch noch mehr Gründe. Erstmal gibt es eine Menge Songs in guter Qualität zu hören, die es noch nicht auf der ersten Liveplatte gab. Und diese sind ein guter Querschnitt aus allen Schaffensphasen der Band. Dann gibt es lustige Ansagen zwischen den Songs, die beweisen, daß die Band neben ihren politischen Aussagen auch jede Menge Spaß hat, ein lustig gestaltetes Booklet, eine hervorragend umgesetzte Version ihrer Akustikversion des Songs „You’re wrong“ (eine B-Seite) der letzten Single zum Album „Wolves in wolves clothing“, viele ein- und uneindeutige Anspielungen auf alles was sich bewegt und, wie gesagt, jede Menge Hits. Als Doppel-LP oder Einfach-CD zum schmalen Preis in jedem Fall ein Kauftipp. Auch zu Weihnachten.

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mieschka | Di., 11. Dez 2007 | PUNK

Schickes Coverbild aber relativ belanglosen Poprock bietet uns die junge Lady aus Niederbayern. In guten Momenten erinnert sie ein bisschen an amerikanische Sängerinnen aller Art, die sich auf rockigen Pfaden ausprobieren wollen und damit auch ins Radio kommen. Das könnte mit ELLI auch passieren. So richtig dürfte das aber wohl kaum jemanden interessieren.

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mieschka | Mo., 10. Dez 2007 | ANDERE

Das musikalische Stehaufmännchen aus Rockcity Jülich ist zurück! Juchu! Und wieder gibt es 12 Songs mit ausgefeilten Riffs, Breaks und persönlichen Texten, daß es wieder mal eine wahre Freude ist. Ich weiß nicht genau, was es ist, was die SAILORS von den unzähligen anderen Melodiccore-Kapellen unterscheidet. Aber wahrscheinlich ist es nur die kleine Feinheit, daß man sie gar nicht in diese Schublade stecken sollte. Viel mehr machen sie ihr eigenes Ding mit aller Freude und Entschlossenheit, daß selbst die vielen Rückschläge ihnen nichts anhaben können, was die Band mal wieder ein gehöriges Stück wachsen und reifen lassen hat. Ich bin nicht weniger als höchst begeistert. Also, weitermachen Jungs!

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mieschka | Mo., 10. Dez 2007 | PUNK

Ja, Reggae ist ein verdammt dreckiges Geschäft und nur wenige wissen die schroffen Offbeatklippen richtig zu nehmen. Auch wenn nach wie vor hartnäckige Klischees von Sonnenschein, Liebe, Freude, Jux, Dallerei und der zweitausendsten Coverversion des permanent falsch verstandenen No Woman no Cry diese arg gebeutelte Musik überschatten, ich sage euch Kinder - und ich lehne mich an dieser Stelle dramatisch weit in meinem Lehnstuhl zurück - für Schweinereggae nach Woggle-Gusto lasse ich jedes Werthers Echte locker links liegen, im Staub, in den es gehört.

Dr. Woggle & the Radio sind gerade erst frisch aus dem Studio gekommen und man sieht ihnen das Ringen mit dem Löwen noch deutlich an. Gewohnt elegant zeigen die sieben Weinheimer stolz ihre Blessuren, die nur ansatzweiße von den neuen Anzügen verdeckt werden. Aber scheiß auf den neuen Fummel und gräme dich nicht angesichts der aufgeplatzten Lippen und den großen Mengen an vergossenem Schweiß und Blut. Wenn das Ergebnis so gut ist, dann war es jeden Liter wert. Das neue Album Rockers! jedenfalls hievt den Rock and Roll einmal mehr in Sphären, in die er (auch) gehört: nach Jamaika. In dreizehn Einheiten zaubern die Woggles ihre Kampferprobten mehrstimmigen Harmonien zwischen all Jamaican Style Ska, Rocksteady und Reggae und einem Hauch Jazzanspruch. Die neue Platte, die über das Münsteraner Label Skycap Records auch auf Vinyl erhältlich ist, perfektioniert dabei weiter die Richtung, in die sich die Band schon auf „Bigger is Tough“ entwickelte. Dort ist keinerlei Gaspedal mehr nötig, um hochentzündlich swingende und vor allem rockende Sounds zu schreinern. Von den Livequalitäten einiger der neuen Songs konnte man sich ja schon seit einiger Zeit überzeugen, wobei der Erfolg auf der Bühne bei der Rampensau am Mikrophon ja eigentlich keiner Betonung mehr bedurft hätte. Trotzdem sollten wir uns alle freuen, das neue Kind hoffentlich bald auf einer Tour gemeinsam begießen zu dürfen. Bis dahin bleibt uns als Wegzehrung beruhigender Weise dieses fast unanständig gewaltige Steak von einem Album. Und weil mir die Jungs so verdammt sympathisch sind, verzeihe ich ihnen auch mit einem lasziv großzügigen Schulterzucken den 80er Sythie-Bass Effekt in „Solution“ und das Griffbrettwichsen in „Run and Hide“.

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Krizn | Mo., 26. Nov 2007 | SKA

Neues Altes Material von meinen Lieblingsschwarzwaldsurfern. Zuersteinmal die 8 Songs ihrer beiden 1998 und 1999 erschienenen Singles und dazu ein paar unveröffentlichte Stücke aus den Kellern ihres Archives, gewürzt mit ein paar Livemitschintten. Alles in allem eine gute Mischung auch wenn, wie ich finde, einige Songs noch nicht so sehr ausgereift waren, wie sie es heute sind. Das Zucken im Bein ist aber tortzdem vorhanden und die Platte würde ich auch nicht „Nur für Sammler und Fans der Band“-Objekt bezeichnen. Vielmehr kann man sich einen guten Eindruck über die Kapelle verschaffen. Und mit etwas Glück gerät man vielleicht in eine der o.g. Gruppierung hinein. Nein, das fetzt schon und cool ist auch die beiliegende DVD, die einen Zusammenschnitt der letztjährigen 5-wöchigen Tour zeigt und einen interessanten Blick hinter die Kulissen der LKW liefert. Abgerundet wird das Ganze durch ein fettes Booklet, jeder Menge Linernotes und bunten Bildchen, das keine Wünsche offen lässt. Geiles Ding also. Ich bin begeistert.

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mieschka | So., 18. Nov 2007 | ANDERE

Ich habe leider noch nie etwas von der Freiburger Kapelle gehört. Aber das macht ja nichts. Lieber spät als nie. Denn was die Jungs hier bieten ist wirklich Hörenswert. Auf 11 Tracks in leider nur knapp 45 Minuten bekommt man alles, was das Tanzherz begehrt. Gute Eigenkomposition und noch hervorragendere Coverversionen (Kraftwerk, The Doors, CCR, …). Das macht Spaß. Von vorne bis hinten. Leider ist das Booklet ein bisschen mager ausgefallen, das man sich ein bisschen mehr über die Band und die Texte informieren könnte. Aber das gleichen die hervorragende Soundqualität und der hohe Hitfaktor mehr als aus. Also mal bitte reinhören, sich begeistern lassen und abfeiern!... ;-)

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mieschka | So., 18. Nov 2007 | SKA

Die aktuelle Scheibe der Vorzeige-Schweden. Sie haben sich erfolgreich über Jahre ihren aktuellen Status als kultige Live-Band mit grandiosen Erfolg erspielt. Ihr eigener, unverkennbarer Stil ist mittlerweile einem breiten Publikum bekannt. Auf "The Black and White Album" setzen sie ihr Schaffen konsequent fort. Die üblichen Riffs und die selbstständige Stimme sollten alle Fans begeistern. Doch es gibt auch neue, teilweise ungewohnte Klänge auf der Platte,

es gibt eine Breitseite Elektronik zu erleben, nicht unbedingt für alle aufregend, aber immerhin - sie entwickeln sich weiter! Manchmal war ich erschrocken und fragte mich, ob es immer noch "The Hives" sind, die sich da durch meine Boxen drängeln, bei einem Song dachte ich gar, Adam Green hat sich eingeschlichen.

Alles in allem ein gutes Album, mit einigen Überraschungen. Das Elektrogefrickel liegt mir zwar nicht so, aber es wird wohl viele Freunde finden und neue Fanregionen erobern. Dafür sind für mich wieder grandiose Mitschreihymnen dabei.

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matthias | So., 18. Nov 2007 | PUNK

Auf 500 Stück limitierte Split-LP der beiden Bands aus Berlin und Dortmund. Insgesamt 10 Punkrockkracher (5 pro Band) gibt es zu hören, die keine Wünsche offen lassen. Krachig, melodisch und passenden Texten. Daher fällt es schwer, einen Gewinner der Kooperation auszumachen. Muss man ja aber auch nicht. Denn warum nicht zweimal hohes Niveau auf einer Platte vereint? Kommt selten genug vor. Also. Schleunigst zugreifen und/oder eines der lohnenswerten Konzerte der beiden Bands besuchen…

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mieschka | Fr., 16. Nov 2007 | PUNK

Nach Jahren endloser Durststrecke endlich mal wieder ein D-Punksampler der in voller Linie überzeugen kann. Dabei kann man ausnahmsweise - oder Gott sei Dank - auf die ganz großen Namen des Genres verzichten. Dafür findet man größtenteils junge, frische Bands, die vor Spielfreude und Wortwitz, bis auf wenige Ausnahmen, nur so strotzen… Das lässt mich fast an die guten alten „Sicher gibt es bessere Zeiten“-Sampler denken. Wirklich eine Platte die man von vorn bis hinten durchhören kann und das auch noch mehrmals. Das gabs in diesem Genre nun wirklich lange nicht mehr. Und der größte Vorteil: Man kann sich für einen schmalen Taler einen guten Überblick über die aktuelle D-Punkszene verschaffen. Toll!

mieschka | Fr., 16. Nov 2007 | PUNK

Tja, diese Review ist schwer und auch nicht: Da haben die 3 Jungs endlich wieder ein Longplayer herausgebracht und vorab - es ist eine typische Ärzte-Platte geworden. Man findet eingängige Melodien mit witzigen Texten - so wie immer!
Es ist popig, aber kreativ. Ganz ohne Produzent und eindeutig mit frischer Spiellaune gings es ans Werk. Ob nun Bilder zur Platte von den Drei selber geknipst worden oder nicht, ist für mich extrem unwichtig! Wichtiger ist, das sie es einmal mehr schaffen zu überraschen. Querbeet durch die unterschiedlichsten Musikrichtungen, die man so nicht unbedingt erwartet.

Definitiv hörenswert, mit lauter feinen Schmankerln versehen und natürlich genügend Hitpotential, beweisen die Ärzte, das man erfolgreich im Pop-Genre unterwegs sein kann, ohne im schöden einerlei zu versacken. Und irgendwie habe ich das Gefühl, das die Solo-Projekte von Bela und Farin, sowie Rods Abwärts Intermezzo, es geschafft haben die Band wieder in Schwung zu bringen und man das auch Einszueins auf Platte hören kann.

Reinhören lohnt sich, für Ärztefans ist das selbstverständlich, für alle anderen aber bei dieser Scheibe ernst zu nehmen.

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matthias | Do., 01. Nov 2007 | PUNK

Da sind sie wieder, die Geister der Vergangenheit! Es ist schon ne Weile her, da genoß ich das Kleinstadtleben am Rande Deutschlands in der weltbekannten Stadt Frankfurt /Oder. Da gab es Bands, die einfach zum Alltag dazugehörten, wie eben diese "Bockwurschtbude". Gefühlte 100Jahre sind sie nun schon auf Dauerbeschallung unterwegs. In Brandenburg, Sachsen usw. haben sie sich schon Kultstatus erspielt. Fortwährendestouren zahlt sich eben aus.

Leider mußten alle verdammt lange warten, bis endlich wieder ein standesgemäßer Tonträger das Licht der Welt erblickte. Der ewig angekündigte Longplayer ist es aber immer noch nicht geworden. Dafür nun aber eine EP mit Vorgeschmack auf die CD. Im feschen MiniCD-Stil kommt sie daher. 7 Songs in guter Bockwurschtbuden-Manier, glücklicherweise mit hörbarer Qualitätssteigerung (Aufnahme- u. spieltechnisch!). Mein absoluter Lieblingssong ist jetzt schon die NR.5 (Ich hab 21 Freunde bei MYSpace). Man hört, das die Herren der Imbissbude sich nicht vom Zahn der Zeit haben abnabeln lassen und konseguent ihr Ding durchziehen. Natürlich wieder mit ne dicken Portion Humor in den Songs, so behalten sie ihren lang erspielten Charme.

unter www.bockwurschtbude.de

kann man mehr erfahren und wer die Chance hat, sollte sich die Band bei den anstehenden Auftritten zu Gemüte führen.

PS: Ne Dicke Anlage ist im übrigen Pflicht, um diese EP zu genießen!

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matthias | Di., 16. Okt 2007 | PUNK

Hey, endlich ein neues Album von LOKAEMIE! Und was für eins. Mit 12 Songs rocken sich die Plauener durch die Platte, wie ich es schon längst nicht mehr erwartet hätte. Mal im klassischen Stil, mal auch erstaunlich persönlich („Für immer“). Der absolute Oberhammer ist aber die FANTA 4 – Coverversion von „MfG". Hab ich schon lang nicht mehr gehört das Lied, wollte es aber letztens mal wieder auskramen. Nun sind mir die Jungs zuvorgekommen. Auch die AC/DC-Coverversion kann sich hören lassen. Ja, insgesamt ist die Band auch nach 13 Jahren Bandgeschichte nicht zum alten Eisen zu zählen und das freut mich irgendwie. Geile Platte.

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mieschka | Mo., 15. Okt 2007 | PUNK

Wenn es jemanden gibt, der in regelmäßigen Abständen hervorragende Alben rausbringt, dann ist es MAD SIN. Diesmal ist es eine Art „Best Of“, gekoppelt mit einem Livealbum, so daß definitiv alle alten und neuen Fans auf ihre Kosten kommen dürften. Alte und neue Hits kommen in hervorragender Klangqualität rüber, so daß kein Tanzbein stillstehen kann. Na denn, auf die nächsten 20!

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mieschka | Do., 11. Okt 2007 | PUNK

Ich renne oder Iran? Oder ich renn vom Iran davon? Wie dem auch sei, hier nun endlich das lang erwartete Album von der halb-Iranerin Jasmin Tabatabei. Solider deutscher Rock mit rauchiger Stimme und gut arrangierten Melodien, wenn auch mit englischen Texten.

Diesmal hat sich Jasmin Tabatabei vom vorherigen Country-Sound entschieden weg bewegt und macht nun soliden Frauenpowerrock mit Texten, die zeigen wo es lang geht. „I’m on my way“, “It’s coming today” oder ... gehen mit Power nach vorn. Aber das sind wir bei Ihr ja, egal ob Country oder Gitarrenrock, ja gewöhnt.

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Anne | Sa., 06. Okt 2007 | ANDERE

Eine neue Balkan – CD, mal wieder möchte man fast meinen. Zur Zeit werden wir ja geradezu davon überschwemmt. Nichtsdestotrotz gehören Eastenders bereits zum Clan dazu und haben nun mit „Beyond the Path“ eine gutes Mixalbum auf den Markt gebracht.

Remixe gehen ja bekanntlich erst recht gut, gerade im Balkanbereich, und da freut sich die hiesige DJ-Gemeinde über jeden neuen Mix, der die Tanzfläche füllt und die Leute schwitzen lässt. Ob die Eastenders dabei ihren Pfad verlassen, bedarf zwar noch der Klärung, groovig und tantbar sind die östlich bis orientalischen Klänge dabei allemal.

Web: Band
Anne | Sa., 06. Okt 2007 | WORLDBEATS

Äthiopien in Harlem. Afrikanische Beats im Mixer. Shake your Ass and start to dance!

Als David Schommer, Produzent und Musiker, nach Äthiopien gefahren und ist und feststellte, dass dort nur billiger Hip Hop-Abklatsch a la USA gespielt wurde, blieb nur eins: Äthiopiens Wurzeln wieder zu beleben und etwas eigenständiges, neues, bahnbrechendes und vor allen Dingen extrem Tanzbares zu erschaffen. Bole 2 Harlem wurde geboren.

Nun werden also äthiopische Klänge mit treibenden Beats gemischt und Reggae, Salsa und Merengue beschwören den Sound Harlems auf, als ob man einen Spaziergang durchs Barrio machen würde.

Ein Partyhit schlägt den nächsten und unsere nächste Reise geht entweder nach harlem oder direkt nach Äthiopien, wo jetzt Bole 2 Harlem schon in allen Taxi tönt.

Fett!

Bole 2 Harlem.
Volume 1.

Web: Band
Anne | Sa., 06. Okt 2007 | WORLDBEATS

Gerade eben erschien: United Colors of Ska 4.0!!
Allein die Anzahl an Songs auf diesem Sampler ist mehrfach destillierter Wahnsinn! 44 Tracks auf zwei CDs von Bands aus weit über 30 Ländern sind nun wirklich überwältigend. Ein äußerst spannendes Werk.

Geben wir es doch ruhig zu. Die meisten Freunde des Ska sind doch irgendwann einmal den Sozialisationsumweg über Punkrock gegangen. Es gab da einen Moment, in dem man plötzlich den Unterschied erklären konnte, zwischen tanzbaren und pogbaren Songs: Offbeat oder Nicht-Offbeat, das war dort die Frage. Der junge Forscherdrang war geweckt. Wo kommt das her? Wer hat das erfunden? Und was zur Hölle macht das mit mir? Und schon ging’s dahin...
Wer das Phänomen Ska einmal für sich entdeckt hat, der macht gerne eine stufenweise Entwicklung auf seinem Weg zurück in der Musikgeschichte (so mancher Fanatiker darf das ruhig im Stillen mit „zurück zu den Wurzeln“ übersetzen) durch, die in etwa so aussieht: Ska-Punk, 3rd Wave/2Tone, Jamaican Ska/Rocksteady/Early Reggae und dann alles auf einmal incl. aller Sonderformen. (Ich ignoriere hier übrigens nachlässiger Weise alternative Wege wie den Einstieg über dubiose „Bob Marley Best of“ Pressungen oder altersbedingte Nostalgie-Schübe.) Ska als musikalische Kategorie kann über eine bald 50 jährige Geschichte zurückblicken. Da gibt es vieles zu entdecken aber auch vieles zu erklären. Denn nach wie vor werden die meisten Gesichter der unbedarften Radiohörer lang, fällt das kleine Stichwort: Nie gehört! Wo wohnt der Herr überhaupt?
Wie oft musste ich solche Fragen schon beantworten? Eigentlich nie. Denn praktischerweise gab es da schon ein paar Methoden, dem Neuling, ohne große Worte verlieren zu müssen, einen schnellen Einblick zu geben. Zum Beispiel: Drück dem Herrn eine repräsentative CD in die Hand und lass ihn selbst entdecken. Glücklich, wer genau für solche Zwecke im Besitz einer der bisher im Hause PorkPie erschienenen und schon fast legendären Samplerreihen „Ska... Ska... Skandal“ oder „United Colors of Ska“ war. Und ganz besonders dankenswert: „The Spirit of Ska - 10 Years Jubilee Edition“! Diese Platte durfte in keinem Sammlerregal fehlen. Wer weiß, wie vielen Nachgeborenen genau diese Scheibe Tür und Tor in die schwarz-weiß gescheckte Ska-Welt (und darüber hinaus) aufstieß. In jedem Fall stellt sie eine für die Entstehungszeit (1999) geniale Zusammenschau der Musikentwicklung dar, die schnell ins Ohr geht und dort eine ganze Weile bleibt. Die perfekte Einstiegsdroge eben, die man getrost jedem Neuling aufs Auge drücken konnte: Wortlos glücklich mit nicht erwähnenswerten Nebenwirkungen.

Nach einer nicht selbst verschuldeten finanziell schwierigen Phase 2003/2004, die leicht das endgültige Aus für PorkPie hätte bedeuten können, und nach dem glücklichen Comeback war dann die Frage: Würde das Label es schaffen, sich erneut an den Puls der Zeit heranzuarbeiten, oder würde es sich auf den errungenen Lorbeeren ausruhen und lediglich mit den alten Pferden aus dem gut gepflegten aber nicht mehr taufrischen Rennstall punkten.

Und dann ist es passiert: Gerade eben erschien: United Colors of Ska 4.0!!
Allein die Anzahl an Songs auf diesem Sampler ist mehrfach destillierter Wahnsinn! 44 Tracks auf zwei CDs von Bands aus weit über 30 Ländern sind nun wirklich überwältigend. Darunter befinden sich etliche sehr viel versprechende Newcomer, Bands, von denen selbst ich trotz regelmäßiger Recherchen noch nichts gehört habe (was sich schleunigst ändern muss), aber auch eine ordentliche Stange hochkarätiger „Stars“. Das PorkPie Team beweist damit, falls dieser Beweis überhaupt nötig war, dass es nach wie vor auf der Höhe der Zeit ist und unbedingt zu den wichtigsten Labels für Skamusik gezählt werden muss. Für diesen Sampler, der wirklich erstaunliches vereint, holte sich Produzent Matzge mit DJ BossK (Reggae Explosion u. a.) einen kompetenten Berater ins Boot, der für die Auswahl von Disc1 mit Schwerpunkt „Traditionell orientierte Ska- und Reggaebands“ verantwortlich zeichnet. Allein die ersten acht Tracks sind Grund genug, die Scheibe zum Pflichtkauf zu machen. The Dualers, The Slackers (bisher unveröffentlichter Song), The Valkyrians, One Night Band, The Aggrobeats (quasi ein Malaysischer Zwilling der Aggrolites), The Caroloregians, Two Tone Club, The Pepper Pots. Das Who is Who? der aktuellen Skawelt würde nicht viel anders aussehen. Außerdem noch mit dabei: The Upsessions, Mr. T-Bone, Pannonia Allstars Ska Orchestra, Dr. Ring-Ding mit Kingston Kitchen 809 und natürlich nicht zu vergessen Babylove & the Van Dangos.
Die zweite CD umfasst in etwa all das, was nach 50 Jahren Musikentwicklung so alles entstanden ist. Neben PorkPie Klassikern wie The Toasters, Skaos, Dallax und Spitfire findet sich eine spannend gewürzte Mischung von 2Tone-, 3rdWave- und „Skapunk + X“-Bands aus aller Damenländer. Ska Goes World Baby! Und das ist gut so. Hauptrecherche-Werkzeug war übrigens, um ein letztes Mal die Modernität dieses Samplers zu betonen, das allseits beliebte Internetportal Myspace.com. (Daher wohl das viel sagende „4.0“. Oder ist der Bezug zur letzten Episode von „Stirb Langsam“ etwa gewollt?)
Entstanden ist dabei ein großartiger Sampler, der sich vielleicht auf Grund der großen dargebotenen Bandbreite nicht von jedem Hörer am Stück genießen lässt, der aber unbedingt wichtig ist als Rundumschau der gegenwärtigen Skaszene oder als abwechslungsreicher DJ (oVF*) Begleiter. Viel Spaß beim Entdecken! Ein äußerst spannendes Werk.

* ohne Vinyl-Fixierung

Krizn | Sa., 29. Sep 2007 | SKA

Keb Darge und Cut Chemist, der Partner von DJ Shadow und Hintermann von Ozomatli, treffen sich und kramen in der Plattenkiste. Und suchen und finden coolen Rockabilly. Was hat nun Rockabilly mit den Hip Hoppern Keb und Cut zu tun? Nicht viel? Doch, und zwar viel groovige Melodien die eben auch Einfluss auf den späteren Hip Hop und Funk hatten.

Rockabilly war eben die erste Pop-Musik aus den Redneck-Südstaaten. Und die zwei Hip-Hopper wollen dem nun Tribut zollen. Rare und obskure Hillbilly Classics reihen sich aneinander und laden zum Tanzbeinschwingen ein.

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Anne | Sa., 15. Sep 2007 | ANDERE

Ein Cocktailmix aus Klängen und Beats von überall her. Bossa, House, Boogie und indische Beats vermischen sich zu einem Klanggewebe, welches nirgends zu zuordnen ist und gleichzeitig oder gerade deswegen die musikalische Vielfalt dieser Welt aufzeigt. Zum Teil chillig, zum Teil schnell und tanzbar geht es auf Flamingo Star auf jeden Fall bunt zu.

Denn Flamingo Star hatte Zeit zu reifen und sich gänzlich in all seiner Vielfalt zu entfalten. Von House, zu Funk, Dub, Lounge bis hin zu Nu Jazz und Blues verbinden sich die einzelnen Songs und zeigen, warum sich jahrelange Erfahrung in Jazz-, Funk- und Soulbands auszahlen. Seit frühester Kindheit spielte Matthias Becker schon Trompete und Klavier, später sogar zusammen der Funk-Legende Fred Wesley und Pee Wee Ellis, langjährige Wegbegleiter von James Brown. Heute spielt er als Keyborder regelmässigmit dem Latinsextett Sugarhat, nebenbei arbeitet er als Cocktailmixer.

Das hat natürlich auch Einfluss auf die Musik. Von Salsa zu Tango ist alles mit dabei und die elektronischen Grooves untermalen das Ganze gekonnt. Funk und Soul sind die Wurzeln, Latin, House, Pop und Lounge die Ausschmückungen. Ein facettenreiches Album, dass für ein Debut äusserst gelungen daher kommt.

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Anne | Sa., 15. Sep 2007 | WORLDBEATS

Wie geil ist das denn? Ich meine, es hätte mir vorher klar sein müssen, daß wenn etwas aus dem Hause KIDNAP MUSIC / PASCOW kommt, muss es sich um etwas Geniales handeln. Das klingt den o.g. Saarländern zwar schon sehr ähnlich und ich weiß auch nicht in wiefern sie daran beteiligt sind. Aber diese 11 Songs, 25 Minuten, sind wieder mal eine Offenbahrung. Manche mögen das ja vielleicht als Studentenpunk abtun. Aber es sind einfach nur krankhaft schöne, ehrliche Reime, gebettet auf unvergleichbarer Melodie und Härte. Tja, das macht Lust auf Mehr und immerhin soll dieses Jahr noch das Neue PASCOW-Album rauskommen. Isch sin der Jespannteste. Absoluter Tipp!

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mieschka | Do., 13. Sep 2007 | PUNK

Stefan Hantel alias Shantel ist zurück und legt eine neue Version des Pop vor: Radio-taugliche Balkanbanger, die das Hüftgelenk, Gehör und die Stereoanlage zum Wackeln bringen...

Disko Partizani heisst der neue Auswurf des Herren aus Frankfurt, der mit Recht sagen kann, die eingefahrene Elektronik-Szene revolutoniert zu haben. Der Bucovina Club hat von sich Reden gemacht und nun zeigt er auf seinem bereits dritten Album, wo denn der musikalische Südost-Winde heute zu Hause ist: In Rumäniens Bahnhöfen, Istanbuls Flughäfen, in einem arabischen Kaffee-Haus oder auch schon mal an einem Taxistand in Sofia. Aber nicht nur da, ertönen Klänge oder vielmehr Klangwelten, die uns an Disko und rumänische Hochzeit zugleich erinnern. Heute findet man vermehrt auch schon den einen oder andern Knaller in den Clubs von London, Paris, Rio de Janeiro oder auch Barcelona.

Hier vermischt sich was zusammen passt – oder auch nicht. Hip Hop, Klezmer, Rock’n’Roll, Electronica – Shantel eben. Was vor zehn Jahren als Suche nach seinen Wurzeln begann, ist heute ein weltumspannendes Clubwunder geworden, sodass Shantel sogar schon einen Song zu Borats Soundtrack beisteuern konnte. Denn die Spasskomponente darf auch hier nicht fehlen.

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Anne | Mo., 03. Sep 2007 | WORLDBEATS

Ein neuer Sampler aus der Produktionsfabrik Barcelona. Es geht wieder um Fusion bzw. die Vermischung verschiedener Einflüsse, nur führt uns die musikalische Reise diesmal zurück in die 60er und 70er, zu den Ursprüngen der katalanischen Rumba, die sich durch ihre afrokubanischen Einflüsse wie Funk, Soul und Disco auszeichnet.

Diesmal war es keiner der Strassenmusiker, der sich daran gemacht hat den Ursprüngen der allseits beliebten Rumba (die auch schon Manu Chao in seiner „Rumba de Barcelona“ angepriesen hat) nachzuforschen. Nein, dazu bedarf es einer akribisch genauen und sammelfanatischen Person, die alles über die 60er, 70er und deren heutige Auswirkungen weiss. Und wer könnte das besser als DJ, Grafikdesigner, Black-Grooves-Lover und Gründer des Labels „Novophonic“ Txarly Brown, der neben seiner Sammelleidenschaft vor allen Dingen auch durch sein gestyltes Anzug-Auftreten und die smarte eckige Brille auffällt?

Soviel zu der Person hinter der Compilation. Nun zur Compilation selbst. Die Rumba, die ihre Wurzeln im Zigeuner-Flamenco und afrokubanischen Rhythmen wie Funk, Soul, afrokubanischer Rumba und Finia-Sounds hat nahm ihre Anfänge in in den frühen 60ern und gelangte schnell zu grossem Erfolg durch den Sänger Peret, der die Rumba im ganzen Land salongfähig machte. Weitere Gruppen und Künstler wie Los Amaya, Las Grecas, El Noy, El Jose y sus Rumberos u.v.m. Kurz darauf folgten der Flamenco-Pop, mit Funk und Soul-Einflüssen, und wenig später auch noch Disko-Variationen der spanischen Populärmusik. Einmal alles probiert und doch immer dasselbe geblieben: Rumba.

Den Abschluss der Compilaton macht der gleichnamige Song „Achilifunk“ von Mantecao y su Combo und gibt dem Ganzen somit den entsprechenden Ausklang, spanische Wurzeln gepaart mit groovigem Funk aus New York. Das beweist, dass Rootsmusic - egal wo sie herkommt – sich wunderbar kombinieren lässt, äusserst global ist und noch dazu zeitlos, wie moderne Bands wie Ojos de Brujo, Muchachito Bomo Infierno oder Los Delincuentes zeigen.

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Anne | Mo., 03. Sep 2007 | WORLDBEATS

Dass die Russen die Musik im Blut haben, wussten wir ja schon immer. Das merkt man nicht nur an den Balkanparties in ganz Westeuropa, sondern auch an der Fülle von neuen Releases, die zu uns aus dem Ostblock herüber gespült werden. Eine Neuerscheinung auf dem Markt ist Ersatzmusika, die uns zeigen wie hinter dem ehemals eisernem Vorhang im Untergrund zu einer eigenwilligen Mischung aus Urban Folk, Worldmusik und dubbigen Bassläufen getanzt wird.

Einige der Bandmitglieder machten in den 80ern schon den Moskauer Underground unsicher, bis sie Anfang der 90er nach Berlin immigrierten, um dort ihre Jubelgesänge auf die verlorene Liebe zu singen. Die Künstlerin Irina Doubrovskaja, zuvor in verschiedensten Projekten tätig, gründete 2006 Ersatzmusika. Eine Musik als Ersatz für das Gefühl von Heimat, um in Deutschland nicht die Wurzeln zu vergessen? Auf jeden Fall eine Musika, die sich schwer klassifizeiren lässt und wie eine Sammlung akustischer Briefe von Menschen für Menschen gemacht wurde. Ein Ersatz für den Klang der Liebe im Informationszeitalter. Melancholische Gesänge werden von verspielten Gitarren begleitet, ein Offbeat der den Ton angibt, getragen durch den warmen, ruhigen Gesäng von Irina Doubrovskaja.

Melancholisch und Schön zugleich, wie ein Jubel auf das Leben vereint mit dem Schmerz über den Verlust einer Liebe.

Anne | Mo., 03. Sep 2007 | WORLDBEATS

Skannibal Schmitt aus Strasbourg ist keine Band für Engstirnige. Sie brennen auf ihrem Debütalbum Ska à la machete ein regelrechtes Stilfeuerwerk ab und zimmern immer frei nach der alten Python-Methode „How to build certain interesting things“ ein paar sehr abwechslungsreiche Innovativstücke zusammen.

Raggamuffin, Reggae, Ska, Mestizo, Overdubbing, viel Funk, dazu Sprechgesang auf Französisch und Spanisch - und das ganze arbeitet trotzdem irgendwie zusammen für eine anarchisch experimentelle Energieentladung, die in erste Linie für anspruchsvolle Musikerohren überraschend befriedigend sein sollte. Wer auf sich organisch fortentwickelndes Songwriting steht, wer nicht grimmend den Saal verlässt, wenn mitten im schönsten Reggaebeat plötzlich ein Metalriff, gefolgt von funkigen Gesangsrhythmus- Freiübungen, einbricht, der sollte bei Skannibal Schmitt wirklich voll auf seine Kosten kommen. Elf Tracks umfasst das auf An’na Nadel Records erschienene Debüt, das sich höchstens im Habitus in die tanzwütige Skawelt einordnen lässt, mit dieser Kategorie aber viel zu knapp bekleidet wäre.

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Krizn | Do., 09. Aug 2007 | SKA

Noch eine Band aus Montreal und noch ein Hauptgewinn!

Ein intensiver Blick, mühsam zusammengekettete Wortfetzen, ein bisschen Pose, ein wenig Angeberei, ein bisschen Charmierereien, dann kurz einzipfeln und schon beginnt die Rückzugsphase. Die schnelle Nummer, essentieller Bestandteil des Großstadtmythos, das Abenteuererlebnis mit Risikominimierung für den Snob von heute...
Die One Night Band aus Montreal sind dagegen keine Truppe für die schnelle Nummer, jedenfalls wenn man darunter versteht: Geht sofort ins Ohr und genauso schnell wieder raus. Der Bandname referiert eher auf die Gründungsgeschichte der siebenköpfigen Combo. Im Jahre 2003 fanden sich die Musiker eigentlich nur für einen einzigen Gig zusammen. Aber wie das manchmal eben so passieren kann: Aus dem Adrenalinkick des ersten orgiastischen Zusammentreffens wurde eine dauernde Beziehung. Seitdem bricht sich Abend für Abend die Vergnügungssucht Bahn. Zum Glück, möchte ich sagen! Die One Night Band ist eine großartige striktly neo-traditional Band, die in meinen Ohren zauberhaft die immer noch zu dünn besiedelte Region zwischen Hepcat, Slackers und Rude Rich & The Highnotes besiedelt. Eine fette Orgel, präzise Bläsersätze, mehrstimmige Gesangsmelodien und ein zielsicheres Gefühl für Stil katapultieren die bisher noch relativ unbekannte kanadische Band directamente in den oberen Bereich des Plattenstapels, der sich Dank meiner Unordnung immer vor meiner Stereoanlage türmt. Way back home ist vielleicht nicht die Platte für den Geschwindigkeitsrausch. Dafür haben die Stücke, ob der Schwerpunkt jetzt eher auf Early-Reggae, Rocksteady oder Jamaican Ska liegt, allesamt so viel Groove und sind von so beständiger Qualität, dass die Scheibe nicht so schnell im Regal verschwinden wird. Und weil’s so schön gemacht ist, verzeih ich der Band auch das Ken Boothe Cover (When I fall in love), auch wenn so etwas normalerweise verdammt nahe an Majestätsbeleidigung vorbeischrammt.

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Krizn | Do., 09. Aug 2007 | SKA

Was macht man, wenn man mit der eigenen Band nicht mehr weiter kommt? Richtig...man geht fremd und macht ne Soloplatte. Das dachte sich auch Tim Armstrong, Rancid-Frontman und Labelchef bei Hellcat. Da der Mann die Zeichen der Zeit erkannt hat, umgab er sich mit den überaus talentierten Musikern der Aggrolites und zimmerte ein 10 Song Solodebüt zusammen.

Das Album war, als Dankeschön für die Fans, noch VOR dem eigentlichen Releasedatum schon komplett im Netz erhältlich. Ich halte nun ein dickes Digipack in meinen Händen. Also richtig dick. Denn die 10 Songs umfassende CD gibt es als DVD gleich noch mal dazu! Nette Idee, und für nen Zehner mehr als fair. Die Songs rumpeln in gewohnt dreckiger Aggrolites-Manier aus den Boxen. Dazu gibt es Tim Armstrong`s sehr eigenen Sprechgesang, der immer ein wenig leiert. Aber, das ganze funktioniert. Sehr gut sogar. Denn die Songs sind ziemlich tricky und setzen sich als fiese Ohrwürmer im Kopf fest. Einfach mal ausprobieren: Samstag mit Mutti einkaufen fahren und kurz vorher noch „Hold On“ hören. Der Ohrwurm setzt ein und ihr könnt Mutti beim Einkaufen die ganze Zeit beschallen. Beim Uptempo Stück „Into Action“ übernimmt den Refrain die 19 jährige Skye Sweetnam aus Canada. Eine Art Avril Lavine auf Rosa gepimpt, die dem Song einen eigenen Charme verleiht. Die Aggrolites agieren ebenfalls mit ihren Stimmen, allerdings nur im Hintergrund, was gerade bei meinem Favoriten „Among the Dead“ bestens zum Tragen kommt. Das Lied wäre eine Bereicherung für jede Aggrolites Show, die ja von mitgrölenden, begeisterten Fans lebt.

Das Experiment Tim Armstrong meets The Aggrolites ist in jedem Fall geglückt und vor allem das Paket mit CD+DVD stimmt. Bleibt zu hoffen, dass Mr. Armstrong vielleicht mal mit den Aggrolites über den Teich kommt und die Sachen auch live performt. Alle Videos der CD/DVD gibt`s übrigens auch online unter

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Gast | Mi., 25. Jul 2007 | SKA

Der bunte Zehner aus Göteborg erschien Ende 2005 auf der deutschen Ska-Bildfläche. Ihr Debüt Album, welches bei Grover erschien, war ein Best of der ersten 10 Jahre – die Masse an Hits auf diesem Silberling war schon fast eine Frechheit!

„12 Steps“, „Labba Labba“, „This one`s for you“, „All men á evil“ sind kleine Meisterwerke in Sachen Ohrwurm-writing, die einen schon beim Gedanken an ein neues Album wild zittern lassen.

Im vergangenen Jahr kam dann die neue Scheibe auf den Markt und das große Zittern war endlich vorbei. Schon bei „6 Pack“, dem Opener der CD, zeigen die UCSB Allstars gleich wieder, wo der Hithammer hängt. Wechselndes Tempo, starke Bläser, die vor allem beim Refrain mächtig Druck machen. War ihr Best of „Plug it in“ noch die perfekte Mischung aus Ska, RockSteady mit der gut dosierten Prise Pop, so geht es auf dem neuen Album noch vielseitiger zur Sache. „Too late for nothing“ ist ein ordentlicher Soulshaker. Bei „Murderous Son of a gun“ klingen sie dagegen wie die schwedische Variante von Seeed. Um der Vielseitigkeit noch die schwedische Krone aufzusetzen, schließt das Album mit dem melancholischen nicht-Ska Song „She`s a drug“. Nur vom Klavier begleitet, kommt man sofort in eine etwas nachdenkliche Stimmung und muss nach dem Ende des Songs die Repeattaste drücken, um mit „6 Pack“ wieder am tanzbaren Start der CD zu landen.

Alles in allem schafft man das eigentlich auch Unmögliche nicht, die Anzahl an Hits der Best of Scheibe zu toppen, hat aber mit „We could have been kings“ ein rundes, abwechslungsreiches und ein qualitativ auf sehr hohem Niveau befindliches Werk abgeliefert. Allen, die es verpasst haben, sich beim Easter Ska Jam dieses Jahr live ein Bild zu machen, sei gesagt: Platte kaufen, hören, lieben und beim nächsten Deutschlandgig die USCB Allstars nicht verpassen.

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Gast | Mi., 25. Jul 2007 | SKA

Old Friends ist eigentlich schon die Re-release des Debütalbums einer Band, die aus internationaler Sicht noch (fast) genauso jungfräulich dasteht, wie unser aller Benedikt... Und schon könnte ich mich über diesen Eröffnungssatz zereimern.

Denn die Expos haben es faustdick hinter den Ohren, aber wer weiß schon, res. wer WILL schon wissen, was so alles unter manchen Roben los ist, also Schluss mit den Vergleichen. Das sonnige Newmarket in Ontario, Kanada beschert uns eine schön dreckig-toughe Reggaeband, die genau jetzt an den richtigen Saiten der Offbeatnerds zupfen dürfte. Genau jetzt, wo innovative Umsetzungen des Early Reggae Erbes so begehrt sind, wie garantiert unnachweisbare Dopingmittel bei der Tour de France. Der intelligente Reggae mit durchgehend fettem Rhythmusgerüst – Mörderorgel, Bläser UND überwältigende Gesangslinien – ist wohl bisher eher durch einen unglücklichen Zufall nicht bis über den großen Teich bekannt geworden. Aber ich empfehle dringend, dass zu ändern. Uptempo Skastomper sucht man zwar auf Old Friends vergebens, aber darum geht es bei den Expos auch gar nicht: Neo-Traditional at its best, mit einigen Anleihen von den ganz Großen. „Little Red Hook“ wär so ein Song auf den auch die Slackers stolz wären, und den kann man sich z. B. auf der Myspace Seite anhören. Mehr sog I ned!

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Krizn | Mi., 25. Jul 2007 | SKA

Der Mieschka treibt sich in der Weltgeschichte herum und deshalb wage ich mich mal an die Scheibe. Hier gibt es ein, mit 56! Stücken vollgepackte, BestOf der Kultband INFERNO. Sie gelten

als Vorbilder der Hardcore-Szene im In- und Ausland. Auch Archi, ehemals Terrorgruppe, war mit dabei. Ein Stück Musikgeschichte auf Silberlingen, für alle "Musikhistoriker". Wer Hardcore mag, der kennt die Band und freut sich über rare Tracks und "Klassiker" auf den CDs.

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matthias | Di., 24. Jul 2007 | PUNK

Gipsy Punk aus New York. Gogol Bordello sind zurück, um im Siegeszug die Bühnen Europas zu erobern...

Im Kellerstudio in New York wurde gewerkelt und gefeilt und sicher jede Menge Alkohol konsumiert, bis dieses wüste Punkrock-Album das Licht der Welt erblickt hat. Aber was sag ich - Punkrock ja, aber nicht nur! Denn Gogol Bordello wären nicht Gogol Bordello, wenn die entscheidende Note in ihrer Mukke nicht der raue Ostwind aus ukrainischer Richtung wäre. Soll heissen, Punkrock gemischt mit wüsten Ostblockwurzeln – einen heisseren Cocktail kann es wohl kaum geben! Und so lässt sich das neue Album Super Taranta dementsprechend tanz- und mitgrölbar an. Die Songtitel „Forces of Victory“, „Alcohol“ oder Superhteory of Superverything“ sprechen da für sich. Ich würd sagen, kaufen und auf jeden Fall zum nächsten Konzert gehen, die sind nämlich bekanntlich die Bombe.

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Anne | Sa., 30. Jun 2007 | PUNK

Eine musikalische Reise von Kontinent zu Kontinent und zwischen Orient und Okzident.

Hier hat sich einer aber auf eine weiter reise beweben, denn Daniel Voss hat nicht nur Europa bereist, sondern auch exotische Länder wie Tibet, Afrika, Australien oder China. Musikalisch spiegelt sich das auf seinem zweiten Longplayer äusserst gechillt und zwischen Elektronik und Akustik pendelt dar. Die Eindrücke seiner Reisen verwandeln sich in Melodien und Beats und sind quasi die Souvenirs, die er uns von seinen Reisen mitgebracht hat. Downtempo vereint sich mit Jazz, afrikanischen Gesängen und Breakbeat und eine indische Liebesgeschichte wird sogar von einem Housebeat getragen.

Green Empathy ist nicht nur eine globale Verbindung von Musik, sondern auch eine globale Verbindung der Herzen. Es wird gesagt, dass die Aura eines mitfühlenden Menschens in der Mitte grün sei - die Farbe des Herzens und der Verbundenheit mit allem. Grünes Mitgefühl – ein Aufruf zu mehr Toleranz, Akzeptanz und Frieden - nicht nur in der Musik.

www.peacelounge.com

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Anne | Fr., 29. Jun 2007 | WORLDBEATS

Gewagt, Gewagt! Die Rockabilly Truppe versucht sich an einen unschlagbaren Song - Personal Jesus von Depeche Mode! Wer Rockabilly mag wird sich davon nicht schocken lassen, legen die Jungs doch eine gut gemachte, eigenständige Version auf den Silberling.

Leider fehlt auf der EP ein wenig Abwechslung, irgendwie merkt man bei den 3 weiteren Songs nicht so recht den Unterschied. Eine besser Auswahl hätte definitiv mehr gebracht, Talent haben Built4Speed nämlich. Es sind ja auch 3 gestandene Musiker die sich hier aus den verschiedensten Lagern der Musikwelt zusammengefunden haben. Und wer mir sagt, um wen es sich denn da so handelt, gewinnt die EP! (Verlosung beendet!!)

Zum reinhören lohnt sich die myspace Seite der Band:
http://www.myspace.com/built4speed1

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matthias | So., 17. Jun 2007 | ANDERE

Lustiger Horrorpunk aus Hollywood/Kalifornien ganz im Stile der MISFITS. Und vielleicht sogar noch einen Tacken besser als die aktuelle Formation um Jerry Only… Zwar werden auf den insgesamt 13 Tracks die Genreüblichen Themen durchgekaut, aber auf erfreulich erfrischende Art und Weise. Zwar denke ich, daß die Jungs live noch um Einiges besser sind aber auch die Platte lässt sich sehen und vor allem hören. Für düstere Horrorpunkabende mit Tomatensaucenflecken an den Wänden sehr gut geeignet.

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mieschka | So., 10. Jun 2007 | PUNK

Komischer Bandname für solch coole Mucke. Aus dem Raum Hannover kommt die Band mit Frauengesang, die den ein oder anderen Festivalbesuchern dieser Region sicher schon ein Begriff sein sollte. Die Rückseite vom Cover erinnerte mich erst ein bisschen an BAMBIX’s „What’s in a name“ wobei man hier doch eher FABULOUS DISASTER und Co. als Vergleich heranziehen sollte auch wenn sich hier doch 3 männliche Bandmitglieder befinden. Hier wird jedenfalls ordentlich aufs Gas getreten und es werden wundervolle Melodien mit eingängigen aber doch harten Gesang geboten. Gefällt mir. Mit dem Cover zusammen ein rundum gelungenes Werk.

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mieschka | Sa., 09. Jun 2007 | PUNK

Cooler Bandname, cooles Auftreten/Aussehen und coole Covergestaltung. Das fällt mir ein, wenn man mich auf die Berliner Formation um Frontmann Marty Neurotic anspricht. Nur mit der Mucke konnte ich noch nie so richtig was anfangen und das wird sich auch mit diesem Album nicht wirklich ändern. Live ist die Band ja ein Hammer. Aber irgendwie will der Funke auf Platte nichtwirklich zu mir überspringen. Klar, sie ist sauber produziert, und die ein oder andere Melodie geht auch ins Ohr, bleibt aber leider in den seltensten Fällen wirklich hängen. Schade. Was bleibt ist okayer Midtempopunkrock, den man sich hin und wieder geben kann, wenn man auf Arbeit nebenbei etwas Musik hören möchte, die nicht stört. Oder eben zum Zimmer aufräumen….

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mieschka | Sa., 09. Jun 2007 | PUNK

Ein neues World Changin Movement rollt an, und zwar in Form eines Schweizers mit jamaikanischen Wurzeln und brennenden Vögeln als Backing Band...

Hierbei handelt es sich um den Sänger Shabani (und seine Burnin Birds), der gern versucht, die Leute zum Denken anzuregen. Kritische und provokative Statements werden mit vielseitigem Reggae verbunden und stilfremde Klänge mit traditonellen Riddims kombiniert.

Eine durchaus relaxte Platte mit weiblichen Backingvocals, die die kritischen Texte von Shabani zwar vermittelt, aber nie zusehr den Zeigefinger erhebt. Dafür nimmt er das ganze viel zusehr mit einem lachen auf den Lippen.

Denn er sagt selbst: Die Leute fragen mich manchmal, was ich so mache, sage ich: „Ich will die Welt verändern.“ Dann lachen die Menschen jeweils. Ich auch. Ich finde Lachen etwas Wunderbares. Dann frage ich die Leute: „Warum lacht Ihr?“ und sie antworten: „Ja, das wollte ich auch einmal, die Welt verändern...“ oder „Das kann man gar nicht “ oder „Was willst du denn machen, häh?“ Ich antworte dann jeweils plump: „Ich möchte das Bewusstsein der Menschen wieder stärker ins Bewusst-sein rufen.“ - „und wie?“ dann entgleitet mir jeweils ein „Hallo Bewusst-sein...“ - Für gewöhnlich entsteht eine kleine Gesprächspause oder mein Gegenüber gibt ein verknorztes „Hmm“ von sich. Und dann fährt das Gegenüber fort: „Ja, aber...“ Und bei diesem „Ja, aber...“ freu ich mich immer, weil ich auch immer sage: „Ja, aber...“ wenn ich beginne weitere Sichtweisen und Möglichkeiten in Anbetracht zu ziehen. Shabani.

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Anne | Sa., 09. Jun 2007 | ANDERE

All-Girl-Band aus Schweden. Und, mein lieber Herr Gesangsverein, legen die los. Von der „Katze“ aus dem Bandnamen ist hier nicht viel übrig geblieben. Viel mehr gehts hier voll in die Eier. Denen will ich lieber nicht nachts auf der Straße begegnen. Ich glaub, die würden mich auf dem Weg zur Party sicher mit irgendeiner Karre umnieten, so sehr Vollgas wie sie hier geben. Aber mal ehrlich. Die Texte sind der Hammer! Lustig, ironisch und in jedem Fall ehrlich. Und dazu eben dieses Geknüppel. Herrlich. Nichts für schwache Gemüter! 11 Songs-13Minuten das sagt alles…

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mieschka | Do., 07. Jun 2007 | PUNK

Also für Irish Folk bin ich ja als alter Irlandfan immer seeeehr empfänglich. Ob das mal punkig ist wie bei den PORTERS oder den POKES oder eher ursprünglich wie hier bei den SANDSACKS. Ich stell mir gerade vor, wie sie auf „Bunratty Castle“ zum deftigen Essen aufspielen und aus alten Hörnern ihren Met, naja - eher Whiskey - trinken. Wer da so ähnlich denkt und fühlt wie ich, wird von den SANDSACKS schwer begeistert sein. Hier gibt es überwiegend Traditionals, eigenständige Songs, vor allem aber wundervolle Melodien, die einen wehmütig an die grüne Insel denken und trotzdem das Tanzbein schwingen lassen. Mein nächster Trip wird wohl wieder mal nach Irland gehen…

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mieschka | Do., 07. Jun 2007 | ANDERE

Gut produzierter, allerdings nicht wirklich beeindruckender Pop-Rock aus Deutschland. Zwar gibt es hier und da ein paar Kracher, wie das punkige „E.G.O.“ ansonsten verliert man sich eher im gesunden Mittelmaß. Sicher ne gute Liveband, auf Platte aber doch etwas zu eintönig. Haut mich nicht wirklich um. Dann doch lieber KAISER CHIEFS oder MANDO DIAO…

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mieschka | Do., 07. Jun 2007 | ANDERE

Cooles Demo aus Eigenproduktion! 6 Songs lang und in schöner/schnöder Punk’n’Roll-Manier… Die 3 Herren kommen aus Oranienburg b. Berlin und wissen ganz genau, was sie spielen wollen… Einflüsse gibt es eine ganze Menge und mir würden hier auf jeden Fall zuerst die TOY DOLLS aber auch die STRAY CATS einfallen. Dazu auch noch alter Ostpunk und früher 80’er Jahre Punk aus England und Amerika. Ziemlich große Bandbreite, wa? Naja. Is aber nun mal so. Gesungen wird auf Englisch, was manchmal vielleicht etwas holperig klingt, was aber auch durchaus beabsichtigt sein könnte. Auf jeden Fall sollten sich die, die an guten Punkrock aus Brandenburg interessiert sind mal das Teil hier zulegen. Es ist toll aufgemacht und soweit ich weiß auch limitiert.

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mieschka | Mi., 06. Jun 2007 | PUNK

Also der Bandname ist ja schon mal der Hammer. Da hatte ich ja schon mal ein Lächeln auf den Lippen, bevor ich die CD überhaupt gehört habe. Humor besitzt die Truppe also schon mal. Und das spiegelt sich auch in ihren Texten und der Leichtigkeit der Musik wider. Netter Offbeat-Ska-Rock mit deutschen Texten. Wirklich nett anzuhören und für die ein oder andere Party bestens geeignet…

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mieschka | Di., 05. Jun 2007 | SKA

Saugeiler, minimalistischer, deutschsprachiger Punkrock! Man könnte meinen, dies seien hier verschollene Aufnahmen aus den 80’ern, wenn da nicht die themenaktuellen Texte wären, die allerdings wohl auch noch in 10 Jahren Gültigkeit besitzen werden. Das hier ist echter Punkrock! Die zehn Lieder sprengen nicht einmal die 2-Minuten-Grenze, womit der Spaß leider auch schon viel zu schnell vorbei ist. Wie ich das hier so erkenne, hat hier bei FRONT auch der Falk vom GESTRECKTEN MITTELFINGER-Fanzine seine Finger im Spiel. Wer seine Hefte mag wird hier, mit Musik untermalt, voll auf seine Kosten kommen. Großartige Platte!!!

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mieschka | Di., 05. Jun 2007 | PUNK

Hui. Na hoffentlich fliegen da keine schwarzen Vögel rum, wenn ich Anfang August Hollywood besuchen werde. Das aber STRUNG OUT seit jeher Missstände anprangern ist ja kein Geheimnis. Und das beweisen sie auch wieder auf ihrem neuesten Longplayer. Schön, daß es sie noch gibt, die alten Recken und freue mich, daß sie mich wie immer mit ihrer Mucke neu beglücken. Großartige Abwechslung im Gegensatz zu früheren Alben kann man natürlich nicht erwarten. Aber warum auch, wenn man immer auf konstant hohem Niveau unterwegs ist… 12 Stücke gibt es, die Euch den Tag definitiv versüßen werden….

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mieschka | Di., 05. Jun 2007 | PUNK

Kurze, nur 4 Tracks enthaltene, Mini-CD. Schade, jetzt wo es anfängt richtig Spaß zu machen, ist die Platte zu Ende… Die Jungs und Mädels habens auf jeden Fall richtig drauf und an keiner Stelle klingt hier irgendwas gezwungen. Das ist lässig!!! Und das auch noch in jeder Hinsicht. Das Englisch wirkt nicht holprig und wenn man gar keine Lust zu singen sondern nur zum Tanzen hat, lässt man eben den Gesang weg und schreibt ein wunderschönes Instrumental wie hier Track Numero 4. Bitte mehr davon. Bald!

mieschka | Di., 05. Jun 2007 | SKA

Achtung, bitte anschnallen. Wir setzen zur Notlandung an… Endlich das neue Album der SHOCKS aus Berlin. Wie lange habe ich mich darauf gefreut… Am Anfang ist es ein wenig gewöhnungsbedürftig, da es nicht ganz so mit Hits gespickt ist, wie der Vorgänger „Bored to be in Zero 3“. Aber trotzdem sind wieder einige Perlen enthalten, die nur von den 3 kaputten Typen kommen können. 77’er Punk mit deutschen Texten vom Feinsten und Themen, die nicht schon 1000mal durchgekaut worden sind. So wünsche ich das mir. Natürlich besteht hier oberste Kaufpflicht!!!

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mieschka | Mi., 30. Mai 2007 | PUNK

KATJAA habe ich zum ersten Mal auf dem „Strandgut-Sampler III“ gehört und war sofort hin und weg. Mit ihrem eingängigen Pop erinnern sie nicht selten an WIR SIND HELDEN und Co. Nur eine Spur rotzige durch den Berliner Akzent. Was aber nicht heißt, daß Sängerin Kumari Wollenweber nicht singen kann. Ganz im Gegentum. Bezaubernd schön ist sie - die Stimme - und kann mir jeden noch so regnerischen Tag versonnen… ;-) Auf dieser CD spielen sie leider UND Gott sei Dank unplugged. Ich hätte noch eigentlich gern viel mehr Songs gehört, die so rockig rotzen wie auf o.g. Sampler. Aber das kommt sicher auf der nächsten Platte. Oder eben hoffentlich. Und andererseits hört man aber auch wie gut und schön die Band spielen kann. Wer also auf Rock UND seichte, schöne Musik steht, ist mit KATJAA bestens bedient.

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mieschka | Mi., 30. Mai 2007 | ANDERE

Wird aus DRITTE WAHL jetzt DRITTE QUAL??? Ich mag die Herren aus Rostock ja sehr sehr gerne und steh damit sicher nicht allein da. Aber wer braucht denn die gesammelten Singles!? Da kann man sicher Unkenrufe laut werden hören, die von Kommerz, Ausverkauf und ähnlichem reden. Erst die eigenen Songs nochmal auf Englisch rausgebracht, dann eine oder eben zwei Liveplatten und nun das? DW sind doch nicht irgendeine Popband…. Naja, ganz so schlimm ist es nicht. Und sicher, hier gibt es einige Songs erstmals auf CD. Und sicherlich brauch ich die Platte nicht wirklich, weil ich die ganzen Sachen eh einzeln besitze, was für die jüngere Generation vielleicht nicht so einfach ist. Aber eigentlich würde ich mich viel mehr auf was richtig Neues von den Herren freuen… Naja, wenigstens gibt es einen unveröffentlichten Song. Also, Jungs. Bald möchte ich mal wieder was wirklich Neues hören! Schöne Grüße nach Rostock…

mieschka | Mi., 30. Mai 2007 | PUNK

Da schließen sich Kreise… In den Anfangstagen des deutschsprachigen Punks veröffentlichten ABWÄRTS mit „Amok Koma“ eine der legendärsten Alben dieser Musiksparte überhaupt. Und 2007 schlagen sie mit „Rom(a) Amor“ zurück. Ungewohnt poppige Klänge findet man hier, die aber zu keinem Zeitpunkt textliche Tiefe und Härte vermissen lassen, was mit Sicherheit an der kongenialen Konstellation Frank Z./Rodrigo Gonzales liegt. Ich bin jedenfalls schwer begeistert, was ich zuerst nicht wirklich gedacht hätte. Denn obwohl ich die in Hamburg gegründete Band zum Teil gern gehört habe, konnte ich mich nie vollends mit ihnen identifizieren. Das kam erst mit den Jahren. Momentan lese ich auch wieder ein Buch aus der Zeit, wo die Protagonisten dieser Band, Ex-Mitglieder und Weggefährten auch zu Wort kommen. Und dann fügt sich so ein Bild zusammen. Da steckt viel dahinter, wofür man empfänglich sein muss. Was in dieser schnelllebigen Zeit nicht immer gegeben ist. Wenn Ihr Euch mit dieser Musik und Band beschäftigt, was eine gewisse Zeit dauert, kann man für sich viel mehr rausholen, als man selbst gedacht hat und einem irgendeine x-beliebige D-Punkplatte bietet. Es lohnt sich wirklich und bei mir läuft sie Scheibe auf Heavy Rotation.

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mieschka | Mi., 30. Mai 2007 | PUNK

Babylon is where we belong! Das Cargo Orkestar bringt uns eine Fracht aus Jugoslawien über die Grenze, die geladen ist mit verschiedensten künstlerischen Einflüssen, mit Melancholie, Rock und Kommentaren zur Globalisierung...

Dargo Rundek könnte dank seiner tiefen, rauhen Stimme auch direkt mit Tom Waits oder Jonny Cash verglichen werden. Ein Sänger, der die Welt in seinen Lieder darstellt wie er sie sieht. Da taucht eine Ansage der Berliner U-Bahn auf, irgendwo hört man einen osteruopäischen Strassenmusiker vor sich hinmusizieren, das nächste Stück verzetzt uns ans Mittelmeer und stellt den Badeort-Tourismus aus der Sicht der Einheimischen dar. Von dort aus werden wir über Folksklänge an die Wirren des jugoslawischen Bürgerkriegs erinnert und danach geht es schon wieder zurück in die jetzige Zeit, wo Darko Rundek und seine Orkestar über die Internetmanie, die Konsumgesellschaft und die Globalisierung musikalisch verpackt berichten.

Eine kleine Reise über die Grenzen von Jugoslawien heraus, die Darko Rundek selbst schon vor geraumer Zeit verlassen hat, um nach Paris zu ziehen. Und auch seine Band ist ein Verbund aus Kreativköpfen aus den verschiedensten Stil-Richtungen. Die Violinistin Isabel kommt aus der Schweiz und hat einen breiten Erfahrungsschatz in der klassischen und Neuen Musik und im Free Jazz gesammelt. Der Elektronik-Musiker Vedran Peternel hat mit Darko Rundek zusammen während des Bürgerkriegs zusammen Radiosendungen von einem Lastkahn in der Adria gesendet, die Video-Künstlerin Biljana Tutorov untermalt die Auftritte der Künstler visuell und die Multiinstrumentalisten Dani Pervan und Dusan Vranic ergänzen das Ensemble auf beste. Für die Tour wurde sogar noch Unterstützung aus Frankreich und Portugal dazu geholt, durch den Trompeter Emmanuel Ferraz und den Double-Bass Spieler Bruno Arnal.

www.piranha.de

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Anne | Mi., 30. Mai 2007 | ANDERE

Es klingt mir noch in den Ohren: Bereits im Mai 2005 lies Posaunist Thomas im Interview durchsickern, da könne ein neues Zebra im Busche sein. Damals war man sich aber ganz und gar nicht sicher – es waren die ersten Konzerte nach einer zweijährigen Bandpause – ob es ein richtiges Studioalbum werden sollte oder vielleicht „nur“ eine Liveplatte, oder gar nichts…

Ich kann nur sagen: Zum Glück ist es ein vollwertiges (ohne Körner) neues Album geworden, denn Little Planet bringt uns sicher von Montego Bay zum Asteroiden B612 und wieder zurück. Schöner Flug! Ich beehre sie gerne wieder… Die fünfte reguläre Platte der sieben Herren aus Dresden, Leipzig und Berlin schließt nahtlos an die bewährten schön schwofenden Yellow Umbrella Melodien an und ist darüber hinaus aus einer überzeugenden Bandbreite an Zutaten gegossen: Rocksteady, Reggae, Neo-Traditional, dazu das beste aus Jamaika und Osteuropa, so weit gebe ich der Beschreibung vom bandeigenen Label Rain Records völlig recht. Außerdem einige ungewöhnlichere Einflüsse: Dr. Ring-Ding zeigt auf einem Track („Germaican“) was er kann, was er immer wieder kann. Dass es Thomas’ Idee war, das Beatles Cover „Wait“ so schön neu zu inszeniert, kann ich nur wild vermuten. Was aber auch ohne Blick in das lobenswert dicke Booklet mit den kompletten Texten klar ist: Bei „Since you’ve been gone“ hört man die Feder von Alex Buck und damit die Nähe zum Court Jester’s Crew Sound deutlich heraus und swingt postwendend ab in Richtung sonnenbeschienener Lieblingspark. Und überhaupt kriege ich so manchen Ohrwurm nicht mehr aus dem Kopf: Vor allem „Energie“. Meine Güte, der ist vielleicht fies hartnäckig!
Trotzdem bin ich nicht völlig zufrieden. Ja, schon: Auch „Little Planet“ ist eine echt fette Scheibe, Bud Spencer wäre neidisch, aber ich komme nicht darum herum, einen Rest Miesepetrigkeit zu bewahren: Irgendwie klingt der Studiosound bei Yellow Umbrella immer ein kleines bisschen zu dünn, zu trocken, um mich wirklich komplett umzuhauen. Das ist übrigens Live ganz anders. Da gibt es wenige Bands in vergleichbarer Kategorie, die so viel Spaß machen. Keine Ahnung, woran genau das bei den Aufnahmen liegt – klingt das Schlagzeug zu sauber? Ist das Keyboard zu leise? Sind die Bläser zu zaghaft? Oder hat der Tontechniker gemurkst? Ich weiß es nicht. Irgendwas, das letzte Stückchen, fehlt eben, um die ganz große Energie auf Platte zu zaubern. Deshalb ist Little Planet zwar eigentlich zu gut, um im UEFA Cup verheizt zu werden, hat aber leider im letzten Moment die Qualifikation für die Championsleague unglücklich, wahrscheinlich ohne eigenes Verschulden und vielleicht sogar ein wenig unfair knapp verpasst. Welch Dilemma!

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Krizn | Do., 10. Mai 2007 | SKA

Und ein weiterer Beleg für den Ska-goes-World Ordner der glücklicherweise bald einmal aus allen Nähten platzt. Dallax bleiben mit ihrem zweiten regulären Studioalbum ihrer Linie treu und knallen uns swingenden Ska-Punk-Core um die Hüften, an dem sogar im Vergleich zu den bisherigen Veröffentlichungen noch ein bisschen gefeilt wurde.

Die Reisen nach Japan haben sich für das PorkPie Team offenbar doppelt gelohnt. Nicht nur, dass sie sich dort völlig überraschend und dementsprechend überwältigt einem Publikum aus Experten in Sachen Europäischer Ska gegenüberstanden und überall wärmstens empfangen wurden, nein, sie haben offenbar auch gleich fruchtbare Beziehungen knüpfen können und so soz. als Reimport viel versprechende Musik mit nach Hause gebracht: Mit Dallax aus Tokyo kommt jetzt ein Hochkaräter in den Rennstall, der beweist, dass Japan längst verstanden hat, was richtig guten Ska ausmacht und dass die Szene dort der unserigen in nichts mehr nachsteht (außer vielleicht in der traditionellen Ecke). Die PorkPie Edition des Albums vereint in einem Aufwasch das aktuelle Album der Japaner mit einem umfangreichen Überblick über das bisherige Schaffen der Band in einer Art Best of Auflistung von sage und schreibe elf Bonustracks. Ja, wo kriegt man denn so was heute noch? Schwerpunkt bleiben aber trotzdem eindeutig die neuen Songs auf Core Color, denn die sind tatsächlich mit viel Liebe, guter Produktion und Variationsbereitschaft eine in sich runde Sache geworden, die sogar mir altem Skapunk-Skeptiker die Freude in die Beine treibt. Dallax können eben mehr als simplen Bubblegum Offbeat: Nie wurde die Uptempo Gitarre mit einer derartigen Präzision gehackt, zumindest nicht seit dem Debakel um die Bandauflösung von the Skoidats. Kann sich noch jemand erinnern, wie sehr ich von der einzigartig bärigen Stimme von Mr. Black von TwoToneClub begeistert war? So ganz einmalig ist die Stimme seit heute offenbar gar nicht mehr, den Numb von Dallax kommt nahe dran. Respekt. Und dann gibt es ja zwischen den schweißtreibendsten Stücken auch noch die beiden Songs im astreinen Stile der japanischen Großhelden Tokyo Ska Paradise Orchestra. Wer es tatsächlich schafft, das weite Spektrum angefangen von diesen Superstars bis kurz vor die Voodoo Glow Skulls Klippe zu überbrücken, der kann kein schlechter Mensch sein.

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Krizn | So., 06. Mai 2007 | SKA

Jau, was soll ich sagen??? „Ex-TERRORGRUPPE“???? Nee, das würde dem Ganzen nicht gerecht werden… Diese Platte ist nämlich gar 200% punkiger als das was die TG zuletzt rausgebracht hat, was nicht zuletzt an Bennos (Ex-„XARECROWS“) charismatischen und rotzigen Gesang liegt. Die Lyrics sind simpler gehalten und gehen von vorn bis hinten in die Fresse. Persönlich, lustig und immer zum Nachdenken anregend. Nicht das dies die TG in letzter Zeit nicht auch gemacht hätte. Aber das klingt einfach viel ehrlicher und eben auch lustiger…. Vielleicht hatte ich eben das vermisst… Zum Booklet kann ich nicht viel sagen. Vorbildlich, wie immer aus dem Hause DESTINY, mit Linernotes versehen gibt es alle Texte und generell eben ein schickes Artwork. Und alles Weitere, was die Platte hörenswert macht, müsst Ihr schon selbst entdecken. Kommt sicher in meine persönliche TOP 10 des Jahres 2007. Und das will schon was heißen…

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mieschka | Di., 24. Apr 2007 | PUNK

Altherrenpunk aus den Niederlanden. Ganz nett gemacht und größtenteils im Midtempobereich angesiedelt, kommen die 6 Tracks dieser MiniCD daher. Reißt einen nicht unbedingt vom Hocker allerdings gibt es auch schlechteres. Die Band hatte sich 1989 gegründet, ein paar Jahre später wieder aufgelöst und sich nun mit 2 neuen Mitgliedern reformiert. Alte Fans der Band können sich daher freuen. Für mich isses eher durchschnittlich, solider Punkrock.

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mieschka | Di., 24. Apr 2007 | PUNK

Oh Gott. So einen schlechten, aber dennoch amüsanten Film habe ich lange nicht gesehen. Einfach göttlich. Mit viel Kunstblut wurde auf der 2003’er Vans Warped Tour dieser Film gedreht, wo alle, aber auch wirklich alle mitmachen. Das Publikum, die Bands und natürlich die Crew… Hier wird sinnlos gemordet und Blut verspritzt, daß Menschen mit schwachen Nerven durchaus hibbelig ums Herz werden könnte. Aber es ist ja alles nur Spaß. Und den hat man als Käufer der DVD gleich doppelt. Denn es handelt sich ja um 2 DVD’s. Auf der zweiten befinden sich dann noch Videoclips der teilnehmenden Bands, Behind the Scenes, Making Ofs, geschnittene Szene und noch viel mehr Blödsinn. Zum ersten Mal mit deutscher Synchronisation. Echt geil geworden. Danke Sunny Bastards. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil, der in Amiland längst erschienen ist…

mieschka | Mo., 23. Apr 2007 | DVD

Aha? Liegt denn meine Lieblings-Freizeit-Ramones-Coverband wirklich so sehr im Trend? Schön wäre es, wenn es viel mehr Bands geben würde, die wunderschöne Melodien mit bedeutungsschwangeren und intelligenten Texten verbinden würde. Im Indiebereich gibt es da sicher eine Menge. Doch im so genannten Mainstream ist das leider noch nicht der Fall, obwohl ich mir das manchmal wünschen würde. Aber andererseits bewahrt man sich ja so das „Alternativdasein“…. Jedenfalls machen die Oldenburger mit ihrem neuen Album, produziert von Altmeister Archi Alert - der sogar auch mal kurz zum Mikrofon greift, einen Riesenschritt nach vorne, obwohl ich natürlich noch immer in ihre „alten“ Sachen verliebt bin. Sie haben sich einfach ein bisschen verändert. Sind nicht stehen geblieben und das begeistert mich an der Platte am Meisten. Wer immer auch was anderes behauptet, daß hier ist immernoch Punkrock und solcher wie ich ihn immer mehr mag. Die Chöre erinnern mich übrigens manchmal an die HOSEN. Ob das jetzt positiv oder negativ zu bewerten ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich geb jedenfalls gern eine Kaufempfehlung ab.

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mieschka | Mo., 23. Apr 2007 | PUNK

Puh, Urlaub mit der TUI ist das hier nicht. Bei COMMON ENEMY aus Reading (Pennsylvania) steht das für “Trashing under the influence”. Und das ist auf den Punkt gebracht. 19 Songs, 20 Minuten. Alle Achtung. Für meine zarten Nerven eher nichts. Auch wenn ich mich mit den Lyrics durchaus anfreunden kann. Wer auf alten 80’er Jahre Hardcore steht und gern Skateboard fährt…Bitteschön…

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mieschka | Mo., 23. Apr 2007 | PUNK

N bisschen langsamer sind se geworden, die Mädels aus Seattle. Dennoch weiß mir auch das zweite Album der Band, veröffentlicht auf dem deutschen Trash 2001-Label, zu gefallen. Diesmal klingt alles ein bisschen unbeschwerter und lässiger. Alter Rock’n’Roll schimmert durch, der auch seine gewisse Rotzigkeit besitzt. Nur eben nicht mehr ganz so, wie auf dem ersten Album. Wer sich in dies verliebt hatte, sollte hier also erstmal vorab reinhören. Wer einer Band aber ein gewisses Maß an Weiterentwicklung zuspricht und sich an Platten erfreuen kann, die kein zweiter Aufguss des Vorgängers sind, dem könnte auch diese hier gefallen. Geschmackssache.

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mieschka | Mo., 23. Apr 2007 | PUNK

10 Jahre nach Gründung das Debütalbum der Frankfurter Oi’s!!! Im Prinzip findet man auf diesem Scheibchen neben 2-3 neuen Songs die Besten Lieder Ihrer Bandgeschichte als „Quasi-Best-Of“ zusammengefasst und das verspricht 14mal gute Laune & Party, auch wenn man manchmal auch zum Nachdenken angeregt wird. Kein typischer Oi! also, sondern durchaus auch mal was fürs Hirn dabei… Die Soundqualität ist super und das Vinyl erscheint in schickem, durchsichtigem Orange. Somit wird auch was fürs Auge getan. Jetzt müssen nur noch TELEKOMA, BOCKWURSCHTBUDE und PARANOIA nachziehen und wir haben endlich alle wichtigen Frankfurter Bands auf Platte….

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mieschka | So., 22. Apr 2007 | PUNK

Britisch-Amerikanische Kooperation. Je 7 Tracks gibt es je Band zu hören, die sich eine ganze Weile aus dem „Business“ zurückgezogen hatten, doch nun eindrucksvoll zurückmelden. Gewinner bzw. Verlierer gibt es niemanden so richtig. Vielmehr hauen beide Bands mal wieder so richtig rein. Jede auf ihre eigene Art und Weise. CF zuerst mit beschwingten, harten - doch durchaus tanzbaren - SkaPunk und anschließend LoC mit ihrem melodischen Hardcore und ihren seeeeeehr eindeutigen Lyrics. Das da bei einem Lied auch noch mal Yello Biafra zum Mikrofon greift ist da fast schon nebensächlich, so gelungen ist dies kleine Stück Silber, welches übrigens leider nur als solches erscheint. Geil!

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mieschka | Fr., 20. Apr 2007 | PUNK

4 Bands, 3x Deutschland (THE RUCKERS (Berlin), TESTOSTERON (hier scheint der Name Programm zu sein (Hamburg )), GUMBLES (Schwerin)) und einmal England (UNITED FRONT). Und hier gibt es ordentlich was aufs Fressbrett. UNITED FRONT eröffnen schon mal sachlich und auf den Punkt. Gefolgt von TESTOSTERON, die mir hier das erste Mal begegnen und nicht nur einmal an PÖBEL & GESOCKS erinnern… Die RUCKERS aus Berlin spielen dann hervorragenden Streetpunk wobei Sänger Markus den ein oder anderen vielleicht schon von den POKES bekannt vorkommen dürfte. Mit irischem Folk hat das hier aber gar nichts zu tun. Sie haben jedenfalls den letzten Lacher und immernoch was zu sagen (hatten wir das nicht gerade auch bei den TOWERBLOCKS???). Naja egal. In Sachen Irish Folk springen dafür die GUMBLES in die Bresche, die ein Loblied auf schottischen Whiskey singen und gleich mal mit Dudelsäcken einsteigen… Ganz vergessen wird das deutsche Bier dabei aber auch nicht… Mal deutsch, mal englisch wissen die Schweriner ein weiteres Mal zu überzeugen. Wie es die Platte insgesamt überhaupt auch tut. Rundum gelungen die Platte, die ursprünglich übrigens als „einfache“ Single erscheinen sollte. Dafür ist es dann aber doch ein bisschen mehr geworden. Gut so. Gibt’s irgendwann einen zweiten Teil?

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mieschka | Fr., 20. Apr 2007 | PUNK

Und hier mal wieder eine Review über hausgemachte Musik und einen Virtuosen eines INstruments, über das wir sonst nie etwas hören. Vorhang auf für Toni Iordache - den weltbesten Cimbalon-Spieler, nur leider schon verstorben...

Schon im Alter von vier Jahren hat tOni IOrdache angefangen von seinem Vater Cimbalon zu lernen und schon bald hörte sein gesamtes Dorf, ausserhalb von Bucharest, seinem unglaublich guten Spiel zu. Als junger Musiker wurde er alsbald durch ganz Europa, Asien und die USA geschickt um das sozialistische Rumänien zu präsentieren. 1970 wurde er allerdings kurzerhand ins Gefängnis gesteckt, da er seiner werten Frau von all dem musikalisch verdienten Geld einene Pelzmantel kaufen wollte. Aber nicht etwa wegen dem Pelz, sondern wegen der Fremdwährung, die bei sich trug. Da konnte ihm noch nicht einmal mehr der orchester-Leiter Florian Economu helfen, indem vor dem Gericht vorsprach und meinte: "Wir haben drei Gignaten in Rumänien, Nicolas Ceausescu (den Präsidenten), Ilie Nastase (den Rumänischen Tennis-Champion) und den Zimbalon-Spiler Toni Iordache! Wollen sie ihn wirklich wegen ein paar Dollars anklagen?"

Wie dem auch sei, Toni bliebe eine Weile im Gefägnis aber nichtsdestotrotz auch in Gedächtnis der Leute. Unbd zwar für seine unglaublich komplexen Solos, seine Talent in grossen Ensembles zu spielen, und seine Faible für orientalische Melodien und gehobenere Rhythmsstrukturen. Ihm war wichtig nicht nur schnell zu spielen, sondern immer auch eine sensible, emotionale Komponenet mit einzubringen. Durch sine Erkrankung an Diabetes verstarb er allerdings beriets 1988.

Ein traditionelles, virtuoses Album, was nicht unbedingt tanzbar ist, allerdings an eine alte rumänische Bar in den 70ern erinnert. Für alle die sich mit osteuropäischer Musik un abhängig des gängigen Hypes beschäftigen wollen.

www.asphalt-tango.de

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Anne | Fr., 20. Apr 2007 | ANDERE

Zweites Album der „Irish-Rocker“, das mir noch ein bisschen besser als das Debütalbum gefällt, zumal es sich hier diesmal zu 99% um Eigenkompositionen handelt. Lediglich eine Kofferversion gibt es diesmal zuhören. Und zwar Mike Ness´ großartiges „Cheating at Solitaire“. Was good old Mike allerdings mit Guinness und Irland zu tun hat kann ich nicht sagen. Dafür kann ich sagen, daß jeder der insgesamt 14 Songs ein Hit und rundum gelungen ist. Wer gern die POKES (wahlweise auch die POGUES) hört, einen Hang zu Melancholie aber auch zum Feiern hat, kann hier bedenkenlos zugreifen. Das Vinyl ist auf 500 Stück limitiert…

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mieschka | Do., 19. Apr 2007 | PUNK

Wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann ist es die unbeschwerte Leichtigkeit, die kompromisslosen Lyrics und das rastlose Touren der Dixie-(nein, damit meine ich nicht die Klos!)Punks von MAD CADDIES. Denn auch auf ihrem 5. Studioalbum bleiben sie sich selbst treu und versüßen einem jeden Zuhörer den Tag. Vielleicht geht es mit den sanft angeschlagenen Reggaetönen diesmal noch etwas ruhiger zu. Aber das macht einem gar nichts aus. Ich meine bei Temperaturen von bis zu 30 Grad im April, sieht man den Sommer schon in großen Schritten auf einen zu rennen. Und das scheint sich auch auf das Bandklima ausgewirkt zu haben. Produziert von Wayne Jobson wird hier ein sauber produziertes Album vorgelegt, das zu jeder Sekunde Spaß macht. Also holt Euch das Teil. Bereuen werdet Ihr es nicht.

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mieschka | Do., 19. Apr 2007 | PUNK

Balkan Beat Box sind ja mittlerweile auch hier bekannt. Was machen aber ihre Mitglieder, wenn sie gerade mal nicht Beat Boxen, um den Globus touren oder Parties veranstalten? Manchmal einfach ganz was anderes...

So wie Tomer Yosef. Der quirlige Sänger von BBB springt normalerweise wie ein angestochener Springfloh über die Bühne und rockt das Konzert was das Zeug hält. Nun braucht man zum Ausgleich aber bekanntlich auch mal etwas Ruhigeres, und was bietet sich da besser an, als gleich noch eine eigene Reggae-Band zu gründen? Gesagt getan, und mittlerweile erfreut sich die Welt an bereits zwei Alben.

Reggae zu machen ist an sich ja nichts besonderes und nicht unbedingt Grund vor Freude in die Luft zu springen. Interessant wird die Sache aber, wenn der Sänger aus Israel kommt und die Alben demzufolge komplett auf Hebräisch eingesungen wurden. Ich weiss zwar nicht warum, aber irgendwie geht es anscheinend in Israel rein partytechnisch mehr ab oder die Israelis sind generell ein sehr tanzfreudiges Völkchen, denn Say Something, das Debut, groovt ordentlich, auch wenn man kein Hebräisch versteht! Nix da mit nettem Kiffer-Sound im Background, nein das ist ordentlich weltmännische glücklich-mach Tanzmusik mit Hitpotential!

Schade nur, dass die Alben nicht in Deutschland erhältlich sind und bis jetzt nur in Israel vertrieben werden. Dafür gibt es aber Hörproben auf der Seite des New Yorker Studios www.vibromonk.com; eine Tour in Europa ist ebenfalls in Planung. Es lohnt sich also ersten reinzuhören und zweitens auf den Live-Auftritt zu warten!

www.phonokol.com
www.vibromonk.com

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Anne | Do., 19. Apr 2007 | WORLDBEATS

Coole Band, die mich teilweise an SYSTEM OF A DOWN erinnert. Wenn auch meist nur in den ruhigen Passagen. Ansonsten wird hier schon ordentlich gerockt und gefrickelt. Ganz wie beim „großen Bruder“. Auch die Aufmachung ist sehr avantgardistisch, daß das Herz springt. Solltet Ihr unbedingt mal reinhören. Die Finnen haben eben schon immer Sinn für obskures gehabt. Geil.

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mieschka | Di., 17. Apr 2007 | ANDERE

Haha.Von wegen Antichorus…. Chöre gibt es hier eine ganze Menge. Und sogar richtig gute. Vor dem Einlegen der CD zweifelte ich ja ein bisschen. Ich hatte heute keinen Bock auf schlechten Punkrock. Aber die Sorgen waren völlig unbegründet. Denn die Österreicher habens mächtig drauf. Schön gespielter Punkrock, wo in keinem Moment die Härte fehlt. Und auch textlich gibt es keinen Ausall zu verzeichnen. Was will man mehr? Klasse Platte!

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mieschka | Mi., 04. Apr 2007 | PUNK

Wir kennen noch alle die berühmte Italo-Popwelle, von der man sich nicht verstecken konnte. Das nervte! und trotzdem erwischt man sich ab und zu beim mitsummen, falls irgendwo Musik aus dieser Richtung schallt.
Im meinem Cd-Player dreht nun gerade eine Scheibe ihre Runden, die definitiv Pop ist, aber nicht nervt! Aus der Weltmetropole (#hüstl!) Popoli in Italiens Zentrum kommen "Aqua Calientes", sie mischen Pop mit Ska, Beat und Funk Musik. Passend zum Frühling gibt es nun die Möglichkeit gepflegte Musik mit itailienischer Sprache zu genießen. Das bringt gute Laune.

Wie gesagt: Es ist Pop! Doch wir wären nicht "VoiceOfCulture", wenn wir nicht auch offen für Bands jenseits, der festen Ska, Punk, Worldbeats Schubladen achten würden. Dem geneigten Hörer kann ich nur diese Platte empfehlen, wenn man mal entspannt gut gemachte Pop-Musik genießen will. Mehr zur Band kann man unter: www.aguacalientes.it erfahren (leider bis jetzt nur in italienisch!)

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matthias | So., 01. Apr 2007 | ANDERE

Während wir vom VOC uns darüber Gedanken machen, ob wir für unsere Printausgabe den grünen Streifen des Covers auch mal schwarz oder andersfarbig machen können oder - zwecks CORPORATE IDENTITY - so belassen sollten haben sich meine damaligen (und noch heutigen) Helden on FLUCHTWEG reformiert. Das war ja eine Überraschung, obwohl sie ja immer wieder mal ein Geheimkonzert im kleinen Kreise gegeben haben. Ich erinnere mich da an „10 Jahre NO EXIT“ oder Berndes Geburtstagsparty letztes Jahr im „U 5“. Da hatte sich schon abgezeichnet, daß es bald wieder was von den alten Herren aus Berlin zu Hören geben wird. Unterstützt von einem neuen, blutjungen Schlagzeuger, liefern sie 11 neue Tracks, die mich wieder ins Schwärmen geraten lassen. Gewohnt gute Texte und mitreißende Melodien sind ja nun mal das Markenzeichen von FLUCHTWEG und so eine CORPORATE IDENTITY lass ich mir gern gefallen. Stücke wie „Kein politischer Mensch“, „MS Dieter Bohlen“ oder „Was Du nie vergisst“ gehen direkt ins Herz und laden zum Mitsingen ein. Ach was. Das ganze Album könnte ich stundenlang hören. Willkommen zurück, meine Herren. Habt Dank. Ich freu mich.

mieschka | Di., 27. Mär 2007 | PUNK

..so heissen die exilierten sephardischen Juden, die nach Inquisition aus Spanien vertrieben wurden...

Ihre Musik ist im Mittelalter entstanden und wurde vorwiegend von den Cancioneros an den Fürstenhöfen vorgetragen. Danach verbreitete sich die Gesangstradition von Spanien nach Marokko bis hin in Teile des Osmanischen Reichs nach Griechenland, Jerusalem, den Balkan und Ägypten. In jeder Region passte sich die sephardische Musik den bereits existierenden Klängen an, sodass mit der Zeit nordafrikansiche Hochtöne, Balkanrhythmen und türkische Einflüsse mit einliessen. Die Sänger waren meist Frauen, die bei der Hausarbeit sangen.

Los Desterrados sind nun eine Band aus London, die die alte Tradition der Sepharden wieder aufgreift und als neue Generation das alte Ladino-Judäo Erbe mit Flamenco-Einflüssen neu interpretiert.

www.losdesterrados.com
www.beatsinternational.com

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Anne | Di., 27. Mär 2007 | WORLDBEATS

Soul, Funk, House und Afrosound...das ist Raw Artistic Soul.

Phil Kullmann ist Percussionist, Remixer und Produzent aus Köln, und hat sich auf die Fahnen geschriebn, Weltmusik Salon- bzw. Lounge-fähig zu machen. Obwohl ich nicht so ganz versteh, wieso das ganze dann -raw- heisst. Wie dem auhc sei, nette Club bzw. Lounge-Tracks die mit Kollaborationen von John Gibbons, Wunmi oder Edisney Portales Vega zählen varieeren von Chill-Out-House zu Flamenco und Afro und Jazz und zeigen, dass hier jemand vielseitig interessiert ist. Für meinen Geschmack klingen einige Tracks allerdings etwas zu weichgespült und zu wenig variiert, obwohl das eventuell mit Lounge-Faktor zu tun hat, was nicht ganz mein Metier ist. Pa La Loma und Abanio sind allerdings Songs, die sich sehen lassen können.

Im grossen und ganzen für mich zu soft und nicht abwechslungsreich genug, auch wenn es eine gute Produktion ist.

www.gogo-music.net
www.beatsinternational.com

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Anne | Di., 27. Mär 2007 | WORLDBEATS

Groovy! Da kommt mal wieder funkige Tanzlaune auf und die Hüften wackeln von ganz allein.

Fort Knox Five sind ja für ihr DJ-Könnertum bekannt und waren nciht umsonst mit Black Eyed Peas, den Beatsie Boys und Gwen Stefani auf Tour. Da verwundert es auch nicht, dass die Compilation mit den besten Stücken von heute und früher, im Mix von den Fort Knoxern, etwas Feines sein muss. Und so ist es auch: Funk, Groove, Latin, Boogie, Afro, Electro - Fertig.

Sehr schön.

www.fortknoxrecordings.com
www.beatsinternational.com

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Anne | Di., 27. Mär 2007 | WORLDBEATS

Dancehallsmasher!!! Das Wien ein reicher Nährboden für Beat- und Dublastige Musik ist, wussten wir ja schon immer, aber hier legen zwei Produzenten- und DJ-Künstler nochmal eins drauf...

Makossa und Megablast sind schon seit Jahrzehnten wahre künstler hinter den Plattentellern und haben schon so einige DJ-Contest gewonnen. Denn Fela Kutis Afrobeat ist gar nicht so weit von der modernen elektronischen Dance-Musik entfernt, wie manche immer meinen! Neben den DJ-Jobs ist Makossa noch als Musikchef des Österreichischen Radiosenders FM4 tätig und hat Remixe für Uptight und andere Wiener Formationen gemacht. Megablast war lange Zeit Mitglied der Hip-Hop-Crew SHF und machte sich als DnB und Partybreaks-Produzent bei Luv Lite Massive und als Solo-Artist einen Namen. Die zwei in Kombination ergeben zusammen natürlich ein Erfolgsteam, das rein musikalisch gesehen nicht viele Wünsche offen lässt.

Afrobeat paart sich mit sphärigen Dub-Einflüssen, nimmt ein paar Breaks mit rein und lässt Menschen aus aller Heren Länder darüber singen. Globale Musik trifft auf Dance-Tunes und lässt die Partystimmung steigen. Yeah! So sollten die Platten der Neuzeit klingen.

Dazu gibts dann auch nichts weiter zu sagen. Da haben zwei Kreativlingen die Sache mal genau auf den Beat gebracht.

www.g-stoned.com
www.beatsinternational.com
www-makossa-megablast.com

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Anne | Di., 27. Mär 2007 | WORLDBEATS

Punkrock und Dance-Party in einem? Geht nicht? Geht doch. Ein One-Man-Show hat sich zur Aufagbe gemacht Gegensätze zu verbinden und die Leute ordentlich zum tanzen (oder auch pogen) zu animieren. Rocko Schamoni on Ecstasy und Justin Timberlake des Underground in einem - Casa Electro Novo...

Seit fünf Jahren trägt Smith seine Show so von Oslo nach Madrid und den Rest Europas und hat sogar schon als Support für Madrugada gespielt. Mittlerweile spielt er auf Fashon-Shows sowie in Clubs, und es wird wieder einmal klar: Wer das entsprechende Konzept hat und sein Publikum bei Laune hält kann eigentlich allen Scheiss auf der Bühne veranstalten, wenns nur lustig ist! Und den entsprechenden Groove und Vibe hat der Herr Casa Electro Novo. Auch wenn es für meinen Geschmack manchmal zu sehr ins Elektronische abdriftet.

www.beatsinternational.com

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Anne | Di., 27. Mär 2007 | ANDERE

Genau! Denn wenn man nach Hause kommt, dann braucht man schöne, chillige Mukke von around the globe, die einen so richtig häuslich und doch cosmopolit werden lässt...

Und das hat der Tim Liebe Lee drauf. Der sammelt nämlich schöne Easy-Listening-Tunes. Dub, Trip Hop, Bossa, sphärische Klänge, Affengekreische im Hintergrund und Synthis. Das klingt dann zwischendurch ein bisschen wie der Soundtrack zum Loveboat, dann aber auch wieder wie der Sound der Wohnzimmerbar.

Und was will man mehr, wenn man nach Hause kommt?

www.beatsinternational.com

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Anne | Di., 20. Mär 2007 | WORLDBEATS

Neuer Balkansound! Juchu, die Welle geht weiter. Aber diesmal als Ska-Pop nR oll zum Bier trinken in der Eckkneipe von nebenan.

Guter Rocksound kommt ja bekanntlich aus Amerika oder England oder zumindest aus Schweden oder Holland. Da aber dieses Jahr alles auf dem Kopf steht und nichts mehr an dem Platz ist, wo es hingehört, kommt diesmal die neue Rockmusik aus Ungarn.
Nach ihrem Durchstarter-Hit Cyber Boy ging die Karriere von Little Cow straight nach oben und das Album bekam Gold. Die Jungs, die einst vom Lande kamen und ihre Band als Hobby betrieben, wurden auf einen Schlag berühmt und bewiesen den Radio-Stationen, dass selbst alternative Musik Hitpotential hat. Moderne Hochzeitsmusik nennen sie ihren Sound, der ein Mix aus Balkan, Ska, Rock, Pop, Brass und Dance-Tunes ist, der sie bis auf die besten Bühnen ihres Landes geführt hat.

Ein zeitloses Album mit verrückt-verträumten Texten und verrückt-verträumten Melodien, die Freude vermitteln und die Band ohne wenn und aber in den Vordergrund stellt. Gitarrensound a la balkanica.

www.eastblokmusic.com

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Anne | Mo., 19. Mär 2007 | WORLDBEATS

Auf diese Band wurde ich durch eine Aussage des Saxophonisten der Toasters aufmerksam. Vor ziemlich genau einem Jahr bei einem Konzert in Fulda meinte dieser lapidar, dass Westbound Train im Moment besser seien als die Slackers!

Wie bitte??? Hatte ich richtig gehört!? Besser als die momentan beste Ska-Band dieses Planeten? Das schien mir eine gewagte Aussage, welche mich aber
anstachelte, ein Auge auf die Jungs aus Boston zu werfen! Also hab ich mir schnellstmöglich das 2004 erschienene Album "Five to two" besorgt, um mir ein Bild von genau dieser Band zu machen, die besser sein soll als die New Yorker um Vic Ruggiero. Das Album ist recht gut - hat einige feine Songs...aber die oben aufgeführte These bestätigte sich nicht und meine Begeisterung hielt sich noch in Grenzen... Noch! Denn Mr. Rancid himself Tim Armstrong stolperte 2005 über ein Tape der Band, was ihn dazu veranlasste, die 7 Boston-Boys auf seinem Label Hellcat unter Vertrag zu nehmen. Seite an Seite mit den Aggrolites bzw. den Slackers gab es nun die Möglichkeit, die Musik einem weitaus breiteren Publikum nahe zu bringen. Und so wurde ihr dritter Longplayer "Transitions" im September `06 das Hellcat-Debut.
Und was für eins... Selten ein so geiles Intro gehört! Straßenlärm, Polizeiautos, Stimmen, Schritte, eine Tür öffnet sich und neben Spielautomaten vernimmt man die Gäste in einem Club. Blues wird gespielt, wird zuhörend lauter und boom.... Es reißt mir die Füße weg und ich bin mit "Please forgive me" mitten im Album. Was ist das für ein Ska-Hammer zum Anfang! Knapp 4 Minuten, die einem keine andere Wahl lassen, als zu tanzen. Wenn ich irgendwann mal groß bin und mein Geld hinter Plattentellern verdienen werde, ist dieser Song definitiv jeden Abend Pflicht. Danach wird’s mit "Good Enough" ein wenig ruhiger und die Stimme von Sänger Obi Fernandez kommt nun vollends zur Geltung. Tolle Harmonien, unaufdringliche Bläsersätze und eben diese unglaublich softe soulige Stimme machen das ganze Album zu einem Erlebnis. Dass es auch ohne Vocals geht, beweist das Instrumental "The Test".
Es ist unglaublich, aber ich habe seit Hepcats "The Spins" vom Album Push`n`Shove kein Instrumental mehr gehört, welches so sehr nach den Skatalites von vor über 40 Jahren klingt. Stichwort Hepcat: Alex Desert, ehemaliger Sänger eben dieser Band, ist wie schon auf der "Five to two" als Gastsänger am Start und bringt somit Hepcat auch irgendwie wieder auf einen Silberling.
In jedem Fall macht das Album Spaß und Westbound Train schaffen es, die Übergänge zwischen Ska, Rocksteady, Skinhead Reggae und Soul perfekt
zu vereinen und den Albumtitel "Transitions" quasi wörtlich zu nehmen. Noch kurz ein Wort zum Rocksteady Hit "I`m no different", welches
ja vorab schon auf dem Labelsampler von Hellcat zu hören war. Falls demnächst ein Abendessen bei Kerzenschein mit der Dame des Herzens ansteht sollte diese Nummer unbedingt im Hintergrund als Dauerschleife laufen. Zwei Sachen sind sicher: Das Herz der Frau (auch bei misslungenem Essen) und die Tatsache, dass sie auf dem Heimweg dieses Lied nicht mehr aus dem Kopf bekommt... Himmlisch!
Fakt ist, dass Westbound Train sich weiterentwickelt haben und mit zum Besten gehören, was es im Moment in diesem Genre zu hören gibt. Die Slackers stoßen sie zwar nicht vom Thron aber die Zukunft wird zeigen, wo der Weg mit Hellcat im Rücken hinführen wird. Macht euch selbst ein Bild denn im April ist der Westbound Train in Deutschland unterwegs und hält vielleicht auch an deinem Bahnhof...

Web: Band, Label
Gast | Do., 08. Mär 2007 | SKA

Balladen von Gesangs-Königen und Königinnen aus aller Welt, die Balkanklänge mit Flamenco, Percussion, Trompetenphrasen und bulgarische Gesängen verbinden und der Fanfare Ciocarlia jede Ehre erweisen...

Denn für diese Aufnahme ist das Aushängeschild des moderen Balkansounds durch Wald und Tal, Land und Stadt getourt, um die Künstler ihres verstreuten Volkes auffzunhemen und auf CD wieder zu vereinen. Was dabei heraus gekommen ist, ist ein Meisterwerk der östlichen Tanzmusik, die die Unterschiede der verschiedenen Kulturen, seien es die des Balkans, die Spanischen oder auch Französischen, einfach aufhebt und zu einem werden lässt: Ein Fest energiegeladener Klänge, wehmütiger Gesänge und wilder Rhythmen. Und es ist eine Erinnerung an Ioan Ivancea, den Senior-Klarinettisten der Fanfare, der im Oktober 2006 verstorben ist. Eine Reise von Serbien, Bulgarien, Bosnien, Mazedonien, Ugarn und Rumänien über Spanien bis hin nach Frankreich. FlamencoFusion mit BalkanFunk und Bulgarischer Percussion. Musik die tief ind alten Traditionen verwurzelt ist und doch immer wieder neue Energie vermittelt.

www.asphalt-tango.de

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Anne | Do., 08. Mär 2007 | WORLDBEATS

Er ist zurück! Auferstanden aus Ruinen quasi! In neuem Gewand und mit neuem Beat. Remixe und Neubearbeitungen der alten Hits des Vater des Funk und Soulbrother Number One - James Brown...

1933 im US Staat Georgia in grosser Armut geboren gelang es ihm sich selbst in den "American Dream" zu verwandeln und binnen zwanzig Jahren über 74 Hits zu schreiben. Die moderne Tanzmusik ward geboren und James Brown liess den Funk durch die Lande schallen. Mitte der 60er entwickelte sich der ganze Spass dann sogar zu einer Revolution in der Popmusik und Klassiker wie "Sex Machine" und "I got You" liessen die Fans im Rhythmus durch die Disko schaukeln. Es versteht sich von selbst, dass jemand der die Popmusik revolutioniert und alte Klichees von weich gespülten Radioklassikern vom Staub befreit, seine Fans, sein Ära und seinen eigen Stil prägt und von daher unsterblich wird, selbst wenn er schon tot ist.

Deshalb haben seine treuen Nachfolger nun eine paar ordentliche Remixe der besten Stücke des Godfather of Hüftschwungmusik aus dem Ärmel gezaubert, um die Musik nun den Hörgewohnheiten des modernen Tanzpublikums anzupassen.

Mit von der Partie: dZihan & Kamien aus Wien, Redaymade, Captain Funk, Jungle Funk, Mr. Drunk, Cornelius u.v.m.

www.couchrecords.com

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Anne | Do., 08. Mär 2007 | ANDERE

Das zweite Album vom kanadischen Folk-Singer/Songwriter führ ich mir hier gerade zu Gemüte. Und wie auch schon beim ersten Album von vor 2 oder 3 Jahren bin ich wieder mal mehr als begeistert. Einfach „Gute-Laune“-Mucke ohne Ecken und Kanten. Und dazu die hervorragenden Lyrics…. Toll! Für stürmische Frühlingstage bestens geeignet. Oder zur 5Uhr-Tasse Tee. Oder dem 16:30 Uhr-Keks. Das passt immer. Ick schmelz dahin…

Web: Band, Label
mieschka | Mi., 07. Mär 2007 | ANDERE

Wir haben eine neue Welle! Eine Skinheadreggaewelle! Ausgelöst von den in der Szene schon Kult gewordenen Aggrolites kommen in Europa nun neue frische Bands, die sich ebenfalls diesem Sound verschrieben haben!

Angeführt von Sänger Boss van Trigt, früher Bassist bei Rude Rich & The Highnotes, sind die Upsessions eine dieser Bands, die im Moment genau den Nerv der Hörer treffen. Für mich die Neuentdeckung des Jahres 2006, haben sie mit "The new Heavyweight Champion" ein Hammerdebut hingelegt, das den Vergleich mit den Aggrolites in keinem Fall zu scheuen braucht!
Eine CD! 14 Songs! 14 Hits! Das wäre die kurze Beschreibung dessen, was mir da ins Ohr und nicht mehr aus dem Kopf geht! Treibender Skinheadreggae mit einer richtig fiesen Orgel, einem wummernden Bass und einer Trombone, die in den richtigen Augenblicken
Akzente setzt! Instrumentals wie "Hooligan `69" oder "The Chambermaid" mit seinem genialen Intro hätten direkt aus der Feder von Lee Perry stammen können! Da schaut man irritiert auf die Rückseite des Album, ob dieses nicht doch 1969 produziert worden ist!?
Die Musik hat so viel Power, dass es einem vom ersten Song "Why you done me wrong" weg packt und bis zum letzten Song, dem Superkiller "Jackie Miller down", nicht mehr loslässt!
Wie gesagt ein klasse Debüt, das mehr erhoffen lässt! Schaut euch die Band an wenn sie in eurer Nähe ist oder legt euch "The New heavyweight Champion" zu, denn genau das ist diese Scheibe!

Web: Band
Gast | So., 04. Mär 2007 | SKA

The Dualers sind eine Ska-Band aus London, die man in Zukunft genauer unter die Lupe nehmen sollte.
2004 veröffentlichten sie ohne Label, Manager und irgendwelcher Radiopräsenz ihre erste Single "Kiss on the Lips" welche in den UK-Charts auf Anhieb Platz 21 erreichte!

Nach einer weiteren Platzierung in den Charts brachten sie im Juni 2006 ihren ersten offiziellen Longplayer "The Melting Pot" auf den englischen Markt! Leider ist dieses Album bisher in Deutschland nicht erhältlich und man kann nur hoffen, dass sich Grover diese Perle so schnell wie möglich unter den Nagel reißt! Denn was geboten wird, ist Jamaika-Ska mit einer Note Pop, ohne dass das Ganze an Authentizität verliert! Musikalisch sind die Dualers sehr gut mit den USCB Allstars vergleichbar und, genauso wie bei den Schweden, sind bei in dieser Band ebenfalls zwei Sänger am Werk, deren Stimmen nur so vor Soul strotzen!
Gemischt wird das Ganze mit eher ruhigen Reggaesongs, bei denen gerade die stimmliche Kraft so richtig zur Geltung kommt! Zwei alte Ska-Klassiker werden auch gecovert: "I won`t let you go" von den Blues Busters und "Ain`t that a shame" von Derrick Morgan, welche sich super in die CD einpassen! Aber die Kracher der CD sind die eigenen Ska-Stomper, "Money", "Jack the ripper", "Kiss on the Lips", "What a result"; allesamt Songs mit Hitpotenzial, was im Fall von "Kiss on the Lips" ja von der englischen Hörerschaft schon bestätigt wurde! Im März steht ein Deuschlandgig in Leipzig an und man darf hoffen, dass weitere folgen, so dass die Jungs sich hierzulande, vor allem wohl auch bei den weiblichen Fans, eine große Fangemeinde erspielen!

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Spoiler: So weit die Review unseres kompetenten Außenkorrespondenten Hagen. Und damit ist auch eigentlich alles wichtige, was es zu dieser Platte zu erzählen gibt, gesagt. Alles? Naja, eigentlich müsste man, um dem Phänomen Dualers gerecht zu werden, vielleicht doch noch ein Stückchen weiter ausholen. Weiter jedenfalls, als es im Zuge einer herkömmlichen Plattenbesprechung üblich ist. Also, für alle, die es wirklich wissen wollen (alle anderen beschweren sich einfach im Gästebuch):
Den Brüdern Simon (Si) und Tyber wurde gewissermaßen die Jamaikanische Musik bereits in die Wiege gelegt. Denn schon ihr Vater Bill Cranstoun höchstpersönlich war mit einem Sound System in London und darüber hinaus in Sachen Ska ganz groß unterwegs. Wen wundert es da, dass die beiden strammen Burschen zu einem herzerweichenden Duett heranwuchsen. Denn wer mit Klängen von Lord Creator, Stranger Cole und den Blues Busters aufgezogen wird, der kann ja nur einen guten Musikgeschmack entwickeln. Schon bald zogen sie also durch ganz England und trällerten als Gesangsgespann mithilfe einer mobilen Backgroundmusikanlage alte Jamaika-Hits in Fußgängerzonen und Einkaufszentren. Aus dieser Schaffensphase entstanden sogar zwei Compilations mit Coversongs, die bisher über 35000 mal verkauft wurden, und das ganz ehrlich und von Hand gestrickt, sprich völlig ohne Booker, Agent, Promoter und Kollegen. Das nenn ich Street-Credibility, da kann sich so mancher Punkrocker noch was abgucken. Man findet übrigens eine ganze Reihe von Videoaufnahmen begeisterter Passanten von solchen Straßenkonzerten im Internet. Man findet dort außerdem auch Belege dafür, dass Si und Tyber nicht nur mit Retortenband unterwegs waren, sondern sich ab und zu auch ein paar richtige Musiker leisten konnten. Der nächste Schritt war dann einfach: Gibt man Musikern ein paar Mal zu oft warmes Essen und einen Platz zum Schlafen, wollen sie nicht mehr hinaus in die kalte gemeine Welt und bleiben einfach da. Dann hilft nichts mehr und es muss eine Platte aufgenommen werden. Und an dieser Stelle fängt die eigentliche Review von „The Melting Pot“ an. Seien sie also so freundlich und schicken sie ihre Augen bitte wieder zum Beginn dieser Seite (sofern sie wie ich schon vergessen haben, was da eigentlich stand…)
Herzlich
Herr Krizn

Web: Band
Gast | So., 04. Mär 2007 | SKA

Geiler Punkrock aus Dresden, wie er sein sollte. Ohne Klischees, voll in die Fresse und mit textlichen und musikalischen Anleihen von NEUROTIC ARSEHOLES, KNOCHENFABRIK, TOCOTRONIC und/oder NO EXIT. Geiler Mix, wa? So isses aber auch. 7 Tracks gibt es leider nur auf dieser schön aufgemachten 10“. Aber die reichen allemal aus, um sich ein Bild von der Band zu verschaffen und endlich mal wieder guten, aktuellen, deutschsprachigen Punkrock auffe Ohren zu bekommen. Die Jungs sind alle so um die 20 Jahre. Die Band gibt es jedoch auch schon seit 5 Jahren. Daher haben sie schon ganz schön was auf dem Kerbholz. Da wird in Zukunft (hoffentlich) noch ganz schön was passieren. Vielleicht ist sogar schon eine neue Legende geboren?

Web: Band, Label
mieschka | So., 04. Mär 2007 | PUNK

Unglaublicher Krach, den ich mir hier am frühen Morgen antun muss. Brrr. Na, das wird ja ein Tag. Ein paar mehr oder weniger bekannte Japaner versuchen sich hier an ihren Instrumenten. Für Ihr Genre wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht. Erinnert mich teilweise ein bisschen an SYSTEM OF A DOWN. Jedoch ohne deren Genauigkeit und Sinn für unverwechselbare Melodien. Ein bisschen Wehmut, ein bisschen Gedresche und Gekreische und schon ist der Brei serviert. Für mich (heute) überhaupt nichts. Starten aber gerade so richtig durch und werden schon ihre Anhängerschaft finden.

Web: Band, Label
mieschka | So., 04. Mär 2007 | ANDERE

Netter Discopoppunk aus NYC. Wird im Waschzettel mit den RAMONES und BLONDIE verglichen. Dieser hinkt zwar ein bisschen. Nett anzuhören isses trotzdem. Oder auch lustig. Wie die Psychokiller-Coverversion. Das hört sich an, als ob Alvin und die Chipmunks nochmal auferstanden wären. Oder LOLITA No. 18, die vor Jahren gar mal durch Deutschland tourten und woher auch der Bezug zu Chinatown auch herrühren könnte. Discopunk scheint ja momentan „in“ zu sein. DOVER aus Spanien haben vorgelegt und auch einige andere Kapellen versuchen sich neuerdings in diesem Stil. In welcher Stimmung ich das aber hören könnte, bleibt mir ein Rätsel. Wird sich nicht so oft in meinen CD-Player verirren.

Web: Band, Label
mieschka | So., 04. Mär 2007 | ANDERE

Seit 16 Jahren existiert diese Kapelle aus dem Schwabenland schon und waren mit einer meiner ersten Berührungspunkte mit SKA. Daher ist dieses neue Album schon mal was Besonderes für mich. Trotz vieler Besetzungswechsel sind sie sich über die Jahre treu geblieben. Außer, daß man mitunter auch mal deutsche Text vorfindet. Was ihnen wirklich gut tut. Mal persönlich, mal mit einem weinenden Auge, aber immer tanzbar geht es hier zur Sache, so dass man als Fan dieser Musikrichtung nun wirklich gar nichts falsch machen kann.

Web: Band, Label
mieschka | So., 04. Mär 2007 | SKA

Die Band gibt es seit knapp 6 Jahren und bisher habe ich noch nichts von ihnen gehört. Aber das macht ja nichts, denn anders als andere Bands, die einen gleich mit Platten überhäufen, lassen diese Jungs sich Zeit und veröffentlichen mit „Bereit“ erstmal ihren zweiten Longplayer, der nicht nur als CD selbst sehr rund ist. Stimmige Chöre und Effekte, nicht überladen, auf einem gut akzentuierten Ska gelegt, daß es wirklich Spaß macht. Die Stimme ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Aber nach dem 2. Bier dürfte das auch keinem mehr was ausmachen. Die Lyrics, komplett in Deutsch, sind teils genauso skurril wie interessant, denn sie gehen teilweise wirklich weg von den üblichen Klischees. Bedienen sie andererseits auch wieder auf Vollste. Nee, fetzt schon. Abgerundet (Hui, hie läufts aber wirklich rund…) wird die Scheibe durch ein dickes, schön gestaltetes Booklet mit allen Texten und vielen Fotos, gebettet in einem schwarzen Pappschuber. Kann man sich wirklich mal zulegen, zumal sie sich für diese Eigenproduktion wirklich viel Mühe gegeben haben.

Web: Band
mieschka | So., 04. Mär 2007 | SKA

Yeah, eine meiner liebsten Lieblings-Finnenbands ist mit einer neuen Scheibe zurück. Natürlich mal wieder auf TUG Records erschienen… Und der Titeltrack ist schon mal der Hammer. „We are happy alcoholics….“. Wow, das mal so auf den Punkt zu bringen…. Cool. Das kriegen wohl nur die aussem Norden hin. Aber auch der Rest der Scheibe, die zwar im schönen Digipack - aber leider ohne Booklet daherkommt - kann wieder vollends überzeugen. Das hier ist kein „Haudrauf-Punk“. Hier geht es ruhiger zur Sache. Gern auch mal mit Klavier und Keyboard. Der Teufel steckt wie so oft im Detail. Und das sind die Melodien und die Texte. Wunderschön. Nicht das Ihr denkt, dieser Mieschka wird immer softer. Nee, ganz so isses nicht. Das macht einfach nur Spaß, weil hier Kopf hinter der Mucke steckt. Hört mal rein. Bitte! Achso, wer Vergleiche braucht... Ich würde sagen, ein guter Mix aus den KAISER CHIEFS und den UNDERTONES...

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mieschka | So., 04. Mär 2007 | ANDERE

Der zweite große Hamburger Coup im Hause Elmo. Nach K-Mob landen nun auch die jungen sympathischen Herren mit der großen Vorliebe für Humor und die leichten Seiten des Lebens im gemachten Bett des professionellen Plattenvertrages. Ja, ich weiß so einfach ist die Schwelle zum Weltruhm nicht zu erklimmen, aber „wer will das schon“ werfe ich mich sofort wieder bierseelig in die Brust. Szene und so.

Die Skatoons jedenfalls sind so eine Band, die ich zugegeben zuerst für den Kosenamen der Berliner Skatoon Syndikat hielt und die ich dann meinen Fehler einsehend und zugleich bereuend immer noch nicht mit der Aufmerksamkeit belohnte, die sie verdient hätte. Und so trifft mich „Am Arsch die Räuber“ relativ unvorbereitet. Ich hatte ja keine Ahnung, dass da im hohen Norden eine so vielfältige Band dahinschlummert. Eine Band, die mal ganz klar und einleuchtend wie Rantanplan klingt, dann wie the Ruffians oder El Bosso & die Ping-Pongs, ab und zu aber auch irgendwo zwischen Selig und Farin Urlaubs Racing Team ihre Wege pflastert. Trotzdem, auch nach Kenntnisnahme des neuen Albums bin ich nicht in der Lage, mir ein vernünftiges Bild der Band zu machen. Songs wie „Skinhead ohne Bart“ zeugen einerseits von einem beachtenswerten Sinn für Humor, auch von Liebe zum Text, dagegen geht mir „Scheisse“ scheisse-scheisse-scheisse schon beim zweiten Mal hören gewaltig auf den Nerv und penetrantes Gute-Laune-der-Sommer-ist-ja-so-schön-und-so-lange-die-Sonne-scheint-lass-uns-glücklich-sein hätte ich einer dieser pubertären Bravo Retorten-Bands durchgehen lassen aber so? Natürlich ist es löblich als Mensch mit politischer Überzeugung den Finger auf so manchen Missstand der Gesellschaft zu legen, aber bringt es uns wirklich weiter, einmal mehr festzustellen, dass Nazis dumm sind und wir sie deshalb nicht mögen? Also mir ist auch nach der Platte noch kein weiteres Licht aufgegangen.
Aber bestimmt bin ich ungerecht gegenüber den Skatoons, wenn ich mich so sehr auf die Texte konzentriere, viele Hörer werden sich ohnehin schon allein über die Tatsache freuen, dass es einen weiteren Versuch auf deutscher Sprache gibt. Musikalisch ist die Band jedenfalls eine ordentliche Ska-Punk Party wert. Immer wieder mit überraschenden und gekonnten Einfällen angereichert, mundet Am Arsch der Räuber sehr gut zu einem gut gelaunten Nachmittag mit Freunden und offenem Ende.

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Krizn | So., 04. Mär 2007 | SKA

Bestens. Absolut. Ich liebe diesen Dreck!

Ein echter Gigant (ehemals Tellerwäscher, so will es die Legende) diese Aggrolites, die sich da rasant vor uns allen aufgetürmt haben. Die fünf Musiker mit ihrer langjährigen Erfahrung mit jamaikanischer Musik, die sich bekanntlich als Backing Band für die ganz großen Nummern wie Derrick Morgan und Prince Buster zusammengefunden hatten, haben mit ihrem Debüt „Dirty Reggae“ eine Welle sonders gleichen losgeschlagen. Eine Welle, die endlich einmal wieder mächtig genug war, Begeisterungsstürme loszutreten, welche weit mehr als das übliche Häuflein eingeweihter Fanatiker bewegen konnten.
Die Aggrolites setzten Maßstäbe. Und sie wurden gefeiert. Und das, obwohl sie sich nicht der gängigen Szene-Klischees bedienten. Sie schwenkten weder die Rastafari-, weder Rude Boy- noch die Skinheadflagge und doch wurden sie von allen akzeptiert. Weil es eben der völlig neue Groove und nicht zuletzt die unglaubliche Live-Energie der Band war, die alle begeisterte. Ganz nebenbei wurde mit „Dirty Reggae“ übrigens auch gleich die passende Schublade dafür geschaffen. Und nein, ich stimme nicht mit vielen meiner Kollegen überein, die die Aggrolites kopfnickend und mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht so einfach unter "Reinkarnation des Skinheadreggae" abheften. Schön wär’s, aber so berechenbar ist die explosive Mischung nicht gemixt, die sich hinter dem kalifornischen Phänomen verbirgt. Klar, ordentlich Bass, eine hundsgemeine Orgel und ein dicker Reggaebeat sind ganz vorne mit dabei, aber die Aggrolites sind genauso wenig eine Neuauflage der Upsetters, wie z.B. die Slackers sich nach den Skatalites anhören. (So sehr sich Vic und Dave vielleicht auch darüber freuen würden.) Wie auch? Da liegen einfach gut und gerne 30 Jahre Musikgeschichte dazwischen. Schon allein deshalb ist klar, dass sich auch bei einer Band wie den Aggrolites, die sich ausdrücklich auf die jamaikanischen Wurzeln berufen, zwangsläufig eine ganze Reihe von Einflüssen in den kreativen Gehirnwindungen festgenagelt haben muss. Einflüsse, die darüber hinaus wie das Eichenfass zum Wiskey gehören und den exquisiten Genuss überhaupt erst ermöglichen.
Nagel Eins: Jesse Wagners Stimme zum Beispiel. Eine echt mächtige Röhre, quasi der Marshall unter den Reibeisenstimmen und dabei noch so viel Soul in der Kehle… Das ist weit mehr Punkrock als es sich Mister Perry hätte träumen lassen und trotzdem keine Pogoparty.
Nagel Nummer Zwei: Zu viel Soul, zu viel Funk, außerdem diverse Nuancen exotischer Einflüsse und sogar Restbestände aus der Hip-Hop Szene. Ja, das tut jetzt den Hardlinern richtig weh, aber so ist es. Auf der neuen Scheibe ist der Einfluss zwar dezenter geworden aber immer noch vorhanden. Wer gar nicht weiß was ich meine sollte sich mal „Pop the Trunk“ genauer unter die Lupe schieben. Dazu harmoniert übrigens Jesses quietschgelbe Trainingsjacke im Video exzellent. Ja, man könnte regelrecht sagen, die Aggrolites schließen damit den Kreis wieder! Es wächst vielleicht wieder zusammen, was einmal zusammen gehörte! Das wahre Back to the roots! Hip-Hop’s coming home! Ok ich schweife ab. Zurück zu der großartigen zweiten Platte mit ihren sage und schreibe 19 Tracks, die uns solche Hits wie “Someday”, “Fury Now” und „Countryman Fiddle“ bescherte. Bei "Love isn´t Love" wurde zwar von Rudy Mills´ "John Johnes" geklaut, das wiederum aber so geschickt, das geht schon klar: Auch ein toller Song. Ich finde übrigens, dass im Zuge von Nagel Nummer Zwei einer der wenigen aber schmerzhaften Kritikpunkte des Albums auf den Kopf getroffen wurde. Denn obwohl sich wirklich großartige Songs darauf befinden, wirken diese seltsamer Weise vom Plattenteller längst nicht so fett wie auf dem Livekonzert. Woran liegt das? Mich stört zum Beispiel ausgerechnet bei einem so herrlichen Stück wie „Countryman Fiddle“ der seltsame Klang der Orgel. Das Gebimmel klingt schon fast wie eine Steeldrum und, Absicht oder nicht, es verleidet mir fast diesen Song, der Live eine Offenbarung war. Schade. Der klassische Hammondsound hätte mir an der Stelle weitaus besser gefallen und auf die Exotik hätte ich hier locker gepfiffen.
Tja, ich könnte jetzt noch weiter nach Nägeln suchen, aber wir sind ja kein Eisenwarenhandel, deshalb schließe ich meine Beweisführung mit der zugegeben schlichten Behauptung, dass man erheblich zu kurz greift, wenn man die Aggrolites mit Skinheadreggae zu kategorisieren versucht; Was übrigens auch den enormen Erfolg weit über die Szene Grenzen hinaus erklären dürfte. DIRTY Reggae passt viel besser und umfasst sowohl den dreckigen Sound, die Punkrock Attitüde und all die vielen kleinen Verunreinigungen die den individuellen Sound erst so reizvoll machen. Und so kann ich endlich einmal wieder mit voller Inbrunst sagen: Ich liebe diesen Dreck!

Web: Band, Label
Krizn | So., 04. Mär 2007 | SKA

Und der Balkan-Hype lebt weiter...Die Jungs von den Balkanbeats lassen es mal wieder krachen...

Schon wie beim letzten Mal gehen die Songs sofort ins Gehör und ins Blut und lassen keinen still sitzen. Orientalisch-Indische Klänge vermischen sich mit Klezmer, Zigeunermusik und östlichen Elektronika und beweisen eins ums andere Mal, dass dem Balkan einfach ein ganz besonderer Spirit inne wohnt, der die Leute glücklich macht indem sie tanzen. Mehr braucht man da auch gar nicht, denn Besh O Drom, Deladap, Mitsouka und Konsorten sorgen für ordentlich Stimmung, ob sie nun vom Lande herkommen oder aus der Grossstadt. Die Essenz bleibt die Gleich, Energie durch Musik!

www.eastblokmusic.com

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Anne | Do., 01. Mär 2007 | WORLDBEATS

Ein Naturtalent? Ein Wunderkind? Ein Multimediagenie? Oder einfach alles und noch viel mehr?

Wenn man sich die Biografie von Jamika durchliest, bleibt einem schon nach den ersten Sätzen der Mund offen stehen. Was die junge Amerikanierin mit Sitz in London, Stimme von Zenzile aus Frankreich, so in kurzer Zeit alles vorgelegt hat, lässt nichts unserer heutigen Multimedia-Kreativ-Welt aus.

Sie ist Poetin, hat mehrere Kurzgeschcihten und Reviews in Musik und Filmmagazinen veröffentlicht, eigene experimentelle Kurzfilme gedreht,dafür Preise gewonnen, arbeitet an ihrem ersten Roman und hat nun auch ihr erstes Album heraus gebracht.

Helium Balloon Illusions - ein kantiges, experimentelles und kraftvolles Werk mit Hip Hop, Dub, Elektro und Spoken Word Einflüssen, die an Jahcoozi erinnern und so urban und extravagant daher kommen, wie Jamika selbst. Als Frau geboren die sich allerdings eher wie ein Mann fühlt gleichzeitig, aber nicht nur auf Frauan steht, sah sie sich lange Zeit als Aussenseiter und Alien, der seine Innenwelt durch Kreativität zu kanalisieren begann.

Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, der Mund bleibt weiter offen stehen und die Beats und Spoken Word Flowe sickern ins Gehörund in die Beine. Nur eins: Wirklich kreative Köpfe erkennt man nicht am Aussehen, sondern daran, dass hinter ihrem Schaffen alles andere zurück tritt.

www.jamika.net

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Anne | Do., 01. Mär 2007 | WORLDBEATS

Was haben Schweden und Reggae gemeinsam? Und noch dazu in verbindung mit Sounds aus aller Welt? Eigentlich nicht viel, kommt jedoch ein Mann namens Zilverzurf ins Spiel, macht das ganze doch wieder Sinn...

Denn Zilverzurf ist Weltensegler, ein Zeit- und Musikreisender aus Schweden, der jahrelang als Musiker tätig war, herum gereist ist und nun einfach alles kombiniert, was irgendwie auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden kann. Und der ist in diesem Falle Reggae. Heraus kommt dabei eine nette Platte mit jeder Menge Kollaborationen. Mit dabei sind die Franzosen Orange Street, der Sänger K-Reem Chaker, der bereits für Manu Chao und Khaled tätig war, Desmond Foster, der Mit David Byrne und Gregory Isaacs aufgenommen hat, Papa Dee, der mit dem Broklyn Funk Essentials und Lady Saw gearbeitet hat, sowei jede Menge weiterer Vokalisten und Musiker aus Uganda, Indien, Jamaika und Brasilien.

Da trifft sich doch tatsächlich die halbe Welt auf Zilverzurfs West-Eastern Impressions und bringt den guten Groove nach Hause. Akustische Globalisierung, die einen fast vergessen lässt, das es so etwas wie Ländergrenzen gibt. Der Reggae wurde hier zwar nicht neu erfunden, und zeitweise erinnert die Platte an die World Reggae Compilation von Putumayo. Nichtsdestotrotz ein solides gelungenes Album.

www.lolasworldrecords.com

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Anne | Do., 01. Mär 2007 | WORLDBEATS

Ein Rock-Oper aus Italien, das Konzeptalbum der Band "The Migrators" versucht genau das. Der ehemalige "Underground Arrow´s" (Italiens Mod Band aus den 80er Jahren) Roberto Falsetti hat sich nach einem längeren Aufenthalt in Beijing zurück nach Europa getraut um mit Ana Vukovojac (die er in Beijing kennenlernte) die neue Band "The Migrators" zu gründen.
Das Album versucht einen Querschnitt durch die Rockmusik der vergangenen Jahrzehnte zu ziehen und streift dabei die spannensten Alternative Pop und Rock Stile.

Das alles wurde im April 2006 auch wirklich als Rock-Oper in Rom aufgeführt. Dabei wurde viel Wert auf den Gebrauch neuer Studiotechniken gelegt. Wer mal wieder Lust hat sich mehr in Musik hineinzudenken, als auf den aktuellen Standard-Scheiben, der sollte sich dieses Stück mal zu Gemüte führen. Keine leichte Kost, aber auf jedenfall interessant! Dazu gibt es noch ein kleines Photobuch mit Songtexten und Bildern zum Album.

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matthias | Do., 01. Mär 2007 | ANDERE

Neues Album der beliebten Skapunkrocker aus Russland. Super produziert, kommen die 12 Stücke glasklar und mit ordentlichem Schwung daher. Alle Texte gibt es wieder übersetzt ins Englische und sogar ein Instrumentalstück ist diesmal dabei. Dass die Russen die Konzertsäle des Öfteren zu schwitzigen Saunen verwandeln ist ja schon seit Langem bekannt. Und auf Platte, so hört man hier, gelingt ihnen das auch. Also kaufen, bitte.

Web: Band, Label
mieschka | Mo., 26. Feb 2007 | PUNK

Neue Sounds aus der Kultur Metropoli Barcelona, wo wie immer fleissig fusioniert wird, was das Zeug hält. Und selbst wenn Bands sich auflösen oder neu formieren, die Musik spielt weiter. So auch die Ex - Mitglieder von Macaco, die mit “Mondobeat Nación Electrolatina” ihr Debut vorlegen …

… Der Name ist Programm, denn BarXino zeigen mit ihrem Debut genau auf, was momentan in Barcelona musikalisch passiert. Seitdem die erste Welle des Mestizo mit hauptsächlich spanischen und lateinamerikanischen Einflüssen etwas abgeebt ist, entwickelt sich die Fusion immer mehr in Richtung Tradition plus Moderne. Percussion wird mit Samples und Beats angereichert, Visuals flackern im Einklang mit der Musik und MC’s wechseln sich mit SängerInnen ab. Eine moderne globale Tanzparty, die häufig als Soundssystem als auch als Band funktioniert.

Barrio Xino bzw. Raval heisst das Einwandererviertel Barcelonas, was schon darauf hinweist wohinh der Sound BarXino’s geht. Abgesehen davon, dass die Band selbst von Immigranten gegründet wurde und mithin die Soundfusion der Musik zahlreicher Einwanderer aufgreift. Arabische Rhythmen fusionieren sich mit lateinamerikanischen Klängen, Dub fliesst in Drum’n’Bass über, kolumbianische Percussion wird von stetigen Beats unterstützt und die Songs werden auf brasilianisch und spanisch gesungen. Ein musikalischer Potpourri, der es in sich hat.

Kein Wunder, sind doch die Musiker alle Profis und schon seit Jahren in der Szene tätig. Mit dabei: Flor Inzá (Argentinien), Perkussionistin der Troba Kung-Fu (ExDusminguet); MC und Perkussionist Beto Bedoya (Kolumbien), Ex - Macaco, der mit einem eigenen Song auch auf der Barcelona Zona Bastarda vertreten ist; DJ Max (Italien), Gitarre, Syntheziser und Scratches; MC Stormy (UK), Hip Hop und Toasting; VJ Aguxx, Visuals aus Barcelona, sowie wechselnde Sängerinnen aus Brasilien und Argentinien.

Und nachdem das leíste Lied verklungen ist Word mal wieder klar, wie trist wäre doch die (Musik) - Welt ohne ihre Immigranten, die stätig fusionieren, sich welter wentwickeln und ein Ständchen aufs Leben singen, damita wir alle Tanzen können.

www.barxino.net
www.myspace.com/barxino

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Anne | Mo., 26. Feb 2007 | WORLDBEATS

Antifaschistischer Oi! aus Kanada kommt einen auf dieser Scheibe entgegen gebrüllt! In guter alter Tradition haben die Leute von FireAndFlames Music mal wieder französichen Oi! auf CD gepresst. Wer Jeunesse Apatride mag, der mag auch Esclaves Salaries.

Working Class music mit dem Agressionsfaktor 10, so etwas hätte mal im Französischunterricht laufen sollen, dann hätte ich da auch besser aufgepaßt. Hat schon Charme in dieser Sprache in Klassenkampfstimmung gebracht zu werden. Aber nicht nur Geschrammel, sondern auch beschwingte Offbeat-Anteile findet man auf dieser Scheibe.
Macht Spass!

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matthias | Mo., 26. Feb 2007 | PUNK

Ein Sampler gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm.
Alle brauchen Geld, auch Linke Aktivisten. Dieses Jahr findet im beschaulichen Heiligen der G8 Gipfel statt und Globalisierungsgegner machen mobil. Hier soll den Mächtigen der Welt die Stirn geboten werden.

Um für diesen Zweck (und andere) Geld zu sammeln und auch einen musikalischen Protest zu leisten haben FireAndFlames, Luchaamada und Avanti einen prallen Sampler zusammengebacken, hier finden sich 20 Bands aus verschiedenen Ländern mit dem selben Ziel: "Make Capitalism History". Von Punk, Mestizo bis Oi! reicht das Spektrum. In gewohnter Manier wird dem Bonzentum das Tanzbein gezeigt.

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matthias | Mo., 26. Feb 2007 | PUNK

Afrikanische Perkussion + sphärische Untermalung...

Daniel Boulaine ist eigentlich Komponist für Filmmusik und Soundtracks und hat sich nun auf die Pfade der Weltmusik begeben, um einem kleinem, erst kürzlich gebautem, Dorf im Niger zu huldigen. Sein Sound haftet von daher ein Hauch von Wüste und fernen Ländern an und im letzten Track taucht die Stimme eines acht-jährigen des Dorfes auf.

Die CD steht im Bezug zu einem kürzlich gedrehten Film mit dem selben Namen - "Tagayet" - der von dem neu gebauten Dorf im Niger handelt. Mit den Einnahmen des Albums wird ausserdem versucht, genug Geld zu sammeln, um ein weiteres Dorf zu bauen.

Auch wenn die die Idee und das Konzept des Ganzen durchaus zu bewundern sind, fehlt es der Musik allerdings für meinen Geschmack ein wenig an Präzision und Kraft. Immerhin sind die afrikanischen Trommeln für ihre power und Leben bekannt. Aber was nicht ist kann ja werden und die nächste CD wird sicherlich besser.

Nichtsdestotrotz, das Projekt ist auf jedenfall unterstützenswert.

www.ondaspriale.com

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Anne | Mo., 19. Feb 2007 | WORLDBEATS

Pump up the volume and break the beat...Musik aus Madrid die sofort ins Blut geht.

Ein musikalischer Reigen von internationalen Grössen, die die perfekten Clubtunes sowie den perfekten Partysoundtrack generieren. Mit dabei DJ-Master Nickodemus, die Dutsch Rhythm Combo, Gecko Turner, die Cuban Brothers, Inmates, Suno feat. Clarisse Muvemva, DJ Graham B, Zum Zeh, Kraak & Smmak, Skeewiff im Fort Knox Five Remix, Diesler, The New Mastersounds sowie Ikon.

Eine musikalische Reiose durch Funk, Latinbreaks, Electro-Samba und jeder Menge guter Laune.

www.tempoclub.net
www.lovemonk.net

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Anne | Mo., 19. Feb 2007 | WORLDBEATS

Das neue Album der modernen Tangoten ist draussen. Und mal wieder werden Stilgrenzen überschritten bzw. gedehnt...

...denn La Chicana bleiben keineswegs beim traditionellen Tango ihres Landes Argentinien stehen. Dolores Solá und ihr Mann Acho Estols haben mal wieder komponiert wie keine anderes Ehepaar und dabie siebzehn Lieder erschaffen, die den Sprung vom allgemein bekannten Tango hin zu einer düsteren-eklektischen und zugleich liebevoll-fröhlichen Mischung schaffen. Ein Paradox wie die Malegria. Im Herzen Rocker, auf der Bühne Tangotänzer mit Bandoneon. Das ist La Chicana. Immer etwas anders und doch gleich, aber nie langweilig.

www.galileo-mc.de

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Anne | Sa., 17. Feb 2007 | ANDERE

Also eines kann ich schon mal vorwegnehmen, das ist hier wohl meine persönliche Platte des Jahres 2007. Lange angekündigt, haben es die Hamburger vom Weird System-Label endlich geschafft das Teil herauszubringen. Und das, wie für sie üblich, in einer einzigartigen Qualität. Wie man es von den Wiederveröffentlichungen und Compilations von TOXOPLASMA, SLIME und auch den regulären Veröffentlichungen her kennt, gibt es ein fettes Booklet mit vielen Informationen rund um die Band und das Release an sich, daß jedes Fanherz höher schlägt. Und das nun eine der wichtigsten deutschen Punkbands überhaupt und jahrelang meine absoluten Lieblinge dran sind, setzt dem ganzen nur die Krone auf. Very sweet with cream on the top! Klar habe ich die einzelnen Platten der Band eh schon im Schrank zu stehen. Die hier komplett zusammengefassten Samplerbeiträge auch. Aber egal. Kompakt ist das doch noch mal was Anderes. Was habe ich mich gefreut, als in einem der letzten PLASTIC BOMBS ein Interview mit einem Originalmitglied der Band abgedruckt war. Und im Stile dieses Interviews ist auch das Booklet der CD gehalten, welches Geschichten und Sichtweisen enthält, die komplett von der Band selbst verfasst und geschrieben worden sind. Ein neuerliches, großes Stück deutscher Punkgeschichte, was WEIRD SYSTEM da mal wieder rausgebracht hat. Ein absoluter Pflichtkauf!!

mieschka | Do., 15. Feb 2007 | PUNK

Zu Englisch: Protest Detalei Mehanizma … Best Of - Album der russischen Altpunks mit teilweise sehr raren Aufnahmen, die extra für dieses Album neu aufgenommen wurden. Das tut den speziell in den aus den 90er Jahren stammenden Songs teilweise ganz gut, wenn vielleicht die Authenzität etwas darunter leidet. Nichtsdestotrotz bieten die 23 Songs aus 15 Jahren Bandgeschichte und über 55 Minuten einen guten Überblick auf das Schaffen der Russen. Doch genug der Zahlen und Fakten und schleunigst das Teil mit ultrafettem Booklet (wie immer auch mit deutschen und englischen Übersetzungen versehen) gekauft. Oder geklaut oder was weiß ich….

Web: Band, Label
mieschka | Di., 13. Feb 2007 | PUNK

Drittes Studioalbum der Thüringer und man, was haben sie sich im Gegensatz zu ihren letzten beiden Alben verbessert. Textlich wie musikalisch (auch wenn man den deutschen Akzent bei den englischen Titeln doch immer wieder raushört). Nix mehr mit „Arschlecken, Alter!...“… Immer mehr können sie sich mit ihren eigenen Helden messen, die sie vielleicht noch 1994 hatten, als sich die Band gründete. Vor kurzem hatte ich auch das Glück, sie zusammen mit TOXOPLASMA in Chemnitz bestaunen zu dürfen und konnte mich so auch von ihren hervorragenden Livequalitäten überzeugen. Die PUNKROIBER sind keine Eintagsfliegen und es freut mich immer wieder, neue Platten von diesen „alten Säcken“ in die Hände zu bekommen. Dann hoffe ich mich mal, daß sie sich nicht unterkriegen lassen und noch ein paar Jährchen weitermachen.

Web: Band, Label
mieschka | Di., 13. Feb 2007 | PUNK

Liveaufnahme im mäßigen Sound, der Riesaer Band. Teilweise hört man die Stimmen im Publikum lauter, als das eigentliche Gedudel der Band. Dies ist allerdings wiederum sehr gut, wenn man ganz aufmerksam zuhört. Eher was für eingefleischte Fans der Band, denn zum neu kennen lernen. Dafür würde ich das „richtige“ Studioalbum der Band empfehlen, welches just mit dem Konzert, das sich auf diesem, wenn auch schön aufgemachten und auf 50 Stück limitierten, im Kombi (Nünchritz) aufgenommenen, Silberling befindet, veröffentlicht wurde. True Punk eben.

Web: Band, Label
mieschka | Di., 13. Feb 2007 | PUNK

Hey, kam vor kurzem nicht erst das Debütalbum der Hannoveraner bei Nasty Vinyl raus? Die sind ja ziemlich schnell. Naja, wie dem auch sei, mit ihrem zweiten Longplayer legen die Jungs um Frontfrau Kirsten nochmal eine ganze Schippe Kohlen in den Punkrockofen nach. Schon der Opener ist, mit knapp 6 Minuten zwar etwas lang für einen Punkrocksong geraten, ein Knaller und auch die restlichen 11 Songs stehen ihm in nichts nach. Läuft bei mir momentan rauf und runter, die Platte. Ich will mehr.

Web: Band, Label
mieschka | Mo., 12. Feb 2007 | PUNK

Endlich das zweite Album der Softrocker aus Augsburg. Wobei der Begriff Softrocker überhaupt nicht böse gemeint ist. Ja, auch ich habe ja meine soften Seiten… ;-) Und wieder mal gibt es wahnsinnig schöne Melodien gepaart mit intelligenten, wundervollen Texten. Ihr seht schon, ich kann meine Begeisterung kaum zurückhalten. Aber so ist das nun mal. Das geht nicht anders. Schon mit ihrem ersten Album verstanden sie es, mich zu begeistern und für sich zu gewinnen und mit ihrer zweiten Platte intensivieren sie das Ganze noch mal um ein Vielfaches. Wow! Etwas mehr Bekanntheit hat die Gruppe übrigens in diesen Tagen erlangt, als sie beim Bundesraabschen Songcontest mit der ersten Singleauskopplung „Wenn Du nur wüsstest“ antraten, wo die Band zusammen mit Suzie Kerstgens von der Band KLEE im Duett sang. Leider, oder vielleicht auch zum Glück!?, aber wegen der Verbohrtheit der Mehrheit der Deutschen nicht soooo gut abschnitt. Ihnen dürfte, oder sollte, das egal sein. Denn gute Mucke ist nun mal nicht für jeden da… Mein persönlicher Tipp für das kommende Jahr 2007…

Web: Band, Label
mieschka | So., 11. Feb 2007 | ANDERE

naja, ganz so ist es auch wieder nicht. Beim Heern Binder und Kriegelstein aus Österreich ist noch nicht ganz alles verloren, denn die neue Platte ist eine wahre Bereicherung für Global Trash Dance Balkan Boogie Bewegung.

Da hat der Herr Binder und gleichzeitig Kriegelstein, seines Zeichens adelig, sich einfach mal vom Balkan-Experten Shantel remixen lassen und somit eine wunderbare Elekto-Blasmusik-Platte mit Punk-Attitüde und Popappeal zum mitsingen rausgebracht.

Herrlich! Ach was, herrschaftlich! Nix da mit perfektem Low-Fi Hi-Fi a la Ösi-Kollegen Kruder & Dorfmeister, Dzihan & Kamien oder Pulsinger & Tunakan. Stattdessen gibt´s Selbstironie von Rainer Binder-Kriegelstein,der einfach zusammenbringt, was nicht zusammen gehört. Wenn aber die Chemie stimmt, dan stimmt auch die Musik, und von daher verlässt der Fetish 69, Sans Secours und Jazzband-Trommler, was er so aus seiner Sampling-Maschine rausholen kann und was dazu seine Musikerfreunde mit in den Topf werfen.

Da kann es schonmal passieren, dass schrullige Folkgitarren neben Kontrabässen, Reggae-Anleihen, Downtempo-Grooves oder Tech-House-Beats konkurrieren, aber was eklektisch-tanzbar sein soll, lebt halt von seinen Brüchen.

Un da ist der Binder & Krigelstein Meister drin. Allein schon die Familie zeigts: Landwirte und Hersteller von Weinfässern, Kulturbeamte, Stadtmusikanten, Goldschmiede, u.v.m. Vielfalt und Mut zum Bruch wurde ihm also schon in die Wiege gelegt. Da fällt der Bruch zur Vienna-Sound-Elite mit perfekt produzierter Pop-Elektronik natürlich leicht.

Denn der Titel ist Programm. "Alles verloren" ist ironisch gemeint und heißt einfach, Dinge gehen zu lassen und den Freiraum kreativ für etwas Neues zu nutzen. Das ist ihm auf dieser Platte gründlich gelungen.

www.essayrecordings.com
www.sign-supreme.com

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Anne | Fr., 02. Feb 2007 | WORLDBEATS

So ist es jetzt also amtlich. Mit der ersten Platte seit weit über dreißig Jahren zementiert Roy Ellis den Mythos um die Neugründung seiner Band, die aus Ihm besteht, natürlich, und aus… ihm. Die Musiker im Hintergrund bleiben genau da. Wie auch immer: Mit „The Skinheads dem a come“ zeigt Roy Ellis, dass er in all den Jahren als Gospelsänger nicht verlernt hat, wie man gut tanzbare Hits schreibt. Eine schöne Platte mit fast ausschließlich traditionellen Ska Rhythmen und leider zu wenig Reggae. Trotzdem ein gelungenes Werk was die Musik angeht. Aber wehe wehe, wenn ich in das Textbuch sehe…

…ist das fies! Diese Hinhaltemethoden! Die eigentliche Plattenbesprechung gibt es nämlich erst in unserem neuen Heft. Das zwar auch, weil ich ein gemeiner Hund bin, aber auch schlicht und ergreifend wegen der Fülle an Themen, zu denen es bei dieser Platte was zu sagen gibt. Es ist nicht alltäglich, dass uns heute noch neue Alben von der Gründerväter Generation des Ska geboten werden (und nicht nur neu aufgenommene Live-Konzerte oder Versionen der ollen Hits). Schon von daher, wollte ich mir für diese Scheibe ein bisschen mehr Zeit lassen. Ich werdet es lesen im Voice of Culture Printzine #6, das im Frühjahr erscheinen wird.

Web: Band, Label
Krizn | Sa., 27. Jan 2007 | SKA

Jah, Jah, Jah, Rastafari! Eine weitere Reggae Compilation? Als ob´s davon nicht schon genug gäbe! Aber Stopp – Eine Selector-Zusammenstellung von David Rodigan und Sting International gab´s wirklich noch nicht…

Ja genau. David Rodigan und Sting International. Nur kurz zum Gedächtnis auffrischen: Rodigan ist der Reggae Champion, der seit mehr als 30 Jahren sein Unwesen und vor allen Dingen den Leuten die Beats in die Beine treibt. Seit 1978 beim Radio in London (heute bei Kiss FM), hat er sich seinen Platz in der Radio Academy Hall of Fame früh gesichert, schmeisst wöchentlich in Brixton heiße Reggae-Parties, tourt nebenbei durch die Welt, und hat über die Jahre en encyclopedisches Wissen über jeden Reggae-Artist wo gibt angesammelt, dass ihm bei einer Wissens-Battle der Sieg nur so zufliegen würde.

Sting International ist, genau wie Rodigan, einer der versiertesten Reggae-Männer hinter den Künstlern. Als Produzent hat er Shaggy mit „Boombastic“ zu einem multi-platinum Artist gemacht und hat des weiteren mit legenden wie Barrington Levy, Shabba Ranks, Sean paul und Elephant Man gearbeitet. Zur Zeit leitet er die Hip House Reggae Sednung auf Kiss FM in New York, legt in diversen Clubs auf und ist neben Timmy Regisford Resident im Club Shelter in NYC.

Beide zusammen ergeben ein so großkalibriges Gespann, dass die „Kings of Reggae“ Compilation tatsächlich rundum runde Selection geworden ist. Von den Urhelden The Abyssians, zu Dennis Brown, King Tubby, Luciano, der Legende Culture, Sammy Dread weiter zu Tenor Saw, Ranking Dread, Ini Kamoze, Coco Tea, Shaggy feat. Rayvon u.v.m., handelt es sich bei diesem Doppelalbum um eine durchaus gelungene, persönliche und kreative Zusammenstellung, die herkömmliche Compilations schnell in den Schatten stellt.

Also den Spliff rausgeholt, ein Bier gezischt und ab geht die Party.

www.rapsterrecords.com
www.bbemusic.com
www.sign-supreme.com

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Anne | Fr., 26. Jan 2007 | ANDERE

Gleich zwei Neuerscheinungen des indischen Markts fliegen mir hier auf den Tisch. Die traditionell-moderne Talentschmiede „Bollywood hall of Fame“ hält anscheinend nie still…

Dabei handelt es sich bei R.D.Burman eher um einen alten Hasen, als um einen Neuling. Schon in den 70er Jahre befand er sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Auf dem vorliegenden Doppelalbum sind neben seinen besten Stücken auch Raritäten enthalten, die zeigen, dass seine Arbeit als Produzent und Remixer auch heute noch zahlreiche Musiker inspiriert. Denn wenn Burman seine Vorliebe für etwas gefunden hatte, dann für das Experimentelle. Dass Burman mit seinen Werken jedes Mal sein Publikum aufs Neue verzaubern und in Bewegung setzen wollte, zeigt sich auch durch die Kombination von westlicher und traditioneller Musik, die zu seiner Zeit noch häufig kritisiert wurde. Wurde Burman aber damals von seinen Zeitgenossen inspiriert, inspiriert er nun wiederum die Musiker der hiesigen Zeit.

Die zweite Doppel-CD stammt nun von dem Sänger Shankar Mahadevan. Auch er zieht seine Einflüsse nicht nur aus der klassischen karnatischen (aus dem Süden Indiens stammenden) oder der hindustanischen (aus dem Norden stammenden) Musik, sondern auch von Künstlern wie Steve Wonder, Pink Floyd oder Bobby McFerrin. 2006 kam es dann zu einer Aufnahme mit dem Jazzer John McLaughlin für das Album „Industrial Zen“. Eine Tour mit der Band Shakti folgte. Mahadevans Musik zeichnet sich also nicht nur durch die traditionellen Einflüsse sonder auch durch ihre Folk-, Klassik-, Jazz- und Popanleihen aus, die noch dazu auf mehreren Sprachen gesungen werden.

Zwei Doppelalben von zwei traditionell-modernen Sängern Indiens, die gleichermaßen zweigen, dass Bollywood weit mehr ist als kitschiger Liebesfilm-Schmalz.

www. peacelounge.com

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Anne | So., 21. Jan 2007 | ANDERE

Was soll ich denn davon halten? Wenn sich fünf finnische Männer „die Walküren“ nennen und mich dann tatsächlich fragen, ob „ich es wirklich wissen will“, dann komme ich normalerweise gar nicht mehr dazu, herauszufinden was „es“ ist, sondern sehe zu, dass ich so schnell wie möglich ein, zwei Mehrbusen (was für ein Brüller!) zwischen mich und besagte Gestalten bringe.

Mit viel Mut und bis an Lebensmüdigkeit grenzendes Pflichtbewusstsein bin ich aber einmal stehen geblieben und habe zugehört. Und es hat mir die Augen geöffnet. Und zwar weil ich jetzt weiß, dass es in Finnland noch etwas anderes gibt als Bäume und Heavy Metal: Nämlich Eläkeläiset. Äh, nee, das wusste ich auch schon vorher. Was neu ist: die Finnen haben jetzt auch Ska auf dem frischen Kiefernholz-Parkett. Der Name „The Valkyrians“ wurde mir schon vor zwei Jahren von einem begeisterten Finnen mit leuchtenden Augen unterbreitet, den ich auf einem Humppa Konzert (wo sonst?) kennen gelernt hatte. Aber erst jetzt bekam ich mit der Single die ersten Songs zu Ohren. Der Opener ist eher so ein wieder aufgewärmtes 2Tone Ding alla Busters, Skaos und Konsorten. Ein bisschen anachronistisch vielleicht aber gar nicht schlecht. Die leicht quäkige Stimme hat mich bei Liberator ja auch nie gestört und wenn ich mich endlich dazu bringen könnte, nicht andauernd auf dem Cover zu suchen, ob der Hintergrundgesang von den Toten Hosen eingesungen wurde, käme ich viel schneller zum Tanzen, da bin ich mir sicher. Außerdem gibt es ja noch die anderen Songs, die mir mit einem schönen Klavier-und-viel-Bass-Stomp viel besser ins Ohr gehen. Was den Humor angeht sind die Finnen sowieso auf dem richtigen Katamaran und so gefallen mir auch die beiden Live-Interpretationen von „Tougher than Tough“ und „54-46 was my number“. The Valkyrians sollten auf jeden Fall mal ein offenes Ohr wert sein. Das könnte Spaß machen.

Web: Band, Label
Krizn | Do., 18. Jan 2007 | SKA

Zwei neue Filme samt Soundtrack sind vom Bollywood-Helden Sharukh Khan schon wieder draussen und der erfolg lässt nicht auf sich warten.

Dilwale Dulhania Le Jayenge, auch bekannt unter dem Namen „Wer zuerst kommt kriegt die Braut“, wurde bereist zum besten hindi Film Soundtrack aller Zeiten gewählt und hielt sich 500 (!) Wochen in den indischen Kinos. Die Brüder Jatin / Lalit waren die Meistern an den Reglern und haben wesentlich zum Erfolg des soundtracks beigetragen.

Aber auch Uttam Singh hat seine Sache gut gemacht und Produzent Yash Chopra hat das Übrige dazu beigetragen. Musik Tracks, die vor dem Filmstart veröffentlicht wurden brachten Rekordverkaufszahlen.

Wie man sieht bleibt Bollywood nicht nur ein kurzzeitiger Hype, sonder nehmt zusehend an Größe zu. Mehr und mehr Filme schaffen es in Deutschland auf die Leinwand und auch die Soundtracks erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Bollywood und nicht Holywood macht Liebesdramen wieder Salonfähig. Und mithin Herz zerreißende Soundtracks der besonderen Art.

www.localmedia.com

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Anne | Do., 18. Jan 2007 | ANDERE

Ich hätte die Musik der Caroloregians ja als (Neo-) Skinhead-Reggae mit einer soliden Fokussierung auf Bass und Orgel bezeichnet, aber wenn es die Herren aus Charleroi in Belgien besser wissen, dann machen sie halt organic coal beat. Meinetwegen, solange das Ergebnis so gut ist, sollen sie es nennen wie sie wollen.

Vor nur wenigen Wochen erschien die erste Vinyl 7“ und überzeugte glatt, dementsprechend war die Vorfreude auf den Longplayer groß bis ganz schön mächtig zu bezeichnen. Welch eine Stimmung als der Postmann kam. Ich belegte mir noch einen stattlichen Haufen Sandwiches, denn das gibt Sicherheit, schnürte den Halfter enger und ab ging’s in die fiese wilde Reggae Welt. Ob der Staub, den ich sechzehn Tracks später auf meinen Stiefel fand, Kohlestaub aus den Groovy Mines oder feiner Wüstensand aus Slaughter Gulch war, konnte ich nicht mehr sagen. Alles was ich herausbekam war: „Gümpf!“ … Als ich die Reste des letzten Sandwiches meinen ausgedörrten Rachen hinuntergewürgt hatte, wiederholte ich: „Einfach nur geil!“
Diese Scheibe ist weiß Gott keine Arbeit von Greenhorns, sondern das routinierte Werk eisenharter Offbeat-Desperados die sich ihre Sporen überall verdient haben, besonders, und man erzählt bis heute an den Lagerfeuern die Geschichte, als sie das Ding mit der Invasion auf dem Mond durchzogen.
Die neue Scheibe stößt, wie sollte es anders sein, jedenfalls in dasselbe Kavalleriehorn, mit dem die Aggrolites ihren Frontier-Man Mythos begründeten. Einzig, die Kehle scheint den Jungs zu trocken zu sein, denn da kommt kein Sterbenswörtchen über die Lippen. Schade eigentlich, aber wer diese Bande in Aktion erleben durfte, dem bleibt die Spucke auch so weg. Denn ihre Auftritte sind eine gemachte Sache. Ein todsicheres Ding. Da sind sie auch nicht ganz so behäbig, wie auf Platte. Tempo meine Herren. Auf die Pferde!
Ich werd jetzt mal sehen, ob ein alter Trapper wie ich in dem Schuppen hier noch ein Schlückchen Whiskey auftreiben kann. Adios.

Web: Band, Label
Krizn | Di., 16. Jan 2007 | SKA

Das war ja eigentlich höchste Zeit, dass sich jemand immer treu auf den „Back to the Roots“ Pfaden bewegend über eine der letzten Hürden hinwegtraut. Während sich die Angebote für wirklich hochwertige Neo-Traditional Ska Bands häufen, gehen Bang! Boogaloo noch einen Schritt weiter zurück. Denn was war vor Ska? Klar: Boogie Woogie, Calypso, Jamaican R&B und Son. Boogaloo eben. (Ich unterschlage mal eine ganze Litanei anderer Einflüsse.)

Lord Mike & his dirty Calypsonians haben es vorgemacht, Bang! Boogaloo komplettieren die Kiste! Sister Sue ist purer Rum auf ausgedörrte Kehlen in der untergehenden Sonne irgendwo an einem einsamen Strand in der Karibik. Sagte ich „einsam“? Na vielleicht bis auf den Mob der sich in der nahen Bretterbude den Wolf tanzt. Und ich wär gern mittendrin…
Zurück in die subwinterliche Großstadt: Als ich diese schöne Vinyl Scheibe das erste mal hörte, dachte ich noch „Hey, klingt das nicht irgendwie nach Court Jester’s Crew? Irgendwie anders, aber doch!“ Ich schau also eben auf den Beipackzettel und tatsächlich: Ein hoch auf mein musikalisches Gehör: Mit Bang! Boogaloo stellt sich ein weiteres Projekt aus dem Umkreis des sympathischen Tübinger Männergesangsvereins vor. Und wieder einmal, man möchte es fast gar nicht mehr dazu sagen: Hut ab! Ein gelungenes Scheibchen. Also ich denke, es ist langsam Zeit, so eine Art Blanko-Gratulationsschein auszustellen. Denn was die Jungs machen, das machen sie gut. „Sister Sue“ ist mal was ganz anderes und fetzt trotzdem, dass es so manchem Puristenohr nach einer wirklich nur kurzen Gewöhnungsphase spontan gefallen sollte. Das hätte dem Herrn Aitken mit seinen kubanischen Wurzeln sicher auch auf die Beine geholfen.

Web: Band, Label
Krizn | Di., 16. Jan 2007 | SKA

Yes! Rico Rodriguez für Zuhause, das hat es lang schon nicht mehr gegeben. Dennoch: Was für ein überflüssiges Ding, ausgerechnet DEN Song neu aufzunehmen. Was kommt als nächstes? „Simmer down“ die Fünfhundertzwanzigste? Das muss auf jeden Fall mal eins auf den Deckel geben, obwohl die Single ansonsten instrumentell wunderbar aufbereitet ist.

Soulfood International bleiben ihrer Qualitätsgarantie treu und rocken einen Wahnsinnssound auf das Vinyl. Dass Rico mit seiner „Auf-den-Punkt-Posaune“ was für Genießer ist, war sowieso jedem klar. Daran hat sich auch mit der neusten Auskopplung aus Grovers äußerst lobenswertem Programm „Supreme“ nichts geändert. „A message to you“ möchte zwar längst schon niemand mehr hören, (Viel zu viele Stümper mit musikalischen Halbwissen und vor allem Halbkönnen haben daran schon herumgemurkst. Schlimmer ist in der Kategorie wohl nur noch „No woman no cry“) und trotzdem würde es sich für Musiktheoriefanatiker durchaus lohnen, den teilweise irren Melodieführungen der Version dieser Virtuosentruppe zu folgen. Peinlich nur, dass jeder, der die Scheibe in der auf dem gedruckten Label empfohlenen Geschwindigkeit von 33 rpm anhört, wohl weniger Spaß haben dürfte. Aber da wollen wir nicht kleinlich sein. Dass Rico selbst sich für eine Strophe des Gassenhauers von Clacy Eccles (der später von den Specials noch weiter breitgelatscht wurde) hinter das Mikro schwingt, wäre denn aber wirklich nicht nötig gewesen. Respekt vor der musikalischen Leistung dieses Herrn, aber singen soll bitte wer anderes. Schnell wechseln auf die B-Seite.
Ich leg die Nadel auf den Plattenteller und denke: Häh, ist das jetzt die „Babylon Raus“? Der Instrumental Track „Rastaman Shuffle“ beginnt nämlich exakt wie die berüchtigte Scheibe von Court Jester´s Crew. Aber gleich nach wenigen Sekunden reißt Ricos Posaune das Steuer wieder an sich und es entflammt eine schön groovende Reggae-Variation in Horn, Sax und Posaune. Der zweite Song auf der B Seite beginnt übrigens mit dem Riddim von „We let the good times roll“, das scheint also Methode zu haben mit den CJC Klassikern als Grundgerüst. Dazu mischen die Musiker noch ein bisschen „When the saints go marching in“ oder improvisieren frei Schnauze was das Zeug hält.
Insgesamt eine fette Single, die Fans und Sammler wohl riesig freuen dürfte, wenn auch die reißerische A-Seite so manches Magengrimmen verursachen könnte.

Krizn | Sa., 13. Jan 2007 | SKA

Was ist jüdische Musik? Wo kommt sie her und wo wird sie heute gespielt? Yuriy Gurzhi von der legendären Russendisko und DJ und Musiker Lemez Lova von OiVaVoi begeben sich auf eine Reise durch die Kontinente und Musikwelten und basteln einen Shtetl-Soundmix zusammen, der es in sich hat.

Dabei kommt zusammen was sonst nicht einmal in einer Musikzeitschrift vermischt wird: Hip Hop, Rock´n´Roll, Ska, Reggae, Pop, arabeske Klänge, Klezmer, Rockabilly und Punk Cabaret. Was will man mehr, die Juden schmeissen eindeutig die nächste globale Party! Auf der Bühne und an den Turntables: Daniel Kahn & The Painted Bird, Oi V Voi, Lemez Lovas, Yuriy Gurzhy, Boogie Balagan, Terry Hall von den Specials und Mushtaq von Fun-Da-Mental, Ska-Ikone King Django, Balkan Beat Box und viele mehr.

Mehr brauch ich da jetzt nicht zu sagen.

Web: Label
Anne | Sa., 13. Jan 2007 | WORLDBEATS

Istanbul ist mehr als nur eine Stadt zwischen Okzident und Orient. Istanbul ist ein Schmelztiegel verschiedenster Stile und Einflüsse, die bereits weit über die Grenzen der Türkei hinaus die geneigte globale Tanzgemeinschaft in Hitzewallungen bringen. „Beyond Istanbul“ ist ein Querschnitt all dessen.

Zusammengestellt von DJ Ipek, der Lokalmatadorin und Resident der „Gayhane“-Nächte in Berlin Kreuzberg, begeben wir uns auf eine Zeit-, Welten- und Musikreise. Dub vermischt sich mit Arabeskgesang mit Downbeat mit Elektronik mit lateinamerikanischen Rhythmen mit traditionellen Orient-Klängen mit Hip Hop mit Pop mit Jazz.

Ein Spoundbild, welches abwechslungsreicher und ausgetüftelter nicht sein könnte. Der Underground hat bis jetzt immer noch die beste Musik hervor gebracht. Mit von der Partie sind Produzentenduo dZihan & Kamien aus Wien, Ayhan Sicimoglu, Baba Zulu, Orient Expressions, Ceza u.v.m. Wer mal wieder so richtig das Tanzbein schwingen will, kommt um diese CD nicht umhin.

www.trikont.de

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Anne | Sa., 13. Jan 2007 | WORLDBEATS

Was mich am Dub bisweilen nervt…

…ist, dass die geilsten Stellen der Songs gerade wenn es so richtig groovt von kaltschnäuzigen DJs mit der Filigranität eines Vorschlaghammers blitzartig heruntergewürgt werden, außerdem dass infolge dessen mein mitwippender Arsch abrupt in eine klangliche Leere taumelt, nur um dann, nach ermüdenden Rhythmusparts und völlig sinnfreiem Daher-Getoaste, müh- und langsam wieder auf Kurs geeiert zu werden. Stellen Sie sich vor, jemand würde, wie ich, alles tun, um dieser Unart den Garaus zu machen und dieser jemand wäre, ganz und gar nicht wie ich, ein begnadeter Musiker, ODER dieser jemand wäre sogar sechs begnadete Musiker inklusive Victor Rice, ganz und echt und höchstpersönlich. Na dann willkommen im Vorzimmer von Firebug. Denn bei Firebug wird einfach da weiter gemacht wo herkömmliche DJs längst abdrehen. Und ich finde das… großartig!
Das neue Pferd im Rennstall von Grover kommt aus Brasilien und wurde (man hat sofort ein wissendes Lächeln schief im Gesicht) von - Tusch - Victor Rice produziert. Klar, der wohnt ja auch wenn ihm die Schnauze danach steht in Sao Paulo oder New York und kann sowieso wie wir wissen die Hufe nicht still halten. Jetzt schiebt er nicht nur wie gewohnt Unmengen von Reglern hin und her sondern zupft ausnahmsweise auch mal wieder Bass in einer festen Band, was er ja mindestens genauso gut kann. Ob wohl eine Langzeitbeziehung draus wird? Wer kann das schon sagen. Tja und kaum ist Victor im Raum, da sind sie plötzlich alle da: Agent Jay und Dave Hillyard (Gitarre und Sax von den Slackers), Bufford O’Sullivand (Songwriter, Posaunist und Initiations Musiker, Ex-Scofflaws) und noch ein paar andere Gastmusiker. Das klingt doch nach einer soliden Basis und so ist es auch. Klar wird man bei Firebug keine Hochgeschwindigkeits-Proll-Exzesse erwarten dürfen aber wer ein Herz für die Wurzeln hat, der bremst auch für Reggae und Dub. Und die Melodien sind manchmal so herzzerreißend schön (fast so schön wie mein neuer Drucker). „What they say“ oder „We are not the same“ sind zum Beispiel solche Knaller: Musik mit Anspruch, ein Text der keinem peinlich sein muss und Stimme, STIMME, ZWEI STIMMEN SOGAR…

Und nächste Woche sind Firebug auch noch in Berlin (Clash, zusammen mit den Tornados)! Man munkelt zwar dass die Band als Zugabe den einen oder anderen unverzeihlichen Coversong im Liveprogramm versteckt, aber das ist mir jetzt auch Wurscht. Ich hochjuble einfach weiter. Und zwar allein. Tschüss.

P.S. Die Platte ist übrigens dem Gedenken an Laurel Aitken gewidmet. Respekt.

Web: Band, Label
Krizn | Fr., 12. Jan 2007 | SKA

Speedfolk at its best! SO kann man getrost das neue Album der deutschen Folkmannen bezeichnen. Im nun schon 17ten Jahr der Band geht es beschwingt von Anfang an los und man fühlt sich permanent zum mitsteppen á la Riverdance ermutigt.

Aber im Gegenteil zur MuttisLieblingsStepShow sind die Herren von Fiddlers Green deutlich taffer drauf und bringen Spass! Irgendwo zwischen Rock und Ska passt diese CD auf jedenfall zu jeder Party. Geigen können toll sein - Danke für diesen Beweis! Also hurtig reingehört!! Achja - Cheers!

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matthias | Mo., 08. Jan 2007 | ANDERE

2006

Neueste Platte der überall in der Republik verstreuten Schweriner. War früher nie so richtig mein Fall. Doch mit ihrem fröhlichen, kritischen und energiegeladenen Oi!-Punk haben sie nun auch mich gepackt. Gute Texte mit eingängigen Melodien, die sich in Dein Hirn fressen, wie BSE ins Rinderhirn. 12 Songs, teils englisch vorgetragen, gibt es hier und Ihr solltet Euch das schnieke Digipack schnellstmöglich zulegen, damit auch IHR mitreden könnt.

Web: Band, Label
mieschka | Sa., 16. Dez 2006 | PUNK

Der Balkanexpress kommt und bringt uns zwei hübsche rumänische Sängerinnen und eine Band, mit ordentlich osteuropäischem Wodka-Spirit mit.

Als der Akkrodeon-Spieler Piet Maris 1994 mit Laci Polhos aus Slovenien auf Tour in Brüssel ging, wusste er noch nicht wohin die Reise führen sollte. Kurze Zeit später fand sich Piet bei Laci in Slovenien wieder, wo er anfing Unterricht traditioller Gipsy-Musik beim ganzen Dorf in zu nehmen. Das Resultat war das Liuve-Projekt „Rakusatar!“, welches zweimal -96 und 97 - auf Tour ging.

Nun gibt es das Repertoire von „Rakusatar“ ein bisschen moderner und aufgepeppter und zwar mit den beiden Sängerinnen Lubica Macova und Katia Pohlodkova am Mikro. Die Energie hinter der Musik ist aber die gleiche. Den schweren Melodien und dem emotionsgeladenem Gesang der Sängerinnen kann sich keiner so schnelle entziehen.

Die Songs bestehen aus Gipsy Halgads (langsamen, traurigen Melodien) und Cardasses (schnellen, rhythmischen Tänzen und Songs). Was Piet damals in Rakusy, der Sprache des Dorfes, aufgenommen hat wurde nochmal überarbeitet und vervollständigt. So konnten sich die zwei Sängerinnen sogar an Stücke erinnern, die sie schon vergessen hatten. Ein kultureller Ausstausch der besonderen Art.

www.choux.net

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Anne | Do., 07. Dez 2006 | WORLDBEATS

Immigranten gibt es überall auf der Welt. Aber nicht alle von Ihnen machen Musik. In Brüssel gibt es viele Immigranten – und noch dazu viele die Musik machen. Radio Transit kommt zusammen, was zusammen gehört – Leute aus aller Welt, die durch die Liebe zur Musik Brücken bauen.

Durch die Unterstützung von Globe Aroma, einer non-profit Organisation, die die kulturelle Vielfalt von Flüchtlingen und Immigranten fördert, und dem Brüsseler Label Choux Bruxelles wurde „Radio Transit“ ins Leben gerufen. Radio Transit ist das Transistor-Radio, das die Wellen aus allen Ländern auffängt, weitergibt, mit belgischer Musik vermischt, und uns somit einen bunten Potpourri aus Roots Reggae, afrikanischem Rap, kongolesische Beats, Gypsy-Klängen, Calypso, eritreische Sounds und Blues serviert. Und obwohl kaum einer der Musiker der Compilation von Namen ist, sind doch alle Künstler Meister ihres Fachs. Mit dabei: Die Brüsseler Lokalhelden Jaune Toujours, Mec Yec, Afrozquad, Zionyouth u.v.m.

Brüssel entwickelt sich immer mehr zu einem Ort der kreativen Entfaltung auf Profi-Niveau. Jeder Song eine Geschichte. Jeder Song eine Stück von dieser Welt. Ob der starken Immigration aus Afrika sind die meisten Stücke von afrikanischen Roots Sounds beeinflusst, und trotzdem gleicht keines dem anderen.

Radio Transit sendet aus Brüssel in alle Welt und aus der Welt nach Brüssel und von Brüssel in den Rest von Europa. Das ist Radio wie es heutzutage klingen sollte. Bunt gemischt, kreativ, mit Soul und Groove – sprich einfach nur gut, weil fernab von maschinell gefertigten Popplastiken.

www.choux.net

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Anne | Do., 07. Dez 2006 | WORLDBEATS

Wow, das ist was zum schwärmen. Barcelona wirft mit den 12 Landsleuten einen weiteren Trumpf in die Waagschale und das kann für Berlin nur heißen: Da gilt es was aufzuholen, oder wenigstens anzuschauen. Denn das allererste (wenn ich mich nicht täusche!) Konzert der Pepper Pots in Berlin steht kurz bevor.

Am Wochenende vom 8./9. Dezember spielen The Pepper Pots zusammen mit The Melodians, die ebenfalls zum allerersten Mal zu Besuch in der Hauptstadt sind. Außerdem machen u. a. Mr. Symarip feat. Solitos, Alpha Boy School und eine meiner persönlichen Top-Neuentdeckungen Firebug, das Konzertwochenende zum absoluten Pflichttermin. Aber zurück zum Thema: Schon allein die drei Frontfrauen, die mit ihrem hinreißenden Gesang sicherlich für gute Laune sorgen werden, bescheinigen dieser Band das Quäntchen Individualität, um sich von der Masse abzuheben. Immer gut, so was. Generell scheinen die Pepper Pots es mit der Zahl „3“ zu haben: Drei Frauen, dazu passend, drei Herren mit dem Namen Hans, pardon Joan natürlich, mindestens drei Musikstile, die sie harmonisch und vor allem authentisch miteinander verschmelzen, und die Anzahl der Songs lässt sich durch drei Teilen… Ok das war jetzt Blödsinn. Streichen wir die Bemerkung. Aber was den Musikstil angeht: Ich meine nicht den ollen Gassenhauer Ska, Rocksteady und Reggae – das haben die Pepper Pots sowieso drauf, könnte man Dub auch noch dazuschreiben – nein, ich blicke hier ein wenig weiter über den Tellerrand und entdecke sowohl die klassischen Offbeat Waffengattungen als auch Swing-Anleihen und vor allem Soul. Ganz viel Soul. So viele Köche, und trotzdem schmeckt die Suppe ganz vorzüglich. Da bekommt man zwangsläufig Appetit auf den Hauptgang und den wird es hoffentlich beim Konzert geben. Was bleibt sonst zu sagen: Ein sehr gefälliges Artwork, mit jeder Menge Infomaterial incl. abgedruckter Lyrics und Ben Jammin’ als namhafter Gastmusiker, machen einen guten Eindruck. Nur bei wenigen Songs ist mir der dreistimmige Gesang ein paar Nuancen zu hoch, und insgesamt ist das Album nach 40 Min für zwölf Songs viel zu schnell vorbei. Aber das sind höchstens Abzüge in der B-Note. Zu kämpfen werden bei der Band höchstens unverbesserliche Jamaika-Puristen haben. Sie wissen schon, dass sind die mit den Jahreszahlen-Scheuklappen.

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Krizn | So., 03. Dez 2006 | SKA

Klezmer, Folk, Punk ?!?!? Alles dabei, kompakt von den Kielern Klezcore auf CD gebracht. Eine halbe Stunde...

...Experimentierfreude bekommt der geneigte Hörer geboten. Nun sind aber die klassischen Instrumente nicht Jedermanns Sache, aber wer ist schon dieser Herr Jedermann. Hören lohnt sich und live, glaub ich, sogar noch mehr. Vielleicht wäre ein wenig weniger Punk doch besser, aber Potential gibt es auf jedenfall. Wirklich taufrisch ist die CD ja auch nicht mehr, so dass ich gedrost davon ausgehen kann, dass da mittlerweile noch bedeutend mehr zu holen ist. Also antesten!

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matthias | Do., 23. Nov 2006 | ANDERE

Was haben Schafhirten mit Weltraummusik und abgespaceter Kraftwerk-Folklore zu tun? Warum kommt unser Mann aus Odessa und was macht er jetzt in Amsterdam? Und warum hat Ostblock-Musik überhaupt soviel Erfolg zurzeit?

Hinter dem Synonym OMFO versteckt sich Our Man from Odessa, der mit bürgerlichem Namen German Popov heißt und sich 1989 nach Amsterdam abgesetzt hat, weil’s dort so schön lax und bunt bewusstseinserweiternd zugeht – mit Erfolg. Als OMFO hat sich Popov auf die moderne Zusammenführung von zentralasiatischer Folkloristik mit elektronischem Gepiepse und Gefiepse a la Astronautentöne spezialisiert. Denn Popov ist ein Musikreisender und Weltenbummler, der von einem Genre zum nächsten springt und zusammenbringt, was woher keiner gewagt, noch für möglich gehalten hätte. Ein bisschen Hirtenmelodien hier (und waren die ersten Weltraumfahrer nicht auch reguläre Schafhirten?), ein wenig Space-Keybord dort und ein bisschen Geblubber und Geflöte als Zusatz.

OMFO weiss, was der moderne Mensch braucht, und zwar beides: traditionelle, proletarische Wurzelmusik (aus unseren proletarischen Nachbarnländern von da drüben wo mal die UdSSR war) gekoppelt mit den modernen Future-Sounds der jungen Nachwuchsproletarier- und Disko-Tanz-Generation. Denn auch wenn es heute kaum noch Schafhirten gibt, so gibt es sie doch im übertragenen Sinn: als Musikzusammentreiber und Herdenführer, so wie OMFO. Wir sind die Schäfchen in einer tanzenden Horde und OMFO ist unser Hirt. Und wenn der gute Wahlamsterdamer so weiter macht, dann hat er mit Sicherheit bald seine Schäfchen im Trockenen. Produziert wurde der Spaß von Atom TM aka Sr. Coconut, dem Bruder im Geiste, der sich ebenfalls für Futursounds und Wurzelmusik interessiert und mit elektronischen Reglern bestens auskennt. Erschienen ist das Ganze – wie könnte es anders sein - auf Shantels Label Essay Recordings.

www.essayrecordings.de

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Anne | Mo., 20. Nov 2006 | WORLDBEATS

Da ist es nun endlich, das lang erwartete Debütalbum von Minni the Moocher. Eine weitere Band, die zumindest regional längst unter der Kategorie "Tigerstaaten" auf der Weltpolitikkarte der Post-Wave-Theorie Ska Welt verzeichnet wird. Der Song „Donnerstag“ war ja bereits auf unserem dritten Onlinesampler vertreten und gab die Richtung vor, in der auch das Debüt als solches sein Glück sucht.

„Immer genießen“ vereint insgesamt 11 schöne neue Liedchen irgendwo zwischen TwoTone und SkaPunk, die nicht selten von ihrem Aufbau und ihrer Atmosphäre an die Hamburger Rantanplan erinnern. Die eingängigen Melodien werden noch viel eingängiger durch die löblichen Versuche mit deutschen Texten. Gleichzeitig liegt aber genau da noch ein wenig der Hund begraben. Zweifelsohne sind das nette Songs mit interessanten Textideen, aber wie allzu oft, wenn Songwriter Inhalt über Form setzen, klingt das Ergebnis auch bei Minni the Moocher nicht immer ganz rund. Vor allem an der Metrik aber auch an der Grammatik der Lyriks wird heftigst geschraubt, um den lückenlosen Wechselreim aufrecht zu erhalten. Nur mal kurz ein Beispiel aus Track 4 „Traumafrau“: „Bewegt sich einzigartig/ Sie ist so speziell/ seit Jahren warte ich/ dass aus dunkel wird hell.“
Das alles mag aber nur dem Ästheten in mir sauer aufstoßen und spielt beim Live Auftritt wohl eher eine marginale Rolle. Und genau deshalb dürfte die große Record Release Party im Zuge des Ska Explosion II Festivals diesen Samstag im Kato ein echter Knaller werden. Denn damit rühmen sich Minni the Moocher nicht zu unrecht: Jedes hochachtungsvolle Hinterteil, das dem SkaPunk noch nicht völlig verloren gegangen ist, wird sich vom Moocher-Ska mit Sicherheit bewegen lassen.

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Krizn | Do., 16. Nov 2006 | SKA

Völlig instrumentale Scheibe der Band aus Köln/Bonn. Soll so was wie handgemachte Dancefloormusik sein. Klingonisch!? Is aber so. Interessant, aber auf Dauer nicht wirklich der Burner. In Selbstproduktion entstanden - von daher wird schon mal der Hut gezogen. Und mit unausgetretenen Pfaden kann man sicher auch was reißen. Aber irgendwas fehlt hier. Keine Ahnung was. Vielleicht hätte ein bisschen mehr Detailverliebtheit nicht geschadet. Oder jemand anderes - von „draußen“ - hätte noch herumbasteln sollen. Denn, auch wenn viele Köche den Brei verderben, so ist es auch manchmal gut, was denn die anderen von der Mucke denken, die man so macht. So klingt das alles nach freakig, begabten Studenten, die mal ein bisschen die Sau rauslassen wollen. Als Chill-Out mucke in Clubs aber sicher nicht verkehrt. Und für gerade mal 5 EUR auf der Homepage der Band bestellbar - trotz aufwendigem Digipack - da kann man schon mal ein Ohr riskieren.

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mieschka | Di., 14. Nov 2006 | ANDERE

Geil, nach der genialen Split-EP mit den BECKS STREET BOYS, nun der erste Longplayer Punks aus Limburg. Und dieser knüpft genau da an, wo sie mit der EP aufgehört haben. Klasse 77er Punk im modernen Outfit… Hier mal ein bisschen SHOCKS, da mal ein bisschen BRIEFS, aber immer mit einer eigenen Note versehen. Dazu noch diese herrliche Aufmachung… Im schönen Schweinerosa kommt die Platte auf den Teller und lässt keine Wünsche offen. So lob ich das mir. Hab ich mir beim Abwaschen 2x angehört und hab noch Lust bekommen, die ganze Wohnung aufzuräumen… Das will was bedeuten…

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mieschka | Di., 14. Nov 2006 | PUNK

Überall werden die PENETRAITORS momentan gelobt und als neue deutsche Streetpunkhoffnung geführt. Da musste ich mir die Platte natürlich sofort holen und dachte ein wenig an BACKSLIDE und Co. (Ist es Zufall, daß der Gitarrist auch Jojo heißt, wie der eine von BACKSLIDE?!). Aber dann kam der Hammer. Nein, den Freiburgern können sie sogar noch locker das Wasser reichen und man kann mit Recht behaupten, daß sie nun mit den Berliner TOWERBLOCKS die Spitze des deutschen (allerdings nicht deutschsprachigen) Streetpunks bilden. Hier auch gern mal mit ein paar Trompeten aufgelockert… Schade, daß ich erjetzt auf die Jungs gekommen bin. Denn vor diesem Debütalbum haben sie bereits zwei EPs veröffentlich. Sonst aber wirklich eine klasse Platte von vorn bis hinten, was auch das Cover und die Verpackung mit einschließt. Schickes Digipack und ein 20seitiges Booklet mit allen Texten und coolen Fotos. Schade nur, daß die Scheibe mit ihren gut 35 Minuten viel zu schnell vorbei ist.

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mieschka | Sa., 11. Nov 2006 | PUNK

Naja, ich will nicht sagen, die Mutter aller Deutschpunksampler, aber immerhin einer der bekanntesten ist zurück und geht in Runde acht… Ich muss ja ehrlich zugeben, daß ich nach Teil 4 aufgehört habe mich für diese Reihe zu interessieren, weil mir einfach nur zu viel Schrott drauf war. Und so war ich ziemlich skeptisch, daß dieser neue Teil nun gut sein könnte. Aber ich bin positiv überrascht. Viele neue gute D-Punkbands gibt es. Ist das vielleicht ein Ende des Dilemmas, daß D-Punk immer mit Stumpfsinn und Parolengedresche gleichgesetzt werden? Würde mich jedenfalls freuen. Naja, ein paar Ausfälle gibt es zwar schon. Aber es überwiegen doch die qualitativ guten Bands... Der Sampler tut auch gut daran, nicht (mehr) auf große alte Namen zu setzen. Denn diese machten in der Vergangenheit hierbei nicht immer ein gutes Gesicht. Das ist für den verkauf vielleicht nicht sonderlich förderlich. Aber Qualität setzt sich ja bekanntlich durch und so sollte Nix Gut mit diesem Teil keine Probleme bekommen. Ist ok so… Mit dabei: Splash, Betontod, Daily Terroristen, Heiterinsverderben, Atemnot, OHL, No Exit, Tpunkterror, Gumbles, Fahnenflucht, SiK, Wehrlos, Kafkas, Kreftich, Kolporteure, Pestpocken, L.A.K., Die Gefahr, Schmutzige Taten, Missbrauch, Wahre Lügen, Absturtz, Peccavi!

mieschka | Sa., 11. Nov 2006 | PUNK

Neue Platte der “Gaspedal-durchtret”-Rocker… Begeistert von der ersten bis zur letzten Sekunde. Gerade deswegen, weil sie immer mehr ihren eigenen Stil entwickeln, der neben den mit ihnen immer in Verbindung gebrachten MOTÖRHEAD durchaus auch schon mal an die TOY DOLLS (vielleicht wegen dem Gesang) oder guter Indiemucke (wenn’s mal etwas ruhiger wird) oder auch guten Psychobilly erinnert. Das ist Vielfalt und das macht eine Platte so schnell nicht langweilig. Und so isses eben bei den TURBO ACs. Tolle Platte!

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mieschka | Fr., 10. Nov 2006 | PUNK

Cheapo-Sampler, der einem einen guten Überblick über das aktuelle, hochwertige, Labelprogramm von Go Kart verschafft. Neben einigen bekannten Kapellen (BAMBIX, TRANSMISSION 0, etc…) gibt es auch relativ unbekannte Bands zu hören, die teilweise sogar sehr überraschen. Positiv wohlgemerkt. Das Booklet ist zwar ein bisschen schmal ausgefallen, aber was will man auch erwarten? Wem eine Band gefällt kann sich ja über die angegebenen Adressen weiter informieren. Coole Sache und durchaus empfehlenswert.

mieschka | Do., 09. Nov 2006 | PUNK

Geiler Flamenco-Gipsy-(Punk)-Rock aus Berlin-Kreuzberg, viel geiler als die momentan so hochgelobten GOGOL BORDELLO. Man, das hat mir eben richtig viel Spaß gemacht und gute Laune beschert, so daß ich das Teil gleich nochmal einlegen muss. Neben einigen Instrumentals gibt es vor allem flotte, schmissige Mucke, wo kaum ein Tanzbein stillstehen kann. Teilweise im schönen Männlein-Weiblein-Wechselgesang. Und dann auch noch dieser Deutsch-wasweißichfürSprachen-Mix. Ein wahrer Zirkus. Lustig, traurig, Akrobatisch - schön. Ein Fest für alles Sinne und unbedingt empfehlenswert!

Web: Band, Label
mieschka | Di., 07. Nov 2006 | WORLDBEATS

Zehn Künstler, fünfzehn Tracks, fünf Jahre Peacelounge – ein musikalischer Ausflug in chillig-loungige und vor allen Dingen weltliche Beats.

Was vor fünf Jahren als Label für entspannte Elektronik begann, hat sich mittlerweile zu einem Label für alles was schön klingt und die Seele befreit gemausert. Jazz trifft auf brasilianische und asiatische Sounds, Midtempo Elektronik wechselt sich mit Trip Hop, Latin, Lounge und Downtempo ab und die Songs schlängeln sich durch die Ohrmuschel in den Körper, der sofort in einen entspannten Ruhezustand übergeht.

Perfekte Entspannungsmusik für zu Hause, die einen Hauch von Freiheit mit sich bringt.

www.peacelounge.com

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Anne | Di., 07. Nov 2006 | WORLDBEATS

Good Vibes in Dub a la Francaise. Ein Jahr nach Erscheinen des ersten Albums von Dub Inc. kommt nun das erste Live-Album auf den Markt, das auf den ausgiebigen Touren durch Frankreich, die Schweiz, Belgien, Deutschland und Portugal aufgenommen wurde.

Mehr gibt´s dazu fast nicht zu sagen, außer dass die Jungs gute Laune, guten Sound und gehörig Stimmung verbreiten. Ein bisschen Reggae, Dub und Ragga auf Französisch und Arabisch und fertig ist die Band. Überzeugen vom Real Live können sich alle direkt auf den nächsten Live-Konzerten. Denn die nächste Tour für November und Dezember steht schon wieder an.

www.dubincorporation.com
www.productions-speciales.com

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Anne | Di., 07. Nov 2006 | WORLDBEATS

Wer Geschwister hat, den quälen bestimmt bisweilen hartnäckige Erinnerungen an erbitterte Konkurrenzkämpfe aus Kindertagen. Nein? Dann möchte ich Ihnen mal auf die Sprünge helfen: „Mein Lieblingstier ist der Löwe, der ist voll gefährlich.“ Darauf lässig Schwester oder Bruder: „Mein Lieblingstier ist der Tiger, der ist Stärker als dein Löwe.“ „Dann mag ich halt jetzt den Gepard lieber, der ist so krass schnell, der zerlegt deinen Tiger locker.“ Klar soweit? Ich ganz persönlich war und bin ja ein ausgenommener Meister des Weg-Toppens und deshalb waren meine Lieblingstiere fast immer unerreichbar schnell, groß oder gefährlich. Kurz und Gut: Vergesst Sperber, Bussard, Falke und Adler. Hier kommt der König der Lüfte: Ich liebe den Kondor!

Und der Academy Award für den besten Albumtitel geht an die listigen Framestar Five aus Dresden für „Condor“! Die Wahl dieses Titels ist ja geradezu eine messerscharfe Analyse der aktuellen EP der Band. Wissen Sie über Kondore bescheid? Diese Tiere nehmen mit ihren bis zu 3 Metern Spannweite nicht nur einen beachtlichen Raum auf ihrem entsprechend majestätischen Flug ein, sondern sind für ihre verhältnismäßig extrem kurze Länge (knapp mehr als ein Meter) doch ein ganz schön schweres Geschoss. Rätseln Sie noch immer was für eine Art von Plattenkritik das denn nun sein soll? Dann darf ich mal eben übersetzen helfen: Ich halte „Condor“ trotz seiner offensichtlichen geringen Länge von nur 4 Tracks aufgrund der anspruchsvollen Komposition für ein durchaus bedeutendes Werk von einiger Tragweite und bisweilen majestätischer Anmut. Na gut, vielleicht treibt mich an dieser Stelle die krampfhafte Weiterführung der Metapher zu einem ein kleinwenig zu übertrieben salbungsvollen Stil. Aber zurückgerudert wird nicht! Das „schwere Geschoss“ möchte ich absichtlich mehrdeutig sowohl auf die Tatsache bezogen sehen, dass Framestar, die sich mühelos auf die Schule des politisch engagierten Hardcore beziehen lassen, weder Freunde der leisen und romantisierenden Töne sind, noch leichtes Gebäck zur seichten Gesprächsrunde der Teegesellschaft reichen möchten. Es bedarf schon einer gewissen Menge an Engagement, um sich in die anspruchsvoll kritische Thematik und die nur gebrochen erlaubte Harmonik der Band hinein zu hören. Auch ich hätte dem Sänger kulanter Weise die eine oder andere herkömmliche Kadenz gegönnt, den zugrunde gelegten Anspruch damit zwar vielleicht verringert, dafür aber die nötige Anstrengung, um den richtigen Zugang zur Musik zu finden, auch. Dennoch! (Wie viele Generationen von gegen Wände anrennende Revoluzzer müssen mich für dieses „Dennoch-Ausrufezeichen“ jetzt wohl lieben?) Dennoch! Soviel kann ich versprechen: Das Unternehmen lohnt sich. „Condor“ ist eine dieser Platten, die man gerade nach mehrmaligem Hören erst so richtig zu schätzen weiß, die einen dann aber, und es tut mir leid, das zugeben zu müssen, angesichts der mageren Zahl von nur vier Tracks, um so mehr die Verzweiflung, diese schlechte Hostesse, mit knöchernen Fingern an den Fensterläden, respektive den Aluminiumlammellen, schaben hören lässt. Der Küchenchef empfiehlt übrigens einen vollmundigen Altenberger Erzgebirgsbitter zum Menü.

Web: Band
Krizn | So., 05. Nov 2006 | PUNK

O la la, O la la, le nouveau Tour de France a commencé...

Jede Menge Klassiker aus allen Sparten sitzen diesmal auf den Soundrädern und kurven mit ihren Melodien über Berg und Tal. Von Rock zu Reggae, zu Elektro-Pop, zu arabischen Hits hinüber zu Ska und Weltmusik und wieder zurück. Ein bunter Reigen von Teilnehmern verschiedenster Herkunft und Couleur und eine Zusammenstellung die sich sehen lassen kann. Gewinner gibt es allerdings keine, denn der Weg allein ist das Ziel.

www.localmedia.com

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Anne | So., 05. Nov 2006 | ANDERE

So ungefähr stelle ich mir Garage-Ska-Jazz vor. Auch das sinniger Weise fünfte reguläre Studioalbum der Franzosen „Five’n’Yellow“ bleibt dem seit 1996 eingeschlagenen Pfad treu und begeistert mit herrlich verschrobenem Soul, Ska und Rhythm’n’Blues. Außerdem, mal nebenbei bemerkt, handelt es sich hier um eine weitere aktuelle Platte, die mit unplugged Aufnahmen glänzt.

Alle reden davon, aber keiner ist so konsequent wie Jim Murple Memorial aus Paris: Die Rede ist von der stetig steigenden Welle an Bands, die sich unter dem oft gebrauchten Schlagwort „Neo-Traditional“ auf die musikalischen Wurzeln Jamaikas in den 1960er Jahren (und davor) zurückbesinnen. Das immer gleiche Problem: Wie kriegt man trotz mehrerer vergangener Jahrzehnte Musikentwicklung und trotz z.B. aufnahmetechnisch völlig veränderten Bedingungen diesen dreckigen Sound hin, ohne völlig anachronistisch zu wirken? Mal ehrlich: Es kann auch nicht das Gelbe vom Ei sein, einfach nur zu kopieren was unter Prince Busters, Coxson Dodds oder Duke Reids Fuchtel ins Vinyl gekratzt wurde und damit auch nach so langer Zeit stetig auf der Stelle zu treten. Diesen Vorwurf müssen sich Jim Murple Memorial nicht gefallen lassen. Ihre Musik ist zwar eine große Hommage an eine Vielzahl „längst vergangener“ Musikrichtungen wie Ska, Rocksteady, Rhythm’n’Blues und vor allem Soul, aber „altmodisch“ oder „angestaubt“ sind Assoziationen, die mir beim Hören der Platte höchstens ganz entfernt an der Gehirnrinde kratzen. Tatsächlich hört sich Five’n’Yellow mit der warmen Stimme von Sängerin Nanou, mit dem schön brummenden Kontrabass und dem anspruchsvollen aber nicht überladenen Songwriting so gut weg, da wünsche ich mir mehr davon.

Web: Band, Label
Krizn | Fr., 03. Nov 2006 | SKA

Yeah, und wieder einmal zeigt sich, dass VoC seine dreckigen Pratzen genau auf dem Zahn der Zeit zur Ruhe gebracht hat. Unsere Unplugged Sessions CD, die dem letzten Heft (#5) beiliegt, begeistert die Massen und findet rund um die Welt seine Nachahmer…

Ok, wer es geschafft hat, bis hierher zu lesen, kann nun das seltene Vergnügen genießen, mich zu Kreuze kriechen zu sehen. NATÜRLICH (möchte ich in plötzlich einkehrender Bescheidenheit fortfahren) war es bestimmt nicht allein unsere Idee, Ska und Punk ohne Strom in die Welt zu schicken, die zwei ehrenwerte Mitglieder der Stingers ATX, namentlich Jonny Meyers (voc, guit) und Wayne Myers (Pos, Melodica), dazu verleitete, der Welt mit ihrem Nebenprojekt RokkaTone eine wunderbare Platte zu schenken. NATÜRLICH hat z. B. Chris Murray die Idee ein entscheidendes Quäntchen früher als wir gehabt und hat außerdem, schon allein aus der geographischen Nähe, aber auch was musikalische Einflussnahme angeht, sicherlich gewichtiger in die Suppe genießt. NATÜRLICH findet sich auf „In this Life“ weit mehr an Stilrichtungen als nur schnöder Jamaican Ska (Da wären z.B. Blues, Calypso, Jamaican R&B, Rocksteady und auch Prisen von Dixieland oder Ragtime) und erst recht nur ganz wenig europäisch rotziger Punkrock - jedenfalls was die Musik angeht und nicht den Lebensstil, denn Rokkatone sind mit ihrem Sound den Straßen und Plätzen dieser Erde wohl viel Näher als wir profanen Pressefuzzis. Schließlich und letztendlich, NATÜRLICH zeichnet mit Victor Rice (schon wieder einmal) ein echtes Genie für das Reglerschieben verantwortlich, mit welchem wir uns nur nach einer extralangen Runde Selbstbewusstseinstraining zu messen wagen. Was mir nach all dem Sinnieren also zu resümieren bleibt: „In this Life“ ist so eine Platte, die man getrost jedem Menschen mit ein wenig musikalischem Interesse auf die Ohren quasseln kann und sollte. Ein ganz gemütliches Ding mit viel Herz und sogar Hirn. Ach ja: Die Steel Drum hätte auch ein wenig dezenter sein können.

Web: Band, Label
Krizn | Fr., 03. Nov 2006 | SKA

Noch während die Aggrolites auf ihrer Europatournee mit rasenden Begeisterungsstürmen „The Return of the Skinhead Reggae“ zelebrieren erscheint auf Grover Supreme, dem neuen Sub-Label der Münsteraner Plattenschmiede, ein Reggae Sahnestück der feinsten Sorte.

Kürzlich diskutierte ich mit Kollegen nach dem Epoche machenden Titanen-Konzert der dirty Reggae Erfinder zusammen mit den Slackers darüber, wie lange es wohl dauern würde, bis jemand auf den loswalzenden Zug aufspringt, um uns Dürstende nach der langen Dürreperiode mit noch mehr Hochgenuss dieser Sorte zu versorgen. Kaum gedacht, schon getan. Und zwar: Mir einen Gefallen! Wie das? Mit einer herausragenden 7’’. Die Caroloregians, ihrerseits bereits mit der umfangreich bekannten Neo-Trad Ska Band The Moon Invaders aus Belgien verbandelt, schlagen genau in die Bresche, die ich spätestens seit dem Abend im Kreuzberger SO36 so gerne gefüllt gesehen hätte. Zwei astreine Skinhead Reggae Stücke ohne Gesang aber mit überzeugend souveräner Hammondorgel und fettem Rhythmus-Gerüst. Dazu als Zugabe noch ein Dub-lastiger Song, der mich, und ich komme schon wieder darauf zurück, sehr an die vorletzte Slackers Scheibe „An Afternoon in Dub“ erinnert. Angeblich ist ein komplettes Album dazu auch schon kurz vor der Vollendung und man darf sich darauf freuen. Allerdings könnte man das Ganze nach meinem Geschmack noch perfektionieren, wenn man im Gegensatz zur 7’’ einen Sänger mit engagiert.

Leider gibt es keine eigene Homepage der Band. Anscheinend geben sich die Belgier genügsam mit einer Vertretung bei Myspace zufrieden:

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Krizn | Fr., 03. Nov 2006 | SKA

Die Herren des Spasses sind zurück. Auf ihrer neuen EP zeigen Sie wieder konsequent ihr Talent. Mit fünf Stücken, die nicht auf anderen Scheiben nochmal Verwendung finden werden, widmen sich J.B.O. ihrem bewährten Mix aus Gecoverten und Eigenkompositionen.

Die Franken Blödeln in alter Tradition und peppen unter anderem Udo Jürgens "Griechischen Wein" auf. Blödel-Rock im besten Sinne - wer den Humor der Jungs mag wird sich da nix falsches in den CD-Schacht schieben. Große künstlerische Ergüsse erwartet ja auch niemand und das geht auch so in Ordnung. Passend zur Ep gibt es dann auch gleich im Dezember die Tour. Und ein komplettes Album sollte dann auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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matthias | Do., 02. Nov 2006 | ANDERE

Mit den ersten Tönen der Plastic Skanksters hat sich in meinem Hirn eine äußerst hartnäckige Leinwand entrollt, auf der Namen wie „Bluekilla“, „Skaos“ oder „El Bosso & die Ping-Pongs“ in feurigen Buchstaben leuchten.

Und irgendwie kriege ich diese Leinwand nicht mehr zusammengerollt, obwohl die Plastic Skanksters aus Kiel wahrscheinlich nur stilistisch gesehen am gleichen Stammtisch wie oben genannte Bands sitzen dürften. Für meinen Geschmack ist das leider nix, dieser neue deutsche TwoTone, der ja soo neu gar nicht mehr ist. Die Grundidee der meisten Songs auf dem bereits dritten Album der norddeutschen Außenstelle der Offbeat Generation ist ganz eingängig und dürfte ganz gut in geneigte Ohren gehen. Das könnte meines Erachtens beim Livekonzert auch für ordentlich Stimmung sorgen, aus den Tiefen der Polster meines bequemsten Lieblingssessels heraus und aus meiner alles andere als Fehler verzeihenden Präzisionsstereoanlage schallend entpuppen sich die Songs dann aber doch als etwas zu einfach zusammengeschreinert. Auf dem Cover der Platte stehen die Bandmitglieder passend zum Titel derselben schön aufgereiht an der Supermarktkasse (das Madnesseske Gruppenbild?) und warten auf die Abfertigung ihrer neuen Instrumente. Ein beeindruckendes Stück Ehrlichkeit, wie ich finde, denn die sterile Atmosphäre eines Shoppingzentrums fügt sich stimmig in die mäßige Spritzigkeit der zehn Tracks, die bisweilen ziemlich eintönig ausufern und nur selten aus der Waschmittelabteilung herauslugen. Eine enorme Menge selbst propagierter Fröhlichkeit, die beiden Stücke mit deutschen Texten und zuletzt die nette Idee eines „Reggae and Ska“ Covers machen das Kraut aber auch nicht fett, denn wer covert, muss sich damit abfinden, mit dem Original verglichen zu werden: Judge Dread hat sich zwar selbst auch nie ernst genommen, er klang beim Singen aber nicht so, als hätte er sich direkt davor eines dieser extrem sauren Lutschbonbons eingeworfen. Tut mir Leid aber für das Stück Plastik hätte ich lieber eine andere Bestimmung gefunden.

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Krizn | Di., 31. Okt 2006 | SKA

Livezusammenschnitt von diversen Konzerten der letztjährigen Akustiktouren der englischen Anarchisten, die es nun auch schon 25 Jahre als Band gibt! Unglaublich. Anfangs war ich ja ein bisschen enttäuscht, da sich nur 14 Songs auf dem Tonträger befinden und CHUMBAWAMBA ja eine ganze Menge toller Songs und noch mehr Hits zu bieten hat, als diese CD hergibt. Doch kaum eingelegt war ich sofort verzaubert vom warmherzigen Sound der Band und der sonst seltenen Heiterkeit, die zwischen den Songs hervorschimmert. Musikalisch gibt es einen kurzen Querschnitt fast aller erschienenen Tonträger der Band - nur eben im Akustikgewand. Ruhig und schön. Stimmt einen hervorragend auf die anstehenden Herbst und Wintertage ein, wo man die CD hevorragend bei einem Kaminfeuer lauschen kann.

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mieschka | Fr., 20. Okt 2006 | ANDERE

Netter ROCKabilly, nicht unähnlich der genialen LIVING END aus Australien. Mal rockig und manchmal auch ruhig, akustisch betont. Sehr harmonisch also das Ganze, so daß man sie auch die HARMONAUTS nennen könnte. Nie wird jedoch der Spaß aus den Augen verloren, so daß man die Musik nur mit guter Laune auflegen, oder zumindest damit rechnen sollte, solche zu bekommen. Gerade, wenn die Surfanleihen durchschimmern. Einfach erfrischend im Ganzen Einheitsbrei, auch wenn sie damit manchmal vielleicht etwas zwischen den Stühlen sitzen. Mal Reinhören lohnt sich aber in jedem Fall und vielleicht könnt Ihr ihnen ja auch etwas abgewinnen.

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mieschka | Fr., 20. Okt 2006 | PUNK

Neuer Glücksgriff von Ben und seinen An’na Nadel Records-Mannen. Geiler, deutschsprachiger Punkrock, mitten aus dem Herzen Berlins. Gute, treffende und vollkommen unpeinliche Texte, die, im Gesamtkonzept eingefügt, stark nach den SHOCKS oder BERZ RACHE bzw. anderem alten 80’er und 90’er Kram klingen, falls letztere noch jemand kennt. Macht unglaublich viel Spaß und könnte zum neuen Dauerbrenner im Berliner Underground avancieren. Ein Lied gibts sogar auf Chinesisch und den ersten 200 Vinyl-LPs liegt derselbe Inhalt nochmal als CD bei, damit man sie auch mal auf Partys mitnehmen und die Platte schonen kann. Sehr gute Idee, an der sich viele Labels eine Scheibe (im wahrsten Sinne…) abschneiden sollten.

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mieschka | Fr., 20. Okt 2006 | PUNK

Ein Trip durch verschiedene Sphären der Musikwelt. Acid Jazz, Funk, Afikanische Tommeln, helle Timbals, tiefe Basslines, fette Subwooves, Scratches, arabische Rhythmen, ungarische Vocals u.v.m…

Paul Murphy ist eigentlich nur durch Indien mit dem Zug gefahren und hat jede Menge spannende Leute kennen gelernt und sich inspirieren lassen. Und was passiert, wenn jemand Kreatives zum Weltensegler wird, als wandelnder Kreativschwamm durch die Gegend läuft und alles in sich aufsaugt? Seine Kreativität fängt an eine Eigenenergie zu entwickeln und plötzlich entstehen ganz neue unerwartete, bisher ungehörte, manchmal unerhörte und ungesehene Dinge daraus.

Im Falle von Paul Murphy haben wir nach ausgedehnten Zugfahrten und Eselsritten nun ein grandioses Album vor uns zu liegen, das zwar weder nach Zug, noch nach Esel noch nach Indien klingt, dafür aber eine musikalisch-weltliche Bandbreite und Smoothnes aufweist, die seines Gleichen sucht. Sphärische Subwooves, werden zu afrikanischen Trommelgrooves gepaart mit Beatspielereien und Freejazzigen Versatzstücken, die einen direkt in andere Welten versetzen und in höheren Ebenen floaten lassen. Ein Trip eben. Ganz ohne Drogen und Alkohol. Danke Paul Murphy.

www.afroartrecords.com
www.myspace.com/paulmurphythetrip

Erhältlich auf itunes, Clickgroove & Tunetribe

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Anne | Di., 17. Okt 2006 | WORLDBEATS

„Eine Neuerscheinung auf dem neuen Label Waxon von Nightmares on Wax Mastermind ..., die uns ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Guts bringt uns mit „Le Bienheureux“ eine handvoll grooviger und fetter Lounge- und Downbeattracks, die den Zeitgeist genau auf den Kopf treffen und die Sonne nach Hause.

Englische und spanische Lyrics auf fetten Bässen und melodische Gitarren, angereichert mit vereinzelten Voice-Tracks, rollen nachdrucksvoll dahin und beweisen, dass Guts „der Fröhliche“ sein Handwerk bestens beherrscht. Eine äusserst fette Cover-Version von „The Living is easy“ peppt die restlichen lebenslustigen Stücke a la “Pura Vida“, „Sweet Love“, „Nightmare of Paris“ oder „Endless Night“ noch extra auf und lässt einen direkt durchtanzen. Sechzehn Burner zwischen Texasgitarrensound, Reggae, smokigem Downbeat und akustischen Hip-Hop-Beats.

Sehr feine Scheibe Herr Guts. Very Bienheureux!

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Anne | Sa., 07. Okt 2006 | WORLDBEATS

Neue Platte der Berliner und irgendwie habe ich das Gefühl, daß sie musikalisch wie auch textlich gereift sind. War früher nicht so mein Ding. Aber jetzt kann ich mir das durchaus mal antun. Werde ich alt? Naja. Jedenfalls schicker Melodicpunk viel Tuten und Blasen. Gut geeignet für Rucksackpunks im Aldi-Tetrapack-Wein-Rausch, die denken, daß Emergenza-Ausscheide Underground-Punk-Festival Highlights sind. O.K.

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mieschka | Mo., 02. Okt 2006 | PUNK

Hübsche Sängerin, die hier mit ihrer Band sehr Stonerrockbeeinflussten Melodicrock vorträgt, teilweise sogar mit punkigen Anleihen. Aber irgendwie klingt das eher nach Truckerfestivals und entsprechendem Publikum. Rockt ein bisschen, besonders cooler Scheiß isses allerdings nicht. Bis auf einen Song: „Definetely Maybe“. Der spricht mir sogar aus dem Herzen. Ansonsten läufts gut durch und für den Hintergrund durchaus okay.

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mieschka | Mo., 02. Okt 2006 | ANDERE

Bereits das zweite Album, was ich vom Japaner in den Händen halte. Und es hat sich nicht wirkich was geändert. Ziemlich düsterer, aber melodischer Rock alá HIM und Co. Absolut nicht meine Tasse Bier. Aber als Hinweis für Fans, daß das Album jetzt auch hier erhältlich ist, ausreichend. Denke ich. Viel Spaß damit.

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mieschka | Mo., 02. Okt 2006 | ANDERE

Zwei israelische Komponisten verbinden hier traditionelle orientalische Klänge mit der Elektronic der westlichen Welt. Unsere Anne würde das wohl Fusion nennen. Die Instrumentalstücke.Klingen für mich wie Theater- oder Zirkusmusik des Cirque del Soleil. Die Stücke mit Gesang dann wieder ein bisschen nach PINK FLOYD. Sehr experimentell also das Ganze. Wer auf Loungemusik steht, kann hier durchaus mal zugreifen. Besonders interessant ist dabei vielleicht auch die beiliegende DVD, wo ein Teil der Stücke auch noch mt Bildern, also als Videos, daherkommen.

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mieschka | So., 01. Okt 2006 | WORLDBEATS

Verdammte Axt! Aber so was von Klasse ist die neue Platte um Frontschnösel Guz, das ich selbst in meinen feuchtesten Träumen nicht damit gerechnet habe. Platte des Monats, ach quatsch, des Jahres würde ich behaupten. Schnoddrig, ordinär auf den Punkt und mit vielen Bläsern! Punks nicht tot und die Schweizer Gott sei Dank auch nicht. Obwohl man das fast hätte meinen können. Hat lange genug gedauert. Zwischen Zynismus und purer Lebensfreude angesiedelt, gibt es keinen Ausfall auf der ganzen Platte. Ein Jammer, daß TOCOBLUMTOMTEKETTCAR überall rauf und runter gespielt werden und nicht diese sympathischen Jungs aus dem Land der Hustenbonbons. Hat mir aber so was von den Tag gerettet und auch Ihr solltet Euch das antun. Einzige Hitplatte. Und jetzt ab mit dem Nightboat to Guantanamo!!!

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mieschka | Sa., 30. Sep 2006 | ANDERE

Soulig, countryesker GarageRockpop aus der Schweiz. Gute Aufmachung - sowohl des Covers als auch der Mucke selbst. Ist jetzt nichts für durch die Bude zu springen. Aber durchaus gut geieignet mit einem lieben Mädel im Arm durch die Welt zu düsen oder im Bett zu liegen. Macht Spaß!

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mieschka | Sa., 30. Sep 2006 | ANDERE

Hey, Etikettenschwindel! Von wegen Pop!? Schöner, melodischer Punkrock ist das hier. Wenn auch ein wenig poppig gemacht. Aber dann wären BAD RELIGION ja auch irgendwelche Popper und das will mir ja wohl niemand glauben, oder!? Naja, Ansichtssache. Jedenfalls gehen die Schweizer aus Winterthr hier schon ganz gut zur Sache. Und genug Schnoddrigkeits- und Arschtrittfaktor ist auch vorhanden, womit sie sich, meiner Meinung nach, ganz in die Schweizer Punkrockelite alá JACK & THE RIPPERS, VANILLA MUFFINS und Co. einreihen. Leider ist nach 14 Songs bzw. einer guten halben Stunde schon Schluß. Aber vielleicht ist das auch gut so. Denn sonst würde einem das einem schon mal schnell auf die Nerven gehen, bei so viel Melodie. So kann man die Platte ja aber nochmal hören oder einfach aufhören, wenn man genug hat. Das ist bei mir aber noch lange nicht der Fall. Nicht nur für Fans der POINTED STICKS & Co. ein Geheimtipp!!!!

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mieschka | Sa., 30. Sep 2006 | PUNK

Arabischer Breakbeat aus Berlin auf Kreuzzug durch die Musikwelt.

Das Debüt-Album von Nomad Sound System ist (fast) draussen und auf dem Weg die Welt zu erobern. In meiner Anlage dreht das Preview-Exemplar seine Runden und ich stell die Anlage laut. Die Nomaden verschmelzen auf ihrer Soundreise Tradition mit Moderne, Technologie vereint sich mit Rhythmen und Melodien aus dem fernen Osten, English fließt mit Arabisch, Französisch und Deutsch zusammen, und die moderne Ethnogemeinde steht zum Tanz auf.

Als Berliner Lokalveteranen sind sie in der Haupstadt mehr als bekannt. Mit ihrem ersten Album, auf dem Kollaborationen mit Gästen wie MC Sufferah, PR Kantate und SonDoro vertreten sind, überschreiten sie nicht nur die Grenzen der Musik, sondern mit Sicherheit auch bald die Grenzen Deutschlands und Europas. Arabische Klänge, sphärische Gesänge, Drum´n´Bass, Breakbeat, Reggae, Gnawa, Siddharmelodien und Flauten ergeben ein buntes Klangbild, als wenn alles schon immer zusammen gehört hätte. Grenzen verwischen und die musikalische Globalisierung findet ihr Manifest im Nomad Sound System.

Tanzbar, traditionell, modern, melodiös, ekletisch, gut! Ein Brückenschlag. A Global Dancehall Sound.

Die erste Single "Sidi Khouya" ist bereits auf Tonspion und Finestunes als Download erhältlich. Weiter Infos und Vorab-Tracks zum Reinhören gibts auf www.myspace.com/nomadsoundsystem.

www.nomadsoundsystem.com

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Anne | Sa., 30. Sep 2006 | WORLDBEATS

Hätte Sir Francis Drake 1587 für den Überfall auf die zu Missionszwecken Richtung England ausgelaufene spanische Flotte einen Soundtrack gebraucht, er hätte sicherlich gerne Springtime in die Board-Stereoanlage geschoben. Aber damals konnten Piraten auch ohne Musik entern. Das waren noch Männer!

Nicht so wie viele Jahre später dieser kastrationsgefärdete Räuberhauptmann Colonel Killgore… ich komme vom Thema ab. Verdammt, das passiert mir immer, wenn ich es mit Musik zu tun bekomme, bei der mir gerade wieder ums Verrecken nicht einfällt, wie man diese Spielweise doch gleich bezeichnet. Die Jungs aus Trier wehren sich ja offenbar ein wenig gegen „emo“. Kann man ruhig. Wurde ja auch genug Schindluder mit dieser Kategorie getrieben. Aber Punkrock ist es auch nicht wirklich, obwohl schon brachial und ein wenig kalifornisch. Wäre der Sound noch einen Hauch druckvoller, gäbe ich mich mit dieser politischen Richtung des American Hardcore recht zufrieden, aber die Balladen dazwischen schwubbern mir dann doch zu lauwarm in ihrer Streichorchester-Idylle. Stopp mal! So kann ich jetzt echt nicht weitermeckern, denn „Stones in my passway“ bringt schon ordentlichen Rock auf die Straße. Prust - Kicher! Habt ihr den verstanden? Nein ich würde Euch die Platte wirklich gerne ans Herz legen, denn die gekonnt beeindruckenden Gitarrenriffs, die wild-warme Stimme des Sängers und die eingängigen Melodien heben das Debüt schon mindestens auf eine Stufe in der Showtreppe zum Olymp des Rock, die die Aufschrift „Von der Band würd ich mir ein T-Shirt kaufen, wenn es nicht zu teuer ist“ trägt.

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Krizn | So., 17. Sep 2006 | SKA

Wenn ich den Mut hätte, mich weit aus dem Fenster zu lehnen, würde ich sagen, Arpioni sind neben Roy Paci & Aretuska wahrscheinlich die beste Band, die Italiens Ska- und Reggae-Szene derzeit zu bieten hat.

Und jetzt die gute Nachricht: Das ist das schöne am geschriebenen Wort, man braucht weder Mut, noch Fenster noch ein funktionierendes Sprachorgan. Zurück zur Musik. Die siebenköpfige Band aus Bergamo im nördlichen Italien (nahe Mailand) schlug mich schon mit „Un Mondo in Levare“ (1999) und „Buona Mista Social Ska“ (2001) völlig in den Bann. Letzteres enthielt eine beachtenswerte Zusammenstellung von Coverversionen traditioneller italenischer Songs im Arpioni eigenen unverwechselbar smoothen Stil. Ich habe selten so professionellen und genießbaren Neo-Traditional gehört und finde „der Worte nicht genug“, um Arpioni zu beschreiben. Ab ´99 waren sie, vom Meister persönlich geordert und damals unter Vertrag bei Gridalo Forte Records, für alle Shows in Italien Backing Band von Laurel Aitken (R.I.P.) und spielen immer noch zusammen mit Revoluzzer und Musik-Vagabund Tonino Carotone. Der wiederum hat es sich, ebenso wie Roy Paci höchstpersönlich, nicht nehmen lassen, seinen Teil zur neuen Platte von Arpioni beizutragen. Das mittlerweile fünfte Studioalbum „Malacabeza“ (VÖ: 2005) ist ein fulminantes Werk geworden; ist auf seine Weise sehr vielseitig ohne unzusammenhängend zu wirken, beinhaltet sowohl die typischen von alt-überlieferten italienischen Songs geprägten Melodien, genauso wie jazzige Nummern, Rocksteady, Latin-, Soul- und Folk-Einflüsse und doch ist alles eine große Hommage an die jamaikanischen Wurzeln. Es gibt nicht ein Stück auf der Scheibe, das es auch nach vielmaligem Hören geschafft hätte, mich zu nerven. Und das will was heißen. Bleibt eigentlich nur eins zu klären: Was ist mit der Live Performance? Die lies lange auf sich warten. Dann kam seit Jahren endlich wieder ein Konzert in Berlin (im Maschinenhaus der Kulturbrauerei) und zwar zusammen mit Ska-J aus Venedig und Enjoint aus Padova. Tja! Gut, es war ein Sonntagabend, Arpioni waren extrem kurzfristig gebucht worden und die Werbung konnte deshalb nur notdürftig greifen, aber das Einzige, was an diesem Abend glänzte, war das Berliner Publikum mit seiner Abwesenheit. Und das obwohl Arpioni ein wirklich gutes Set spielten. Aber vor 15 Leuten von denen sich 13 auf den Stufen ganz hinten im Halbdunkeln verstecken… eine Schande! Und das nur am Rande: Am Abend zuvor in Dresden spielte die Band bei weit über 300 Gästen vor ausverkaufter Halle.
Man kann halt niemanden zu seinem Glück zwingen. Was man kann, ist dezent darauf hinzuweisen, dass Arpioni am 7.10.06 im Kato noch einmal spielen werden. Ich kann nicht mehr tun als „Tipp“ zu schrei(b)en: TiPP!! TiPP!! TiPP!!!

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Krizn | Sa., 16. Sep 2006 | SKA

Das zweite reguläre Album (VÖ:2002) der großartigen Band aus Varese, Italien, beginnt mit einer eher Ragga-muffin-esk anmutenden Nummer die aber dermaßen rockt, dass ich mir wünsche, bei den Olympischen Winterspielen in Turin gewesen zu sein. Denn dort spielten Bassistinti auf der Begrüßungsfeier des jamaikanischen Bobteams. Wenn das nicht alles darüber aussagt, was man von der Band zu erwarten hat…

Aber aufgemerkt (sagte der Mathematiklehrer): Diese Platte ist noch bedeutend 2tone lastiger als die aktuelle Platte („Don´t cry for me“), was eher nicht so meinem Geschmack entspricht. Die Pornoorgel ist dafür aber superb!!
Trotzdem meine Herren, nehmen wir da z.B. mal den zweiten Song "Mosquito latino" heraus: Ich weiß, wir von Woize sind was das angeht ja auch ein gebranntes Kind, aber das kann man einfach nicht machen, von „rocksteady in original style“ zu singen, aber in dem Song eine Mischung aus 2tone und Mestizo zu spielen. Immerhin muss ich respektvoll anmerken, dass der Track, 2002 veröffentlicht, schon deutlich zeigt, dass die Band weiß, was die Uhr geschlagen hat. Da hatte man den Bohrer aber extra präzise am Zahn der Zeit. Trotzdem, den Text von „Mosquito latino“ sollten wir vielleicht einfach diskret übersehen. (Genauso übrigens wie die Lyriks zu „Follow me“ obwohl der Song an sich ganz cool klingt) Da hat sich niemand mit Ruhm bekleckert. Schade auch, dass Track 3, der so genial in dieser 60s Radio Ästhetik beginnt, dann ziemlich ordinär mit viel zu viel Halleffekt weiter geht, sonst wäre der Song nämlich ziemlich beeindruckend. „Mosquito latino“ ist insgesamt gesehen schon eine feine Platte, wirkt aber immer wieder so, als wäre die Band noch arg am Experimentieren, um einen eigenen Stil zu finden. Krasse Wechsel zwischen Toasters 2tone Army Style und Neo-traditional Songs mit Raggamuffin-Einlagen machen das Hören der CD zwar abwechslungsreich aber für die späten Abendstunden doch ein bisschen zu hektisch. Schön finde ich die vielen Songs auf italienischer Sprache. Eine erfrischende Abwechslung zum weit verbreitenden Allerwelts-Englisch. Und dann kommt er doch noch: Der großartige Neotraditional Rocksteady Song zum mitschmachten: spätestens „My Love“ beweist, dass Bassistinti genau wissen, wovon sie da singen. Danke.

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Krizn | Sa., 16. Sep 2006 | SKA

Heilige Güte, was für ein großartiger Sound. Und dabei bin ich eher zufällig über diese Band „gestolpert“. Nun, es war ein kurzes Stolpern, das gleitend in Arschschwingen überging. Yeah, baby!

Da wächst ganz Großes heran. Bassistinti sind eine äußerst vielseitige Band, die sich sowohl mit NeoTrad Klängen, Roots-Reggae, Dub und Blue Beat als auch mit moderneren Dancehall Variationen im Stil der ganz großen wie Seeed und Gentleman sicher bewegen. Auch Latin-Ska Einflüsse im Stile der legendären Mano Negra finden sich hier und da in ihrem Werk und so bieten Bassitinti vermutlich in etwa das, was Studio One Freigeister heute noch gerne produzieren würden: Ihre Musik ist rough, dirty aber auch innovativ und vor allem cool.
Schon seit mehr als 10 Jahren kochen die Herren aus einer malerischen Kleinstadt ganz im Norden Italiens an ihrem Süppchen. (Varese liegt in der Lombardei, alle berühmten Bürger der Stadt haben in irgendeiner Art und Weise etwas mit Radfahren zu tun - das sollte sich bald ändern, wenn Bassistinti die ihnen gebührende Aufmerksamkeit bekommen.)
Und da braut sich ordentlich was zusammen. „Don´t cry for me“ (VÖ:2004) ist bereit das dritte veröffentlichte Album der Band und unterscheidet sich ein wenig von seinen Vorgängern. Ob es an der Neubesetzung von gleich vier Musikern innerhalb der Band liegt, oder einfach an dem Berg von Erfahrung, den sich Bassistinti im Laufe der Jahre auf der Bühne mit Bands wie Buju Banton, Bluebeaters, NYSJE und Groundation aufhäufen konnten, jedenfalls ist das aktuelle Album ein gutes Stück „rootiger“ als die bisherigen Alben, wenn ich das mal so sagen darf - was für ein Glück für uns, denn die Platte ist großartig geworden. Gleich der Opener reißt mich trotz Bandscheibenvorfall in meinem orthopädischen Wirbelsäulenstützstuhl quer durchs Zimmer. Es handelt sich um eine krasse Ska-Jazz Version der englischen Folk-Überlieferung „Scarborough Fair“ auf die oben genannte Ska-Jazz Helden stolz sein könnten. Und auf dem hohen Niveau geht es weiter. Da sind wirklich ein paar schöne Hits versammelt… und immer wieder schöne Pornoorgel. Und ein gefälliges Artwork hat die Platte obendrein. Wer allerdings italienische Lyrics sucht, der tut sich auf der neuen Aufnahme leider schwer, das ist dann aber der einzige Schwachpunkt, der mir ins Auge sticht.
Wer akustische Überzeugungshilfe benötigt, der sollte mal ein Ohr in unseren aktuellen Onlinesampler #4 werfen, denn dort findet sich ein ganz eines Exemplar von Track: Bei den Olympischen Winterspielen in Turin spielten Bassistinti auf der Begrüßungsfeier des jamikanischen Bob Teams, jetzt leihen sie der Woize einen Track. "I Don´t care" erinnert mich ein wenig an die großen Zeiten von Dr. Ring-Ding and the Senior Allstars.

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Krizn | Sa., 16. Sep 2006 | SKA

Oh Paris! Du schimmernde Perle an den seidenen Ufern der prächtigen Seine, du Zuflucht für Dichter und Denker in bitterer Not, du Stadt der Liebe, Krawalle und Revolutionen, du Heimat der Backwaren, Parfümerien und Kopfstöße. Du eine! Du große!

Sie haben es sicher sofort bemerkt, Sie befinden sich hier mitten in einem Werbetext. Naja, Werbung nun vielleicht nicht gerade, eher Information, oder Verlautbarung, vielleicht auch Kritik. Und außerdem können Sie aufatmen. Es geht nicht um Dinge, die uns allen doch sowieso längst zum Halse heraus hängen - wie Fußball. Es geht ebenso nicht um einen alten Mann in roten Kalbslederschuhen und auch nicht um den allerneuesten Hype der Medienlandschaft: Die verführerisch-düsteren Machenschaften des Jean-Baptiste Grenouille. Obwohl wir im letzteren Fall schon so ziemlich beim Thema sind. (Puhh!) Denn aus Paris kommt dieser Tage so einiges - und eben auch eine junge Band (gegründet inmitten der weißen Flocken des Jahreswechsels 2002/2003) aus acht engagierten Musikern, die sich bescheiden „King Kong Bool Factory“ nennen und auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum eine wilde Mischung aus Rocksteady, Two Tone und jeder Menge 3rd-wave Ska gesammelt haben. Fairer weise sollte ich die Prise Ska-Punk nicht unterschlagen. Insgesamt 10 Songs hauptsächlich auf Französisch, aber auch gerne einmal auf Englisch und dazwischen… - wos is des? - Russisch? Jup, Russisch! Passt. Ehrlich gesagt, habe ich nicht viel verstehen können, konnte mir aber aus zuverlässiger Quelle die Witzigkeit des Sängers bestätigen lassen und da mir schon so etwas schwante… Wer also genug Sprachbegabung mitbringt, und auch IN DIESEN SCHWIERIGEN ZEITEN einmal wieder ein bisschen lächeln möchte, der braucht das Album von King Kong Bool Factory unbedingt. Wer außerdem auf die Specials steht und wem die Busters zu poppig sind, wer eine junge, engagierte, freundliche Band mit dem Herz am richtigen Fleck unterstützen möchte, auch der ist mit dem Debüt gut bedient. „Wer allerdings das Parfüm liebt,“ der soll sich die CD um Gottes Willen kaufen.
Dass übrigens der letzte Satz keinen Sinn macht, liegt ganz simpel daran, dass ich da aus der Kinokritik von radio Eins geklaut habe. War eher eine meiner schlechteren Ideen. Sorry. Was soll’s. Das Debütalbum ist jedenfalls eine schöne Sache geworden, mein Favorit der Platte und deshalb Anspieltipp ist Track Nr. 4: "La Machine à Café". Reinhören kann man auf der offiziellen Homepage:

Web: Band
Krizn | Fr., 15. Sep 2006 | SKA

8 brandneue Songs von BONECRUSHER sowie ein paar unveröffentlichte und Live-Songs der leider längst aufgelösten Streetpunk Legende OXAMORON auf ganzen 2 CD´s. Ja, was soll ich sagen? Da kann man eigentlich nichts falsch machen und ein guter halbstündiger PartyPunkrockSpaß ist garantiert. Und wenn mich auch die Amis textlich manchmal nicht ganz überzeugen können, reissen die Erlanger das in jedem Fall wieder raus. Melodisch, kraftvoll, keine Kompromisse. Dazu wieder ein schön aufgemachtes Booklet und fertig ist die gut gekochte Punkrocksuppe. Gerade weil die Platten auf Grund ihrer Kürze immer auf den Punkt kommen, machen sie richtig Spaß und man kommt kaum von los. Die will man immer wieder von neuem auflegen und muss man natürlich haben!

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mieschka | Mi., 13. Sep 2006 | PUNK

Projekt von OXYMORONS Mastermind „Sucker“ mit Songs, die teilweise noch für die OXYS geschrieben - aber nie veröffentlicht wurden. Damit dürfte der Stil schon mal klar sein. 14 Knaller gibt es, die jedem Fan der Erlanger noch mal die Knie weich machen dürften. Hervorragende Mitgröhl-Hymnen mit Riesenhitfaktor und mehr oder weniger bekannten Gastmusikern (z.B. FRONTKICK, etc…). Ob aus dem Projekt auch eine längerfristige Band entsteht, bleibt abzuwarten. Das hier fetzt aber schon mal auf jeden Fall.

mieschka | Mi., 13. Sep 2006 | PUNK

Barcelona, Umschlagplatz für Drogen. Barcelona, Umschlagplatz für Fusions-Musik. Barcelona, Umschlagplatz für Fusions-Musik, die wie eine Droge wirkt.
Barcelona = zu Hause von Prof. Angeldust. Prof. Angeldust´s Musik = eine Fusion, die wie eine Droge wirkt.

Seit sechs Jahren Resident im berühmten innerstädtischen Ballsaal La Paloma, bringt Prof. Angeldust aus Mexiko die Leute jeden Donnerstag in der famosen Bongo Lounge zum Tanzen. Latinbreaks wechseln sich mit Hip-Hop, Funk, Boogaloo, Reggae und House ab und werden von MC´s, Livebongos und heißen Gogo´s in ein Live-Spektakel verwandelt. Mit Pachuco Watusi präsentiert uns Professor Angeldust nun auf zwanzig Songs einen gelungenen Querschnitt genau dessen. Eine eklektische Mischung aus Dub, Dancehall, Elektromambo, Diskosounds, Latinfolk, Hip Hop, Delays, Sprachfetzen und allem was dazwischen liegt. Verfeinert wird der Sound durch die Kollaboration von MC Ben-Jammin, Dana Leese, Dilema und Marga, die dem Groove Stimme und Gesicht verleihen.

Tanzbar, Soulfull, Funky, Elektrisierend. Wie die Bongo Lounge. Hier saß ein Professor an den Reglern, der von den Disko-Engeln begleitet wurde.

www.actuamusica.com
www.bongolounge.com

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Anne | Mi., 13. Sep 2006 | WORLDBEATS

Eine musikalische Reise von den 60érn zu den 80´ers in einem Zug der grooved was das Zeug hält...

Oli Stewart aka Casbah 73 hat sich auf die Suche nach raren Groove-Perlen der letztn Jahrzehnte begeben, um diese nun auf der neuen Compilation Jazz Travels zu präsentieren. kein Weg war zu weit und kein Plattenladen zu schäbig, um die besten Jazz- und Latinsounds aus den alten Schubladen zu holen und zu entstauben. Bei vielen der Songs handelt es sind um wahre Raritäten, da sie nie nach der ersten Pressung nicht wieder veröffentlicht wurden und von daher extrem schwer zu finden sind im Original.

Diese Compilation hat Soul - und dieses gewisse Bossa Nova Sonntags-Feeling, das einem direkt warm ums Herz wird und alle Sorge mit dem freien Sound der Musik davon fliegen. Schön!

Jazz Travels compiled by Casbah 73.
A Global Expedition in Search of the Good Groove.

www.hitoprecords.com
www.beatinternational.com

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Anne | Mi., 13. Sep 2006 | ANDERE

Sampler mit einer guten Mischung aus bekannten und unbekannten Bands. Darunter: Cleansweep, Bonehouse, Dogs On Sail, die göttlichen Holy Racket, Friendly Fucking Fire, Dritte Wahl, Happy Dispatch, Molotow Soda, Infexion, OHL, The Judges, Popperklopper, Left Jab, Spermbirds, Pornoheft, Projekt Kotlett, Neue Katastrophen, Razzia, Totschick, Stage Bottles, Razorheads, Totenmond, Freibeuter AG, Suburban Scumbags, Rotz auf der Wiese. Ganz nett gemacht. Mit allerdings spärlichen Informationen über die Bands im Booklet. Die Songs sind größtenteils alle schon mal irgendwie veröffentlicht worden. Trotzdem ist es eine gute Zusammenstellung. So eine Art Mixtape mit den Lieblingsliedern von Paco (Dogs On Sail) und Frank (Razzia), die die Platte zusammengestellt haben. Das ganze funktioniert so, wie es früher oft üblich war, daß sich Bands „einkaufen“ und davon eine Platte gemacht wird. Das scheint (wieder) ganz gut zu funktionieren, denn man arbeitet bereits an einem neuen Projekt. Interessierte Bands können sich da gern melden. Also echt ok und, soweit ich weiß, recht günstig. Von daher ist das Geld gut angelegt.

mieschka | Mo., 11. Sep 2006 | PUNK

Wenn man sich nicht von den Bandnamen abschrecken lässt, kann man auf dieser Scheibe seit langem mal wieder richtig guten, deutschsprachigen Punkrock hören. Nachdem der erste Teil dieser Samplerreihe ganz gut angekommen ist, geht Einhorn (Frontmann der auch auf der Scheibe vertretenen ATEMNOT) liebevoll in die zweite Runde. Ein gutes Händchen bei der Bandauswahl hat er gehabt, die diesmal vornehmlich aus dem Osten der Republik stammen. Und die ein oder anderen dürften auch schon mal von Euch gehört worden sein. Mit von der Partie sind nämlich: Gottkaiser, Blutiger Osten, Atemnot, Die Bockwurschtbude, Die Strohsäcke, Radicale Poesie, OXO 86, Gumbles, Die Küchenspione, Hausvabot, Soko Durst, Fehlschlag, Der Schwarze Kanal, Ausgelebt, Die Asozialen Superhelden, Wehrlos, Gleichlaufschwankung, Trash Torten Combo, Selbstjustiz und die Klabusterbären. Gegen Ende fällt die Compilation ein bisschen ab. Aber nach meinem Empfinden ist dieser zweite Teil trotzdem noch mal ein ganzes Stück besser als der erste Teil. Und vielleicht könnte diese Reihe wirklich in Zukunft eine gleiche Bekanntheit erlangen wie die SCHLACHTRUFE BRD- oder SICHER GIBT ES BESSERE ZEITEN-Sampler.
Für nur 7 EUR kommt die Platte im Digipack und allen wichtigen Informationen zu den Bands sowie Texten daher. So sollte man sich die Platte ruhig für das heimische Plattenregal zulegen.

mieschka | Mo., 11. Sep 2006 | PUNK

Und die Fernost-Welle schlägt höher und durchspült wieder einmal die deutsche Musiklandschaft, diesmal mit den besten Klängen aus dem Punjab...

Kings & Queens vereint die besten, ältesten und bekanntesten Musiker aus Indien, die durch ihre wilde Mischung aus Percussion, Gesäng und Gefühl sich schnell in die Herzen ihres Volkes gespielt haben. Ein guter Querschnitt, um sich mit dieser eher traditionellen Musik bekannt zu machen.

http://www.beatscience.org

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Anne | So., 10. Sep 2006 | ANDERE

Na das ist doch mal Kreativität auf höchster Ebene, Gelerie + Dvd + CD...

In London tobt der Bär und es fliegt die Kuh, denn bei Sketch 02 Day wird einfach alles gemacht und erlaubt was geht. Auf zwei Ebenen in Londons Zentrum befinden sich ein Restaurant, eine Galerie und Musik. Tagsüber verwandelt sich der Space in eine nicht kommerzielle Galerie, in der in einem weißen Raum auf 12 Projektoren in 360-Grad-Achse die Projekte verschiedener Künstler vorgestellt werden.

Auf dem vorliegenden Digi-Pack werden auf der DVD nun Künstler der Galerie vorgestellt. Die CD, compiled by Resident DJ Boris Horel und Producer Mathieu Massadian, ist der passende Soundtrack dazu. Musik zwischen Electro-House, Underground Hip Hop, Funk, Film Soundtracks und Electronica - eine psychedelische Mischung, die sonst wohl in keinem Restaurant oder einer Galerie tagsüber läuft. Eine Mix aus verrückten und groovigen Styles, die zusammen einzigartig sind und die volle Aufmerksamkeit des Zuhörers fordern. Denn Kunst bedeutet Fragen zu stellen. Und Kunst bedeutet Inspiration.

All das ist nun vereint unter einem Dach und auf einer CD: Sketch 02 Day.

www.mostrecords.com
www.signsupreme.com

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Anne | So., 10. Sep 2006 | WORLDBEATS

Kon & Amir waren wieder fleißig und haben gegraben, gegraben, gegraben...

…um uns die besten Stücke der letzten Jahrzehnte nach Hause zu tragen. Boogaloo, Funk, Hip Hop und was der Markt an groovigen Tunes sonst so zu bieten hat. Denn Kon & Amir sind verrückt nach Musik. Immer auf der Suche nach einem neuen Tune, Beat, dem perfekten Track. Dafür durchstöbern sie alte Recordstores, gehen auf der Suche auf Flohmärkte in New York und Chicago, lassen sich von Ghettoboys in geheime Orte in der Bronx führen und wühlen sich durch Wühltische an der Westside, um alte Perlen auszugraben.

Kon & Amir und der japanische DJ Muro sind DJ´s und Produzenten mit Leib und Seele und leben ihre Passion auf jeder Ebene ihres täglichen Lebens aus. „Um ein Digger zu sein, musst du gewillt sein viel Zeit in dreckigen Platteläden zu verbringen. Es kann auch bedeuten, keine feste Freundin zu haben, weil die meisten Frauen nicht verstehen, warum wir Platten sammeln. Man braucht viel Spezialisierung, Können, Wissen und Geduld dafür“ meint Kon.

Und genau so ist es: Die Passion des Plattensammelns ist nicht jedermanns Sache. Dafür durchleben die, die sich darauf spezialisiert haben, die größten Höhenflüge bei der Entdeckung einer neuer Platte. Und wir dürfen diese Höhenflüge nun dank Kon & Amir bei uns zu Hause durch die Boxen pusten.

The Kings of Digging.
Compiled by Kon & Amir and DJ Muro.

www.rapsterrecords.com
www.signsupreme.com

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Anne | Fr., 01. Sep 2006 | ANDERE

Hip Hop, Elektro, Funk und der Sound der Favelas in Rio…

Baile Funk ist seit geraumer Zeit ein Begriff und spätestens seit der letzten VÖ auf essay Recordinsg ein Begriff. Daniel Haksamnn hat sich nun auf die Suche nach dem neuen roughen Sound aus Rio begeben und zeigt uns somit den täglichen Alltag der dort lebenden Künstler auf: Sex, Drogen, Verbrechen, Liebe, Glauben und Gaunereien. Harte Sounds, harten Beats, Endlosloops und brasilianischer Rap, bei dem auch die Frauen eine feste Stimme besitzen.

Eine Momentaufnahme des Geschehens in Rio, musikalisch als auch sozial. Denn Musik ist schon seit Zeiten ein Abbild der Gesellschaft, in der sie entsteht.

Tough.

Rio Baile Funk.
More Favela Booty Beats.

www.eassyrecordings.de
www.signsupreme.com

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Anne | Do., 31. Aug 2006 | WORLDBEATS

Ach, wie schön kann das Leben sein, wenn ein paar Jungs namens Agua Trip den Soundtrack dazu komponieren...

...mit einer Prise Selbstironie, dem Hauch von Freiheit und schwungvollen Melodien, die dich in andere Gefilde bringen. Denn Agua Trip machen Gitarrenmusik, Reggae, Rock, Indie...all das und doch etwas ganz anderes.

Schwer zu sagen, wie man den Vibe beschreiben soll. Auf jeden Fall macht Agua Trip glücklich und entspannt. Wie ein Tag am Meer. Mit einer salzigen Prise Meeresluft und dem Hauch von Freiheit.

Ein Trip zum Wasser. Ein Eintauchen in Melodien. Ein Welle von Selbstironie und das Wissen, dass das ganze Leben ein Scherz ist.

Agua Trip.
Breakfast Translations.

www.aguatrip.com

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Anne | Do., 31. Aug 2006 | ANDERE

Mensch, soweit ist es jetzt schon gekommen, daß wir hier Platten besprechen, die es gar nicht gibt. Wo soll das nur hinführen? Denn die 3 Songs der Ex-TERRORGRUPPE-Mannen um den neuen Frontmann Benno (auch von den XARECROWS bekannt) gibt es nur im Internet auf den einschlägigen Downloadportalen. Die Gründe dafür sind mir nicht bekannt und richtig punkig finde ich das auch nicht. Da stehe ich doch auf Tradition und will ein richtiges Stück Vinyl oder wenigstens einen Silberling in der Hand halten. Und von daher wäre mir die „EP“ normalerweise scheißegal, wenn die 3 Songs nicht alles wegrocken würde, was ich in letzter Zeit aus Deutschland auf die Ohren bekommen habe. Auch an Bennos Stimme musste ich mich nicht lange Zeit gewöhnen. Naja, brauch man ja auch eigentlich gar nicht. Schließlich ist das ja eine vollkommen neue Band! Und die kann man auch völlig losgelöst von der Vorgängerband betrachten! Die Stücke könnten glatt verschollenes Material aus den 80ern sein, so locker, aggro und vollkommen unpeinlich kommen sie daher. Das findet man heutzutage nicht oft. Da scheint nochmal richtig Leben in die Bude eingekehrt zu sein, denn die letzten TG-Alben fand ich eher lasch. Aber wir wollten hier ja nicht vergleichen. Fakt ist, daß wer Lust auf was neues, Spritziges hat, sich das Teil ruhig mal runterladen oder anderwärtig besorgen sollte. Das lohnt sich wirklich. Ich hoffe mal, daß da in absehbarer Zeit auch irgendwann ein Longplayer kommt. Und der dann auch hoffentlich real.

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mieschka | Mi., 30. Aug 2006 | PUNK

Die Seuche greift um sich. Wieder eine „Platte“, die es (auf absehbare Zeit) nur im Netz zum Download gibt. Aber auch hier möchte ich mal eine kleine Ausnahme machen, denn das internationale, in Berlin ansässige Trio ist mir sehr ans Herz gewachsen. Und wenn sich kein Label findet, der die Sachen von ihnen veröffentlichen will, ist das nun wirklich nicht ihre Schuld. Dabei spielen sie schönen Rockabilly mit Frauengesang, der richtig unter die Haut und zu jeder Sekunde in die Beine geht. Wer kann sich dem entziehen? Ich jedenfalls nicht und ich bin froh, überhaupt mal wieder was Neues von ihnen zu hören. Schon das Album und die göttliche „Kick it out“-EP wussten mich damals mehr als zu begeistern und ich kann es einfach nicht verstehen, daß nachdem das Vorgängeralbum schon auf einem polnischen Label veröffentlicht wurde (hier in Deutschland nur schwer (auf Konzerten) und demnächst auch online erhältlich!), sollte sich doch auch bald mal ein deutsches Label finden, welches die Sachen der Band hierzulande veröffentlicht. Verdient haben sie es nämlich in jedem Fall. Denn die Songs knüpfen nahtlos daran an. Mal ruhiger und mal rockig, daß einem das Zäpfchen aus dem Arsch fliegt. Und dann live erst… Hach, ich will hier nicht zu viel rumschwärmen. Fürs Erste reichen auch die Songs aus den Computerboxen. Hört doch einfach mal rein. Soundproben gibt es auf ihrer Homepage.

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mieschka | Mi., 30. Aug 2006 | PUNK

Eine neue Ost-Compilations bläst durch die Boxen, diesmal compiled bei Russ Jones (Future World Funk) und Felix Buxton (Basement Jaxx)…

Es wurde auch mal Zeit, dass der Sommer-Bahia-Compilations vom Thron gestossen werden und jetzt der raue Ostwind über die Dancefloors fegt. Große Neuentdeckungen sind zwar nicht dabei, dafür die besten Stücke der besten Bands. Wie immer mit von der Partie sind die Helden Fanfare Ciocarlia, Kocani Orchestar (im Mix mit Sr. Coconut), die Anarcho-Gipsy-Punks Gogol Bordello, Mahala Rai Banda und drei special Remixe von Shantel´s Bucovina-Theme im Felix B Booty Mix und Mahala Rai Banda´s Mahalageasca und Spoitoresca im Mix von Russ Jones und Felix B.

Balkanska, Gipsycumbia, rumänische Beats und Brixton Electro gemischt zu einer Osteuropa-Tanzparty, die wieder einmal sofort ins Blut geht.

Gipsy Beats und Balkan Bangers.

www.atlanticjaxx.co.uk
www.gerrylyseight.co.uk

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Anne | Di., 29. Aug 2006 | WORLDBEATS

Noch ein brasilianisches Produkt, möchte ich fast sagen. Aber nein, Barbatuques entsprechen auf keinster Weise dem üblichen Brasil-Vibe...

...denn Barbatuques haben den Rhythmus im Blut. Und in den Händen, den Beinen, dem Mund - sprich im ganzen Körper. Denn Barbatuques heißt den Körper als Rhythmusinstrument zu benutzen und die Grenzen der herkömmlichen Musik damit zu sprengen. Wer braucht schon Instrumente, wenn er einen Körper hat? Einen Klangkörper quasi? Na also...wer heute Musik machen will, braucht dazu gar keine teuren Anschaffungen. Weg mit E-Gitarren und teuren Bongos, und auf die Schenkel geklopft und in die Hände gespuckt.

So machens jedenfalls die brasilianischen Barbatuques, mit einigen Elektrountermalungen und hier da ein wenige Gesang. Da erinnert manchmal an die rhythmisch-musikalischen Capoeira-Tänze, manchmal an Stomp, manchmal an die Drummers of Japan. Bloss auf Brasilanisch.

Na dann tun wir es ihnen nach und nehmen zur nächsten sponatnen Jamsession ganz einfach uns selbst. Dabei wird außerdem ncoh die Durchblutung gefördert. Und das kann nie schaden.

Barbatuques.
Body of Sound.

www.peacelounge.com
www.barbatuques.com.br

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Anne | Sa., 19. Aug 2006 | WORLDBEATS

…etwas verquer erzählt uns Martin Buscaglia von seinem Alltag, seinem Leben in Madrid und den Kuriositäten, die ihm so durch den Kopf gehen. Viele Melodien braucht es dazu nicht, dafür einen gehörigen Schuß Groove und eine ordentliche Erzählstimme. Manchmal tun´s die Backgroundsänger auch. Und die Gitarre darf als wichtiges Utensil natürlich nicht fehlen.

Martin Buscaglia ist Pop weil er easy-listening Melodien schreibt und leicht zu fogende Texte (die sich durch die Abstinenz von komplizierten Inhalten auszeichnen). Tortzdem ist er nicht zu vergleichen mit Popgrößen wie …mh Juanes oder Fiti Paez. Martin Buscaglia ist ein bisschen wie Funny van Dannen auf Spanisch, nicht ganz so lustig, aber genauso überzeugend.

Musik für einen smoothen Sonntag würde ich sagen.

Martin Buscaglia.
El Evangelio según mi Jardinero.

www.lovemonk.net
www.martinbuscaglia.com

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Anne | Sa., 19. Aug 2006 | ANDERE

Der Weg, wo immer er auch hinführt - Intuition, ungeschriebene Gesetze des Universums...

...das ist das "Dao" in der chinesischen Filosofie der Taoisten.

Und was der WEg im Leben ist auch der Weg der Musik. Die Dinge fließen immer mehr zusammen, denn letzlich gehört alles einem Ursprung an und Musik bleibt im Kern immer Musik.

Frei-fliessender Chill-Sound wird durch indische Chants, Rockpassagen, arabischen Rap, elektronische Spielereien, Percussion und Saxofon begleitet. Traditionelle Rhythmik trifft auf moderne Soundtechniken. Vergangenheit und Zukunft verlieren an Bedeutung.

Das ist DAO...Ohne feste Definition. Ein universeller Sound.

Dao.
soham.

www.peacelounge.com

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Anne | Sa., 29. Jul 2006 | WORLDBEATS

Was passiert wenn ein Redneck aus Texas auf coolen New Yorker Big-Band-Musiker aus Brooklyn trifft? Richtig, es entsteht eine Nord-Süd-Fusion...

...Der Hip-Hop-Beat unterstützt soft-windige Wüstensounds, Afrobeats verschmelzen mit Soul, Jazz und Latin und die Distanz zwischen Brooklyn und Mexiko erscheint gar nicht mehr so fern.

Dies ist der Sound für ein Roadmovie von New York nach Texas - oder auch weiter. Kakteen, Wüste, Sonne. Ein junger Mann in einer heruntergekommenen Karre auf dem Weg nach unbestimmt. Der perfekte Roadtrack für den noch zu drehenden Film "El Nino y el Sol".

www.ocotesoulsounds.com
www.eslmusic.com
www.beatsinternational.com

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Anne | Sa., 29. Jul 2006 | WORLDBEATS

Das ist ein Groove, der direkt von den Strassen Spaniens kommt…

Warum sonst sollte der Opener „En la Calle“ heißen? Gecko Turner ist ein Großstadt-Cowboy mit Mundharmonika und Latingroove. Ein moderner Funkmaster al estilo latino. Freund sommerlicher Rhythmen und Meister der Fusion. Jazz, Chill, Bossa, Funk, Blues, Afrobeat, Singer-Songwriter – ein entspannter Musiker, der uns mit seinen Klängen an die Strände dieser Welt holt und dazu ein Liedchen spielt. Hach, schön. Fast wie Jack Johnson, bloß vielfältiger, fusionierter und mehr disko.

Was will man mehr?

Gecko Turner.
Chandalismo Illustrado.

www.geckoturner.com
www.lovemonk.net

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Anne | Do., 27. Jul 2006 | WORLDBEATS

Sonne, Mond und Sterne – Sol, Luna y Estrella…Bahia …música electrónica com sabor do Brasil...

Auf der Sonnenseite des Lebens : Apollo Nove, Marcos Valle, Otto, Cibelle, Allstarsband Zuco 103, Jazzinho, Bebel Gilberto u.v.m.

Auf der nachtaktiven Luna-Seite des Lebens: Bossa Futura, Nicola Conteat, Thievery Corporation feat. David Byrne, Boozoo Bajou & Earth, Wind and Fire, ...

In der Sonne wird gechillt, geträumt und in der Hängematte dem Meer entgegengeschaukelt, dass in ruhigen Wellen den Sabor do Brasil heranspült. Unterm Mond wird gegroovt, geschwooft, gesteppt, den delays gefolgt und auf dem Beat geritten, bis der Schweiß aus allen Poren tritt. Tagsüber ein bisschen Bossa, Funk und House und Abends Dub, House, Soul, Samba und Jazz.

Okey, Brazil-Compilations gibt es mittlerweile schon wie Sand am Bahia-Strand, da stechen wenige wirklich heraus. Auch die Brazilution ist mit ihrer akustischen und elektrischen Aufteilung keine Neuerfindung. Dafür gibt sie allerdings einen guten Einblick in die aktuelle brasilianische (Electro-)Szene, sind doch so gut wie alle neu aufsteigenden Künstler und bisherige Größen auf der Doppel-Disc vertreten.

www.stereodeluxe.com
www.beatsinternational.com

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Anne | Do., 27. Jul 2006 | WORLDBEATS

Ei, was´n Grooves, ich glaub´s nicht! Da wackelt der Arsch schon von ganz alleine.

Denn der „Uschi“ Ursula 1000 aka Alex Gimeno aus NYC, dem musikliaschen Melting Pot of the Day, ist ein ganz Großer. Remixe rund um den Planten für Gott und die Welt – wie z.B. Felix da Housecat, Quincy Jones oder Nicola Conte und die Hanseln von Sex and the City, Tony Hawk, sowie für Fashion Shows von Prada, Issey Miake, Hugo Boss, Miss Sixty, H & M, Christian Dior u.v.m.

Ursula hat guten Geschmack und verwurstet was ihm in die Finger kommt. Electro Rock, Funk, Boogaloo, Glam, Ska, Easy Listening, Pop, Electric Salsa und Oriental Groove. Wenn das nicht ne geile Mischung ist, dann weiß ich auch nicht! Wie eine Party auf der alles gespielt wird, was man toll findet und toll fand und nie schafft immer zu hören. Coole Scheiße. So cool, dass Labelkollege Federico Aubele und Los Amigos Inisibles mitmischen auf dem Album. Wie ein Trip in die Zukunft der Dancefloors dieser Welt und zurück.

Denn morgen ist heute schon gestern.

Here comes Tomorrow.
Ursula 1000.

http://www.ursula1000.com
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Anne | So., 23. Jul 2006 | WORLDBEATS

Chin, ching, ching; chang, chang, chang – szzzzzzzzt, ahhhhhhh.....
So klingen Skeewiff. Ein bisschen Lounge, ein bisschen Mod Classics, ein bisschen Nothern Soul und ein Martini dazu – fertig ist die Party.

Denn die Gründerväter des Jalapeno Record Labels aus London wissen noch, wie man aus traditionellen Zutäten einen modernen Cocktail mixt. Der Beat darf trotzdem nicht fehlen, denn so ergibt sich eine soulvolle, tanzbare und lustige Mischung für Freunde von Melodie und Discostep. Wie auch schon ihre Labelkollegen Kraak & Smaak, Fort Knox Five und Ikon bewiesen haben, ist das in diesem Zeitaltern eine äußert erfolgreiche Kombination.

Skewiff zeigen auf ihrem bereits dritten Album „Private Funktion“ ihre Vorliebe für Extravaganzen. So laufen neben Bossa, Funk und Soul auch orientalische Sitar-Riffs über eklektische Beats und der „Oh Brother where art thou“-Klassiker „Man of constant Sorrow“ findet auf einmal eine ganz neue Dancehall taugliche Platzierung.

Kein Wunder also, dass die Barboys ganz gern von modernen, partysüchtigen Werbeagenturen engagiert werden, um coole Sounds zu cooler Werbung zu komponieren. Wie z.B. den Track „Little Spot“, der letztes Jahr den perfekten Straßensound für VW geliefrt hat.

Shake your ass & move your hips baby. This is the new sound of ...

Skeewiff!
Private Funktion.

www.skeewiff.com
www.beatsinternational.com

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Anne | So., 23. Jul 2006 | WORLDBEATS

Ja, das neue Album der Instrumental-Hip-Hopper Chan aus Kanada ist endlich auf dem Markt.

Und die Jungs haben sich ordentlich Mühe gegeben. Anders als das letzte Album ist „Prosperity“ wesentlich ruhiger, darker und jazziger. Ein eklektischer Genre überschreitender Mix aus Scratches, Jazzfunk, Hip Hop und wie immer einer Prise Humor. Auch wenn die letzten zwei Dinge diesmal hinter den ersten stehen. Die Songstruktur ist wesentlich einheitlicher und durchgängiger als letztes Mal. Keine Radioverschnitte, Textstücke und Spannungsfaktor steigernde Breaks, dafür feine jazzige Passagen verfeinert mit elektronischen Spielereien. Die Jungs haben´s einfach drauf; egal ob Hip Hop oder Acid-Jazz, der Sound stimmt und besticht durch Professionalität und vor allen Dingen Authentizität. Nicht umsonst werden sie neben Größen wie Kid Koala, Handsome Boy Modelling School und DJ Shadow erwähnt.

Es wundert mich, dass immer noch kein Plattenlabel darauf angesprungen ist, nachdem die zwei Brüder mit ihren ersten Signings immer Pech hatten. Vielleicht sollen ihre Alben deshalb nach den chinesischen Gottheiten eine Trilogie bilden, die Glück bringen soll. Vielleicht wird’s dann endlich mit dem dritten Album etwas. Zu wünschen wäre es ihnen.

Und aller Guten Dinge sind drei.

No Luck Club
Prosperity.

www.noluckclub.com

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Anne | Sa., 22. Jul 2006 | WORLDBEATS

French Pop meets Worldbeats…

...denn DJ BNX weiß, wo er die Schmanckerl der Elektroszene Bordauxs findet. Seit 2000 hat er das Projekt Zimpala mit der schönen Stimme Noemies unter seine Fittiche genommen und was dabei heraus kommt ist eine stete Entwicklung hinzu – ja, was eigentlich?

Zimpala sind komisch. Mexikanisch und Französisch zugleich. Poppig und elektronisch. Jazzig und treibend. Rhythmisch und eklektisch. Franzosen die französische Musik machen und doch ganz anders klingen. Zimpala sind vertäumt und sphärig, traditionell und poppig, multikulti und doch französisch.

Zimpala sind authentisch. Das steht fest. Ein weltliches Stück Frankreich, das seinen Weg weltumspannender Musik fortsetzt.

www.zimpala.com
www.beatsinternational.com

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Anne | Fr., 21. Jul 2006 | WORLDBEATS

Stereo Deluxe wird 150, und die Mo´Ho´s schmeißen die Party…

Denn die 150. Veröffentlichung erblickt das Licht der Welt weswegen sich unser Hannoveraner Duo der Mo´Horizons ein paar bekannte ins Boot geholt haben, um den Latin-Brazil flavoured Party-Mix zu spielen.

Mit dabei The Funky Lowlives, Emo, Bobby Hughes, Trio Electrico, Boozoo Bajou, Minus 8, Biggy Bush u.v.m. Ein illustres Ensemble aus Stereo Deluxe veröffentlichungen, die allesamt jede menge Soul haben. In gewohnt gut geshaketer Mo Horizons Manier geht die Tour in ferne Länder und an beschwingte Strände.

Tanzbar, funky & groovy. Was will man mehr für eine Sommerparty.

www.stereodeluxe.com
www.beatsinternational.com

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Anne | Fr., 21. Jul 2006 | WORLDBEATS

Masala, Masala – Bollywood-Soundtrack at its best…

Ein frischer Wind aus dem fernen Osten weht herein und bringt uns den neuen Soundtrack zum Bollywood-Film kaho Naar Pyaar Hai. Der Film: Liebe, Action, Musical, Komödie und Drama – ein bunter Mix aus allen Genres situiert in den schönsten Landschaften Indiens, Thailands und Neuseeland. Der Soundtrack: Chinesische Klänge, indische Liebeslieder, orientalische Beach-Party-Songs, Techno und Tradition, Poprock mit Dubsequenzen und Gitarrensounds und softe Flötenklänge mit Vogelgezwitscher.

Kurzum ein Potpourri aus Klängen und Genres, aus Tradition und Moderne, aus Schnulz und Action. Für Liebhaber des Bollywood-Booms und Fans der indischen Popmoderne.

www.localmedia.de

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Anne | Fr., 21. Jul 2006 | WORLDBEATS

Noch eine Multikulti-Band aus Deutschland - wo kommen die denn plötzlich alle her und warum machen alle Latin-flavoured Music and not something else?

Wie dem auch sei, die Capones aus München sind die neuen Überflieger des Emergenza (2. Platz, zweimalig erster Platz in den Vorrunden, lange Zeit Top 1 im Worldranking) und stapfen ihren Vorgängern oder Mitstreitern Culcha Candela und Les Babacools mit einer Mischung aus Reggae, Latinska, Funk, Scratches, Merengue und Hip Hop in die Fußstapfen.

Teilweise erinnern sie an Los de Abajo und Sergento Garcia, dann wieder an Voodoo Glow Skulls, Sublime und die Cherry Poppin Daddies, um den Bogen zu deutschem Reggae-Liedgut a la Mellow Mark und Martin Jondo zu schlagen. Und der Ausstatter war anscheindend der Styleberater vom Siziliano-Mafiosi Roy Paci.
Eine Partyband. Die von einem vermeindlichen "Underground" namens "Mistico Capital" singt, in dem es um Showfights, illegale Wetten, Wirtschaftsskalverei, Doping im Leistunsgssport und Propaganda geht. - ? -

Wenn einem nichts mehr einfällt, dann lässt man sich also einen nicht-existenten Untergrund einfallen. Muss wohl an der watteweichen - gänzlich gegensätzlichen - deutschen Capital-Stadt München liegen. Da laufen Musiker zu Höchstleistungen auf.
Wie dem auch sei, die Platte klingt ordentlich produziert und tanzbar. Und dafür, dass es den Capones ihr Debut ist, haben sie sich ordentlich ins Zeug gelegt. Manchmal machen eine gute Produktion und vernünfte Instrumentenbeherrschung die Imaginationslücken wieder wett.

Aber, por favor, kann sich hier endlich mal jemand etwas neues und vor allen Dingen eigenes einfallen lassen? Langsam werd ich der Latin-Party-Deutsch-Welle überdrüssig.

Mistico Capital...

www.thecapones.de
www.soulfire-artists.de

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Anne | Di., 11. Jul 2006 | WORLDBEATS

Noch einer Brazil-Sampler? Mann, also echt, die Welt ist so groß und den Plattenfirmen fällt nichts besseres ein, als immer wieder das selbe Land auszuschlachten.

So etwas nennt man modernen Kolonialismus. Musik-Kolonialismus. Aus Mangel an eigener Soundqualität werden die exotischen Südländer bis auf letzte ausgenommen und zu uns nach Hause getragen. Ein bisschen Bossa hier, ein bisschen Samba da, eine bisschen Shaky-Shaky mit dem Bootie hier, ein bissche Cocktail-Schlürf-House da und fertig ist die Soße für die Heimparty und die deutsche Clublandschaft.

Na wenigstens sind auf der Session 8 nicht die ewig gleichen Künstler vertreten. Mit der Zeit wird`s nämlich langweilig. Und wenn Brasilien schon so ausgenommen wird, dann bitte doch richtig. Das Land hat nämlich weitaus mehr vorzuweisen, als uns auf den immer gleichen Sampler vorgegaukelt wird. Denn Jorge Ben, Cibelle, Marcos Valle & Chico Cesar und wie sie alle heißen, mögen ja durchaus zur Elite gehören, sind aber bei weitem nicht die einzigen. Deswegen ist die 8. Session jetzt auch mehr ein Remix-Projek geworden, mit mehr Remixen (Dan The Automator, Mo´Horizons, 7 Samurai, Mark Robertson) und Dj´s und neuen Künstlern und weniger Allstar-Hits. Abgesehen vom Juju Orchestra, das überall seinen Senf dazu geben darf.

Ob es mir gefällt? Klar gefällt´s mir! Südländische Cocktail-Schlürf-Shaky-Bootie-Mukke punktet in der richtigen Mischung bei mir immer. Aber nicht dass nacher einer sagt, ich hätte nciht darauf hingewiesen, dass große Labels immer irgendwei Scheiße sind und dass Brasilien verdammt nochmal nicht nur Berazilectro produziert. Wenn Brasilien überhaupt Brazilectro produziert und uns das nicht auch nur von den deutschen großen Labels vorgegaukelt wird.

Na dann schwingt die Ärsche zur Musik, stellt die Papppalme auf den Balkon und holt den Cocktail-Shaker raus!

Sessions, die 8.
Brazil -
ectro.

www.audiopharm.com
www.beatsinternational.com

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Anne | Mo., 10. Jul 2006 | WORLDBEATS

Wenn Virtuosität einen Namen hat dann Luisito Quintero.

Der Percussionist des Orquesta Simfonia de Venezuela, Grupo Guaco, El Trabuco Venezolano und Mitglied der Elements of Life Band hat bereits mit Größen wie Oscar d´Leon, Tito Puente, Lauryn Hill und Alicia Keys die Bühne geteilt. Seine musikalische Resie hat in verschiedene Stile und die Weltmeere überqueren lassen, sodass er auf Festival-Giganten wie dem Rsokilde in Dänemark, dem Montreux Jazz Festival in Kanada, dem North Sea Jazz Festival in Holland, dem Blue Note in Japan und dem Jazz Cafe in London seine Fingergeschick beweisen konnte.

Und sein Trip geht weiter, denn Loui Vega produzierte sein Debut-Album "percussion Madness", auf dem er als Lead-Percussionist Klassiker von Tito Puente und der Afrobeat-Legende Fela Kuti interpretiert. Latin-Jazz vermischt sich mit Afro-Latin-Rhythms, schlägt zu Brazilainsichem Bossa-Chill, Salsa, Yoruba Sounds und zentralafrikansichen Beats um.

Begleitet von grandiosen Musikern und Sängern entwickelt sich jeder Song zu einer raumfüllenden Klangsession, die sich durchs Gehör ihren Weg in die Beine, ins Herz und in die Hüften bahnt. Sessions die voran treiben, Bongos die den Herzschlag imitieren, Bässe die wie das Blut in den Adern pulsieren - und einen erst wieder entlassen, wenn der letzte Song beendet und die letzten Congos, Bongos, Timbales, Drums und Saxofones verhallt sind. Herrlich!!!

Virtuosität hoch 10
Percusiion Madness
Luisito Quintero.

www.rapsterrecords.com
www.sign-supreme.com
www.bbemusic.com

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Anne | Mo., 10. Jul 2006 | WORLDBEATS

Der Film zur Szene könnte man sagen. Ein monumentaler Dokumentarfilm - zumindest würde sich das ZDF bestimmt zu dieser Aussage hinreißen lassen, wenn Guido Knopp Regie geführt hätte.

So aber ist die jüngste Produktion vom Kommando Erster April das Dokument einer heißen Leidenschaft, ein Geständnis und eine Weckruf an die in dicke Watte eingepackte und an den Folgen der Dämmung erstickende Gesellschaft. Der Film gibt Einsichten in eine völlig neue, jenseits eingespielter Regeln und ohne Bedarf an namhaften Vorbildern sich frei entfaltende Jugendkultur. Anfang des 21. Jahrhunderts, als durch enormes Medieninteresse und eine immens betriebene Professionalisierung die Freiräume in den bis dahin etablierten Trendsportarten wie z.B. Skateboarding dahin geschmolzen waren, entwickelten sich rasch diverse Gegenbewegungen. Eine davon ist das sog. „Aggn“ bzw. Aggressive Streetwalking, dass sich so schnell wie kaum eine andere Sportart verbreiten konnte. Aber Aggn ist mehr als „nur“ Sport. „One Step Beyond“ will Einblicke verschaffen, Vorurteile abbauen aber auch deutliches Manifest sein. Ein technischer Teil erlaubt dem Neueinsteiger mit detaillierten Anleitungen der wichtigsten Tricks einige Basics zu erlernen. Außerdem werden in kurzen Features die Agger-Szenen Trier, Mainz und Bonn vorgestellt. Ein großartiger Film mit atemberaubenden Stunts und jeder Menge spannender Einlagen, der in seiner Unverfälschtheit wohl seines Gleichen suchen dürfte, jedenfalls für den etwas unwahrscheinlich Fall, dass er sich überhaupt auf die Suche machen sollte. Haben Sie vielleicht schon einmal einen Film gesehen, der… aber lassen wir das.
Die streng limitierte DVD bietet dem Sammler in einem reichen Specials-Fundus all die üblichen Features wie „Deleted Scenes“, „Outtakes“ und einer sehnsüchtige Erwartungen schürenden Trailershow (m. E. das absolute Sahnestück der Scheibe).

Ansonsten fehlen mir schlicht die Worte. Ach ja, schon allein wegen dem Soundtrack lohnt sich die DVD auf jeden Fall, denn der hält eine ganze Reihe bisher wenig bekannter aber umso interessantere Bands aus dem Ska-Punk-Hardcore Bereich parat. Als da wären:
Danse Macabre
Hecuba
Mantis mit dem Smashhit Don’t walk the nordic style
Rest in Question
Inner Logic
2 kleine Feiglinge
The Band Geek Mafia
Jupiter Jones
Corman

Mehr Infos unter:

Krizn | Fr., 07. Jul 2006 | DVD

Nach der Wiedervereinigung im Februar scheint ein Kreativitätswahn bei den Sunny Domestozs ausgebrochen zu sein, denn schon sind sie mit einer brandneuen EP am Start.
Auf herrlichem farblos-durchsichtigen Vinyl (limited edition!!!) finden sich vier Coversongs, die wie der Titel schon sagt, eine Sammlung von weiteren Lieblingshits der Rockabilly Bande vereinen. Anknüpfend an das eigene Album von 1987 „Playin’ Favourites“ findet der geneigt Hörer auf dieser erlesenen Scheibe Songs von Cock Sparrer, den Adicts, Milkshakes und den Small Faces.

Web: Band, Label
Krizn | Di., 04. Jul 2006 | ANDERE

Und noch so ein Glanzstück, das mir da in die Hände flattert. Wie soll ich die Musik von Los Tres Puntos beschreiben?

Ganz wichtig für die Band ist offenbar, dass sie trotz 10 jährigem und übrigens durchaus erfolgreichem Bandbestehen nach wie vor großen Wert auf Unabhängigkeit und Individualität legen. „10 Ans Ferme“ ist bereits das dritte Album, dass komplett im altbewährten DIY Verfahren hergestellt wurde - mit überwältigendem Ergebnis. Die Band mischt in für eine Eigenproduktion geradezu brillantem Sound Ska, Punk und diverse andere Stile zu einer enorm tanztreibenden und rasanten Mischung, die mal stark nach Babylon Circus klingt, mal deutlich von The Specials oder The Clash beerbt wurde aber auch den Stilcocktail der Mano Negra internalisiert zu haben scheint. Auch wenn ich zurzeit deutliche Vorlieben für den Traditional Sound der Jamaikanischen 60er Jahre oder eben für Neo-Traditional entwickelt habe, trifft mich Los Tres Puntos immer noch genau da wo’s zuckt. Die Texte sind teilweise auf französisch, auf castellan und auf englisch geschrieben, also auch hier eine multikulturelle Mischung. Ein ganz dickes Extraplus gibt es für die fantastische optische Aufmachung der Platte im Comicstyle. Die CD kommt mit einem umfangreichen Booklet mit allen Texten, vielen Bildern und den üblichen Informationen daher, zudem steckt alles noch in einem eigens hergestellten Couvert in dem sich außer dem Jewel Case noch Fotos, Aufkleber, Tourinformationen, eine ausführliche Bandgeschichte in drei Sprachen und eine Postkarte befinden. Und das alles aus Eigenproduktion. Da bin ich baff.

Web: Band
Krizn | Di., 04. Jul 2006 | SKA

Während jetzt in der heißesten Phase der WM die Kompetenz-Machtkämpfe offen hervorbrechen, jeder noch mal schnell ein Exempel, eine Drohung oder einen markigen Schlachtruf loswerden zu müssen glaubt, ja wen interessiert denn da eigentlich Musik bitteschön?

Alles natürlich Blödsinn solche Überlegungen. Auf den richtigen Sound kommt es an. In diesem Zuge kann ich nicht anders als den Senior Allstars für ihr brandneues Soloalbum „Red Leaf“ marktschreierisch und mit brüllender Begeisterung zu gratulieren.
Vielleicht kennen Sie die Situation, wenn man sich ausgehungert durch die aufdringliche Lärmkulisse der Großstadt nach einer Insel sehnt, einem Rückzugsort, einer gemütlichen Bank im Schatten neben den von flimmernder Hitze überzogenen Überlandpfaden.
Man meint z.B. durch die Flucht in eine Bar dem Stress zu entkommen, freut sich auf ein zwei freundliche aber unverbindliche Worte aber dann: Krächzt Shakira beleidigend laut aus der hauseigenen Beschallungsanlage und man fragt sich einmal mehr, warum es die perfekte Musik für solche Momente nicht gibt. Sanft aber nicht schleimig, leise aber nicht langweilig, nicht aufdringlich aber auch nicht unscheinbar… Die Antwort heißt Red Leaf!
War mir nach der endgültigen Trennung von Frontmann und Posaunist Dr. Ring-Ding nicht ganz klar, ob die Senior Allstars ohne das Zugpferd weiterhin überzeugen würden, so kann ich jetzt erleichtert all meine Befürchtungen vergessen: Ein großartiges Werk, Instrumental Reggae-Jazz und Dub in seinem schönsten Gewand.

Web: Band, Label
Krizn | Di., 04. Jul 2006 | SKA

Das bereits zweite Album von La Kinky Beat ist draussen und folgt dem Weg, der mit „Made in Barna“ eingeschlagen wurde…

Mestizo a la calle aus Barcelona, mit einer Prise Reggae Roots, elektronischen Spielereien, und relativ simplen Texten. Live sind sie ihren Vorfahren Mano Negra durchaus ähnlich, auf der Platte hingegen zeigen sie sich wesentlich ruhiger und weniger krachig.

Nichtsdestotrotz ist das neue Album im Vergleich zu ihrer damals ersten und durchaus fulminanten EP „La Kinky Beat“, auf der alle Songs hitverdächtig waren, eher lasch. Die Songs ähneln denen auf „Made in Barna“ (deswegen vielleicht der Titel „One more Time“ …“made in Barna“…), auch wenn diesmal mehr Rock enthalten ist und der Italiener DJ Rude (Roy Paci & Aretuska) an den Elektroknöpfen stand. Nichtsdestotrotz zeichnen sich keine offensichtlichen Fortschritte oder Erneuerungen ab. Die Texte sagen nicht wirklich etwas aus und scheinen mehr oder weniger wahllos zur Musik geschrieben worden zu sein, was an sich nicht schlimm wäre, wenn sie wenigstens Mitsing-Potenzial besäßen. Aber auch das geht uns diesmal ab, stattdessen schleudern uns die Kinkies in bester Punker-Fuck-Off-Manier ein fünffaches „Vaffanculo“ (Fuck off) entgegen (vielleicht kommt das von den Festivals auf denen sie in letzter Zeit öfter spielen…).

Das einzig Positive des neuen Albums ist die extrem saubere Produktion und der gelungene Master-Sound. Für Freunde der spanischen Tanzmusik, die auf die oben benannten Details nicht sonderlich achten, mag die CD gelungen erscheinen. Mir erscheint sie nach dem bereits erwähnten gelungenen Kick Off der EP leider etwas dürftig.

www.lakinkybeat.com
www.kasbamusic.com
www.galileo-music.de

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Anne | Di., 27. Jun 2006 | WORLDBEATS

„Spain is different“? In wiefern? Ein Slogan, der in den 60er Jahren als Touristenfutter gebraucht wurde, gilt heute als Marke anderer Natur. Die Spanier waren schon immer etwas loco und stehen oftmals neben der Spur (nicht zuletzt wegen der vielen Drogen), aber wieso sind sie deswegen different?

Vielleicht wegen ihres sonnigen Gemüts und ihrer relaxten Art – oder weil sie trotz des chaotischen Lifestyles wissen gute Compilations abzumischen, zu remixen und zu produzieren – denn der spanish power liegt in the mix.

Ein funkig-souliger Beat hier, Afrocuban Percussion da, ein paar roughe Riddims zu Elektro, ein toque Flamenquito zu Oldschool Hip-Hop, ein vereinzeltes Latin-Jazz-Saxofon, ein bisschen House und ein bisschen Afro/Broken Beat da. Das ist Spanien, das ist multikulti, das ist frei fließende Kreativität, das ist „wir kennen keine Grenzen“ und „wir wissen wie man feiert!“. Das ist Spanien. Different? Maybe.

Das ist Spaniens Kreativszene, die nicht wirklich Spanisch ist, sonder eher als aller Welt kommt, wie z.B. MC Ben Jammin aus Brighton, der berühmte „Bongo Lounge“ DJ Prof. Angel Dust aus Mexico, die Soul Dynamics aus Madrid, Caracas und New York, das Latin-Jazz JP Duet aus Teneriffa oder das Percussion-Afro-Breakeat MOJO Project aus Barcelona. Everythings in the mix. Denn das ist Spanien – Das ist die Musik die durch Spaniens Gassen und Bassboxen hallt und die Menschen zum zappeln bringt.

Das ist:

"Spain is Different"
Vol.2

Erschienen auf www.hitoprecords.com
www.beatsinternational.com

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Anne | Do., 22. Jun 2006 | WORLDBEATS

Eine neues Album von Sergento Garcia? Eine Neuentdeckung aus den Latino-Barrios New Yorks? Weder noch – Calle Real swingen durch doe Straßen Schwedens und bringen den Sabor latino hoch in den hohen Norden und per Silberling jetzt auch nach Deutschland.

Referenzen auf die Salsamuffin-Franzosen Sargento Garcia lassen sich nicht vermeiden und Ähnlichkeiten mit Radio Mundial aus New York sind nicht von der Hand zu weisen, da die Stimme des Sängers Patricio von Calle Real der des radio Mundial Sängers zum verwechseln ähnlich ist. Die Stilrichtung dürfte damit erstmal klar sein: Beschwingter Salsamuffin, Rumba, kubanischer Son, Bläser, Percussion und größtenteils typisch schnulzige Texten. Keine CD für Leute die gern auf die Texte achten und sich dort tiefere Weisheiten über´s Leben erhoffen, dafür aber ein feines Stück Musik für alle diejenigen, die gern Tanzen und ein Faible für lateinamerikanische Strömungen haben. Eine saubere Aufnahme, die gut im Hintergrund laufen kann, aber auch aufgedreht für ordentlich Stimmung sorgt.

www.galileo-mc.de

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Anne | Di., 20. Jun 2006 | WORLDBEATS

Nein, Flamenco ist nicht nur kräftig in die Hände geklatscht, gitarra española und weinerlich-melancholisch getragene Gesänge langhaariger Ausgeburten der spanischen Männlichkeit in tranceähnliche Gesangssessions.

Obwohl ich da persönlich großer Fan von bin. Flamenco ist aber weiteaus mehr, wie z.B. das neue Album von Jose Pardo. Flötenvirtuosität zum Beispiel. Zusammen mit der gitarra española natürlich. Aber kein Gesang. Keine Trance-Session, keine langhaariger Andalusier, der sich unweigerlich beim Zuhören in den Geist schiebt. Dafür ein durchaus feines und harmonsiches Zusammenspiel der beiden Elemente, mit eine paar Palmas hier und da, die die Rythmik unterstreichen. Als ob der Flamenco zum Jazz gefunden hätte und beide Elemente verbinden wollte.

Die Essenz ist dieselbe, der Efekt ein überraschend entspannender. Auf „Vientos Flamenco“ hat eine Anzahl befreundeter Musiker Jorge Pardo´s kollaboriert, um dem Album den nötigen Schliff zu verleihen, wie z.B. Diego Amador, Niño Josele oder Piraña.

Ein gelungenes Album. Sehr ruhig und entspannend.

www.galileo-mc.de

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Anne | Di., 13. Jun 2006 | WORLDBEATS

Die Zukunft lateinamerikanischer Musik? Die Zukunft aller Musik? Eine natürliche Evolution?

Lateinamerikanische Musik im 16. Jahrhundert: Spanische, afrikanische und karibische Rythmen mischen sich zu einem heißen Feuer, dass den Adrenalinspiegel in die Höhe schießen lässt und die Leiber und Gemüter erhitzt. Tanzende Männer und Frauen in leichter Bekleidung an einem weißen Sandstrand unter Palmen. Aufwendige Cocktails gibt es noch nicht, Kokosschnaps tut´s auch.

Lateinamerikanische Musik im 20. Jahrhundert: Der Süden hat seinen Weg in den Norden gefunden. Die Palmen werden gegen den Großstadtjungel New Yorks ausgetaucht und die vorrherrschenden Rythmen heißen Salsa, Rumba, Mambo und Cha Cha Cha. Der Süden wird hingegen von Jazz, Rock und Reggae penetriert.

Lateinamerikanische Musik im 21. Jahrhundert: Der Ort ist mittlerweile egal. Überall stehen Palmen, Plastik macht´s manchmal auch. Computer-gesteuerte Beats versetzen in Ekstase. Organische Rhythmen vermischen sich mit Jazz, Rock und Reggae. Lateinamerikanische Rythmen vermischen sich mit Computer-gesteuerten Beats. Jazz, Rock und Reggae ist das Salz in der Suppe. Der Adrenalinspiegel steigt, angetrieben von der Kälte der Beats und der Hitze der Rythmen. Ekstatisch tanzende Männer und Frauen. Aufwendige Cocktails. Kokosschnaps. Leichte Bekleidung. Strand, Palmen, Clubshöhlen, Bars.
DJ´s & Vocals: Dan The Automater, Masters At Work, Ozomatli; Marcelo D2, Trio Mocoto, Poncho Sanchez, Novalima, The Juju Orchestra, Marcos Valle, and many more.

Die Zukunft? Das Jetzt?
Eine natürliche Evolution!

Latinesque!

www.mostrecords.com
www.signsupreme.com

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Anne | Di., 13. Jun 2006 | WORLDBEATS

Dieser Mann ist eine Maschine. Ein Kraftwerk. Ein Kraftwerk-Anhänger. Tropicalia-Aficionado. Eklektiker der ersten Stunde. Bausteinkasten-Meister. Ein Kraftwerk-Tropicalia-Bausteinkasten-Meister.

Einer, der immer schnipselt und schnippelt und aus alt neu und aus neu alt macht. Aus Kraftwerk Latino und aus Latino Kraftwerk. Und der noch dazu CD´s produziert, wie reiche Leute in den Urlaub fahren. Aber wer Senor Coconut zu Hause hat, braucht gar nicht mehr in den Urlaub fahren. Denn Senor Coconut bringt die Sonne nach Hause, das Yellow Fever aus der Karibik, dass langsam die Venen hinauf kriecht und uns zur Musik zappeln und wackeln lässt.

Die neueste Kreation verbindet quasi die losen Enden der drei Vorgängeralben. Drei Electro-Latin-Kreationen werden zu einer neuen zusammen gefügt und beweisen, wie kreativ El Senor aka Uwe Schmidt ist. "Yellow Fever" ist nicht nur Tropik pur, sondern gleichzeitig eine Hommage an die japanischen Gegenstückler zu Kraftwerk: Das Yellow Magic Orchestra. Oder auch ein Gegenstück zu Senor Coconut himself? Wie dem auch sei, das Orchester hat er sich gleich mit auf die CD geholt und ihre eigenen Coversongs gecovert. Wie das klingt? Wie die Umstellung elektronischer Versionen alter Tropen-Klassiker von Remy Martin zurück auf die traditionelle Variante, jedoch mit grenzen- und ethnik-losen Cut-and-Paste-Beats.

Mit dabei im lustigen Yellow-Eklektik-Fever-Reigen mit Big Band und tropischem Cheng-Cheng sind diesmal auch illustre Gäste wie: Towa Tei, Burnt Friedmann, Lisa Carbon und Mouse on Mars. Die (Kraftwerk-) Elektriker verlassen den kalten Schoß der geraden Elektroszene, wie damals der Senor, und begeben sich auf seine Coconut-Insel, auf der Cocosnüsse nicht nur zum Essen da sind, sondern auch weitaus mehr bedeuten:

A Coconut is a fruit, from Brasil, is very sweet. And the coco from a man is two coco, two coco and a banana.

So sieht´s nämlich aus, Leute. Machismo hin oder her, die Coco´s wissen ihre Ärsche zum Yellow Fever zu shaken und die Cut-n-Paster aus ihren festgefahrenen Strukturen zu reißen.

Chaos versus Organization.
Big Band versus Ipod.
Yellow Fever.

www.essay-recordings.com

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Anne | Fr., 09. Jun 2006 | WORLDBEATS

Die deutschen EXPLOITED!? Naja gut, nicht ganz.

Auch wenn die 4 Nieteniropunks aus Torgau fast in dieser Liga mitspielen könnten. Dazu sind sie aber noch ein bisschen zu melodisch und zu Oi!-lastig. Was mir aber wiederum viel besser gefällt. Das erste was neben dem grandiosen Artwork (Cover, Digipack und Sägezahn-CD!!!) auffällt, ist daß die Texte fast klischeelos und gutem englischen Gesang (wenn man mal nicht auf Deutsch singt) daherkommen. Das ist schon mal wichtig und findet man heutzutage sehr selten. Wie oft läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken, wenn im schiefen, falschen Englisch gesungen wird. Aber das ist hier, Gott sei dank, wie schon erwähnt, nicht der Fall. Und wieder mal bin ich begeistert, wie lebendig und vielfältig die Szene in Torgau, dem kleinen Städtchen in der Nähe von Leipzig, ist. Das, würde ich sagen, ist im Osten neben einigen anderen Hochburgen einzigartig! Daher gehen hier meine besten Grüße und Glückwünsche raus an den Brückenkopf! Macht weiter so! Und Ihr holt Euch jetzt gefälligst diese CD! Im Sommer sind sie übrigens beim 10. FORCE ATTACK bei Rostock zu sehen. Da kann man sich live einen guten Eindruck verschaffen und ich bin schon mal sehr gespannt.

mieschka | Di., 06. Jun 2006 | PUNK

Eine Fusion, die die Wurzeln des Flamenco und indische Musik vereint. Ein Album, wie es schöner nicht sein könnte. Indialucia.

Seit Weltmusik immer mehr im Kommen ist, war es nur eine Frage der Zeit bis zwei der prägendsten und traditionsreichsten Musikwelten auf einem Album zu einem verschmolzen werden. Sowie der Flamenco mit seinen Bulerias und Rumbas, als auch traditionelle fernostasiatische Rhythmen wie Dhun, Raga oder Qawwali sind für ihre trance-ähnliche und percussionlastige Struktur bekannt, die melodisch durch die Gitarre unterstützt wird. Und obwohl die Wurzeln beider Stile geografisch gesehen Kilometer weit auseinander liegen, sind ihre Ursprünge doch nicht so fern.

Was dem einen die Tabla und die Sitar sind dem anderen das Cajon und die Flamencogitarre. Auf Improvisation und Rhythmik basierend tragen die Gitarre, die Querflöte und der Sänger die Melodie. Daraus entsteht ein virtuoses Zusammenspiel aus Rhythmus, Melodie und Gesang, dass teils an rituelle Tempelmusik, teils an eine nächtliche, energiegeladene Flamencosession in einer spanischen Bar erinnern. Als ob es nie zwei Stile gegeben hätte. Angereichert mit Jazz-Einflüssen, Bulerias, Zambas, Rumba, Dhun, Raga und Qawwa ist Indialucia ein äußerst schönes Album. Energiegeladen bis zum Schluß und gleichzeitig beruhigend hätte die Fusion nicht besser sein können.

Indien meets Andalucia
Indialucia
Asian Beat at its best.

www.galileo-mc.de

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Anne | So., 04. Jun 2006 | WORLDBEATS

Spanische Folklore mit Einflüssen die von Jazz, hin zu Flamenco und klassischer Musik reichen.

Ein Album, dass uns den Geschmack des Südens auf musikalische Art und Weise näher bringt. Ricardo Castro und seine Band Contradanza (Gegentanz) erzählen Geschichten des Alltags und von ihren Erfahrungen des Lebens und bringen auf „Meridional“ Ruhe und Fiesta, Romantik und neue spanische Poesie zusammen. Teils erinnern sie an mittelalterliche Burgmusik, um dann wieder den Bogen zu pop-beeinflußten südländischen Flötensongs zu schlagen. Alles in allem ein äußerst ruhiges, aber profundes Album. Wer des Spanischen mächtig ist, wird an den Texten die Kreativität der Band erkennen.

www.galileo-mc.de

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Anne | Di., 30. Mai 2006 | WORLDBEATS

Yebo ist wohl die älteste Skaband Europas, die noch unterwegs ist. Jetzt nach 27 Jahren Bandgeschichte erscheint ihr drittes Album ...

Als sich die Band 1979 gründete, verstand ich noch nicht so viel von Karibischer Musik. Meine Eltern hingegen kannten sich da schon um einiges mehr aus. Bob Marley, Desmond Dekker, ja und sogar Harry Belafonte hatte man bereits in der DDR zur Kenntnis genommen. Aber nehmen wir einmal The Skatalites, von denen hatten auch die noch nichts gehört. Im Gegensatz dazu orientierten sich Yebo wohl damals schon an die eben erwähnten Skapioniere … und das tun sie auch heute 27 Jahre nach Bandgründung immer noch. O.k. sind wir mal ehrlich, Yebo orientieren sich nicht an den Songs, Yebo nehmen sie sich. Dieses aber auf eine sehr charmante Art und Weise. Große Klassiker, von großen Musikern wurden noch einmal neu eingespielt und mit einem denkbar passenden Titel versehen: Ska From Heaven!

Autor: Stefan

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Stefan | So., 28. Mai 2006 | SKA

Seit Athena kam bei uns ja nicht mehr viel Musik aus der Türkei an. Schade, denn wie das neue Album von [b]Derya[/b zeigt, gibt es dort jede Menge zu entdecken.

Türkische Klänge im Stil anatolischer Troubadoure, begleitet von philosophisch-universalistischen Texten über das Leben und die Liebe, treffen auf Flamenco, Salsa, europäische Folklore und klassische Einspielungen.

Ganz im Stil der alten Wandersänger „Asik“ – der Liebenden – singt Derya über die Schönheit der Natur und liebestrunkene Gedichte im Stil traditioneller Folkballade. Nichtsdetsotrotz beschränkt er sich nicht auf die bloße Tradition seiner Vorfahren, sondern kombiniert diese mir weltlichen und modernen Einflüssen. Er übersetzt seine gesungene Dichtung in Klänge aus aller Welt und sprengt somit die Grenzen der zu bewandernden Türkei. Seine Musik macht sich selbstständig und zieht von Land zu Land und Kontinent zu Kontinent, um verschiedene traditionelle Wurzel zu vereinen und zu einem neuen, weltoffenen Sound zu verschmelzen. Flamencogitarren verbinden sich mit türkischen Tablas, Folkore mit klassischen Ensemble-Einspielungen, Salsa mit Bauchtanzbeats.

Dafür dass es sich bei „Sana Bana“ im weitläufigem Sinne um türkische Folklore handelt, kommt nicht einmal der Gedanke an typische türkische Schnulzen oder pop-lastige Radiohits a la Tarkan auf. Stattdessen geben die spanischen und lateinamerikanischen Einflüsse dem Ganzen einen tanzbaren und eingenen Touch, der an laue Sommerabende irgendwo unter der Sonne des Südens erinnert. Es überwiegt weder das eine noch das andere; weder die typische Salsa-Rythmik, noch Flamencogitarren, noch traditionelle Bauchtanz-Percu.

Wer den Soundtrack von „Gegen die Wand“ kennt, weiß in welche Richtung die Musik geht. Moderne und zugleich traditionelle mediterrane Klänge, geleitet von treibender Percussion, virtuosen Gitarren und weich fließenden Melodien ziehen jeden, der für diese Musik offen ist, in den Bann und lassen keine Hüfte still stehen. Ein Gefühl von Sommer und Unbeschwertheit kommt auf und lassen eine für die Dauer einer CD alle Sorge vergessen.

Derya
Sana Bana
Mediterraneo-Summer-Sound

www.galileo-mc.de

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Anne | Mi., 24. Mai 2006 | WORLDBEATS

Schöner, ruhiger, fast mystischer (Folk)Rock, durchaus vergleichbar mit Platten des Cirque du soleil oder CORVUS CORAX. Dafür muss man empfänglich sein und ich kann mit stolz sagen. Ich bin es. Ich liebe das. Es regnet, man sitzt im warmen Zimmer und trinkt einen Tee (auch gern mit Rum versetzt), sitzt in einer lauen Sommernacht am Feuer oder im Morgengrauen an eben jenem erloschenen und überall funktioniert diese wundervolle Musik, auch wenn sie teils doch etwas rockiger ist Wer offen für so was ist und/oder gern mal über den Rand seiner Frühstücksmüslischale hinausblickt, sollte hier ruhig mal zugreifen. Unter Umständen kann man damit sogar mal seine (neue) Freundin beeindrucken…

Web: Band, Label
mieschka | Mo., 22. Mai 2006 | PUNK

Wow, nicht mal ein Jahr ist es her, daß mich die Erstveröffentlichung auf „People like you“ mehr als zu beeindrucken wusste. Und nun schieben sie auf gleichem Label schon wieder 14 neue Songs hinterher. Ziemlich fleißig die Jungs. Und Verschleißerscheinungen oder Lückenfüller? Keinesfalls. Wieder spielen sie ihren hervorragenden Speedrocknroll herunter als gäbe es kein Morgen mehr. Wer auf die BONES und ein bisschen MOTÖRHEAD steht, kommt an dieser Platte nicht vorbei. Vollgas ohne Ende und Pausen. So mag das der Mieschka. Wenn sie so weiter machen kommt die nächste Platte wohl vielleicht schon zu Weihnachten. Ick bin jespannt.

Web: Band, Label
mieschka | So., 21. Mai 2006 | PUNK

Also im Vorfeld der WM hatte ich ja eigentlich mit viel mehr Fußballsamplern gerechnet. Aber soooo viele sind es nun doch nicht geworden. Und wer hätte schon gedacht, daß es nochmal einen neuen Teil der berühmtbeliebten Samplerreihe aus Berlin geben wird? Na? Ich jedenfalls nicht. Denn immerhin 10(!) Jahre hat es gedauert, daß nach Nummer 4, der letzten Platte der Reihe, dieses Teil nun erschienen ist. Und was für ein Leckerbissen das ist. 50% der Songs sind neu aufgenommen und gut 80% der gesamten Platte sind absolute Hits… Wer mit dabei ist, fragst Du? Bitteschön: Los Calzones, The Busters, Mark Foggo, Lionsclub, Laurel Aitken, Shots In The Dark, Bluekilla, Scatterbrains, Ska-J, Amphetameanies, Dr. Ring-Ding, The Chancers, Spitfire, Two Tone Club, The Cabrians, Doberman, Blascore und die Bad Manners….. Ist dat nüscht? Naja, ich will hier nicht weiter große Wellen schlagen. Fußball ist ja Geschmackssache. Aber ganz sicher ist, daß diese Scheibe auch was für Frauen ist, man nichts von „Abseits“ wissen muss und man herrlich dazu abtanzen kann. Am 9. Juni zum Beispiel. Da findet die Record Release Party im Berliner SO 36 statt und wir vom VOICE OF CULTURE sind stolz, diese Party präsentieren zu dürfen. Also, Fußballschuhe geschnürt, Bier gekauft und während der Halbzeitpause (oder auch während des Spiels) die Platte gehört. Und nach dem Abpfiff geht’s erst richtig los…

Web: Band
mieschka | So., 21. Mai 2006 | SKA

RockPopFunk aus Deutschland mit sehr persönlichen Texten. Hat mich ein bisschen an KING K ø NG erinnert, der Band von FARIN U. zwischen den beiden ÄRZTE-Perioden. Liegt vielleicht aber auch nur daran, weil ich mir das erste Album der Band gerade mal wieder zu Gemüte geführt habe… Aber auch nur ein bisschen. Denn insgesamt wird mir über die volle Albumlänge ein bisschen zu wenig aufs Gas gedrückt. Melodien sind vorhanden und diese sind auch teils recht eingängig, aber… Aber Ihr merkt schon, so richtig festlegen kann ich mich nicht. Liegt es an Durchschnittlichkeit, Rockappeal oder Eintönigkeit? Ich weiß es nicht. Irgendwas fehlt auf Dauer. Einen gewissen Fankreis besitzen die 4 Herren aber trotzdem und das ist auch gut so. Kann ja nicht alles jedem gefallen und ja, die 4 hässlichen Töchter sind übrigens gar keine. 4 junge Herren sind da am Werk und am Besten haben mir die Schokomaske und der Einwegrasierer gefallen, welche der Platte beilagen. Ob das jetzt ein Promogag war oder generell der Fall ist, weiß ich nicht. Ein Pluspunkt gibt jedenfalls für den Einfallsreichtum. Sonst interessiert es mich aber kaum.

Web: Band
mieschka | So., 21. Mai 2006 | ANDERE

Erwachsenen-Krach aus München! Mein lieber Herr Gesangsverein. Harter, aber geiler Tobak, den die Herren da abliefern. Und ich glaube, sie haben an ihrem Krach richtig Spaß. Richtig einordnen kann ich das nicht. Da ist viel Eigenes dabei, gepaart mit einem bisschen DEAD KENNEDYS und anderem frühen 80’er Punkrock. Geile Scheiße, hab ich so noch nicht gehört. Es gibt zwar insgesamt nur 4 Songs, die machen aber wirklich Lust auf Mehr. Gesungen wird auf Englisch. Gerockt wird aber international. Fetzt!

Web: Band
mieschka | So., 21. Mai 2006 | PUNK

Boa Geil! Auf die Schweiz ist halt doch Verlass …

Begeistert war ich von Kalles Kaviar schon immer irgendwie, aber nun ist es um mich geschehen. Super neotraditionell - Ska, - Rocksteady und - Reggae. Klasse! Eigentlich hat die Band alles, was man so erwartet, wenn man langsam ins Alter kommt, wo man keine Lust mehr auf blaue Flecken nach einem Konzert hat. Selten sind heute Orgel und Gesang so harmonisch wie bei Lime Time. Ich weiß nicht, ich kann es nicht beschreiben … ich könnte jetzt ein paar Standartsätze loslassen, aber das Phrasenschwein steht nicht weit weg und hört alles. So bin ich mir nicht sicher, ob ich bei Aussagen wie „Jetzt kann der Sommer kommen“ oder „Beste Veröffentlichung des Jahres, ach Quatsch des Jahrhunderts“ nicht doch schnell arm werde. Also lass ich es und schwafle noch ein wenig rum.
Kalles Kaviar existiert mittlerweile auch schon über 10 Jahre. Nach den ersten Veröffentlichung im Jahre 98 und 2000, holten sie sich für ihr drittes Album Roy Ellis und den New Yorker Allstar King Django ins Boot … und daraus wurde ein großes Album namens „Early Bird“ (muss die CD gleich mal wieder rauskramen) Bei Lime Time haben Kalles Kaviar noch mal einen Gang runtergeschaltet und eine ordentliche Portion Herz dazugetan! Ich bin vollauf begeistert und sie entschädigen mich für den Griff ins Klo ihrer Schweizer Kollegen OS ….

Autor: Stefan

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Stefan | Sa., 20. Mai 2006 | SKA

Mr. Conqueror versorgte uns dieses Mal nicht nur mit seinem Skinhead-Zine sondern auch mit seiner ersten Veröffentlichung auf seinem ganz frischen Label „Conquering Ruler Records“.

Wer den Conquerer kennt, wird sich denken können, was sich auf der Single befindet: Early-Reggae oder auch als Skinhead-Reggae bekannt. The Return (A) und Skinhead Waltz Musette (B) erinnern mich stark an Lord Magic and The Boover Boys (aka Viking`s Remedy). Ich muss gestehen, dass mir sonst keine andere aktuelle Band einfällt, die solch einen Sound macht. Eventuell noch Los Granadians, aber ich denke eher nicht … Wie auch immer das Geheimnis der Band wird nicht gelüftet und so müssen wir alle dumm ins Bett gehen. "The Baldheads now live in a monastery. Please do not try to contact them!" ist die Antwort auf die Frage, wer sich hinter diesem Projekt verbirgt. Seite A gefällt mir besser, um nicht zusagen gut. Schöne Reggaenummer mit ein wenig Toasting und einer Mundharmonika. Die B-Seite wirkt etwas verspielt, witzig und somit schon wieder interessant. Die Single gibt es bei allen üblichen Mailordern für 4,50 €.

Autor: Stefan

Web: Band
Stefan | Sa., 20. Mai 2006 | SKA

Kühe-Schupsen für den Weltfrieden!
Unsere Hauptstadt-Ska-Kühe bekommen von mir erst einmal einen dicken Pluspunkt für die Namensfindung und einen Weiteren für den Titel des Promoalbums … ganz großes Kino!

Aber zum Inhalt, Skavache interpretieren Ska und Reggae auf ihre ganz eigene Weise. Schnell, Schräg und Lustig! Das alles wird in drei verschiedenen Sprachen dargeboten, Deutsch, Englisch und Französisch! Die 5 Songs die sich auf der EP befinden spiegeln aber eigentlich nicht wieder, was man auf einem Konzert der Berliner zu erwarten hat.
Die Konzerte die ich von der Band erlebt habe, waren eigentlich immer auch mit einer großen Party verbunden, zumindest für das junge Skapublikum … Na ja meine Kuh, ähm mein Schuh ist es nicht, aber die Berliner Fangemeinde ist da anderer Meinung.

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Stefan | Sa., 20. Mai 2006 | SKA

(endlich) mal wieder ein neues Album der Ausnahme-Basken...

Vor kurzer Zeit erschien (endlich) mal wieder ein neues Album der Ausnahme-Basken - mittlerweile bereits das fünfte. Irgendwann in den Neuzigern gründeten die zwei Skalari-Brüder die Band. Anfangs orientierten sie sich noch sehr am Punkrock, doch eine stetige Weiterentwicklung machte aus Skalariak eine äußerst sympathische Street-Ska-Combo. Und keine Spur von Stillstand: Eine weitere Entwicklung lässt die Basken nun am besten mit „Ska Beats International“ beschreiben (wenn ihr versteht auf was ich anspiele, ich musste das jetzt einfach mal einbauen). Wenn man das aktuelle Album mit einem der ersten vergleicht, fällt natürlich ein gewisser Unterschied auf, aber Skalariak haben nie einen extremen Sprung gemacht, vielmehr haben sie sich von Platte zu Platte immer wieder neuer Elemente bedient und diese mit sehr viel Gefühl in ihre Musik integriert.
Anscheinend sind seit „Radio Ghetto“ schon wieder 2 Jahre vergangen. Mist, was habe in der Zeit nur gemacht? „Radio Ghetto“ gefiel mir eigentlich nicht ganz so gut. Luz Rebelde ist bei Weitem abwechslungsreicher als sein Vorgänger und hat trotzdem natürlich wieder derbe Ohrwürmer. Auch die dritte Welle Skaknaller sind nicht von schlechten Basken, aber „En La Kalle“ (drittes Album, erschienen 2001) bleibt für mich unerreicht …

Autor: Stefan

Web: Band
Stefan | Sa., 20. Mai 2006 | SKA

Man soll sich ja nicht von Äußerlichkeiten täuschen lassen, manchmal kann man jedoch treffend vom Äußeren aufs Innere schließen. Und genauso wie sich diese Technik auf Menschen anwenden läßt, kann sie zu einem wichtigen Kriterium bei CD-Käufen werden.

Nicht, dass jetzt der Eindruck entsteht, ich sei so oberflächlich mich nur um die äußere Hülle zu scheren und dem Inhalt keine Beachtung zu schenken. So ist es natürlich nicht. Aber Ausnahmen bestätigen zu oft die Regele, und die Ausnahmen in diesem Fall sind sehr rar gesät.

Ich will jetzt nichts vorweg nehmen, aber das Hip-Hop-Elelktro-Kollektiv Tengu Basement aus dem Umfeld Herne ist eine der Platten, bei denen ich mir schon bei der Hülle dachte: Naja. Sehr schlichtes Design a la Hausmarke mit Frottee-Handtuch als Cover, auf dem sich der Schriftzug, „Eclectic Fitness“ findet. Dieser hat mit dem Inhalt - wie wir in der Presseinfo erfahren - „mehr oder minder ….nix“ zu tun. Das sei auch „was diese Compilation so einzigartig macht“. Dazu fällt mir nichts besseres ein, als erst einmal ein großes FRAGEZEICHEN ? dahinter zu setzen.

„Das ist es ja, was diese Compilation so einzigartig macht.“ (???)

„14 Songs gegen eine globalisierte Musikwelt voller nichtssagender Vielseitigkeit und Chart-Sterilität.“ (???)

Globalisierte Musikwelt? Da hab ich nichts dagegen, je globaler und weltlicher, desto besser. Nichtssagende Vielseitigkeit? Ich persönlich steh auf Vielseitigkeit, und meiner Meinung nach impliziert das Wort alles andere als „nichtssagend“. Aber gut – Ansichtssache. Man soll sich ja nicht von Äußerlichkeiten täuschen lassen. Vielleicht hatten die Jungs und Mädels von Tengu Basement, mit Onejiru als Präsentatorin, einfach kein Glück mit ihrem Presse-Info-Schreib-Praktikanten, der vom ständigen Kaffeekochen schon ganz gaga im Kopf war.

Außnahmen bestätigen wie gesagt die Regel – bloß nicht hier. Wenn die Presseinfo schon schlecht ist, kommt bei der Platte meist nicht viel mehr heraus, als sching-sching und schang-schang. Deutscher Hip-Hop aus dem Ruhrpott mit eklektisch-einfache Beats, wenig Melodien und vor allen Dingen wenig Vielseitigkeit. Statt „nichtssagender Vielseitigkeit“ also nichtssagende Eintönigkeit und nichtssagende Texte und Arrangements a la „wir machen Musik wie Anfang der 90er“.

Ganz ehrlich, ich weiß nicht, was sich die Truppe unter „Geschichten aus intimen Gefilden der persönlichen Weltsicht“ und der „Balance ernüchternder Alltäglichkeit und überschwängertem Wahnsinn“ so vorstellt – mir kommt es eher so vor, als ob die Presseinfo in überschwängertem Wahn geschrieben wurde und die CD im Vergleich extrem alltäglich klingt.

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Anne | So., 14. Mai 2006 | WORLDBEATS

Think of One, die belgischen Experimental-Worldmusik-Helden sind zurück, um weitere Barrieren zu sprengen und neue musikalische Welten zu beschreiten. „Tráfico“ heisst das neue Werk und klingt verquer und melodisch zugleich, ...

...wie ein Hupkonzert auf den Strassen Rios de Janeiros in Kombination mit einer brasilianischen Marching-Band.

Es geht zurück an den Ort des Geschehens, wo sie sich mit Freunden und Bekannten – wie der 66-jährigen Ikone Dona Cila da Coco – getroffen haben, um das fortzuführen, was sie auf „Chuva em Po“ begann. Eine Trip durch Brasiliens Musikwelt, gemixt mit funkigen Bässen, punkiger Energie, jazzigen Fusionen und östlichem Gipsy-Spirit, ein experimentelle Entdeckungsreise brasilianischer Wurzeln und moderner Fusion.

Vielleicht nicht unbedingt für diejenigen, die hier eine typische Bossa-Chill oder Samba-Platte erwarten. Dafür aber ein Bereicherung für die Freunde echter Grenzgänger- und Grenzüberschreitender Musik, die auf ihre eigene Art und Weise weiss, Welten und Soundlandschaften zu verbinden.

www.thinkofone.be
www.crammed.be

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Anne | So., 07. Mai 2006 | WORLDBEATS

Afrikas Musik-Szene ist reich und vielfältig, eine Geschichte mit Background – oder auch „Stori Plenti“, wie die Nigerianer das bezeichnen würden.

Nichtsdestotrotz ist den nigerianischen Stars, die von Plakatwänden und aus häuslichen TV´s ihre Fans angrinsen, der Sprung über den Teich zu uns in den wenigsten Fällen gelungen. Viele Hop-Hop, Reggae, Dancehall oder Afrobeat-Acts sind in Nigeria hochgejubelte Größen, doch in Europa kaum bekannt. Da es aber Labels gibt, die ihre Aufgabe noch als Mission verstehen, haben die Jungs von Out Here Records jetzt eine Compilation mit sämtlichen nigerianischen Größen heraus gebracht. Angefangen bei Terry tha Rapman, über zu Eedris Abdulkareem oder Bantu. Auf „Laos-Stori Plenti“ zeigt sich die Szene wie sie ist: Rebellisch, melodisch, beatlastig und urban. JJC aus London verbindet traditionelle Instrumente mit modernen Beats, Bantu Afrobeat mit Fuji-Tradition, Terry tha Rapman rappt über die Alltagssituation mit Fake-Designer-Klamotten und Kleinkriminalität, Six Foot berichtet über seine Ex-Freundin, die sich mit seinem Geld aus dem Staub gemacht hat und Nutty & Wharfy zeigen, wie das nigerianische Gegenstück zu Jamaikas Kingston-Sound klingt.

Eine durchaus interessante Platte. Warum davon vorher noch nichts bei uns erschienen ist, ist mir schleierhaft. Es sind zwar nicht alle Songs ein Renner, aber Potenzial ist vorhanden. Und es wird endlich einmal nicht nur über Titts and Ass gerappt, sondern die aktuelle Situation in Nigeria via Musik vermittelt. Über die sollte sowieso noch mehr berichtet werden, als uns die Medien immer mundgerecht verkaufen.

www.outhere.de

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Anne | So., 30. Apr 2006 | WORLDBEATS

Bollywood, Indien, Bauchtanz, hübsche Frauen in bunten Gewändern und gegelte Männer, die in wilden Choreografien durch pompöse Räume tanzen und ihre Liebesbeziehungen auf singende und tanzende Art führen – genau das fällt mir beim Hören des bereits zweiten Albums des indischen Film-Superstars Shah Rukh ein.

Bilder, die sich mir in den Kopf gebrannt haben, seit ich in Marokko war, wo Bollywood im häuslichen Fernseher größer ist als Hollywood. Abgesehen davon, wurde ich durch meine pakistanischen Mitbürger aus den billig-aber-gut Restaurants meines Barrios mit einem Fernseher in jeder Ecke und Bollywood-Dauer-Schleife zwangsweise für die Musik sensibilisiert. Mittlerweile muss ich nicht mal mehr Reis und Curry essen, um mir Bollywood-Schnulzen reinzuziehen und rythmisch im Takt zu Sching-Sching und Schang-Schang mitzuwippen. Denn fistelnde Frauenstimmen, Männerchöre, klingelnde Schellen, treibende Tablas, Funk, spanische sowie Bonanza-Gitarren, seichte Reggaeeinschläge und unterschwellige Samplings sind der heutige Sound aus Indien. Dazu kann ich durchaus auch zu Hause in Takt wackeln.

Das erste Album des „King of Bollywood“ The King Khan Vol.1 hielt sich 2005 mehrere Wochen in den Charts. Und auch auf diesem Album sind wieder Songs von A.R.Rahman oder Anu Malik vertreten, die Hitpotenzial haben. Sicher ist die Platte nicht für jedermann gedacht, ein gewissen Interesse und die entsprechende Offenheit für solche Musik muss schon vorhanden sein. Aber diejenigen, die Gefallen an „Monsoon Wedding“ oder „Kick it like Beckham“ hatten, werden auch gefallen an den King Khan Compilations finden. Allen anderen schlage ich vor, etwas öfter beim Inder oder Pakistani essen zu gehen.

www.peacelounge.com

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Anne | Di., 25. Apr 2006 | WORLDBEATS

Das erste Mal, dass ich etwas von Leningrad gehört habe, muss 2002 gewesen
sein; ungefähr ein Jahr bevor wir Voice of Culture gegründet haben. Damals
dachte ich schon: Was für Berserker!

Auf die Idee russische Saufsongs mit
Ska-Swing und Punk-Attitüde zu vereinen, können nur Freistil-Freaks wie
Leningrad kommen! Genau mein Ding - und außerdem der perfekte Soundtrack zu
Voice of Culture, denn was sind wir, wenn nicht ein paar saufende Ossis, die
Punk, Ska und fremdartige Musik vereinen und durch die virtuelle Welt
schicken.
Wie passend, dass zu unserem neuen Heft die neue Leningrad-Scheibe auf den
Markt kommt und eins der wenigen russischen Wörter, an die ich mich aus
meiner Jungpionier-Zeit noch erinnern kann, als Titel trägt : "Hleb" - Brot.
Oder auch: Leningrad, unser täglich Brot in den Redaktionsräumen. Umso
besser, dass die Scheibe gar nicht nur eine ist, sondern gleich zwei in der
limited Edition. Denn Rocker-Frontsau Shnur hat sein zweites Solo-Album
heraus gebraucht und gleich mit dazu gepackt.
Kritisch raue aber humorvolle Folksongs, die einen kalten Ostwind zu uns
herüberblasen, Bilder von russichen Speed-Polka-Festen mit Skabands vor
unseren Augen aufsteigen lassen, an Gipsy-Punks wie Gogol Bordello auf
Performance-Freakshow erinnern und die Kehle nach einer ordenltichen Flasche
Wodka dürsten lassen. Grandioser Scheiß!

www.eastblokmusic.de

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Anne | Mo., 24. Apr 2006 | WORLDBEATS

“Hört sich an wie IDEAL, nur 20 Jahre später“, sagte letztens einer meiner Radiokollegen zur Debütplatte von SPILLSBURY & Recht hat er. Auf einem SecondHand-Flohmarkt hatte ich mir vor ein paar Wochen sogar noch mal die beiden Platten der 80´er Jahre NDW-Band gekauft. SPILLSBURY sind aber eine Band aus dem Jahre 2002. Kurzdurchlauf: Sie kommen aus Hamburg. Die beiden Musiker Zoe und Tobi lernten sich kennen, als Tobi mit seiner damaligen Band eine Sängerin suchte und Punkrock im BAMBIX-Stil machen wollte. Auf eine Anzeige hin, meldete sich Zoe als erste, sang ein Lied vor, daß sie lernen sollte (übrigens NoFX´s Lori Meyers von der "Punk In Drublic") und bekam den Job. Als die Band sich auflöste, machten Zoe und Tobi weiter. Wobei sich letzterer inzwischen etwas mehr mit seinem Computer und einem Synthiprogramm namens REASON beschäftigte. Man veröffentlichte eine Single, dessen VÖ-Termin leider weiter nach hinten als ursprünglich geplant gelegt wurde. Inzwischen feierte man nämlich kräftig MIA ab. Schade. Denn gegenüber MIA ist mir SPILLSBURY um einiges sympathischer, auch wenn mir dieser ganze 80´er Jahre Revival-Rummel á la WIR SIND HELDEN mittlerweile ziemlich auf die Nüsse geht. Im Gästebuch von SPILLSBURY gibt es sogar regelrechte Anfeindungen zwischen den Fans der beiden Bands. Nun gibt es also den ersten Longplayer. Dass auf diesem die komplette erste Single noch mal mit drauf ist & somit von den insgesamt 13 Tracks (+1 Hiddentrack) nur 7 neue Songs drauf sind, stört mich wenig, da ich die erste Single ja nicht besitze. „Schlagziele“ und „Ruhestörung“ sind zwei echte Hits und auch der Rest ist nicht von schlechten Eltern. Wie gesagt. Wie IDEAL, nur 20 Jahre später. Die Platte macht auf jeden Fall Spaß. Und Live sollen die beiden übrigens auch gut abgehen. Nur Stimme und Bass kommen sind original. Der Rest kommt vom CD-Player. Sollte man sich unbedingt mal antun. Zum wild durchs Zimmer hüpfen reicht die Platte aber vorerst allemal. 7/10 Punkte.

www.spillsbury.de
www.lado.de

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mieschka | Mo., 24. Apr 2006 | ANDERE

11. Album. Zum 11en Mal alle Neune (Für die, die sich noch an die Sportart, ähnlich dem trendigen Bowling, erinnern können). In den letzten Jahren, wie ich finde, immer besser geworden, präsentieren sie sich auf ihrem neuesten Longplayer mit gewohntem, unglaublichen Wortwitz, eingängigen Meoldien und Songs, die kaum länger als 2-3 Minuten lang sind. Alles schön auf den Punkt gebracht und für alles und jeden einen Arschtritt parat. Gesunde Punkrockdekadenz würde ich sagen. Liebt sie oder hasst sie. Ihnen ist das eh egal. Oder doch nicht? Wenn alle Leute ein bisschen weniger jammern würden und dafür eine solche Einstellung an den Tag legen würden, wäre die Welt um einges schöner.

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 21. Apr 2006 | PUNK

Kurz vor Redaktionsschluss unserer 5. Printausgabe kommt hier nochmal ein richtig dickes, cooles Teil ins Haus geflattert. Eine Compilation der besten, bekanntesten und gar gänzlich unveröffentlichte Stücke von einer der wichtigsten Punkbands Deutschlands überhaupt. ABWÄRTS. Was soll ich dazu sagen? In 25 Jahren hat sich da einiges an Hits und Geschichten angesammelt, die auf den beiden CDs und dem, für Weird System üblich, mehr als fetten Booklet eindrucksvoll dokumentiert worden sind. Auch wenn ich mit den späteren Sachen nicht mehr so viel anfangen konnte, bleiben die Tracks für so manch junge Band unerreicht. Wieder mal ein Stück Geschichte, welches wohl nicht lange in den Regalen der Plattenläden verschimmeln sollte. Ein wichtiges Zeitdokument, das jeder sein Eigen nennen sollte. Und ich freue mich jetzt schon auf die geplante Dokumentation über die NEUROTIC ARSEHOLES…

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 21. Apr 2006 | PUNK

Leichter, SUBLIME-angehauchter Reggae-Rock mit sehr persönlichen und melancholischen Texten. Kein Wunder, kommen doch 3rd ALLEY auch aus Long Beach, wo auch das gleichnamige Label beheimatet ist. Found of Life bringt die Band nun auch nach Deutschland und Europa und das mit gleich 3 Bonustracks. Alles Coverversionen, wobei mir natürlich am Besten NEIL YOUNG’s „Solitary Man“ gefällt. Wunderschön geeignet für kommende Sommer-Regentage und eine tolle Platte.

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 21. Apr 2006 | ANDERE

Da es die Band ja leider leider nicht mehr gibt, gibt es nun auch keinen Grund mehr, den Fans das erste Album der Provinzrocker vorzuenthalten, deren Songs sie sich ja bis zuletzt, bis auf Ausnahmen, beharrlich weigerten auf Konzerten zu spielen. Nennt es Kommerz oder nicht. Der Band war das von Anfang bis zuletzt egal. Und warum nicht? Bei eBay wurden zuletzt echt horrende Preise für diese Rarität (Vinyl 300 Stück, CD (glaube ich) 1000 Stück) geboten. Was auch nicht ohne ist… Als Besitzer des Originals wäre mir das ja fast egal. Lieber hätte ich mir noch ein paar mehr Jährchen Bestehen der Band gewünscht. Aber das Leben ist ja nun mal kein Ponyhof und man muss nehmen, was man kriegt. Und ich bekomme ein völlig neues Booklet und einen überarbeiteten Sound und dazu noch die 4 Stücke der genauso raren „Kindakacke“-EP, die es bis dato selbsmurmelnd „nur“ auf Vinyl gab. Damals für maximal 2 EUR verkauft, besitzt sie heutzutage genauso Sammlerwert wie Kultstatus. Auch wenn alle nachfolgenden Alben zweifelsohne besser waren, ist diese Platte doch ein Stück in mein Herz gewachsen, weil es eben die erste überhaupt war. Daher ist sie wohl wirklich nur etwas für echte Fans. Neueinsteigern würde ich eines der späteren Alben empfehlen. Wenn Ihr dann aber auf den Geschmack gekommen seid, besteht für Euch zumindest die Chance, Eu nochmal das erste zu holen. Gute Sache, wie ich finde. Und jetzt schau ich mir nochmal die DVD an…

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 21. Apr 2006 | PUNK

Geiler, geiler Rock’n’Roll-Punkrock mit kräftigem Arschtrittfakor! Ab sofort ohne Fratz, den es ja erstmal ins Ruhrgebiet und zu RASTA KNAST verschlagen hat. Trotzdem aber ohne Kompromisse und hohem Hitpotential. Ach Quatsch, fast jeder Track ist hier ein Hit und mich haut es echt aus den Socken. Dazu die schöne farbliche Gestaltung des Vinyls (schwarz-gelb-gesprenkelt). Einfach herrlich. Also wenn Jesus, denen den Rock’n’Roll gegeben hat, kann ich nur sagen: Danke, Gott!!! Wollt Ihr meine Begeisterung teilen? Holt Euch die auf 500 Stück limitierte Vinylversion und besucht ein Konzert der Band. Dann könnte es Euch ähnlich wie mir ergehen…

Web: Band, Label, Label
mieschka | Fr., 21. Apr 2006 | PUNK

Surf vs. Glampunk, 60s vs. 77s… Und das amtliche Endergebnis: Unentschieden. Kein Gewinner… Oder vielleicht doch, ja klar, das Publikum ist hier der Gewinner. Und dabei sein ist ja eh alles, oder? 2mal hervorragender TrashPunkSurf bekommst Du hier auf die Ohren. 2mal 5 Stücke lang in giftgrünes Vinyl gepresst und ich geniesse jede einzelne Sekunde. Ich muss zwar gleich los, selbst auf ein Konzert düsen. Aber der übliche Stress, der sich sonst immer einstellt, ist wie verflogen. Ich zieh mir meine Lederjacke über und kann den Plattenspieler einfach nicht ausstellen. Nochmal vor den Spiegel gestellt, die Haare gestellt und immernoch ist die Platte nicht rum. Man, was soll ich tun? Ok, ich gebe mich geschlagen, muss ja los. Aber nur für dieses Mal hast Du gewonnen, olle Platte. Aber wenn ich zurückkomme gibt es Revanche, ja? Ich krieg Dich schon klein!

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mieschka | Fr., 21. Apr 2006 | PUNK

Uuups, einen Monat schon her, daß ich meine letzte Review geschrieben habe. Zu sehr hat mich wohl doch die Herstellung unserer letzten Printausgabe und der dazugehörige CD-Sampler geschlaucht. Und was höre ich nun? Ebenfalls ein komplett akustisches Album. Das passt ja. Nur, daß sich hier nicht verschiedene Künstler zusammengefunden haben wie bei uns, sondern „nur“ der Sänger der Skatepunkband RISE UP. Grund für seine Soloshow soll sein, daß er seine Kreativität nicht in Zaum halten konnte und einige Sachen nicht bei seiner „Hauptband“ unterbringen konnte. Ja, und das Ergebnis kann sich durchaus sehen bzw. hören lassen. Ich bin ja durch eben „unsere“ Platte schon ein bisschen sensibilisiert bzw. angefixt von rein akustischen Songs und da ich in letzter Zeit sowieso sehr viel Entspannung brauche, kommt mir diese Platte gerade Recht. Nee, macht wirklich Spaß und ist für die Lagerfeuer in der kommenden Sommersaison (neben unserem Sampler natürlich) im wahrsten Sinne wärmstens zu empfehlen.

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mieschka | Fr., 21. Apr 2006 | ANDERE

Aus Nigeria kommt jede Menge Musik, nur dass davon hier kaum einer etwas mitbekommt. Die Stars und Sternchen der Reggae-, Hip-Hop- und Dancehall-Szene haben in Afrika zwar großen Zulauf und belegen sämtliche Chart-Plätze, finden außerhalb des Kontinents aber kaum Verbreitung.

Dafür sind unsere Kollegen aus Österreich jetzt auf den Trichter gekommen, haben sie doch einen der bekanntesten schwarzen Musiker in ihrer Mitte.

3gga wuchs in Nigeria auf, ging auf der Suche nach einem besseren Leben nach Madrid und ein Jahr später nach Wien, wo er heute angesehener Entertainer, MC und DJ ist. 2002 veröffentlichte er sein erstes Album, eine Zusammenarbeit mit Stereotyp, vom bekannten Dub-/Elektro-Label g-stone. Später folgte eine Nummer eins in den UK Drum´n´Base Charts und eine Veröffentlichung auf der „Super Black Vol. 1“.

Besseres Leben gefunden und sogar sämtliche österreichischen Music-Channel eingenommen. Afrikanischer Dancehall, der „Ragga Gbedu“, auf Erfolgskurs in Europa. Traditionelle Drums werden durch Beats ersetzt, Lyrics über Probleme im Ghetto, Liebe und die Lust am Leben bouncen auf fetten Bassläufen durch die Boxen. African Tribe verpackt in Dancehallbeats, Reggae und Reggaeton.

Nicht unbedingt mein Fall, weil mir die meisten Tracks zu partymäßig und clubtechnisch daher kommen, die Gastsängerinnen in einigen Songs zu weichgespült klingen und ich gern mehr echte Roots vorfinden würde. Auch wenn 3gga und „in di ghetto“ ihre Wurzeln im Ghetto haben, ist das Endprodukt doch für die westliche Partygesellschaft gemacht. Dafür befinden sich einige fette Songs mit ordentlich tanzbaren Beats auf der Platte. Ein Album für die Dancehall-Party-Fraktion eben. Die zwei Reggaestücke am Schluss geben dem Album dafür einen schönen Ausklang.

www.recommendrecords.com

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Anne | Fr., 21. Apr 2006 | WORLDBEATS

Mitte Mai bis Anfang Juni schickt der Ben von An’na Nadel Records seine (Zug)pferdchen in die Spur, daß sie die Bühnen des Landes bzw. der Länder (Österreich und Frankreich sind nämlich auch dabei) rocken. Dazu hat er nun eine Compilation, einen Toursampler, veröffentlicht, auf der jede der teilnehmenden Bands jeweils 2mal vertreten ist. Gute Werbung für die Bands sowie für die Tour, zumal die CD wohl auch zum Low bis Midprice in die CD-Player daherkommt. Während der eine Song von DISTEMPER bisher in Russland nur auf irgendwelchen Tape-Samplern vertreten war, der eine Song von JAN FEAT UDSSR schon als Sound für einen Werbespot diente und ein Lied der MAD MONKS eine Extended Version eines schon bekannten Stückes ist, bilden die restlichen Songs alle einen Vorgeschmack auf die demnächst erscheinenden Tonträger der Bands. So hat man, wenn man die Tour besucht hat, ein nettes Erinnerungsstück für sich zu Hause und wenn nicht, bekommt man einen guten Überblick über das Labelprogramm vom Ben und kann neue Bands für sich entdecken. Reinhören empfohlen!

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mieschka | Do., 20. Apr 2006 | SKA

Früher oder später musste diese Ost-West Kollaboration in Form einer Splitplatte ja kommen. So sehr bekam man gar als Unbeteiliger mit, daß sich die beiden Bands mehr mögen, als über das übliche „Spielen wir hier zusammen, spielen wir da zusammen“-Level hinaus. Und das sogar in einer sehr schön aufgemachten Form. Während die Vinylversion in immernoch seltener Shape-Form gepresst wurde, bleibt die CD-Version in teurer Prägedigipackversion und Videoclips der Nachwelt erhalten. Und schon geht es los mit den Schwerinern von VOLXSTURM. Man covert das BROILERS-Stück „Nur die Nacht weiss“ in sehr eigenwilliger Weise, so daß man, gerade durch die Bläser mal an die ÄRZTE erinnert wird. Aber das ist (laut Bericht aus dem letzten MOLOKO PLUS auch so gewollt. „So sind sie“ ist dann ein kleiner Vorgeschmack auf das kommende neue Album der Jungs, „Kuddel Daddel Du“ ist auch eine Art Coverversion. Denn der Text stammt von Joachim Ringelnatz, die Umsetzung im Ganzen st aber sehr gelungen. Schlussendlich gibt es dann die deutsche Version vom RAMONES-Klassiker „I don’t wanna grow up“ auf die Ohren, was ebenfalls ganz gut kommt. Volle Punktzahl also schon mal für die Volxstürmer…
Ja und die DüsseldorferInnen brauchen sich dahinter keinesfalls verstecken. Erst covert man VOLXSTURM (na klar!), später DESMOND DEKKER („You can get it if you really want“) und dazwischen gibt es noch einen neuen typischen BROILERS-Song und einen, erstmals in englischer Sprache verfasst, Irish-Folk-lastigen Schunkelsong, der dann passenderweise auch noch “Cigarettes & Whisky“ heißt. Wobei doch jeder eigentlich wissen müsste, daß der irische Whiskey mit „EY“ geschrieben wird. Aber da schauen wir mal großzügigerweise hinweg. Alles in allem eine tolle Platte. Nur das VOLXSTURM-Video gefällt mir ein wenig besser als das der BROILERS. Aber das ist ja Geschmackssache.

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mieschka | Do., 20. Apr 2006 | PUNK

Mit leichter Verzögerung ist es nun da, das Debütalbum der POKES aus Berlin, die sich zu 5/7 aus den ebenfalls aus Berlin stammenden PILLOCKS zusammensetzen. Ja, und was erwartet man bei dem Namen? Natürlich, ehrliche, handgemachte irische Folkmusik. Etwas härter als das englische (nicht irische!) Original, dennoch aber sanft genug, um in Kneipen bzw. Pubs zu bestehen, ohne, daß sich die trinkende Masse die Ohren zuhalten muss, wie ich es schon live, direkt beim ersten Konzert der Band überhaupt, erleben durfte. Und das ist schon der Punkt, live überzeugen sie noch mehr als auf Platte, obwohl die schon gut genug dafür ist, sich seinen alten Bushmills-Whiskey aus dem Schrank zu holen und vom Land der „40 Grüns“ zu träumen. Das können sie entweder mit dem „kleinen Pubset“ oder dem großen „Festival-Set“ ganz genau anpassen und abstimmen. Ich habe jedenfalls richtig viel Spaß an der Platte, die größtenteils englisch, manchmal aber auch deutsch gesungen daherkommt. Habe ja aber auch ein kleines Faible dafür. Und auch Ihr solltet Euch das mal anschauen/anhören. Für Abstinenzler vielleicht etwas schwierig, aber nicht unmöglich. Und bald werdet auch Ihr feststellen, daß Ihr mehr wollt. Bestimmt. Wir sind das Folk!

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mieschka | Do., 20. Apr 2006 | PUNK

Geile 7“, erschienen auf WandaRecords. Hier gibt es 4mal schicken 77’er Punk. 2mal aus Frankreich (THE HATEPINKS, NEUROTIC SWINGERS, beide aus Marseille) und 2mal aus Deutschland (THE SHOEMAKERS (schon mal ein Vorgeschmack auf das kommende Album) und MOTRAS (R.I.P.), beide aus Sachsen). Leider sind beide Seiten viel zu schnell durch. Aber man wird immer wieder genötigt, das Teil nochmals und immer wieder umzudrehen. Ich sag nur BRIEFS, SHOCKS und Co…. Wer von diesen Bands nicht seine Finger, Augen und Ohren lassen kann, wird hier Bestens bedient.

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mieschka | Di., 18. Apr 2006 | PUNK

Neuestes Output von Fitze und den Torgauern. 4 Songs, kurz, knackig, kompakt. Sehr schnell, melodisch und deutsch. Naja gut einmal wird, der Titeltrack, englisch gesungen. Aber Gott sei dank relativ unpeinlich. Ich werde oft beim Hören an die guten alten „Sicher gibt es bessere Zeiten“-Sampler von HöhNIE erinnert. Also eben an guten alten DDR-Punk. Hier ist nichts gekünstelt. Das ist alles echt und das merkt man der Platte jede Sekunde an. Wer von den Jungs bisher noch nichts gehört hat, kann sich die Platte ruhig mal zulegen, um sich etwas reinzuhören. Aber Vorsicht, es besteht Suchtgefahr.

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mieschka | Di., 18. Apr 2006 | PUNK

Die Slackers aus New York City sollten längst jedem der auch nur ein halbes Ohr für Ska und Rocksteady Tunes entbehren kann ein Begriff sein. Sie stehen nicht nur für innovativen Neo-Traditional und musikalische Kunstfertigkeit, sondern werden obendrein auch dafür geliebt, dass sie mit vollem Herzblut hinter ihrer Musik stehen.

Eine packende Bühnenpräsenz, energiegeladene Liveshows, kunstfertige Lyrics mit Aussagekraft und die dennoch freundschaftliche Atmosphäre, die die Slackers immer wieder erzeugen, zieht weltweit eine Konzerthalle nach der anderen in ihren Bann. Erstaunlich, dass es den gleichen Effekt auch gibt, wenn nur einzelne Bandmitglieder unterwegs sind. Neben David Hillyard, dem Ausnahmesaxophonisten und seinem Soloprojekt mit Namen The Rocksteady Seven nimmt sich auch Slackers-Sänger, Mastermind und Keyboarder Vic Ruggiero die Freiheit, ebenjene auszuleben. Er stellt die Tasten in die Ecke, schwingt sich hinter eine Gitarre und treibt damit einen fetten, einfachen aber umso ehrlicheren Singer/Songwriter Country, Folk und Rockabilly durch die Kneipen dieser Welt. Und Vic Ruggiero ist tatsächlich ein Phänomen. Er ist auf den ersten Blick kein besonders auffälliger Typ, ist nicht besonders groß, wirkt freundlich und offenherzig. Aber wenn er sich mit diesem fetten Grinsen auf die Bühne stellt, hat er von der ersten Minute an das Publikum an seinen Lippen hängen, das einem Angst werden könnte. Ruggiero füllt ganz alleine locker eine Bühne aus und schafft es auf wundersame Weise, diesen „wir-sitzen-heute-alle-in-einem-Boot“ Eindruck zu vermitteln. Er spielt Songs auf Zuruf, ganz egal was: Slackerssongs, eigene Kompositionen aber auch Folk-Cover von „A whiter Shade of Pale“ wenn es ihm in den Kram passt. „Deshalb liebe ich es, auf Solotour in Deutschland zu sein“, ruft Ruggiero in den begeisterten Beifall „die Slackers hätten mir nie erlaubt, den Song zu spielen.“
„Living in Sin“ ist die erste Platte des New Yorkers von 1998, war zwischenzeitlich vergriffen, wurde jetzt aber dankenswerter Weise von Moanin’ Records neu aufgelegt und ist deshalb wieder in einem von Andreas Hartung kongenial gestalteten Layout in Deutschland zu haben. Die 19 Tracks hören sich zwar im Vergleich zur Nachfolgeplatte „Alive at the ladybug house“ nicht ganz so flüssig weg, es sind aber trotzdem viele Perlen enthalten. Die Texte gehen auf jeden Fall unter die Haut und immer wieder blitzt Ruggieros Songwriter-Genialität durch. Für Sammler und Slackers Liebhaber ein Muss! Alle anderen sind herzlich eingeladen sich zunächst Live überzeugen zu lassen.

Krizn | Di., 18. Apr 2006 | SKA

Mein lieber Scholli. Die Split-LP mit ANAL-OHG versprach ja schon viel. Aber was die 3 Berliner Studentenpogopunx hier abliefern haut wirklich alles um. Geiler, schneller, deutschsprachiger, melodischer Punkrock, immer mit einer Melodie versehen, die man nicht so schnell aus dem Ohr bekommt. Ja, und eben die Texte… Niemals ausgelutscht, auf den Punkt gebracht, ehrlich und direkt in die Fresse. Dass sie auch live viel Spaß und Freude verbreiten bewiesen sie nicht nur letztens auf ihrer Recordreleaseparty mit PASCOW sondern auch auf Touren durch Finnland, Russland, Deutschland… Wer RASTA KNAST, POPPERKLOPPER und Co. mit zu seinen Lieblingsbands zählt, darf hier ohne Bedenken zugreifen. Klasse Platte!

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mieschka | Di., 18. Apr 2006 | PUNK

Die deutsche Musikszene fängt an sich zu erheben. Immer häufiger hört man von jungen Reggae- oder Multikulti-Bands, die neue Fans finden, wo auch immer sie ihre Instrumente auspacken.

Angefangen bei Gentlemen und Patrice, die seit geraumer Zeit die Fahne des Reggae made in Germany hochhalten, treten Bands wie Les Babacools, Culcha Candela oder Martin Jondo in ihre Fußstapfen und zeigen, dass Deutschland eine Szene hat - eine buntgemischte vor allen Dingen. Die junge Garde spielt nicht einfach nur Reggae, sondern mischt den Sunshine-Sound mit mit Einflüssen wie Salsa, Latin, Soul oder Hip-Hop.

So auch Jamaram, die gerade ihr zweites Album "Ooku Chaka" veröffentlicht haben. Gegründet vom Sänger Tom Lugo aus Puerto Rico, Gitarrist Samuel Hopf aus den USA und Drummer Max Alberti (GER), entwickelte sich die Band schnell zu einer 8-köpfigen Kombo. Beim ersten Song möchte man meinen: Wow, es gibt jemanden in Deutschland, der wie Jack Johnson klingt? Beim Weiterhören wird man allerdings schnell eines Besseren belehrt. Es gibt eine Band in Deutschland, die wie Sergento Garcia, Sublime, Canaman, Karamelo Santo, Patrice und Jack Johnson klingt. Und nicht nur das: Wie sie selbst sagen sind sie von Manu Chao und Barcelonas Musikszene beeinflußt. Zur Reggae-Basis gesellen sich Flamencogitarren, Rumba, Cumbia, Raggamuffin, arabische Percussion, mexikanische Trompeten, Salsa, Soul und dubbige Delays.

Ein äußerst vitales und rundes Album - mal schnell, mal langsam, mal poppig. Fast möchte man meinen, solch eine Produktion kann nicht aus Deutschland kommen. Multikulti- und Reggae-Bands schießen zur Zeit in ganz Europa wie Pilze aus dem Boden. Aber wenige sind textlich und musikalisch gut. Jamaram hingegen beweisen mit "Ookuu Chaka", dass sie es spielend mit deutschen als auch internationalen Acts aufnehmen können. Spielend - und zwar auf der Straße in Frankreich und Italien, auf Festivals, in Konzerthallen und in Clubs - wie sie es bisher getan haben. Nur dass sich ihr Spielraum mit Sicherheit stetig vergrößern wird.

www.jamaram.de
www.soulfire-records.de

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Anne | Mo., 17. Apr 2006 | WORLDBEATS

Großartiges Debütalbum der Schubbath/Claus Luer-Begleitband. Mit allen Hits, die sich so im Laufe der Jahre angesammelt haben. Ein Teil des Repertoires besteht noch aus alten THE DIE ATOMAREN ÜBERMENSCHEN-Klassikern. Aber nichtsdestotrotz präsentieren die Kölner hier einen ganz eigenen und einzigartigen Stil, der seinesgleichen sucht. Angereichert mit sozialkritischen und auf den Punkt gebrachten Lyrics haben AUSGANG OST eine Platte vorgelegt, die einer der Besten ist, die ich in den vergangenen Wochen und Monaten gehört habe. Das Teil ist auf 300 Stück limitiert und kann für unglaubliche 6,66 EUR auf der Homepage der Band geordert werden. Da heißt es schnell zugreifen.

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mieschka | Sa., 15. Apr 2006 | PUNK

Hach, herrlich! Ihr Russen seid schon ein lustiges Volk. Immer ein trockener Scherz auf den Lippen und eine Flasche Wodka in der Hand, russische Rockerbarden, die Jamaika-Sounds auf Russisch interpretieren, und lustige Märchenonkel, die Geschichten aus der Sowjetunion erzählen.

Einer von Ihnen ist Wladimir Kaminer, der in seiner Show „Radio Russendisko“ zusammen mit seinem Kumpel Yury Gurzhy die Highlights der Roten Front und des Alltagsleben an Genossen und Nicht-Genossen weiter gibt. Zum Beispiel, wie Bonnie M der Superstar Moskaus war und heute bei der Eröffnung einer Kaufland-Filiale spielt. Außerirdische, die um, neben und in uns leben. Wikinger, die 150.000 Rubel mit ins Grab nehmen. Der Weltspartag und Straßenmusiker, die im Labor analysiert werden. Russische Bands ohne Russen und russische Rapper aus dem Ghetto.

Lustig wie Kaminers Bücher und melodisch, wie auf einem Konzert von Leningrad. Wie ein Hörbuch mit russische Begleitmusik und lustigen Geschichten, die das Leben - bzw. Herr Kaminer - schreibt. Damit bleib ich doch gern einen Nachmittag mit Wodka und Hörspiel zu Hause – dann scheint auch trotz sibirischer Kälte die Sonne wieder. Sauber!

www.russendisko.de

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Anne | Fr., 07. Apr 2006 | WORLDBEATS

Bald fällt mir nichts mehr ein, bei der Flut von guten CD´s und Compilations, die mir täglich ins Haus flattern. Ich will mich ja nicht ständig wiederholen.

Letztens kamen bei mir aber wieder zwei wunderbare Compilations der guten Hausmusik an. Hausmusik im Sinne von: Ich setz mich mal eben auf den sonnigen Balkon, schlürf einen Cocktail und laß es mirngut gehen, als wenn´s kein Morgen gäbe. Lolas World Records hört nicht auf zu generieren, gute Sounds zusammen zu tragen, um daraus tanzbare und zugleich chillige Worldmusic-Sampler zu basteln. Wie auch schon auf „Latin Garden“ wurden für „Oriental Garden“ und „The Bossa Club Night“ Tracks aus allen Ecken und Enden der Welt gesucht, gefunden, verbunden und auf Doppel-CD gegossen. Alles aus einem Guss, aber trotzdem nicht von einem Ort.

„Oriental Garden“ vereint bekannte arabische Größen der Electro-Ambient-Chill-, Reggae- und Balkan-Dub-Szene mit bekanten Popstars und zaubert uns die Klänge des fernen Orients nach Hause. Eine exklusive Selektion von Künstlern wie CHEB I SABAH, NATACHA ATLAS, SOUAD MASSI, OMFO, RACHID TAHA, BOMBAY DUB ORCHESTRA und - zwar unbekannt, aber mein persönlicher Favorit- der GNAWA NJOUM EXPERIENCE aus Paris/Marokko. Disc One, „Wallah“, ist ein chilliger Einstieg, ein Mix der uns an ferne arabische Tee-Kränzchen und Wasserpfeiefn denken lässt; „Yallah“ der animierende Pop-Disko-Teil. Gesucht, gefunden und zusammengestellt von Gülbahar Kültür.

Von der heißen Sahara geht´s jetzt aber rüber zu den heißen Bräuten aus Rio und Sao Paulo. Die „The Bossa Club Nights“ bringen uns vom Wüstenzelt-Sound zurück an den Strand von Bahia und zeigen, was die junge Elektronik-Szene in Brasilien so treibt. Mit dabei ZUCO 103, KATIA B. – die schon auf den "Mo Horizons" Alben auftauchte-, OTTO feat. BEBEL GILBERTO, TRÜBY TRIO, BOSSACUCANOVA, JORGE BEN, SUBA, IAN POOLEY und Remixen von DA LATA. Ein Who-is-Who der Brasilectro-Gemeinde, eine CD, die Lust macht laut mitzusingen und in den nächsten Flieger zu steigen. Ein Mix von DJ Ralph „von“ Richthofen. Ein Gefühl von Sommer.

Oriental Garden.
The Bossa Club Night.

Ein warmer Wind von den Stränden dieser Welt. Eine Soundwelle, die sich tief drinnen in uns ausbreitet, weiter ausdehnt, über uns hinaus geht und uns in ferne, unbekannte Gefilde mitnimmt. Ich bin schon weg…

www.lolasworldrecords.com

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Anne | Do., 06. Apr 2006 | WORLDBEATS

Mal wieder eine neue CD aus den Staaten, die mir hier auf den Tisch geflattert kommt. Leider ohne Info darüber, wann sich die Band gegründet hat, noch woher sie genau kommt. Nur, dass sie ein buntes Kollektiv mit unglaublich vielen begabten und musikbegeisterten Musikern sind,...

...die sich alle zusammen getan haben, um eine funkige Elektro-Hip-Hop-CD zu produzieren. Und die noch dazu sehr hinterher sind, dass ihnen jemand eine Review in Deutschland schreibt. Jedenfalls hatte ich jede Woche ein mail in der Box, in der ich jedes Mal freundlich vor dieselbe Frage gestellt wurde: ist die CD schon angekommen?

Eigentlich kann ich so etwas nicht leiden, denn die Flut der Zusendungen lässt manche Alben eben länger liegen. Wie dem auch sei, der gute Wille zählt und eine engagiert Band ist ihrem eigenen Erfolg immerhin schon einen Schritt näher (gemäß dem Fall, sie bekommen die Sache mit den Fragemails noch in den Griff).

Zählen wir also die wenigen Infos zusammen, die uns vorliegen: Band aus den Staaten bringt erstes Album heraus und vermischt Funk, Elektro, Spielkosnsolen-Sounds und 80er-Jahre Hip-Hop mit allerlei weiteren schwer zu beschreibenden Einflüssen und will jegliche Grenzen ausheben, überspringen, transzendieren, da die ca. 20 Mitglieder vielseitig interessiert und musikalisch umfassend orientiert sind (alle spielen ebenfalls in anderen Bands), und am Ende – nachdem feste Begriffe und musikalische Schubladen eingemottet wurde - alles Musik ist. Das klingt alles sehr interessant, ist es zu einem gewissen Teil auch, aber irgendwie fehlt mir bei der CD die einheitliche Linie. Die Ansätze sind sehr gut und einige der groovigen Songs gehen auch sofort ins Gehör, aber so richtig verbinden sich einzelnen Elemente noch nicht. Vielleicht wäre hier weniger einfach mehr, da es so scheint, als ob die Jungs und Mädels etwas übereifrig waren mit ihrem alles überschreitendem Konzept.

Aber was nicht ist kann ja noch werden. Und bei Debüt-Alben kommen oft zu viele Dinge auf einmal mit rein, die sich im Laufe der Zeit von allein auf der wesentliche reduzieren. Wie gesagt, die Idee der Elektronik-Funk-Hip-Hop-Mischung ist eigentlich nicht schlecht. Also einfach noch ein wenig weiter frickeln und unnötige Sachen beim nächsten Mal weg lassen.

www.futurefunkcollective.com
www.polyvi.be

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Anne | So., 02. Apr 2006 | WORLDBEATS

Schöner girl-fronted Trompetenpunk mit einem Tellerrand, der gar nicht vorhanden ist, ach was, ich würde sagen, die Speiseplatte in der Innerschweiz ist eher von einem Graben als einem Rand umgeben, über den man schauen könnte.

Auf dem Debüt der sieben Schweizer kann man so einiges hören, Punk, Rock, Crossover, Alternative, Offbeat aber KEINEN Ska, das verbitte ich mir, vielleicht ein bisschen 2Tone. Was ich übrigens eine ganz große Sache finde, sind die Top-Five-Alben Listen sämtlicher Bandmitglieder auf der einfach aber schön gemachten Webpage. Wer sich die ansieht, weiß woher der Wind weht: Von Propellerheads über Foo Fighters bis Oasis ist alles mit dabei. Viel Rock, ein wenig Skapunk und ein Madness Album – Die aktuelle Dangerman Session! Mehr sag ich nicht.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: „Rich Man’s Son“ ist so eine Art Gott von Song und die Stimme von Sängerin Nic könnte über weite Strecken den ganzen Olymp zum Rocken bringen, aber ab und zu, wirklich nur manchmal, reißt die Wolkendecke eben auf und dann droht die Apokalypse.

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Krizn | Fr., 31. Mär 2006 | PUNK

Und damit machen wir die Ska-Punk Tüte voll. Ein ganz besonders edles Werk habe ich mir zum Schluss aufgehoben.

Die sechs Jungs aus Basel haben da ein ganz großes Stück Gute-Laune-Punk Unterhaltung hingelegt, das mich erstmals seit dem Winter schmerzlich daran denken lässt, dass ich gar kein Auto habe, dass mir die vermeintliche amerikanische Freiheit auf meinem Road Trip hinein in den Sommersonnenuntergang kredenzen könnte.
Sicher, Scatterbrain haben den Skatepunk auch nicht neu erfunden, aber das müssen sie auch gar nicht. Dafür ist das kunterbunte Potpourri einfach viel zu gut und reizvoll. Wenn man sich die Rosinen aus allen möglichen Bandgrößen zusammenpicken kann, warum sollte man sich beschränken: „Say Goodbye“ klingt wie die Mad Caddies, „Am I Ever…?“ ist in diesem seltsam gemütlichen acidcountry Stil gehalten, den Sugar Ray spätestens auf ihrem dritten Album 14:59 perfektionierten und von dem ich immer noch keine Ahnung habe, wie man das eigentlich nennt. Es gibt aber auch andere Songs, die all das schöne Grinsepogen zu Bands wie NoFX, No use for a name, Milencollin, Lagwagon, Snuff, The Brainless Wankers und wie sie alle hießen wieder aus meinen Erinnerungen heraufblitzen lässt. Kein Wunder, dass John Feldman von Goldfinger sich von den Scatterbrains auch tief beeindrucken ließ. Denn Humor haben die Baseler auch, was spätestens seit dem Song „Mom vs. Porno“ klar ist. Was mir als Berliner besonders auffällt, ist der Name insbesondere der Verwechslungsgrad: Ich weiß nicht, gibt es da einen Baukasten nach dem man Bandnamen findet? Es gibt nämlich schon (und der geneigte Leser mag seine eigene Liste ergänzen) Scatterbrain (USA), Scattergun (Berlin), Knattertones (Berlin), Guttermouth (USA). Und dann wäre da noch eine Nachwuchsband aus der Gegend um Karlsruhe, die sich The Scatterbrains nennt. Aber wenn’s schön klingt…

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Krizn | Fr., 31. Mär 2006 | PUNK

Der Name ist Programm würde ich sagen – der der CD natürlich, nicht „bonkaponxz“, obwohl ich auch für diese Namensfindung einen Oskar vergeben würde.

Ordentlich dreinschlagender Trompetenpunk mit dem gewissen Rollen, der Tanzwut keine Grenzen setzend, der immer dann am besten ist, wenn er sich nicht zahm zurückhält sondern ordentlich nach vorne geht. Insgesamt ist die Platte sehr überzeugend aufgemacht, sowohl was die Gestaltung des schicken Digipacks als auch das Songwriting angeht. Ein paar Bläserakzente über das Soundgewitter gesetzt, mehrstimmiger Skatpunk Gesang und schon schwitzt das Publikum. Mal klingt die Band wie die Bloodhoundgang mit Trompeten dann wieder wie Millencolin auf Anschlag aufgedreht an einem Tag an der Brandung. Das fetzt, das haut hin. Danke.

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Krizn | Mi., 29. Mär 2006 | PUNK

Es heißt immer, die Schweizer Ska Szene boomt, dass es brummt. Jedenfalls so ähnlich. Aber wenn Bands wie Meskalin zu diesem Boom gehören, muss ich erst mal laut niesen.

Was mir entgegenschallt ist ein wenig Highspeed Skapunk alla Less Than Jake, oder eben auch einfach Punkrock mit einer Trompete, die eher zusätzliche Gesangslinie als Rhythmusverstärkung ist. Die Songs haben alle durchweg gute Ideen in ihrem Grundgerüst, auch textlich haben Meskalin aus Zürich durchaus eine Botschaft, nur die Umsetzung klappt nicht so ganz. Abrupte Tempowechsel und unausgegorene Reime verunzieren dass ansonsten ganz passable Bild. Live dürfte die Schweizer Band, die man nicht mit den Wiener 100% Meskalin verwechseln sollte, eine ordentliche Bombe setzen, auf Platte muss da noch ein bisschen gefeilt werden, um das immer wieder aufblitzende Potential der sechs Tracks richtig rüberzubringen.
Aber irgendwer muss die Nachwuchsförderung ja übernehmen und in ein, zwei Jahren…

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Krizn | Mi., 29. Mär 2006 | PUNK

Emo-Punk oder Alternative Music? Placebo oder Three Colours Red? Collective Soul oder Weezer?

Diese Platte hätte mich noch 1999 voll mitgenommen, derbe Breitseite, sehr professionell produziert, melancholische Stimme, die Herzschmerz irgendwie nach Vergnügen klingen lässt und abwechslungsreiches Songwriting. So hätte zwischen mir und Unused Pawnshop ein inniges Verhältnis wachsen können, aber leider hat sich mein Musikgeschmack seit der Zeit grundlegend gewandelt und so ist Doctor Time spätestens mit dem vierten Track und seiner widerwärtigen Schmalzigkeit hochhaus durchgefallen, da können dann auch die drei Bläserakkorde im fünften Track nichts mehr dran ändern. Sorry, ist noch nicht mal böse gemeint, aber halt einfach Themaverfehlung.
„Placebo Camp“ würde ich wegen der geilen Harmonik, dem Bad Religion Style Backgroundgesänge und der kurzen Mad Caddies Anleihe im Bläsersatz noch irgendwie retten wollen. Außerdem schickes Design!

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Krizn | Mi., 29. Mär 2006 | ANDERE

Das ist die dritte “Too much…” Platte die mir spontan einfällt. Zum einen wäre da das 1992 veröffentlichte Livealbum der Specials „Too much too young“ und zum anderen die dritte Studioprodultion der schwedischen 3rd Wave Speerspitze Liberator „Too much of everything“ aus dem Jahre 2000.

Eine Zeit lang habe ich ernsthaft überlegt, ob ich The Baboonz irgendwie zwischen diesen beiden Polen unterbringen könnte, habe mich dann doch dagegen entschieden, so viel Gewalt anzuwenden. Schließlich finde ich bei der jungen Band aus dem Süden Deutschlands noch ganz andere, viel naheliegendere Einflüsse. Ich hätte nämlich den deutlichen Street-Ska Einschlag der Platte völlig außer Acht gelassen. Wen wundert es nach dem Hören der 13 Tracks noch, dass Kollege Kaiser von Scrapy soz. aus der Nachbarschaft angereist kam, um teils die Gitarre zu schwingen und sich teils die Produktionsverantwortung mit Dr. Ring-Ding zu teilen, der seine Posaune natürlich auch nicht im Halfter stecken lässt (und auch mal wie so oft ins Mikro brummt). Jetzt habe ich eine Menge Namen geschwungen und die Liste ließe sich noch erweitern. Wenn ihr mich fragt, ist der Grund für exzessives Name-Dropping meistens der, dass es sehr schwer fällt, den Stil einer Band in Worte zu fassen. Da greift man dann zu einem kleinen Trick und grenzt das Ganze einfach ein. Schöne Sache. Die Band auch. Ska, 2Tone und ein Schuss PunkRock, aber NICHT Ska-Punk, darauf legen die Baboonz wert – zu recht.

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Krizn | Mi., 29. Mär 2006 | SKA

Was ist Conscious Hip Hop? Wenn im Reggae von Consciousness gesprochen wird, wissen die meisten unter uns Bescheid. Consciousness in Verbindung mit Hip-Hop und deren eher consciouslessen Symbolen von Tits & Boodys & Grass, die uns aus den Staaten herangespült werden, scheint dafür etwas verquer.

Aber doch, auch am Sunshine-Plastic-Surgery-State California leben Amerikaner, denen die Welt nicht egal ist. Und hierbei ist nicht nur ihre eigene künstliche gemeint.

Die drei Mannen von Whitetrash Shaolin machen Hip-Hop, der die Auflösung aller Gegensätze propagiert und sich selbst nicht zu ernst nimmt. Um der amerikanischen Devise des Entertainments treu zu bleiben, nennt sich der Spaß „Enlightentainment“, sprich spirituelle und soziale Themen auf unterhaltsame Art und Weise verpackt und unters Volk gebracht. Die Devise ist das Tao - das Ying und Yang - mit den Schwierigkeiten des „weißen Abfalls“ zu vereinen, um Weltfrieden und Harmonie herzustellen. Geführt von Weisheit und Whiskey und dem Dharma des „White Trash Dalai Lama“. Wie gesagt, sie nehmen sich nicht all zu ernst...

Melodischer Hip-Hop auf oldschool Scratch und Remix-Art, mit bewusst politisch-religiös-spirituellen Texten. Okey, die Stimme des Sängers ist nicht unbedingt die beste, aber das tritt durch die Sprachfetzen-Radio-Shnipsel und Remixe nicht großartig in den Vordergrund. Die Arengements sind gut und um kleine filosofische Weisheiten nicht verlegen. Mir sind sie an sich schon sympathisch, weil sie auf diese Art fernöstliche Filosofie unters das westliche weiße Publikum bringen, gleichzeitig aber nciht vergessen, dass man im Leben auch noch Spaß haben muss. An der Musik kann zwar noch gefeilt werden, aber immerhin, die Jungs befinden sich auf einer Mission. Wer kann das von den anderen Hip-Hoppper heutzutage schon von sich behaupten?

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Anne | Mi., 29. Mär 2006 | WORLDBEATS

4. Longplayer der Brutalcoreband aus Schweden! In seltenen Fällen melodisch und immer voll in die Magengrube. Für ein zartes Gemüt wie mir nicht immer leicht zu ertragen. Nichtsdestotrotz habe ich großen Respekt vor ihrem Schaffen und ihren hochpolitischen Lyrics. Bereits seit 1993 treiben sie ihr Unwesen und man merkt, daß sie an ihren Instrumenten ziemlich was auf dem Kasten haben. Benannt hat sich die Band nach einer Textzeile eines RAGE AGAINST THE MACHINE - Songs, womit auch ein klitzekleiner Einfluss der Band genannt wäre. Wer diese Band noch kennt und liebt, sollte hier unbedingt mal reinhören. Das könnte sich für ihn lohnen.

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mieschka | Di., 28. Mär 2006 | PUNK

Ach Du Scheiße, ich komm aus dem Lachen nicht mehr raus?!! Was ist das denn? Na gut, das lässt sich vielleicht noch relativ leicht beantworten. Punkrockkinderlieder. Aber wie kommt man darauf, so was zu machen??? Ich selbst habe (Gott sei Dank - oder doch „schade“!?) noch keine Kinder. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, daß das funktioniert. Das ist echt ne Marklücke. Wessen Kinder mit SLIME, CANALTERROR und Co. noch nichts anfangen können, werden mit RANDALE vielleicht wirklich geködert und genießen dadurch eine ordentliche (musikalische) Erziehung. Zumal es tatsächlich auch RAMONES-Anleihen gibt. Da die Texte, ehrlich betrachtet, durchaus von manch Funpunkband stammen könnte (wer mag das schon unterscheiden können?) frage ich mich nun, ob das jetzt Drogenabhängige Freaks sind oder einfach nur coole Familienväter… Ein Blick auf die Homepage der „Band“ aus dem Bielefelder Raum verrät mir wenigstens Letzteres. Die Debüt-CD der Band verkaufte sich übrigens über 5000 Mal!!! Und Titel wie „Reggae-Bär“ und das „SKA-BC“ sprechen eine eindeutige Sprache. Also die Platte bietet jedem was. Zum Beispiel jungen Eltern. Aber auch auf einer lustigen Punkrockparty kann man das bringen. Vorausgesetzt die Leute verstehen Spaß. Meinen Humor haben sie jedenfalls voll getroffen, obwohl manche Lieder tatsächlich pädagogischen Wert besitzen („Fahrradhelm“). Oder vielleicht gerade deswegen? Kann ich auch noch was lernen? Egal. Irgendwo zwischen J.B.O. und BERTZ RACHE (wenn die noch jemand kennt). 11 von 10 Punkte! Unglaublich großes Kino!

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mieschka | Di., 28. Mär 2006 | PUNK

Leider nur 6-Tracks kurze Mini-CD aus dem Hause Streetmusic. Davon sogar noch ein Song doppelt (Alternative-Mix) und ein Song aus dem Jahre 2003. Aber gut, Ralf veröffentlicht ja gerne mal kleine Schmankerl… Schöner RockaPsychobilly zwischen MOTÖRHEAD, MAD SIN und den STRAY CATS ist das hier. Und die Platte gibt es gerade mal für 6,66 EUR überall zu haben. Da kann man nix verkehrt machen. Wenigstens mal reinhören ist Pflicht!

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mieschka | Di., 28. Mär 2006 | PUNK

Psychedelischer Schnickschnack mit Gitarren aber auch viel Elektronik. Absolut nicht meine Tasse Bier und schwer zu ertragen. Könnte ich mir, wenn ich Drogen nehmen würde vielleicht gut anhören. Mach ich aber nicht. Daher geht es ab in die Tonne. Echt grausam!

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mieschka | Mo., 27. Mär 2006 | ANDERE

Ruhiger, schöner Singer-Songwriter-Roots-Rock. Klasse Bezeichnung, nicht? Im edlen Digipack kommt das 13 Songs umfassende Album daher. Thematisch werden viele persönliche aber auch teils politische Sachen angesprochen/angesungen. Sehr sympathisch. Und musikalisch gibt es nicht nur Gitarren, sondern ein ganzes Spektrum an Instrumenten, was das Album sehr abwechslungsreich macht. Ist eigentlich perfekt für regnerische Tage wie heute. Aber auch im Sommer wird es solche Tage wieder geben. Daher könnt Ihr Euch das Album ruhig mal zulegen. Gerade auch wenn man mit der Freundin oder dem Freund im Arm ruhigschöne Stunden verbringen möchtet und z.B. auf JACK JOHNSON steht. Dann lohnt sich das. Wenn Ihr erstmal ein Auge riskieren wollt: JAMES APOLLO kommt im Mai auf Tour…

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mieschka | Mo., 27. Mär 2006 | ANDERE

Ich wundere mich immer wieder, daß Bands ein Livealbum (oder auch hier mit DVD), wo ich denke: „Mensch, die gibt es doch noch gar nicht so lange und muss das wirklich sein?!“. Dabei gibt es die Jungs nun auch schon eine ganze Weile und warum nicht? Heutzutage kann man das auch alles viel schneller und kostengünstiger produzieren als früher. Leider liegt mir hier nur die CD vor, so daß ich nicht auf das Bildmaterial eingehen kann. Die hat es aber in sich. Der Sound ist hervorragend und auch als „Eher-selten-PLANLOS-Hörer“ schwappt die Stimmung auf mich über und ich beginne mit dem Bein zu wippen. Vom Fangebrüll her muss es ziemlich voll gewesen sein und alle scheinen ihren Spaß gehabt zu haben. Wusste gar nicht, daß sie so angesagt sind. Das hört sich ja an wie bei den ÄRZTEN… 16 Tracks gibt es zu hören aus allen ihren Schaffensphasen. Das macht Spaß und geht ins Blut. Vielleicht werde ich doch ab und zu mal wieder ein Album von ihnen rauskramen. Teeniepunk Ahoi! Totgesagte leben länger…

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mieschka | Mo., 27. Mär 2006 | DVD

Wir Bayern können es uns ja wie jedermann weiß je nach Bedarf frei aussuchen, ob wir Norditaliener oder Süddeutsche sein wollen und angesichts solcher Alben fällt die Wahl doch leicht, oder?

Zehn Jahre Bandbestehen, drei Alben auf dem Markt, weltweite musikalische Einflüsse und trotzdem sind mir Harddiskaunt noch kaum richtig zu Gemüt gekommen. Das muss sich schleunigst ändern, denn „La buena y la mala onda“ ist ein Album, das jedem ohne Musikpolizistenausweis das eine oder andere vergnügliche Stündchen bereiten dürfte. 12 Tracks unterschiedlichster Musikstile garantieren für mindestens eine Perle pro Geschmacksrichtung. Im Großen und Ganzen bewegen wir uns hier im schön aufgewühlten Bugwasser der 3rd Wave mit Ska-Jazz-, Latin-, Surf- und Punkeinflüssen, die aber irgendwie doch zueinander passen. Und für den italienischen Gesang gibt’s sowieso noch einen Extra Pluspunkt. Das konnte ja vorher niemand wissen, aber das trifft gerade genau meine Stimmung. Nicht nur wegen der Sprache erinnern mich Harddiskaunt stellenweise an eine andere großartige Band von jenseits der Alpen, die hierzulande ähnlich unangemessen wenig Beachtung genießt: Arpioni! Freilich erreichen Harddiskaunt nicht ganz diese gewitzte Professionalität aber das liegt vielleicht auch daran, dass „la buena y la mala onda“ als Konzeptalbum nun einmal eine breitere Auslage in ihrem bauchladen mit sich rumschleppen muss: Für die Übersetzung des Albumtitels haben meine fünf Brocken Sprachbegabung als gebürtiger Nordalpen-Italiener (Wir Bayern können es uns ja wie jedermann weiß je nach Bedarf frei aussuchen, ob wir Norditaliener oder Süddeutsche sein wollen und angesichts solcher Alben fällt die Wahl doch leicht, oder?) nämlich gerade noch ausgereicht: „Die gute und die schlechte Welle“? Versteckt sich dahinter möglicherweise eine Kritik genau an dem, was ich hier großmütig ausgebreitet habe? Eine Abrechnung mit den Widerhakenbewehrten Mauern der Wellentheorie, die allzu gern innovative Bands zwischen ihren definitionsdiktatorischen Zügen zerreiben möchten? Was weiß ich! Ich bin ja da unten weggezogen, bevor ich mehr Italienisch aufschnappen konnte, seufz. Jedenfalls ist es schon großartig, zu sehen, wie auf ein und demselben Album traditionelle Argentinische Musik, gemastert in Mexiko City von Kevin Kearney, sich mit 3rd Wave Ska und Gastauftritten von Ska-Jazz Legende Peter Truffa (Organist vom NYSJ-Ensemble) vereinen lässt.
Danke, setzen! Oder auf Repeat stellen.

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Krizn | Mo., 27. Mär 2006 | SKA

Im Februar 1986 haben sich SUNNY DOMESTOZS ein Riesenpublikum erspielt und werden in einem Atemzug mit SUPERTRAMP und den SUICIDAL TENDENCIES genannt, zumindest von jenen Plattenhändlern, die alphabetisch nachbestellen.

„Irgendwo an der niedersächsisch-westphälischen Grenze, irgendwann Ende 1984. Der schlaksige Exil-Ostfriese, Serien-Devotionaliensammler und Gitarrenversteher Tex Morton trifft auf den Münsteraner Feinschmecker, Anekdotenverwalter und Aus-dem-Standschlagzeuger Sunny Domestozs. Beide wissen, wie man den hochgiftigen Kloreiniger in Wirklichkeit schreibt. Beide beschließen, dies zu ignorieren und unter der falschen Schreibweise eine Band aufzumachen.
In der Gronauer Pommesbude „Jan Patat“ fällt ihnen kurz darauf ein junger Psychobilly auf, dessen Flattop heller glänzt und stolzer dem Wind trotzt als alles, was sie bisher gesehen haben: Der zufällig genau kontrabasshohe Cartoonphilosoph Manni Feinbein stößt als Bassist zur Gruppe. Man berät, erschafft, singt und spielt gemeinsam, man knebelt und fesselt den heute längst in einer ganz anderen Liga spielenden Produzenten Götz Alsmann, und lässt sich von ihm die erste LP supervisen: „Barkin’ at the Moon“ entsteht, eine Mischung aus Surf, Trash, Punk, Rockabilly und noch ein paar weiteren Schubladen, fast alles tanz- und mitgrölbar, alles voller juvenil-unbekümmerter Energie: Man WAR jung damals, sogar Götz Alsmann war’s!
Im Februar 1986 haben sich SUNNY DOMESTOZS ein Riesenpublikum erspielt und werden in einem Atemzug mit SUPERTRAMP und den SUICIDAL TENDENCIES genannt, zumindest von jenen Plattenhändlern, die alphabetisch nachbestellen.“ (Presseinformation, Moskito Promotion, März 2006)

Es folgen einige Besetzungswechsel und diverse Tonträgerveröffentlichungen bis sich die Band im Jahre 1990 soz. auf dem schäumenden Gipfel einer gigantisch angewachsenen Riesenwelle auflöst. So ähnlich zumindest schreibt die Promotion Agentur. Normalerweise ist es ja nicht meine Art Pressetexte einfach zu kopieren und mich faul in der Sonne zurückzulehnen. Auch jetzt liegt es nicht daran, dass die ersten warmen Tage des Jahres mir das Gehirn aufgeweicht hätten, ich bin einfach der Meinung, wer beim Verfassen einer Bandhistorie so viel Humor beweist, der soll auch zu Wort kommen. Anlass des ganzen Rummels ist ein zweiter Frühling des Surf und Rockabilly Legendchens Sunny Domestozs, das 2005 plötzlich wieder dem Ruf der Bühne folgen wollte. Und das mit Erfolg. Da wird jetzt sicher nachgelegt. Einen ersten Eindruck kann sich jeder, der zu jung ist, um Sunny Domestozs noch live erlebt zu haben, auf der 1993 zusammengestellten CD „The Complete Sunny Domestozs“ verschaffen, die, wie der Name schon sagt, sämtliche bisher veröffentlichten Stücke der Band zusammenfasst. Tja, bei dem Humor muss das einen Besuch wert sein, auch wenn ich persönlich nicht so ganz hinter den Reiz des klassischen Rockabilly steige. Für Freunde der steilen Frisuren aber bestimmt eine Freude.

„Wenn’s gut läuft, wird man mehr von ihnen hören. Wenn nicht, können die Mitglieder ja immer noch separat als „The NEW Sunny Domestozs“ bzw. „Cloudy Domestozs“ o. ä. bei Oldiefestivals spielen. Aber da sei der Teufel vor.“

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Krizn | Mo., 27. Mär 2006 | ANDERE

Neues Album der schwedischen Poserrocker. War früher nie so mein Fall. Heute kann ich mir das in schwachen Momentan ab und zu mal geben. 12 Tracks gibt es in glasklarem Sound über Themen wie Sex, Drugs und Rock’n’Roll. Das übliche halt. Kann man kleine Mädchen mit beeindrucken. Aber so richtig „true“ ist das in den Augen von Metalfans wohl sicher nicht. Egal, seine Käufer wird das Album aber doch finden. Mehr Infos dazu in der nächsten BRAVO oder YAM… ;-)

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mieschka | So., 26. Mär 2006 | ANDERE

2. Platte der Oldenburger. Diesmal auf dem Bottroper Label Trash 2001 Records, wo man vor kurzem schon einen Titel für die “Tribute to BLONDIE“-Compilation einen Track beisteuerte. Musikalisch hat man sich im Gegensatz zum Debütlongplayer, erschienen auf dem Weserlabel, ein bisschen weiterentwickelt. Klingt alles nicht mehr so holperig. Das ist jetzt richtig runder Punkrock mit sehr starkem Rock’n’Roll-Einschlag. 12 Tracks für Auto und Motorrad auf langen Autobahnfahrten. Beim ersten Track musste ich ein bisschen schmunzeln und wohl auch jeder andere der das Stück „Alright Tonight“ von PROJEKT KOTELETT kennt. Sonst gibt es aber keinen großartigen Ausfall auf der Platte. Läuft halt so durch. Ecken und Kanten gibt es auch nicht so wirklich, so daß man da ruhig mal ein Ohr riskieren kann.

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mieschka | So., 26. Mär 2006 | PUNK

Herrjemienee, was soll ich dazu bloß schreiben? Das ist wohl die neue Generation an Punkrockbands. So ein Gefühl hatte ich schon mal vor ein paar Jahren, als Bands wie ZAUNPFAHL, DER DICKE POLIZIST und Co. wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Wobei man sich diese wenigstens ab und zu anhören kann. Alles zwar irgendwie rockig, mit vielen eingängigen Refrains. Doch irgendwie hatte ich immer das Gefühl, daß da eher langhaarige Gymnasiasten sich ne Gitarre umgehängt und auf Wohnzimmerrevolutionär gemacht haben. Dazu dieser zweifelhafte Fankult. Letztes Jahr beim FORCE ATTACK war ich mir eben beim Auftritt von ZAUNPFAHL nicht ganz sicher, ob da nun die ÄRZTE gleich spielen werden oder die Band aus dem hohen Norden. Kreischend, laut und grell forderten die Kids und Mädels den Auftritt der Jungs ein. In dieser Liga versuchen nun auch NETZWERK ihr Glück. Mit lustigen Pinguinen (ist dann auch was für den Merch, die kann man nämlich super auf Girlies drucken) - weil die ja sooooo süüüüüß sind. Mit einem Manager - Man kann sich nämlich vor Auftritten und Presseanfragen bestimmt kaum auf seinen „Job“, nämlich Mucke zu machen, konzentrieren. Mit einem Fanclub - man muss ja seine Fans organisieren… Und so weiter. Die Texte strotzen nur so vor Intelligenz. Bei „Ferien in Vatikan“ kann man immerhin bis 10 zählen und bei „Meistens ist es schwer“ stellt man die gewagte These auf, daß man schreien muss, wenn man ficken will. Wobei ich es aber meistens schwer finde, solchem Blödsinn überhaupt Gehör zu schenken. Wer auf Bands wie BUMS (wo die Stimme übrigens dieser hier sehr ähnlich ist) oder o.g. Vertreter steht, wird hier vielleicht neue Lieblinge finden. Der Rest kann die Scheibe geflissentlich ignorieren…

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mieschka | Mi., 22. Mär 2006 | PUNK

Geiler, verbrauchter Psychobilly mit herbem Rock’n’rolleinschlag. Das die Mitglieder keine Anfänger mehr sind hört man sofort heraus und wird auch bestätigt durch die Angabe, wo die Bandmitglieder noch ihr Unwesen treiben. Denn THROW RAG, THE HUNNS und die CRAMPS werden wohl jedem von Euch etwas sagen. Hier scheinen sie sich nochmal richtig austoben zu wollen und das ist ihnen in beeindruckender Weise gelungen. Ich krieg das Grinsen gar nicht mehr aus meinem Gesicht. Ich glaub ich geh direkt mal auf die Straße und erschrecke ein paar kleine Kinder…

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mieschka | Di., 21. Mär 2006 | PUNK

Punkcrossover aus Schweden. Hat was. Haben sicher eine Menge MOTÖRHEAD gehört, die Jungs (und das Mädel am Schlagzeug). Aber auch melodischer Hardcore wie SICK OF IT ALL & Co. wird sicher kein kleiner Einfluss für sie gewesen sein. 14 Tracks, immer geradeaus… Kein Wunder, daß sie auch auf dem entsprechenden Label gelandet sind. Scheinen noch recht jung zu sein. Aber verstecken brauchen sie sich hinter niemanden. Hört mal rein, könnte Euch gefallen.

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mieschka | Di., 21. Mär 2006 | PUNK

Von der Band hab ich vorher noch nie gehört. Dabei gibt es sie schon seit über 8 Jahren. Über 150 Konzerte (mit einigen Größen der Szene) haben sie auch schon auf dem Buckel. Und ich bin überrascht, sogar sehr angetan von der Formation aus dem hohen Norden. Musikalisch haben sie richtig was auf dem Kasten. Das geht ins Ohr, ins Bein, ins Gehirn. Sehr rhythmisch und sehr melodisch und ich würde sagen, daß die Band in diesem Genre eine der Besten Deutschlands wäre, wenn da nicht diese grauenhafte englische Aussprache wäre. Hui, da läuft es mir eiskalt den Rücken herunter. Da sehne ich mich echt nach jedem Instrumental auf der Platte. Nichts für Ungut, Jungs, die 10, sehr gut und fett produzierten, Tracks sind wirklich gut. Aber arbeitet bitte bitte an der Aussprache. Oder ist das so gewollt?

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mieschka | Di., 21. Mär 2006 | SKA

Streetpunk für “echte Männer” aus Austin/Texas. Viele Ahhs und Ohhs. Chöre wie Wände und viel Bier. Das Gaspedal immer durchs Bodenblech gedrückt, die Sonnenbrille auf… Das macht BTL aus. Und wahrscheinlich auch ihre Fans. Ist gar nicht mal negativ gemeint. Sondern einfach nur ehrlich. Fett, fett, fett. Kriege ich gleich noch bessere Laune, als ich heute eh schon habe. Die Platten heute sind aber auch verdammt gut. Ob es nur an meiner Stimmung liegt, weiß ich nicht. Wenn Ihr aber auch nur ansatzweise meine momentane Verfassung erleben wollt, dann holt Euch diese Scheibe. Da macht das Verlierdasein wenigstens mal Freude.

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mieschka | Di., 21. Mär 2006 | PUNK

Nette Reggaeplatte, die mich als Unwissenden in diesem Genre, an SEEED oder GENTLEMAN erinnert. Aber wie mir die Info zur Platte verrät, sind CANAMAN mehr „true“. Hier wird neben all dem Spaß auch die Politik nicht vergessen und in den Lyrics auf ernsthafte Probleme hingewiesen. Ich finds ganz nett. Ist mir auf die Dauer zu eintönig. Klar, ich spann auch gern mal aus. Am Liebsten natürlich im Sonnenstuhl in der Mittagssonne an irgendeinem Strand. Irgendwann will ich dann aber auch mal wieder Action. Und das fehlt mir hier. Kiffen tu ich auch nicht, also wird es relativ selten der Fall sein, daß ich die Platte nochmal rauskrame. Zur streng limitierten Erstauflage im Digipack gibt es übrigens noch eine zweite CD, wo nochmal die Besten 11 Tracks der ersten CD als Dubversionen gemixt wurden. Das ist dann schon gar nicht mein Fall. Aber was soll’s. Geschmäcker sind eben verschieden. Und der geneigte Hörer wird die Platte schon für sich entdecken. Auf alle Fälle aber sehr entspannend.

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mieschka | Di., 21. Mär 2006 | WORLDBEATS

Also mir fällt keiner mehr ein, der nicht über diese unsäglich Werbekampagne, die Gott sei dank vorüber ist, lachen kann. Manmanman, was da wieder an Geld verschleudert worden ist. Aber lassen wir das. Punkopa Fabsi und seine Mitstreiter (jetzt neu: ELF von (RUBBER)SLIME ist mit an Bord) haben ihre Ansicht dazu nun in eigene Worte gefasst und musikalisch umgesetzt. Gut, wie ich finde. Denn es ist immer wieder schön, was Neues von den Bremern zu hören. Und auch gut, daß Ihr Liveset wieder um ein Stück reicher ist, was sich in den letzten Jahren seit ihrer „Wiedervereinigung“ doch immer sehr ähnelte. Aber auch das spielt bei dieser kleinen Platte eine Rolle. So hat man die schon seit Jahren im Liveset gespielten Songs von „Hahnenkampf“ (im Original von ZK, wo Fabsi mit Campino ja früher spielte), „Zensur, Zensur“ (im Original von MALE - Jaja, die Düsseldorf-Connection) und „Zurück zum Beton“ (SYPH) endlich mal im Studio eingespielt und das gibt gerade jüngeren Fans die Chance, die Stücke in vernünftiger Qualität zu Hause zu hören, obwohl die Originale natürlich unschlagbar und nicht mit der heutigen Zeit bzw. den darin übertragenen Versionen vergleichbar sind. Als Schmankerl gibt es noch das „Immer wieder besetzt“ (auch ZK) dazu, das mich seinerzeit auf dem „Soundtrack zum Untergang-Sampler Vol. I“ mehr als begeisterte. Macht summasumarum 6 Stücke, die jeden Altfan (damit meine ich nicht das „Bier“) und Neuling gefallen werden und jede Party, die dem Ende entgegen zu gehen scheint nochmal zu neuem Schwung verhilft.

mieschka | Di., 21. Mär 2006 | PUNK

Für das Jahr der Fußball-WM hier nun der (in)offizielle Soundtrack. Der musste ja kommen. Und die Jungs (und Mädels) von SUNNY BASTARDS, die sich da alle Rechte unter den Nagel gerissen haben ;-), haben hier ganze Arbeit geleistet. Ich dachte ja erst, daß da so eine Art „Prollprodukt“ herauskommt. Aber das hier ist richtig fein gemacht. Größtenteils unveröffentlichte Songs gibt es von Bands wie TOXPACK, VOLXSTURM, DOWN THE DRAIN, TOWERBLOCKS (HIT!!!), 7ER JUNGS, DÖDELHAIE (HIT!!!), DROP OUT, ROIMUNGSTRUPP, WARFARE, PÖBEL & GESOCKS, EIGHT BALLS, COTZRAIZ, EK 77, MUMMY’S DARLINGS, RÜBELS ROYAL, URBAN RJECTS (HIT!!!), C.O.R., VINDICATOR und BOOTSTROKE. Jede Band hat seine eigene Seite im Booklet (mal mehr, mal weniger gut gemacht) und letztendlich macht es ziemlich Stimmung und Freude auf das anstehende Fußballfest. Aber auch darüber hinaus, werden die Songs auf manchen FußballPunkFestivitäten laufen, da bin ich mir ganz sicher. Gute Scheibe.

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mieschka | Mo., 20. Mär 2006 | PUNK

Ziemlich angepisster 3-Akkorde-Punkrock aus Schweden mit Frontfrau! Klingt stellenweise wie HANS-A-PLAST, von der Stimme her. Nur auf Englisch. Dann auch mal wieder nach SCATTERGUN, aber da kann es sein, daß ich mich wirklich nur auf den Frauengesang konzentriert habe. Die Produktion ist nicht zu glatt und kommt sehr sympathisch rüber. Die Band gibt es erst seit 2003 und hat dafür schon eine Menge auf dem Kasten. Ein Hit ist auf jeden Fall der „Lovesong“, den ich auf meinem nächsten Tapesampler sicher des Öfteren zurückspulen werde. Wer auf Bands mit Frauengesang steht - unbedingt zugreifen! Bitte mehr davon und mehr Frauen in den Punkrock!

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mieschka | So., 19. Mär 2006 | PUNK

Ich würd mal sagen, mit dem Plattentitel ist die Zielgruppe der Zuhörerschaft bereits festgelegt. Wer sich darin sieht, kann also schon mal aufhorchen. Es ist das zweite Album der Band aus Wien. Textlich wird alles abgearbeitet, was man für ein Oi!-Punk-Album braucht (Fußball, Alkohol, Freundschaft, uswusf…). Das übliche also. Der Sound ist super und einige Songs werden auch auf Englisch bzw. Spanisch (?) vorgetragen. Alles sehr melodisch und mitgröhltauglich. Auch das Cover ist mit allen Texten schön aufgemacht. Was will man also mehr? Kann man als Fan der Richtung also kaum was falsch machen.

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mieschka | Fr., 10. Mär 2006 | PUNK

Fett produzierter, melodischer Streetcore aus Deutschland. Warum die Band aus Chemnitz allerdings nur noch WARFARE und nicht mehr WARFARE 223 heißt, weiß ich nicht. Mit gleich 2 CDs kommen sie daher. Die erste komplett auf Englisch, 12 Songs lang (darunter 2 Coverversionen, die auf das erste Hören nicht unbedingt gleich erkennbar (BEACH BOYS, MÖTÖRHEAD) aber trotzdem, teils mit anderem Text versehen, gut umgesetzt sind) mit viel Potential, Eiern und guten Texten. Die zweite CD, nicht weniger fett produziert, ist dann komplett auf Deutsch und bietet guten Oi!-Punk, der streckenweise an Bands wie VOLXSTURM und Co. erinnert. Find ich gut, daß die beiden CDs so getrennt wurden, obwohl sicher beide auf eine gepasst hätten. Das zeigt ein bisschen, wie abwechslungsreich die Band ist. Auf jeden Fall eine geile, oder besser 2, geile Scheibe(n), die ich am liebsten morgens zum wach werden höre. Wer mit all den genannten Bands was anfangen kann, ist hier sehr gut bedient und sollte mal reinhören, denn letztendlich ist es fast ein Mix aus alldem. Ach ja, ein Aufkleber liegt der CD auch bei. Insgesamt also value for money!

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mieschka | Do., 09. Mär 2006 | PUNK

Wunderschöner, zeitloser Poppunkrock aus Finnland. Mensch, der Sänger heißt ja auch Ville (wie der von HIM oder der von POHJANNAULA). Ist wohl ein Markenzeichen der Sänger aus dem hohen Norden. Ja, und „Zeitlos“ ist genau das, was die Band will und in meinen Ohren mit diesem Album auch geschafft hat. Das hier ist kein Haudraufpunk. Hier werden an genau den richtigen Stellen Akzente gesetzt, daß die zwar teils sparsame Instrumentalisierung trotzdem Arschtrittcharakter besitzt. Ich bin schlichtweg begeistert. In ihrem Heimatland haben sie es mit dem Album sogar schon auf Platz 26 in den Charts gebracht. Sowas wünschte ich mir hier in Deutschland auch ab und zu. Aber dafür sind die Massen hier viel zu blöde. Vergleichen wollen mir hier nicht so wirklich einfallen. Vielleicht ein bisschen HOT WATER MUSIC. Aber das isses nicht wirklich, denn IWTL spielen KEIN Emopunk! Da fließt viel mehr ein. Vielleicht sogar ein bisschen Britpop. Aber nicht so sehr, daß es störend wirken würde. Ein bisschen skandinavische Mentalität findet man auch in den Songs (späte GLUECIFER), so daß ich IWTL irgendwo dazwischen einordnen würde. Insgesamt ist ihr Stil aber so Eigen und Einzigartig, daß sie es auf alle Fälle erstmal verdient haben, daß man in die Platte wenigstens mal reinhört. Absoluter Tip!!!

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mieschka | Mi., 08. Mär 2006 | PUNK

Ach so ein Singleclub ist doch eine schöne Sache. Sowas gab es damals, wie ich mich erinnern kann, auch bei Nasty Vinyl Records aus Hannover. Man tritt dem Club bei und bekommt dafür alle halbe Jahre mal eine Vinyl-EP mit unbekannten Bands oder auch mal mit echten Highlights. Zum Beispiel war und ist es noch heute schwierig an ein paar MÜLLSTATION- oder SCHLEIMKEIM-EP’s ranzukommen. Aber gut, das ist jetzt eine andere Liga. Jedenfalls hat sich das neugegründete englische Label „Leaving Home Records“ dasselbe gedacht und veröffentlich nun als ersten Teil seiner auf 200 Stück limitierten Serie mit der deutschen Band ROCKET UPPERCUTS und der englischen Band THE SPELLS. Beide haben gemeinsam, daß sich am Mikrophon eine energische Frontfrau befindet und gute Midtemporockmucke spielen, die alten 80’er Jahre Sound mit Indieklängen der heutigen Zeit verbindet. 2 Songs gibt es von jeder Band, so daß man öfter mal zum Plattenteller rennt und die Platte umdrehen muss. Macht mir aber nichts aus. So bleiben ich und der geneigte Zuhörer in Bewegung, was bei der Musik schon fast automatisch passiert. Mir persönlich gefallen die ROCKET UPPERCUTS ein bisschen besser, auch wenn der letzte der beiden Tracks ein bisschen was vom „Pushed again“ der HOSEN hat. Aber das ist ja Geschmackssache. Also wenn Ihr dauerhaft gute Musik wollt, dann tretet einfach mal dem Club bei und holt Euch die Scheibe, die unter Umständen recht schnell vergriffen sein könnte.

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mieschka | Mi., 08. Mär 2006 | PUNK

Kein „Best of“-Album sondern „nur“ Raritäten. Songs von mittlerweile vergriffenem Vinyl aus dem Ausland, 4-Spuraufnahmen aussem Proberaum (noch aus BECK’S PISTOLS-Zeiten), Samplerbeiträge und gänzlich unveröffentlichte Aufnahmen. Ein schönes Geschenk an die Fans und sich selbst. Besonders „interessant“ finde ich die DAILY TERROR-Coverversion von „Klartext“ sowie die „Adaptionen“ von JOHNNY CASH und HEINO(!). Dazu eine schöne Aufmachung des Booklets und fertig ist eine schöne Platte. Manchmal werde ich - aus welchen Gründen auch immer - an die KASSIERER erinnert. Woher mag das nur kommen? ;-) Für Fans der Band auf jeden Fall ein Muß. Wer die Band noch nicht kennt, dem würde ich erstmal ein „reguläres“ Album der Band empfehlen. Und das neue „Moloko Plus“ (Nummer 29), denn da erzählt Willy Wucher höchstpersönlich etwas über diese Scheibe hier. Nettes Teil!

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mieschka | Di., 07. Mär 2006 | PUNK

2. Album der Jungs aus Blechbudencity (Eisenhüttenstadt). Harter Glatzensound mit entsprechenden Texten, direkt aus dem Leben gegriffen. Durchaus auch mal (im korrekten) Englisch. Nicht jedermanns Sache. Aber das wollen sie bestimmt auch gar nicht. Zum Lachen gehen die Jungs aber trotzdem nicht in den Keller, denn mit „Ronny Gander“ beweisen sie auch mal Humor und nehmen sich nicht ganz so enst. Schön, daß es auch mal eine Band aus dem äußersten Osten Brandenburgs (meiner Heimatregion) schafft, zu nationalem Ruhm zu gelangen. Der Sound ist dufte und Ihr solltet, bei Interesse, ruhig mal reinhören.

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mieschka | Di., 07. Mär 2006 | PUNK

2 % Kupfer, 4 % Blei, 21 % rostiger Stahl, und 73 % Schwermetalle. Das ist so in etwa die Ausbeute aus diesem Schrott, aber mal ehrlich: Wir sind doch hier keine Altmetallsammelstelle.

Keine Ahnung was mir die drei Musiker aus Davos in der Schweiz mit ihrer 6-track EP sagen wollen, aber um es vorwegzunehmen: Das Ganze kommt mir schon unheimlich grün vor. (hinter den Ohren, nicht politisch gesehen, falls das jemand dachte). Es geht auch gleich ganz klassisch prügelnd im ersten Song los: eine Mischung, die wohl einen missglückten Versuch darstellen soll, NoFX mit Panthera zu verschmelzen. Ich geh mal davon aus, dass sich jetzt auch niemand wundert, dass das schief ging.
Die Band selbst sieht ihre Musik irgendwo zwischen Hardcore, Punk und Rock. Auf eine gewisse Art und Weise, haben sie da vielleicht sogar ein bisschen recht: Zumindest wenn man unter Hardcore pauschal ein irgendwie geartetes Gegröle versteht und unter Punk eine schlechte Trivialharmonik, die stümperhaft ist, aber minimalistisch genannt wird. Das Ergebnis ist brachial (dafür allein weiß ich sie auch ein klein wenig zu würdigen), aber sonst leider nix.
Mein Vorschlag: Sehen wir das einfach mal mit Humor. Ich kann mir schon vorstellen, wie die drei Jungs sich im Proberaum vor Lachen nur so gebogen haben, bei dem Gegröle zu den penetranten drei Power-chords, aus denen das Grundgerüst eigentlich jeden Songs geschreinert ist. Das Problem ist aber: Das gefällt vielleicht den Musikern und möglicherweise noch einem volltrunkenen Publikum, aber die ständigen, völlig unmotivierten Tempowechsel lassen das Gelärme übel dahineiern, die krampfhaft verstellte Stimme nervt schon nach kurzem Hören tierisch, und über die pubertären Texte möchte ich gar nicht erst reden. Your own Mysery? Na das kann es auch getrost bleiben. Einziger Lichtblick: Beim Intro zum fünften Song „Dies ist Krieg“ parodiert die Band das weltberühmte Metallica Gritarren-Riff aus dem Hit „Creeping Death“. „Die by my hand…“ Und das als Einleitung eines Antikrieg-Statements, das ist schon ganz großer Humor.
Als Spaßprojekt vielleicht noch ausbaufähig, (Die Musiker stehen mit ihrem zarten Alter ja auch noch am Anfang der Karriere) ansonsten: leg’ es zu den Übrigen!

Die Homepage der Band ist übrigens ganz nett gemacht und entschädigt für die unsägliche Typographie des CD Booklets. Moment: Stop! Die haben doch tatsächlich PopUp Werbung auf ihrer Seite, aus diesem Grund steht hier auch kein Link.

Krizn | Di., 07. Mär 2006 | PUNK

Auf die Platte habe ich mich sehr gefreut. Nach 5(!) Jahren endlich das neue Album. Im Vorfeld fragte ich mich, ob die denn das Niveau der vorherigen Platten halten können. Aber die Frage hätte ich mir gleich sparen können, klar können sie es. Es hat zwar 2-3 Anläufe gebraucht. Aber es funktioniert. Schon der Opener und Namensgeber der Platte ist ein Hit, der zwar simpel erscheint, dafür aber wunderbar eingängig ist. 13 Songs sind es geworden. Darunter 1 1/2 Coverversionen. Bei der ersten, dem „Harald Unser“ hab ich erstmal einen Schreck bekommen. Fand ich den Text anfangs doch sehr holperig. Aber nach und nach ging es doch rein. Vielleicht war es auch nur schwierig, sich an eine deutsche Version des POGUES-Klassikers „A pair of brown eyes“ zu gewöhnen. Woher dieser Einfluss stammt, dürfte wohl klar sein. Ist doch Volker seit Jahren auch schon mit den PORTERS unterwegs. Eine Band, die direkt aus Irland stammen könnte. Die zweite Coverversion ist eine lustige, countryartige Version des BONECRUSHER-Hits „Porn Star“. Nicht schlecht, auch wenn ich die Lyrics ein wenig schwach finde. Naja. Stammt ja nicht aus der Feder von 4 PROMILLE. Apropos Texte. Da sehe ich vielleicht ein einziges winzig kleines Manko. Zu oft werden mir hier Loblieder auf die gute alte Zeit gesungen. Früher war alles besser, klar. Sehe ich manchmal auch so. Aber man sollte auch mal frohen Mutes in die Zukunft blicken und im Hier und Jetzt leben. Aber da mache ich mir um die Jungs und das Mädel keine Sorgen. Sonst sind die Texte (insgesamt 5 englisch / 8 deutsch davon 3 nur für/mit Melly) aber in Ordnung und werden in Zukunft sicher die ein oder andere feuchtfröhliche Party untermalen. Und ich hoffe, daß es in Zukunft weitere Tonträger gibt und ich nicht wieder 5 Jahre warten muss.

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Cooler Rockabilly aus Schweden mit dem ehemaligen Sänger der PopPunk-Legende PSYCHOTIC YOUTH, der wirklich Spaß macht. Hier sind keine Anfänger am Werk. Das merkt man sofort. Nicht nur, daß die Produktion wirklich anständig daher kommt, nein auch die Vielfalt zeugt von einem breiten Spektrum musikalischen Könnens und Einflüssen. Mal langsam, mal schnell, surfig, countrylastig und immer poppig. Und das ist gar nicht mal negativ gemeint. Der Sommer naht ja langsam aber sicher. Da kann man sich schon mal in die Garage verziehen, an seiner Vespa rumschrauben und dabei die BUCKSHOTS hören. Macht Lust auf mehr!

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Hey, von denen hab ich doch schon was hier bei mir im Regal zu stehen. Und damals zur Promo des Vorgängeralbums „Mystiki“ gab es sogar einen BJB-Tanga dazu. Daran kann ich mich noch erinnern. Nicht, daß ich so was anziehen würde. Ich hab ihn damals meiner Freundin geschenkt, aber so was bleibt einem doch im Gedächtnis. Zumal es damals wie heute gute Mucke ist. Rhythmischer Rockabilly, gern auch mal instrumental und gern auch mit Garageanleihen. Definitiv coole Scheiße und außer den „normalen“ Vergleichband wie STRAY CATS, CRAMPS….blablabla…fällt mir auch nichts anderes ein, wie man die Musik der Jungs beschreiben könnte. Da schwingen viel zu viele eigene Sachen mit und das ist ja immer begrüßenswert. Unbedingt mal reinhören. Könnte aber süchtig machen.

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Beim Hören in der Badewanne (Jaja, auch Punks gehen baden…) habe ich mir gerade versucht vom neuen FAT WRECK-Signing ein Bild zu machen und bin zum Schluß gekommen, daß es sich hierbei um eine Mischung aus BON JOVI, GUNS’N’ROSES und ziemlich erfrischenden Punkrock handelt. Die beiden eben genannten Bands stehen übrigens für das Melodisch-Dunkle in der Band. Generell braucht sich aber niemand ernsthafte Sorgen machen, geschmacklich fehlgeleitet zu werden. Das hier ist einfach nur mal was Anderes. Ein eigener Stil. Und beide o.g. Bands haben zumindest auch Wurzeln im Punkrock. Das ist einfach keine „Haudraufmucke“. Das sind Emotionen, die NICHT mit langweiligem EMO-Scheiß zu vergleichen sind. Ihr merkt es vielleicht schon - so wir mir die Worte fehlen, gibt es ach keine irgendwelchen sonstigen Bandvergleiche. Wenn Ihr es aber schafft, Euch für die Musik dieser Band zu erwärmen, seid Ihr des Status sicher, etwas Eigenes entdeckt zu haben, daß so schnell kein anderer für sich entdeckt. Und sollte das doch der Fall sein, habt Ihr sicherlich Gesprächsstoff für mehrere Stunden und Euch gefunden. Wie „einfach“ man Menschen glücklich machen kann…

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Im schönen Digipack kommt das neue Album der VAGEENAS daher, die man ohne Probleme als die deutschen BRIEFS bezeichnen könnte. Nur, daß es eben eine Frau, die Babette, am Gesang ist. Kein Wunder aber auch, besteht doch schon fast eine Art Freundschaft zwischen den beiden Bands. Zumindest aber eine gegenseitige Bewunderung. De facto ist das hier gradliniger, kompromissloser 77’er Punk, der keine Wünsche offen lässt. Melodisch, aber doch hart genug, daß man damit nicht unbedingt einen Kindergarten beschallen möchte. Dafür ist die Mucke aber auch nicht gemacht. Sondern für Dein Ohr, wenn Du nicht zu zart besaitet bist.

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Schon das ultracoole „Plüsch-Demo-Tape“ hatte mich seinerzeit aus den Socken gehauen. Richtig guter, auf den Punkt gebrachter, deutschsprachiger Punkrock aus Mönchengladbach. Hier also nun das Debütalbum. Das ging ja schneller, als der amerikanische Präsident Gelder für einen Krieg locker machen kann. Und gleich 23 Songs hat man eingeprügelt (auf der LP-Version ist gar noch ein Song mehr drauf), die nach 32 Minuten nur noch ein Rauchen im CD-Player hinterlassen. Intelligente Texte treffen hier auf kompromisslosen Punkrock, daß es die wahre Freude ist. Aus Mönchengladbach kannte man bisher ja „nur“ düsteren, emotionsgeladenen Punkrock, so daß es mich doch ein kleines bisschen verwundert. Aber ist ja auch schön so. Die Platte ist übrigens in Zusammenarbeit mit mehreren Labels entstanden, was jetzt nicht heißen soll, daß es für ein Label ein zu großes Risiko gewesen wäre. Man kann es auch so sehen, daß sich einfach mehrere Labels darum gerissen haben, die Platte zu veröffentlichen und man keinem einzelnen den „Zuschlag“ geben wollte. Ne? So erreicht man auch mehr Leute und schafft Zusammenhalt in der Szene. Eine Band also, die verbindet. Vor und hinter den Kulissen. Ich bin mir sehr sehr sicher, daß man von ihnen noch ganz viel hören wird, zumal die Band auch noch sehr sehr jung ist. Tip!

mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Say what you mean… Allright. Ist ja o.k….Here weg go… Der erste Blick auf das Cover ließ vermuten, daß es sich hier um Musik alá LENNY KRAVITZ handelt. Und tatsächlich in ruhigen Momenten und Stücken werde ich wirklich an „Mr. Fly away“ erinnert. Sonst, würde ich sagen, ist MAKTUB, was soviel bedeutet wie „es steht geschrieben“, netter Poprock mit starkem Souleinschlag, der in Deutschland vielleicht ein paar Freunde hat, aber noch nicht so weit verbreitet ist. Deshalb werden sie es wohl schwer haben, hier Fuß zu fassen, obwohl Sänger Reggie Watts in Deutschland geboren wurde, mittlerweile hier aber nicht mehr lebt. Aber ist ja egal. Nichts ist unmöglich. Vielleicht hört man ja noch was von ihnen. Ist zwar sonst nicht so meine Mucke aber an „sonnigen Kiffertagen“ kann ich mir so was vielleicht tatsächlich in Maßen geben.

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | ANDERE

Krachiger Deutschpunk aus Oberhausen, der in guten Momenten nicht selten an DRITTE WAHL erinnert. Hätte ich den Jungs gar nicht zugetraut. Zumal auf dem Label eher Oi!-Sachen erscheinen, die ja von Haus aus manchmal sehr schnell ins Peinliche wandern können und das Cover auch nicht gerade wie eine D-Punkplatte der „besseren Art“ aussieht. Aber wie sieht so was schon aus? Oft verbindet man mit bestimmten Covern aber eben eine ganz andere Musik. Jedenfalls erreichen sie die textliche Tiefe der Herren aus Rostock nicht ganz. Doch immerhin - Keine Plattitüden und ein hervorragender Sound. Die Texte treffen immer den Punkt und ganz so ernst nehmen sie sich auch nicht. Was will man also mehr? Jetzt noch ein paar Festivals mitgenommen und ein bisschen mehr getourt und einer steilen Karriere wird wohl nichts mehr im Weg stehen. Wenn sie so weiter machen.

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Sollte das Album der MangaPopPunks nicht schon Anfang 2004 erscheinen? Warum hat das so lange gedauert? Die erste MiniCD, seinerzeit auf Vitaminepillen Records erschienen, hatte mich ja schon neugierig gemacht. Danach veröffentlichte man noch eine EP auf Nicotine Records und nun gibt es endlich erst die langersehnte ganze Platte. Vielleicht, weil man endlich mit Wolverine Records ein passendes und ambitioniertes Label gefunden hat? Wo die Gründe auch immer liegen mögen, schön, daß es die Jungs und das Mädel nun doch endlich geschafft haben. Die Musiker, die schon bei den SWOONS, BAM BAMS, PSYCHO GAMBOLA, HEROINES, SCHÜSSLER DÜ, FAKED ID (alle legendär!) gespielt haben sind jedenfalls keine Anfänger mehr. Das merkt man, denn selten genug können Bands Spaß, Gefühle, Melodie und GESCHICHTEN(!) so eindringlich schön über die Boxen der Welt transportieren, wie es die Pandora Pop’s Schergen und Untergebenen schaffen. Ein wunderschönes Album, welches mir die letzten düsteren Gedanken des vergangenen Winters aus dem Kopf schießt.

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Geiler Working-Class-Punkrock ohne Kompromisse aus Aachen. Nach 10 Jahren Bestehen kann ihnen wohl niemand mehr so richtig was vor machen. Das sitzt tief drin und kommt direkt aus dem Bauch. Gesungen wird auf Englisch und thematisiert werden auf unpeinliche Art alle möglichen Sachen, die mit Punkrock, Straße und Arbeit - kurz ihr Leben! - zu tun haben. Geil auch mal mit Saxophon kommen die, teils auch von Rockabilly beeinflussten, Lieder (besonders beim Hiddentrack) richtig gut rüber. Abwechslungsreich, ja und da gehen mir schon die Attribute aus, mit denen ich das Album beschreiben könnte. Für eine Kaufempfehlung sollte das aber ausreichen.

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Nach der fetten Produktion von den BOVVER BOYS kommt der Sound der aus Pittsburgh stammenden Formation etwas dünn daher. Aber gut, man kann ja die Anlage etwas lauter drehen und außerdem kommt es ja auf den Inhalt an. Da bieten sie zwar keine derartigen Kracher an, die noch was reißen könnten, für ein okayes Streetpunkalbum, ihr zweites übrigens, reicht es jedoch aus. Haut mich jetzt nicht so aus den Stützstrumpfhosen, auch wenn da jetzt Mitglieder der US-Streetpunklegende THE SUSSED am Werke sind. Wer Interesse hat, sollte mal in eines der beiden auf IMPACT RECORDS erschienenden Alben reinhören und die Band für sich gewinnen. In meinen Augen gibt es aber Besseres.

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Fett, fett, fett. Während man erst mit 6 Streetpunkgassenhauern gegen die Wand gedrückt wird, kann man mit den darauf folgenden Psychobilly dann vollend durchdrehen. Eine gefährliche, aber geile Mischung die die beiden Bands aus Deutschland bzw. USA hier abliefern. Hab von beiden Bands noch nie was gehört. Das muss ich jetzt aber unbedingt nachholen. Für Leute, die Fans des entsprechenden Genres sind und sich nicht scheuen auch mal von „anderen Ufer“ was Anständiges auf die Ohren zu bekommen echt ne lohnenswerte Anschaffung! Hat mir den Tag gerettet.

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Schön aufgemachter Sampler aus dem Hause Klartext-Records, der einem einen guten Überblick über die aktuelle Hamburger Szene gibt. Hier gibt es was für jeden Geschmack. Streetpunk, deutschsprachiger Punk, englischer Punk, schneller Punk, langsamerer Punk. In jedem Falle aber PUNK!!! Richtig guten. Ob es die großartigen HEIMATGLÜCK sind, die hier sehr 80’er-Jahe-like klingen, LISA HELL ROSA (geiles Stück), NORDEN (mag ich auch sehr), RAMONES 77, LEISTUNGSGRUPPE MAULICH, SMALLTOWN RIOT (Hamburg ist doch gar nicht so klein), 30.000 Kollegen (ui, wenn ich da an den Kollegen von den CHEFDENKERN denke, würde die Welt, glaube ich irre werden, wenn es weitere 29.999 Leute seiner Art geben würde - hehe), SKATOONS, RAZORS, VERIDA, RANTANPLAN (sehr cool, so kenne ich die gar nicht), RUBBERSLIME, RANDYS RIPCORD, MOTORMUSCHI, PROJEKT KOTELETT, GOTTKAISER, CRIMES, VARANES oder SS ULTRABRUTAL sind. Alle Songs kommen in Spitzenqualität daher und sind zudem auch noch unveröffentlicht. Auf dieser CD-Version ist das Stück von SMALLTOWN RIOT extra drauf. Auf der LP-Version (sehr dick, auch farbig) ein Stück von TORPEDO 2000. Also nochmals - Richtig gute Aufmachung und ein Riesenlob an die Gerrit & Co. für diesen Sampler, der zeigt, daß Hamburg auf jeden Fall nicht tot ist, mehr zu bieten hat als die unsägliche Hamburger Schule und HH-Sampler - wie z.B. „Paranoia in der Straßenbahn“ - immer wieder einen Kauf wert sind.

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mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | PUNK

Am 22.02.2003, exakt 3 Monate nach dem Tod der Punkrocklegende JOE STRUMMER, fand in Stockholm ihm zu Ehren ein Tributkonzert statt. Mit dabei, viele Größen aus dem schwedischen Musikgeschäft. Unter anderen z.B. Mitglieder der HELLACOPTERS, THE HIVES, BACKYARD BABIES, MONEYBROTHER, … Das allein ist schon eine Erwähnung wert. Highlight ist aber wohl der erste und einzige Reuniongig der schwedischen Punkband EBBA GRÖN - 20 Jahre nach ihrem eigentlichen Split. Und damit nicht genug - MICK JONES himself (eben Gitarrist bei THE CLASH) - unterstützt sie dabei tatkräftig mit seinem Gitarrenspiel und Gesang. Die Stimmung ist den Umständen entsprechend recht ausgelassen und alle - insbesondere das Publikum - feiern eine ausgelassene Party. Aber auch nachdenkliche Töne werden angeschlagen. Das sehe ich zumindest in den Gesichtern bei den Backstage-Interviews, die schwedisch gesprochen (klar!) leider ohne Untertitel daherkommen. Auch sonst weist die DVD keine sonderlichen Extras auf. Ein paar Fotos gibt es noch zu bestaunen aber das war es auch schon. Alle Musiker traten ehrenhalber auf und verdienen kein Geld mit der DVD so daß es nicht weiter tragisch ist, daß die DVD nicht üppiger ausgestattet ist. Ein bisschen mehr wäre aber schon schön gewesen. So bleibt es ein stilles, nachdenkliches Tribut an dem Besonders die Besucher des Abends aber auch alte Fans ihre Freude haben dürften.

mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | DVD

Oh mein Gott. Und das auch im wahrsten Sinne des Wortes… Ich war gerade mal wieder schön in der Badewanne und wollte mir, während ich mir den Rücken schrubbte, einfach nur gute Musik anhören. Denn so schlecht konnte die gar nicht sein. Gut, ich war nie großer THE PIG MUST DIE-Fan, aber trotzdem. Zumindest begleiteten sie ein Stück meiner früheren Jugend. Aber was war das denn eben? So in etwa stelle ich mir Mittdreißiger-Familienvater-Punkrock vor. Sind die Jungs - insbesondere Sänger und Texter Micky Knox - jetzt der Kirche beigetreten? Haben sie den Bandnamen geändert, weil „DIE“ so furchtbar böse ist? So viel Liebesgedudel, schwere Worte, Sterne… Hilfe. Und keine Chance aus der Badewanne zu entfliehen. Ich kann mir gut vorstellen, daß die Platte im nächsten PLASTIC BOMB in der „Führerecke“ landen wird. Demzufolge war mein Badgang auch aufs Kürzeste beschränkt. Für heute ist bei mir erstmal Schluß. Davon muss ich mich erstmal erholen. Grausam! Echt jetzt. Demnächst vielleicht im Vorprogramm von XAVIER NAIDOO…

mieschka | Mo., 06. Mär 2006 | ANDERE

Dass aus der kleinen englischen Stadt Bristol gute Musik kommt, wissen wir spätestens seit Massive Attack ihr Album „Mezzanine“ auf den Markt gebracht haben.

Aber nicht nur Bristol, sondern England generell scheint sich immer mehr zum Melting Pot guter Musik zu entwickeln. Der Asian Underground entwickelt sich zunehmend zum Mainstream, Reggae hat genauso seinen festen Platz in den Clubs gefunden wie Dub-, Drum´n´Base, Hip Hop, Bashment, Soul, Funk und Breakbeat Parties. Und so vielfältig wie sich die Musikszene Englands hier liest, so vielfältig und musikalisch ausgewogen ist auch das neue Album „City Beakers“ von Up, Bstle & Out aus Bristol.

Fast möchte man meinen, man ist wäre in einem jamaikanischen Ninja-Tune-Hybrid-Studio gelandet, in das die Hip-Hopper, Soul-Sänger und Breaker aller benachbarter Staaten eingeladen wurden. Von Jazz-Breakbeats gehen die Songs über zu lateinamerikanischen Tunes, um dann wieder den Bogen zu Hip Hop, mit einigen Umwegen über den Asian Underground, zu schlagen. Als Inspirationsquelle hat Dub-Master King Tubby gedient, denn die Basis des bereits 7. Albums der UBO Crew ist und bleibt Dub. Die Vocals wurden dieses Mal von Größen wie Black Roots – Ras Jabulani, DJ Mexican und der jungen Sängerin MC Nicky Blaze beigesteuert.

„City Breakers“ ist urban und organisch, melodisch und multikulturell. Ein Brückenschlag von einem Stil zum nächsten, angereichert durch Remixe, Beats und Bongos, Piano und Trompeten. Eine Manifestation der Street Culture, egal aus welchem Winkel dieser Welt diese kommen mag. Und „City Breakers“ ist vor allen Dingen eins: Eine großartige Platte zum Tanzen! Rauhe Dubbässe paaren sich mit mythischen Melodien und bringen den unvergleichlichen Spririt der jamaikanischen Soundsystems in die heimische Stereoanlage zurück - angereichert mit modernen beatlastigen Einflüssen von Hip Hop, Soul und Funk.

A Bailar!!!

www.uobustleandout.co.uk
www.beatsinternational.com

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Anne | Mo., 06. Mär 2006 | WORLDBEATS

Scheiße, ich sitz hier gerade mal wieder im Zug und will eigentlich Reviews schreiben. Das blöde ist nur, daß mir das Hören des zuckersüßen neuen Albums unserer Lieblings(wahl)-Hamburger vom Gelaber und Gelächter (das meist aus irgendwelchen plumpen, unlustigen Witzen resultiert) irgendwelcher Pendlern ein wenig versaut wird. Wie soll man sich da konzentrieren? Oder noch schlimmer, wie soll man sich einfach nur zurücklegen und die insgesamt 10 Songs genießen und sich darauf einlassen? Denn das muss man, im Vergleich zu alle ihren vorherigen Alben mehr denn je tun. Sonst findet man keinen Zugang. Das ist keine Musik für einfach zwischendurch. Oder doch? Jetzt schreit da hinten noch ein Baby. Na klasse. Obwohl, irgendwie könnte es sogar als Stilelement reinpassen. Das Lineup von SCHROTTGRENZE hat sich übrigens geändert. Mastermind und Hauptsongschreiber Alex hat es an die Front getrieben. Und zwar an den Bühnenrand mit Gitarre. Den freien Platz auf dem Schlagzeughocker hat dafür Caddy von den WOHLSTANDSKINDERN übernommen, die sich ja vor kurzem aufgelöst haben. Aber es fällt auf, daß er sehr ruhig und konzentriert und nicht den typischen R´n´R-Rhythmus spielt, was wohl zum einen daran liegen mag, daß dies einfach nicht zu den Songs passt und zum anderen, daß ein Großteil der Songs schon noch von Alex´ Schlagzeugspiel geprägt sein wird. Live wird das aber auf jeden Fall schon mal besser funktionieren als sonst, denn ein Schlagzeuger am Hauptgesang ist immernoch ein wenig ungewohnt. Man braucht eben irgendwie eine Bezugsperson auf der Bühne, finde ich. Desweiteren ist L.H. ausgestiegen. Zumindest aus dem aktiven Bandgeschehen. Aber das passierte nicht im Streit und ich bin mir sicher, daß er auch weiterhin im Hintergrund in einigen Sachen für die Band aktiv sein wird. Aber nochmal zurück zur Platte. Ja, sie sind wieder noch etwas mehr poppiger geworden, was aber nicht schlimm ist, denn damit verfolgen sie nur konsequent ihren Weg weiter, den sie schon seit ein paar Jahren gehen. Und wenn tatsächlich nochmal ein Wunder geschieht und SCHROTTGRENZE würden überall im Radio, Fernsehen und so gespielt werden, dann wäre mir das allemal lieber als jeglicher gecastete Dreck und gesichtslosen Gelddruckmaschinen. Aber da wird wohl leider der Name noch ein Weilchen im Weg stehen. Aber egal. Sie blieben und bleiben sich eben treu und das ist wichtig. Wichtiger als kurzfristig Fans zu gewinnen und nach kurzer Zeit wieder zu verlieren. Das ist schon oft schief gegangen. Nein, sie gehen Schritt für Schritt weiter und ich bin gespannt, wo sie demnächst langlaufen. Den Schluß der Platte bildet das selbstbetitelte Sück „Schrottgrenze“ und es entlässt den Hörer zurück in die graue, durchstrukturierte Welt. Schön, daß man mit einer einfachen CD dieser ab und zu entfliehen kann. Jedenfalls gibt es zur limitierten Erstauflage noch eine Bonus-CD mit 4 Tracks und einem Video drauf. Die I-Tunes-Version hat nochmal 2 Bonusliedr. Und die Vinylversion, die dann irgendwann bald auf Weird System rauskommt, soll - laut Gerüchten - noch weitere Bonustracks enthalten… Volles Paket also… Mittlerweile höre ich auch gar nicht mehr die Leute aus dem Zug. War das jetzt die CD oder sind sie nur ausgestiegen?

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mieschka | Fr., 03. Mär 2006 | ANDERE

Hui, da wird aber ganz schön dreckige Wäsche gewaschen. Gab es da nicht schon mal ein Album namens „Keasbey Nights“? Ja, 1998 von CATCH 22. Bekanntermaßen die Vorgängerband des STREETLIGHT MANIFESTO-Sängers. Ob da alles im Guten auseinandergegangen ist? Egal. Ich bin überrascht, daß es erst das zweite Album der Amerikaner ist. Schon öfter lief mir nämlich de Name über den Weg und auch den ein oder anderen Kracher ihres Debütalbums ist mir bis heute in den Ohren geblieben. Nee, ehrlich, ich dachte, da gab es schon mehr. Aber auch gut, so muss ich mir nicht so viele Platten nachkaufen, denn der Sound liegt genau auf meiner Wellenlänge. Schöner, gradlinig gespielter Skapunk mit nicht unpolitischen und vielen persönlichen Texten. Auf die Dauer manchmal etwas schwer eingängig für mich, aber man muss die Platte ja nicht ständig im CD-Player rotieren lassen. Abwechslung ist Trumpf. Eine Band, die Live mit Sicherheit besser funktioniert. Aber auch auf Platte sind sie gut anhörbar. Solltet Ihr Euch mal selbst von überzeugen.

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mieschka | Fr., 03. Mär 2006 | SKA

Neue, junge Band aus Berlin, die einen gefälligen Mix aus Punk und Rock spielt, garniert mit ein oder anderen Offbeateinlagen. Gesungen wird auf Englisch. Und zum Glück klingt das Ganze erstaunlicherweise unpeinlich. Zu oft versuchen sich ja Bands darin, englisch zu singen, versagen dann aber kläglich bei der Aussprache. Auch die zwei- bis dreistimmigen Gesänge wissen mir zu gefallen. Aber trotz der ganzen Melodik geht zu keinem Zeitpunkt die Energie, Kraft und Rotzigkeit verloren, was vielleicht auch ein bisschen an der zwar sauberen - aber nicht überproduzierten Aufnahme liegt. Die Jungs haben schon was auf dem Kasten. Anders ist auch nicht zu erklären, daß sie es immerhin in das EMERGENZA-Berlin-Finale geschafft haben, wobei ich solche Veranstaltungen ja immer auch mit einem Zweifel im Hinterkopf betrachte. Wenn sie jetzt noch ihren Arsch hochkriegen und nicht immer nur in Berlin spielen würden, könnte aus der Band wirklich noch was werden. Würde mich nicht überraschen.

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mieschka | Mi., 01. Mär 2006 | PUNK

Verzeiht mir meine Blasphemie - gerade in Zusammenhang mit dem Cover der Platte: Diese Platte ist GOTT!!! 6 neue Tracks der Amipunkvorreiter, wovon 2 auch auf dem im April erscheinenden neuen Longplayer „Wolves in Wolves’ Clothing“ erscheinen werden, gibt es zu hören, die jeden alten und neuen Fan der Band glücklich machen werden. Mir hat es jedenfalls den Tag gerettet und die Scheibe lief in Dauerrotation. Und wieder mal durchbrechen sie einige festgefahrene Grenzen des Punkrocks. So gibt es zum Beispiel ein rein akustisches, vom Inhalt aber nicht weniger kräftiges, Akustikstück und viele weitere Überraschungen. Auch im Jahre 23(!) nach Bandgründung werden NoFX nicht müde, seine Hörer zu überraschen und immer wieder neue Hits zu produzieren. Ja, selbst einfach nicht langweilig zu werden. Ich bin jedenfalls mächtig gespannt auf das neue Album und diese Vorab-EP zeigt, daß sie (wiedermal) nur gut werden kann.

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mieschka | Di., 28. Feb 2006 | PUNK

Mehr oder weniger spektakulärer EmoPunkrock aus Chicago. Mal mit stärkeren (z.B.: “Of all the gin joints in all the world”) mal mit schwächeren Momenten. Alles in allem aber nicht wirklich meine Tasse Bier. Das Abkulten der Band überlasse ich mal lieber SPEX- und VISIONS(lesern). Wär wahrscheinlich ein guter Supportact für irgendeine Band in der Columbiahalle in Berlin oder im Knaack, wenn sich darunter jemand was vorstellen kann. Unter Umständen könnten FOB vielleicht sogar fernsehtauglich sein. Aber ob das das Ziel einer Band ist? Naja, in heutigen Zeiten vielleicht schon. Dann muss man aber auch mit dem Ruf leben, austauschbar zu sein, wie eben alles beim Fernsehen…

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mieschka | Di., 28. Feb 2006 | PUNK

Neues Labelsigning auf FAT. Die erste Band aus Kanada/Montreal. Ganz unbeleckt sind sie aber nicht, so haben sie im Vorfeld schon 2 ganze, eigene Longplayer und eine EP veröffentlicht und touren ständig rund um den Globus. Sogar in Deutschland müssen sie schon mal gewesen sein, denn anders kann ich mir den Songtitel „Hau weg die Scheisse“ nicht erklären. Ansonsten wird hier feiner, hardcorelastiger Punkrock geboten. Mit aggressiver Stimme, teils melodisch aber immer mit Aussage. Was Anderes erwarte ich, bis auf ein paar Ausnahmen, bei Fat Wreck Chords aber auch gar nicht. Daher kann sich derjenige, der auch was mit HOT WATER MUSIC, LEATHERFACE, STRIKE ANYWHERE oder RISE AGAINST anfangen kann, mal bequemen und in die Platte reinhören. Könnte sich lohnen.

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mieschka | Di., 28. Feb 2006 | PUNK

Manchmal komme ich mir vor wie ein Opa. Also nicht, daß es jetzt an allen möglichen und unmöglichen Stellen am Körper zwicken würde - naja gut, das auch - sondern weil ich so schön altmodische Vorstellungen von einem Demo habe. Damals hat man in mühevoller Kleinarbeit Sachen aufgenommen, auf Tape gebannt, sich hingesetzt und etwas zusammengeschnipselt und dann kopiert. Heutzutage geht man ins Studio oder macht das sogar am eigenen Computer und lässt die Sachen auf CD pressen. 4-farbiges Booklet sowieso…. Aber gut, man muss halt mit der Zeit gehen und übermäßige Freudensprünge macht mein Herz auch nicht mehr, wenn ich ein schlecht eingespieltes Demo auf irgendeiner lieblos gebrannten CD-R, vielleicht sogar noch ohne Cover, in die Hand gedrückt bekomme. In dieser Hinsicht setzen SKAPANSKA aus XANTEN (sprich das mal bitte 10mal ganz schnell hintereinander aus) also Maßstäbe. Die Band ist noch sehr jung und hat vom ersten bis zum letzten (17.) Lied richtig viel Spaß an dem was sie tun. Das hört man jede Sekunde heraus. Und so kam wahrscheinlich auch der Titel der Platte zustande. Flotter Skapunk, größtenteils auf Deutsch vorgetragen, manchmal aber auch auf Englisch, immer mit einem Fuß auf dem Gaspedal, was mir an manchen Stellen allerdings etwas hektisch vorkommt. Die Soundqualität ist gut aber noch nicht überproduziert. Ist ja auch ein „Demo“ ;-)… Auf jeden Fall sehe ich da künftig noch sehr viel Potential. Besonders wenn man bedenkt, mit wie viel Engagement sie schon an dieses „Demo“ gegangen sind. Sagen wir es also mal so. Schöner Skapunk mit dem Charme der Straße, politischen wie auch persönlichen Themen mit einer gehörigen Portion Fun. Habe ich jetzt das Genre „Streetska“ erfunden? Für Leute, die gern NO RESPECT oder SCRAPY hören und offen für „junges Gemüse“ sind, sicher eine Anschaffung wert. Für gerade mal 5 EUR auf der Homepage der Band zu ordern (die übrigens die größte Skalinkliste hat, die ich je gesehen habe…).

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mieschka | Di., 28. Feb 2006 | SKA

Wie lange ist das nur her, dass ich keine Ska-Cd mehr auf meinem Tisch liegen hatte? Nun gut, die Zeit der Durststrecke ist überwunden,...

...denn die Herren von Redstar Records 73 aus Barcelona haben mich gleich mit zwei Neuerscheinungen versorgt.

Vor mir liegt das Booklet von Shanty Town, die CD kreist durch den CD-Player. Gute Laune macht sich breit. Eine Sonne steigt vor meinem inneren Auge auf, Palmen wedeln im Hintergrund mit ihren Palmenwedeln und eine Band mit umwerfend aussehender Sängerin spielt am Strand zum Einklang des Sommers eine Offbeat-Klassiker nach dem anderen. Okey, der Name Shanty Town passt nicht ganz ins Bild, denn weder stell ich mir Johannesburger Ghettos noch Arbeiterviertel der 80er vor, wenn ich die CD von Shanty Town laufen lasse. Aber Referenzen auf die Wurzeln der Musik können nie schaden, da weiß man wenigstens gleich worum es geht.

Shanty Town haben sich in Spanien durch zahlreiche Konzerte einen Namen gemacht, und zwar als Band, die traditionellen Ska mit Jazz, Soul, Funk, Pop und Reggae-Einflüssen vermischt und dadurch eine äußerst tanzbare und groovige Mischung konzipiert. Sprich: Traditioneller jamaikanischer Ska als Grundlage, gemishct mit frei-fließenden Jazz-Einflüssen und einem poppigen Easylistening-Touch, der das Album zum Ohrwurm macht.

Obwohl die Band bereits seit 7 Jahren existiert und vorher unter dem Namen Smoke`Less agierte, haben sie bis jetzt noch kein Album veröffentlichen. Dafür hat sich Redstar Records um alles weitere gekümmert und mir dudelt jetzt „One more last chance“ durch den Player. Trotzdem frage ich mich, warum Shanty Town gleich noch eine letzte Chance haben wollen, wo doch die erste Albenveröffentlichung die erste Chance ist? Naja, die werden schon wissen wovon sie sprechen. Immerhin besteht ihr kleines Universum auch laut Booklet-Info aus ziemlich verrückten Dingen.

„Shanty Town invites you to their own little universe of good mood, chaos, nice lyrics, variety, shamelessness, madness and dance“.

Also dann, do the shanty, fanti towo, shantyclown!

One more last chance.

In da -

Shanti Town.

www.redstar73.com

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Anne | So., 26. Feb 2006 | SKA

Ich kann mir nicht helfen, aber ich steh auf diesen wilden Balkankram. Vor allen Dingen wenn er schnell und tanzbar ist.

Was bei Haydamaky der Fall ist. Zum Schluss werden sie sogar so schnell, da kann´s einem direkt schwindlig werden.

Haidamaken nannten sich die ukrainischen Bauern und Kosaken im Bauernaufstand gegen die Feudalherrschaft im 18.Jh. Und wenn Haydamaky ihre wilde Mischung, aus Folklore, Punk und Ska spielen, liegt der Spirit der Revolution förmlich noch in der Luft. Die Kombination aus traditioneller Folklore der Bucovina- und Karpaten-Region mit Hirtenflöte, Zimbel und Leier und modernen Einflüssen und Rhythmen schlägt eine Brücke zwischen Tradition und Moderne – und wie schon so oft – zwischen Ost und West. Dadurch ist es Haydamaky gelungen einen eigenen, neuen Stil zu generieren - und zwar den Karpaten-Ska.

Irgendwie klingen sie wie eine Mischung aus den durchgeknallten Leningrad, Spitfire, einer Garagenband und einem traditionelles ukrainisches Hochzeitsorchester. Gerade in der Polen und der Ukraine haben sich durch ihre raue Mischung einen Namen gemacht. Ein Song wurde bereits auf der erfolgreichen „Russendisko“ veröffentlicht bevor uns hier nun das dritte Album vorliegt.

Wilde Energie der ukrainischen Folklore-Feste mit authentischer Punk-Attitüde, typischem Ska-Offbeat und Gesang, der an Kusturica erinnert, werden zu einem Packet zusammen gebündelt und mit auf die Reise genommen. Wir befinden uns in einer alten, ruckelnden Dampflok und fahren durch die karge Landschaft. An den Seiten ziehen Pferdewagen mit Zigeunern vorbei und alte Bauern mit halbintaktem Gebiss grinsen uns bei ihrer Feldarbeit unterbrochen an. Im Hintergrund rennen eine paar Lausbuben durch die Gegend, die den Älteren Streiche spielen. Und im Vordergrund spielen Haydamaky.

Ukraine Calling.

Haydamaky.

www.eastblokmusic.com

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Anne | So., 26. Feb 2006 | WORLDBEATS

Treiben Drums, hoovernde Bässe, transzendentale Loops, massive Percussion, gedehnte Delays, südostasiatische und arabische Soundimpressionen und ein stetig vorwärts treibender Beat...

...sind die Bestandteile von „Bass Jihad“ - dem neuen Dub-Manifest des New Yorker DJ´s, Bassisten und Produzenten Dub Gabriel. „Bass Jihad“ ist allerdings kein heiliger Kreuzzug, den der Multiinstrumentalist gegen die Musikindustrie führt, sonder eine spirituelle Reise durch die Musikwelt, die ihren Ausdruck und ihre Klimax in der Fusion verschiedener Klänge, Instrumente, tranceähnlichen Songstrukturen und ausgetüftelten Samplings findet.

Dub Gabriel führt die Wurzeln aus Ost, West und Süd zusammen und lässt sie von einem trockenen Beat getragen zusammen wachsen.

Was in „War in the Poppy Fields“ als Balkan Kick-Off mit arabischer Schilfrohrflöte beginnt, schlägt bei „Zooklyn“ in Bollywood ähnliche Klänge um. Von dort aus geht es weiter zu poetischen Versatzstücken von Rastafari Mutabaruka („Dis Song“) und zu Sufi-Klängen in „Rumi get through me“, um das musikalische Schlachtfeld letztlich in „Second Coming of the Urban Mystic“ mit treibender und trance-gleicher Tabla-Percussion und einem Nomadenzug durch die Wüste ähnelnden Klangbild zu verlassen. Hierfür hat sich der Dub-Meister des Bazantar bedient, einem fünfseitigen Bass mit weiteren 29 sympathetischen Seiten und vier Donen, das einen organischen als auch extrem authentischen Sound erzeugt.

Der Endeffekt des Albums ist beinahe bewusstseinserweiternd. Wenn die letzten Drums ertönen und der dumpf rollende Beat nach Ewigkeiten den Ausgang aus den Boxen findet, sind wir schon weit entfernt in anderen Galaxien. Dann existiert selbst Süd, Ost und West nicht mehr, sondern nur noch das endlose Delay und die innere Harmonie, die sich in uns breit macht, während der urbane Mystiker sich schon wieder auf die nächste Weltreise begeben hat.

A global manifest in Dub.

Dub Gabriel – Bass Jihad.

www.azrarecords.com
www.itunes.com

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Anne | So., 26. Feb 2006 | WORLDBEATS

Letztens bekamen wir eine eMail von jemanden, der auf unserer Seite das Interview mit NECK gelesen hat, mit der Bitte, uns doch auch mal was von JUNKMAN’S CHOIR anzuhören. Das Interview hätte ihm gefallen und die Jungs aus Schottland würden uns sicher auch gefallen. Gesagt, getan. Habe ich mir doch mal was von ihnen zukommen lassen. Und tatsächlich schöner, Pubtauglicher Folkrock ist das hier, der mit der o.g. Londoner Formation durchaus vergleichbar ist. Nicht so viele verzerrte Gitarren findet man hier, so daß Fans der DROPKICK MURPHYS oder der REAL MCKENZIES vorsichtig sein und den Folkanteil wirklich lieben sollten, wenn sie nicht enttäuscht werden wollen. Ich kann das ja ganz gut ab. Ist aber eben nicht jedermanns Sache. Leider befinden sich auf der EP nur 4 Songs. Man arbeitet aber gerade an einem neuen Album und der Debütlongplayer kann auf der Seite der Band gegen einen kleinen Unkostenbeitrag gedownloadet werden.

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mieschka | Mi., 22. Feb 2006 | ANDERE

Neue Surfband aus Berlin. Jaja, der ein oder andere von Euch wird sich fragen, ob sich das nicht gegenseitig ausschließt. Gehen die auffem Wannsee „Wellen reiten“? Aber warum nicht? Und wenn es schon nicht der Wannsee ist, dann vielleicht in einem Fjord in Dänemark? Denn die Band besteht zu 2/3 aus Leuten aus Kopenhagen, die wahlweise zu Probe oder Konzert eben eingeflogen werden. Interessante Sache, die ich letztens im Tommyhaus sogar live erleben durfte. Diese Show versprühte mehr Rock’n’Roll- und Punkattitüde, als so manch hochgelobte aktuelle Band. Und das sie dies auch auf Platte umsetzen können war ich mir von Anfang an sicher und so freue ich mich, daß ich auf diesem 4-Song-langen Stück Vinyl nicht enttäuscht wurde. Richtig geil. Ich hoffe, von diesem „Projekt“ wird man in naher Zukunft noch mehr hören. Denn das hat was. Für all die, die keinen Plattenspieler (mehr) besitzen - Zwar dürfte die Musik dann für Euch wohl nichts sein, aber es gibt auch eine 8 Song starke Demo-CD die man sich auf der Homepage der Band bestellen kann. Vielleicht werdet Ihr ja noch bekehrt. Hehe. So, ich schnapp mir jetzt mein Surfbrett und fahr raus zum vereisten Wannsee….

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mieschka | Mi., 22. Feb 2006 | ANDERE

Nach einem Ausflug in die Eigenkompositionen schlagen die Finnen nun mit voller Wucht der Coverversionen zurück. Es ist schon erstaunlich, wie viele Bands etwas dagegen haben, daß ihre Track „verhumppert“ werden. So werden im Booklet mal locker 90(!) Bands NICHT gegrüßt, weil sie sich weigerten, ihre Songs für die Finnen freizugeben. Trotzdem hat es für 14 Songs gereicht, die jeden Fan der Band wieder glücklich stimmen. Wie immer ist es ein schönes Ratespiel, von wem denn die Tracks nun im Original stammen. Was ich hier raushöre, geht über irgendwelchen Kram aus den 80’ern bis in die heutige Zeit hinein und ich frage mich gerade, mit wie vielen Platten und verrückten Songs wir wohl hätten rechnen müssen, wenn die ganzen Bands nichts dagegen gehabt hätten auf Humppa gecovert zu werden. Hehe. Die Texte geben wie immer größtenteils keinen Sinn, aber darauf kommt es ja auch nicht an. Das hier ist Partymusik, die man eben mag oder nicht. Ein Dazwischen gibt es nicht. Und wie laut die Stimmen der Neider und Kritiker aus sein mögen - Humppa wird es ewig geben und die dem Kartoffelschnaps verfallenen Rocker kann eh niemand stoppen. So erfreue ich mich an einem weiteren Kapitel Humppageschichte und wer zumindest eine Platte der Finnen im Schrank hat und auch mag, wird diese Platte lieben, da bin ich mir sicher.

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mieschka | Mi., 22. Feb 2006 | ANDERE

Auch wenn mir das Booklet sagt, daß die Sounds und Rhythmen aus verschiedenen World-Music-Gattungen stammen, ist das für mich irgendwelcher Tekkno. Oder Trance. Oder wat weiß ick… Live dargeboten. Immerhin. Mir graut es aber schon, daß es die Loveparade dieses Jahr wieder geben soll. Hatten wir ein paar Jahre Ruhe, geht es jetzt schon wieder los. Aufgrund meiner Arbeit muss ich ja ab und zu auch solche Mucke hören. Und es würde vielleicht sogar funktionieren. Ist mal was Anderes. Zu Hause würde ich mir das aber nie und nimmer antun. Ich bin doch kein GTI-Proll mit tiefergelegtem (Nacken)spoiler. Bevor ich so was mag, müsste ich EINIGE Pillen schlucken. Da ich so was aber verabscheue wird die „Musik“ von HILIGHT TRIBE wohl auch in Zukunft nichts für mich sein.

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mieschka | Mi., 22. Feb 2006 | ANDERE

Gruselrocker Duane Peters (vom Aussehen, nicht vom Stil) ist zurück! Nach knapp 3 Jahren also endlich eine neue Platte. Und die hat es in sich. Bisher konnte man eigentlich jedes Jahr mit einem Output der Jungs rechnen. Warum hat es denn jetzt so lange gedauert? Gab es tatsächlich Probleme innerhalb der Band? Das zumindest würde den Plattentitel und das veränderte Line Up erklären. Naja, wie dem auch sei. Auf „We are the problem“ präsentieren sich die BOMBEN so abwechslungsreich wie nie. Es gibt zwar immernoch die straighten, in die Magengrube schlagenden Punkrockknaller. Aber auch leisere, ruhige Töne werden - Gott sei dank unpeinlich - angeschlagen. Besonders zum Ende der Platte hin, was mich dann echt an die POGUES oder ruhige DROPKICK MURPHYS erinnerte. Ehlich! Aber es macht Spaß und das ist das Wichtigste. 15 Lieder und knapp 40 Minuten lang. Hat mich gefreut.

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mieschka | Di., 21. Feb 2006 | PUNK

Hab ich Euch schon mal gesagt, daß ich heimlich auch Surf-Musik liebe? So verschlug es mich letztens auch auf ein Konzert der Magdeburger, das mir wieder mal so sehr gefallen hat, daß ich mir gleich mal eine CD von den 4 Jungs einstecken musste. Ich kenne mich im Allgemeinen da noch nicht so aus, hoffe aber, durch ein noch offenes Interview (was es dann hoffentlich bald hier zu lesen gibt) Aufschluss über die ein oder anderen Fragen zu bekommen. Definitiv steht aber fest, daß die Surfszene und die Punkrockszene (gerade in Amiland) nicht so unterschiedlich ist und Labels und Fanzines wie das BANZAI! Zeigen auch, daß es MITEINANDER geht. Ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, Musik ohne Gesang zu hören, was mir auch Leute bestätigten, die an jenem Abend anwesend waren, doch ich kann dabei die Augen schließen und mir vorstellen, einfach weit weg in der Karibik oder Wahlweise an der Ostsee bzw. Baggerteich um die Ecke zu liegen und mich von der Sonne braten zu lassen. Dazu werden Cocktails gereicht - es muss ja nicht immer Bier sein - und die Welt ist in Ordnung. Das klappt auch mit POZOR VLAK ganz gut, obwohl die Aufnahme irgendwie etwas komisch klingt. Keine Ahnung, woran das liegt. Aber sie haben ja auch schon eine Vinyl-LP mit vielen alten Sachen draußen und da zeigen sie, daß das auch richtig gut klingen kann. Die Band gibt es schon 10 Jahre und dementsprechend haben sie auch was auf dem Kasten. Und auch die Percussion-Einflüsse sind zwar unüblich - klingen aber gut. Wenn Ihr also auch eine heimliche Vorliebe für Surf habt oder einfach mal einen Blick über den Tellerrand werfen wollt, hört ruhig mal rein. Denn Magdeburg hat besseres zu bieten als TOKIO HOTEL.

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mieschka | Di., 21. Feb 2006 | ANDERE

Wieder mal ein neuer Labelsampler aus dem gleichnamigen Hause. Diesmal mit dabei: ESTATE, MONGOUSE, JAYWALK, THE ROCKAHOLICS, MY STEREO HAS MONO, HORNY PANCAKES, PARAMOUR, RAIN DOESN’T MATTER, EVENLESS, SCREEN, FUSE, EARTH FLIGHT, JETSET RADIO, KAOLIN, KREISLER, VERSTÄRKER, ONE DIMENSIONAL MAN, PROMET, SKAPEGOAT, STANDEK und KOVONIA. Ist wiedermal nicht so mein Fall. Zu viele unterschiedliche Musikrichtungen. Zu groß das Spektrum zwischen Langweilig und Interessant. Kostet aber auch nur 3 EUR und Interessierte können ja ruhig mal reinhören.

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mieschka | Di., 21. Feb 2006 | ANDERE

Auch das vierte Album der Melodic Punker von A. F. ist wieder ein tierisches Brett.

Aber nehmen wir’s mal genau. Schluss mit diesen vorschnellen Pauschalisierungen im subprofessionellen Musikjournalismus bevor mir jemand die (Pfeffer-)Pistole auf die Brust setzt. Nein, ich wehre mich gegen fertige Schubladen. Will ich gar nichts mit zu tun haben. Ich gehe zurück zur Natur und schreibe lieber über die Rohmaterialien: über Bretter. Um welches Brett also soll es heute gehen?
Könnte ein Surfbrett sein, denn so herzerweichend schöne, mehrstimmige und trotzdem immer wieder überraschende Gesangsmelodien lassen immer mehr Menschen im tristen europäischen Alltag die Badehosen einpacken. Andererseits könnte es auch ein Skatebrett sein, schließlich stehen A. F. in feinster Tradition von Straßengleitern wie NoFX, Lagwagon, Pennywise und wie sie alle heißen. Der gute alte Kaliforniapunk, logisch, da wurde die Platte ja auch produziert, von niemand geringerem als Ryan Greene, der sie alle gehabt hat. Die ganze Creme de la Creme der Skatepunker steht in seinem Buch der Coolen Leute.
Andererseits darf man ja aber auch nicht vergessen, dass A. F. nicht aus den Staaten kommen, sondern aus dem Wallis in der Schweiz. Und was macht man den ganzen lieben langen Tag in der Schweiz wenn man gerade nicht punkrockt? Klar man schnappt sich ein Brett. Immerhin schlägt bei A. F. auch der recht erfolgreiche Snowboard Profi Daniel Bumann die Saiten und Bänder seiner Gitarre respektive Stimme an. Einigen wir uns also auf das Schneebrett, denn genau das könnte durchaus dazu beigetragen haben, A. F. ihrem Können gebührend international bekannt zu machen. Ihre Songs waren bereits auf diversen Snowboardvideos mit teilweise fünfstelligen Auflagezahlen zu hören.
Mensch, das muss ein Leben sein. Snowboardprofi in der Schweiz zu sein, nebenbei korrekt die Bühne zu rocken und dann mal eben in die USA zu jetten, um ein Album einzuspielen. Auch wenn sich heimlicher Neid immer wieder nagend in meiner Magengrube bemerkbar machen will, ich gönn’ es ihnen. Immerhin kommen wir so alle in den Genuss schöner, glatter und unbedingt singbarer Punkrockmelodien.

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Krizn | Di., 21. Feb 2006 | PUNK

Die Gruselrocker The Dead (vom Stil, nicht vom Aussehen) sind zurück. Eine satanisch-feurige Mischung aus Rock’n’Roll, Punkabilly, Schweinerock und allem, was sonst noch raucht und kracht, bomben uns die drei Herren aus Bern um die Ohren.

Hey Kids, Rock and Roll! Warum ist das eigentlich nicht der Opener für die Platte geworden, der Song geht mit seinem arschtretenden Kontrabass dermaßen ans Eingemachte, das lockt mich aber ganz schnell aus dem Winterschlaf. Kreischende Gitarren, ein prügelhartes Drumset, zwei mit allen Schnäpsen gewaschene Schmirgelstimmen und dazwischen auch überraschend wahnsinnige Geigen und Mundharmonika Einlagen. (Übrigens: In Österreich wird eine Mundharmonika für diesen Fall besonders passend Fotzhobel genannt. Es entzieht sich allerdings meiner Kenntnis, ob man den Ausdruck in der Schweiz auch verwendet) Es geht viel weniger um den ausgefeilten Sound, die perfekte Aufnahme oder die vollkommene Komposition - wen würde so ein Schwachsinn im Rock´n´Roll auch interessieren - als um brachiale Wucht und um das Zelebrieren des Rausches. Ich kenne bisher nur eine Band, die eine ähnliche Härte mit der gleichen Hochgeschwindigkeit über die Bühne fetzt, und das sind die glorreichen Kings of Nuthin. Mehr davon! Aber zurück zu „Take you Home“. Ich steige leider erst mit Album zwei der Brachialpunker in das Geschehen ein, bin aber sofort begeistert. Deshalb noch mal: LEIDER!
Und dabei ist die Geschichte der Band aus der Schweiz ein Vorzeigebild an Zielstrebigkeit und Effizienz. Erst 2002 gegründet, folgte schon zwei Jahre später das erste full lenght Album „Fiesta de los muertos“ und wiederum zwei Jahre später legen sie nach. Dieser Sound weckt Tote auf, oder vielleicht Untote, oder genau das Gegenteil… Wenn jedenfalls The Dead ihrem Namen alle Ehre machen und als böse Jungs ganz bestimmt nicht bei Petrus vorgesprochen haben, dann feiert jetzt die Hölle ein rauschendes Fest. Und wir können alle mit dabei sein, denn den Mitschnitt dieses Programms liefert uns 808 Records in Zusammenarbeit mit Crazy Love Records noch glühend heiß in die Wohnzimmer.

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Krizn | Di., 21. Feb 2006 | PUNK

Die sind vielleicht lustig. Heißen No Luck Club und smashen ein Label nach dem anderen, bevor überhaupt das erste Mixtape heraus kommt.

Wer weiß, was das zu bedeuten hat? Auf jeden Fall nehmen die zwei Instrumental Hip-Hop-Brüder Matt & Trevor Chan aus Vancouver, Canada, ihr Schicksal äußerst gelassen und mit Humor. Und sie kümmern sich persönlich um ihre eigene PR, was vielleicht mit den missglückten Anfängen mit ihren ersten Labels zu tun hat, und schicken ihre CD´s zum Beispiel zu uns nach Deutschland.

„Wir werden nicht umsonst No Luck Club genannt. Wir sind die Label-Zerstörer. Jedes Label, das wir signen geht ein“.

Zuerst bei "75Ark Records" von Dan the Automater gesigned, sollte ihr erstes Mixtape im August 2001 heraus kommen. Kurz vor der Veröffentlichung ging das Label pleite und die Jungs wurde glücklicherweise von "Ill Boogie Records" übernommen. Ihr erstes Album, was uns jetzt hier vorliegt, kam schließlich 2003 heraus - und das Label ging promt danach ein.

„Ill Boogie“ trifft die Musik der zwei sympathischen Büder allerdings gut auf den Punkt. Zu Hause in Canada kann ihre Mischung aus Funk, Souljazz, Filmdialogen, einer ordentlichen Portion Witz und Scratches immer noch keiner einordnen. Denn weder scratchen die zwei Brüder nur, noch battlen sie. Was machen sie also? Sie fahren straight ihre eigene Linie - und zwar voll von funky Breaks, Soundclips, Diologen, Samplings und gekonnten Scratches. Instrumenteller Hip Hop eben; raus aus dem Basement und rauf auf die Bühne. Mittlerweile haben sie so sehr Gefallen an ihren Live-Performances gefunden, dass sie sich den Stress mit einem Label und der Produktion eines neuen Albums nicht so schnell wieder antun wollen. Warum auch, wenn das Publikum die neuen Stücke live sofort zu hören bekommt? Die Sache läuft auch so.

In den Letzten Jahren haben sie auf mehreren Festivals in Kanada und den Staaten gespielt und waren Opener für M.I.A., Jurassic 5, Money Mark, Dan The Automater und Mike Patton. Im Grunde genommen spielen sie jetzt schon in der gleichen Liga wie Coldcut, Kid Koala, Cut Chemist und DJ Shadow, ob nun mit oder ohne Label. Und auch wenn sich Matt & Trevor ironischerweise No Luck Club getauft haben, so scheint ihnen das Glück doch zumindest in letzter Zeit hold gewesen zu sein. Denn Ausnahmen bestätigen die Regel und wir haben endlich den Beweis: Was gut ist setzt sich durch, und Verrücktheit, Witz und Charme mit einer gelungenen Portion freaky-scratching-Soul erst recht! Denn hey:

They got the Groove, man!

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Anne | Di., 21. Feb 2006 | ANDERE

Transzendentale Klänge, Yogamusik, Bombay & Bollywood

– all das schwirrt mir durch den Kopf, wenn ich mir die Musik von A.R. Rahman anhöre. Das mag vielleicht extrem traditionell und ethno klingen, ist aber bei weitem mehr. In der Musik zeichnet sich ein fein ausgetüfteltes Klangbild ab, dass weit über die traditionellen indischen Klänge hinaus geht.

Schaut man sich den Lebenslauf von A.R. Rahman an, weiß man auch warum. In den letzten Jahrzehnten hat der Tamile unzählige Filme des tamilischen Kinos mit Soundtracks versorgt und dadurch 120 Einträge in der „Internet Movie Database“ erhalten. Von Indien ging kam seine Musik nach New York und zum Londoner West End, denn die treibenden Drums in Kombination mit indischem Gesang und aufwendigen Effekten haben nicht nur Andrew Lloyd Webber beeindruckt. Genau wie Webbers Musical “Bombay Dreams”, hat auch Talvin Singh´s Compilation „Bombay Theme Music“ einige Stücke A.R.Rahman zu verdanken.

Wenn man sich die heutige Liste der Werke und verschiedenen Jobs von A.R.Rahman anschaut, scheint es fast unmöglich, dass dieser einfache Mann aus Indien, dessen Vater ihm nach seinem Tot all seine Instrumente hinterlassen hat, seine Karriere als Roadie angefangen hat. Mittlerweile ist er Studiomusiker, Filmmusikschreiber, Produzent, Werbemusiker und vor allen Dingen ein moderner Musik-Nomade. Rahman verbindet in seiner Musik traditionelle tamilische und indische Klänge mit modernen Arrangements, sodass das Endprodukt erstens äußerst universell, und zweitens extrem entspannend klingt. Da mach ich mir doch gleich ein Räucherstäbchen drauf an.

Die Entspannungskur gibt es übrigens im Doppelpack. Deswegen: Introduce yourself to A.R.Rahman and listen to:

A.R. Rahman - Introducing!

www.peacelounge.com

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Anne | Di., 21. Feb 2006 | WORLDBEATS

Das sechste Album der Skapunk Planet-Hit-Smashers aus dem herrlichen Montreal ist da. Und die können was, das war uns doch allen klar.

Oder etwa nicht? Es ist ja erstaunlich ruhig geworden um die amerikanische 3rd Wave. Der große Hype der 90er Jahre, im Zuge dessen praktisch jede Band mit ein bisschen Melodie und Offbeat Gitarre eine Majorvertrag nachgetragen bekam, ist längst vorbei. Bands wie Reel Big Fish, Less Than Jake, Bim Skala Bim und Mad Caddies haben sich aufgelöst, machen jetzt was anderes, führen ein Schattendasein oder zehren von der Treue einiger Nachzügler. Sogar die Toasters machen die Hallen in Deutschland nicht mehr voll. In Kanada dagegen scheint die große Depression noch nicht angekommen zu sein. Die Planet Smashers zumindest feiern immer noch schön regelmäßig alle zwei Jahre Release Party für ein neues Album. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Band nie ganz so eng auf eine bestimmte Musikrichtung eingeschossen war. Klar, ein ordentlicher Drive, pompös-poppige Melodien und eine schweißtreibende Hackschnitzel Gitarre sind die großen Konstanten, aber dazwischen ist Platz für ganze Welten der Facetten. Da arbeitet man mal zusammen mit dem familiären und politisch höchst engagierten Lokal-Plattenlabel Dare to Care Records Montreal, schreibt sensible Songs wie „Cool your Jets“ oder „Looking for a cure“, haut dann wieder mit viel Humor Partykracher wie „Raise your glass“, einer Hymne an the-glorious-punrock-drinking-habit, in die Runde und holt sich schließlich für die Produktion der aktuellen Platte Chris Murray an die Regler, der ja auch nicht gerade für konventionelles Songwriting steht. Schon allein aus letzterem Grund könnte ich auf der Stelle in Lobtiraden ausbrechen, aber ich will mal auf dem Teppich bleiben. Unstoppable bringt große Hits, Songs die sich wunderbar angenehm hören lassen, die wie immer bei gutem Skapunk, die sommerliche Brise durch das offene Autofenster hereinwehen lassen. Die Platte im Ganzen betrachtet ist aber andererseits ganz und gar nicht von dieser leicht verdaulichen Fastfood Kategorie, die schon nach dem zweiten Hören penetrant danach schreit, die Restaurantkette zu wechseln, wenn ihr versteht, was ich meine. Und wem die Platte tatsächlich einmal langweilig werden sollte, der schiebt das Album einfach ins CD-Rom Laufwerk und lacht sich eins bei den beiden mitgelieferten Musikvideos.
Ganz nebenbei erzählt, hat mir Unstoppable einmal mehr vor Augen geführt, dass ich doch schon immer vorhatte, nach Kanada auszuwandern: Steht da doch tatsächlich im Booklet, die Platte sei mit finanzieller Unterstützung aus dem Musik-Förderungsprogramm der kanadischen Regierung entstanden. Ja wo gibt’s denn so was?

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Krizn | Mo., 20. Feb 2006 | SKA

Ein grandioses Cover. Erinnert mich ein wenig an Southpark, Passt! Und auch so stimmig: Die dick verschneiten, idyllischen Berghänge verbinden scheinbar mühelos das Zürcher Oberland mit dem US amerikanischen Bundesstaat Alaska.

Und wenn ich mal meine bescheidene Meinung hier so hinaustrompeten darf, die Parallelen gehen sogar noch weiter: Denn die Klänge, die die neun Schweizer Jungs auf ihrem Debütalbum (eigentlich mit fünf Songs ja eher eine Debüt-EP) anschlagen, passen wunderbar in die große 3rd Wave Bugwelle, die sich hinter Größen wie den Toasters und ihren europäischen kleinen Brüdern von den Busters auftürmte. Ungefähr in dem Bereich würde ich Alaska (die Band) verorten, müsste ich dies tun. Andererseits muss ich ja aber gar nicht und es ist im Grunde auch egal. Hauptsache die Musik klingt gut und treibt die Beine in die Luft. Ziel erreicht, würde ich sagen. Alaska ist eine dieser viel versprechenden jungen Bands, die sich ohne großes Federlesen und ohne den ganzen tradierten Ballast, der sich mit den wechselhaften Höhen und Tiefen der Subkultur zwangsläufig angesammelt hat, ganz dem Ska verschrieben haben. Ska, wie sie ihn verstehen und wie er immer wieder neu erfunden wird. Sie machen Ska, weil es Spaß macht. Da muss nicht erst stundenlang darüber diskutiert werden, ob man denn die Wurzeln der Musik auch gebührend respektiere, da wird nicht versucht, sich konform in den großen Stammbaum der working-class zu integrieren und warum auch? Die Musikpolizisten werden sowieso ihr Quäntchen Intoleranz in die Suppe Spucken, die Traditionalisten werden mit dem Punkrock-Vorwurf kommen, die Punker werden’s zum pogen zu langsam finden, aber davon sollte man sich sowieso nicht beirren lassen. Was Alaska machen, ist eine feine, tanzbare Musik, an einigen Stellen vielleicht noch ein wenig zu brav und trotz der vierköpfigen Bläserfraktion manchmal noch etwas dünn, vor allem am Klang des Keyboards hätte man im Studio noch etwas feilen können, aber Live bringt die Band bestimmt eine ganz ordentliche Temperatur in die Bude und das Spektrum ist schließlich noch nach oben offen.
Claiming Land! Genau der richtige Titel möchte ich meinen. Sowohl was die Geographie angeht (Ich hab bisher noch nie was von Ska aus Pfäffikon in der Schweiz gehört) als auch was den musikalischen Geltungsbereich und Ästhetik betrifft, kann ich das nur unterstützten: Erobert Euch euer Land!

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Krizn | Mo., 20. Feb 2006 | SKA

Es gibt Bands, die schwören auf die Energie und die Authentizität eines Live Albums und es gibt Bands, die legen mehr Wert auf den ausgefeilten und perfektionierten Sound eines Studios. Die Slackers wären nicht die Slackers, wenn sie nicht einen ganz eigenen Kopf hätten: Die machen mal eben einfach beides.

Für ihr fünftes reguläres Studioalbum (das kürzliche Dub Projekt mal nicht mitgerechnet) haben sich die New Yorker wieder etwas ganz besonderes ausgedacht. Nur die Bläsersätze und Gesangslinien wurden in King Djangos legendärem Version City Studio aufgenommen, die Rhythmus Parts dagegen nahm die Band Live in ihrem Lieblingsclub Ernesto’s im niederländischen Sittard auf, der uns ja auch schon zwei großartige Livealben im herkömmlichen Sinne beschert hatte. Dass das Amalgam aus den beiden Teilen so wunderbar stimmig geworden ist, spricht vielleicht auch wieder einmal sehr deutlich für die unglaubliche Live Performance der Slackers, die zwar quasi studiofertig aber trotzdem nicht „einfach heruntergespielt“ sondern voll explosiver Energie daherkommt. Die Slackers von Platte sind halt nur die halbe Wahrheit und genau dem Befund scheint die Band mit ihrer neuesten Scheibe Rechnung tragen zu wollen. Ob man das hört? Keine Ahnung, wenn ich ehrlich bin. Ich kann ja auch schlecht vergleichen, aber die Platte klingt geil, soviel kann ich verraten.
Leider ist das Cover wohl nicht ganz rechtzeitig fertig geworden, so dass ich nur eine vorab Promo Kopie vorliegen habe und über das Artwork noch nichts sagen kann. Schade eigentlich, denn die Band hat auf dem Gebiet meistens auch so einiges zu bieten. Ob sie wohl dieses Mal für uns unter-einem-Halbwissen-in-Englisch-Leidenden die Lyrics mit abgedruckt haben?
Auf Peculiar finden sich ja unter anderem neue Versionen der fünf Songs der politischen EP „International War Criminal“, die damals kurz vor der schmachvollen Wiederwahl Georg W. Bushs als Präsident der Vereinigen Staaten von Amerika genau dieses verhindern hätte helfen sollen. Vor diesem Hintergrund bekommt der Kommentar von Sänger und Keyboarder Vic Ruggiero zu diesen Songs beinahe einen sarkastischen Unterton: „Half of the songs are really political, written in the intention of just voicing our opinions. It seems like nobody was voicing their discontent with the way things are going lately.” Also auch wenn es sonst keiner sagt, die Texte scheinen ihnen wirklich wichtig zu sein. So wichtig, dass diese Songs gar nicht oft genug gespielt und gehört werden können. Ihr ursprüngliches „Ziel“ konnten die Songs leider nicht erreichen, aber zum Glück verbietet die amerikanische Verfassung ja eine dritte Regierungsperiode eines Präsidenten. Wer weiß was dann passiert.
Ansonsten findet sich auf dem Album noch ein Track, der ganz in der Manier von Ruggieros Soloprojekt nur mit Gitarre und Gesang eingespielt wurde, außerdem ein fulminanter Gastauftritt von Ex-Hepcat Sänger Alex Desert. Oder vielleicht doch nicht ganz so Ex? Um die aktuelle Situation der mit den Slackers tief verbundenen Trad-Rocksteady Band Hepcat (Saxophonist David Hillyard wechselte seinerzeit von Hepcat zu den Slackers) ranken sich ja einige Gerüchte…
Insgesamt ist Peculiar dennoch vielleicht nicht der ganz große Wurf für ein Slackers Album; zu wenig neue Stücke(auch wenn es mir persönlich weh tut, aber dafür muss ich ein dickes Minus vergeben), an einigen Stellen ist mir der Sound ein kleines Stück zu brav aber verglichen mit der großen weiten Welt des Ska immer noch eine absolute Pflichtveranstaltung in ihrem eigenen ganz unnachahmbaren Stil.

Tracklist:
01. 86 The Mayo
02. Peculiar
03. Propaganda
04. Crazy
05. Set The Girl Free
06. Capo
07. I’d Rather Die Happy
08. What Went Wrong
09. Keep It Simple
10. International War Criminal
11. Sauron
12. Rider
13. I Shall Be Released

Das Große Was-War-Wo Spektakel
Insgesamt sind Track 1,3,4,9,10,12 und 13 bereits auf Slackers Platten veröffentlicht worden. Das ist mehr als die Hälfte der Songs. Und zwar:

-"86 The Mayo" war als akustic Version auf Vic Ruggieros Soloalbum "alive at the Ladybug House", darauf findet sich auch eine unplugged version von "International War Criminal"

-"Propaganda", "Crazy", "Keep it Simple" und "International War Criminal" waren in anderer version auf der EP (ebenfalls) mit Namen "International War Criminal"

-"Rider" ist 1 zu 1 von der Ep "International War criminal übernommen

-"Keep it simple" war schon auf der Split Platte mit Pulley von 2004 vertreten. Darauf findet sich auch eine Dub Version von "Propaganda" die auch auf der limitierten "An Afternoon in Dub" veröffentlich wurde.

-Das Bob Dylan Cover "I shall be released" war bereits 2004 auf der Pulley Split.

Hoffentlich ist das kein Trend der sich fortsetzt. Nicht das die Slackers auch so werden wie viele der alten Jamaikaner, die seit Jahren nur noch ihre alte Soße aufkochen. (Siehe Skatalites)

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Krizn | Sa., 18. Feb 2006 | SKA

Die neue Platte der Schweden ist ein reines Coveralbum und erscheint als MCD und 10“. Ist also eher ein Minialbum. „Partners in Crime“, das trifft hier in vielerlei Hinsicht zu. Zum einen nimmt man sich Hits verschiedener alter und neuere Größen an (RAMONES, MIKE NESS; BAY CITY ROLLERS, …) und zum anderen hat man sich ein paar Gäste ins Studio geladen (Roger Miret (AGNOSTIC FRONT), Lou Koller (SICK OF IT ALL), Nicke Borg (BACKYARD BABIES) und Mia Coldheart von der schwedischen Band CRUCIFIED BARBARA). Gestartet wir mit „I wann be sedated“, was ich aber schon mal besser gehört habe und bei mir nicht so sehr viele Endorphine ausschüttet. Danach geht s aber steil bergauf und ein Hit jagt den Nächsten, bevor die Platte in einem furiosen Finale mit PSYCHO DAD und Kings of Fools mit MIKE NESS endet. Kann und sollte man sich geben. Für Fans der Band sowieso ein Muss, aber auch Old-School-Liebhaber eine Investition wert. Nette Platte. Viel mehr bin ich aber gespannt auf das nächste Full-Length Album, was wohl schon in Mache ist und die wohl noch dieses Jahr erscheinende DVD.

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mieschka | Fr., 17. Feb 2006 | PUNK

Mmmh, an BSF kam ich nie so richtig ran und das wird sich auch mit dieser Platte nicht ändern. Dafür fließen zu sehr zwei verschiedene Strömungen ein, mit denen ich allein schon nicht so viel anfangen kann. Emo und Hardcore. Zusammen ist das zwar halbwegs erträglich, der Burner isses allerdings nicht. Abwechslungsreich ist es, da mach ich der Band keine Vorwürfe, so gibt es am Ende der Platte auch mal Streicher und Bläser zu hören und der Track „Final Communique“ ist sogar ein kleiner Hit. Und rund ist die Platte. Also nicht vom Aussehen her. Sondern in sich geschlossen. Das erleichtert dem Hörer schon ein wenig den Zugang zu den Songs, was weiß Gott nicht einfach ist. Trotzdem werden sie wohl nie meine Lieblingsband werden. Aber ich habe Respekt vor ihnen. Nach schwierigen Situationen in der Vergangenheit (Label- und Line Up - Wechsel) sich nochmal so aufzurappeln… Dazu gehört schon was. Für Fans und Neugierige auf jeden Fall eine Herausforderung, die mit genug Geduld aber auch belohnt werden kann.

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mieschka | Fr., 17. Feb 2006 | PUNK

Amipunk as fuck! Krachig, melodisch und auf den Punkt. Alkoholgeschwängerte Geschichten über Freundschaft, Liebe, Hass und Streit. Das lässt mein Herz höher schlagen. 13 Songs, nur Hits, das hatte man lange nicht mehr auf eine Platte, erschienen auf FAT WRECK. Sicher, die Outputs waren durchgängig gut. Aber dieses ist hier das Erdbeersahneeis im tiefsten Winter. Voller (Spiel)witz und Einfältigkt. Das tut gut.

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mieschka | Fr., 17. Feb 2006 | PUNK

Ach, ich saß gerade so schön in der Badewanne und weil mir das Cover dieses Albums hier so gut gefiel und mich an Südsee und frischen Früchtchen erinnerte, nahm ich mir diese Platte im Vorfeld für den heimischen Bad-CD-Player gleich mit. Und das war genau die richtige Wahl. Bei schönen Singer-Songwriter-Klängen, teils auch mal instrumental, konnte ich unbeschwert in einem Fanzine lesen und das Wasser um meinen dicken Bauch plätschern lassen. Normalerweise bin ich ja nicht so sehr der Rootsrock-Fan. Doch ab und zu überkommt mich das Gefühl, auch ruhige Musik hören zu wollen. Und in Zukunft werde ich da wohl noch öfter zu der CD des Kanadiers greifen. Oder ein Konzert besuchen, denn noch dieses Jahr soll er in Deutschland auf Tour kommen. Das ist hier alles so unbeschwert traurig-schön. Das hat Klasse und Stil. Die Instrumente hat David übrigens alles selbst eingespielt und zeigt, daß er Gefühl für das Zusammenspiel der einzelnen Instrumente besitzt. Solltet Ihr diese Momente kennen, in denen man Ruhe braucht und schöne Musik hören will, dann solltet Ihr hier ruhig mal reinhören. Noch ist David Celia ein Geheimtip. Aber bald… Wer weiß?

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mieschka | Fr., 17. Feb 2006 | ANDERE

Dark Wave-, Alternative-, Grungerock aus Deutschland. Kann ich nicht sooo viel mit anfangen. Ist nicht meine Tasse Bier. Hat zwar in einigen Momentan was Cooles, auf Dauer reicht mir das aber nicht. Auch der Gesang, der schon Merkmal dieser Band ist, kann mich nicht so recht überzeugen. Die Band gibt es schon einige Jahre und daher will ich jetzt nicht sagen, was sie besser machen kann oder nicht. Den Fans der Band oder des Genres wird’s vielleicht gefallen. Ich finds zu durchschnittlich.

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mieschka | Fr., 17. Feb 2006 | ANDERE

Irgendwie erinnert mich schon das Cover an das CLASH-Album „Give ’Em Enough Rope“. Aber wirklich nur ein bisschen. Und schon der Opener heißt: „Cash from chaos“. Das beides lässt schon erahnen, daß bei dieser schwedischen Band 77’er Punk groß geschrieben wird. Und fürwahr. Dem ist dann auch so. Die leider nur 10 Tracks bieten schönen Punkrock, der einen direkt nochmal in die Zait zurückversetzen lässt - in der ICH geboren wurde… ;-), wenn auch neuere Einflüsse unüberhörbar sind. Die Melodik und die Aussage lassen mich nämlich nicht nur einmal an z.B. ANTI-FLAG denken und der Sänger klingt wie die englische Augabe der HANNEN ALKS, falls die noch jemand kennt. Ob man das allerdings positiv oder negativ bewertet, bleibt jedem selbst überlassen. Hihi. Der Sound ist nicht ganz mit dem der BRIEFS zu vergleichen, die ja momentan schwer angesagt sind. Das ist hier wohl die modernere 77’er-Variante, würde ich sagen. Ich kann mir aber auf jeden Fall vorstellen, daß die Band live eine ganze Menge reissen kann. Bisher hatte ich zwar noch nicht das Vergnügen aber wenn es mal soweit kommen sollte, bin ich einer der Ersten, die sich das mal anschauen.

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mieschka | Fr., 17. Feb 2006 | PUNK

my dream is to break barriers, any kind of barriers...

...meinte Ananda Shankar einmal in einem Statement. Denn mit Musik, Liebe, Hingabe und Passion kann manchmal sehr viel erreicht werden. Zum Beispiel, dass Musiker aus aller Welt vor einem Publikum aus aller Welt spielen und somit alle zu einer großen globalen Einheit verschmelzen. Denn Ananda Shankar´s Musik verbindet Ost mit West, Tradition mit Moderne, Europa mit Asien, Asien mit Nordamerika, Funk mit Bollywood und Jazz mit Breakbeats.

Zur Hippie-Bewegung der 60er Jahre lebte er 18 Monate bei seinem Onkel RAVI SHANKAR in Los Angeles und wurde durch dessen Connnections zum Sitar-Lehrer von JIMI HENDRIX. Später wurde Warner Music auf ihn aufmerksam und er konnte sein erstes Album veröffentlichen. Zurück in Kalkutta ging er ins Studio, und produzierte das Material welches jetzt auf „A Life in Music“ wieder zu finden ist, und ursprünglich bei EMI India erschien. Durch sein Können als Arrangeur, Bandleader und Komponist wurden immer mehr Musiker auf ihn aufmerksam und Ananda Shanka erhielt die Gelegenheit mit einigen hochkarätigen Musikern zusammen zu arbeiten.

Beim Aufkommen des „Asian Underground Movements“ Mitte der 90er zählte Ananda Shankar bereits zu den maßgeblichen Einflüssen, und die DJ´s der berühmten „Anokha“-Clubnacht um TALVIN SINGH, konnte ganze Parties einzig und allein mit seiner Musik bestreiten. Mehrere Musiker und Produzenten aus dem Breakbeatbereich wurden auf seine Musik aufmerksam und griffen Stücke von ihm in dem Album „Ananda Shankar and his Music“ wieder auf. Bootlegs und kaum noch erhältliche Exemplare seiner ersten Alben wechselten die Besitzer für zum Teil vierstellige Summen und sein Hit „Streets of Calcutta“ fand schließlich durch einen Handy-Werbespot den Weg in den Mainstream.

ANANDA SHANKAR hat sein Ziel noch vor seinem frühen Tod 1999 erreicht. Wenn seine Musik eine Brücke zwischen Asian Underground und Mainstream schafft, Musik aus den Strassen Kalkuttas in Londoner Clubs aufgelegt wird, sich Hip-Hop, Breakbeat-, Funk-, Bollywood- und Sitar-Anhänger zusammen tun, um dem großen Meister Tribut zu zollen, dann sind Grenzen schon nicht mehr sichtbar.

Deswegen wurden jetzt seine frühen Stücke auf dieser Compilation wieder veröffentlicht.

Bollwood Breaks at its best! Sitar Music to shake your booty!

Denn:

ANANDA SHANKAR war

“A Life ins Music”.

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Anne | Do., 16. Feb 2006 | WORLDBEATS

Hier ist sie, die schon in einem Review von mir angesprochene 10-Jahres-Live-DVD der Punks aus der Oberpfalz. Und wie auch schon geschrieben, hatte ich mir unter den SPEICHELBROISS lange Zeit was Anderes vorgestellt, als den geilen Punkrock, den sie hier und auf ihrer aktuellen Platte bieten. Auf der DVD gibt es nun insgesamt 10 Livestücke aus allen Phasen der Band vom „10th Anniversary Konzert “ am 4. Dezember 2004 im JUZ Weiden, ein Videoclip des Tracks „Our Town“ sowie eine - und das gefällt mir an solchen DVD’s immer am Besten - Videocollage der Band von verschiedenen Konzerten und Orten der Bandgeschichte über die Jahre hinweg. Neudeutsch würde man dazu wohl „Behind the scenes“ sagen. Ein schönes Geschenk an die Fans. Vor allem aber auch für die Band an sich selbst. Die Aufnahmen des Livekonzerts schwanken zwar ab und zu. Aber das ist hier egal. Das ist purer, aus dem Herzen kommender Punkrock. Kann bestimmt gut auf Parties nebenbei laufen, natürlich aber auch bei Bier und Kuchen im heimischen Wohnzimmer.

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mieschka | Mo., 13. Feb 2006 | DVD

Wer finnische Musik allein auf ELÄKELÄISET oder die LENINGRAD COWBOYS reduziert verpasst ganz schön was. Es müssen auch nicht immer Bands aus Norwegen oder Schweden sein. Bands aus Finnland versprühen eine ganz andere, eigene Energie, der sich wohl nur Menschen mit einem Herz aus Stein widersetzen können. Zum Beispiel POHJANNAULA, die wunderschönen Folkrock mit Geige spielen und beim letztjährigen „Monsters of Humppa-Festival“ in Berlin mächtig abrockten. Schon allein der Titeltrack des Albums ist ein echter Ohrwurm. Klasse. Das funktioniert am Lagerfeuer, im Wohnzimmer, am Kamin, auf einem Festival oder einem „einfachen“ Konzert und sollte sich unbedingt mal anhören. Auf der CD befindet sich noch ein Video, was wohl beispiellos zeigt, wie herrlich entspannt die Musik von POHJANNAULA ist und wie man sie genießen kann. Also nochmals, hört mal rein.

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mieschka | Mo., 13. Feb 2006 | ANDERE

Die bereits 3. EP der Ostfriesen. Und sie steigern sich jedes Mal. Sowohl von Sound als auch von der Songqualität. Wobei keinesfalls die stets vorhandene Rotzigkeit verloren geht. Wieder mal gibt es 4 Songs, darunter 2 Coverversionen (G.G. ALLIN & REAGAN YOUTH). Da sieht man dann auch gleich, in welche Richtung das Ganze geht. Und wo ich diese Zeilen gerade schreibe, ist die erste Seite der EP auch schon vorbei. Also schnell zum Plattenteller und die Scheibe umgedreht… Schöner, schneller Punkrock, der direkt aus den 80’ern stammen könnte. Klasse Platte also, die das Trio hier abgeliefert hat. Und da sie auf nur 250 Stück limitiert ist, sollten Interessierte unter Euch schnell zugreifen.

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mieschka | Mo., 13. Feb 2006 | PUNK

Coole Scheiße! Ich bin mit meinem Reviewstapel durch!!! Bei soviel Euphorie ist es eigentlich ziemlich egal, welche Platte ich hier nun besprechen „muss“. Die kann ja nur gut sein. Allerdings handelt es sich hier tatsächlich noch um ein Prachtstück. Eine Platte vor der ich so viel Respekt hatte, daß ich sie mal knapp ein halbes Jahr rumzuliegen hatte, ohne daß ich mich rangetraut hätte, sie zu besprechen. Es ist DER Tributsampler zu DER wohl sagenumwobensten Band Berlins. Der Vorgängerband der göttlichen ÄRZTE. Mit Farin, Bela und Roman (dessen Freundin die beiden in frühen DÄ-Zeiten auch nochmal ein Lied gewidmet haben - Remember: Eckelpack…). Und das Roman selbst mit seiner neuen Band (JAKARTA TV) darauf vertreten ist, ist nur ein kleines Schmankerl, was dieser Sampler zu bieten hat. Er kommt im grünen Vinyl daher. Logisch. Alles andere würde der Band auch nicht gerecht werden. Und auch wenn diese Platte „nur“ eine Art Vorabversion der kommenden CD-Version ist (die dann wohl auch mit Bonustiteln bestückt sein wird), ist mir diese Platte hier echt wichtiger als so ein seelenloses, rundes, silbernes Stück Plastik. SOILENT GRÜN haben zum Beispiel auch nie was auf CD veröffentlicht. Warum also jetzt? Naja. Jedenfalls verschaffen einem die 14 darauf vertretenen Bands (DIE FAMILIE, TANZENDE KADAVER, ZZZ HACKER, FIRST DOOM, DIE LENNONS, GRUBBY THINGS, BAD INFLUENCE, ROKASS, NITEBLIND, BARSEROS, DIE SIFFER, ÜBERFLÜSSIG, VIRAGE DANGEREUX und die schon erwähnten JAKARTA TV) einen guten Überblick über das Werk von SOILENT GRÜN. Mal lustig, manchmal aber auch unglaublich hart, was sie damals verzapft haben. Und die Bands bringen immer ihre eigene persönliche Note mit rein, was man ja auch nicht alle Tage hat. Nein, diesen Sampler kann ich nur jedem von Euch empfehlen, der einen Plattenspieler hat, ein bisschen DÄ-Fan ist oder sich einfach nur für rauen, frischen Punkrock der frühen 80’er interessiert, aber immer auch bereit ist, ein Augenzwinkern zu erkennen. Ein würdiges Tribut.

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mieschka | Mo., 13. Feb 2006 | PUNK

Nach dem Spiel (Review) ist vor dem Spiel (Review). Da hat man einmal seinen Plattenstapel durch, trudeln auch schon wieder neue ein. Aber so ist nun mal das Leben. Und wenigstens ist das hier keine langweilige Platte… Okay, da ist es nun, das neue ANTI-FLAG-Album. Beim Betrachten des Covers bekam ich erstmal einen großen Schreck. Sieht es doch wie eine perfekte Mischung aus METALLICA’s „Master of Puppets“ und BAD RELIGION’s „Recipe for hate“ aus. Dazu nun die Labelzusammenarbeit mit Sony BMG… Keine guten Voraussetzungen für ein gutes Punkrockalbum. Aber beim durchforsten des Netzes habe ich schon festgestellt, daß ich ein ganz anderes Cover habe, als sonst abgebildet. Cool, hab ich jetzt ein Sammlerstück? Naja jedenfalls zerschlugen sich mit den ersten Takten der Platte alle Befürchtungen, daß die Pittsburgher weicher geworden wären oder sich in irgendeiner Art angepasst hätten. Gut, der Sound ist wieder sehr glatt im Gegensatz zu den ersten Alben, aber das kannte man ja schon von der „Underground Network“ und der „Terror State“… Wobei wir das mit der Coverdiskussion allerdings auch schon hatten. Das letzte Album war den großen Musikläden in Amiland zu anstößig, daß man sich dazu entschloss, nochmal eine zweite Version herauszubringen, die ein rein schwarzes Cover beinhaltete. Aber das Wichtigste ist ja, daß der Inhalt der Musik stimmt. Und weiterführende Links und Adressen waren ja schon immer ein Bestandteil der Anti-Flag-Booklets. So bleibt es jedem selbst überlassen, sich weiter zu informieren. So kann man ihnen gratulieren und hoffen, daß sie mit dem Major nun noch mehr Leute erreichen und zum Nachdenken anregen. Zweifel bleiben mir zwar noch immer im Hinterkopf, aber wenn es funktioniert… Mitgröhltauglich und eingängig sind die 13 Songs auf jeden Fall und vielleicht bewegen sie bei dem ein oder anderen ja doch etwas. Sogar Trompeten und viele Handclaps gibt es. Auf MTVIVA wird ein Clip der Jungs (zur Hauptzeit) zwar wohl nie laufen, aber besser so eine Band auf nem Major als die x-te ROBBIE WILLIAMS-Kopie, Best Of-Platte usw…. Und das Geld, was sie vielleicht durch die Firma verdienen fließt wenigstens wieder in anständige Projekte und das ist auch unterstützenswert. Wie oft läuft es doch eher anders herum… Schaut Euch um und überlegt selbst, das ist noch einer der wichtigsten Messages, auch transportiert durch ANTI-FLAG…

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mieschka | Mo., 13. Feb 2006 | PUNK

2005 war ein fettes Jahr für die Hosen. 2 CD’s und 2 DVD’s und somit auch für den Geldbeutel des geneigten Fans. Stellt sich also die Frage, ob es sich lohnt, sich dieses Zeitdokument auch noch zu besorgen. Zumal die Unplugged-Sessions auf CD und DVD und diese DVD hier eigentlich eine Art aktuelle „Best of“ der Düsseldorfer Altpunks darstellen. Mal eben nur akustisch und hier eben mit vollem (Gitarren)brett. Als ich die Tracklist zuerst auf der Rückseite las, war ich schon ein bisschen enttäuscht. Zu viele neue (in meinen Augen nicht so pralle) Lieder und zuwenig alte. Aber mal ehrlich, wer braucht auch schon immer den alten Scheiß nochmal neu aufgekocht? Richtig. Niemand. Außer vielleicht ein paar verbohrte Altfans, die mittlerweile Haus und Kinder haben und mit einem neuen Opel durch die Gegend fahren und dabei lauthals die alten Lieder singen. Daher ist das schon ganz ok. Ob Punk hin oder her. Die HOSEN haben sich mittlerweile zu einer Institution gemausert, vor der ich, trotz als Berliner, viel Respekt habe. Die Zeiten gehen weiter und mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe ich das die 16jährigen Jungpunks, die im sehr sehenswerten „Vorspiel“, einem Blick hinter die Kulissen - auch interessant für BEATSTEAKS und EL*KE Fans, ihre Statements abgeben. Das ist unsere Zukunft… Im etwas mehr als 2 Stunden dauernden Konzert gibt es dann, wie gesagt, alte und neue Hits, wo aber, wie auch schon erwähnt, eben ein paar Perlen fehlen. Aber gut, es ist der „Saisonrückblick“. Der aktuelle Stand der HOSEN, der momentan so breit gefächert ist wie nie zuvor. Es ist eine schöne Erinnerung an die Fans, die das Konzert oder die Tour oder beides besucht haben und eine kleine Überbrückung, da es, laut Bandaussage, jetzt eine kleine Pause geben wird. Wie es 3 Doktoren aus Berlin auch gerade tun. Und auch wenn das jetzt nichts mit der DVD zutun hat, die Ihr Euch ruhig mal geben könnt, ich bin gespannt, wen es von beiden länger gibt…

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mieschka | So., 12. Feb 2006 | DVD

Mmmh, ist mir schon ganz schön peinlich, daß ich diese CD hier erst jetzt bespreche, obwohl sie, glaube ich, schon Mitte/Ende letzten Jahres erschienen ist. Aber das hat seine Gründe. Zum einen arbeite ich, wenn sich schon mal was anstapelt und Euch vielleicht schon aufgefallen ist, meine CD’s alphabetisch ab - spießig, wa? Und zum anderen habe ich mich nicht wirkich an sie herangtraut. Da die Mainzer nämlich keinen 08/15-Punkrock spielen, muß man bei ihnen nämlich den Kopf frei haben, um sich darauf einlassen zu können, sonst kann diese „Dienstleistung“ auch ganz schnell mal nervig werden. Heute geht es aber. Es ist Sonntag, ich saß gerade in der Badewanne und das war genau das Richtige. Das Vorgängeralbum „Das Produkt“ hatte mich ja seinerzeit schon begeistert. Schöner Mix aus FEHLFARBEN und heutigen Retrobands wie THE STROKES oder FRANZ FERDINAND nur deutsch und mit mehr Arschtritt. Mehr Punk eben. Diesen Mix führten sie dann auch mit der „Gott hat keine Flugzeuge-Zwischendurch/Vorab-EP“ fort, die mich aber nicht so richtig überzeugen konnte. Der Titeltrack dieser EP befindet sich zwar auch auf dieser Scheibe nun, die in der Presseversion übrigens richtig cool in Form einer DVD daherkommt, aber in einem ganz anderen Zusammenhang. Das wirkt hier schon wieder viel runder, obwohl natürlich immer auch ein paar Ecken und Kanten rauszuhören sind. Und das ist cool. Ich würde diesen Musikstil ja als „Neue Deutsche Hamburger Schule“ bezeichnen. Aber wer hört schon auf mich und Wortkreationen und Schubladen erfinden überlassen wir lieer anderen. Die Platte hier macht jedenfalls richtig Laune. Obwohl nicht ganz vergleichbar, könnten und werden Freunde von PASCOW oder den COCKBIRDS bestimmt auch Freude an TREND finden. Ein Reinhören lohnt sich aber in jedem Fall.

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mieschka | So., 12. Feb 2006 | PUNK

Kaum zu glauben. Fast ein Jahr ist es schon wieder her, daß uns Busch´n, ex-Bassist der Rostocker Rocker DRITTE WAHL verloren gegangen ist. Mir fällt auf Anhieb niemand ein, dessen Tod gleichviel Betroffenheit in unserer „Szene“ ausgelöst hat wie er. 1000e Beileidsbekundungen, ob per Brief, per Eintrag im Kondolenzbuch auf der Homepage der Band oder persönlich gab es und auch wenn es manchem vielleicht auch überzogen vorkam, letztendlich war es doch ein Beweis dafür wie sehr er und auch der Rest der Band freundschaftlich verwurzelt bei uns war. In den 15 Jahren, die er mit der Band unterwegs war hat er viele Freunde getroffen, die zu einem ganz kleinen Teil nun Teil dieses Abschiedssamplers sind. Das sind hier im einzelnen natürlich DRITTE WAHL, DER DICKE POLIZIST (mit einer schönen Coverversion von „Sonne und Meer“), DRECK AM STECKEN, NO RESPECT, DIE SCHNITTER (dessen Bandmitglied und Bruder von Sänger Ralf ja ebenfalls vor ein paar Jahren verstorben ist), NORMAHL, SIK, RUBBERSLIME, RASTA KNAST, THE ROSETTES, KOLPORTEURE, CUT MY SKIN, KAPITULATION B.o.N.n. und die BONGHEADS. Ob die Songs jetzt unveröffentlicht sind oder besonders gut, sei an dieser Stelle mal egal. Darauf kommt es hier nicht an. Denn nicht nur, daß mit diesen Sampler noch einmal an den großen Hühnen gedacht wird. Man tut auch Gutes mit dem Kauf dieser CD. Ein Teil des Erlöses geht an die Krebsstiftung, die Menschen hilft, die dasselbe durchmachen müssen wie Busch´n. Gute Reise, Busch´n…

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mieschka | Sa., 11. Feb 2006 | PUNK

Man kann sich ja über den Sinn und Unsinn von Sampler wie diesen streiten. Gleich der Opener, die KLABUSTERBÄREN, unkt mir vor: „…Ich kann, ich will, ich brauche das nicht mehr…“. Bin ich zu alt für so etwas geworden? Vor ein paar Jahren haben mir aber Sampler wie diese ein großes Stück Lebensgefühl mit auf den Weg gegeben. SCHLACHTRUFE BRD, DIE DEUTSCHE PUNKINVASION…und wie sie nicht alle hießen. Aber jetzt?
Nun gut, es wächst ja immer auch eine neue Generation nach und so bin ich mir sicher daß auch dieser Sampler (der übrigens vom Optischen genauso gehalten ist wie die von mir oben angesprochenen Exemplare) sein Klientel finden wird. So lernt man für sich wieder neue Bands kennen und das ist eben richtig gut so. Hier werben für sich die mir jeweils mehr oder minder bekannten KÜCHENSPIONE, ANSICHT X, AUFBRUCH, MOFAGANG, SPEICHELBROISS, KOLLEKTIVER BRECHREIZ, TOTAL KONFUS, KALTE KRIEGER, DIE GEFAHR, ABSTURTZ, STAATPUNKROTT (neue, junge, aufstrebende Band, die mir sehr sehr sehr gut gefällt), ATEMNOT, MÜLLSTATION, ANAÖOHG, ÜBERDOSISNICHTS, HEITER INS VERDERBEN, POLICE SHIT du die eben schon erwähnten KLABUSTERBÄREN. Das Ganze kommt im schönen Digipack daher und bedient natürlich auch manches Klischee eines ordentlichen D-Punk-Samplers, was jetzt aber nicht wirklich böse gemeint ist… ;-) Meine Sache ist es nicht mehr ganz, aber ab und zu wird ich schon mal wieder ein Ohr riskieren und mir noch sicherer ein Konzert der Bands anschauen.

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mieschka | Sa., 11. Feb 2006 | PUNK

Was? In die fünfte Runde geht schon diese „Mutter aller D-Punksampler“, wenn man die „Schlachtrufe BRD“-Reihe mal als Vater der selbigen sieht? Wie die Zeit vergeht… Ja, was soll ich sagen? Hier findet man mal wieder allerlei bekannte und unbekannte Bands, die die Fahne des D-Punks hochhalten, wie es MONTREAL (coole Band, wirklich!) sogar in Worte fassen. Neben sie gesellen sich noch FRUSTKILLER, die nicht mehr existente TERRORGRUPPE, A.C.K., S.I.K., POPPERKLOPPER, OHL, IRRENOFFENSIVE, KAFKAS, KOLPORTEURE, WILDE ZEITEN, BROILERS, LAK, SPEICHELBROISS, DIE SIFFER, WÄRTERS SCHLECHTE, MIMMIS und FREE LIVING INSANITY. Okayes Teil zum Kennenlernen der Bands. Kann man sich geben. Und immer daran denen: „…hast Du keinen Nietengürtel, bist Du NICHTS in Deinem Viertel…“. Und wenn Du diesen Sampler nicht hast, bist Du auch kein echter D-Punk… ;-)

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mieschka | Sa., 11. Feb 2006 | PUNK

„…Es ist schön, ein Punk zu sein, schalalala…“. Sind wir hier beim Fußball? Sorry die Genervtheit. Deutschpunk auf die Dauer ist wohl echt nicht mehr mein Ding. Wenn ich solche Sampler höre, fällt mir aber mal wieder auf, daß im D-Punk wohl doch schon alles gesagt ist und man sich fast nur noch wiederholt. Jaja, ich alter Sack ich…. Naja, verbuchen wir das mal wieder als „Sampler zum Kennenlernen der Bands“… Oder besser noch als „Sampler zum Kennenlernen von NIX-GUT-Bands“… Denn über die Hälfte der Bands hat auf Deutschlands D-PUNK-Label Nr. 1 bereits eine Veröffentlichung zu Stande gebracht. Was jetzt aber nicht als Qualitätsmerkmal anzusehen sein sollte. Wobei diese aber sonst schon durchweg als GUT zu bezeichnen ist. Diesmal dabei: ABSTURTZ, DER DICKE POLIZIST, NI JU SAN, FRUSTKILLER, EX NÖR SÄX, THANNHEISER, DAILY TERROR, ÜBERDOSISNICHTS, ATEMNOT und GAUNERI. Jeweils mit 2 Songs vertreten. Wem´s gefällt, der nehme sich schnell noch eine Flasche Bier, seinen Hund und macht es sich bei Sonnenschein im Park gemütlich…

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mieschka | Sa., 11. Feb 2006 | PUNK

Vor 2 Jahren beim Punk & Disorderly Festival im mittlerweile abgerissenen Casino zu Berlin sah ich LOIKAEMIE das erste Mal und hatte mich wirklich darauf gefreut. Endlich mal eine Oi!-Band aus (Ost)deutschland, die mehr konnte, als nur dumpfe Parolen von sich zu geben und auch mal ein klares Statement gegen braune Hohlköppe abgaben. Unaufgefordert wohlgemerkt. Das allein verdient heutzutage schon ordentlichen Respekt, obwohl das eigentlich selbstverständlich sein sollte...
Bis mir dann aber irgendeine prollige Renee-Tusse absichtlich 3-mal gegen das Schienbein trat (beim „tanzen“) und ich humpelnd das Geschehen aus hinteren Reihen verfolgte. Das hatte mich damals ziemlich geärgert. Aber nun gut, da kann ja die Band nichts für. Tatsächlich habe ich sie sogar noch intensiver verfolgt und freue mich nun, ein Konzert von ihnen anschauen und in der ersten Reihe sein zu können und dabei nicht meine Schienenbeinschoner aus früheren Fußballtagen rauskramen zu müssen. Und wenn ich meinen Fernseher mal nicht gerade dabei habe, dann gibt es eben die beiliegende CD mit fast identischem Inhalt für unterwegs, welche auch soundtechnisch der zum „Album III“ beigelegten Live-CD weit überlegen ist. Klasse, überdurchschnittlicher Oi(Punk), wie er momentan zwar sehr angesagt aber auch schwer zu finden ist. Aus allen Schaffensphasen der Band gibt es Stücke zu hören, die die Themenpalette von „lustig“ bis „ernst“ gut abdecken. Das Ganze ist schon eine Weile draußen, trotzdem möchte ich hier nochmal meine unbedingte Kaufempfehlung zum Ausdruck bringen. Und wer es ganz klassisch mag, für den gibt es die CD (die DVD geht ja wohl schlecht) auch als limitierte Picture-LP zu kaufen. Ja, vor 10 Jahren war das noch ein bisschen mehr verbreitet… Ein schönes Geschenk an sich selbst und die Fans.

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mieschka | Sa., 11. Feb 2006 | DVD

Meine damalige Deutschlehrerin erzählte mir mal von einem Prüfungsthema für eine 3-stündige Klausur, die als Aufgabe nur aus der Frage bestand: „Was ist Kunst?“… Ein pfiffiger Schüler überlegte ca. 10 Minuten, schrieb auf ein Blatt Papier: „Das ist Kunst !“…und fiel durch…
Da sieht man mal wieder, wie oft Kunst ver- und missverstanden wird. Eigentlich wollte ich zu diesem Sampler auch nicht viel mehr schreiben. Aber nun ist es doch schon zu viel geworden, als daß man mir künstlerisches Verhalten anlasten könnte… Nun gut, dafür gibt es aber auch Spezialisten. Zum einen natürlich die göttlichen KASSIERER selbst (die sich nicht scheuen, ihrem eigenen Tribut auch noch zwei eigene, neue, unveröffentlichte Songs beizusteuern) und die auf diesem Sampler enthaltenen Bands. Das sind dann noch die DONOTS, SONDASCHULE, 2 FICKENDE HUNDE (ist klar, wer das ist, oder?), HACK MACK JACKSON, PUNX ARMY, SUSANNA KEYE, KAMPFHUND GALACTICA (geiler Name!!!), ALPHA BOY SCHOOL, MAMBO KURT, GUNTER GABRIEL, SS-KALIERT, BRIGADE S., PURPLE SEX HEADS, F.B.I., LOKALMATADORE, HENNES BENDER (nicht der von FUTURAMA!!!) feat. HEINZ-PETER LENGKEIT, EK 77, TOO STRONG und MATTHIAS SCHAMP. Dabei reicht der musikalische Querschnitt von Punkrock über Hip Hop bis zum XAVIER NAIDOO-ähnlichen R´n´B-Scheiß, wobei das hier wirklich gelungen rüberkommt. Keine Frage, daß dies ein Pflichtkauf ist, oder? Und falls Ihr doch Zweifel haben solltet, werden Euch die mächtigen KASSIERER mit ihren erweiterten Gehirnen schon dazu bewegen.

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mieschka | Sa., 11. Feb 2006 | PUNK

Also wenn ich nach einem Koma mal mit Musik geweckt werden sollte, dann wirklich bitte mit dieser. Schöner, eingängiger Pop mit Frauen- und Männergesang ist das hier, der sogar ein bisschen was Folkmäßiges hat. Andererseits aber auch schön rockt. Es ist bereits das dritte Album der in Münster ansässigen Band. Die Vorgänger sind mir bisher noch nicht in die Hände gefallen. So kann ich nicht wirklich was zur Entwicklung der Band sagen. Aber das wirkt hier schon sehr ausgefeilt, aber auch aus dem Herzen stammend. Wer sich nicht scheut, mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen, kann hier durchaus eine Band für sich entdecken.

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mieschka | Sa., 11. Feb 2006 | ANDERE

Muss ich noch was sagen, über JOEY SHITHEAD (D.O.A.-Frontmann und Punk der ersten Stunde Kanadas) und seinen exquisiten Musikgeschmack? Wieder hat er sich ein Schätzchen aus seiner privaten Plattensammlung gegriffen und wiederveröffentlicht. Ich kann jetzt nicht sagen, ob er das aus purer Liebe zum Punk macht oder weil sich die vorangegangen wiederveröffentlichten Platten (POINTED STICKS, MODERNETTES, RAW POWER und natürlich D.O.A.) so gut verkauften. Fakt ist aber, daß alle Platten, die er nochmal neu rausgebracht hat nicht mehr ohne weiters so einfach erhältlich sind, teils zu horrenden Preisen im Netz kursieren oder einfach nur in Vergessenheit geraten sind. Da tut es doch gut, daß sich Leute darum kümmern und die Sachen (teilweise erstmals auf CD) wiederveröffentlicht und zu vernünftigen Preisen anbieten. So befinden sich auf dieser CD die komplette Discografie der Band - die aus den K-TELs hervorgegangen ist - (3 EP´s & ein Samplertrack) sowie 10 bisher unveröffentlichte Livetracks in guter Qualität. Macht zusammen 22 Songs als Soundtrack für die Reise in die Vergangenheit. Ich bin immer wieder überrascht, wie viel geile Bands es doch damals gab. Dazu auch wieder das hervorragend aufgemachte Booklet. Unglaublich. Wer hier nicht zugreift, ist kein Punk, wenn ich das mal so sagen darf… ;-) Die CD ist übrigens dem im August 2005 verstorbenen Bassisten der Band gewidmet.

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mieschka | Fr., 10. Feb 2006 | PUNK

Da musste ich mich mal kurz von der Promofrau aufklären lassen, was denn bitte ein OST ist. Na? Habt Ihr es gewusst? Das ist Fachchinesisch für OriginalSoundTrack. Es handelt sich also um eine Platte zum Film. Nämlich den gleichnamigen (Western)streifen, bei dem Mr. Nick Cave übrigens selbst Hand anlegte und Regie führte. Ich hab den Film noch nicht gesehen, der läuft jetzt bei uns in Berlin gerade auf der Berlinale, übrigens im Beisein von Herrn Cave persönlich, daher kann ich zum Film selbst nichts sagen. Der Soundtrack alleine klingt so aber sehr mystisch, ruhig und ist definitiv keine Platte, die man so nebenbei hören kann. Da muss man sich schon drauf einlassen. Oder eben den Film kennen. Wer hier Easylisteninghits wie dem mit KYLIE MINOGUE erwartet, wird hier wohl enttäuscht sein. Das ist ganz düsteres, schwermütiges Songmaterial. Solltet Ihr vielleicht erstmal reinhören, oder aber den Film besuchen. Da habe ich wenigstens die leise Ahnung, daß es sich lohnt.

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mieschka | Fr., 10. Feb 2006 | ANDERE

Na endlich. Da isses, das ganze Album der jungen Band aus Hessen. „Wieso Hessen?“ wird da der ein oder andere Fernsehschauende Zuschauer unter Euch fragen… Beim diesjährigen „Bundesraabschen Songcontest“ treten sie doch für Rheinland-Pfalz an… Nun, es verhält sich so, daß Sängerin Katta ursprünglich aus Mainz kommt und der Platz für Hessen schon vergeben war. Clevere Sache. Obwohl mich das Ganze schon einwenig stört, daß sie dort teilnehmen. Denn 200 SACHEN sind eine Klasseband, die ich bei diesem „Künstlerverheizen“ gar nicht sehen will. Bei den Meisten geht das doch nur ins eine Ohr rein und aus dem anderen raus. Aber gut, wenn es der Promotion dient… Dabei zeigten sie schon vor 2 Jahren mit der EP „Gegen die Geduld“, die mir hervorragend gefallen hat, was sie auf dem Kasten haben. Und dass sie auch schon reichlich Erfahrungen in der Vorgängerband I SAW ELVIS (der Name ansich bürgt ja schon für Qualität) sammelten spricht auch für die Band. Es gibt momentan viele Bands mit Frontfrau. 200 Sachen stechen da aber mehr als raus und haben ihre Chance verdient. Wen unter Euch also ein deutschsprachiger „RAMONES meets MARLENE DIETRICH-Mix“ interessiert sollte sich an die Band auch mal auf Albumlänge wagen. Und für alle Fernsehjunkies: Die Band hat weitaus mehr zu bieten als Sex/Sekt zum Frühstück…

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mieschka | Fr., 10. Feb 2006 | PUNK

Urgs, what´s that? Klingt wie eine Mischung aus TOCOTRONIC und CHRISTINA STÜRMER. Letzteres ist auch gar nicht so abwegig, stammt WA:RUM sogar auch aus unserem südlichen Nachbarland, jenseits der Alpen, Österreich. Gesungen wird mal deutsch, mal englisch (klar, Bilingual) und erst das Video auf der CD zum Opener „Sonntaeglich“ zeigt mir, ob da nun Männlein oder Weiblein am Gesang tätig ist. Stinknormaler Emopoprock, der vielleicht BWL-Studenten vom Hocker reißt und bei BLITZ-Beiträgen im Hintergrund läuft. Sonst aber, in meinen Augen, nichts Besonderes.

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mieschka | Do., 09. Feb 2006 | ANDERE

In Zeiten vollkommener Verblödung über Mainstreammedien und subtiler Beeinflussung wollen wir hier mal nicht zurückstecken und Euch mit auf den Weg geben: Hört mehr TV SMITH!!!

Für alle die, die ihn noch nicht kennen (und ihn unfassbarerweise vielleicht noch nie live gesehen haben) kurz zur Erklärung: TV ist ehemaliger Sänger der legendären ADVERTS und treibt schon seit den frühen 80’er Jahren solo sein Unwesen. In dieser Zeit hat er einige Longplayer rausgebracht, die ich als eifriger Sammler im Nachhinein nur mit viel Geduld und dicken Geldbeutel ergattern konnte. Anfang der 90’er kam es dann mit den TOTEN HOSEN zu einer Zusammenarbeit für ihre „Learning English - Lesson 1“ Platte in dessen Folge eine fruchtbare (im musikalischen Sinne) Freundschaft entstand. Diese ging so weit, daß man sich Anfang 2000 dazu entschloss, alte ADVERTS- und TV SMITH-Klassiker, die zum Teil bis dato „nur“ als Akustikversionen existierten, mit einer „richtigen“ Band, also den HOSEN, nochmal neu einzuspielen. Aber auch eine andere Verbindung hat TV, neben vielen vielen Freunden, mit Deutschland. Nämlich die Münchener GlamNewWavePunks von der GARDEN GANG (dessen Frontman PamP übrigens seit den frühen 80’ern Gigs für TV in Deutschland organisiert), die seit ich TV SMITH anfing richtig wahr zu nehmen, fester Bestandteil seiner Solotouren sind. Als Vorband & Backingband, wenn er mal nicht mit seinem Drumcomputer seine Akustiksongs vortrug. Man sollte übrigens nicht meinen, daß TV seine Songs ohne „richtige“ Band im Hintergrund weniger Power besäßen oder der nötige Druck fehlen würde. Leute, die mal ein Konzert von ihm besucht haben, werden mir das sicher bestätigen. Wie oft liefen mir bei seinen Gigs Schauer über meinen Rücken… Vor Freude, Gerührtheit und einfach der Klasse, die seine Songs besitzen. Naja, wie dem auch sei. Diesmal hat er sich wieder eine Band ins Boot geholt. Und - wen wundert’s? - auch den Drummer der HOSEN - VOM RICHIE, der bei einigen Tracks tatkräftig (im Wahrsten Sinne des Wortes) mitwirkt. Alter Freunde vergisst man eben nicht. TV SMITH ist bodenständig und gut. Ob akustisch oder mit Band. Seine Songs besitzen einen hohen Grad an Aktualität und zeichnen wunderschöne Bilder, die auch mal wehtun. Und wem die bisherigen akustischen Alben nicht so sehr gefielen, der sollte hier wenigstens nochmal einen Versuch starten und reinhören. Tja, und zu guter letzt erscheint diese Platte auch noch auf dem Label des alten HOSEN-Drummers-Wölli „Goldene Zeiten“. Es schließen sich hier also so viele Kreise, daß man sich dem eigentlich nur anschließen kann. Musiker macht Platte - Fan kauft Platte. Und diesen Kreislauf sollte man doch nicht durchbrechen.

mieschka | Do., 09. Feb 2006 | PUNK

Hui, ist das wirklich für mich gedacht? Eigentlich würde ich ja Sachen, die aus dem Hause LUCHA AMADA an uns gesandt werden, direkt an Anne oder eine andere kompetente Peson von uns weiterleiten.

Da die sich aber im mit Sicherheit wärmeren Spanien befindet und schwer an sie ranzukommen ist und sonst niemand so richtig Lust hat, sich dieser Truppe aus dem Aragón (das hat nichts mit dem Herrn der Ringe zutun, sondern ist eine unabhängige Provinz innerhalb des spanischen Staates) anzunehmen, werd ich das mal tun. Ehrlich gesagt hatte ich anfangs schon ein wenig Bedenken, da ich mit Annes Musik sonst nicht sooo viel anfangen kann. Das hier aber gefällt mir richtig gut. Sogar verzerrte Gitarren gibt es ab und zu. Dazu noch Bläser und ein paar Folkelemente, so daß mich das ganze manchmal ein wenig an BANDA BASSOTTI aus Italien oder SKA-P und der ganzen (nicht politischen!!!) Unbeschwertheit der Bands Italiens und Spaniens erinnert. Viele Elemente fließen hier rein und Anne würde das bestimmt mit den Worten FUSION beschreiben. Ich würde sagen, das ist geiler Ska-Rock-Reggae, den Fans dieses/dieser Genres bzw. der o.g. Bands mit Sicherheit etwas abgewinnen werden können. Ich finds jedenfalls cool.

mieschka | Do., 09. Feb 2006 | WORLDBEATS

Hmmh, das Cover der Platte sieht cool aus. Die ganze Aufmachung insgesamt sowieso. Und ja, selbst der Bandname klingt cool. Hat so was hardcorelastiges…

Jut, Platte reingelegt und was ist? Emocore! Toll, einer meine „Lieblingsmusikrichtungen“…. Aber ehrlicherweise muss ich gestehen, daß es in diesem Fall wenigstens Guter ist. Die Texte sind ok, die Mucke stimmt und wie es scheint, die Attitüde auch. Klar, könnten böse Zungen jetzt behaupten, daß es sich hierbei um eine alternative Variante zu THE RASMUS oder so handeln könnte. Aber dafür sind sie viel zu unrund. Im positiven Sinne. Mit etwas Glück könnten sie zwar auch bei MTV & Co. landen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das die Band und deren Fans überhaupt wollen. Nee, die Jungs machen ihren Job schon ganz gut. Ist zwar wirklich nicht mein Fall, aber unterstützenswert isses schon.

mieschka | Mi., 08. Feb 2006 | ANDERE

Herzlich Willkommen. Schön, daß sie dran geblieben sind. Es geht weiter mit einer neuen Platte aus unserer beliebten Reihe „Joey Shitheads Lieblingsbands“… Nach den POINTED STICKS und RAW POWER sowie den alten eigenen Platten von D.O.A. holt Joey Shithead, bekanntermaßen Kopf der Hardcorelegende D.O.A., ein weiters Schätzchen aus seinem dunklen, verstaubten Keller. Diesmal sind es die MODERNETTES, die - scheint ein Steckenpferd von Joey zu sein - wiedermal hervorragenden, wunderschönen Poppunk spielen und sich - natürlich - längst aufgelöst haben. Die Band existierte von 1980 bis 1983 und waren sozusagen Weggefährten von D.O.A. in den Anfangstagen. In dieser kurzen Zeit nahmen sie 2 EP´s und eine LP auf. 1994 reformierte sich die Band für einen Gig, einen Benefizgig für einen ihrer ehemaligen Drummer, der vermisst wird. Dieser Gig wurde mitgeschnitten und davon befinden sich 6 Stücke auf dieser CD. Die beiden EP´s sind hier vollständig, teilweise remixed, auf der CD enthalten, die LP ist leider nur mit 3 Songs, wobei einige Stücke auf dieser bereits vorher schon auf der ersten EP veröffentlicht worden sind. Dafür gibt es aber noch ein paar andere, teils unveröffentlichte, Live- und Proberaumaufnahmen, so daß die CD auf stattliche 25 Tracks kommt. Welches aber jetzt die 5 Bonustracks sind und in welchem Zusammenhang sie zu sehen sind - CD vs. LP – Version ??? – weiß ich nicht. Wahrscheinlich sind es die unveröffentlichten Livestücke. Sieht aber gut aus auf der CD und gibt einen kleinen Kaufanreiz… ;-) Nee, mal ehrlich, das Ding könnt Ihr Euch tatsächlich zulegen, wenn Ihr auf den alten, ursprünglichen Sound des NewWavePopPunks wie den der POINTED STICKS, JACK & THE RIPPERS und Co. steht. Zudem ist das Booklet auch schön gemacht und es gibt Linernotes zu jedem Song. Feines Sammlerstück, diese (fast) komplette Discographie. Lohnt sich wirklich und bei mir läuft das Teil übrigens in Dauerrotation…

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mieschka | Mo., 06. Feb 2006 | PUNK

Ja, das ist sie nun also, die Abschieds-EP der FlowerpowerBlockflötenpunks aus Berlin. Schade eigentlich. Ich hab zwar in letzter Zeit ihren Weg nicht mehr sooo mitverfolgt, weil mich die letzten Platten einfach nicht mehr so sehr interessierten, aber wenn eine Band sich auflöst, mit der man gewissermaßen aufgewachsen ist und mit ihr schöne wie auch traurige Stunden verbracht hat, denkt man schon ein bisschen drüber nach, wie alt man doch geworden ist. Naja gut, ich selbst und die Band gehen noch nicht am Krückstock, auch wenn einige meiner „Freunde“ anderes behaupten würden, aber die Zeit vergeht eben. Manchmal ganz schön schnell. Deshalb sollte man sich nicht an Dinge aufhalten, die einen belasten und vielleicht ist es ja für die Jungs und Mädels von Mutabor eben auch ein Stück loslassen. Dessen bin ich mir sogar ganz sicher. So steht es nämlich auch in ihrem, mal wieder spärlichen, Booklet. Aber wer will schon zum Abschluss große Worte verlieren? Lasst uns noch ein letztes Mal singen, tanzen, PFEIFEN. Ausbrechen aus der Schablone. Denn in eine solche ließen sich MUTABOR nie reinpressen, was ihnen sicher nicht nur einmal auch mal zum beinahigen Verhängnis wurde. Man denke nur an die unsagbar feigen und peinlichen Flaschenwürfe beim FORCE ATTACK 2004, dem sie auf dieser Platte sogar noch ein Lied gewidmet haben. Über eben jenen Vorfall. Damit treffen sie zwar nicht ganz den Ton eines großen Literats, taten es andererseits aber auch noch nie und so bleiben sie sich wenigstens auch auf ihrer letzten Platte treu. Als Bühnentechniker und Mitglied der einer Vorband von MUTABOR habe ich zwar auch andere Seiten von MUTABOR kennengelernt. Aber über die Jahre erinnert man sich ja doch nur an das Gute und daher hülle ich darüber mal den undurchsichtigen Mantel des Schweigens… Für die Fans ist die Platte nochmal ein würdiges Abschlussgeschenk. Und wenn es Ende des Jahres dann noch ein letztes Mal heißt: „Es gibt keine Liebe…“, dann ist das SO GEWOLLT. Und das ist auch gut so.

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mieschka | Mo., 06. Feb 2006 | WORLDBEATS

Uppala, was kommt denn hier Schönes reingeschneit? Flotter SKA aus Deutschland! Die genaue Stadt kann ich Euch nicht sagen, da der Link zur Presseinfo auf der sehr schön gestalteten, Flash-animierten Homepage der Band leider nicht funktioniert. Fest steht aber, daß die Band bereits seit 17 Jahren existiert, wenn sie sich da nicht auch auf der Homepage vertan haben. Und entstanden sind sie aus den HATMASTERS, dessen Name mir aber überhaupt nichts sagt. Scheint also doch schon eine Weile her zu sein… Aufgrund des Alters kann man aber annehmen, daß hier absolut keine Anfänger am Werke sind. Und Waltehugo, fürwar, die haben hier was drauf. Auf insgesamt 12 Tracks wird geskankt, getoastet und gerockt, was das Zeug hält. Das ist ein wahrer Jungbrunnen für den Hörer - und für die Band selbst wahrscheinlich auch. Schön, mal was zu entdecken, was nicht von allen Seiten ausgelatscht ist. Und Ihr könnt das auch für Euch tun. Es lohnt sich. Wirklich!

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mieschka | Mo., 06. Feb 2006 | SKA

Neuauflage der bereits 2002 (und mittlerweile längst vergriffenen) LP-Version dieser Compilation. Neudeutsch würde man das wahrscheinlich „OHL - the early days“ nennen. Denn fast alle auf dieser Platte enthaltenen Stücke wurden im Jahre 1981 aufgenommen. Wieviel man damals einfach zu sagen hatte… Solch einen kreativen Output gab es wahrscheinlich nur damals in den frühen Jahren des Punks. Oder bei 16jährigen… Das erstaunt mich immer wieder. Auch wenn heutzutage manches etwas mehr durchdacht ist, übt dieses Ursprüngliche, was direkt aus dem Bauch raus kam, doch immer wieder Faszination auf mich aus. Letztendlich war ich aber nie so der wirkliche OHL-Fan. Die Leverkusener waren mir dann doch zu polarisierend und teilweise zu uneindeutig. Sicher, sie brauchten sich nicht dafür zu rechtfertigen, was sie denken, mir hat das aber doch immer gefehlt. So wird immernoch auf ihrer Homepage im Header extra nochmal auf das Rock-O-Rama hingewiesen, was meiner Meinung nicht sein muss. Den unpolitischen Oi!-Punks von Heute wird’s aber sicher gefallen und anstatt mehrere hundert Euro bei eBay für die Originale auszugeben kann man sich diesen Silberling ruhig zulegen. Wenn man drauf steht…

Web: Band, Label
mieschka | Mo., 06. Feb 2006 | PUNK

Die Info sagt mir: emotionsgeladener, ehrlicher Modernrock. Ach du Scheiße. Wie kann man nur freiwillig so was von sich behaupten? Aber es ist schon halbwegs treffend, auch wenn, wie schon beim Opener erkennbar, man doch auch sehr von Kapellen der „alten Schule“ wie PINK FLOYD und weiteren Rockbands der 70´er beeinflusst ist. Aber es befinden sich auch neue Elemente und Effekte in der Musik der Stuttgarter Band, die ursprünglich mal als Punkband startete und mittlerweile über 250 Konzerte u.a. als Support für DOVER, SAMIAM oder SUCH A SURGE gespielt hat wieder. Die Texte sind persönlich und auch nicht ganz ohne Ecken und Kanten, was mit persönlich sehr gut gefällt. Da merkt man doch noch die Punkrockwurzeln der Band. Hehe. Auch wenn das Ganze, würd ich mal sagen, sowohl im Club als auch beim Stadtfest der Gemeinde nebenan funktionieren würde. Aber das spricht ja auch für Vielfältigkeit. Meine Tasse Tee isses zwar nicht wirklich, für den nicht erwachsen werden wollenden Altrocker und Individualist ist es allerdings durchaus eine Möglichkeit, sich vom gängigen Mainstream abzugrenzen. Test it!

Web: Band
mieschka | Mo., 06. Feb 2006 | ANDERE

Wieder mal eine neue EP der Schweden. Die letzte bekam ich vor ca. einem Jahr in die Hände. Und sie ist wieder mal 5 Tracks lang und besticht durch ihre Kürze. Denn über eine komplette Albumlänge könnte ich mir das wahrscheinlich nicht anhören. Was mir auffällt - sie haben sich weiterentwickelt. Etwas weg vom derzeit immernoch stark angesagten Retrorock und mehr hin zu etwas Eigenständigkeit. Dass man trotzdem manchmal den Eindruck hat, daß die Musiker lieber einen Kiffen würden, als sich ein Gitarrensolo auszudenken, kann ich aber trotzdem nicht leugnen. Und man experimentiert. So gibt es da einen Song, der stark Klavierbetont ist und andererseits auch ein Stück, welches durchaus auf einem Countryfestival laufen könnte. Wer auf solch alten, aber eigenständigen Kram steht, vielleicht sogar noch Biker ist, kann sich ja mal was von den Schweden holen. Ansonsten werdet Ihr den Sound vielleicht irgendwann mal in einer verr(a)uchten Kneipe zu hören bekommen.

Web: Band
mieschka | Mo., 06. Feb 2006 | ANDERE

Nach der LP-Version hier nun der Silberling für alle Digitalpunks… Nun gut, das hat auch was Gutes. Denn immerhin gibt es auf dieser Scheibe hier satte 11 Bonustracks gegenüber der Version im schwarzen Gold. Die Schafe, übrigens eine 100% DIY Band aus Düsseldorf mit ehemaligen Mitgliedern der BULLOCKS usw., möchten diese Platte nicht wirklich als „Best of“ ansehen. Eher als einen Überblick über die gesamten Schaffensphasen der Band in allen (Band)konstellationen… Zudem sind fast alle Songs dieser Zusammenstellung nicht mehr auf Tonträgern erhältlich. Und wenn das nicht schon genug wäre - das Ganze passierte nicht nur einfach so, das hat auch seinen Grund. Denn die Band gibt es nun auch schon 20 Jahre!!! Hut ab, meine Herren! Dafür hätte das Booklet zwar ein bisschen dicker ausfallen können, aber wer will schon große Worte verlieren…!? Ein wichtiges Zeitdokument deutscher Punkgeschichte.

Web: Label
mieschka | Mo., 06. Feb 2006 | PUNK

Der Gärtner der Lüste lädt ein, in seinem Garten zu verweilen und sich den sanften Wogen des Sommers hinzugeben.

Egal ob am Strand auf Ibiza, in einer Bar in Bottrop oder beim Bier in Park in Berlin. Die Wogen der Musik nehmen einen in eine andere Sphäre mit, in der weder Raum noch Zeit existieren und in der Töne und Klänge frei von Schubladen zusammen fließen.

„Funky Plüsch - beyond the moon“ verbindet moderne Beats mit Swing, Funk, House und Chillout, und gibt uns einen Einblick in die umfangreiche Plattensammlung des Gärtners der Lüste. Seit Jahren als Musikredakteur tätig, hat er neben zahlreichen Parties u.a. auch die berühmte Globalista-Partyreihe vom WDR Funkhaus Europa initiiert. Und wie die Parties, so auch die CD. Globale Rhythmen und Plattentellerperlen unterschiedlichster Herkunft und Couleur wurden sorgfältig zusammen gestellt und finden ihre Harmonielinie zwischen Downtempo, soften Beats und speziellen Remixen und Samples.

16 Tracks hat der Gärtner in seinen Garten gebracht und in einem Beatbeet aus funky Plüsch angepflanzt. Neben bekannten Stücken von S-TONE INC. oder BAI KWONG befinden sich unveröffentliche Perlen sowie neue Remixe; so auch der erste Remix des Gärtners selbst, „Wilcats gotta move“. Hier wurde gediggt und gesammelt, bevor das Plüschbeet nach höchster Gartenbaukunst angelegt werden konnte. Denn Abwechslung, Stil und „Global Styles zwischen House und Funky Plüsch“ sind das Motto. Um dem treu zu bleiben, schwingt sich der Gärtner auch gern mal aufs hohe Ross um in fremde Länder und Musikwelten wie Mexiko, Ibiza oder Ungarn zu reiten. Davon profitiert das jeweilige Publikum; denn wer lässt sich nicht gern in Songs aus „Funky Plüsch“ einlullen und von den Songwogen davon tragen?

Meet & Greet at:

Garten der Lüste.

Stand:

„Funky Plüsch“.

www.chinchin-records.com
www.beatsinternational.com

Web:
Anne | Mo., 06. Feb 2006 | WORLDBEATS

Bei den FYREDOGS muss man erstmal das Benzin vom Silberling abwischen, damit das Teil im CD-Player überhaupt seine Runden drehen kann, so sehr riecht das Ganze nach Rock’n’Roll, Frauen, Bier und Autos.

Dicker Eier - Mucke für harte Männer. Und das jetzt auch schon zum vierten Mal (nach 2 10“, einem Demo und diversen Samplerbeiträgen). Genug Spielerfahrung haben sie schon sammeln können bei über 100 Konzerten in 5 Jahren. Daher versteht sich schon fast von selbst, daß hier keine Anfänger am Werk sind. Könnte ohne Probleme auf einem Truckerfest oder Bikertreffen neben AC/DC, MOTÖRHEAD oder PETER PAN SPEEDROCK laufen. Für Fans dieser Band also schon mal interessant. Ins Studio hat man sich aber auch ein paar Szenegrößen geholt. So wollten es sich zum Beispiel Mitglieder von SMOKE BLOW nicht nehmen lassen, auf dieser Platte ihren Beitrag zu leisten. Also, schnell mal in die Garage geflitzt, am 16V Boxermotor rumgeschraubt und diese Platte hier gehört…

mieschka | So., 05. Feb 2006 | PUNK

Erster Teil eine geplanten 3teiligen EP-Reihe der Offbeatrocker aus München.

12 Jahre gibt es die BeNuts jetzt schon. Über 350 gespielte Gigs haben sie auf dem Buckel. Und demnächst geht es auch noch nach Japan!!!! Trotzdem fällt der Name BeNuts, wenn von deutschem Ska geredet wird, äußerst selten. Beziehungsweise gar nicht. Woran liegt das? Vielleicht, weil man mit München alles andere verbindet als schön gespielte, alternative Musik? Vielleicht daran, daß sie gar keinen lupenreinen Ska spielen und ständig offen für Neues sind? So macht man gleich mit dem ersten Stück auf dieser Platte einen kleinen Ausflug in die Countryrichtung. Würde man das dann „Countryska“ nennen??? Sie sitzen und saßen eben immer zwischen den Stühlen. Das mag einem gefallen oder nicht. Sie ziehen auf jeden Fall ihr Ding durch. Und davor ziehe ich meinen nicht vorhandenen PorkPie. Wenn Ihr auch nicht gern auf ausgetretenen Wegen tanzt, könnt Ihr Euch die Platte der PopSka-Band ruhig mal besorgen.

Web: beNuts
mieschka | So., 05. Feb 2006 | SKA

Skandal! Bestechung! Da schicken mir die Jungs (und Mädels) aus dem Aggertal zur CD einfach ein rotes, neues T-Shirt der Band in meiner Größe mit. Wollen sie mich etwa beeinflussen, daß ich eine gute CD-Review schreibe? Pah, wir vom Voice of Culture lassen uns doch nicht kaufen! Obwohl, das Shirt sieht schick aus und viele Leute laufen damit auch noch nicht rum... Schauts Euch doch mal auf der Homepage der Band um. Vielleicht gefällts Euch auch? Nein, mal ehrlich. Das haben sie doch auch gar nicht nötig. Denn auf ihrer zweiten EP haben sie einen Riesenschritt nach vorn gemacht. 5 Songs sind es wieder mal geworden, die durchaus wieder mal den ein oder anderen Hit vorzuweisen haben. Das coole an solch kurzen Platten ist ja, daß sie einem so schnell nicht über werden. Es sei denn, man kann rein gar nichts damit anfangen. Und zur Not kann man sie ja nochmal neu einlegen und von vorn spielen lassen. So brennen sie sich auch einem schneller ins Hirn. Und das geht bei SKASOZIAL ganz flott. Schöner SkaPunk’n’Roll zum Tanzen, Feiern, Singen. Auf Englisch versteht sich. Ich habe immer das Gefühl, daß sich die Bandmitglieder, die teilweise noch in anderen Bands ihr Unwesen treiben, hier so richtig austoben, ausprobieren und Spaß haben. Das macht die Platte auch so unglaublich locker. Da sind keine Zwänge. Und das ist ja für ein entspanntes Album das Wichtigste. Nur das „Delayed“ verstehe ich nicht. Besaßen sie da die weise Voraussicht, wie spät ihre Reviews geschrieben werden? Denn die Platte ist schon Ende letzten Jahres erschienen. Für dieses Jahr hat sich die Band jedenfalls noch viel mehr in Sachen Livekonzerte vorgenommen. So kann es passieren, daß sie demnächst mal bei Euch in der Ecke spielen. Dann geht vorbei, sackt die CD ein und erlebt einen schönen Abend. Ansonsten könnt Ihr Euch die Platte auch über die Homepage der Band ordern.

Web: Skasozial
mieschka | Sa., 04. Feb 2006 | SKA

Gott-Platte! Platte des Monats. Ach was, des Jahres oder besser noch des JAHRHUNDERTS!!!

Abgesehen von den eindeutig wichtigen Aussagen der einzelnen Songs sind die Reimkünste der Jungs Nobelpreisverdächtig. Verdächtig prächtig! Ich meine, wer kann schon PUR auf BLUR reimen? Oder einen Gotthit wie „Born toulouse“ schreiben? Musikalisch wie textlich also aller höchste Qualität!!! Das alle Titel, bis auf den Titelsong schon mal auf einer Platte erschienen sind, würd ich mal sagen, daß es sich hier um eine Art „Best of“ der Band aus Marbach bei Stuttgart handelt. Da will ich gar nicht wissen, wie viele Hits die noch zu bieten haben. Wer den Humor der CHEFDENKER teilen kann und auch sonst nicht zart besaitet ist kann - nein muss! - hier bedenkenlos zugreifen!

mieschka | Sa., 04. Feb 2006 | PUNK

Kennt Ihr es, wie es ist, sich beim ersten Hören in eine Band zu verlieben?

Ganz genau so war es bei mir und den SCOTCH GREENS, eine Band, die sich 1998 in Idaho gründete und erstes Signing überhaupt auf DRT-Records, dem Label von Mike McColgan, ehemaliger Sänger der DROPKICK MURPHYS und jetziger bei den STREET DOGS, ist. Das ging sogar soweit, daß ich mir ihren Vorgänger „Draw““, der in Deutschland nur unter Umständen zu bekommen ist, auch besorgte und mich nun als Fan der Band bezeichnen würde. Die Verbindung zu den DROPKICK MURPHYS, REAL MCKENZIES & Co. kommt übrigens nicht von ungefähr. So würde ich die Musik der SCOTCH GREENS durchaus grob in diese Richtung einschätzen. Es ist zwar viel mehr „American Roots Punkrock“, ruhig auch mal mit Banjo und so. Zum Mittanzen, Rumspringen und Trinken reicht die Mucke aber genauso gut. Apropos Rumspringen… Mit „Rumspringa“ beginnt die Platte auch gleich eindrucksvoll, wobei dieser Ausdruck tatsächlich Sowas wie „Rumspringen“ bedeutet. Ein Slangwort der amerikanischen (Skater)jugend…. Nach diesem Track geht es dann mal persönlich, mal bierselig und mal kritisch weiter. Immer mit einer gewissen Melancholie, aber immer auch mit einem Bier in der Hand. Das macht wirklich Spaß. Findet man auf dem Vorgänger noch einige Instrumentals, sind diese auf diesem Album fast ganz verschwunden. Anders als der Titeltrack „Professional“, der in abgeänderter Form bereits auf eben jenem existierte. Ist mal was anderes und das das Ganze auch live prima funktioniert, bewiesen sie Ende letzten Jahres auf ihrer Tour mit GOGOL BORDELLO und THROW RAG, wo sie mir von allen Bands tatsächlich am Besten gefielen. Wer mehr über die Band wissen möchte, der lese sich doch mal das „Konzertberichtinterview“ auf unserer Homepage durch. Ich kann die Band jedenfalls uneingeschränkt empfehlen…

mieschka | Fr., 03. Feb 2006 | PUNK

Ich weiß gar nicht, warum uns diese CD zugeschickt wurde. So richtig passt das doch gar nicht bei uns rein. Ist halt irgendwie so ein Alternativepop, wie er bei uns in Berlin - Berlin-Mitte von den entsprechenden Juppies gehört wird, die lieber Beck´s statt Berliner trinken und sich absolut trendy fühlen, weil sie hier einen Künstler entdeckt haben, den sonst kaum jemand kennt. Natürlich hat man sich aber vorher bei seinen „Freunden“ rückversichert… Damit tut man den Künstlern natürlich unrecht. Man kann sich ja seine Fans nicht aussuchen und zugegebenermaßen - es sind schöne ruhige Songs. Tolle Melodien. Gut für Stunden zu zweit oder auch allein. Aber das passt hier einfach nicht rein.

Web: Band, Label
mieschka | Mi., 01. Feb 2006 | ANDERE

Juchhu, PamP und seine Mannen sind zurück. Leider schaffte ich es dieses Jahr nicht, ins Wild at Heart zu Berlin zu kommen, wo sie ihren fast alljährlichen Gig mit TV SMITH absolvierten. Aber dafür werde ich wenigstens mit diesem genialen Album entschädigt. Tja, und was soll ich sagen? Es ist nochmal eine 100prozentige Steigerung gegenüber ihrem 2003 erschienenden Debütalbum „Follow the trend“ zu verzeichnen. Wie schaffen die das bloß? Und wie kann diese Münchener Kapelle so einen geilen „Early-80´s“-geprägten New Wave Punk spielen? 10 Hits, 35 Minuten - Vollgas! Einfach klasse. Es fällt mir schwer, meine Begeisterung in Worte zu fassen. Hier stimmt einfach alles. Der Sound ist nicht zu glatt aber auch nicht so rough, daß man meinen könnte, daß es doch direkt aus den 80´ern stammen könnte. Die Lyrics sind aktuell, persönlich und fügen sich wie heiße Butter auf dem Brot ohne Klumpen in die Musik ein und bilden ein völlig rundes Gesamtgefüge, wie ich es lange nicht gehört habe. Verzeiht mir meine Superlative. Aber es ist tatsächlich so. Ob Dein Herz nun noch ein bisschen in den 80´ern hängt, ob Du von allen Retrowellen noch nicht genug hast oder ob Du einfach nur diesen Stil magst und Du seit den frühen NEW WAVE/GLAMROCK Bands nichts mehr vernünftiges gehört hast - Das hier geht einfach überall. Im Club, zu Hause, im Auto. Hier habt Ihr keine Wahl. ZULEGEN!!!! BITTE!!!

Web: Band, Label
mieschka | Di., 31. Jan 2006 | PUNK

Ich hatte anfangs ein wenig Bedenken, ob sich meine „Metal-Heroren“ mit diesem Albumtitel nicht ein bisschen übernommen haben… Zu sehr stufe ich die ersten beiden „Keepers“-Platten in die Kategorie ungeschlagene Metal-Klassiker der 80´er Jahre ein. Wie oft habe ich die beiden Vinyl(!)platten damals nur gehört? Ich weiß es nicht. Ich kanns nicht zählen…. Ich habe dann irgendwann aufgehört, mir HELLOWEEN-Platten zu kaufen. Mit dem Weggang von Kai Hansen und Michael Kiske und später auch Ingo Schwichtenberg - das hatte nicht wirklich mehr was mit meinen geliebten Kürbisköpfen zu tun. Gerade der Sänger ist ja ein wichtiger Teil einer Band und für mich hatte das einfach nicht mehr funktioniert. Nun bekam ich eben ende letzten Jahres dieses Doppelalbum zugeschickt und ich traute mich erst gar nicht, es in den CD-Player zu schieben. Glücklicherweise tat ich es dann aber doch. Und es war wie eine Reise zurück in die Vergangenheit. Wie ich damals vor dem Spiegel meine ersten Luftgitarrenversuche unternahm und den Kopf dazu mit viel zu kurzen Haaren im Kreis schwang. Man, fühlte ich mich gut… Und jetzt eben diese beiden Scheibchen…. Wie damals ist da zuerst das schwermütige Instrumental und dann geht sie los, die Powermetalattacke vor dem Herren. Melodisch mit teils Texten, aber immer mit einem Augenzwinkern versehen, hatte ich das Gefühl, daß zwischen all den Jahren, seit Anfang der 90´er keine Zeit vergangen ist. Anfang Januar kamen sie dann sogar auch auf Tour. Und ja - ich war beim Livekonzert!!!! Einmal hatte ich sie bereits verpasst. Aber jetzt war die Zeit reif. Das war für mich zwar schön, hatte aber trotzdem seine Schwächen, auf welche ich hier jetzt hier nicht weiter eingehen will. Es geht ja um die Platte. Aber da habe ich dann gemerkt, daß die neuen Songs auch live funktionieren. Und das macht ja eine gute Platte auch aus. Und als sie dort ein Medley spielten wurde mir klar daß sie das in ähnlicher Form auch auf der aktuellen Platte haben. So finden sich zum Beispiel auch Elemente aus der „Pink bubbles go Ape“-Zeit, insbesondere auf der zweiten CD, wieder. Nein, das war schön und ich konnte mir eine kleine Träne im Knopfloch nicht verkneifen. Vielleicht hätte man noch eine bessere Songauswahl treffen können und die dann auf eine CD gepackt. Dann wäre ein neuer Klassiker geboren. Aber auch so kann ich vom Herz aussagen, sie haben sich noch mal aufgerappelt und ein Klasse-Album abgeliefert. Totgesagte leben länger. Aaah - it´s HELLOWEEN – tonight!!!!

Web: Band, Label
mieschka | Di., 31. Jan 2006 | ANDERE

I am hungry - Ich bin Ungar… Sagte OTTO mal aberwitzigerweise auf einem seiner Tonträger. Tatsächlich ist HUNGRY aber flott gespielter Punkrock aus dem Saarland. Und sollte es doch ein Land sein, welches man mit HUNGRY in Verbindung bringen könnte, dann müsste das in diesem Falle Italien sein. Denn die Jungs scheinen für das Land der Pasta und Pizza eine besondere Vorliebe zu haben, da man sogar den ein oder anderen Song auf dieser Platte, ihrem 10 Track starken Debütalbum, in dieser Sprache singt. Sonst setzt man aber auf Englisch, obwohl es mich nicht wundern würde, wenn sie aufgrund der räumlichen Nähe sogar en paar Brocken Französisch sprechen könnten. Egal. Die Platte macht Spaß und merkt der relativ jungen(?) Combo wirklich ihren selbigen an. Da scheint sich ja jetzt wirklich was zu bewegen. Erst PASCOW und jetzt HUNGRY. Ich wage mal zu behaupten: Das Saarland rockt. Und es rockt gut. Die Stimme hier ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Hat aber was und steht durchaus für einen gewissen Wiedererkennungswert. Kann man wirklich mal reinhören, wenn Ihr auf coolen Punkrock mit leichtem Streetpunkeinschlag steht.

Web: Band, Label
mieschka | Di., 31. Jan 2006 | PUNK

Neue Band auf FAT mit klassischer Rockbesetzung (Schlagzeug, Gitarre (+ Gesang) und Bass aus Philadelphia mit ehemaligen Mitgliedern von KID DYNAMITE, TRIAL BY FIRE und THE CURSE. Es ist das Debütalbum der Band, die sich im Jahre 2003 gründete und bereits eine EP veröffentlicht hat. Klingt alles sehr poppig und erinnert teilweise HOT WATER MUSIC und Co. Dennoch wird an einigen Stellen die Power nicht vergessen und kräftige Arschtritte verteilt. Rein musikalisch gesehen, natürlich. Wobei das eine das andere ja nicht unbedingt ausschließen muss. Fetzt schon und der Bär groovt. Mir fehlt nur ein bisschen die Einzigartigkeit. Ein Punkt, wo man sich reiben kann. Was die Sache Besonders macht. So reiht sie sich die Band und die Platte nahtlos in das eher bekannte FAT-Programm ein. Was nicht schlecht ist und immer für Qualität bürgt. Daher können auch all die zugreifen, die sich voll und ganz mit den üblichen FAT-Bands identifizieren können. Ansonsten isses für mich aber nichts Besonderes.

Web: Band, Label
mieschka | Di., 31. Jan 2006 | PUNK

Ich liebe es… Das Livealbum „Nach uns die Sintflut“ der göttlichen ÄRZTE. Es hat damals Maßstäbe gesetzt. Die Songs und die Platte kennt fast jeder. Und gerade weil es so ein Klassiker ist, muss ich leider viele Liveplatten und gerade jetzt die des „FU-Fighters“ damit vergleichen. Sorry. Schon die 2. Liveplatte der ÄRZTE konnte mich nicht mehr ganz begeistern. Viel zu viel verband man einfach mit der 1988 erschienende 3-fach Live LP… Und nun kommt eben dieses des FURT´s daher. Sicher, es ist eigentlich eine Band, die man ganz losgelöst von den ÄRZTEN betrachten SOLLTE. Aber mal ehrlich - so richtig kann das doch keiner, oder? Aber der Herr Urlaub und sein Team machen das gut. Anfangs, beim ersten Hören, dachte ich noch, die Chöre sind etwas schief. Aber vielleicht war das auch nur der erste Eindruck oder vielleicht sind sie es auch. Aber jetzt geht es jedenfalls. Und es stimmt mich ein wenig versöhnlich, daß ich nun die Songs live mit guter Akustik hören kann, als ich es letztes Jahr im Juni in der Arena zu Berlin tat. So eine miese Akustik dort. So eine beschissene Sicht. Da hab ich es mir jetzt echt verkniffen, mir dieses Jahr eine Karte für die diesjährige Tour zu holen, aus Angst, daß das Konzert WIEDER in die Arena verlegt wird. Nee, da muss ich sagen, diese CD höre ich mir dann lieber an. Zumal die Songauswahl wirklich grandios ist. Fast alle meiner persönlichen Favoriten sind drauf - und das was nicht Platz gefunden hat, hat es wenigstens auf die (erste) Singleauskopplung geschafft. Vielleicht gibt es ja auch nochmal eine Zweite. Überhaupt ist die CD mit fast 90 Minuten randvoll und bietet somit ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Daher gilt es nicht lange zu zögern und das Teil zu kaufen. Für den, der FU mag sowieso und für die, die mal ein Ohr riskieren wollen, auch, denn es ist schon eine Art erstes „Best of“. Und da sie ja jetzt eine „wirkliche Band“ geworden sind, bin ich mal gespannt, was in Zukunft noch so kommt. Zur Überbrückung bis zur Tour im Herbst reicht es aber allemal. Wenn sie in „vernünftigen“ Clubs stattfindet.

Web: Band
mieschka | Mo., 30. Jan 2006 | PUNK

Die erste (und vielleicht einzige) Singleauskopplung aus dem neuen FU-Livealbum of Death… Zum Song selbst muss ich sagen, daß er mich live mehr als zu begeistern verstanden hatte und ich mir nie hätte träumen lassen, daß genau dieser als Single veröffentlicht wird. Großartige Sache und vor allem auch deshalb cool, weil er als Studioversion vielleicht wirklich nicht so viel getaugt hätte. Also das schon mal ein Grund zum Kauf, wenn man eines seiner Konzerte der letztjährigen Tour besucht hat. Kaufgrund für alle die, die kein Konzert besucht haben und daß wir diese Single hier überhaupt besprechen (normalerweise machen wir das ja nämlich selten), sind die - wie bei FU und DÄ üblich - B-Seiten, die gar nicht auf dem eigentlichen Album drauf sind. Was ich jedes Mal geil finde und den meisten Fällen auch immer wirkliche Perlen hervorgebracht hat. Das mag Marketingstrategie sein oder aber auch ehrliche Liebe zu den Fans. Denn auf das fast 90minütige, randvolle Livealbum hätte nun wirklich kein Song mehr Platz gehabt. Das sind in diesem Fall jedenfalls zwei weitere Livesongs, das (geniale) Tourintro und das Video zu „Zehn“ selbst. Summasumarum die perfekte Ergänzung zum eigentlichen Album bzw. umgekehrt.

Web: Band, Label
mieschka | Mo., 30. Jan 2006 | PUNK

Na wenn das mal nicht eine schöne Compilation ist!

Ein chilliger, leichter Mix aus Reggae, Funk, Jazz, Experimental und Ambient der zum gemütlichen zu Hause sitzen und Buchlesen einlädt, oder auch im Cafe einen Kaffee zu schlürfen. Deswegen auch der Name „Miedzy Nami Café“.

„Miedzy Nami“ bedeutet „unter uns“ - denn als eine Gruppe von polnischen Freunden ganz unter sich war, ist die Idee zu „Miedzy Nami“ entstanden. Eine Idee die Erfolg hatte. Mittlerweile ist das „Miedzy Nami“ zu einem der angesagtesten Clubs und Künstlertreffs in Polens Kulturmetropole Warschau avanciert, der weit mehr als nur gute Musik bietet. Zum Gesamtkonzept gehört eine Galerie, eine Zeitschrift, die sich ausschließlich der Fotografie widmet, ein neuer Club in Berlin und eine Stiftung, deren Ziel es ist, die polnische Kunst und Kultur zu unterstützen.

Die aktuelle Compilation, bereist die vierte Veröffentlichung unter dem Titel „Miedzy Nami Café“, allerdings erst die erste auf dem europäischen Markt, enthält ausgewählte Stücke und Remixe der THIEVERY CORPORATION, MICATONE, ONE SELF, HERBALISER feat. JEAN GRAE, HANDSOME BOY MODELLING SCHOOL, TOSCA u.v.m. Der perfekte Soundtrack zum Club, eine Fusion verschiedener Klänge passend zum „polish-fusion-food“, dass im „Miedzy Nami“ serviert wird.

Zwei Clubs, ein Konzept. Oder auch ein kleines Stück Berlin in Warschau und eine kleines Stück Warschau in Berlin.

MIEDZY NAMI

CAFÉ.

Unter uns im Café.

www.audiopharm.com
www.miedzynamicafe.com
www.beatsinternational.com

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Anne | Mo., 30. Jan 2006 | ANDERE

Mmmh, wenn ich mir mal mein momentanes Schlafdefizit genauer betrachte, würde ich eher sagen, daß der Schlaf mein Freund ist, den ich viel zu selten sehe. Aber jammern hilft nicht und außerdem gibt es da ja eben den Herrn JONES, der mir, jetzt so spät wie ich hier sitze, den Schlaf in angenehmen Maße raubt. Also Mr. JONES scheint wirklich nicht so viel zu schlafen. Mir kommt es wie gestern vor, dass die ersten beiden Alben der Kanadier erschienen sind und mich gleichermaßen beeindruckten wie zu Hüpforgien in meinem Zimmer bewegten. Und dann war da ja noch die „Spoken Word“-Performances mit gleichnamiger CD-Produktion. Wieviel Outputs würden wir wohl von ihnen kriegen, wenn er tatsächlich kaum schlafen müsste??? Mmmh, warten wir´s ab. Momentan reicht mir das neueste Werk aber vollkommen aus. Denn hier gibt es wieder die geballte Ladung Groove-Rock, den man zusammen mit einem Bier oder einem Kaffe braucht, um die Zeit bis zu nächsten Morgen zu überstehen, während alles schon wieder in ihren Kojen vom großen Rock´n´Roll Leben träumen. DANKO JONES dagegen leben ihre Träume und die merkt man jedem der insgesamt 11 AC/DC-NORTHERN SOUL und ROCK´n´ROLL beeinflussten Tracks an. Die sind besser als jedes Red Bull oder sonstigem Schwachsinn. Also holt Euch diesen Wachmacher. Der lohnt sich wirklich und muß nur einmal gekauft werden.

Web: Band, Label
mieschka | So., 29. Jan 2006 | PUNK

Schon wieder eine neue Veröffentlichung vom Gan-Shin-Label, welches sich auf die Fahnen geschrieben hat guten japanischen Rock hierzulande unter die Leute zu bringen. Was dabei rauskommt ist schon immer recht interessant und mir macht es persönlich sehr vlie Spaß, mal zu hören, was die da „drüben“ so fabrizieren. Ich meine, da kann jeder Pissband kommen und in Japan spielen. Die werden dort immer abgefeiert. Warum machen die das nicht auch bei ihren eigenen „Undergroundbands“. Hmmh, man hat wohl immer eine Vorliebe für „Exoten“ und Musik wo man das Gefühl hat, diese als erstes für sich entdeckt zu haben. Etwas, was (noch) nicht Mainstream ist. Den meisten von uns Lesern hier jedenfalls, oder? Diese Band hier hat jedenfalls durchaus das Potential hier etwas bekannter zu werden. Denn die Vorliebe für das Land der aufgehenden Sonne besteht ja nicht erst seit TOKIO HOTEL, obwohl das hier herzlich wenig mit dieser Clonband zutun hat. Nein, das hier ist echter, handgemachter, melodischer Rock, den ich, verzeiht mir das Namedropping, irgendwo zwischen HIM, KORN und HELLOWEEN ansiedeln würde. Krachig mit vereinzelten Elektroelementen. Großartig. Kann ich mir eine bombastische Liveshow dazu vorstellen… Komische Mischung meinst Du? Mag sein, aber das macht ja Besondere Musik auch aus, oder? Und das hier hat was.

Web: Band
mieschka | So., 29. Jan 2006 | ANDERE

Also ich ziehe ja meinen Hut vor Leuten, die neben dem Schwingen der Drumsticks gleichzeitig den Hauptgesang übernehmen. Das ist live immer eine komische, ungewohnte Situation, in der selten der Funke so richtig überspringt. So war es bei mir jedenfalls immer der Fall. Ich finde, man braucht schon immer eine Bezugsperson in der Front der Band. Ja, eben einen Frontmann… Aber gut, hier liegt jetzt die CD im Player und man kann sich das wenigstens vorstellen. Auch wenn mir die Presseinfo sagt, daß die aus Worchester stammende Band (kommt da eigentlich auch die bekannte Sauce her?!? - Anm. d. A.) einen Ohrwurm nach dem anderen produziert, ist mir das irgendwie zu glatt. Ich will ihnen jetzt nicht vorwerfen, daß sie mit dieser Musik auf die MTVIVA-Generation abzielen, möglich ist das natürlich schon, mir ist das aber zu piepsig (Gesang) und zu zuckersüß. Was allerdings auch daran liegen könnte, daß die Bandmitglieder auch gerade mal alle erst um die 19 Jahre alt sind- Aber da stößt nichts bitter auf. Es gibt keine Reibepunkte. Und da gibt es schon 1000e Bands und Platten, bei denen das auch der Fall ist. So ist es eben schwierig, sich etwas herauszuziehen, was hängen bleiben könnte. Ist nicht unbedingt eine Platte für die Tonne. Aber ich bezweifle, daß ich mich in einem halben Jahr noch an die Band und die Platte erinnern werde.

Web: Band, Label
mieschka | So., 29. Jan 2006 | ANDERE

Ziemlich infantiler Humor (?!), der mir da unterlegt mit Punkrockmucke in die Ohren dröhnt. Also mal ehrlich Leute. Ich will nicht Spielverderber sein, aber das ist mit Abstand das Grottigste, was ich seit langem gehört habe. Anfangs konnte mir das noch ein müdes Lächeln abgewinnen. Dies wich jedoch schnell zu einem fassungslosen Kopfschütteln. Ich frage mich sogar, ob Fans der KASSIERER oder der LOKALMATADORE mit diesem Unsinn etwas anfangen können. Denn die Kapellen besitzen wenigstens noch eine Art Stil und werden zu Recht als Vorreiter des „Asi-Punkrock“-Genres abgefeiert. Das hier jedoch klingt eher wie „Gewollt-und-nicht-gekonnt“. Nein, das ist sogar richtig schlecht. Da hilft es auch nicht, daß KASSIERER-Wölfi einmal selbst zum Mikro greift, ein LOKALMATADORE-Song auf schlesisch(!) und ein FUNNY VAN DANNEN Song gecovert wird. Letzteren finde ich übrigens auch nur mäßig witzig, wie seine letzten Kollaborationen mit den TOTEN HOSEN ebenfalls beweisen. Trotzdem wird die Band wohl leider auch ihre Anhänger finden. Leider - weil man den Eindruck bekommt, daß deutschsprachiger Punkrock aus dem Ruhrpott immer nur assig rüberkommen muss. Schade. Wieviel Ironie in dem Ganzen steckt, mag ich nicht beurteilen. Da kann man sich auf der Homepage der Band ja mal genauer informieren. Falls ich aber doch falsch liege - Zur Not macht ja aber auch so ein verhaltenes Review noch genug Werbung für diese Combo. Aber ich bin raus, für mich ist das nichts. Dann doch lieber eine der o.g. Kapellen.

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mieschka | Fr., 27. Jan 2006 | PUNK

Heyheyhey, die Bezeichnung „Asis mit Niveau“ ist aber geklaut… Allerdings machen die COCKBIRDS aus Berlin saugeile Mucke. Und daher sei ihnen verziehen. Namedropping gibt es bei mir, wie gewohnt, nicht. Trotzdem spiel(t)en fast alle Mitglieder der Band bereits in mehr oder weniger bekannten Kapellen der Berliner Musikgeschichte. Und auch die Gastmusiker können sich sehen lassen. Generell aber mal zur CD. Man singt zwar auf Deutsch. Mit ursprünglichem und oft verhöhntem Deutschpunk hat das hier aber herzlich wenig zu tun. Ich möchte mich eher auf die Bezeichnung NBP festlegen. NEUER BERLIN PUNK. Elvis ist sehr wichtig, laute Musik sowieso und die Besinnung auf Berlin erst recht. Ja, Text und Musik spiegeln schon relativ gut den momentanen „Way of Life“ der gesetzten Berliner Punkrockszene wider. Oder ist es doch generell Deutschland? So erinnert mich alles (auch wieder Text und Musik) ein wenig an TREND, der Dienstleistung aus Mainz. Wobei ich aber keinem vorwerfen möchte vom anderen abgeguckt zu haben. Freunde dieser Band können aber auch hier beherzt zugreifen. Soviel ist schon mal sicher. ROCKiger Punkrock, bis die Schwarte kracht. Einfach auf den Punkt gebracht. Sagen wir es mal so, diese CD sollten sich alle Leute zulegen, die gerade eine Diplomarbeit über neuere Punkrockgeschichte schreiben, Beck´s lieber als Sternburg trinken und einfach mal abhotten wollen. Leck mich am Arsch - Das ist passiert, Herr Nachbar. Verwirrend? Gut, das ist die Platte manchmal auch. Aber scheiß drauf. Hör mal rein…
Danke, Punkrock...

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mieschka | Fr., 27. Jan 2006 | PUNK

Reggae aus Frankreich. Dabei vermischen die Herrschaften aus St.Etienne allerlei Musikstile, neben Dub und Ragga finden sich auch Anleihen an orientalischen Musikrichtungen.

Dabei bleiben sie aber immer ziemlich groovy und knallen einem auf französisch, englisch und kabylisch (Berbersprache Algeriens) die Texte ans Ohr. Sehr mitreißend und gar nicht so Teetrinker-Öko, wie es gerade klingt, sondern eine gelungene Mischung aus Westlicher Musik mit orientalischen Einflüssen. Dabei bleiben sie immer clubtauglich.
Natürlich kommt sowas nicht von ungefähr, Samy Clayton, seines Zeichens Produzent von Größen wie: Skatalites, Ziggy Marley, Toots & the Maytals, Desmond Dekker etc..) hatte seine Finger an den Reglern. Gastsänger sind: David Hinds, Omar Perry und Lyricson.

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matthias | Do., 26. Jan 2006 | WORLDBEATS

Ganz im Stile einer alten 78rpm-Schellack-Schallplatte kommen das Logo und die Platte dieser österreichischen Band daher. Ist zwar nicht ganz das, was ich sonst so höre. Aber Gefallen kann ich daran schon finden. Klingt wie ein Mix aus 30´er Jahre-Musik (und Text) mit den (elektronischen) Elementen der heutigen Zeit. Macht Spaß. Und diese Experimentierfreudigkeit erinnert mich an einen guten österreichischen Zeitgenossen, der auch den ein oder anderen Hit hatte. FALCO… Kann mir gut vorstellen, daß dieser, schön mit Plattenknistern unterlegte, Stil in Clubs funktioniert. Mal abwarten. Interessant isses aber auf alle Fälle.

Web: Band
mieschka | Fr., 20. Jan 2006 | ANDERE

Wer nach grandioser globaler Chill und zugleich Partymucke sucht, ist hier genau richtig.

Glyn „Bigga“ Bush war Anfang der Neunziger bei den Rockers Hi Fi tätig und hat seitdem nur ein Motto: Globale Grooves und Elektronik aus aller Welt um die ganze Welt zu tragen. Mit „Sound Sensation“ präsentiert er nunmehr sein zweites Album, nachdem 2004 sein Album „BiggaBush Free“ viele Liebhaber des eklektischen Sounds rund um die Erde angezogen hat. Nach dem Ende Rockers Hi-Fi´s trat er zunächst als Lightning Head in Erscheinung, bis er seinen Namen änderte und nun als „Biggabush“ die Plattenteller dreht.

Von seiner Homebase England aus begibt er sich auf seine musikalischen Forschungsreisen und sucht unentwegt nach neuen und raren Tracks aus aller Welt. Sein Augenmerk liegt dabei besonders auf afrikanischen, lateinamerikanischen, Funk, Ragga und Dub Beats, wodurch seine DJ-Sets erst ihren speziellen Touch bekommen. Von Funk zu Ragga zu brasilianischen Großorchestern und wieder zurück zu Englischen Lokallegenden legt der Mann alles auf, was er ausgraben kann. Nicht zuletzt auch eine Menge unveröffentlichter CD-R Tracks, mit denen er sein Publikum immer wieder überraschen kann.

BiggaBush ist Groove, Party, Leben, Global Beat Fusion – oder kurz gesagt:

A „Sound Sensation“.

www.biggabush.co.uk
www.stereodeluxe.com
www.beatsinternational.com

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Anne | Mo., 16. Jan 2006 | WORLDBEATS

Die halbe Welt ist im Yogawahn, in England tobt der Asian Underground und die Brücke zwischen der fernöstlichen und der westlichen Welt ist mal wieder – wie so oft – die Musik.

Kein Wunder also, dass uns nun die Stimme eines in England lebenden Tamilen aus Sri Lanka erreicht, der noch dazu „Yoga“ von seinen Freunden genannt wird.

Wie auch Yoga an sich, vermittelt die Musik von MANICKHAM YOGESWARAN eine innere Ausgeglichenheit, Ruhe und Zentriertheit auf das Wesentliche. Und wie auch die indische Weisheit über die Ganzheitlichkeit des Körpers und des Universums, hat auch „Yogas“ Musik bereits die halbe Welt bereist. Als erster Tamile hat er in einer größeren Hollywood-Produktion wie in Stanley Kubrick´s „Eyes Wide Shut“ oder Spike Lee´s „25th Hour“ gesungen und pendelte mit Kollegen zwischen Europa und Asien. War er in den 90ern noch hauptsächlich mit der Worldbeat-Fraktion den DISSIDENTEN unterwegs, tourt er jetzt extensiv mit dem 18-köpfigen Vokal-Ensemble THE SHOUT. Nebenbei vertont er als Soundtrack-Sänger tamilische Filme und schreibt für internationale Dance Companies die Musik.

Nun erscheint auch sein erstes Album: „Peace For Paradise“. Eine Zusammenstellung aus karnatischer Musik Südindiens in Sanskrit und Englisch, gepaart mit westlicher Elektronik. Ein Album dessen Titel für sich spricht die auf die Erhaltung seines Geburtsorts Sri Lanka bezogen ist. Zeitweise erinnert es an indische Meditations-Musik, dann folgen wieder treibende elektronische Bässe und Soundelemente, die das Ganze in die westliche Hemisphäre empor heben und zu eine neuen Fusion werden lassen. Fünf Jahre hat YOGESWARAN zusammen mit Gastmusikern an dem Album gearbeitet.

Kurz vor der Fertigstellung brachte der Tsunami Tod und Obdachlosigkeit über weite Teile Asiens. Als direkte Reaktion entstand der Song „Life goes on“, der auch von UNICEF für die Spendensammlung eingesetzt wird. Es wird aber auch direkt gespendet: Mitdem Erlös des CD_verkaufs richtet YOGESWARAN einen Hilfsfonds für die Opfer ein, der von ihm persönlich überwacht wird.

www.peacelounge.com
www.beatscience.org
www.yogeswaran.com

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Anne | Do., 12. Jan 2006 | WORLDBEATS

Die Herren Engländern haben es mal wieder geschafft. Während sich hier zu Lande die 1000ste Oi!Punk Gegrölle Band gründet und bei der dritten Platte die weite Welt der "Ich beherrsche mein Instrument!" Universen für sich entdeckt, liefert Suicide Bid, mal soeben gute Texte mit dubby-punkrock Mukke. Ah, schön - ernste Themen auf na Welle guter Musik geliefert. Allerdings ist das LineUp auch kein Unbelecktes - rekrutiert wurde das Kollektiv aus so namhaften Kapelle wie:
The Filaments, King Prawn, Operation Nailbomb, Deathskulls uvm.
Und irgendwie liebe ich ja nen geflegten English-WorkingClass Akzent. Das klingt für mich einfach glaubwürdiger. Wer also Englischen Punk und Ska mag und nicht nur auf Oldschool abfährt, sollte sich mal diese Platte zu Gemüte führen. Veröffentlicht wurde das Ganze auf Houshold Name Rec.

matthias | Fr., 06. Jan 2006 | PUNK

2005

Die Sonne ist eine Antwort auf alle geschichtlichen Dilemmas!

Boris Kovac ist ein Multitalent aus multikulturellem Ambiente. Denn Boris Kovač kommt aus Novi Sad, der Hauptstadt des multiethnischen Vojvodina im Pannonischen Becken Serbiens in Ex-Jugoslawien. Wo Menschen aus zwanzig verschiedenen Nationen zusammen leben, bildet sich schnell ein Pool aus verschiedenen Lebensarten, Musikstilen und Einflüssen. Einflüsse und Sounds, die sich in Boris Kovač´s Musik widerspiegeln und das Fundament seiner Musik bilden.
Pannonien ist geprägt durch das partnerschaftliche Nebeneinander von Immigranten aus dem Mittelmeerraum bis hin zur Ostseeküste. Über Jahre hinweg hat sich Boris Kovač die unterschiedlichen Stile seiner Nachbarn angeeignet, welche sich in einem vielfältigen Spektrum seiner künstlerischen Tätigkeit zeigen. Seine Musik weist rumänische, serbische und ungarische Wurzeln auf; 1982 gründete er das Ritual Nova Ensemble, eine Gruppe aus Musikern, Schauspielern, Tänzern und Akrobaten. Nebenbei schreibt er Musik für Kammerensembles und leitet seit 1989 das Chamber Theatre of Music OGLEDALO, die Academy of Fine Skills und „La Danza Acopalypsa Balcanica“ mit dem LADAABA Orchest.

„World After History“ ist ein Stück Kulturgeschichte und ein Schritt nach vorn, weg von den schmerzvollen Ereignissen, die sich in den letzten Jahren im Balkan ereignet haben. Denn wie schon Albert Camus meinte: „Die Sonne ist die Antwort auf alle historischen Dilemmas“. Ein Katalysator, mit dessen Wärme die Wunden der Zeit heilen und welcher gleichzeitig die Menschen gelassen werden lässt. Zurück von seinen Reisen durch Italien, Österreich, Kanada und Slowenien verbindet Kovac mit LA CAMPANELLA nun traditionelle Folklore mit zeitgenössischen Strömungen und entwirft somit ein Klangbild, dass sich aus Jazz, Klassik, Folk und unzähligen weiteren Genres zusammen setzt. Ein Trip durch Pannoniens (Musik)Landschaft begleitet von einem Hauch mediterranen Flairs und einem Mix aus Melancholie, Freude, romantischem Enthusiasmus und nostalgischer „Tristeza“.

„World After History“.

www.piranha.de

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Anne | Di., 27. Dez 2005 | WORLDBEATS

Ein musikalisches Feuerwerk, berstende Klangwelten, Anarchie, Nostalgie, East meets West, die raue Energie des Balkans auf einem Kreuzzug durch die MusikWelt – FANFARE CIOCARLIA.

Seit zehn Jahren wirbeln die „Speed Demons of Gypsy Brass“ nun schon den Staub auf den Brettern dieser Welt auf und ziehen jedes Mal mehr Leute in ihren Bann. Denn die Musik von FANFARA CIOCARLIA klingt wild und nach Abenteuer, nach Wild West mit wehenden Fahnen und Fanfaren – weil sie schlicht und einfach ausdrückt, wie die Band lebt. Ein Haufen osteuropäischer Nomaden auf der Durchreise durch die westliche Welt. Ein musikalischer Sog, der einen einsaugt, mitreißt, und den Spirit der weiten Welt auf klangvolle Art und Weise wiedergibt.
Ein Gipsyfest. Eine Hochzeit der Töne. Ein Reigen. Traditionelle Balkan-Brachialkunst in unseren Pop-verwöhnten Ohren. Vielleicht ein Unterton von Jazz, der vielleicht von den Urgroßvätern von FANFARE aus der amerikanischen Diaspora mitgeprägt wurde. Wer weiß das schon? „Gili Garabdi – Ancient Secrets of Gypsy Brass“ lässt den Geist der Vorväter wieder aufleben und gibt der Musik ihre ursprüngliche Magie zurück. Ein Meisterwerk seiner Klasse.

www.asphalt-tango.de

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Anne | Di., 27. Dez 2005 | WORLDBEATS

Was passiert wenn eine Horde osteuropäischer Punks in eine amerikanische Bar kommt und ihre Instrumente auspackt? Im Falle von GOGOL BORDELLO krempeln sie die Hütte mit großer Sicherheit komplett um,...

...hinterlassen Unmengen an leeren Bier- und Whisky-Flaschen und wenig Ganzes, sowie begeisterte als auch erschreckte Gesichter.
Wie dem auch sei: Was kann man anderes von einer Band erwarten, die aus einem ukrainischen Sänger, einem russischen Violinisten, einem israelischen Gitarristen, einem kalifornischen Schlagzeuger und einem russischen Akkordeonspieler besteht? Eine stark ausgeprägte Punkattitüde und eine große Begeisterung für traditionelle Rhythmik mit erhöhtem Speed auf jeden Fall. Denn GOGOL BORDELLO machen vor nichts halt.

Das „New York Gypsy Punk Cabaret“ klingt gleichzeitig nach jüdischer Hochzeitskapelle, den SEX PISTOILS, KING TUBBY, KRAFTWERK und ist für seine durchgeknallten Shows bekannt. Denn: „Die Kultur der musikalischen Erfahrung macht momentan eine Entwicklung durch, die nur mit der völligen Gleichschaltung von Musikstilen enden kann. Wir haben auf alarmierende Art und Weise Einflüsse aller Kategorien vermischt.“. Und nicht nur die Musik zeugt von äußerst vielfältigen Einflüssen; die Texte sind ebenfalls auf Englisch, Spanisch und osteuropäischen Sprachen verfasst.

GOGOL BORDELLO sind mehr als nur eine Band. Sie gleichen eher einem Anarcho-Zirkus-Künstler-Projekt als irgendetwas anderem, wofür auch die einzigartigen Show-Spektakel sprechen. Ein amerikanischer Rockzirkus, der jegliche bisherige Rockband wie eine Seifenblasenfabrik aussehen lässt. Ihr kreativer Spirit begeistert nicht nur Musiker und Fans, sondern mittlerweile auch Schauspieler wie Elijha Woods, der dafür gesorgt hat, dass GOGOL´s Mastermind Eugene Hütz im neuen Film „Everything´s Illuminated“ ebenfalls als Hauptrolle auftritt. Was soll man dazu anderes sagen als:

UnderdoG : WorlD : StrikE!

www.sideonedummy.com

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Anne | Di., 27. Dez 2005 | WORLDBEATS

Ein weiterer Stilmix fliegt uns hier ins Haus, und zwar diesmal aus Brasilien.

Aus dem Nordosten Brasiliens kommend vermischen CABRUÊRA nicht nur traditionelle brasilianische Sounds wie Forró, Coco, Maracatú oder Samba, sondern fügen dem Ganzen gleich noch einen ordentlichen Schuss Jazz, Rock, Funk, Rap, Reggae, Jungle und Elektro hinzu und vertreten wie keine andere Band die heutige Musikbewegung Brasiliens. Sphärische Klänge werden von schnellen Percussion-Passagen abgewechselt, um dann wieder zu rauem Gitarrenrocksound zu werden und in schließlich in schnelle Drum´n´Bass-Passagen überzugehen.

Direkt aus Brasiliens Untergrund steigen die Kreativköpfe CABRUÊRA´s zu uns herauf, um uns mit ihrer eigenwilligen Instrumentierung zu zeigen, dass es zum Musik machen nicht nur herkömmliche Instrumente braucht. Neben Akkordeon, Flöte und Percussion bedienen sich die fünf Multiinstrumentalisten auch elektronischen Sounds und Samples und der Ballpen Gitarre Arthur Pessoas: Eine Eigenkreation des Bandmasterminds, bei der er mit einem Kugelschreiber über seine Gitarre fährt und dadurch einen Sound erzeugt, der dem der Tupi-Ureinwohner auf dem Streichinstrument Rave gleicht.

Ihren Namen verdanken CABRUÊRA´s übrigens auch einem Tupi-Orakel: Der Name bezeichnet entweder einen „Haufen Ziegen“ oder eben eine „Bande“, die durch ihre Anpassungsfähigkeit und ihren Überlebenswillen den Tieren gleicht, die sich dadurch gegen Hunger, Durst und weitere widrige Lebensumstände des Brasilianischen Hinterlands zu schützen wissen. Und wie man sieht, an Anpassungsfähigkeit und Überlebenswillen mangelt es den Jungs auf jeden Fall nicht. Wer so gekonnt verschiedene Strömungen zusammen führt, dabei aber nie den rauen Beat aus Brasiliens Untergrunds verliert, wird sicher keine Probleme haben, mit der Band ein breites Publikums zu erreichen und die Tradition Brasiliens durch die Lande zu tragen.

www.piranha.de

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Anne | Di., 27. Dez 2005 | WORLDBEATS

Die Skatalites sind unumstritten DIE Ska Band. Sie waren von Anfang an dabei, haben im Prinzip schon mit jedem zusammengespielt, der bei 10 noch nicht auf den Bäumen war und es gibt wohl kaum eine Band, die ihren Stammbaum nicht direkt mit ihnen beginnen lassen wollte, wenn sie könnte. Zahlreiche Hits, Evergreens und Gossenhauer haben ihre Feder verlassen. Die Skatalites sind dermaßen wichtig für diese Musik, dass ich gar nicht mehr dazu schreiben mag, weil ich schon im Vorhinein weiß, dass ich nie genügend Superlative auf diese bescheidenen Seiten Häufen könnte, um ihrem Ruhm gerecht zu werden. Mit „In Orbit Vol. 1“ gibt es jetzt ein neues Livealbum in sagenhaft guter Tonqualität, das sowohl die wichtigsten Klassiker als auch ein paar schöne Raritäten enthält.
Etwas Außergewöhnliches ist die Platte ansonsten aber bei allem besten Willen, den ich zusammenkratzen konnte, nicht. Ich weiß auch nicht warum, irgendwie muss ich die ganze Zeit an Omas extra lang haltende Konservenbüchsen denken: Aufreissen, aufwärmen, genießen und bloß den staubigen Nachgeschmack ignorieren. Stopp! Damit tue ich der Band jetzt natürlich unrecht. Die Musik ist nach wie vor nicht schlecht. Es ist halt einfach nur immer das Selbe. Die Skatalites kamen auf ihrer Kreisbahn im Orbit mal wieder vorbeigesegelt und da oben können sie jetzt ohne Gravitation, ohne Höhen und Tiefen kreisen bis in alle Ewigkeit. Bestimmt kommen sie bald mal wieder vorbei.

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Krizn | Do., 08. Dez 2005 | SKA

Polstermöbelreggae, LuftposaunenSka-Jazz, Raketenrocksteady, Lokalrundenreißer, Geile Mischung, Kassenklingeln. Alles klar?

Warum habe ich eigentlich von dieser Band noch nie etwas gehört? Dabei haben die USCB Allstars aus Gothenburg im tropischen Schweden schon in der guten alten Zeit fiesen Offbeat gedroschen, als ich noch viel weniger Falten (um den Bauchnabel) hatte. Tja höchste Zeit, dass Grover seine langen Fühler danach ausstreckt. Mit „Plug it in“ wird nämlich am 9.12.2005 gleich als erste Veröffentlichung der Band hierzulande ein großkotziges „Best of“ auf den Markt geworfen. Das war doch eigentlich immer MEINE Idee, mit meiner (noch zu gründenden) Band das (noch aufzunehmende) Debüt so zu nennen. Das wär ja soo witzig! Nun gut, die Illusionen wurden mir ja mittlerweile gründlich genommen: Mother’s Pride haben das schon gemacht. Das erste(!) Album hieß: „Greatest Hits Vol. 3“ und jetzt das…
Aber mal zurück zum Thema: Ich versuchte mir ja eingangs zu erklären, wie die USCB Allstars mit ihrer 10 jährigen Bandgeschichte im wahrsten Sinne der Worte so Sang- und Klanglos an mir vorbeigehen konnten. Dabei g e h t „Plug it in“ nämlich von Anfang an gleich ordentlich zur Sache. Die ersten beiden Songs sind unbedingt Hitverdächtig mit ihrer Neigung zum groovigen Stil der Namensvettern the Senior Allstars und genau der Balance zwischen Tradition und Innovation, die mir den Ska so unsterblich liebenswert gemacht hat. Das ist keine staubige Neuauflage veralteter Schunkelrhythmen sondern eine feurige Tanzmusik, die rockt, ohne zwanghaft pubertär sein zu müssen. Und so könnte ich weiterschwärmen, hätte ich nur über die ersten paar Songs zu referieren. Leider gibt es da dann aber doch den einen oder anderen Einbruch. Bei der Textzeile „We were making love to the beat of the Mighty Mighty Bosstones” musste ich noch herzlich lachen. Wie das wohl ausgesehen hat… Und wie ich so vor mich hinträume, merke ich, dass ich schon drei Songs weiter bin, ohne es überhaupt zu bemerken. Schreibt es meiner Engstirnigkeit zu, stempelt mir Musikfaschist auf die Stirn, stellt euch auf den Kopf, macht was ihr wollt, aber mit diesem Durchschnitts-Neo-TwoTone kann ich einfach nichts mehr anfangen.
Zum Glück dauert das Intermezzo aber nicht lange und spätestens „Honesty for Nothing“ holt mich wieder zurück auf die Tanzfläche.
Ich kürz das Ganze jetzt mal ab, ist ja auch schon spät und der Plattenladen macht bestimmt gleich zu: Polstermöbelreggae, LuftposaunenSka-Jazz, Raketenrocksteady, Lokalrundenreißer, Geile Mischung, Kassenklingeln. Alles klar?

Web: Band, Label
Krizn | Do., 08. Dez 2005 | SKA

Was haben “Kick it like Beckham” und “Monsoon Wedding” gemeinsam? Richtig, eine Menge Groove - und zwar Indian Groove.

Spätestens seit PUNJABI MC´S Hit „Mundian to Bachkeh“, hat die globale Dancehall-Szene Notiz von den reichen Fülle moderner, fernöstlicher Musik genommen. Von Indian, über Pakistan, Großbritannien bis nach Deutschland zieht sich das große Geflecht von kreativen Künstlern mit pakistanischer, afghanischer, türkischer oder indischer Abstammung, die die Plattenteller zum Groove ihrer Heimat und zu den Beats der Neuzeit drehen.

Das junge Label „Lolas World Records“ bzw. Gülbahar Türkür hat sich nun auf die Reise begeben und auf einem Doppel-Album sage und schreibe 39 Künstlern aus aller Welt compiled, die jeder für sich ihre ganz eigene Interpretation traditioneller fernöstlicher Musik mit westlichen Einflüssen präsentieren. Während „Cafe Hindustani“ durch seine Dub-, Ambient-, elektronischen, Jazz- und Pop-Einflüsse die sphärische Seite von Sufi, Banhgra, Asian Massiv und Hindustani Khyal zeigt, werden auf „Happy Krishna“ die Umdrehungen etwas hoch geschraubt. Hip Hop, Drum´nBass, Jungle, Reggae, Motown als auch Rock´nRoll werden gekonnt mit den reichhaltigen Gewürzmischung von Bollywood Banghra und Tabla Beat Science vermischt, und lassen so völlig neue Genres entstehen.

Bereits auf vorherigen Compilation wie „Latin Garden“ oder „Made in Turky“ hat sich gezeigt, dass Gülbahar Kültür eine Meisterin des Fachs ist. Ein Weltenseglerin, die gekonnt zusammen bringt, was zusammen gehört und eine äußerst guten Riecher für unbekannte Größen hat. Neben NITIN SAWHNEY als opener befinden sich sonst nur relativ unbekannte Künstler und DJ´s auf dem Album, die sich jedoch alle durch eine große musikalische Reife auszeichnen.

Sat Nam „Lolas World Records“.

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Anne | Di., 06. Dez 2005 | WORLDBEATS

Bongo Lounge. Boogie, Funk & Breakbeats.
KRAAK & SMAAK.

Drogen, Parties & Boogie Nights?
BOOGIE ANGST.
Hitverdächtige Melodien. Jazz, Hip Hop, Italo Disco & Lounge Core. Treibende Breaks & Beats. Sphärischer Gesang. Voller Orchestersound. Hintergründiger Humor. Gewagte Stilwechsel.
Inspirationen von KRAFTWERK, JOY DIVISION & ECHO & THE BUNNYMEN. Soundclash. Album des Monats der BBC. Nu Skool Sound Of The Netherlands. Dancehall & House Couch Sound. Drei Musiker, ein Projekt.
KRAAK & SMAAK. BOOGIE ANGST.

www.kraaksmaak.nl
www.beatsinternational.com
www.jalapenorecords.com

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Anne | Di., 06. Dez 2005 | WORLDBEATS

Die Quetsche, ein Instrument mit Charakter. MOTION TRIO, ein Band mit Quetsche und mithin eine Band mit Charakter.

Seit das Akkordeon Anfang des 19. Jahrhunderts in die Weiten der Musikwelt eintrat, unterlag es einer Reihe von Erneuerungen und Veränderungen. Was seinen Anfang als Quetschkommode mit ein paar Knöpfen nahm, entwickelte sich schnell zu einem äußerst virtuosen Instrument mit mehr als hundert Tasten und Spielereien. Kein Wunder also, dass Akkordeonspieler wahre Meister ihres Fachs sind, allein der Komplexität des Instruments wegen. Nichtsdestotrotz, hört man selten etwas über herausragende Virtuosen der Szene. Bis jetzt - denn der neue Quetschenwind bläst mit voller Kraft aus dem Osten zu uns herüber.

Seit MOTION TRIO die Bühne betreten haben, ist ein Akkordeon nicht mehr nur ein Akkordeon. Die drei Polen, auch „Trio Infernal“ genannt, holen alles aus ihren Instrumenten heraus. Tribale Klänge, sphärische Sounds, perkussive Rhythmen bis hin zu elektronisch-distorten Verzerrungen. Auf ihrem neuen Album „Play-Station“ zeigen sie, dass ihre musikalische Play-Station auch ohne elektronische Frickeleien Bits, Beats und Bytes erzeugen kann. Mehr als hundert Knöpfe öffnen die Pforten zu einer Klanglandschaft, in der flirrende, orchestrale Sounds durch ein einziges Instrument erzeugt werden. Eine Kombination aus Tradition und Moderne, die wieder einmal beweist, dass der Weg der musikalischen Zukunft über den Osten führt.

www.asphalt-tango.de

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Anne | Di., 06. Dez 2005 | WORLDBEATS

In Wien gibt es Kaffeehäuser, Ballhäuser und Mozartkugeln. Wien inspirierte Hundertwasser zu extravaganter Architektur. In Wien trifft sich die Welt. In Wien ist die Kultur zu Hause. In Wien hämmert der globale Bass. In Wien ist der Dub Club zu Hause.

Der Wiener Dub Club: Knotenpunkt der Future Dancehall Szene.

Seit zehn Jahren tragen Gü-Mix, Sweet Susie und Sugar B zur Diffusion globaler Beats bei. Der renommierte Wiener Dub Club öffnet seine Pforten für alles was Drum, Beat, Groove und Bass hat, und trug so wesentlich zur Prägung der Wiener Szene bei. Parallel zur Entwicklung der hyperaktiven Techno-Szene, fing der Dub Club an, elektronische Beats mit internationalen, urbanen Sounds zu verbinden. Von Reggae zu Dub, von Hip Hop zu Drum´n´Bass, von Afrika nach Brasilien, von Downbeat zu Techno – der Dub Club verspricht Anwechslung auf globalem Niveau. Zum Freundeskreis der drei Clubbetreiber gehören unter anderem MAKOSSA, K & D, MAD PROFESSOR, LTJ BUKEM, MOUSE ON MARS, ROCKERS HI FI, STEREO MC´S oder BASEMENT JAXX, die allesamt den Groove nach Wien brachten und zum Ruhm des familiären Clubs beitrugen.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens haben die Gründer nun eine Compilation zusammengestellt, die die besten tunes picked from the dancefloor vereint. Das Intro gibt kein geringerer als ROOTS MANUVA, der neben dem PRESSURE DROP SOUNDSYSTEM, dem Ukrainer OMFO, Markus Kienzl von den SOFASURFERN, Clubbetreiber GÜ-MIX und dem Brasilianer ROBERTO CARLOS, um nur einige zu nennen, den kosmopoliten Spirit des Dub Clubs zu uns nach Hause bringt. Ein Reisebericht einer stetig andauernden Reise durch die urbanen Musiklandschaften dieser Welt. Eine auf CD gepresste Brücke zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft und zwischen den verschiedenen Kulturen.

A Statement in Dub.

www.dubclub-vienna.com
www.g-stoned.com
www.beatsinternational.com

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Anne | So., 04. Dez 2005 | WORLDBEATS

Wessen musikalischer Horizont in Sachen (Punk)rock und Frauengesang aus Holland bisher bei BAMBIX endete, für den kann sich mit den LULABELLES demnächst etwas ändern. Anders als ihre Landsleute mit nur einem (Quoten)Mann dabei, fabriziert die 1998 in Rotterdam gegründete Band lockeren Punkrock, wobei die Betonung eher auf Rock liegt. Oder doch eher Pop? Ziemlich sauber und glatt kommt das Debütalbum nämlich daher. Aber immerhin melodiös und das ist doch auch schon mal was. Nicht böse ist man daher dann auch, wenn man sich dem alten BANGLES-Klassiker „Manic Monday“ annimmt. Richtig „Gute-Laune-Musik“ eigentlich - auch, oder gerade für einen Montagmorgen. Könnte durchaus kommerziellen Erfolg haben, das Projekt. Sollte man/werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Nachtigall, ick hör Dir trapsen... Wenn eine Band aus Boston, USA kommt, fallen einem wohl zuerst immer die DROPKICK MURPHYS als Vergleich ein. Und da die DUCKY BOYS auch schon seit Langem mit ihnen befreundet sind, liegt ebenjener auch gar nicht so fern. Mitgröhltauglicher Punkrock bei dessem Hören man förmlich die biergeschwängerte Luft einatmet und das Tanzbein kaum still halten kann. Nur die Dudelsäcke fehlen noch. Die Band gibt es aber bereits seit 10 Jahren, so dass man ihnen nicht vorwerfen kann, eine Kopie, der DM zu sein. Vielmehr ist es wohl ein Stil, den man wohl zwangsläufig an den Tag legt, wenn man von dorther kommt. Wenn man dazu auch noch vom gleichen Produzenten aufgenommen wird, ist das Ergebnis eben auch nicht so weit vom bisher Bekannten entfernt. Dazu vielleicht wirklich noch ein Schuss SOCIAL D. oder den STREET DOGS und schon ist die Platte (für mich) am Besten beschrieben. Wer mit all diesen Bands was anfangen kann, wird mit den DUCKY BOYS sicher nicht enttäuscht werden. Sollen dieses Jahr noch auf Tour nach good „Old Europe“ kommen. Also könnt Ihr Euch demnächst auch noch live von ihnen überzeugen. Ach ja, eine nette „Stand by me“ - Coverversion befindet sich auch noch drauf. Schön.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Mein Gott, wie die Zeit vergeht. Schon der siebente Teil der „Live in a dive“ Serie. Diesmal sind es LAGWAGON, die erste auf Fat Wreck Chords überhaupt gesignte Band, die sich auf der Livesamplerreihe besagten Labels die Ehre geben. Wie auch bei den bisherigen Releases gibt es auch diesmal wieder einige Extras. So gibt es zum einen mit "The Chemist" einen bisher völlig unveröffentlichten Song der Band zu hören und zum anderen - je nach Façon - auf der CD ein Bonusvideo (eines ebenfalls bisher unveröffentlichten Stückes) und bei der Doppel-LP ein fettes Comicbook dazu. Für Sammler und Fans der Band unverzichtbar - für Einsteiger empfehle ich trotzdem erstmal eines ihrer Studioalben.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

SplitCD zweier Kapellen aus Süddeutschland. Während D4D schon etwas länger unterwegs sind (seit 1994) gibt es JSR gerade ersteinmal seit knapp 5 Jahren. Beide Bands sind (sicherlich nicht nur mir) bisher völlig unbekannt. Daher macht so eine Split CD auch durchaus Sinn. Denn so kann man sein musikalisches Schaffen einem größeren Publikum präsentieren - meist zur Hälfte der Kosten. Zu Hören gibt es hier ziemlich gefälligen, englischsprachigen Punkrock im Midtempo Bereich. Einen "Sieger" der Platte zu küren ist mir eigentlich nicht möglich und wäre auch ungerecht. Trotzdem finde ich, klingen D4D, vielleicht aufgrund ihres langen Bestehens, etwas ausgereifter. Bei JSR wiederum sind mir dann wieder zu viele Einflüsse drin, als wenn man sich nicht auf einen Stil einigen könnte... Macht aber Spaß und die insgesamt 6 Songs sind ein kurzweiliges Unterfangen.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

YESSSSS! Meine Lieblingsengländer sind zurück. Kaum zu glauben, daß es die Band eigentlich so richtig ja erst seit 5 Jahren gibt. So sehr sind sie bereits in der Punkszene etabliert, ja eigentlich bereits eine Institution geworden. Nach Veröffentlichungen auf renomierten Labels wie KNOCK OUT RECORDS und PLASTIC BOMB RECORDS erscheint ihr dritter Longplayer nun auf PEOPLE LIKE YOU. 14 neue, heiße Stücke gibt es zu hören, die wiedereinmal alles wegblasen. Und das trotz LineUp-Wechsels. Wenn man bedenkt, daß die Jungs um Frontfrau Liz in der ganzen Zeit auch noch ständig live präsent sind und auch schon ihre erste Amitour hinter sich gebracht haben, kann man die Leistung der Band gar nicht hoch genug bewerten. Und wie es scheint, soll sich da demnächst erstmal nichts ändern. Hut ab.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Noch so eine Band, die wahrscheinlich niemals schläft. Nach 7 Jahren Bandbestehen, unzähligen Konzerten und 9 Veröffentlichungen kommt mit „Angry Kids“ nun das zweite Fulllength-Album der Nürnberger Politpunkrocker daher. Nachdem mir die im vergangenen Jahr erschienene "Vorab-EP" „No Police State Coalition“ schon ganz gut gefallen hat, legen sie mit dieser Platte nochmal eine Schippe zu. Mehr Melodie, mehr Aggressivität, mehr Punkrock, knapp 33 Minuten und 16 Songs lang, eingebettet in einer ziemlich dreckigen Produktion. Vergleiche fallen mir keine ein. Manchmal verspüre ich vielleicht eine leichte BACKSLIDE-Attitüde, kann mich dabei aber auch irren. Schön auch die Stücke ohne Gesang. Dazu noch das schöne Digipack-Artwork. Sehr geil. Würde mich nicht wundern, wenn da demnächst auch international etwas mehr läuft.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Hey. Sie haben es nun doch endlich geschafft. POPPERKLOPPER galten für mich ja eine Zeit lang als eine Band, die niemals schläft. In ziemlich kurzen Abständen veröffentlichten sie eine Platte nach der Nächsten. Kaum war eine Platte veröffentlicht, befanden sie sich schon wieder im Studio. Wirklich rastlos. Und wenn ich so überlege, kann das durchaus in die Zeit fallen, als man die mir nun vorliegenden Songs einspielte. Das war nämlich bereits im Jahre 2003. Ganz schön lange her und sicher auch frustrierend für eine „gestandene“ Band. Denn es hatte sich wohl einfach kein Label für die „neuen“ POPPERKLOPPER gefunden. Man hatte sich ja schon vorher, nicht zuletzt auf der etwas untergegangenen „Horrorskop-EP“, ein wenig vom klischeebehafteten D-Punk wegbewegt - hin zu punkrockigen Klängen skandinavischer Art, an dem sie wohl ihr Herz verloren haben. Zugegeben war ich von dieser Entwicklung anfangs auch nicht so begeistert. Zumal sich mir bei Bands, denen man den deutschen Akzent beim Englischsingen anmerkt auf übelste das Nackenhaar kräuselt. Aber trotzdem. Sie haben nicht aufgegeben und liefern mit „No Compromise“ erstmals ein komplett englischsprachiges Album ab. Keine Kompromisse halt, ne? Ja und ich muss sagen, ich hab mich langsam auch daran gewöhnt. Denn großartige Melodien und ehrliche Texte zaubern sie nach wie vor aus dem Hut. Trotzdem fehlt mir doch noch was beim Hören der Platte. Ich kann es nicht genau beschreiben, vielleicht ist das auch nur so ein Gefühl, weil man so lange darauf gewartet hat und meinte, jetzt käme der ultimative Hammer. Dem ist aber leider nicht so. Der Sound ist (mir) etwas dumpf. Und… Ja keine Ahnung… Andererseits bietet sie durch den Gesang von Patti einiges an Abwechslung. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auf ein Stück gesungen von Carsten folgt immer ein von Patti gesungenes Stück. Eine fruchtbare Zusammenarbeit. Ich bin ein wenig im Zwiespalt. Sagen wir es so: POPPERKLOPPER haben sich verändert (auch im Line-Up übrigens) und das wird sicher nicht jedem gefallen. Wer aber auch mal über seinen Schatten springen kann und auch Veränderungen zulässt, der Sollte dieser Scheibe mal eine Chance geben. Ich bin mal gespannt, wie lange ich auf das nächste Album warten muss. Denn Nebenprojekte hat man mittlerweile auch noch. Schlafen die denn nie?

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das fünfte Album der Kasseler ist ein wenig langsamer ausgefallen. Nach meinem Empfinden jedenfalls. 14 Songs gibt es innerhalb von ca. 48 Minuten zu hören, die Abwechslungsreich wie nie sind. Mal ruhiger, mal härter. Die einzige Verbindung, die es vielleicht zu den Vorgängeralben gibt, ist die neue Version von „Geyers Schwarzer Haufen“. Sonst würde ich sagen, geht es von nun an in eine etwas andere Richtung. Das mag vielleicht an der verkleinerten Bandbesetzung von nur noch 3 Mann liegen. Frag mich jetzt, wie die das live hinbekommen wollen. Dafür sind aber auch jede Menge Gastmusiker bei, die das ganze wiederum auflockern. Die Tanzlaune kommt aber trotzdem auch bei „Orange“ nicht zu kurz. Was sich dann wohl spätestens bei einem ihrer Livekonzerte zeigen wird. Ein schönes Album - vielleicht nicht ganz so rund wie die Vorherigen. Für Einsteiger empfehle ich erstmal eines ihrer Alten. Für Fans ganz sicher kein Fehlkauf.

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Genau ein Jahr ist es her, dass der erste Teil dieser besonderen Livesamplerreihe erschienen ist. Und nun ist er da, der zweite Teil. Wie einige von Euch sicher wissen, hat mein Lieblingsladen in Berlin (der mit dem Besten Frozen Margherita der ganzen Welt) ein kleines Studio im Keller eingerichtet, wo Hausmischer Uli nicht nur seine eigenen Platten mit CHURCH OF CONFIDENCE aufnimmt, sondern auch ab und zu das ein oder andere Highlight, welches „oben“ im Club spielt. Und wieder einmal kann sich die Zusammenstellung sehen und hören lassen. Ein Highlight nach dem anderen und auch ich war bei dem ein oder anderen Event dabei. Es ist eben ein Stück „zu Hause“. Adam West, Charge 69,Turbo AC´s, Fabulous Disaster, Guitar Gangsters, The Movement, Endstand, Speedbuggy, Pistol Grip, The Skulls, Frontkick, The Queers, The Shocks, Moorat Fingers, The Lurkers, One Man Army, GBH, Voice Of A Generation, Fifi & the Mach3 und Slacktone haben es auf den zweiten Teil geschafft & ich bin gespannt, was der dritte Teil zu bieten hat, der definitiv kommt. Immerhin wird das Wild at Heart in diesem Jahr 10 Jahre alt und das sollte doch für eine Überraschung gut sein. Ich freu mich jedenfalls drauf.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Nein, dies ist nicht der Versuch eines großen Internetdienstleisters, auf musikalische Art und Weise für sich Werbung zu machen. Hierbei handelt es sich um eine mir bis dato unbekannte Band aus dem Raum München. Böse Zungen behaupten ja, dass sich Punkrock und Bayern gegenseitig ausschließen, und bei denen kann YA*HOO leider auch nichts ändern. Was man hier zu Hören bekommt ist für mich belangloser Poppunk der kalifornischen Art. Englischer Gesang auf relativ schnell gespieltem Punkrock - musikalisch gesehen. Das Cover ließ eigentlich erst Gutes erahnen. Ich hätte wohl nicht reinhören sollen. Da können sie noch so oft im Vorprogramm von DANKO JONES, BOUNCING SOULS oder THERAPY? gespielt haben. Wenn man das schon in der Bandinfo erwähnen muss, zeigt das mir, dass man so wirklich noch nicht seinen eigenen Stil gefunden hat. Auch bei den Texten, so schreibt man, würde man bewusst den Umweg über Zweideutigkeiten vermeiden und direkt zur Sache kommen. Für mich sind sie einfach nur Oberflächlich. Ich konnte jetzt nicht rausfinden, wie alt die jeweiligen Bandmitglieder sind. Ist es eine junge Band, kann daraus sicherlich was werden. Sind sie älteren Semesters, würde ich stark überlegen, nicht vielleicht was Anderes zu machen. Nicht meine Tasse Bier….

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Für alle Leute, die keinen Plattenspieler (mehr) besitzen kommt hier nun die „Banned from the USA“ EP als CD-Version. Doch nicht nur das. Da 4 Songs für eine CD vielleicht ein bisschen wenig sind und ja auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmen muss, gibt es die Songs, zumindest die der SHOCKS von der BRIEFS-Split 7“ und der SHAKIN´ NASTIES 7“, die ja auch im Jahre 2004 erschienen sind, gratis mit bei. Wirklich schön. Gerade eben wirklich für die o.g. „Zielgruppe“. Da ich aber die ganzen Platten schon mein Eigen nennen kann, ich Vinylsammler bin und dieser sowieso schicker aussehen, könnte das Ganze für mich relativ uninteressant sein. Ist es aber nicht ganz, denn man hat sich noch etwas anderes überlegt. So gibt es auch noch einen gut 15minütigen Kurzfilm über die Geschichte der SHOCKS und ihrer „Kurztour“ durch Seattle auf der CD zu sehen, der auch qualitativ stimmt. Also eine rundum schöne Geschichte. Schade, dass man solche Filme nicht auf Vinyl pressen kann. Oder kann man doch? Wird es bestimmt auch irgendwann geben. Für Nicht-EP-Besitzer ein Pflichtkauf!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ganz großartige Platte einer RASH-Band mit Frauengesang aus Montreal. Wie bei Fire & Flames, dem Label der Kanadier, zumindest hier in Deutschland, nicht anders zu erwarten, handelt es sich hier nicht um irgendeine unpolitische Kapelle sondern um eine Solche, die durchaus auch ihr Hirn benutzt. Party und Spaß stehen aber nicht hinten an, denn ein gewisser Mitgröhlfaktor ist durchaus vorhanden - aber vor allem - und das ist das Wichtigste - das „Dahinter“ stimmt. Soundtechnisch reicht die Platte zwar nicht ganz an heutige „Standards“ heran - das wiederum macht aber auch gerade den Charme der Band aus. Ich bekomm gerade nicht genug davon. Also schnell zum Plattenhändler Deiner Wahl gelaufen und das Ding besorgen!!!!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ich muss zu meiner Schande eingestehen, dass genau diese Platte, abgesehen von einigen Stücken der ADVERTS mein Einstieg in Sachen TV SMITH war. Im Jahre 2002 war das, glaub ich, als diese Platte als CD auf JKP, dem Label der TOTEN HOSEN, erstmals erschien. Zu meiner Überraschung kannte ich aber sogar die meisten Stücke der Platte, die aus dem gesamten Schaffenszeitraum TV SMITH stammen. Angefangen von den ADVERTS über CHEAP bis hin zu seinen heutigen, meist vergriffenen, Solosachen. Wie jeder weiß, coverten die HOSEN Anfang der 90´er den alten Klassiker „Gary Gilmore´s Eyes“ auf einem ihrer Alben - mit tatkräftiger Unterstützung eben jenen Tim Smith´s. Aus dieser Aktion entwickelte sich schließlich eine Freundschaft, aus der man dann irgendwann beschloss, die teils doch sehr ruhigen und mit Akustikgitarre aufgenommenen Stücke aus dem Zeitraum von über 20 Jahren - noch mal mit einer Backingband aufzunehmen. Eine Art „Best of“ sozusagen. Und ich war restlos begeistert. Zu meiner Freude hielt sich dabei Campino beim Gesang ausnahmsweise sogar mal vornehm im Hintergrund. Und nun erscheint genau dieses Album endlich auch auf Vinyl - für eifrige Sammler wie mich sogar in einer Auflage im gesprenkelten Vinyl. Wieder mal ein Verdienst an der Punkrockwelt, den sich der Jeschke auf seine Fahne schreiben kann. Mittlerweile bin ich großer Fan von TV SMITH geworden. Wer einmal eines seine Livekonzerte bewundern konnte, dürfte wissen, was ich meine. Ich habe bis jetzt noch niemanden sonst gesehen, der mit solch minimalistischen Mitteln, wie einer Akustikklampfe und Stimme so viel Gänsehaut erzeugen kann. Grund genug für mich, sich so ziemlich alles von ihm zu holen, was es noch so zu kaufen gibt. Da dies aber nicht mehr viel ist, außer einer gerade erschienenen ADVERTS-Collection, ist diese Platte als Einstieg geradezu prädestiniert. Jeder andere TV MITH Fan wird die CD eh schon im Schrank stehen zu haben. Wirklich ganz großes Teil, bei dem natürlich Kaufpflicht besteht.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Vielen Leuten, die Coverbands verurteilen, dass sie nichts Eigenes auf die Reihe kriegen, können ESTRELLA NEGRA mal gehörig vor die Cover ähh Koffer scheißen. Denn hinter dieser Band verbirgt sich niemand Geringeres als die allseits bekannte Deutschpunkcoverband 1982. Und hier scheinen sie sich mal richtig auszutoben. 13, meist englischsprachige Songs die weder Härte noch Melodie vermissen lassen. Genauso perfektionistisch, wie 1982 an ihre Coversongs rangeht, machen es ESTRELLE NEGRA mit ihren eigenen Songs. Durchdacht in Text und Musik bis ins Letzte. Einfach wunderschön und viel zu selten in der heutigen Zeit. Da man selbst viel Musik hört(e) und eben auch covert, gibt es natürlich Einflüsse von allen Seiten. Diese jetzt aber alle aufzuzählen fällt mir ein wenig schwer, denn die sind alle so verarbeitet dass sich im Gesamtbild schon ein eigener Stil entwickelt hat. Vergleichbar wäre vielleicht der frühe 80´ er Jahre Hardcore. Aber nur fast. Renés unverwechselbarer Gesang ist dann auch noch das Tüpfelchen auf dem „i“. Punkrock ist nicht tot. Genauso wie die ehemalige Bundeshauptstadt, wo die Herren herkommen. Unbedingte Kaufempfehlung!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

77% Antitainment-Punk spielen die BECKS STREET BOYS, nicht zu verwechseln mit den längst verblichenen Vorläufern von BACKSLIDE - den BECKS BIER BOYS, aus Mainz um Frontsänger Falk Fatal. Richtig, das ist der, der seinen Senf zu allen möglichen Themen auch in seinem Zine, dem GESTRECKTEN MITTELFINGER abgibt. Dort ist der Name Programm und auch innerhalb der Band plaudert bzw. singt er nicht mit hervor gehaltener Hand seine zu 70% englischen und 30% deutschen Texte. Bei einem Lied gibt es gesanglich Unterstützung von Tina (IDA RED/GOOD HEART BOUTIQUE), was auch nett anzuhören ist. Abgesehen vom bekloppten Namen (Da waren ja THE STALLONES noch besser), fand ich anfangs auch den Gesang etwas gewöhnungsbedürftig. Aber mittlerweile habe ich mich voll daran gewöhnt. Zumal sie auch prima zur abwechslungsreichen Musik passt. Keine Ahnung, wie lange die Herren schon ihre Instrumente spielen. Beherrschen tun sie sie auf jeden Fall. Ja dann hoffe ich mal, dass es die Jungs auch bald mal nach Berlin schaffen, dass ich mich von ihren Livequalitäten überzeugen kann. Klasse Debütplatte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Sind die BACK CHATS jetzt das Nebenprojekt von Lars und Pöppel von POPPERKLOPPER oder umgekehrt? Nachdem ja Felge bei den Jungs aus der Eifel ausgestiegen ist / aussteigen musste, frag ich mich, ob Pöppel jetzt nur bei POPPERKLOPPER eingestiegen ist, wenn Lars bei den BACK CHATS mitspielt… Hehe. Naja, jedenfalls höre ich die beiden jetzt das erste Mal in dieser Band. Und ich bin überrascht. Es scheint so, dass sich, nachdem Carsten jetzt auch bei den DYNAMINDS mitmischt, die beiden einfach andere Betätigungsfelder suchen mussten, wo es doch so endlose Querelen mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums mit PATTI PATTEX gab, um wieder den Spaß an der Musik zu finden. Frischer Punkrock mit Frauengesang auf der einen Seite (hier) und Schweinerock a la TURBONEGRO & Co. (dort) sollten da genug Abwechslung sein. Mir gefällt diese „Zweitband“ aber ein wenig besser, den ich jetzt als eine Mischung von BLONDIE und POPPERKLOPPER bezeichnen würde. 13 Stücke, bis auf eines alle auf Englisch gesungen (was den beiden wiederum ja momentan auch noch mehr Spaß macht), die einfach alles haben, was man braucht. Nicht zu schnell, nicht zu langsam und dazu die schöne Stimme. Da sollte in Zukunft noch einiges gehen und dann wird sich ja rausstellen, was denn nun die „Hauptband“ werden wird. Ein ziemlich interessantes und ausführliches Interview mit den BACK CHATS kann man übrigens im aktuellen GESTRECKTEN MITTELFINGER, dem Fanzine des Labelmachers des Albums, Falk Fatal, nachlesen. Dann dürfte genug Interesse geweckt sein, sich das Album zuzulegen. Ich habe es bisher jedenfalls nicht bereut.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ich weiß gar nicht, was unser Stefan denn gegen die CASPARS aus Rostock hat. So viel hat sich doch gegenüber ihrem früheren Auftreten nicht geändert. Ziemlich fetter Hardcore, dem die nötige Melodie nicht fehlt. Wer die CASPARS schon mal live erlebt hat, wird wissen, dass die da ein ziemlich hartes Brett fahren. Dazu die unglaubliche Mimik des Sängers…. Einfach klasse. Diese Energie konnten sie, Gott sei dank, auch auf CD umsetzen, dass es einfach Spaß macht, dieser Platte zuzuhören. Naja. Wie dem auch sei. 6 Songs geben die Rügener zum Besten, die alles besitzen, was eine gute Hardcoreplatte braucht. Gut so. In dieselbe Kerbe schlagen auch ihre Kollegen von COR, die ebenfalls von der größten Insel Deutschlands kommen. Von ihnen gibt es „nur“ 5 Songs, die übrigens alle auf Deutsch gesungen sind und mich manchmal an frühere BAFFDECKS erinnern. Sind alle eben ein bisschen Härter eingestellt die Jungs da oben von der Küste. Weiß mir in manchen Momenten aber gut zu gefallen. Sonst bin ich ja aber eher der ruhigere Typ. Feine Scheibe.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Einmal Britpop bitte… ;-) Nee, was das Trio aus England mir hier bietet ist nicht unbedingt meine Tasse Bier. Softe Rockmusik, die zwar handwerklich gut gemacht ist, mich aber nicht unbedingt hinterm Ofen vorlockt. Das Titelstück ist noch das rockigste unter den insgesamt 5 Tracks. Musik für die Tränendrüse.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Ich dachte eigentlich zuerst, dass es sich hierbei um eine recht junge Band handelt, bei der ich für mich in Anspruch nehmen kann, dass ich sie (zuerst) für mich entdeckt hätte. Aber nein, das Trio aus San Francisco hat mit dieser Platte schon ihr 5. Album veröffentlicht und gilt in den Vereinigten Staaten, zumindest in der Indieszene bereits als Geheimtipp. Naja, sei’s drum, da mach ich mir überhaupt nichts draus, denn je mehr Leute diese Band für sich entdecken - desto besser. Aufmerksam bin ich auf die die Kapelle durch zwei vorab veröffentlichte Singles geworden, die mich - schick in schwarz/rot gehalten und mit Sternchen versehen - schon mehr als zu begeistern verstanden. Straighter, manchmal etwas verspielter, Indierock mit der richtigen Attitüde. Das macht einfach nur Spaß, die Platte ein ums andere Mal wieder von vorn zu starten. Vergleiche fallen mir momentan nicht wirklich ein, aber man munkelt, dass der internationale Durchbruch demnächst durchaus anstehen könnte. Und wenn dem so ist, laufen sie wahrscheinlich eh auf MTVIVA und dann könnt Ihr Euch selbst ein Bild machen. Dass so was relativ schnell gehen kann, sieht man ja momentan an MANDO DIAO & Co. Ich bin gespannt und würde mich darüber freuen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Mmmh. Eine Platte einer Band zu besprechen, die man persönlich sehr mag, fällt mir persönlich immer sehr schwer. Und dann noch so eine Band wie CHEFDENKER… Aber was soll´s. Wat mutt, dat mutt. Muss ich nur aufpassen, dass Ihr ja mitbekommt, dass sich der Kauf der „Mikrowelle“ natürlich bedenkenlos lohnt. Denn ein würdiger Nachfolger zum „16 Ventile - Überalbum“ ist es auf jeden Fall. Versuchen wir es einfach mal frei nach den Worten des Stücks Nummer 4 - "Ich lache später“: Es gibt so viele Lieder, die wollen was erzählen…..manchmal sind es Lieder, die sind heute gar nicht witzig oder Lieder, über die man morgen lacht. Manchmal würde man sie heute nicht mögen - später dann aber doch….
Ja, ich denke, das trifft es (für mich) auf den Punkt. Verwirrt? Kann sein. Denn wiedereinmal werden 90% der Hörenden weder den Sinn noch sonst was der Scheibe kapieren. Wenn es denn überhaupt einen gibt. Bleiben also noch 10% übrig. Zu welchen ich mich aber nun zählen kann, weiß ich allerdings auch nicht. Ach ja, eins noch: Claus´ Stimme hört sich so gesund an…?!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Auf dem neuesten SCHLACHTRUFE BRD Sampler gab es ja von den Herren aus Hamburg ja bereits schon ein Stück von der neuen Platte zu hören, welches mich schon sehr gespannt auf das ganze Album warten ließ. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Das erste „richtige“ Album von RUBBERSLIME zeigt, dass die Band auch was anderes kann, als sich selbst zu covern, was nun auch endlich die letzten Kritiker verstummen lassen sollte. Bis auf den einen Song, den es ja auch schon auf der LiveCD zu hören gab, sind es letztlich insgesamt 12 Stücke geworden, die allesamt sehr abwechslungsreich sind. Das reicht über Einsatz von Bläsern bis hin zu einem Kinderchor, der einen dann auch schon mal an DAILY TERROR´s „Europa“ erinnert. Sind eben alles alte Säcke… ;-) Am ehesten sind sie, wer die eine Platte kennt, weiß wovon ich rede, mit C.I.A. zu vergleichen. Kein Wunder. Besteht die Band doch auch zu 4/5 aus eben jener Band. Die Band hat ihren Spaß und das merkt man der Platte auch durchaus an. Es gibt, wenn man überhaupt davon reden kann, weitaus schlechtere Reunions, also sollte man das ganze einfach nicht überbewerten. Und dass sie es auch live verstehen, die Leute mitzuziehen, daran besteht auch kein Zweifel. Also gebt der Band ruhig eine Chance. Ach so, der Erstauflage liegt eine ziemlich interessante DVD bei. Auch da lohnt sich das Reinschauen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Nach der für mich etwas müden Coverplatte kommen SNUFF nun auch noch mit einem Best-Of Album daher… Ich war ja nie der so große Skatepunkfan. Konnte mich in den letzten Jahren gerade erstmal ein bisschen herantasten. Was mir jedoch in Erinnerung geblieben ist, sind die ganzen Aufnäher auf den Jacken der Skatekids mit dem Bandlogo der aus London stammende Band. Umso überraschter bin ich, was die Band doch für Hits auf Tasche hat(te). Man muss wohl erst ein bisschen älter werden, um mal wieder den eng gefahrenen Blick gerade gerückt zu bekommen. Ganze 50 Songs, auf 2 CDs verteilt gibt es auf die Ohren. Unter anderem auch ziemlich rares Material. Einen Bandstammbaum, lustige Fotos und eine nette History findet man im Booklet und als Fan sollte man alles in Allem wohl restlos glücklich bedient sein. Als „Neueinsteiger“ lohnt sich die Platte aber auch, weil man so schon mal die „Auslese“ präsentiert bekommt.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Hey. Coole Platte. Wenn eine Erscheinung auf Fat Wreck nicht gerade die großen, bekannten Namen trägt, ist eine gesunde Portion Skepsis ja durchaus angebracht. Aber SMOKE OR FIRE räumen problemlos alle Bedenken aus dem Weg. Bei einer durchschnittlichen Tracklänge von 2 Minuten bei 12 Songs kann man schon ahnen, dass es sich um flotten Punkrock handelt. Während man im Internet schon eifrig Vergleiche mit HOT WATER MUSIC und anderen Amikapellen anstellt, fallen mir eher ANTI-FLAG und ZSK ein. Bei letzteren natürlich die englische Variante und etwas melodischer. SOF schrecken aber auch nicht vor ruhigeren Elementen zurück, was mir die Band eh schon sympathisch macht. Wem das dann wieder zu poppig ist, kann dafür aber bestimmt was mit den etwas „Screamo“-ähnlichen Sachen anfangen. Einfach alles sehr abwechslungsreich. Den Umständen entsprechend. Und das tut gut.

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das lustigste an SS ULTRABRUTAL ist die im Booklet erwähnte Story zur Entstehung des Bandnamens. Sonst ist die Platte nicht gerade der Oberhammer. Auch wenn man es hier mit einer vermeintlichen Kultband zu tun hat. Es klingt fast so, als wenn alte Herren noch mal versuchen, richtig die Sau rauszulassen. Aber mehr als leere Phrasen und Rumgejammer kommt leider nicht bei raus (Auch wenn man bei Track 3 namens ‚Yammer nich!“ vom Gegenteil singt). Das ganze erinnert mich irgendwie an die ganzen D-Punk-Reunions Anfang der 90´er. Damit kommen SS ULTRABRUTAL leider 10 Jahre zu spät. Naja, gut, aber lassen wir VOTZER, OLD ERWIN, JONNY GITARRE und NAGEL den Spaß. Mich interessiert´s nicht wirklich.

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Manche Bands landen einfach auf einem falschen Label. So weiß ich nicht genau, ob die Liaison mit dem Weserlabel bei der letzten Platte der Bamberger das Richtige war? Umso mehr freue ich mich für sie, dass sie für ihr neuestes Album die Jungs und Mädels von GoKart Records gewinnen konnten, denn die legen sich schon richtig ins Zeug. Nicht, dass das Weserlabel unbedingt schlecht ist. Aber ich denke mal, der Fabsi hat - gerade jetzt - genug mit seinen MIMMIS zu tun, dass da sicher manches auf der Strecke geblieben ist. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die GFN noch keinen größeren Bekanntheitsgrad erlangt haben. Denn der absolut tanzbare Rocksound von ihnen dürfte es in der deutschen Alternativszene eigentlich nicht schwer haben. Und das beweisen sie auch auf Platte. 12 Midtempo - Punkrocksongs, keines schlechter als das Andere, gibt es zu hören und machen über die ganze Dauer unglaublichen Spaß, dass man am liebsten posend vor dem Spiegel stehen will. Das macht Lust auf mehr und auch oder besser gerade Live ist da bestimmt noch einiges Mehr möglich, dass man sich das auf jeden Fall man antun sollte. Kann man auch, denn sie befinden sich gerade auf Tour…

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Bei Elektra handelt es sich wohl um einen Film, eine Comicverfilmung, der dieser Tage in die Kinos kommt. Ich bin ja eh nicht so ein Freund von Filmsoundtracks und auch dieser hier wird daran nichts ändern. Ich habe jetzt nicht die Verbindung zum Film. Ich bin auch kein Comic- und schon gar kein Elektra-Fan. Wenn mir aber die Musik gefällt, dann kann ich mich vielleicht schon mit so was anfreunden. Macht sie aber nicht. Das ist hier aber überhaupt nicht der Fall. Größtenteils ruhige Pop- und Gitarrenmusik von mir bislang mehr (DONNAS, JET, TAKING BACK SUNDAY) oder weniger bekannten Künstlern (Der Rest auf der Platte). Wenn der Soundtrack den Film oder die Comicfigur charakterisieren soll, muss dieser ganz schön lasch und depressiv sein. Und das entspricht nun so was von überhaupt nicht meinem Bild eines Comichelden. Naja gut, es muss ja nicht immer gleich losgebrettert werden, aber… Vielleicht habe ich ja auch nur nicht en Zugang dazu gefunden. Für Freunde des Films oder Elektra sicher interessant. Für mich eine der uninteressantesten Platten des Jahres. Auch das Coverartwork sowie das Booklet lassen mehr als zu Wünschen übrig.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Hui, ziemlich dicke, zugehackte Jungs da auf dem Backcover. Das lässt Böses ahnen. Der Beipackzettel erklärt mir auch, dass es sich gar um recht namhafte Persönlichkeiten in der Band handelt. Mackie (BAD BRAINS und CRO-MAGS), Toby Morse (H2O), Freddy Cricien und Hoya von MADBALL, David Kennedy (BOX CAR RACER). Ja und nun lege ich die CD ein und beim ersten Track ist auch noch alles in bester Ordnung. Ein bisschen Hardcore und hymnenhafter Start - Are you ready?.... Und dann geht es auch schon bergab. „Fool the world“ - ein MTV tauglicher Hit im BLINK 182 - Style. Wirklich grausam. Und der Rest wird auch nicht besser. Wem wollen sie damit einen Gefallen tun? Ihren alten Fans sicher nicht. Also nichts gegen Veränderungen. Aber abgesehen davon, dass diese Art von Musik (hoffentlich) eh recht kurzlebig ist, nimmt ihnen das was sie da machen, bis auf die angesprochenen MTV-Kids und BRAVO-Lesern, doch keiner ab. Ich weiß auch nicht… Wahrscheinlich darf man das den Jungs aber niemals ins Gesicht sagen. Dann würden wohl nicht nur ihre dicken Eier platzen… Wenn sie damit Erfolg haben sollten - o.k., dann gönne ich es ihnen. Aber irgendwie habe ich hier das Gefühl, dass dies nicht ehrlich ist. Komisch.

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Hey, die kenne ich doch. Vor ein paar Jahren habe ich mal die 7“ namens „Great Stuff“ in die Hände gedrückt bekommen, welche mir schon damals außerordentlich gut gefallen hat. Und nun kommen die Sachsen-Anhalter (obwohl - ich bin mir gar nicht mehr sicher, ob die da alle noch wohnen) mit ihrem im Berliner Wild at Heart aufgenommenen und Vollgas Paul produziertem Debütalbum daher. Und damit hat sich schon was geändert. Eine noch saubere Produktion und noch mehr Eigenständigkeit kann man ihnen bescheinigen. Denn auch wenn man die Stücke mit verschiedenen Größen des Genres vergleichen kann, fällt mir niemand ein, von dem ich jetzt sagen könnte - da und da hätten sie jenes geklaut. Dazu kommen zwar vermeintlich klischeebehaftete Texte aber auch Genügend Persönliches. Ja, die Jungs haben den Blues im Blut. Schön und für den anstehenden Sommer genau das Richtige. Im Mai erscheint das Teil übrigens auch als Vinyl auf Kamikaze Records. DEM Label für Surf und Rock´a´Billy in Deutschland überhaupt. Einem stetig wachsenden Erfolg dürfte damit also nichts mehr im Wege stehen. Herzlichen Glückwunsch.

Web: Band, Label
mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Veröffentlichungspolitik mal anders herum. Und das gleich in zwei Fällen. Zum einen, erschien bereits im letzten Jahr der zweite Teil der raren SK-Demoaufnahmen auf CD. Und zweitens legt HöhNIE nun endlich für alle Digitalpunks - ohne Schallplattenspieler - den ersten Teil noch mal als CD auf. Hierbei handelt es sich um die jahrelang verschollenen STOTTERNHEIM - TAPES. Soundtechnisch ist das Ganze natürlich nicht mit heutigen Standards vergleichbar. Was hier jedoch zählt, ist die Authenzität und die kommt, weiß Gott direkt und unverfälscht rüber. Für Fans, wie mich, eh ein unbedingtes Muss. Und für einen sonnigen Tag im Park oder in der Straßenbahn mit völlig übersteuertem Casi sowieso. Da fällen dann auch die vermeintlichen Sounddefizite nicht mehr auf… ;-) Jetzt dürfte, nach der NV-Singleaktion aber nun wirklich restlos alles der Kultband aus´m Osten veröffentlicht sein. So, wie ich gehört habe, hat Otze aber auch nur noch 1-2 Jahre abzusitzen. Vielleicht gibt es ja dann noch mal was Neues, wobei ich sagen würde, dass es dann aber auch nicht mehr das wäre, was SK früher mal für (uns) war. Obwohl - wenn TOXOPLASMA und Co. wieder auf Tour gehen, können das SK ruhig auch tun…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Nach der übergeilen APPENDIX kommt mit den BASTARDS auf HöhNIE-Records das nächste Schmankerl, vielleicht vergessenen, finnischen Punks heraus, was zu damaliger Zeit (1984) bereits auf Rock-O-Rama Records erschien. Letztgenanntes Label gibt es ja Gott sei Dank nicht mehr, auch wenn es Anfang der 80´er ja noch ein korrektes Label gewesen sein soll. Deshalb ist es einmal mehr HöhNIEs Verdienst, dass die Scheibe nach über 20 Jahren noch mal das Licht der weiten Welt erblickt. Mit APPENDIX kann man die BASTARDS dann auch vergleichen, auch wenn mir erstgenannte noch ein bisschen besser gefallen, weil ich dort noch ein bisschen mehr Melodie erkennen kann. Gesungen wird hier allerdings auf Englisch. Nichtsdestotrotz darf auch dieser Meilenstein, wovon es auch noch 300 Stück in weißem Vinyl gibt, in keinem Plattenschrank fehlen. Danke HöhNIE!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Yeah, die sexy Hammond Beat Surf Punk Sensation with foolish angry young Boys and the Girl sind zurück. CURLEE WURLEE… Aber seit wann singt man denn in deutscher Sprache? Egal. Denn da auch meine Skalieblinge, die TORNADOS, dabei sind, kann dies ja nur eine Superplatte sein. Jeweils 2 Tracks liefert jede Band ab, wobei die TORNADOS mit „Poupée de cire“ eine 1a Coverversion des SERGE GAINSBOURG Klassikers auffahren. Das schlägt ja sogar noch die Version einer alten, hier nicht näher genannten und mittlerweile aufgelösten Punkband aus Sindelfingen… Dadurch würde ich sie schon mal als Gewinner des „Duells“ bezeichnen, wenngleich auch die anderen Songs sehr schön sind. Ich glaube, langsam aber sicher kann der Sommer beginnen…

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ich kann mir das vielleicht nicht richtig vorstellen, wie es ist, ein zweites Album aufzunehmen, obwohl ich ja selbst musiziere. Ein Album, das eine Menge Erwartungen zu erfüllen hat. Aber eines ist sicher - WIR SIND HELDEN haben nichts falsch gemacht. Ich bin erst ziemlich spät auf die Band gekommen. Üblicherweise lehne ich meist erst mal alles ab, was irgendwie in irgendeiner Form gehypt wird, wenn die Band vorher noch nicht wirklich von sich hören ließ. Da kommt eben immer noch ab und zu der Punk in mir durch. Wohl aber auch ein Problem des Alters. Aber a) sollte man ja eben gerade jungen Bands eine Chance geben und b) sind WSH wohl gerade mal so alt wie ich. Glaub ich zumindest. Und wie ich mit meinem MP3-Player heut so durch die Straßen zog (ein Vorteil, wenn sich kein Kopierschutz auf der CD befindet) und dem Album lauschte, dachte ich mir, wie schön dieser Tag doch sei. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben und abgegriffen - aber genauso war es. Und irgendwie hatte ich sogar das Gefühl, nun doch ein „Original“ zu hören. Nach JULI und SILBERMOND und wie sie alle heißen... Das war beruhigend. Über die gegenüber dem Vorgängeralbum etwas abwechslungsreicheren Stücke schwebt ein dreckigschöner Gesang, der mich durchaus an RIO REISER erinnert. Natürlich in weiblicher Form. Vielleicht kann das ja mal irgendwann irgendjemand nachvollziehen. Ja, und dann fiel mir auch ein, wo ich auch die Musik hin stecken kann. Anders ist sie. Anders, als die Zeit es vielleicht manchmal wahr haben will. Ein einziges Problem habe ich aber doch bei einigen Songs. Manchmal fehlt mir die Eingängigkeit der Refrains. Aber andererseits muss es auch irgendwo reiben. Schöne Platte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Ja, was soll ich als DÄ und FARIN URLAUB - „Die hard“ - Fan schon über das neue, geniale Machwerk des (für mich immer noch) Berliners schreiben? Eine neue Platte des „FU - Fighters" ist jedes Mal wie Weihnachten. Mit allem drum und dran. Lange kündigt sie sich an und wenn der Tag gekommen ist läuft man, zumindest wenn man immer noch Kind wie ich geblieben ist wie ich, den ganzen Tag grinsend durch die Gegend rum. Was in diesem Fall nicht zuletzt an den immer wieder genialen Texten liegt, die auch bei mehrmaligem Hören selten bis nie langweilig werden. Anders, als es eine gewisse Combo aus Düsseldorf mit Co-Writer FUNNY VAN DANNEN bisweilen tut. Aber lassen wir die „vermeintliche“ Feindschaft mal ruhen. Schließlich geht es hier um das SOLO Projekt des DÄ-Gitarristen. Und das ist, wie auch beim ersten Longplayer, mal wieder ausgesprochen gelungen. Manche, so las man es auf diversen Internetseiten schon vorab, fanden es ein wenig unabwechslungsreich. Also immer „zu“ straight geradeaus. Ich nenne es eher „Back to the roots“. Denn die Platte rockt von vorn bis hinten gewaltig. Kein Wunder, wir haben es ja hier mit einem Erfinder des ROCKBAREN Sounds zu tun. Hier und da gibt es natürlich auch wieder mal die Bläser der BUSTERS zu hören und vielleicht stimmt es ja tatsächlich, dass man, bis auf die Texte, dies oder jenes schon mal hörte. Aber das ist mir allemal lieber, als wenn ich jetzt mit etwas völlig Neuem konfrontiert geworden wäre. Und schließlich sind ja da immer noch und immer wieder die Texte. Wunderbar!

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Da lügt der Waschzettel zur CD anbei mal wirklich nicht. Das 3. Album der NITROMINDS aus Brasilien ist tatsächlich das bisher Beste, was sie je gemacht haben. Und wie auch dort erwähnt, wäre ein Namedropping von Bands, die man eventuell mit den NITROMINDS vergleichen könnte wirklich unangebracht. Denn sie haben, man mag es kaum glauben, tatsächlich ihren eigenen Stil. Was auch so sein sollte. Denn wenn man aus Sao Paulo, einer der größten Städte der Welt - mit allen Facetten, kommt, braucht man nicht so tun, als ob man aus irgendeinem Kaff in Amerika kommen würde. Dementsprechend gestalten sich dann auch die Texte. Persönlich UND Kämpferisch, wobei man aber auch nicht den Spaß und den Mut vermissen lässt. Eine Mischung auf die man heutzutage bei allem EMO & Co. leider nur noch selten trifft. Zumindest in dieser Qualität. Während sie einerseits dafür verantwortlich sind, dass Bands wie die D-SAILORS, TERRORGRUPPE oder die BAMBIX in Brasilien touren und Platten veröffentlichen konnten, können sie sich diesmal „zurücklehnen“, denn die Freunde von den ROCKTYPEN aus Hamburg tun nun das Gleiche für sie hier in Deutschland. Es ist nicht ihre erste Platte, die hier erscheint. Eine Split CD - mit eben den D-SAILORS gab es schon und auch eine eigene. Damals auf VITAMINEPILLEN vielleicht etwas untergegangen, bietet sich nun die Chance, dass wirklich etwas mehr Leute auf sie aufmerksam werden. Das wünsche ich ihnen jedenfalls. Denn nicht nur, wie im tollen Coverartwork anzusehen, haben sich die ROCKTYPEN alle erdenkliche Mühe gegeben. Hoffentlich zahlt sich das aus. Nach zahlreichen Touren durch Nord- und Südamerika, Europa…. Kommen sie im Mai wieder nach Deutschland. Das ein Besuch dort Pflicht ist, brauch ich Euch hoffentlich nicht zu erzählen. Übrigens laufen die NITROMINDS auch auf MTV inBrasilien. Was für ein Segen wäre es, wenn so was auch hier laufen würde…?

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

In irgendeinem Review hat mal jemand geschrieben, dass man PETER PAN SPEEDROCK eher als PETER PAN LAMEROCK bezeichnen sollte. Nun, dies Album kenne ich nicht. Mit diesem hier kann ich aber sagen, dass der Name durchaus gerechtfertigt ist. Es ist ihr drittes Album und erinnert mich streckenweise an MOTÖRHEAD (nur eben etwas schneller) oder auch die HELLACOPTERS. Kein Wunder. Denn zum einen wurde das Album in Schweden aufgenommen und zum anderen saß niemand Geringerer hinterm Mischpult als Tomas Skogsberg, der eben letztere auch schon aufnahm… Jedenfalls rockt das Album gewaltig und wird zum Schluss erst richtig gut und eingängig. Und das mag ich ja. Die CD gibt es dazu noch in edlem Vinyl sowie als schickes Digipack. Was will man also mehr?

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das ist Punkrock, Leute! Vor 13 Jahren machten 4 Leute von sich als „Band“ reden, als man einfach mal eben T-Shirts von sich selbst druckte und diese auf der High School verkaufte, ohne jemals ein Instrument in der Hand gehalten zu haben. Diese besorgten sie sich erst durch den Erlös der eben jenen verkauften Shirts. Hehe. Coole Sache. Aber irgendwie mussten sie das ja auch langsam mal tun, denn die neu gewonnenen Fans und T-Shirtkäufer wollten ja auch mal was Hörbares von der Band haben… Nun, 3 Alben und unzählige Singles später kann man wirklich von einer Band sprechen. Und von einer gar nicht mal so schlechten. Stilmäßig geht in Richtung Melodycore ála NoFX &Co. Richtig gut. Kein Wunder, daß Fat Mike und Co. sich, außer in Europa, im Rest der Welt um die Veröffentlichung der neuen Platte kümmert. Vorher waren ihre Alben zudem auf Honest Dons, erschienen… Da schließt sich also der Kreis. Aber soviel zum musikalischen. Leider liegen mir der neuen Platte keine Texte bei. Von den anderen beiden Alben her gesehen, haben sie sich vom damaligen High School Niveau nicht viel weiter entfernt. Girls, Fun, und so weiter… Aber egal. Es muss ja nicht immer alles todernst sein. Schließlich nehmen sie sich ja auch selbst nicht zu ernst. SEHR erfrischend das Ganze. Anders kann ich das gerade gar nicht beschreiben.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Und noch eine Melodycoreplatte vom schwedischen Kultlabel Bad Taste Records. Kann man diesen Genreausdruck eigentlich noch verwenden? Weiß nicht, ich kenn mich da nicht so aus. Zumindest kann ich aber in den letzten Jahren mit so etwas weitaus mehr anfangen als noch vor ein paar Jahren. Ich würde das Ganze jetzt mal wie folgt beschreiben: 40% BAD RELIGION, 20% MILLENCOLIN, 20% NoFX und 20% Eigner Stil… Nach einer wahren Labelodyssee höre ich bei ihnen sogar etwas Bodenständiges heraus. Vielleicht liegt das ja sogar am neuen Label - kommt es doch aus demselben Land wie die Herren selbst. Textlich kann ich gerade nichts sagen, weil mir mal wieder keine solchen vorliegen. Grmpf!!! Ich hasse das. In Berlin waren sie jedenfalls schon des Öfteren zu Gast und ich habe sie jedes Mal verpasst. Darüber ärgere ich mich gerade ein wenig. Da muss ich jetzt echt mal die Augen offen halten, denn ich kann mir vorstellen, daß die oben angesprochene Mixtur auf einem Konzert noch viel mehr zündet.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das geile daran, wenn man in einem Hostel arbeitet ist, daß man fast jeden Tag neue und coole Leute kennen lernt. So geschehen, irgendwann im letzten Jahr, als die Engländer von HOLY RACKET bei uns übernachteten. An dem Abend wo sie noch im Wild at Heart spielen sollten, musste ich natürlich arbeiten (das ist dann wieder ein Nachteil…). Und auch als sie ein zweites Mal hier gastierten konnte ich nicht kommen, da ich auch irgendetwas anderes zu tun hatte. Dafür drückten sie mir ein Minialbum in die Hand, das der Schmerz des verpassten Auftritts nicht ganz so groß war… Eine faire Geste. Ich hoffe, daß ich dadurch nicht allzu voreingenommen bin, wenn ich die Platte jetzt hier bespreche. Aber was das Trio aus Sunderland hier abliefert ist saumäßig geil. Old School Rock´n´Roll Punk der trotz teilweiser ernster Lyrics durch und durch Spaß macht. Trotz der nur 7 Songs. Zuerst fallen einem die vielen „Sing alongs“ auf, die nur jemanden kalt lassen können, der es schon ist. Vielleicht ist es ja auch gerade die Kürze der Platte, die einem das Hören nicht langweilig macht. Mittlerweile ist aber auch schon anderen Leuten aufgefallen, was für eine geile Band das ist. Überzeugt Euch einfach/unbedingt selbst…

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ach du scheiße. Was ist das denn? ´Ne relativ junge Band aus Berlin. Hoffe ich doch zumindest. Denn wären die Jungs und das Mädchen ein bisschen älter wären die Texte ein bisschen besser. Obwohl, das weiß man heutzutage auch nicht mehr so genau. Vielleicht bringt es der Titel des Tracks Nummero 9 einfach auf den Punkt - "Hüter der Belanglosigkeit“… Yep. Volltreffer. Da kann 1000 mal einer von den BEATSTEAKS bei einem Lied mitträllern. Besser wird das nicht. Und der Opener „Josy“, der mich wenigstens an meine eigene Freundin - aber auch nur vom Namen nach - erinnert und extra fürs Radio editiert wurde ist auch so langweilig wie es kaum noch geht. Wischiwaschipunkpoprocksound ohne Eingängigkeit, Kanten und Überraschungen. HILFE!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Wo der Himmel endet, weiß ich nicht. Das Ende der Band ist die Platte aber mit Sicherheit nicht. Denn LAB starten mit dieser Platte wohl erst gerade (richtig) durch. So ging die Singleauskopplung aus dem mir vorliegenden Album und gleichzeitig Opener des selbigen direkt, ohne Umwege, in die finnischen Charts. Und auch hierzulande konnte man „When heaven gets dirty“ schon beim ein oder anderen Radiosender hören. Es ist das dritte Album der Band um Sängerin Ana. Vor 2 oder 3 Jahren fiel mir das erste Mal ein Album von LAB in die Hände. Und ich habe das Gefühl, daß sie damals noch etwas rockiger klangen. Gewollt oder ungewollt geht es diesmal eher in die Richtung CURE, HIM & Co. Und das ist vielleicht auch nicht ganz verwunderlich. Denn der Produzent von HIM saß bei diesem Album ebenfalls mit im Regieraum. In einer Zeit, wo alle möglichen „Gothic-Anleihen“ im Funk und TV verwurstet werden, sicher nicht das Verkehrteste. Aber ich will LAB nicht ihren eigenen Stil absprechen. Dafür gibt es sie schon zu lange. Und ehrlich gesagt finde ich die Songs in ruhigen Momenten sogar richtig schön. Und ich bin mir auch sicher, daß sie es verstehen, die Leute auch Live in den Bann zu ziehen. Einfach mal auschecken… ;-)

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Die JOLLY JUMPERS (cooler Bandname) sind mir und ein paar anderen unter Euch vielleicht nicht ganz unbekannt. Man könnte sie nämlich von den auf TUG Records erschienenden „Tervetuloa Kioskiin“-Samplern kennen. Dort haben sie mir auch recht gut gefallen… Und für die Leute, die bisher noch nichts von ihnen gehört haben - Es handelt sich bei den JOLLY JUMPERS um eine lebende Legende aus Finnland. 1980 gegründet, gehören sie zu den Vorreitern der finnischen des Alternativerocks. Manchmal etwas schräg. Aber das gehört ja bei einer Legende dazu. Im letzten Jahr haben sie mehr Konzerte gespielt, als in den ganzen Jahren zuvor zusammen. Das sagt auch schon einiges aus… Ob man dann erwähnen muss, daß bei ihnen auch ein ex-FLAMING SIDEBURNS Mann mitmischt bleibt zu bezweifeln. Zumal die JJ mit denen auch rein gar nichts - schon gar nicht musikalisch - zu tun haben… Sagen wir mal so, Hometown HiFi ist kein Album, was ich mir ständig anhören kann. Aus meiner Sicht liegt die musikalische Spannbreite zwischen Krautrock, 70´s, Neil Young und stinknormalen, einfachen Alternativerock. Mal ganz gut zu hören - aber ein komplettes Album - das ist mir etwas zu viel.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Gemeinheit! Eigentlich sollte der Krizn die Platte besprechen. Ich hab doch eh schon so viel zu tun… Aber da ist er mal wieder zu faul für… ;-) Naja, ich glaube aber auch, daß die CD nicht sooo gut bei ihm weggekommen wäre. Der neue Stern am Rockhimmel sind die SKREPPERS zwar nicht. Aber ganz unter den Tisch fallen lassen muss man sie auch nicht.
Hui, die dritte finnische Band an diesem Tag, die ich bespreche und für mich immerhin die zweitbeste. Dass Produzenten auch mal selbst singen ist ebenfalls schon selten genug. Denn hier am Mikro befindet niemand Geringeres als Hiili Hiilesma, Produzent der JOLLY JUMPERS, 69 EYES und auch HIM, wobei von letzterer Band Frontmann Ville Valo sogar im Background hier und dort ein paar Sachen mitträllert. Aber nur, wenn man gaaanz genau hinhört. Ein paar 70´s / Surfelemente, eingebettet in unspektakulärer Rockmusik hört man und einen sehr gewöhnungsbedürftigen Gesang, der tatsächlich manchmal an DEAD KENNEDYS Frontmann JELLO BIAFRA erinnert. Gut, ein bisschen Psychobilly ist auch bei aber irgendwie kann ich mir auch diesen Mix nicht allzu lange anhören. Gerade auch, wenn man die Texte ein bisschen genauer unter die Lupe nimmt. Die Finnen sind schon ein bisschen verrückt. Kein wunder, wenn es dort ein halbes Jahr dunkel ist… ;-) Eine positive Sache ist aber, daß man nicht ins Melancholische verfällt, wie neuerdings so üblich ist bei Bands, die aus dieser Ecke kommen. Geht so.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Neueste Veröffentlichung vom Berliner Label An´na Nadel Records… Und ich muss sagen, lieber Ben und lieber Basti - da habt Ihr einen guten Fang gemacht. Ich will noch nicht vorweg greifen, das Jahr ist ja noch jung. Aber es kann sein, daß die Platte Ende 2005 durchaus in meine persönliche „Top 10 Liste“ gelangen kann. Aufgenommen im hauseigenen Studio von Manu und André (HAUSVABOT) liefern die Bernauer ein Stück Musik ab, was mich stellenweise an alten Ostpunk erinnert - aber nicht den runzeligen, sondern eher den so in der Richtung HAF und Co. - und manchmal an die BONES. Weil hier und dort, trotz rotzigen Punkrocks, auch ein Schuss Rock´n´roll rauszuhören ist. Das wichtigste sind aber die Texte und das stellen die ordinären Jungs auch unmissverständlich gleich im ersten Song klar. Dumpfbacken haben hier nichts zu suchen. Denn auch wenn man Spaß haben soll bzw. kann und die Songs es auch machen, sollte man die Ernsthaftigkeit der Gesellschaft nicht vergessen, nicht alles hinnehmen und sich auch mal auflehnen. Und wenn dies noch mit hervorragenden Melodien, teilweise mehrstimmigem Gesang vonstatten geht, umso besser. Leider ist die Platte schon nach einer guten halben Stunde vorbei. Aber was soll´s? Ich freu mich schon auf die Nächste. Und warte auch mal ab, was die Jungs live zu bieten haben. Tip!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Schon letztes Jahr erschien die LP von MR. BURNS auf Vinyl bei Klartext Records und nun ziehen selbiges Label in Kooperation mit den Berlinern von An´na Nadel Records mit der CD nach. Zu hören gibt es 14 (ein Stück weniger als auf der LP) kraftvolle, schnelle, melodische Songs in Bester Skatepunkmanier. Hoffentlich trete ich den Jungs damit jetzt nicht zu Nahe… Aber einige Ohrwürmer sind auf jeden Fall dabei. Und wenn ich jetzt nichts Falsches erzähle, hatten die Jungs aus Flensburg FORCE ATTACK - Veranstalter Imre mit einem Zeltplatzgig mal so sehr beeindruckt, daß die das Jahr darauf dann auf der richtigen Bühne spielen durften. So schnell kann´s gehen… Aber verdient haben sie sich es auch. Denn sowohl musikalisch als auch textlich bewegt man sich auf höchstem Niveau. Ist zwar nicht ganz mein persönlicher Musikgeschmack, aber in jenem Genre für mich eine der besseren Bands.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Hätte mich, bevor ich diese Platte kannte, jemand gefragt, wer denn RAMONEZ 77 wären, hätte ich wohl gesagt, daß es sich hierbei um eine x-beliebige RAMONES-Coverband handelt. Denkste. Zwar covern die Hamburger auch das ein oder andere Stück von den leider nicht mehr vollständig existenten New Yorkern, aber eigentlich handelt es sich hierbei um eine völlig eigenständige Band. Klar, mit nicht zu verleugnenden Einflüssen und einer gewissen Orientierung hinsichtlich des Gesangs und des Sounds… Aber eigenständig! Nach 20 Jahren Bandgeschichte(!) kommt mit „Rest in pace“ nun der erste(!) Longplayer der Band in die Geschäfte. Reife Leistung. Dass die Musiker selbst aber keine Unbekannten sind erfährt man dann über 3 Ecken. So sind (teils immer noch aktive) Mitglieder von Bands wie RUBBERMAIDS, BRONX BOYS, RAZORS, SS ULTRABRUTAL usw. usf. am Start. So bleibt es auch nicht aus, daß man über all die Jahre die ein oder andere Persönlichkeit kennen gelernt hat bzw. zusammen gespielt hat. Dann kann es dann einen nicht verwundern, daß man sich bei einem Stück Bela „Diggler Ramone“ B. (So steht es im Booklet) ins Studio geholt hat, der auch einen Song mitsingt. Wenn man dann noch bedenkt, daß am Album auch noch ROD RECORDS beteiligt ist… Für Die-hard Fans der ÄRZTE also sowieso schon ein Muss. Aber das soll noch nicht meine abschließende Kaufempfehlung sein. Der Videoclip zu „Beat on the Bush“, den man ja auch schon letztes Jahr im Netz finden konnte und sich mit auf der CD befindet, gab mir dann den endgültigen Rest, diese Platte und diese Band zu mögen. Wie mache ich Euch aber jetzt klar, daß Ihr das auch tun sollt? Mmmh. Also man erfindet das Rad nicht neu. Dass sie keine reine Coverband sind, wisst Ihr ja jetzt. Dass die Leute schon einige Zeit unterwegs sind und dementsprechend was auf dem Kasten haben auch. Wer also ein bisschen auf die RAMONES steht, sich Neuem nicht verwehrt, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Das Vinyl erscheint mit limitierter Bonussingle übrigens auf Klartext Records…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

„Real Punks eat meat“… Hehe. Coole Aussage innerhalb des CD-Einlegers… Das klingt schon mal gut. Ansonsten gibt es von den 4 Amis ganze 25(!) Tracks zu hören, bei denen es nicht einen einzigen Ausfall gibt! Das will bei mir schon mal was heißen. Kurz und knackig - einfach Punkrock. Nichts Anderes sind die DeRITA SISTERS! Eine Art 77´er Punkrock, um genau zu sein. Dazu ein schickes Coverartwork, daß es einen nicht wundert, daß die Herren von TRASH 2001 das Ganze auch noch als Picture-LP rausbringen werden. In der heutigen Zeit ja nicht ganz einfach diese Dinger zu verticken. Aber wenn ein Label schon so viel Vertrauen in eine Band setzt, können die ja nicht schlecht sein. Und da gehe ich mit ihnen voll mit. Egal ob auf Vinyl oder CD - Das Teil gehört in Euren Plattenschrank!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

ReRelease Nummer eins, der bekannten und geliebten Band. Nachdem das erste Album (Stille Nacht) schon lange ausverkauft ist, haben sich die Herren dazu entschlossen, zumindest noch mal Album Nummer 2 und 3 wiederzuveröffentlichen. Zumal auch letztere nicht mehr nachgepresst werden konnten, da es ja A.M. Music nicht mehr gibt. Hier also das Album Nummer 2. Ursprünglich 1996 erschienen. Mein Gott, das ist ja auch schon wieder fast 10 Jahre her… Wohl das bekannteste und Beste Album der Band. Das Album mit den meisten Hits. Ob das nun die „Schöne neue Welt“, der „Pazifist“ (auch bekannt durch den damaligen Schlachtrufe BRD - Sampler), das „Weberlied“ oder das „Glashaus“ oder sonst noch was ist. Jedes Stück ist hier ein Hit. Und Leute, die die CD nicht mehr bekommen konnten, können sich hier richtig freuen. Aber das ist noch nicht alles. So findet man auf der Wiederveröffentlichung auch noch den ein oder anderen Bonustrack in Form von Samplerbeiträgen, Remixen und Demoaufnahmen. Feine Sache und insgesamt sind es sogar ganze 7 Tracks!!! Für die älteren unter Euch, die Chance, noch mal Eure Jugend aufleben zu lassen. Für die jüngeren - eine der Besten CDs, die es je im deutschsprachigen Punkbereich gegeben hat. Und nun wieder gibt…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Und hier gleich hintenan ReRelease Nummer zwei von KapBonn. Hierbei handelt es sich um das dritte und auch nur noch schwer zu bekommene Album von der mit so ziemlich besten deutschsprachigen Punkband überhaupt. Auch hier wurde nicht einfach nur lieblos „wiederveröffentlicht“, sondern noch eine ganze Menge Bonusmaterial mit raufgehauen. Nämlich ganze 7 Bonussongs und einen ergänzenden Bericht zur „Lage der Nation“ im Jahre 2005. Ich wiederhole mich - Für die jüngeren - eine der Besten CDs, die es je im deutschsprachigen Punkbereich gegeben hat. Und nun wieder gibt… Kaufen! KapBonn sind übrigens endlich auch wieder live unterwegs und haben gerade im Jahr 2004 ein neues, aktuelles Album veröffentlicht. Mal sehen, was da noch so kommt.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Die Platte ist ja nun schon ein Weilchen draußen und lag bei mir ewig rum. Aber irgendwie habe ich es mir immer schwer getan, sie zu besprechen. Da heute aber mal wieder mein Reviewtag ist, muss es sein. Vielleicht liegt es daran, daß ich die Band, die ich eigentlich sehr schätze und mag, mich mit „Underground Stories“ nicht so überzeugt, wie ich es gern wollte. Sicher, einige Songs sind unschlagbar. So zum Beispiel das „36 Guns“, wovon sie auch noch ein Video gedreht und es gleich mit auf die CD gehauen haben. Aber irgendwie fehlt mir hier und da noch der letzte Funke, der mein Herz vollends entzündet. Ich kenne jetzt ihre Vorgänger-LP, die „Guitars & Crimes“, nicht und kann daher nicht beurteilen, in wie weit sie sich entwickelt haben. Einen Unterschied gibt es aber wohl, denn die ausgesprochen guten Lyrics werden von Sänger Mart Narcotic diesmal ausschließlich auf Englisch vorgetragen. Für einen ersten Eindruck reicht es mir jedenfalls, um sagen zu können, daß FRONTKICK schon zu den Guten dieses Genres zählen. Aber live sind sie tatsächlich unschlagbar, was nicht zuletzt an Martis unglaublicher Ausstrahlung liegt. Schaut Euch mal ein Konzert von denen an und Ihr werdet mir Recht geben. Wenn dann bei Euch das Interesse geweckt ist dann solltet Ihr Euch zum Merchstand bewegen und Euch die Platte holen. Muss ja keiner die Katze im Sack kaufen und unterwegs sind sie ja genug. Erschienen ist die Platte übrigens auf einem spanischen Label. Daher ist es wohl eh schon schwer genug, sie hier in einem normalen Laden zu bekommen. Also nochmals - besucht ein Konzert der Deutsch-Spanischen Formation und entscheidet selbst. Ich leg sie mir jetzt noch mal ein und vielleicht will es mit dem besagten Funken ja dann doch klappen. Das Vinyl gibt es wieder mal auf Knock Out Records.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Auch eine CD, oder besser 2, die schon eine Weile bei mir rumliegen. Aber die habe ich wirklich einfach vergessen gehabt. Schade, das haben sie eigentlich gar nicht nötig/verdient gehabt. Denn hier stimmt auf JEDEN FALL das Preis-Leistungsverhältnis. 2 CDs in einer Papphülle zum Preis von einer. Und wenn bis jetzt noch nie jemand etwas von BONECRUSHER gehört hat, dann wäre diese Veröffentlichung der Beste und lohnenswerte Einstieg zum Hören dieser Band. Auf CD 1 befindet sich eine Art Singlecollection, die sich dann auch so nennt. Genauer gesagt befinden sich auf ihr die Songs der "Animal", "Angry Youth", "No escape", "Problems in the nation", "For your freedom" und "The good life" – Eps, die zum Teil ja auch schon auf Knock Out Records erschienen und andererseits auch schon wieder vergriffen sind. Die 2. CD ist dann ein neues, eigenständiges Album - „Followers of a brutal calling“ nennt es sich und bietet wieder feinen, aggressiven Punkrock, der weder Fragen noch Wünsche offen lässt. Dass die Jungs kein Blatt vor den Mund nehmen dürfte sich ja inzwischen rumgesprochen haben. Und da die Musik dazu ja wie eh und je stimmt, kann man beim Kauf dieser Platte rein gar nichts falsch machen. Ehrlich.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Da ist es also nun, das Debütalbum der 4 „heißesten Psychologiestudenten“ aus Sindelfingen. So oder so ähnlich lautete jedenfalls der O-Ton von Axel Kurth (WIZO) auf deren Abschiedstour in Berlin, wo sie als Vorband fungierten. Und wenn man deren Sound auch rein gar nicht vergleichen kann, scheint dahinter doch mehr zu stecken als bloße Freundschaft. Denn oben genannter (ex)Rockstar hat sich ziemlich in die Produktion dieses Albums eingebracht. Was man vornehmlich am Gesang merkt. Stellenweise habe ich sogar gedacht, ohne das Booklet vorher zu lesen, daß er selbst am Mikro „Hand anlegt“… Wie ich mich aber live überzeugen konnte, ist dies nicht der Fall. Schon gar nicht musikalisch. Denn da gibt es Rock´n´Roll satt, wie ihn AC/DC und Co. in jüngeren Jahren nicht besser hätten fabrizieren können. Doch dies ist an Einflüssen nicht alles. Vielmehr sind es so viele, daß die „Bulldozer“ damit - zumindest in Deutschland - einen ziemlich einzigartigen Stil fahren. Ich musste mich erst eine Weile daran gewöhnen, aber mittlerweile gefällt mir das Album richtig gut. Passt meiner Meinung nicht so gut, daß das Album unter Hulk Räckorz erscheint, zeigt aber, daß die da unten eh alle unter einer Decke stecken. Solltet Ihr ruhig mal antesten. Auch wenn die WIZO Tour vorbei ist.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ich hab, glaube ich, noch nie so ein schönes und liebevoll aufgemachtes Promo/Demopäckchen bekommen. Meist hat man den Eindruck, daß man, wenn sich Leute überhaupt solche Mühe geben, damit musikalische Defizite kompensieren will. Aber das ist bei KATZE überhaupt nicht der Fall. Die haben schon ein wenig länger ihre Instrumente in der Hand. Und auch wenn mir der Musikstil nicht vollends zusagt, mag ich die Art und Weise von KATZE einfach sehr. Irgendwo ist das schon wieder punkig. Laut eigenen Angaben spielt man Krautpop, was ich auch so unterschreiben würde. Mir fallen als erster Vergleich vielleicht BRITTA ein. Gesanglich wie musikalisch, auch wenn ich gerade feststellen musste, daß hier ein Mann das Mikro in der Hand hält. Ich hätte schwören können, daß dies nicht der Fall ist, gerade wenn man eben BRITTA im Hinterkopf hat. Auch lässt der Bandname ja eigentlich etwas Weibliches vermuten… Aber seis drum. Es geht alles so ein bisschen in die Richtung KLEE, ANGELIKA EXPRESS & Co., mit denen man auch schon diverse Bühnen der Welt bzw. Deutschlands teilte. Aber bevor Ihr mich falsch versteht - Vergleichen kann man KATZE mit ihnen wiederum nicht. Sie haben schon etwas Eigenständiges. Der Deutsche Gesang steht ihnen gut. Vorher hatte man nämlich wohl auf Englisch gesungen. Das sollte - gerade auch im Hinblick auf kommerziellen Erfolg - auch etwas reißen. Wobei ich mir aber nicht sicher bin, ob KATZE darauf wirklich aus sind. Bei soviel Liebe im Detail wird man wohl schwerlich Plattenfirmen begeistern können, dies auch zu tun. Oder man muss eben Kompromisse eingehen. Und das scheint mir bei KATZE in jeder Hinsicht nicht der Fall zu sein. Weiteres Namedropping erspar ich mir mal. Testet die Band einfach mal selbst aus. Im Juni erscheint dann der volle Longplayer und da bin ich schon mal gespannt. Man muss wohl alles erstmal im Zusammenhang sehen. Einziger Nachteil - Das ganze Konfetti aus dem Päckchen liegt jetzt im Raum verteilt bei mir rum. Da finde ich bestimmt noch nächstes Jahr was davon in meinem Zimmer - Aber bleibt man einem vielleicht noch mehr in Erinnerung… ;-)

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Eine Singleauskopplung aus ihrem aktuellen Album „Einmal Superpunk, bitte“. Normalerweise besprechen wir hier ja keine Maxi CDs. Weil sich meistens ja doch nur X verschiedene Mixe ein und desselben Songs darauf befinden. Aber coole Labels (wie L´age D´or) und Bands (wie SUPERPUNK) wissen noch, was sich gehört und veröffentlichen darauf noch unveröffentlichte und neue Songs, daher werden wir hier mal eine Ausnahme machen. SUPERPUNK sind nicht (mehr) unbekannt und die meisten werden wissen, daß sie bis auf die Attitüde eher nichts mit Punk gemeinsam haben. Aber ist es nicht schließlich das worauf es beim Punk ankommt? Eine Frage, die schon mindestens 30 Jahre lang diskutiert wird und worauf bisher immer noch keine Antwort gefunden wurde… Naja, wie dem auch sei. Insgesamt befinden sich, neben dem Titeltrack, 4 weitere Songs auf dem Tonträger. Eine Liveversion und 2 weitere unveröffentlichte Songs. Ich gebe zu, daß SUPERPUNK schon ein bis zwei Hits veröffentlicht hat. Insgesamt, auf die Dauer gesehen sind sie aber nicht ganz mein Fall. Daher wird auch diese Maxi nicht oft den Weg in meinen CD-Player finden. Nicht schlecht, aber mir auf die Dauer zu monoton. Für Fans der Band aber sicher eine lohnenswerte Anschaffung.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Mal was ganz anderes aus dem Hause LADO. THE ROBOCOP KRAUS (der Bandname erinnert mich irgendwie an die LEOPOLD KRAUS WELLENKAPELLE - mit denen und derem Musikstil haben sie aber nichts zu tun) spielen Rock´n´Roll im Stile der HIVES (kein Wunder, daß diese Platte dann auch gerade von Pelle Gunnerfeldt, dem Produzenten der HIVES produziert wurde - oder umgekehrt?) oder den gerade so schwer angesagten FRANZ FERDINAND und Co., wobei man sich hier aber auch nicht scheut, mal elektronische Elemente einzusetzen, weshalb ich als Einfluss der Band auch mal DEPECHE MODE anführen wollen würde. Hoffentlich haut mir die Band dafür nicht einen auf den Deckel. Sie kommen zwar aus Deutschland und brauchen aber den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Eigentlich nicht schlecht, jedoch reichen mir die auf der CD vorhandenen 3 Songs nicht aus, um ein genaueres Urteil abzugeben.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Die GENERATORS mag ich eigentlich immer. Fast egal, was sie anstellen. Und das nicht nur, weil mein Arbeitgeber einen recht ähnlichen Namen trägt. Nein, eher deshalb, weil sie immer ziemlich solide Arbeit leisten. In den 8 Jahren ihres Bestehens haben sie sich stetig weiterentwickelt. Das hört man besonders am neuen Album. Etwas ruhiger ist es geworden und die Songs bewegen sich nicht selten im unteren Midtempobereich. Ich bin mir sicher, man hat im vergangenen, unzufriedenen Winter eine Menge THE CLASH und BAD RELIGION gehört hat. Als einen Mix daraus würde ich die Songs nämlich bezeichnen. Blöd nur, daß die Platte jetzt zum Frühling / Sommer herauskommt. Denn in dieser Zeit hat wohl kaum jemand Bock auf melancholische Songs. Es sei denn man wird gerade mal wieder von seiner Freundin verlassen. Aber das hat ja dann auch wieder etwas Traurigschönes. Genau wie diese tolle Platte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es klingen würde, wenn Mike McColgan heute noch bei den DROPKICK MURPHYS singen würde. Ob das überhaupt noch passen würde…!? Aus vollem Herzen bringt er hier seine Texte an den Mann, dass man fast mit ihm weinen, lachen, fühlen möchte. Dazu wundervolle Melodien, daß auf einem Konzert - da bin ich mir sicher - nicht ein einziges Bein still stehen kann. Und wenn doch, dann wird man es bestimmt nicht lassen können den ein oder anderen Text aus vollem Hals mitzugröhlen. Viel wahrscheinlicher ist aber wohl eine Mixtur aus Beidem.
Auch wenn es bei „Tale of Mass Deception“ einen Track gibt, der durchaus auch mal an die „Bostoner Iren“ erinnert, sind die STREET DOGS eine ganz andere Band. Das hier ist Punkrock, der über jeden Zweifel erhaben ist, was man ja von den MURPHYS nicht immer behaupten kann. 12 Songs gibt es zu hören, wo ich mich am ehesten zu einem Vergleich mit RANCID hinreißen lassen würde. Ganz einfach deshalb, weil man sich nicht scheut, auch mal punkrockfremde Elemente einfließen zu lassen, weil einfach alles tanzbar ist und weil man eben die Ehrlichkeit spürt. Partytauglich aber nicht zwangsläufig „Gute-Laune-Mucke“. Einfach guter Punkrock.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Böse Zungen könnten behaupten, da im Schwabenland eh die Zeit stehen geblieben ist, beschäftige man sich zwangsläufig mit altem Kram. Daher würde es auch nicht verwundern, daß die STEREO SATANICS am alten 60´s-70´s Garagepunk ihr Herz verloren haben und diesen auch zum Besten geben… Hehe. Nee, wollen wir mal nicht so sein. Die Band gibt es mit Unterbrechungen seit 1998 und haben bisher auch schon zwei 7“ veröffentlicht. Nun erschien mit „Pirate Love“ ihr erster Longplayer, der auch gar nicht so schlecht klingt. 12 schnelle, trashige Songs befinden sich auf dem Silberling und die laufen in knapp 30 Minuten schneller durch, als frischer Frühstückskaffee. Während diese eigentlich nichts zu Wünschen übrig lassen, fehlen mir aber leider im wundervoll gestalteten Booklet die Texte. Schade. Denn so kann ich nicht näher auf sie eingehen. Man kann sie aber wohl auf der Homepage nachlesen... Titel wie „Kill the Plastic People“ lassen aber vermuten, daß sie auf der richtigen, der guten Seite stehen. Coole Platte. Was sie aber - wie im Waschzettel erwähnt - mit Heavy Metal zu tun haben soll, bleibt mir schleierhaft. Die Platte gibt es übrigens auch auf Vinyl!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

POTSHOT kommen aus Japan und spielen Skapunk´n´Roll. So würde ich das jetzt mal bezeichnen. Dass sich so was lustig anhört, werdet Ihr sicher nachvollziehen können. Besonders, wenn man an den Gesang denkt. Und tatsächlich fühle ich mich manchmal an eine Kreuzung aus den TOY DOLLS und ELÄKELÄISET erinnert. Wenn man das aber irgendwann beiseite geschoben hat, klingen sie auch nicht anders als eine europäische Band. Was jetzt aber auch kein Qualitätsmerkmal sein soll. Mit vielen Singalongs und tanzbaren Stücken wird Euch die Band, die mit „A go go“ auch schon ihren 4. Longplayer veröffentlicht haben, bestimmt auch Live gefallen. Wenn sie es denn irgendwann mal schaffen, hierher zu kommen. Kann ich mir jedenfalls vorstellen. Wenn Ihr Eure Freunde also mal mit etwas „Anderem“ beeindrucken möchtet und nicht zum X. Mal eine MIGHTY MIGHTY BOSSTONES Platte auflegen wollt, könnt Ihr mit POTSHOT nichts falsch machen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Machen wir es kurz. Als Ich Herrn Miret und seine Disasters das erste Mal auf dem „A worldwide tribute to the real Oi!“ begegnete, war ich schlichtweg begeistert von seinen bzw. deren Machenschaften. AGNOSTIC FRONT hatten mich bis auf ein, zwei Songs noch nie so richtig begeistert - schon gar nicht live, so daß in meinem Kopf immer dieses Projekt für mich an erster Stelle stand. Wo bei Roger Miret die Prioritäten liegen, weiß ich allerdings nicht. Hier nun sein neuester Streich. Geboten wird 13-mal mitgröhlfähiger Punkrock ohne Kompromisse. 1984, dem Jahr als Roger zum Punkrock bzw. Hardcore kam, wird hier ordentlich Tribut gezollt. Man ist viel „united“ und sucht auch gern nach dem ein oder anderen „Riot“… Klingt alles ganz nett. Aber irgendwie komme ich langsam in ein Alter, wo MEINE Prioritäten und Interessenlagen sich ETWAS verschoben haben. Ist für mich eher ein Album, was gut in einer Kneipe laufen kann, wo man mit Freunden noch mal über alte Zeiten sinnieren kann. Sonst lebe ich aber in der Gegenwart und daher wird die Platte wohl nicht mehr Soundtrack meines Lebens werden.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Da ist sie, die erste LiveCD der SHOCKS. Und was für eine. In einzigartiger DIY-Produktion kommt sie daher und bietet weitaus mehr, als man auf dem ersten Blick erwarten könnte. Erstmal die Fakten. Genau 23 Songs gibt es aus den Jahren 1999 - 2003 zu hören. Mal in besserer (24-Spuraufnahmen vom DIRTY FACES - Festival) und mal in nicht so doller, dafür aber authentischer (4-Spur-Demo- und andere Kassettenrecorder(live)aufnahmen) Qualität. Dass es übrigens von der Band, die ja schon weitaus länger existiert, keine Aufnahmen von den Jahren zuvor gibt, liegt daran, daß man nicht sooo oft live gespielt und eher im Proberaum rumgefrickelt hat. Dazu gibt es noch ein Video aus dem Proberaum, welches man sich dann auf dem heimischen PC angucken kann. Das Beste ist jedoch mit die Verpackung. In Form einer EP kommt sie daher, welches ein 4-seitiges Booklet weitere Informationen zu den Songs, Bilder und eine Pille enthält. Ob man mit Hilfe davon abspacen und die Songs noch besser genießen kann? Befindet man sich nach dessen Einnahme gar in einem Wald bei Gadebusch und kann dann dem Konzert der SHOCKS noch mal beiwohnen? Keine Ahnung. Auf jeden Fall dürfte, wegen der Handarbeit, jede der auf 250 Stück limitierten (schwarzen!) CD anders aussehen. Nicht zu unrecht kam die Platte deshalb in meine persönliche „Top 10“ des Jahres 2004. Unbedingter Pflichtkauf - nicht nur für Fans der Band und spätere Wertsteigerung garantiert!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Also entweder lag es am Sound, oder die aus Berlin kommenden SOIFASS waren damals 2003 bei einem Konzert wo ich sie sah tatsächlich noch nicht so gut. Jetzt lege ich diese CD in meinen Player und was knallt mir da entgegen? Relativ gut gespielter Punkrock, eingebettet in einer ziemlich fetten Produktion, was nicht zuletzt mal wieder an Herrn Oz aus dem Soundwerk Orange - Headquater Studio liegen dürfte. Gute Arbeit kann ich da nur mal wieder sagen… Jedenfalls gibt es 11 Songs zu hören, dessen Texte überraschenderweise auch gar nicht mal so peinlich klingen, wie man es vom Bandnamen erwarten könnte. Ja, was soll ich sagen? Die Platte macht einfach nur Spaß. Gerade auch wenn man den ein oder anderen Fehler im Booklet entdeckt. Aber wird denn hier schon krümelkackerisch sein? Das auf ´Scumfuck Mucke´ erschienende Debütalbum von ihnen kenne ich leider nicht. So kann ich auch nicht sagen, inwieweit sie sich entwickelt haben. Diese Platte hier ist aber wirklich gut.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Mmmh. Langsam neigt sich mein Reviewstapel dem Ende entgegen. Und immer näher komme ich an Platten, die ich gar nicht richtig besprechen wollte. Beziehungsweise Platten, die ich immer weiter nach hinten geschoben hatte, weil ich ganz einfach zu viel Respekt davor hatte. So auch bei dieser Platte hier. Ich möchte es mal so formulieren. Ich bin mit den ABTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN aufgewachsen. Habe großen Respekt davor, was Konrad K. davor und danach gemacht hat. Aber mit genügend Zeit und Abstand betrachtet, kann ich zu dem Vorliegenden Album nur sagen, daß es für mich nur durchschnittlichen Werts ist. Keine Ahnung. Entweder bin ich zu alt geworden oder Konrad K. ist stehen geblieben. Zwar bieten er und seine Band eine relativ breit gefächerte Palette an Text und Musik - man singt sogar auf Spanisch und Englisch, aber manchmal fehlt mir ein wenig der Tiefgang. Auch bei den Coverversionen bekleckert man sich nicht unbedingt mit Ruhm (TON STEINE SCHERBEN, DEAD KENNEDYS, HEINTJE(!)). Irgendwie kommen mir die so lieblos daher. Ach menno. Schade. Ich würde wirklich liebendgern was Anderes schreiben… ;-(
Möglicherweise liegt das Ganze aber auch nur daran, daß ich zu der Band noch keine persönliche Beziehung aufbauen konnte. Denn live konnte ich sie bisher noch nicht unter die Augen bekommen. Da sie das auch relativ selten tun, wird wohl auch die ursprünglich angekündigte Vinylversion nie erscheinen. Schade. Ich hoffe mal, Konrad rappelt sich noch mal auf und gibt hier nicht auf. Dass das Interesse ungebrochen ist, kann man im Gästebuch seiner Internetseite sehen…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das soll Punkrock sein? Emocore? Unpeinlich? Nee. Nichts dergleichen. Eher im Gegenteil. Die Band stammt aus Sacramento. „Without a promise“ ist ihr zweites Album und wurde von Michael Rosen (RANCID, AFI, SANTANA, etc…) produziert. Na und? Dass sie bei einem eigentlichen Metallabel ihre Platte veröffentlichen, obwohl sie selbst gar keinen spielen, zeigt schon, wie uneinig sich Band, Promoter usw. sind. Ist ja manchmal gar nicht schlecht. Ich denke aber mal, daß da einige Leute auf den schnellen Dollar aus sind. Am wenigsten vielleicht die Band. Die wird im ganzen Spiel lieber vernachlässigt. Aber egal. Absolut Radio- und Fernsehtauglich das Ganze hier. Hebt sich keinen Deut von Kapellen ála LIMP BIZKIT und ähnlichem Schrott ab. Texte liegen mir (wahrscheinlich zum Glück) nicht bei. Irgendwie habe ich den Eindruck, daß die Band und alles Drumherum inszeniert ist. Was soll´s also? Selbst diese Zeilen hier sind schon Verschwendung. Ab in die Tonne!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Da heute so ein schöner, sonniger Tag ist, kann ich die Platte eigentlich gar nicht sooo schlecht besprechen. Denn genau für solche Tage ist die Musik von OVER IT gemacht. Poppiger Punkrock der Marke „Made in California“… - den ich eigentlich gar nicht mag… Na gut, ein bisschen geht es vielleicht ins Ohr. Ein oder zwei Songs wissen durchaus zu gefallen. Und abgesehen von der sehr charttauglichen Musik, sind sogar die Texte etwas durchdacht und nicht nur auf „Gute Laune“ gemacht. Teilweise sogar recht persönlich, daß eine Erwähnung des so genannten „Emo-Core“-Begriffs nicht unbedingt abwegig ist. Ganze 12 Songs lang. Aber mit jedem Weiteren davon, wird es mir auch schon wieder zu eintönig. Wie fast immer bei Musik dieser Schublade… Naja. Es ist ja auch noch nicht richtig Sommer. Dann kann die Platte beruhigt auch erstmal wieder zurückgepackt werden. Ob sie aber bei mir noch mal das Laserlicht meines CD-Players erblickt ist fraglich. Musik ist ja so ein schnelllebiges Geschäft… Bis dahin wird bestimmt noch ein besseres Sommeralbum erscheinen. Haut mich nicht wirklich vom Schaukelstuhl.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Schon der 5. Teil des (nach labeleigenen Aussagen) erfolgreichsten deutschen Punkrocksampler (gerade auch international gesehen!!!). Krassomat. Aber schön, endlich gibt es wieder neue Punkrockcoverversionen zu hören. Die ersten vier Teile habe ich mir ja langsam schon überhört. Auch wenn einige der hier veröffentlichten Stücke bereits vorher schon auf bandeigenen Tonträgern erschienen sind. Wieder mal die perfekte PartyCD - oder besser: DoppelCD - für einen alkoholgeschwängerten Punkrockabend. Oder wahlweise auch für die Hochzeit eines Bekannten… Sage und schreibe 51 Bands gibt es diesmal zu hören, die sich quer durch die Musikgeschichte - mal mehr, mal weniger originell und gut - covern. Einzelne Favoriten von mir oder gar die ganzen Tracks will ich hier jetzt nicht auflisten. Das ist mir jetzt zu mühselig. Aber gerade der Mix aus diversen Punkrockgrößen und unbekannteren Bands gefällt mir gut. Im Booklet gibt es, wie immer, nur die nötigsten Informationen - ist aber bei der Masse an Bands wohl auch gar nicht anders zu bewerkstelligen. Wie sich die Zeiten doch ändern. Bedeutete früher Punk nicht auch, der ganzen schmierigen Chartmucke den Mittelfinger zu zeigen...? Naja gut, vielleicht wollen manche der hier vertretenen Bands das mit ihren Interpretationen gar tun. Ich weiß es nicht. Aber wer schon mal in einer Band gespielt hat, weiß, daß Covern einfach zum Musikmachen dazu gehört. Und auch bin ich mir sicher, daß der ein oder andere das jeweilige Original selbst zu Hause im Platenschrank besitzt. Was soll es also? Super CDs, die mit Sicherheit immer wieder mal herausgekramt werden. Schade nur, dass Wolverine kaum noch eigene Bands veröffentlicht. Liegt am Geld? Wäre schön, wieder mal was Neues von Euch zu hören…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Grünes Cover und eine grüne Single (wenn Ihr Glück habt und ein Exemplar der limitierten Auflage erwischt…). Und was befindet dich darauf? Ein saugeiler Song (wenn er nicht leiert - nicht, Jeschke? ;-) - Anm. d. T.) und noch ein Weiterer. Wenn man alles nur so einfach beschreiben könnte. Die Single und der Song besitzen wohl Kultstatus. Mir sagte die Band, bisher allerdings gar nichts. Und dabei bin ich auch gar nicht mal mehr so jung. Was kann denn nun jetzt als Ausrede herhalten? Keine Ahnung. Jehnfallz hört man geilen 77´er Poppunkrock ohne weitere Überraschungen. Aber genau das ist ja gerade das geile daran. Für Leute, die das nötige Alter besitzen wohl eine Kurzreise in ihre Jugend. Aber auch für die jüngere Generation ist dieses Stück Vinyl ein echter Leckerbissen. Haben die auch mal eine ganze Platte rausgebracht?

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Zum zehnjährigen Jubiläum des Berliner Labels, welches nicht unwesentlich zum Erfolg von Bands wie den SHOCKS und ANTIDOTE verantwortlich ist, erschien dieses Stück Vinyl hier, für welches ich extra ein anderes Konzert verließ, um sie zu erstehen. Denn ursprünglich sollte diese Platte nur auf dem „10 Jahre Attack Records - Festival“ in Berlin, Ende letzten Jahres zu erstehen sein, wo dann auch neben anderen Bands z.B. eben ANTIDOTE und auch die STROHSÄCKE - die Band des Labelmachers Christian - zum Tanze aufspielten. Limitiert und handnummeriert auf 500 Stück malte ich mir die Chancen äußerst ungünstig aus. Aber wie ich das so sehe, gibt es nun wohl doch noch das ein oder andere Exemplar der EP zu erstehen. Keine Ahnung woran das liegt. Immerhin war das Konzert umsonst und auch die Bierpreise ließen einem auch nicht gerade große Löcher in die Taschen reißen. Verstehe einer die Leute… Naja. Mir soll´s jedenfalls recht sein. Denn so habe ich doch noch ein Exemplar ergattern können. Auf der EP selbst befinden sich je ein Song von den STROHSÄCKEN (na klar), ANTIDOTE (selbstredend), TRÄSH TORTEN COMBO, WORHÄTS, DAISY CHAIN und den 16 EYES. Diese Reihenfolge gibt übrigens auch gleichzeitig die meiner Lieblingslieder dieser Platte wider. Alles Punkrock pur und absolut empfehlenswert. Auch wenn manch Digitalpunk mit der Soundqualität nicht ganz einverstanden sein wird. Hiermit möchte ich mich bei einem der wichtigsten Berliner Label bedanken und stoße mit Euch an - auf die hoffentlich nächsten zehn.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Und noch so ein Sammlerstück. 324 handnummerierte Exemplare gibt es diesmal. Aber so lange wie die Platte schon erschienen ist, kann es durchaus sein, daß sie jetzt schon vergriffen ist. Ich weiß es nicht. Sorry an die Band und an die Labelmacher, daß es diesmal mit der Besprechung so lange gedauert hat. Die gute Zeit… Aber nun ist die Review ja da. Und die sollte auch kommen, denn bei der Platte lohnt es sich wirklich. Es ist ja eher selten der Fall, daß Platten limitiert werden, um wirklich eine Rarität daraus zu machen oder diversen Freunden und Fans eine Freude zu machen. In Zeiten der CD sind da eher, denke ich, einfach nicht mehr die Absatzmöglichkeiten vorhanden. Und viele Leute, die sich dann so was zulegen, wollen das dann einfach nur haben und hören dann nicht mal rein. Das wäre bei DRUGSTOP ein ganz fataler Fehler. Denn diese Platte ist ausgesprochen gut. Mir hat ja schon ihre erste EP gefallen. Und an diese knüpft die Band nahtlos an. 6-mal schneller, sehr schneller Punkrock, der an die frühen 80´er Jahre erinnert. Da die Jungs auch unglaublich spielfertig sind, könnte es auch durchaus der Fall sein, daß sie eben jene Zeit sogar live miterlebt haben. Naja. Wie dem auch sei. Ein echter Tipp momentan von mir an Euch. Vielleicht gibt es ja doch noch das ein oder andere Exemplar. Einziges Manko sind vielleicht die wieder mal fehlenden Texte. Aber sonst… War übrigens mit etwas Mühe verbunden, die Homepage der Band ausfindig zu machen. Unter Umständen kann es sein, daß man da bei der „Drogenhilfe Regensburg e.V.“ landet…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

„Sunday after Sunday“ hab ich die Platte bei mir im Reviewstapel liegen lassen, weil ich nie so richtig mit ihr warm wurde. Aus Dänemark kommt die Kombo hier und spielt Oi!-Punk (nach meiner Definition) im Stile alter englischer Bands. Die mag ich ja zum Teil auch. Aber eben diese Platte… Ich weiß auch nicht… Live, mit genügend Promille im Blut mag das ja bestimmt Spaß machen. Aber an einem sonnigen Sonntagnachmittag? Ein paar Infos zur Platte gibt es zwar, aber die Texte fehlen gänzlich. Nicht die feine Englische Art - AHA! - Es gibt doch einen Unterschied… Ich würde mir jetzt gern was aus den Fingern saugen, aber mehr als, daß es 5 Songs auf der EP zu hören gibt und die Band meiner Ansicht nach überhaupt nicht auf TRASH 2001 Records passt, fällt mir nicht ein. Sorry. immer dieser Sonntage…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Nach der großartigen LP „Das Produkt“ legen TREND aus der Pfälzischen Metropole Landau mit einer kleinen EP neues Feuer in Sachen intelligentem… Ja was denn? Kann man das noch als Punkrock bezeichnen? Einige Puristen werden da wohl etwas dagegen haben. Doch ich meine schon. Wer sich schon mal mit der Band beschäftigt hat weiß, daß Vergleiche zu den früheren FEHLFARBEN nicht ganz unrichtig sind. Während letztere heutzutage aber fast nur noch Müll veröffentlichen, hat TREND noch was zu sagen und dazu ordentlich Feuer unterm Hintern. Leider gibt es nur 2 Songs zu hören, die bei einer Umlaufzeit von 45rpm viel zu schnell vorbei sind. Für einen Einstieg nicht schlecht. Aber ansonsten würde ich doch eher jedem das Album empfehlen. Hoffentlich kriegen sie den Hintern bald wieder hoch, um eine neue, ganze Platte, aufzunehmen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Eigentlich wollten wir hier bei ´Voice of culture´ ein kleines Special / Spendenaufruf über die junge Skaband aus Berlin bringen, da man letztens aus ihrem Proberaum mal eben die ganze Backline geklaut hatte. Aber ich denke/hoffe, daß dieses Review da ein wenig sinnvoller ist. Denn wenn Ihr Euch die Platte zulegt, was sich zweifelsohne lohnt, unterstützt Ihr die Band nicht nur finanziell, sondern auch musikalisch. Da kann ja weitaus mehr passieren. Vielleicht organisiert Ihr, wenn die Band Euch gefällt, ja sogar mal ein Konzert mit ihnen und das hilft dann allen weiter. Das können sie auch tun, denn so wie ich es mitbekommen habe, hat man sich inzwischen auch wieder neue Instrumente besorgt. Als Gitarrist Marcel mir letztens die Platte vorbeibrachte, haben wir erstmal festgestellt, daß wir zusammen mal studiert hatten und daher weiß ich auch, daß er ursprünglich aus der Punkrockecke kommt und vorher bei den P-NUTZ gespielt hatte. Welchen musikalischen Background die anderen Bandmitglieder haben, weiß ich leider nicht. Jedenfalls gibt es auf dieser 10“ (sehr schön!) bzw. CD 6 Songs zu hören, die ich, auch wenn ich da nicht so viel Ahnung habe, als lupenreinen Ska bezeichnen würde. Also kein Skapunk, wie er in letzter Zeit in Mode gekommen ist. Sehr tanzbar und auch gesangstechnisch stimmig. Mit einem Mann/Frau - Doppelgesang. Alles sehr schön anzuhören. Und da die Band ja noch verhältnismäßig sehr jung ist, sie viel spielen, gehe ich mal davon aus, daß man in Zukunft noch einiges von ihnen hören wird. Das hoffe ich jedenfalls. Sehr schöne Platte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

ZAUNPFAHL war eigentlich nie so wirklich mein Ding. Das war lange Zeit für mich, vor allem durch diverse Samplerbeiträge, irgendwelcher belangloser Deutschpunk. Das lag vielleicht aber auch daran, daß sie meist mit anderen, besseren Bands auf diesen Samplern vertreten waren und sie dort einfach nur untergingen. Naja, gut, später hörte ich auch mal ein ganzes Album von ihnen, was meine Meinung über die Teterower (wo ich persönlich auch schon schlechte Erfahrung sammelte - vielleicht lag es daran?) aber auch nicht unbedingt änderte. Diese 23(!) Songs auf ihrem mittlerweile dritten Longplayer gefallen mir nun aber sogar. Dass sie sich in die richtige Richtung (bessere Texte, bessere Musik) entwickeln, bewiesen sie schon auf ihrer Split EP mit NO EXIT, mit denen sie eine gepflegte Bandfreundschaft betreiben und auch gern touren. Und in diese Richtung geht dann auch „Leben ist…“. Intelligenter, gut produzierter Deutschpunk, der mir den Spaß an diesem Genre wieder etwas mehr zurückgebracht hat. Danke. Ich könnte jetzt noch viele Vergleiche anführen, DRITTE WAHL passt da vielleicht noch ansatzweise dazu, aber ZAUNPFAHL haben mehr oder weniger doch ihren eigenen Stil und da wäre das ein bisschen unfair. Solltet Ihr unbedingt mal antesten. Genug durch die Gegend fahren sie ja. Lasst auch Ihr Euch überzeugen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

VINYL ONLY(!) Produktion! Das gibt erstmal fette Pluspunkte. Bei VERBRANNTE ERDE handelt es sich um eine Band aus Gera, die ich für meine Begriffe, mal in die Emo-Punk Schublade stecken würde. Ob das an der Region liegt, wo sie herkommen? Auf jeden Fall handelt es sich, wenn man das überhaupt so sagen kann, um eine Art von Punk, wie er wohl nur im Osten zu finden ist. Vielleicht ist das nur ein subjektives Gefühl von mir. Aber ich bin mir sicher, daß wenn man mir mit verbundenen Augen die Platte vorgespielt hätte - ich hätte auf diese Region getippt. Das kann ich jetzt natürlich so sagen, weil ich es weiß, aber… Es gibt auf der schön gestalteten (jede Scheibe enthält ein immer anders aussehendes Foto) Platte 11 vertrackte Stücke, dessen Sinn sich mir nicht immer erschließt. Das liegt aber eben wohl an dieser Musikrichtung und das Wichtigste ist ja, daß die Musiker und Texter selbst damit klar kommen und Ihre erlebten Geschichten verarbeiten. Irgendwie sehe ich die aber als eine Art Kunst an. Gerade diese Gegend (um Leipzig) kann ja eine weit reichende Geschichte an Kunst vorweisen. Insgesamt gesehen kann ich mir das alles aber nicht lange anhören. Ich bin doch so ein „sonniger Mensch“ ;-) und selbige scheint gerade draußen so schön. Ist wohl eher was für den Winter. Die Platte hat ihre Höhen und ihre Tiefen. Aber das ist ja auch eine Art von Abwechslung. Insgesamt gesehen aber eher nicht so mein Fall. Sorry.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

VIRAGE DANGEREUX kommen aus Freiburg und gibt es st 1999. Wenn ich an Freiburg denke, fallen mir immer zuerst TOCOTRONIC, Studenten aber auch gute Musik wie CAREFREE (kennt die noch jemand?) ein. Und ab sofort wohl auch VIRAGE DANGEREUX. Obwohl der Bandname französisch klingt, singen sie abwechselnd auf Englisch und Deutsch. Das ist aber nicht die einzige Abwechslung. Das Album könnte man durchaus als Inbegriff der Abwechslung sehen. Hier findet man einfach alles: Punk, Ska, Jazz, Rock´n´Roll usw. usf. Man könnte jetzt meinen, daß sie sich vielleicht nicht auf einen Stil einigen konnten. Aber ich würde eher sagen - das ist gerade ihr Stil!!!! Und mit TRASH 2001 haben sie wohl genau das richtige Label gefunden, welches wieder mal einen ausgefallenen Musikgeschmack beweist. Ob Ihr damit klar kommt, weiß ich nicht. Ein jeder, der aber offen für Neues ist, sollte da mal reinhören. Mir gefällt´s ganz gut, auch wenn es jetzt nicht der Überhammer ist.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

…stolz das rote Halstuch tragen… Oh, ähm, das war eine andere Zeit… T´schuldigung. Das dritte Album der Bernauer liegt vor mir (wohnt Ihr eigentlich alle noch?) und bietet mir und Euch 14 Bierchansons vom Feinsten. OXO ´86 kann man eigentlich gar nicht scheiße finden. Es sei denn, man ist ein Trauerkloß und hat eh schon mit seinem Leben abgeschlossen. Auch wenn es manchmal über ernstere Themen geht, nehmen sie sich eben nicht zu ernst und haben immer noch ein Lächeln übrig und verbreiten gute Laune. Nicht nur auf einem Konzert in bierseliger Laune (obwohl das natürlich auch nicht verkehrt ist) sondern die ganze Zeit. Aus dieser Sicht passt der Plattentitel natürlich wie der Arsch aufn Eimer. Eine absolute Hitband!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

(Ost)berliner Coverallstarprojekt mit Leuten von u.a. den TOWER BLOCKS und nur auf VINYL erschienen! Das gibt wieder mal fette Pluspunkte für den umtriebigen Stephan. Schläfst Du überhaupt mal, Alter? Superproduzierte Platte mit, wie gesagt, Coverversionen von u.a. den GOLDENEN ZITRONEN, DAILY TERROR, FASAGA, PAUL WELLER. Das wäre aber alles zu einfach. So versieht man die Coverversionen auch mal mit eigenen Texten. Und auch ganz eigene Stücke befinden sich auf der 14 Stücke langen Platte. Die perfekte Partyscheibe für einen Abend in der AMNESIE (Kneipe in Friedrichshain und direkt gegenüber von Stephans Plattenladen) und sonst wo. Macht echt Spaß!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Mensch Leute, Ihr macht es den Leuten aber auch nicht einfach. Eine Platte so zu nennen, wie es SKREWDRIVER einst taten, wirft nicht gerade gutes Licht auf Euch, was einigen Leuten eh schon wieder Wasser auf die Mühlen gießt. Ich für meinen Teil weiß, daß Ihr mit Nazikram nix am Hut habt. Holgi hat schon mehr für und im Punkbereich gemacht, als die Meisten Eurer Kritiker. Aber andere Leute… So ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn die ein oder andere Person nichts mit Euch zu tun haben will. Andererseits weiß ich aber auch, daß Euch das eh nicht interessiert… Hehe. Jedenfalls ist der Nachfolger zu „Praise your Ghetto“ großartig geworden. Live aufgenommen, gibt es schon halbwegs die Power wieder, die man auf einem Konzert der „Nicht mehr ganz - Hellersdorfer“ erleben kann. Eingängiger, kraftvoller Streetpunk, den man in der Qualität leider nur noch selten zu Ohren bekommt. 13 neue Songs gibt es zu hören und eine neue Version vom Überhit „General Boredom“, die bei einer guten halben Stunde Spielzeit wieder viel zu schnell vorbei sind. Trotz Umbesetzungen innerhalb der Band gibt es kaum Unterschiede zum Songwriting des Debütalbums. Auch textlich gibt es kaum Überraschungen. Neben den üblichen Spaß- und Alkoholverehrungen nimmt man sich auch diese und jene Peson vor. Abgerechnet wird dabei mit einer Menge von Leuten. Zum Beispiel DICK BRAVE, BETTY, Freundinnen von Bekannten oder auch MOSI MOSHAMMER. Alles in allem ein recht gelungener Nachfolger. Auf ein neues, richtiges Studioalbum bin ich da aber viel mehr gespannt. Und passt dann bei der Namensgebung ein bisschen auf. Denn ein alter Spruch sagt schon - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Manchmal muss man bei der Bandnamengebung ein wenig vorsichtig sein. All zu schnell kann der traurige Realität werden. So starb der Sänger der schwedischen Band letztes Jahr kurz nach Veröffentlichung der Platte nach einem Sturz aus 6 Metern von einer Brücke… Dabei war die Band gerade erst so richtig am Durchstarten. Und mit „Last call for alcohol“ haben sie ein Werk zu Stande gebracht, daß sich keineswegs hinter Bands desselben Genres, wie GLUECIFER, HELLACOPTERS & Co. verstecken braucht. Ich finde sie sogar noch ein bisschen punkiger und rockiger. Ja sozusagen noch mehr „True“. Die 10 Songs fetzen mal eben in 26 Minuten alles weg, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Mittlerweile haben sie einen neuen Sänger gefunden und ich hoffe mal, daß dieser nahtlos an die Qualitäten des alten Sängers herankommt. Denn dann wird man von der Band hierzulande (hoffentlich) noch etwas mehr hören. Geile Platte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Die Band gibt es erst seit einem Jahr. Da will ich mal nicht ganz so hart sein, denn sonst werden sie vielleicht noch in ihrem jugendlichen Elan ganz traurig. Das Durchschnittsalter der Band dürfte nämlich gerade mal erst um die 20 Jahre betragen. Sie kommen aus Marburg in musikalisch sogar ganz fit. Aber meine Musikrichtung, die im Info dazu mit WATERDOWN, QUICKSAND und ähnlichen Bands verglichen wird, ist es definitiv nicht. Weinerlicher Emo-Core, auch mal mit Geigen unterlegt, dafür aber mit einer guten Stimme, deren Spektrum von lieblich säuselnd bis aggressiv Schreiend reicht. Es ist erstmal eine Vorab-EP. Ein Album soll demnächst erscheinen. Das wird auch sicher seine Käufer und Fans finden, weil es ja gut gemacht ist. Aber wie gesagt, mein Glas Cola isses nicht.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Erschienen ist die Scheibe bereits als CD bei DSS-Records. Nun hat sich der Stephan von Meuterei Berlin/TOWERBLOCKS dazu erbarmt, daß Ganze noch mal als limitierte (500) Picture LP herauszubringen. Sehr löblich. Der Sound ist auch super. Klar - wurde ja schließlich auch im Headquater Studio bei Peddar Oz aufgenommen (das bürgt ja mittlerweile schon für Qualität). Allerdings müssen die Herren Musiker ja auch ihren Teil dazu beitragen. Und auch da stimmt es. Die Jungs haben schon was drauf. Ja, eigentlich eine ganz coole Platte/Band. Wenn da die Texte nicht wären… Nee, da will ich gar nicht drauf eingehen. Der Song „Halbfinale“ ist unter aller Sau. Was soll das? Das nimmt mir jede Freude. Schon wegen diesem Stück, ist die Platte Vinylverschwendung. Schade. Wirklich. Da reißt auch die DISCIPLINE-Coverversion nichts raus. Mittlerweile befinden sie sich aber wohl wieder im Studio, um eine neue Platte aufzunehmen. Bin ich ja mal gespannt. Ich erwarte und hoffe Besserung.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

5 Livesongs gibt es auf der einseitig bespielten EP. Für Leute wie mich, die auch gern selbst mal eine Vinylsingle rausbringen wollen, ist das ja fast schon Vinylverschwendung. Andererseits hat das auch schon wieder was Kultiges. Und Kult sind die Finnen ja auch. „Ramones-Punk“ nennt Labelmacher HöhNIE den Stil des Trios. Minimalistisch gehalten (kopiertes Cover und simpler Labeldruck - dafür aber streng auf 400 Stück limitiert) kommt die Co-Produktion mit Hannu/Woimasointu recht rau daher. Genauso wie die Aufnahme der Songs. Wie gesagt, sind sie live. Wieder mal keine Platte für Digitalpunx. Dafür ein liebevolles Stück für Plattensammler und ihre Sammlung. Demnächst ist auch eine Art Best-Of - LP mit Stücken aus allen Schaffenphasen der Band geplant. Und wenn die erscheint, werden sicher noch einige Leute mehr zugreifen (können). Denn die Platte ist mittlerweile fast vergriffen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Schon etwas länger draußen. Dafür aber vielleicht eine gute Werbung für die demnächst erscheinende Split-Platte mit ANAL-OHG. Denn was die 3 Berliner hier wieder bieten, macht Lust auf mehr. Die 2. EP knüpft nahtlos an ihre erste an bietet 6 neue Knaller. Diesmal in Co-Produktion mit Höhnie Records, An´na nadel Records und Eisbär Records. Was soll ich sonst noch sagen? Pogopunk der Güteklasse 1a, der, so möchte ich sagen, in der Qualität momentan einzigartig in Deutschland ist. Daher haben sie es auch mehr als verdient, diesen auch im Ausland zu präsentieren. Das beweisen Touren durch Russland, Finnland…. In limitierter Auflage gibt es die EP in grünem Marmorvinyl bei den Labels und der Band. Mehr als ein Pflichtkauf.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Herzlichen Glückwunsch zur neuen Band, HöhNIE! Ja, Ihr habt richtig gelesen. Denn obwohl die Band aus Finnland kommt, hat Labelmacher HöhNIE endlich wieder ein neues Betätigungsfeld gefunden, in dem er ja schon einige Erfahrungen in früheren Bands (seit den 80´ern übrigens) sammeln konnte. Ich glaub, das hat er auch gebraucht. Denn seitdem scheint er nur noch unterwegs zu sein. Im Jahr 2002 gründete sich die Band erst und spielt lupenreinen Finnenhardcore. Bei dem, weil alle (auch HöhNIE(!)) Bandmitglieder mitsingen, schon eine gewisse Portion Power und sogar Spaß rüber kommt. Letzteren merkt man der Band au jeden Fall an. Da die Texte komplett auf Finnisch sind, kann ich dazu leider nicht so viel sagen. Aber vielleicht könnt Ihr sie Euch in einer ruhigen Minute mal bei einem Bierchen von HöhNIE übersetzen lassen. Beste Gelegenheit: Bei einer seiner vielen Geburtstagsfeiern in diesem Jahr. Und wenn Ihr Glück habt, spielt er bei dem ein oder anderen Event ja sogar selbst mit. Die erste Auflage kommt in schneeweißem Vinyl daher.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Supergünstige Neuauflage der ursprünglich 1983 auf einem hier nicht näher genannten Label erschienenen Platte im Originalcoveratrwork. Und nicht nur das. Auch die längst vergriffene „Huora“-EP gibt es als Bonus dazu, so dass sich auf dem Stück Vinyl ganze 20 Songs befinden. Bei einer guten halben Stunde Spielzeit verspricht und hält das ein volles Brett Finnenhardcore. Was man aber nicht vergessen darf, ist, daß diese Art von Hardcore immer noch einen Tacken Melodie enthält, was bei mir einfach nicht fehlen darf. Ihr wisst ja - wenn eine Revolution nicht tanzbar ist….
Jedenfalls ein absoluter Klassiker, der ungefiltert einem noch mal das vor Augen bzw. Ohren führt, wie Punkrock in den frühen 80´er Jahren klang und heute vielleicht auch manchmal noch klingen sollte. 300 Exemplare gibt es im farbigen (grünen, klaren) Vinyl. Und so wie es aussieht, kann man die Band dieses Jahr sogar noch mal live erleben. Schaut dazu einfach mal auf HöhNIEs Homepage.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Brachialer Hardcore, wie er, bis auf wenige melodische Ausnahmen, eigentlich nicht soooo mein Fall ist. Genauso wenig wir RAWSIDE und Co. Dafür kommt die Aufmachung der Platte so gut daher, daß man sich doch schon irgendwie wieder damit anfreunden kann. Denn neben einem ausführlichen Textblatteinleger liegt der Vinylversion noch eine blaue (!) Bonus 7“ mit 2 deutschen Stücken bei. Dort gibt es einmal eine recht eigenwillige Coverversion von TRIOS „Ja, ja, ja“ zu hören. Und einmal ein Schlachtgesang zur Erhaltung der Alten Meierei in Kiel, die von den Politikern der Stadt gern dicht gemacht werden würde. Wenn sich die Leute nicht dagegen wehren würden… Hehe… Ich glaub, der Kampf um die Alte Meierei ist so was wie ein Strohalm, die letzte große Bastion, die die deutsche Linke momentan hat. Und es tut so gut zu sehen, daß diese Schlacht noch nicht verloren ist. Und eben diese politische Haltung, daß Punk nicht nur Konsum und Bier trinken ist, macht die Band sympathisch und unterstützenswert. Für eine Scheißwelt also doch wieder der perfekte Soundtrack. In solchen Momenten genießbar. Sonst (für mich) eher nicht. Sorry.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Wieder mal Hardcore… Wieder aus Finnland… Diesmal aber kein Klassiker, sondern die Debüt-LP einer recht jungen Band aus Tampere, der Hardcorehochburg Finnlands. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glatt meinen, daß dies eine lange vermisste Aufnahme einer alten Band aus den 80´ern sei. So authentisch und aggressiv kommt der Sound daher. Wieder 23 Songs in knapp einer halben Stunde… Was soll ich dazu noch sagen? Habt bloß keine stumpfen oder spitzen Gegenstände bei Euch rumzuliegen, wenn Ihr die Platte hört. Das könnte für Euch und/oder Andere Leute in Eurer Umgebung böse ausgehen. 300 Stück gibt/gab es wieder mal in schönem farbigen Vinyl. Diesmal in einem fruchtig schönen Orange.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das sollen die SCHLEIM-KEIM Finnlands sein? Ich bitte Dich HöhNIE. Vielleicht von der Attitüde her. Aber vom Sound ganz bestimmt nicht. Aber egal. Nach 22 Jahren(!) haben die Finnen hier mit einer Platte dessen Namen ich nicht aussprechen kann, zu Deutsch wohl aber „Hochdruck im Irrenhaus“ bedeutet, ein neues Werk veröffentlicht. 1978 hatte sich die Band bereits gegründet. Da beleiben Besetzungswechsel nicht aus. So spielen dann jetzt auch Mitglieder von BASTARDS und KAAOS mit, was dem Sound noch ein wenig mehr Härte verleiht. Trotzdem bleibt das Ganze den Umständen entsprechend noch relativ melodisch. 14 Songs sind es dann insgesamt geworden, die von einer Coverzeichnung von Timpa (HANOI ROCKS (!)) abgerundet wird. 300 Stück der Auflage kommen in einem geilen lila Vinyl daher und fertig ist eine starke Platte. Eine der Besten von HöhNIES Finnlandausflügen bisher.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Die wohl älteste, noch existierende(!) Punkband aus der DDR. Mein Gott, daß ich das noch erleben darf… Man kennt die MADMANS vielleicht schon von dem ein oder anderen Sampler. Und am Bekanntesten dürfte wohl das Stück „denn sie lehren…“ sein, welches vor Jahren (12 um genau zu sein) auf dem „Sicher gibt es bessere Zeiten… Vol. 3 Sampler erschien. Wenn man nun die Platte hat und sieht, daß es dies Stück eigentlich schon 1981 gab, macht es einen schon traurig, wie aktuell das Stück noch heute ist. Genauso wie die anderen Stücke. Und daher hat die Platte, neben des Kultes wegen, auch noch heute den Anspruch, gänzlich veröffentlicht zu werden. Obwohl damals als Demo (in einer Gartenlaube) produziert, überrascht die Qualität des Soundmaterials und gibt mal wieder Charme und Authenzität alter DDR Combos wieder, wie man es wieder mal nur noch selten heutzutage erlebt. Für Westpunks vielleicht Vergleichbar mit ZK (gerade auch wegen der Unbekümmertheit) oder frühen FEHLFARBEN. Aber das trifft es echt nur Ansatzweise. Auf dem Backcover befindet sich die Kurzgeschichte der Band und außerdem gibt es zur Platte noch ein kleines Beiheft mit allen Texten, die, wie gesagt, immer noch nicht an Aktualität verloren haben. Während heutzutage die Jugend mit 14 noch ihre Barbiepuppen kämmt oder den neuesten Handyklingelton runterlädt, hat man damals einfach eine Band gegründet. Ich bin begeistert. Ganz große Sache. Danke HöhNIE. Limitiert auf 1000 Exemplare. Davon 300 in Gelb.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

2. Albums der finnischen (na klar, HöhNIE) Hardcoreband, von welchem es im Original (1983 erschienen) nur 380 Stück gibt. Was ist denn das für eine Auflage? Naja jedenfalls konnten davon bis vor kurzem wohl deren Besitzer ihre Rente zahlen. Wenn da nicht HöhNIE gewesen wäre und uns und sich selbst eine Freude gemacht hätte und diese Platte noch mal neu aufgelegt hätte. Da RIISTETYT, unter anderem auch mit dieser Platte, wegweisend und beeinflussend für viele spätere finnische Bands war, kann man diese Platte durchaus als Klassiker bezeichnen. Mein Ding isses nicht ganz. Aber wenn ich mich jetzt noch ein bisschen mehr hereinhöre, wird das vielleicht noch was. Zumal die Texte (der Platte auch auf Englisch beigelegt) nicht gerade Schlechten sein Sohn sind. Und das blutrote Vinyl sieht auch geil aus. Mal sehen…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das 3. Album der Iren ist in den Vereinigten Staaten eigentlich schon vor einiger Zeit erschienen. Nun kann man es endlich auch hier in Deutschland, ja generell weltweit, käuflich erwerben. Konnten sie mich mit ihren beiden Vorgängeralben noch nicht vollends überzeugen, schaffen sie es mit dieser Platte nun endgültig. Wie soll ich es sagen? Vorher, so schien es mir, klang mir die Suche nach Sound und Stil noch nicht vollendet. Auch live, als sie sozusagen ein Heimspiel mit den BAD MANNERS in Dublin absolvierten, wo ich glücklicherweise auch vor ein paar Jahren anwesend war, schien mir noch nicht alles perfekt. Aber, wie gesagt, auf dieser Scheibe machen sie nun alles richtig. Hervorragender Folkpunk, wobei der Schwerpunkt eher auf den Folk gelegt wurde. Als Gastsänger hat man sich sogar Cait O´Riordan von den POGUES eingeladen und das unterstreicht einmal mehr den Ruf der Band, deren legitime Nachfolger zu sein, auch wenn sie an das Original nicht ganz heranreichen. Aber die 14 Songs machen sehr, sehr viel Spaß und ich möchte mir jetzt eigentlich direkt ein Fass Guinness einfliegen lassen. Wenn es nicht teuer wäre. Glücklicherweise bleibt mir ja aber noch die Platte. Das Cover ist übrigens auch sehr schön gestaltet und enthält alle Texte. Zumindest von den Songs, wo es welche gibt. Denn das ein oder andere Instrumental gibt es auch zu hören. Schade nur, daß man bei der Labelwahl nicht ein anderes hätte nehmen können. Denn mit Punkcore kann ich mich immer noch nicht anfreunden…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Die Geschichte zu diesem Album ist ja hinlänglich bekannt. 1981 auf Jupiter Records - dem Label des „Schlagerkönigs“ Ralph Siegel erschienen (stellt Euch mal vor, Ralph hätte 1981 nicht NICOLE sondern A+P zum Grand Prix geschickt…) war es jahrelang nur schwer, wenn überhaupt, zu bekommen und wurde nie nachgepresst. Nun hat der Micha vom Plastic Bomb seine Fühler ausgestreckt, alles in die Wege geleitet und die Platte noch mal neu aufgelegt. Man kann sich ja über Sinn und Unsinn solcher Releases streiten. Manchmal haben die Texte an Aktualität verloren, manchmal suhlt man sich in alten Zeiten und hat nicht den Mut dazu eine neue, junge Band der heutigen Zeit zu veröffentlichen. Das kann man aber beides bei dieser Veröffentlichung weder der Band noch dem Label vorwerfen. Nein, das ist wieder mal ein Stück deutscher Punkgeschichte, die es wert ist, noch mal veröffentlicht zu werden. Denn so ist es möglich, Stück für Stück, gerade für die jüngere Generation, die teilweise ja noch nicht mal bei Erscheinen der Platte geboren war, nachzuvollziehen, wie Punkrock zu dieser Zeit damals klang. Dass es Punk auch in München (wo A+P herkommen), Stuttgart, Ostfriesland oder sonst wo gab. Nicht nur in Hamburg, Braunschweig oder Berlin, oder, oder, oder… Ja und außerdem ist es auch für die „Alten“ vielleicht eine Reise in die Vergangenheit. Also insgesamt gesehen, fast nur Vorteile.
Die Bandmitglieder waren damals zwischen 14 und 16 Jahren alt. Sowohl spieltechnisch als auch textlich merkt man das den Jungs aber auf keinen Fall an. Minimalistischer Punkrock, den man eigentlich mit keiner mir bekannten Band aus dieser Zeit vergleichen kann. Damals war einfach alles frisch und unverbraucht. Die Bands hatten sich an niemand anderen als sich selbst orientiert. Und genau das ist es, zumindest bei mir, was einen sooft wieder zu den „alten Platten“ greifen lässt. CD und LP besitzen gleichermaßen ihre Gimmicks. In Form von Farbe oder Extrasongs. So gibt es auf der CD noch die ebenso vergriffene und ultrarare „Links-Rechts“-Single und ein paar Demosongs. Bei einem Preis von knapp 10 Euro echt eine Superaufmachung und eine Superalternative zu den Preisen bei eBay, wo man für die Platte schon fast ein Eigenheim bauen könnte… Wenn man wollte…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Gerade noch die „alte“ Platte von den Herren aus Sunderland besprochen, flattert mir auch schon die „neue“ ins Haus. Und was gibt es zu sagen? Sie schließt nahtlos an die großartige „Subliminal Chaos“ an. Mitgröhltauglicher Punkrock mit einem Schuss Rock´n´Roll. Nein, sie ist sogar ein bisschen besser. Wäre ja auch scheiße, wenn sich eine Band nicht weiterentwickeln würde. Leider gibt es wieder nur 6 Songs zu hören. Aber wie schon bei der letzten Platte gesagt, macht vielleicht ja auch gerade das die Frische der Band aus. Einfach Songs proben, ab in Studio und losgerockt… So bleibt die Band auch immer in den Köpfen der Leute, wenn sie alle naselang was veröffentlicht. Auch ´ne Methode… Vielleicht bleibt bei allen Touraktivitäten (sie sind im Juni auch wieder hier in Deutschland zu bewundern – und diesmal lass ich sie mir nicht entgehen!) auch einfach zu wenig Zeit, mehr Songs einzuproben/spielen. Jedenfalls wieder mal ein ausdrücklicher Tip von meiner Seite aus. Und ein hervorragender Soundtrack für einen sonnigen Sonntag wie heute, dem 1. Mai…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

13 Jahre! So lange haben nicht mal PINK FLOYD gebraucht, ein neues Album rauszubringen. Das war jedenfalls Fabsis Ansage bei seinem Auftritt in Berlin. Da hat er zwar Recht, aber ein neues MIMMIS-Album ist mir wirklich lieber, als ein Album der alten Säcke um Roger Waters. Mein Gott, wie sehr habe ich mich darüber gefreut, daß die Bremer wieder ein neues Album herausbringen. Live konnte man sie ja in den letzten Jahren nach längerer Pause schon des Öfteren wieder bewundern. Aber so ein Studioalbum ist doch was ganz Anderes. Wie ihr sicher wisst, hat sich im Gegensatz zu den letzten Veröffentlichungen (die vor kurzem übrigens netterweise rereleased worden sind) die Besetzung geändert. Neben den (Ur-)mitgliedern Fabsi und Lars sind nun Nici und Sixten mit an Bord der Bremer Flotte. Und gerade weil die gegenüber den anderen beiden noch relativ jung sind, merkt man das - gerade durch letztgenannten - dem Songwriting an. So übernimmt Sixten (übrigens ein Livegitarrist, der seinesgleichen sucht…) auch oftmals den Gesang, was schon sehr gewöhnungsbedürftig ist. So eine Abwechslung von Mann/Frau - Gesang ist ja seit jeher bei den MIMMIS üblich gewesen. Aber das FABSI diesmal so wenig singt, dürfte einigen alten Fans nicht so sehr gefallen. Nun gut, ich hab ihnen aber eine Chance gegeben und langsam geht es auch. Generell hat sich der Stil - im Vergleich zu den alten Alben - ein wenig geändert. Ich mein, ich würde die MIMMIS jetzt nicht unbedingt in die so genannte Funpunkecke drängen wollen. Dazu waren ihre Texte auch immer zu politisch. Auf diesem Album, haben sie sich von ihrem Genre (welchem auch immer) vollends verabschiedet. Eher regiert hier die Abwechslung. Während einige Stücke („Atombombenfreitag“, „Schön gemacht“,…) an die späten BRIEFTAUBEN erinnern, klingen andere Lieder („Monoton“, „Und du denkst“) nach frühen NDW-Bands wie ZK, FEHLFARBEN oder IDEAL. Das ist aber auch gar nicht mal weit hergeholt, da Fabsi ja mit einigen Bands davon Kontakt hatte bzw. deren Platten veröffentlichte, ja teilweise selbst drin gespielt hat und eigentlich aus dieser Zeit stammt. Stücke der „alten“ Mimmis-Tage gibt es aber dennoch („Wir leben immer noch“, „Setzt die Segel“, „Er war nicht drin“, „Die Liste“.). Und nichtsdestotrotz klingt das Album unglaublich frisch. Und das ist es, was mir daran so gefällt. Ich hoffe, das geht auch noch vielen anderen so. Danke Fabsi, daß Ihr weiter macht. Und Ihr Leute da draussen - unterstützt die Band. Im schicken Digipack selbst steht auch: „Wer die CD brennt, verbrennt die Band“. Lasst es nicht so weit kommen.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Nach der übergenialen „Saints & Sinners“ kommen die Jungs aus Eindhoven nun mit einem neuen Mach(t)werk daher. Mal kurz auf den Punkt gebracht: 12 neue Songs mit massig „Singalongs“, der nötigen Portion Härte - aber immer melodisch. Einfach eine Bank in Sachen Streetpunk. Definitiv. Vergleiche fallen aus, da sie mit ihrem Stil längst selbst für andere geradestehen. Was hilft es also noch mehr Worte zu verlieren? Geile Sache! Leider fehlen mir die Texte… Ach ja - und irgendwie erinnert mich das Cover an die "Malice in Slumberland"-Platte von DISTURBANCE... Aber das liegt wahrscheinlich an der Herkunft der beiden Bands.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Die EPOXIES sind auf dem ersten Blick eine Band, die - neben all dem Melodycore - gar nicht so richtig auf das in San Fransisco ansässige „Punkrock-Major“ passt. Auf dem ersten Blick. Dass aber Fat Mike & Co. einen weitaus breit gefächerten Musikgeschmack hat, als die meisten von ihm denken, bewies er schon mit ganz anderen Veröffentlichungen. Aber wie dem auch sei. Ich war von den EPOXIES schon vor begeistert, als sie letztes Jahr auf gleichem Label ihre Debütplatte veröffentlichten. Und mit „Stop the future“ knüpfen sie daran nicht nur nahtlos an, sondern toppen es sogar. 13 Songs sind es diesmal geworden und sie könnten mal wieder direkt aus den 80´ern stammen. Musikalisch halte ich es für einen perfekten Mix aus New Wave und Punk, als Orientierung für all die, die Schubladen brauchen. Aber eigentlich reicht auch das Prädikat: „Absolut tanzbar“. Wenn ich das schon als Tanzmuffel sage, will das was bedeuten… Favoriten sind für mich das Instrumental, welches gleichzeitig Pate für den Plattenname stand und das von Rudi Schenker und Klaus Meine geschriebene Stück „Robot Man“… Also wenn sich jemand von den SCORPIONS beeinflussen lässt, ist der Kultfaktor, denke ich, nicht fern... Leider müssen wir wohl bis Anfang nächsten Jahres warten, daß uns die Band in Europa besucht. Letztes Jahr habe ich sie ja leider verpasst. Aber wenn sie dann kommen, dürft Ihr sie auf keinen Fall verpassen! Vorerst kann man ja aber auch schon mal die zerschnittenen T-Shirts und den Harrlack bereitlegen und sich mit der CD/LP vertrösten.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Man sagt ja, die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln… Während andere Bands so vor sich hindümpeln, bringen die Oberhausener von SONDASCHULE nach einem richtigen Album und einer EP gleich erstmal eine Doppel(!)-DVD heraus… Alle Achtung. Aber lassen wir ihnen die Freude. Schließlich müssen sie mit dem Abstieg von RWO (denen sie extra eine Stadionhymne geschrieben haben) in die Drittklassigkeit erstmal genug leiden… Ganz anders verhält es sich dagegen aber mit der Band. Die kann man keinesfalls drittklassig bezeichnen. Das hier ist Ruhrpottpunk 1. Klasse!!!! Also nicht schulisch gemeint… Während es auf der zweiten DVD 2 Konzertmitschnitte in relativ guter Qualität zu bestaunen gibt, gibt es auf DVD Nr.1 die geballte Ladung an Videoclips. Ich krieg mich bei einigen Clips gar nicht mehr vor Lachen ein. Das ist so geil… Man merkt einfach, daß die Jungs Spaß haben. Ich meine, jeder kennt das bestimmt, wie man mit 14 oder 15 mit Papis Videokamera die verrücktesten Sachen aufgenommen hat. Nun, die Jungs sind einfach in dem Alter geblieben und haben das konsequent weitergeführt. Klasse. Irgendwie erinnert mich das alles manchmal an Videos von JAN DELAY (leider auch stimmlich). Aber bei all dem Quatsch sieht man da wieder ganz schnell drüber hinweg. Dazu gibt es noch Interviewpassagen und Kommentare von befreundeten(?) Bands und Fans. Also noch mal - da bleibt kein Auge trocken. Großartiges Werk!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Zweiter Teil der neu gestarteten Samplerreihe, die für die Verwurzelung von Hardcore/Punk im Fußball steht. Ich hab ja eigentlich so meine Probleme mit Gewalt. Aber man muss sich wohl schon eingestehen, daß man Fußball und Gewalt nicht ganz von einander trennen kann. Musikalisch gesehen bietet der Sampler jedenfalls eine ganz große Mischung. V8Wankers, Up to Vegas, Vanilla Muffins, Broilers, Stage Bottles, Derozer, Loaded, Manifestation, Discipline, The Blaggers, Junkhead, Tankard, Full Speed Ahead, Vindicato, Klasse Kriminale, Scrapy, Southern Way, Brigade S, Running Riot, Neck, D-Fens, Heros & Zeros, Mata Ratos, Knockdown und als Bonus sind noch die Lokalmatadore mit dabei. Guter Sampler. Nur die Intention ist, wie gesagt, nicht ganz mein Fall.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Hey, will sich da jemand eine eigene Schublade schaffen? Ja gut. Warum nicht? Ich für meinen Teil hätte sie jetzt in das Psychobilly/Punk´a´Billy - Fach gelegt. Denn durch ihren MAD SIN- und TURBO AC´sähnlichen Sound liegt der Vergleich nicht fern. Und auch andere sehen das so, so hätte man sie nicht mit besagten Bands die Bühne teilen lassen. Und jetzt stehen auch noch Shows mit den MISFITS an… Unglaublich, daß es die Band erst seit 4 Jahren gibt, so fit wie sie an den Instrumenten sind. Auch der Gitarristenwechsel scheint den Jungs nicht viel angetan zu haben. Im Gegenteil. Sie kommen so frisch wie nie daher. 11 neue Songs sind es insgesamt, die Freunde des Genres sicher nicht enttäuschen. Bin mal gespannt, wie sie denn live klingen, denn bis jetzt konnte ich noch keinem Konzert der Band beiwohnen. Der erste Eindruck auf dem Videoclip, der sich auch auf der CD befindet, verspricht jedenfalls viel. Mal antesten!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Neue, junge Band aus dem Bayernländle… Wieder mal eine „X-Mann + 1 Frontfrau“ - Kapelle, wie sie derzeit schwer in Mode sind. Kann also unter Umständen nicht lange dauern, daß die Industrie sich auf die Unverbrauchtheit der Band stürzt und sie bis auf den letzten Tropfen aussaugt. Vorausgesetzt der Hype um SILBERMOND, WIR SIND HELDEN und Co. hält noch eine Weile an. Aber das gönne ich ihnen sogar. Auch wenn sie qualitativ an letztere nicht unbedingt heranreichen. Wie schon gesagt - was mir an der Band so sehr gefällt, ist die Frische. Sängerin Nette ist mit knapp über 20 Jahren noch das Älteste Bandmitglied. Wenn die Band jetzt noch ausgiebig tourt, wird man in Zukunft wohl noch des Öfteren von ihnen hören. In der ach so alternativen Szene könnten sie vielleicht sogar noch was mit dem Namen, der schwer an noch nicht legalisierte Drogen erinnert, reißen. Mal abwarten. Klingt jedenfalls ganz nett.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Hippe Scheiße, Alter! Krachigen Gragepunk bietet hier die 5köpfige Truppe aus Engeland mit abwechselndem Mann/Frau-Gesang. 11 Songs in 25 Minuten sagen da ja wohl alles. Während man im Begleitbrief anführt, daß man bereits mit IKARA COLT oder den BLOOD BROTHERS getourt ist, werden auch gleichzeitig Vergleiche mit SONIC YOUTH gezogen. Nun, mit all den Bands kann ich fast gar nichts anfangen, daher kann ich dazu nicht viel sagen. Auf Dauer kann ich mir das zwar alles nicht antun, aber ab und zu, wenn man mal einen schlechten Tag hatte, kann das durchaus funktionieren. Sowohl Cover als auch Musik lassen darauf schließen, daß es sich hier um so was wie „Artpunk“ handelt, wenn jemand von Euch damit was anfangen kann. So auch mit Keyboards und so… Mir aber, wie gesagt, auf die Dauer zu stressig. Aber nicht schlecht. Sind im Mai auf Tour in Deutschland.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Ganz nette Rockkapelle aus Amiland, die mir bisher nichts sagte, auch wenn sie schon ein paar hundert Platten verkauft haben (sollen). Ist aber auch nicht so schlimm. Denn meine Tasse Bier ist das hier nicht unbedingt. Der Waschzettel sagt mir, daß es sich um EMO handelt, wovon ich leider auch nicht so viel von verstehe. Deshalb könnt Ihr hier auch kein verlässliches Urteil von mir erwarten. Größtenteils Midtemporocknummern gibt es zu hören, die allerdings ein gewisses Potential an Melodie und Härte haben. Irgendwie so eine Mischung aus HOT WATER MUSIC und typischen Melodiccore-Kapellen, würde ich sagen. Keine Ahnung. Hört mal selbst rein. Ein Pluspunkt ist auf jeden Fall das Label, welches seit Jahren einen konsequenten Independentweg durchzieht. So was sollte man eigentlich unterstützen. Aber wie gesagt, ich hab da keinen Plan. Und deshalb eine Band zu verreißen, wäre unfair.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Und noch mal eine Band vom amerikanischen „Drive Thru“-Label. Wieder EMO. Die sagt mir allerdings doch irgendwas vom Namen her, obwohl sie erst seit 3 Jahren existiert. Komisch. Aber auch hier dasselbe Spiel. Ich habe in diesem Genre einfach zu wenig Durchblick, als daß ich mir hier ein kompetentes Urteil erlauben darf. Obwohl… So schlecht klingt das hier doch alles nicht. Liegt vielleicht daran, daß die Grenzen - gerade bei dieser Musikrichtung - leicht verschwimmen. Ich würde das hier schlicht und einfach als melodischen Punkrock kalifornischer Herkunft bezeichnen, wo die Jungs übrigens auch tatsächlich herkommen. Wie schon im Titel erkenntlich, handelt es sich hierbei um eine EP. Da die Jungs demnächst hier auf Tour kommen ist das verständlich. Ein Album soll dieses Jahr auch noch kommen. Und da warte ich dann mal ab & höre lieber alles im Zusammenhang. Denn mittlerweile finde ich an dieser Scheibe wirklich Gefallen. Wenn sie es dann auch noch schaffen, mich über eine gesamte Albumlänge zu begeistern, dürfte man von dieser Band hierzulande sicherlich noch des Öfteren was hören. Nicht schlecht.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Gerade vor 2 Monaten hab ich mir die Platte noch für saugünstige 8 Euro beim Scumfuck-Mailorder bestellt, weil ich sie mir bei eBay für über 30 Euro nicht leisten konnte und mal ein wenig nachgeforscht habe, da wird sie nun auf dem Bandeigenen Label in Verbindung mit Weird System nun neu aufgelegt. SUPER! Kann ich da nur sagen. Aber was soll´s. Es ist ja auch eine tolle Platte. Und für alle Fans, denen es genau wie mir geht, nun eine gute Gelegenheit, sich noch mal das zweite (bzw. nach Bandaussage - erstes RICHTIGES) Album der Band aus Peine bzw. Hamburg zu besorgen. Denn Hits sind auf der Scheibe massenweise vorhanden und viele davon werden auch heutzutage noch von der Band live gespielt. Außerdem kann ich so wenigstens beide Platten mal vergleichen. Hehe.
Vom Sound her kann ich jetzt keine großartigen Veränderungen raushören. Mal abgesehen von den 4 Bonustracks. Aber dazu später. Dafür wurde aber das Coverartwork ordentlich aufgemöbelt. Stolze 16 Seiten weist das neue Booklet auf und bietet neben den Texten (die ja heutzutage nicht mal jedem Tonträger beiliegen…) eine ausführliche Story zur Entstehung des Albums, Gründe zur Wiederveröffentlichung der Platte von Seiten der Band und vom Co-Label Weird System und Linernotes zu den einzelnen Songs, was ich persönlich besonders schön finde.
Das Album erschien ja damals (1998) auf Impact Records und wie vielleicht manchen Leuten bekannt, steckte das Label eine Zeit lang in ziemlichen (Zahlungs)schwierigkeiten, was sich mittlerweile aber -Gott sei dank- geändert hat.. Leider haben sie sich damit nicht unbedingt viele Freunde gemacht. Und leider hat es, gerade im Fall SCHROTTGRENZE, einigen Bands einige Steine in den Weg gelegt, die nicht hätten sein müssen. Das ist schade. Umso besser aber, daß sie sich trotz aller Widrigkeiten immer wieder aufrappeln konnten. Denn für SCHROTTGRENZE kam es aber später noch weitaus schlimmer, wobei ich an dieser Stelle für weitere Informationen eben auf jenes Booklet und auf die Homepage der Band verweisen möchte. Dort ist noch mal alles ausführlich beschrieben. Aus dieser Zeit stammen die schon angesprochenen 4 Bonustracks, die zeigen, wie sehr sich die Band im Laufe der Jahre konsequent (zum Positiven) weiterentwickelte. Interessant, diese Sachen mal zu hören. Wäre zu Schade gewesen, wenn alles aus dieser Zeit verloren gegangen wäre… Auf jeden Fall freue ich mich für die Jungs, daß es mit ihnen weiter bergauf geht und dass sie den Enthusiasmus, den sie vor allem auch bei der Aufnahme dieses Albums hatten, nicht verloren haben. Einfach Super!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Jetzt gibt´s richtig auf die Fresse… Jawollja. Musik von Harten Jungs für harte Jungs - direkt aus Berlin. Nachdem ich ja ihre letzte Platte aufgrund ihrer Texte mehr oder weniger verreißen musste kann ich mich mit ihrem neuen Machwerk sogar ein bisschen anfreunden. Das scheint sogar auch Roger Miret von AGNOSTIC FRONT so zu sehen, denn man konnte ihn glatt dazu bewegen, beim Titeltrack des Albums das Mikrofon selbst in die Hand zu nehmen. Alle Achtung. Das nenne ich mal Unity… Das Beste ist aber, der nur auf CD zu findende Bonusvideotrack zum Stück „Suff und Wilde Spiele“ - aufgenommen im Trinkteufel. Da kann man sogar das ein oder andere bekannte Gesicht wieder entdecken. Sonst gibt es 12-mal mehr oder weniger abwechslungsreichen, deutschsprachigen Streetcore, der seine Anhängerschaft mit Sicherheit zu begeistern versteht. Insgesamt nicht ganz meine Musikrichtung. Aber ab und zu kann ich mir das in letzter Zeit seltsamerweise durchaus mal geben. Ach ja - und wenn das Stück „WM ´06“ tatsächlich in Erfüllung geht, rasier ich mir den Schädel und mach ´ne Oi!-Band auf… ;-)

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Neue Scheibe der Görlitzer Skaformation No.1. Und gleich mal eine Livescheibe. Das scheint in letzter Zeit ja echt wieder in Mode gekommen zu sein. Aufgenommen wurde das Ganze in ihrer Heimatstadt vor mehreren tausend Besuchern. Klar, daß bei einem solchen Heimspiel die Stimmung besonders ausgelassen ist. Das versteht die Platte auch hervorragend rüber zu bringen. 13 Skanummern, die man teilweise auch schon von ihrem im letzten Jahr erschienen Debütalbum her kennt, gibt es zu hören, die aber auf die Dauer - gerade zum Ende der Platte hin - irgendwie etwas langweilig wirken. Das liegt wohl eher daran, daß man nicht dem Event beiwohnen konnte und eben nicht mittendrin in der Partymeute steht/stand. Für die Besucher des Konzerts aber auf jeden Fall eine tolle Sache und für die Fans der Band sowieso. Irgendwie soll es auf der CD auch ein Livevideo geben, was ich hier aber, aus welchen Grünen auch immer, nicht finden kann. Bei mir ist es nur ein weiterer „normaler“ Song im CD-Player. Aber was soll´s… Insgesamt guter Durchschnitt, würde ich sagen. Hervorragende Hintergrundmusik beim Arbeiten oder zur Einstimmung auf´s Wochenende. Aber nicht der Hammer.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

Punkrock & (Nord)irland sind ja zwei persönliche Vorlieben von mir. Und wenn das eine Band in einem vereint und sei es nur von der Herkunft, dann kann ich das schon mal gar nicht schlecht besprechen. Auch wenn ich die Platte erst jetzt in den Händen halten kann, obwohl sie schon letztes Jahr veröffentlicht wurde. RUNNIN´ RIOT sind hierzulande nicht wirklich unbekannt. Touren und Splitveröffentlichungen mit den von mir sehr geschätzten TOWER BLOCKS sind da sicherlich nicht unbedeutend für. Und nach der schon toll gestalteten Picturevinylplatte vom Debüt „Reclaim the Streets“ veröffentlicht der Ralf von Streetmusic nun auch den Nachfolger auf Vinyl. Diesmal in einem geilen blutroten Vinyl, was meine Liebe zur Band wieder mal einen neuen Schub verleiht. Aber das Wichtigste ist ja die Musik selbst. Und was soll ich sagen? Hochmelodischer, politisch engagierter Punkrock, bei dem auch die nötige Portion Alkohol und Spaß nicht fehlt. Kurz gesagt, eine Punkrockplatte, wie ich sie liebe. Wie man sie einfach lieben muss. Ich glaube, ich muss mir mal wieder einen Flug nach Irland buchen und mit einem ordentlichen Guinness eine Bar aufsuchen, wo ich die Jungs mal live spielen sehen kann. Denn das ist das Einzige, was ich bisher von ihnen verpasst habe. Und ich werde nicht eher ruhen, bis ich das nachgeholt habe. DEFINITIVER Pflichtkauf. Auf Vinyl!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das dritte Album der EMIL BULLS ist nicht so betitelt, als dass man es nur mit einer Flasche gleichnamigen Getränks genießen bzw. ertragen kann. Nein. Der Name des Album hat eine ganz andere Geschichte. Nahm man das letzte Album noch über die Welt verstreut auf, zog man sich zur Aufnahme dieses Albums ganz in heimatliche, südliche Gefilde zurück. Und das scheint ihnen gut getan zu haben. 13 neue und abwechslungsreiche Stücke gibt es zu hören, die nicht nur Fans der Band beeindrucken dürften. Auch Anhänger der BEATSTEAKS und Co. könnten daran Gefallen finden, denke ich. Über die Livequalitäten der Band kann ich leider nichts sagen. Aber Ihr könnt es tun, da sie in diesem Jahr sowohl einige Clubshows als auch viele Festivalauftritte absolvieren werden. Kann man mal antesten.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Normalerweise besprechen wir hier ja keine Singles. Aber leider ist das genau das Konzept des neu gegründeten Labels „One and One“, das lieber EPs auf den Markt bringt, damit Leute für einen günstigen Preis Bands für sich neu entdecken können. Eigentlich keine schlechte Idee, aber ob das - gerade weil es wieder um den Verkauf von Downloadprodukten geht - funktioniert, bezweifle ich mal wieder stark - aber egal. Hier geht es wenigstens noch um eine richtige Band, mit einem richtigen Tonträger und daher machen wir noch mal eine Ausnahme. Angefangen haben die STARLETTES als Schülerinnen Band in Grevenbroich/Dormagen und sie gibt es seit 2003. Zumindest in der jetzigen Formation, unter diesem Namen. 3 Songs befinden sich auf dieser EP und gerade der Titeltrack, „Paradies“, kann ein richtiger Sommerhit werden. Hier und dort findet man sogar ein paar Bläser und alles in Allem klingt es irgendwie frisch. Und das macht Spaß. Würde mich nicht wundern, wenn man in Zukunft noch mehr von ihnen hört. Ob das aber mit einer Single/EP klappt? Ich weiß nicht. Ein richtiges Album ist mir immer noch lieber. Denn die 3 Lieder laufen einfach zu schnell durch…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Die Single hat mir der Ben von An´na Nadel Records gerade in die Hand gedrückt. Weil er hierzulande die Touren für die österreichische Band organisiert. Ist eigentlich nichts großartiges Neues. Aber ich will jetzt keine Platten geschenkt bekommen, ohne etwas dafür zu tun. Daher möchte ich sie hier auch kurz besprechen. Hierbei handelt es sich, neben 2 weiteren neuen Songs, um eine Neuaufnahme des bereits 2001 aufgenommenen Tracks. Diesmal nur ein bisschen glatter und poppiger. Kein Wunder, daß er nun in einem österreichischen Werbespot verwendet wird. Aber das ist nicht schlimm. Die Band hat sich da vorher schon drüber Gedanken gemacht. Wie und in welcher Form, könnt Ihr auf der Homepage der Band nachlesen. Für Fans auf jeden Fall ein Muss (und Liebhaber der Werbung ;-) ). Hehe. Ich bevorzuge allerdings immer noch Alben. Aber als „Appetizer“ für die anstehende Tour doch ganz schön. Und die werde ich auf jeden Fall besuchen. Und das solltet Ihr auch….

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Man, das hat ja lange gedauert. Aber was soll´s. Es heißt ja, was lange währt…. Und das passt in diesem Fall wie die Faust auf´s Auge. Ich muss ja ehrlich sagen, daß ich mehr auf die Aufnahmen der Berliner Pogopunx gespannt war, als auf die von Anal OHG. Aber letztendlich passt doch alles so zusammen, wie es ist. 11-12 Kracher gibt es auf der Platte zu hören, wobei sich beide Seiten kaum etwas nehmen… Warum 11-12? Nun, auf der HAUSVABOT-Seite gibt man sich am Ende noch mal die Ehre, den SLIME-Klassiker „Besserwisserei stinkt“ zum Besten zu geben, ohne dass dies im Booklet oder auf dem Cover erwähnt wird, was wohl, denke ich mal, GEMA-technische Gründe hat. Aber eigentlich gibt es wirklich nichts zu bemängeln. Geiles Cover, schöne Gimmicks uns Supermusik. Dass es auch noch 314 Stück in rotem Vinyl gibt ist dann fast schon Nebensache. Also nochmals, wirklich geile Scheibe und eine prima Entschädigung für die ausgefallene Tour der Berliner. Jetzt fehlt nur noch endlich ein richtiges Album!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Geil, geil, geil. Endlich ist er da. Der dritte teil, der “Apokalyptischen Trilogie”. Wer braucht da bitteschön noch Star Wars? Dieser dritte Teil geht in meine persönliche Weltgeschichte viel tiefer ein, als der alberne Kinolangweiler. Aber egal. Was soll ich da noch sagen? 12 neue Stücke gibt es von den norwegischen Erfindern des Schweinerocks zu hören, die mich in den letzten 48 Stunden nur noch dazu veranlasst haben, meine Jeanskutte rauszuholen und zu schauen, ob meine Stereoanlage nicht noch etwas lauter aufzudrehen geht… Kult hin oder her. Ist es Blasphemie (in welche Richtung auch immer), TURBONEGRO als die RAMONES des neuen Jahrtausends zu bezeichnen? Ich mein die Melodie ist da, die Energie sowieso und der Kult eben erst Recht.
Im Nachhinein würde ich „Scandinavian Leather“ und „Party Animals“ auf einer Stufe nach der „Apokalypse Dudes“ stellen. Kein dritter Platz also in diesem „Wettbewerb“. Und dabei sein ist eh alles. Also jetzt schnell die Arschrakete gezündet und ab in den Plattenladen!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Eine neue Platte von BOOMHAUER. Juchu! Schon der Vorgänger, ebenfalls auf TUG Records hier in Deutschland erschienen, hat mich ja schon sehr erfreut. Und auch mit dieser Platte hat sich das mit dem Trio aus Turku nicht geändert. Lockerer (Garage)Rock´n´Roll mit vielen Ecken und Kanten. Dafür aber hervorragend umgesetzt und schickem Digipackcover. Bietet eigentlich alles, was man braucht, um mit einem Auto bei strahlendem Sonnenschein (wie es ja in den letzten Tagen der Fall war) über die Autobahn zu düsen, und sich bei heruntergekurbelter (keine Fensterheber!) Scheibe den Ellenbogen zu verkühlen. Die Sonnebrille darf natürlich keinesfalls fehlen! Aber auch für einen kleinen verrauchten Club mit viel Whiskey und Bier bietet sich die Platte als perfekter Soundtrack an. Sehr, sehr schön.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Während andere Bands schon nach 2 Alben ein „Best of“ rausbringen, haben sich MAD SIN immerhin 17 Jahre Zeit gelassen. Alle Achtung. So lange gibt es die schon? Hätte ich echt nicht gedacht. Aber als „richtiges“ Best of kann man YD&S eigentlich auch nicht sehen. Denn man beschränkt sich bei den insgesamt 24 Tracks lediglich auf die ersten 5 Jahre / Alben, die so genannten „Psychotic Years“. Und obwohl auf dem Cover selbst „100% primitive“ drauf steht, kann ich das gar nicht so unterschreiben. Denn schon in diesen frühen Jahren zeichnet sich ab, was aus MAD SIN mal werden sollte. Nämlich eine ganz ganz großartige Band. Obwohl ich das zu diesem Zeitpunkt vielleicht nicht so gesehen hätte. Die Band vielleicht auch nicht mal selbst und erst recht nicht andere Kritiker. So mach es dann auch Spaß, noch mal in Erinnerung zu schwelgen und für neuere Fans ist sicher was dabei, was man dann auch endlich mal auf Konzerten mitsingen kann. Aber viel mehr freue ich mich ja auf das neue Studioalbum, was ja auch schon in Planung sein soll.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Gleich vorneweg. Diese Scheibe ist so gut, daß ich sie mir, weil ich nicht mit ihr bemustert wurde, sogar selbst kaufen musste. Was schon mal mit einer Kaufempfehlung gleichzusetzen ist… ;-) Und das, obwohl sie in einschlägigen Szenemailordern, wie auch allen möglichen (Kommerz)geschäften (aber wenigstens ist sie dort erhältlich) mit mindestens 15 Euro für die CD-Version ziemlich teuer ist. Das erste mal richtig aufgefallen sind mir UNSEEN auf dem zweiten Teil der „Rock against Bush“-Serie. ANTI-FLAG-ähnlicher, aggressiver Punkrock mit hochmelodischem Sound und Gesang. Kein Wunder, daß einige Vorgängeralben der Band auch auf A-F Records, dem Label der Politpunks aus Pittsburgh erschienen ist. Und mit diesem Album führen sie ihren Weg nun konsequent weiter. Super Texte mit allem drum und dran. Auch die Gästeliste liest sich wie ein „Who is Who“ des Punkrocks. Mix: Brett Gurewitz (BAD RELIGION), produziert von Ken Casey (DROPKICK MURPHYS), und als Gäste sind Lars Frederiksen (RANCID) und Dicky Barret (MIGHTY MIGHTY BOSSTONES) dabei. 14 Stücke und die Coverversion von „Paint it black“ der ROLLING STONES klingt auch geil. Absolute Spitzenplatte!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Eine der ersten FAT-Bands bringt wieder mal eine neue Platte raus. Was kann man also erwarten? Auch auf dem insgesamt 9. Longplayer der Band, ändert sich nicht viel und es gibt sauber und routiniert gespielten Melodicpunkrock zu hören. NUFAN waren eigentlich nie wirklich mein Fall und das wird sich auch mit dieser Platte nicht ändern. Amtlich, aber sonderlich haut es mich nicht vom Hocker. Ok, Ihr Logo, was man ja des Öfteren auf den Shirts einiger Skaterkids sieht, ist ganz nett anzusehen und stand bestimmt nicht selten Pate für das ein oder andere Logo von Bands der heutigen Zeit. Aber sonst… Hey, mir fällt auf, daß ich das 2002´er Album „Hard Rock Bottom“ gar nicht mein Eigen nennen kann. Daher kann ich auch nicht viel zu Unterschieden zum letzten Album erzählen. Mir fällt nur auf, daß mich die ruhigeren Songs des Albums (es gibt übrigens auch einen Instrumentaltrack) an die Schnulzen von BLINK 182 & Co. erinnern. Zumindest stimmlich. Aber in die Schublade will ich NUFAN gar nicht stecken. Ist nur nicht ganz meine Tasse Bier. Den zahlreichen Fans wird es aber sicher gefallen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Anfangs musste ich ein bisschen schmunzeln, als ich die selbstgebrannte CD der Berliner Band in die Hände bekam. Zu oft habe ich in letzter Zeit Demos von irgendwelchen Bands bekommen, die nicht mal die Mühe wert waren, den Brief indem sie steckten zu öffnen. Grauenhaft! Und auch das Cover von LOCHFRASS ließ erst nichts Gutes vermuten. Aber überraschenderweise steckt doch ganz anständiger, deutschsprachiger Punkrock dahinter. Immerhin ist es auch schon das 5. Demo der Band, da kann man eigentlich ja auch schon erwarten, daß die 4 Jungs langsam Ihr Handwerk verstehen. Kurz gesagt. Der Sound ist super, obwohl das Ganze im eigenen Proberaum aufgenommen wurde. Da klingt manch „Studiosound“ von verschiedenen Kapellen schlimmer. Da sieht man mal wieder. Eine gute Produktion muss nicht teuer sein. Klar werden textlich auch hier ab und zu die üblichen Klischees wie Saufen und einseitige Systemkritik bedient, allerdings vergessen sie auch nicht, Spaß zu haben. Und das haben die Vier zweifelsohne. Wie kommt es, daß ich von ihnen noch nichts gehört habe? Wirklich ein gutes Demo. Wenn noch ein bisschen an den Texten gearbeitet wird, wird man sicher noch mehr von ihnen hören. Eine Homepage haben sie (noch) nicht. Wenn Ihr aber das Demo kaufen oder ein Konzert mit ihnen veranstalten wollt, könnt Ihr Euch an untenstehende eMailadressen wenden. Ach ja - und die HANS SÖLLNER - Coverversion ist wirklich gelungen. Endlich versteht man da auch mal was von seinem Gesang… ;-)

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Endlich das erste richtige Album der coolen Punkrockband mit Frauengesang aus New York. Und das nach fast 5jährigem Bandbestehen! Cool. Irgendwie finde ich es ja fast richtig, daß sich eine Band Zeit lässt, ein richtiges Album zu machen. Zu viel Schrott erscheint ja tagtäglich. Vielleicht sollten ja Bands mit einer Art Zeitstrafe belegt werden, bis sie ein Album veröffentlichen dürfen. Einfach nur, daß sie nicht vorzeitig irgendwelchen Schrott veröffentlichen… Das wär doch mal was. Obwohl. Dann sammelt sich vielleicht der ganze Scheiß und kommt dann geballt auf den „Markt“. Nein das geht doch nicht. Aber dann würden sich vielleicht coole Scheiben, wie die der NY REL-X häufen. Die machen nämlich Spaß von vorn bis hinten. Einen ersten Eindruck von der Band konnte man sich ja bereits auf den ebenfalls auf Dirty Faces erschienenden Mini-Platten machen. Und dieses Album steht diesen Veröffentlichungen in nichts nach. Im Gegenteil. Sie legen sogar noch einen Zacken drauf. Namen von den Bands zu erwähnen, mit denen sie in den vergangenen 5 Jahren gespielt haben, finde ich jetzt überflüssig. Es sind auch zu viele. Auf jeden Fall scheint es aber, daß sie sich von jeder das Beste herausgenommen haben und es in ihren eigenen Sound gesteckt haben. Hervorragende Refrains, zuckersüße Melodien und eine gewisse Portion Härte. Alles was man braucht. Ich glaube, auf einem Konzert von ihnen kann man nur dahinschmelzen. Aber die Platte tut´s vorerst auch. Nur die MOTÖRHEAD-"Emergency"-Coverversion finde ich von den DIMPLE MINDS immernoch ungeschlagen...

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das neueste Werk der Prenz´lberger um die TANZVUT-Formation ist tatsächlich eins im wahrsten Sinne des Wortes. Nämlich eins im klassischen Sinne. Huhu. 5 Euro ins Phrasenschwein… Hier nehmen sie sich nämlich die aus dem Mittelalter stammenden Schriften vor, die musikalisch wahrscheinlich die größte Bekanntheit durch die Vertonung des Münchener Komponisten Carl Orff erlangten. In Teilen war es ja bereits in den vergangenen Jahren Bestandteil ihres Liveprogramms. Im Unterschied dazu haben sie sich diesmal aber kräftige Unterstützung geholt. Nämlich in Form eines fetten Orchesters. Da soll doch mal einer sagen, „Spielleute“ hätten keine Ahnung von Kunst. Zumindest von der, die man so allgemein hin als solche bezeichnet. Für die Musiker ist das sicherlich ein schönes Experiment, was dann auch bestimmt von seinem Livespiel überzeugen und gefallen wird. Für die Besucher dann sicherlich ein schönes Andenken und für die Fans von CORVUS CORAX ist das natürlich eh was. Aber auch wenn ich den künstlerischen Aspekt der Band hoch anrechne, kann ich mit der Platte relativ wenig anfangen. Klassik ist eben nicht so mein Ding. Keine Ahnung. Vielleicht schaut Ihr Euch ja mal die Livevorführungen selbst an und erzählt mir, wie es war. Ich selbst trau mich da irgendwie nicht hin. Hab Angst, einzuschlafen…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Hmmh, die Platte hat mir jetzt der Matthias zugesteckt und meinte, daß sie irgendeinem Fanzine beilag. Entweder dem MOLOKO PLUS oder dem MIND THE GAP. Aber in beiden Zines kann ich jetzt keinen Verweis darauf finden, daher bespreche ich die Platte mal separat. Denn die lohnt sich sehr. 4 mal geiler 77´er Punkrock aus England mit viel Sinn für Text und Melodie. Ja ich fühl mich direkt zurückversetzt in jene Jahre und seh´ die Welt eigentlich nur in Schwarz/Weiß Bildern an mich vorbeiziehen. Und das, wo es die Band erst seit 1991 gibt. Aber immerhin. Das sind ja auch schon bald 15 Jahre… Ja, fürwahr, die Mucke reißt einen förmlich mit. Leider ist gerade in diesem Augenblick die Platte schon zu Ende (hab mich nur nebenbei ein bisschen im Netz über die Band erkundigt). Das darf doch wohl nicht wahr sein. Mehr davon bitte! Bald!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ach man, ich weiß nicht. Ich bin ja großer Irland-Fan. Und als ich das erste Mal die Musik der DROPKICK MURPHYS gehört habe schien es so, als ob ich (als Topf) endlich meinen Deckel gefunden hätte. Geiler Streetpunk mit Flöten, Dudelsack und so weiter. Aber so geil deren Musik ist, haben sie es sich doch mit einigen Aktionen bei mir fast verscherzt. Man denke nur an die letzte DVD, wo man beim Konzertabschluss mit den Sternen und Streifen wedelte… Die Geschichte mit ANTI-FLAG ist auch bekannt... Und ich denke mal, wegen Nichtigkeiten bricht man eine Tour nicht so einfach ab. Nun, ich habe ja gehofft, daß sich das mit diesem Album ein wenig geändert hat. Aber auch diesmal greift man wieder tief ins Klosett. Widmen sie doch irgendeiner armen (auf seiner „Tour der Pflicht“), im Irak getöteten Wurst einen Song und sind SEHR betroffen… Ich meine, klar ist es eine traurige Sache, wenn jemand stirbt oder getötet wird. Und ich sage auch nichts über die vielen Gefallenen vergangener Kriege. Aber Hallo??? Der Typ hat sich - so ist das doch in Amiland, wenn ich mich nicht irre - doch freiwillig für seinen Dienst bei der Army gemeldet. Was hat er erwartet? Dass er unbesiegbar wäre? Hat er wirklich daran geglaubt, das Richtige zu tun? War Amerika bedroht? Fuck! Nee, da ist er zum Teil selbst dran Schuld. Klar. So lange alles gut läuft ist das vielleicht leicht verdientes Geld. Aber in einem Krieg sterben nun mal Menschen… Was ist denn mit dem Iraker, der vielleicht auch DROPKICK MURPHY Fan war? Häh? Ach, ich glaube, ich rege mich wieder mal viel zu sehr auf. Ich muss ruhiger werden. Machen wir es einfach kurz und kommen zum Schluß. Eigentlich tolle Musik. Aber das überschattet mal wieder den Rest, daß ich an dem Album wohl keinen Gefallen finden werde. Und der Vorwurf von Bassist & Produzent Ken an ANTI-FLAG, daß sie Amerika hassen würden, um Platten zu verkaufen (was ich aber bezweifele) ist mir auf jeden Fall lieber, als mit blinder Liebe zu Amerika (oder irgendeinem anderen Land) Platten zu verkaufen. Patriotismus sucks! Überall! Wegtreten!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Was ist denn das für eine Promo-CD? Da sind die einzelnen Tracks noch mal in mehrere aufgeteilt…!? Wie soll ich denn das jetzt verstehen? Was bringt das, außer ein paar Aussetzer der Anlage, wenn die „Tracks“ in einander übergehen…? Versteh mal einer die Plattenfirmen. Eigentlich müsste man das glatt der großen Ablage im Hof übergeben, die mehrmals wöchentlich geleert wird. Aber da sie sich schon mal in den CD-Player verirrt hat, kann ich darüber ja mal kurz ein paar Worte verlieren. Ja was gibt es? PopEmo(Punk) der es, wenn es oft genug auf VIVA und Co. laufen würde, ohne Probleme in die Charts schaffen würde. Obwohl, nee, das „Punk“ kann man sogar weglassen. Das ist einfach Popmusik mit verzerrten Gitarren, wie er bei der BLINK-Generation momentan ziemlich angesagt ist. Kein Wunder, spielte man doch eine Tour zusammen und saß doch sogar Mark Hoppus (Bassist von BLINK 182) bei der Aufnahme dieses Albums hinter den Reglern, die die Welt bedeuten. Nenn es ruhige Musik, mal zum Anlehnen, zum Träumen. Ich nenne es langweilig. Gute Nacht. Ich schlaf gleich ein…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Eigentlich nicht wirklich eine Band - sondern eher als Projekt gedacht, haben die Jungs, die lieber unerkannt bleiben möchten, ihre viel gelobte CD wiederveröffentlicht. Live sieht das bestimmt lustig aus, wenn sie mit ihren Hasskappen voller Energie ihren, ja wie soll ich es beschreiben, Hardcore runterprügeln. Das ist dann sogar was für´s Auge. Textlich nicht ohne wird treffend analysiert und auf den Punkt gebracht, was ihrer Ansicht nach falsch in dieser Welt läuft. Und das, ohne wirklich peinlich rüberzukommen. Macht Spaß und nach dem Hören der CD wird man die komische Wut im Bauch eine ganze Weile nicht los…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Eigentlich schon knapp 3 Jahre her, daß diese Platte erschienen ist. Da sie aber eine gute Zeit lang vergriffen war, wurde sie jetzt noch mal neu aufgelegt. Und irgendwie werde ich mit dem Hören dieser CD direkt noch mal in diese Zeit zurückkatapultiert. Als ich zu einigen Songs dieser Scheibe auf diversen von Freunden zusammengestellten Tapesamplern das ein oder andere alkoholische Getränk zu mir nahm. Ach nee war det schön. Klasse nun, daß ich das Gesamtwerk genießen kann. Und da der Sommer ja direkt vor der Tür steht (wenn endlich mal die ganzen Wolken verschwinden würden…) und dies genau die richtige Musik dafür ist, kann es sein, daß ich die ganze schöne Zeit noch mal erleben kann. Ein Jungbrunnen für mich die CD, sozusagen. Aber nicht das Ihr denkt, daß sich MOSKVSKAYA auf die faule Haut gelegt haben. Nein, momentan werkeln sie sogar an einem neuen Album, das auch schon so gut wie fertig sein soll. Geil. Also haltet die Augen offen und überbrückt die Zeit erstmal mit dieser CD. Besser kann es eigentlich gar nicht laufen…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

Also ich bin eigentlich keiner, der wahllos jede FAT-Band gut findet. Man erinnere sich, wie ZSK vor einiger Zeit mal mit einem Sticker auf ihrer Debüt-EP diese Art von Leuten aufs Korn nahm… Aber man muss zugeben, daß die Jungs und Mädels aus Seattle schon bei mehreren Platten einen hervorragenden Geschmack bewiesen. Ich feiere auch nicht ausnahmslos alle Bands ab, die eine Frau am Gesang oder in der Band haben. Klar, spielt Optik da auch eine Rolle. Aber wenn eine Band scheiße ist, dann bleibt sie auch für mich scheiße. Da hilft dann auch kein Frauenbonus. Na gut, es sei denn sie sind so schlecht, daß es schon wieder lustig ist. Das hat man aber auch oder vor allem bei Männerbands… Das alles kann man von dieser Band/Platte aber nicht sagen. Hallo? Wie geil sind die denn bitteschön? Man, bei dieser Band stimmt einfach alles. Saucooler Bandname (obwohl nichts damit zu tun und auch nicht unbedingt mit der politischen Sicht verbunden ist das in den USA sicher nicht gern gesehen/einfach, wenn eine Band solch einen Namen trägt) und geile Musik (Punkrock - ja einfach „nur“ Punkrock mit Melodie, Stil und Abwechslung). Trotz oder gerade ihrer erst 5jährigen Bandgeschichte versprüht die Platte eine unglaubliche Frische, wie es mit in letzter Zeit selten untergekommen ist. Ich hab keine Ahnung, wie ich Euch jetzt zwingen kann, in den Laden zu gehen und diese Platte zu kaufen. Aber ich hoffe, Ihr schafft es, wenigstens mal selbst irgendwo reinzuhören. Spätestens dann werdet Ihr selbst überzeugt sein. Wo bekomm ich jetzt nur den Backkatalog her?

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Auf diesen Sampler habe ich lange gewartet. Das klingt ironisch. Ist aber durchaus ernst gemeint. Denn schon auf der 2. Compilation des WILD AT HEARTs habe ich mich zum Beispiel in FIFI & THE MACH 3 verliebt und war jetzt gespannt drauf, endlich mehr von ihnen zu hören, auch wenn es hier leider wieder nur ein Song ist. Sie sollen nämlich auch ziemlich gut darin sein, SOCIAL DISTORTION zu covern. Leider sind ihre Platten hier nicht so gut zu bekommen aber vielleicht kümmert sich ja da irgendwann mal ein Label drum und es gibt mehr von ihnen hierzulande zu hören. Aber so ein Sampler genügt vorerst auch, meine Gier zu befriedigen. Allerdings hinken im Vergleich zu ihnen auch die weiteren 23 japanischen Bands in keiner Weise hinterher. Denn der zu hörende Mix aus fast allen Stilrichtungen des Punk und Hardcore - Von 77er-Ramones- Mod-Girl-Punk über Garage zu 80ies und Hardcore-Punk - macht einfach Spaß. Viele der Bands sind in Japan wohl sehr bekannt und wenn jemand eine von denen hier entdeckt und was aktiv unternimmt, kann es durchaus sein, daß sie auch hier etwas bekannter werden. Man erinnere sich nur an die GARLIC BOYS oder LOLITA No. 18. Also legt Euch den Sampler zu. Soweit ich weiß, gibt es ihn jetzt sogar auch auf Vinyl. Kommt einfach niemand dran vorbei!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Manchmal habe ich ja in den letzten Jahren das Gefühl gehabt, die Skandinavier, besonders die Norweger und die Schweden, hätten den Rock´n´Roll mit Löffeln gefressen. Da konnte jede Band aus Deutschland versuchen, wie alles Mögliche aus Skandinavien zu klingen, man hat trotzdem irgendwie raus gehört, dass sie es einfach nicht drauf hatten. Obwohl THE PEOPLE zweifellos auch eine gewisse Coolness besitzen, ist es aber auch mal schön zu hören, daß auch aus Schweden mehr oder weniger durchschnittliches herkommen kann. Retrorock hin oder her. THE PEOPLE orientieren sich an die 70´er Jahre und für meine Begriffe ist da noch zu wenig Eigenständiges dabei. Die Zutat in der Rock´n´Roll Suppe, die eine Band einzigartig macht. Allerdings muss ich der Band zugute halten, daß es sie erst seit 2004 gibt, sie durchaus fit an ihren Instrumenten sind und gewisses Potential in ihnen steckt. Daher auch gut, daß sie noch kein „richtiges“ Album veröffentlicht haben, sondern es ruhig mit selbstproduzierten Demos angehen lassen. Bei soviel Schrott, der jeden Tag veröffentlicht wird, wäre die Band damit sicher untergegangen. So geben sie sich selbst Zeit, sich zu entwickeln und wenn sie weiter ihren Weg gehen, kann es passieren, daß THE PEOPLE auf der nächsten Schwedenrockwelle mitschwimmen können. Ich bin gespannt.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein. Trotz ewiger Verzögerungen (11 Monate Studiozeit!) schafften es die „Erfinder“ des Skatepunks aus Deutschland nach über 20jähriger Bandgeschichte zum Kinostart von „Per Anhalter durch die Galaxis“ ihr 7. Album herauszubringen. Ich war zwar selbst nie Skater, aber dafür gefiel mir die Musik dazu (gerade in den letzten Jahren immer mehr) ganz gut. Weil oft positiv und vor allem voll Energie. Und die haben DISASTER AREA auch nach 20 Jahren nicht verloren. Das ist schon eine reife Leistung. Wenn ich mir so das Bild im Cover (wo leider die Texte fehlen!) erinnert mich das Ganze irgendwie an den gealterten Greg Greffin und seine BAD RELIGION - Mannen. Das aber nur so nebenbei. Mit 16 Tracks liefert die lauteste Band der Galaxis ihren bisher besten Longplayer ab. Und wenn sie als einzig offizielle Band, die diesen Namen tragen darf (nach Douglas Adams!!!) mit dem Filmstart vielleicht noch mal einen zweiten Frühling erleben, freut es mich für sie. Wünschen würde ich es ihnen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

5 Mann, eine japanische Karre und 1 Auftrag! Die unbedingte Unterwerfung der Welt vor einer Band aus dem Saarland. Oops, ich muss jetzt aufpassen, daß ich das hier jetzt gut über die Bühne bekomme und mich nicht zu sehr in Übertreibungen verliere. Aber was soll ich anderes tun? Denn so was Geiles habe ich seit PASCOW lange nicht gehört. Oft wird ja die Band mit ihnen in Verbindung gebracht. Was aber vor allem auch daran liegen dürfte, daß sie gar nicht weit von einander weg wohnen. Dennoch unterscheiden sie sich in meinen Auen schon etwas voneinander. Die Texte sind zwar zum Beispiel auch persönlich, kommen aber schneller auf den Punkt. Außerdem empfinde ich den Sound als etwas dreckiger, was aber durchaus nicht negativ gemeint sein soll. Im Gegenteil. Das verleiht der Platte schon fast etwas Internationales / Skandinavisches. Ihr wisst, was ich meine… Nach nur anderthalb Jahren gibt es nun nach einem Demo den ersten Longplayer und da soll noch mal einer sagen, die Bands produzieren heutzutage viel zu schnell einen Tonträger. Ich frage mich hingegen - Warum nicht früher? Naja. Gut Ding will ja auch Weile haben und daher sei es ihnen gegönnt. Nein, mit dieser Platte machen sie alles richtig. Ich möchte beinahe sagen, auch wenn es abgelutscht klingt, jeder Track ist ein Hit. Vor allem weil sie selbst alles in der Hand haben, wirkt das Werk im Ganzen rund. Der Beste Soundtrack für das anstehende Sommerloch. Die Band ist übrigens noch auf der Suche nach einem Partner, der das Teil auf Vinyl rausbringt. Denn darauf ist das Material fast noch besser aufgehoben. Omi halt mich fest. Geil!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ui. Schwermerall an meine Adresse!? Kann das gut gehen? Naja es kann. Halbwegs jedenfalls. Bin ja sonst nicht so Fan dieses Genres. Aber es kommt schon ganz fett rüber, was die Jungs aus Kalifornien bieten. Vielleicht liegt es auch daran, daß es sich hierbei doch gar nicht um reinen Heavy Metal handelt und insgesamt recht abwechslungsreich ist. Sogar Melodie schimmert ab und zu durch. Für mich ja immer ein ganz wichtiger Aspekt. Liegt das vielleicht an eben jener kalifornischen Unbekümmertheit? Generell würde ich in den Sound als Mix aus Metal, Hardcore und den unsäglichen Nu Metal bezeichnen. Eine Nischenband sozusagen. Und irgendwie hat es was, ich kann mir nicht helfen, von BLIND GUARDIAN… Naja egal. Nicht ganz mein Teil, aber an gewissen Tagen (Freundin Schluß gemacht, durch die Prüfung gefallen, Gewitter beim Zelturlaub) vielleicht sogar genießbar. Sonst (für mich) eher nichts.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Häh? Hab ich das Album nicht schonmal bekommen? Nur in rot? Keine Ahnung. Weiß auch nicht, ob ich die Platte schonal besprochen habe. Daher hier das Ganze noch mal. Zuerst: Wo sind die Texte? Wo sind überhaupt die Titel aufgedruckt? Irgendwie kommt mir das Teil ziemlich lieblos daher. Das sind keine guten Vorzeichen. Aber gut, hören wir mal rein… Mmmh. Orgelpunk mit gewöhnungsbedürftiger Stimme würd´ ich sagen. Sehr gewöhnungsbedürftig sogar. Denn ab dem 4. Track nervt es doch schon ziemlich. Komischerweise hab ich mich nach dem 8. Track auch schon wieder dran gewöhnt. Bin ich schon so abgestumpft? Insgesamt alles sehr rockig. Hier und da ist auch mal eine Ballade zu finden. Aber generell haut´s mich nicht um. Das Lustigste, was mir im Zusammenhang mit der Band noch einfällt ist, daß sie mal ihrem Namen alle Ehre machten und ein Konzert im Berliner Knaack Club absagen mussten, weil sich Teile von ihnen eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hatten. Hehe. Naja. So lustig ist das als Betroffener sicher auch wieder nicht… Ja. Irgendwie net so doll. Sorry Gero…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

100% Hellfyrerock. So nennen die 5 Mann ihr musikalisches Tun. Und ich muss sagen - nicht schlecht, was sie da fabrizieren. Wie schon bei den STARLETTES setzen die Macher von One an One - Records auf eine kurze Spielzeit, um zu schauen, ob denn das, was sie veröffentlichen auch wirklich bei den „Massen“ ankommt. Was die einen ärgern wird, weil die Spielzeit eben relativ kurz ist, freut es mich, daß ich einen kurzen Eindruck von der Band bekomme. Dass sie trotz ihres relativ kurzen Daseins schon eine Menge geschafft haben, zeigen z.B. zwei Splitveröffentlichungen mit BONEHOUSE und den TYPHOON MOTOR DUDES. Und in eine ähnliche Kerbe schlagen auch die FYREDOGS. Was soll ich sagen? Also mir gefällt´s ganz gut. Kann mir auch vorstellen, daß das auch Live ganz gut rüberkommt. Punk meets Metal - vom Feinsten!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Geiles Cover, geiler Bandname. Arschlangweilige Mucke. Bäh. Da schlaf ich ja ein. Mainstreamrock mit alternativem Touch. Braucht eigentlich keine Sau. Wenn ich jetzt nicht so eine blöde Papppromohülle hätte, könnte ich vielleicht noch ein paar Worte über die Texte oder das Artwork verlieren. Aber da dies nicht der Fall leite ich die CD jetzt mal ´nem Kumpel weiter, der auf so was steht. Mein Papierkorb.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Supergeil aufgemachte Doppel-CD mit Bonus-EP und Videos. Das gibt schon mal Pluspunkte. Leider bleiben das auch die einzigen, da ich mit AMPLIFIER echt nix anfangen kann. Titel wie „Motorhead“, „Panzer“ oder „Airborne“ haben viel versprochen. Konnten aber leider nichts halten. Stattdessen kommt hier psychedelischer „Alternativ“-Rock aus den Boxen. Hat da vielleicht jemand die CD´s vertauscht? Naja. Scheinen schon einiges bewegt zu haben, die Jungs. Und für die Fans ist das Alles sicher ein schönes Schmankerl. Ich kann mich damit allerdings nicht anfreunden.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Wegen der verdammt uncoolen Labelpolitik, Promos - welche im Original auf Vinyl erscheinen - als gebrannte CD mit Papiercover zu verschicken, wollte ich das Teil eigentlich gar nicht besprechen. Jaja, ich bin schon eine verwöhnte Sau. Aber als Plattensammler kann man mit so einem lieblosen Scheiß einfach nichts anfangen. Ich meine, so was erwarte ich von Majofirmen, die von Natur aus so cool sind wie ein 2 Tage altes Bier in der Mittagssonne. Aber bei einem Punkrocklabel? Ausnahmsweise will ich das aber doch noch mal tun. Denn die Debüt-EP von SUPABOND ist einfach so ein Hammer, daß sie es verdient hat, von so vielen Leuten wie möglich gehört zu werden. Im ersten Moment dachte ich, es handelt sich hier um eine verschollene Aufnahme einer Kollaboration von HANS-A-PLAST und TOXOPLASMA - Mitgliedern. Aber es scheint sich doch um eine ganz neue Band zu handeln. 4 Stücke gibt es zu hören, die original aus den 80´ern stammen könnten. Und passenderweise covert man sogar auch noch den alten TOXOPLASMA-Klassiker „Ordinäre Liebe“. Aber auch oder gerade die eigenen Songs machen solchen Spaß, daß ich mir jetzt glatt einen Iro schneiden wollen würde, wenn ich damit nicht bei meinem Job rausfliegen würde. Vielleicht die EP des Jahres für mich.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Schon der dritte Teil der Samplerreihe „Punk in Sunderland“. Zusammengestellt und produziert von den Jungs von HOLY RACKET. Während man sich beim ersten Teil nur auf die Bands in Sunderland konzentrierte, beim zweiten Teil schon Bands aus Belgien mit dabei waren, ist es diesmal ein gesamteuropäischer Sampler geworden. So gibt es teils bekannte, teils unveröffentlichte Aufnahmen von HOLY RACKET (natürlich!), DISTURBANCE, BLOOD OR WHISKEY, FRONTKICK, CHURCH OF CONFIDENCE, 999, 1977, LURKERS, LOS RETARDOS, THE ALPACINOS, DES-KONTROL…..und….und….und zu hören. Eigentlich ganz geil. Nur im Booklet hätte man vielleicht die ein oder andere Information zu den Bands hinterlassen können… Aber gerade, weil das Teil nicht so viel kostet und weil man sich so ganz gut einen Überblick über die Punkszene in Europa verschaffen kann eine Kaufempfehlung.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Äh? Wie kommt diese CD jetzt in mein Fach? Hat sich da jemand vertan? Hierbei handelt es sich wohl um ein Sideproject von Joey Santiago, Gitarrist der gerade reformierten PIXIES garniert mit vielen Gaststars (A PERFECT CIRCLE, SMASH MOUTH…). Soll alles ein bisschen nach dem Powerpop wie SIOUXSIE SIOUX klingen. Mmmh. Da kenne ich mich allerdings nicht so aus. Aber Powerpop stimmt schon. Ist, wie ich finde, gute Barmusik. Ein bisschen Easy Listening. Aber nichts wirklich Besonderes. Jedenfalls für mich. Aber vielleicht bin ich da auch nicht so der Fachmann für…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Das schöne daran ein Album zu besprechen, wenn man eigentlich etwas Genrefremd ist, ist, daß man unvoreingenommen herangehen und auf das Wesentliche achten kann. Na gut. Das versuche ich zumindest. DESORDEN PÚBLICO gelten als Erfinder des Latin-Ska und sind mit über 20 Jahren im Geschäft bereits eine Legende. 1985 veröffentlichten die Venezuelaner bereits ihren ersten Longplayer und pünktlich zu ihrer 4. Europatour kommt nun eine Art „Best Of“ heraus, die einen guten Überblick über das bisherige Schaffen der Band liefert und mich schon im Zimmer den Fuß mitwippen lässt. Wie soll das erst bei einem Konzert aussehen? Aufgelockert wird die Scheibe auch durch Liveaufnahmen, die vor einem nicht geringen Publikum aufgenommen worden sein müssen. Und dies feiert kräftig mit. Insgesamt macht die CD jedenfalls einen saumäßgen Spaß. Vielleicht wird sich die Anne demnächst hier noch mal detailliert zu äußern. Da ich aber ziemlich sicher bin, daß sie es nicht verreißen, sondern genauso lieben wird, kann ich mal eine ausdrücklich Kaufempfehlung abgeben und empfehlen, eines ihrer Konzerte zu besuchen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

Erst dachte ich ja, oh scheiße. HipHop. Was mir aber nun aus den Boxen kommt ist richtig dufte Mucke. Erinnert mich ein bisschen an SEEED. Reggeahafte Rhythmen gepaart mit teils irrwitzigen deutschen Texten im Berliner Dialekt(!). Wie geil ist das denn? Vielleicht habe ich den Begriff „Sommermusik“ in letzter Zeit ein wenig inflationär behandelt. Aber diese EP ist wirklich genau der Sound dazu! Auch wenn ich nicht mehr kiffe. Wenn ich diese Musik höre, möchte ich mir glatt eine Tüte drehen und mich in den Park setzen. Und Stücke wie „Alle Ladies“, „Jammalappen“ und „Krasse Sachen“ sprechen wohl nicht nur mir aus der Seele, obwohl ich den Eindruck habe, daß sich die Jungs eh nicht so ganz ernst nehmen. Erschienen ist die EP übrigens auf JKP, dem Label der TOTEN HOSEN, wo auch dann das Album erscheinen wird. Das beweist, daß die Jungs mit Sicherheit sehr korrekt sind. Und ich hoffe, daß man in naher Zukunft noch mehr von ihnen hören wird. Saugeil.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

METAL!!!! Und zwar das, was ich darunter verstehe. Als alter HELLOWEEN und teilweise auch MAIDEN-Fan fühle ich mich wie auf einen Schiff, daß direkt in die 80´er zurücksegelt. Wobei als Soundtrack dazu das Lied „Rivers of no return“ vom Wind gepfiffen wird, welches sich auf dem mir vorliegenden Album befindet. Nach 7 Jahren gibt es nun also ein neues Album des IRON MAIDEN-Sängers. Und wenn das Album auch von vielen Kollegen teilweise verrissen wird, bin ich mehr als begeistert, so was noch mal zu erleben. Die einzigartige Stimme. Der Sound. Einfach großartig. Ich wusste gar nicht, daß Mr. Dickinson auf Solopfaden wandelt. So intensiv habe ich mich in den letzten Jahren nicht mehr damit beschäftigt. Umso größer aber eben nun die Freude, daß der alte Herr doch noch was von sich hören lässt. Neben einigen ruhigen, teils melancholischen Songs gibt es aber auch richtige Kracher wie von einst. Da sieht man es mal wieder. Man kann auch in Würde altern. Wunderschön.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Wieder mal was Neues vom Drive-Thru Records Label. Und wiederum kann ich mich nicht so richtig damit anfreunden. Zwar stehe ich auch ab und zu auf Akustiksongs. Jedoch kenne ich TEN zu wenig und ihre „richtigen“ Songs schon gar nicht, so daß ich mir ein kompetentes Urteil über sie einfach nicht erlauben kann. Ich hab da einfach nicht die Beziehung zu. Zwar klingt das, was ich hier gerade höre gar nicht mal so schlecht. Allerdings muss man, um das wirklich zu mögen wohl Fan der Band sein oder zumindest schon mal den ein oder anderen Song davon im Original gehört haben. Ansonsten ist die Idee wirklich geil. Das mag ich.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Die ersten Sekunden des Albums dachte ich auch wieder - Argh, schon wieder so was Langweiliges… Aber dann knallt es doch ein bisschen rein. Schön. Jetzt bin ich auch wieder wach. Hab von der Band nie zuvor gehört. Andererseits aber doch schon ca. 1000-mal. Denn der Kalipunkeinfluss auf die Band ist nicht zu verkennen. Als die Band ihr „Einflusssüppchen“ kochte, geizte sie ohrenscheinlich nicht an den Zutaten wie NoFx, OFFSPRING oder BLINK 182. Von einen mal weniger, von anderen mal mehr. Und 14-15jährige werden hier bestimmt etwas ganz Eigenständiges rausschmecken. Ich aber mag erstens keinen Eintopf und zweitens auch nicht das ein oder andere bestimmte Suppengemüse. Aber wenn man Hunger hat, geht eben fast alles rein, wenn´s nicht all zu scheiße schmeckt. Mal was Anderes und doch dasselbe. Aber amtlich.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Alternativerock der gar nicht mal so langweiligen Sorte. Ich will jetzt mal nicht auf die Bandgeschichte eingehen, die relativ interessant ist und mich ein wenig an die meiner eigenen Band erinnert. Solltet Ihr Euch aber mal bei Gelegenheit reinziehen, um die Band besser zu verstehen. Ansonsten habe ich von MONOPHOX noch nie gehört. Und eigentlich kann ihre Musik auch nicht so richtig einordnen. Ich habe es eingangs nur mal mit Alternativrock versucht zu umschreiben. Aber so richtig zufrieden bin ich mit mir da auch nicht. Ich bin mir sicher, daß sie es damit ziemlich schwer haben könnten, denn eine Schublade kann man für sie nicht so richtig finden. Aber wie beschreib ich nun jetzt die Musik? Mmh, ich versuch´s mal so. Die 10 auf dem Album enthaltenen Tracks sind allesamt recht abwechslungsreich und machen in gewissen Augenblicken, wie jetzt wirklich Spaß. Ob sich das aber durchsetzen kann, weiß ich nicht. Auch wenn ich eher Fan der härteren Gangart bin, würde ich mir wünschen, wenn eher Bands wie MONOPHOX im Radio oder Fernsehen laufen würden, als der restliche Müll, den es da so gibt. Nicht meine Tasse Bier. Aber gut.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Das erste Mal, daß auf Jungs aus Bayern traf, war als sie gleich bei mir um die Ecke zusammen mit meinen Lieblingsbrasilianern, den NITROMINDS im Magnet-Club spielten. Ich hatte erst meine Bedenken, weil ich den Bandname nicht so prall fand. Was sich dann aber auf der Bühne abspielte, hat mich schon einigermaßen beeindruckt. Partytauglicher Streetpunk, dargeboten von ziemlich jungen Leuten. Und es feierten auch wirklich alle Leute mit. Klasse. Da sieht man mal, daß die „Bewegung“ doch nicht ausstirbt. Immer wieder wächst etwas Junges nach und das tut sehr sehr gut. Jedenfalls musste ich aber früher los, weil ich nächsten Tag früh arbeiten musste und konnte mir keinen Tonträger der Band geben lassen. Also habe ich im Nachhinein alle Hebel in Bewegung gesetzt, um zu sehen, ob sie auch auf Platte diese Energie freisetzen können. Und ja, sie können es. Auch wenn sie sowohl in Bandinfo und einigen Reviews als Mischung aus DROPICK MURPHYS und SOCIAL D. bezeichnet werden, kann ich damit nur bedingt einhergehen. Vielmehr erinnert mich das Gesamtbild an OXYMORON. Wenn Ihr die Platte seht und sie auf der Bühne erlebt habt, könnt Ihr vielleicht verstehen, was ich damit meine. Man spürt einfach mit jeder Note ihren Tatendrang und bich bin mir ziemlich sicher, daß man in Zukunft noch mehr von ihnen hören wird. Und so was aus Bayern? Wer hätte das gedacht? Auf jeden Fall eine sehr unterstützenswerte Band.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Liedermacher, DIE STERNE, Hamburger Schule generell und RIO REISER (Das ist mir übrigens aufgefallen, BEVOR ich in der Bandinfo gelesen habe, daß Sänger Dietmar Schmeil ein SCHRBEN-FAN der ersten Stunde ist) ist das erste, was mir einfällt, wo ich gerade diese CD höre. Die BLEIBENDEN SCHÄDEN, die aus der mir ebenso unbekannten Band GESOCKS entstanden ist, haben eine wirklich gute Linie gefunden trotz ruhiger Elemente ordentlich abzurocken. Einige werden das hier vielleicht als Studentenmucke bezeichnen. Nichtsdestotrotz macht mir das Hören der Platte sehr viel Spaß. Vielleicht liegt es an den persönlichen Texten oder der minimalistische Musik (die trotzdem sehr fett rüberkommt). Das gepaart mit dem niedliche Cover ergeben aber einfach ein Gesamtbild, wo man sieht, daß sich die Leute wirklich sehr viel Mühe gegeben haben. Sollte man vielleicht einfach mal antesten. Vielleicht gefällt es Euch ja auch…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Hmmh, da bin ich wohl nicht der richtige Ansprechpartner für. Eher keiner von uns sogar, würde ich sagen. Gitarrenpopmusik, die mich nicht wirklich vom Hocker haut. Es muss ja nicht immer „Schneller, Lauter, Härter“ sein. Aber Indiepop/rock halte ich einfach für einen der belanglosesten Musikstile überhaupt. Mit Ausnahmen versteht sich. CLOUDBERRY gehören da aber leider nicht dazu. Sorry. Andererseits ist ziemlich interessant zu beobachten, daß fast keiner der Songs die 2-Minutenmarke durchbricht, was schon ein bisschen Punkrockattitüde versprüht. Wobei ich aber auch wieder glaube, daß ein Popsong eben gerade durch seine Länge und Wiederholungen der eingängigen Parts lebt. Is schon anders. Aber insgesamt trotzdem nicht mein Ding.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

SLAIN spielen laut eigener Aussage Streetcore und kommen aus Stuttgart. Gibt es schon ein Weilchen und daher merkt man, daß sie schon was auf dem Kasten haben. Klar, sonst würde sich Hardcore auch ein bisschen doof anhören, wo man schon etwas auf die Technik achten muss. Gefällt mir jedenfalls ganz gut, da man hier und dort sogar ein bisschen Wert auf Melodie legt, was bei bei dieser Art Musik ja nicht immer der Fall ist. Auf die Dauer ist das aber trotzdem eher nichts für mich. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Texte zwar Aussagekraft besitzen, aber nicht gerade Lyrischen sein Sohn sind. But who cares? Muss das bei Hardcore der Fall sein? Hier ist kein Platz für Kleinigkeiten. Wer auf schnelle, rabiate und rhythmische Mucke steht, wird hier bestens bedient und an den 8 Songs (in nur knapp 19 Minuten) großen Spaß haben.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Junge, aufstrebende Band aus Wermelskirchen. Ein Ort der ja von „Haus aus“ aufgrund des ortsansässigen AZ Bahndamms schon viel mit Punkrock zu tun hat. Und wenn so was einen so großen Einfluss auf die Jugend hat wie z.B. bei NI JU SAN, dann kann ich nur sagen: MEHR DAVON! Hab lange nicht mehr so energiegeladenen, melodischen Deutschpunk gehört. Das letzte Mal vielleicht beim Debütalbum der WOHLSTANDSKINDER. Man merkt, daß die Texte aus dem Bauch kommen, was manchmal vielleicht gar nicht so verkehrt ist. Daher ja auch das Prädikat „Deutschpunk“, was für manche ja immer noch ein Schimpfwort ist. Wenn dem aber so sein sollte und NI JU SAN dieses Genre definieren sollten, dann bin ich gern Deutschpunkfan. Wobei ich aber auch denke, daß wenn sie etwas älter werden und einige Sachen differenzierter betrachten, aus NJS vielleicht irgendwann mal eine Kapelle wird, die dann „deutschsprachiger Punkrock“ spielt… Oder so ähnlich. Ach immer diese Schubladen. Hören wir einfach auf damit. Gute Platte und auf jeden Fall eine Band, die man im Auge behalten sollte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Rubbel die Katz! Schöner melodischer Punkrock, der sicherlich nicht ganz ungeprägt ist von Bands kalifornischer Herkunft aus den frühen 80´er Jahren. Schnell melodisch, mehrstimmig(e Refrains) garniert mit ein paar Skaeinflüssen und viel Spaß. Aber hatte ich nicht vor einiger Zeit schon mal das Demo der Platte in der Hand? Das war damals schon schön D.I.Y.-mäßig aufgemacht und wusste mir nicht nur von der Musik darauf zu gefallen. Mittlerweile scheinen sie aber nun ein Label gefunden zu haben, der genau die Platte nun auch als „richtige“ CD rausbringt. Oder war das von Anfang an so geplant? Gratulation jedenfalls. So wie ich das mitbekommen habe, waren sie auch schon oft hier in Berlin, was beweist, daß sie sich nicht scheuen, auch mal live ihr Qualitäten zu zeigen. Und das wo überall sie nur können. Und jetzt sind sie sogar in Brasilien auf Tour… Mit den Leuten von A.OK, mit denen sie mittlerweile auch schon eine Splitplatte veröffentlicht haben. Cool. Wenn der Sound noch etwas kräftiger rüberkommen würde, hätte man sicher noch mehr Konzertveranstalter und Fans in der Tasche. Bin mal gespannt, was da noch kommt.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Was isn das? Realsatire? Gleich beim Opener schallt es mir entgegen: „Ficken, saufen, Oi! Oi! Oi!....“ und generell wird in den weiteren 11 Tracks so ziemlich jedes Klischee bedient, was man sich so unter Deutsch-Punk vorstellt. Auch wenn letzteres für mich nicht unbedingt negativ behaftet ist und die Band sicher erklären wird, daß man einige Sachen nicht soooo Bier(natürlich!)ernst nehmen sollte, geht mir das ziemlich gegen den Strich. Punk ist nicht (nur) saufen. Punk ist nicht rumgammeln und Wände beschmieren. In meinen Augen jedenfalls. Leute, die das propagieren gibt es leider schon genug. Und wenn es sich nun doch um Satire handelt, dann habe ich a schon bessere gesehen. Ganz, ganz übel!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Was habe ich damals geärgert, als in irgendeinem szenebekannten Mailorder eine Anzeige stand, daß es eine Band namens KRAUT + RÜBEN gab. Hatte ich doch kurze Zeit zuvor mein eigenes (Tape)Label auf denselben Namen getauft. Nun gut, so viel ist darauf dann nicht erschienen. Und nun gibt es auch K+R nicht mehr. Dafür hat der gute Thorsten aber ein neues Betätigungsfeld gefunden. Mittlerweile konnte ich ihn sogar auch mal kennen lernen und er stellte sich als sehr sehr angenehmer Zeitgenosse heraus. Alles also halb so wild. Hier nun also seine neue Band, die es wohl aber auch schon ein bisschen länger gibt. Auch hier hatte ich anfangs Bedenken, daß es sich hier um Klischeebehafteten Deutschpunk handelt. Aber weit gefehlt. Die Jungs denken wirklich nach bei ihren Texten und haben zudem auch musikalisch was auf´m Kasten. Und letztendlich kann man sagen, daß das mittlerweile 3. Album der Band (& das erste, was ich bisher von ihnen kenne) eine gute Platte ist. Fernab jeglicher Klischees spielen sie angenehmen D-Punk, der neben dem Feiern auch das Denken nicht vergessen lässt. Dass der Thorsten zusammen mit dem Dirk noch ein kleines nichtkommerzielles Portal namens PATATASTAR aufgebaut hat, sei hier auch noch mal nebenbei erwähnt, weil das Ganze sehr unterstützenswert ist. Eine der Besseren Bands aus Deutschland derzeit.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Cheapo-Sampler mit lauter jungen Bands aus Deutschland, die sich teils schon einen regionalen Bekanntheitsgrad erspielt haben oder generell einfach (aus Sicht der Labelmacher) gut sind. Ziel ist es nun, diese Bands (SUPERSKANK, DIE SIFFER (haben, glaube ich, viel BAD RELIGION gehört), HELLDORADOS, OUT OF CONTROL, u.v.a.m.) über die Grenzen ihrer Ortschaften bekannt zu machen und da springt das neu gegründete Label in die Bresche. Gute Sache, wie ich finde. Auf jeden Fall besitzen die Labelmacher eine gehörige Portion Idealismus und Enthusiasmus, der sich hoffentlich ach irgendwann für sie, wenn auch nicht finanziell, auszahlt. Was Ihr davon haltet, müsst Ihr selber entscheiden. Das Teil gibt es für gerade mal 2,99 EUR so ziemlich überall und ich denke mal, die Labelmacher freuen sich über jedes Feedback. Also - Support (not only) your local scene

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ich kannte mal 2-3 Samplerbeiträge von ATEMNOT und war als früherer Funpunk nicht wirklich begeistert von der Band aus dem Bayernländle. Irgendwann habe ich sie dann auch aus den Augen verloren, was wohl daran liegt, daß sie sich gute Jahre aufgelöst hatten. Nun sind sie zurück und bringen als Geschenk gleich mal eben die komplette Diskographhie plus einiger Samplerbeiträge und unveröffentlichter Stücke auf einer Doppel-CD im Digipack mit. Alle Achtung! Zu Hören gibt es dreckigen, authentischen D-Punk, den ich im Nachhinein sogar ganz annehmbar finde. Wahrscheinlich aber eben nur, weil sie eine Art Kultstatus besitzen und ich das alles jetzt mit etwas Abstand betrachten kann. Als Jungpunk saugt man ja eh alles auf, was einem vor die Ohren kommt. Da bin ich mal gespannt, was bei der reformierten Combo (mit neuen Leuten - u.a. mit Leuten von PLOICE SHIT) demnächst passiert. Denn neben anstehenden Konzerten ist wohl auch ein neues Album in Planung. Die-Hard-Fan wird ich wohl nie von ATEMNOT werden. Aber die Compilation darf schon als Stück Zeitgeschichte angesehen werden und folglich in keinem Plattenschrank fehlen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ziemlich coole, deutschsprachige Rockmusik, die mich stellenweise an SELIG erinnert. Emotional aber nicht unbedingt EMO. 7 Tracks befinden sich auf ihrer selbst- und sauber produzierten EP mit okayen Texten und - wie gesagt - ganz anständiger Musik. Kann man sich geben, ist auf die Dauer aber nichts für mich. Bands dieser Art gibt es eigentlich genug trotz genügend vorhandener Eigenständigkeit fehlt mir das gewisse Etwas. Hat durchaus das Zeug dazu, einen Hit auf VIVA zu landen, danach aber wieder in der Versenkung zu verschwinden. Wie SELIG eben.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Beim Betrachten des Covers dachte ich erst - Bah, was wird denn das? - Volksmusik? Aber dann… Nein, ein saugeiler Mix aus Hardcore & Punkrock kreischt mir da aus den Boxen. Das macht richtig Spaß. Beim Nachforschen ergab sich mir dann die Info, daß hier der ehemalige 88 FINGERS LOUIE bzw. RISE AGAINST Gitarrist mit neuen Mannen am Werk ist. Und in eine ähnliche Kerbe schlagen auch BTS. Ich finde sogar, daß die von mit sehr geschätzten RISE AGAINST durch BTS noch mal um einiges übertroffen werden. Die Melodien sind schöner, der Gesang ist an einigen Stellen härter und auch insgesamt wirken die 14 Songs runder und abwechslungsreicher. Wirklich cool. Und soweit ich das mitbekommen habe, kann man sie im Oktober auch schon live erleben. Na dann mal hin.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Häh? Ich dachte, CR gibt es nicht mehr? Naja, so ist es wohl auch. Denn auf diesem Splitrelease gibt es die letzten Stücke der Band um ex_OPERATION IVY - Frontmann zu hören, die kurz vor der Auflösung der Band entstanden sind. Während AAA gewohnt straighten Punkrock bieten, gibt es auch von COMMON RIDER wieder schönen Poppunk, den Mr. Jesse Michaelis geprägt hat, wie wohl kaum ein anderer. Ob man die Platte braucht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Als Einstieg in das Schaffen beider Bands sicher nicht verkehrt. Und für Die-Hard-Fans jeweiliger Bands eh ein Muss. Ansonsten gibt es aber von beiden Bands auch Besseres.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Okayer PopMelodicPunk, wie ihn 1000 andere Bands spielen. Hier und da zwar mal ein paar coole Breaks und überraschenderweise eine Ballade eingebaut, aber sonst nicht wirklich der Bringer. Sind seit über eineinhalb Jahren auf Tour und damit ist das Debütalbum schon was länger draußen. Vielleicht nehmen sie, wenn sie irgendwann zurückkommen, ein ausgereifteres Album auf. Die Zeit sollten sie sich nehmen, denn sonst geraten sie schnell in Vergessenheit. Da hilft dann auch der Internet-Undergroundbonus nichts mehr.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Emolastiger Rock, der eigentlich ganz gut zu gefallen weiß. Vor allem deshalb, weil hier nicht nur auf die Tränendrüse gedrückt wird, sondern auch mal nach vorn geschaut wird. Außerdem findet man hier auch ein gesundes Maß an Abwechslung, was einem das Hören der Platte sehr erleichtert. Ist zwar nicht das, was ich auf einer Party auflegen würde, aber für sich selbst kann man das ganz gut genießen. Sehr eigenständig und keinesfalls durchschnittlich.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Hey, Orange County hat noch was anderes zu bieten als SOCIAL DISTORTION. Mêlée (sprich: May-Lay) zum Beispiel. Auf der wunderschön aufgemachten (sowohl gestalterisch als auch musikalisch) CD befinden sich 11 einfühlsame, rundum gelungene Songs, die mein von der Sonne aufgeweichtes Herz glatt wieder einfrieren könnten. Eigentlich nicht „Easy Listening“. Andererseits wieder doch. Kein Pop, aber irgendwie doch. Mêlée sitzen zwischen den Stühlen. Aber gerade das steht ihnen gut. Kann sicher nicht jeder was mit anfangen. Aber das ist vielleicht auch gut so. Ein versteckter Schatz in der weiten Musikwelt. 5% vom Erlös der CD gehen übrigens an eine vom Künstler gewählte soziale Einrichtung. So die Intention von Sub City Records, einem Unterlabel von Hopeless Records, wo die Platte erschienen ist. Also tut man sich und seinem Gewissen nochmal was Gutes, mit dem Kauf der CD...

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Wie geil muss das ausgesehen haben, als PENNYWISE jüngst vor Mauros Pizzeria während der Féte de la Musique alles wegrockten und die Leute bis auf den gegenüberliegenden Bürgersteig der Straße stehen ließen… Und das auch noch umsonst… Leider konnte ich nicht dabei sein, aber wenn sie so überzeugend waren, wie auf ihrem neuen Album, bereue ich es echt, nicht dabei gewesen zu sein. Manche Leute behaupten, ähnlich wie bei BAD RELIGION, wenn man eine Platte der Südkalifornier kennt, kennt man alle. Und sicherlich erfinden sie das Rad nicht neu. Aber Stück für Stück - mit The Fuse im achten Anlauf - perfektionieren sie es. Klasse Melodien, neuerdings hymnenhafte Refrains, Schnelligkeit und ein hohes Maß an Spielfreude. Das ist es, was PENNYWISE im Jahre 2005 ausmacht. Und dass sich PENNYWISE nie in die Hände eines Majors gaben (wenn man Epitaph noch als Indielabel bezeichnen kann) würzt es das Ganze noch mit einem Hauch Streetcredibility. Was will man also mehr? Also dann - bis zum neunten Album dann.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Zweites Album der Punk´n´Roller aus dem Ruhpott. Und was gibt es zu sagen, als daß es in allen Punkten nahtlos an ihr geiles Debütalbum von vor 2 Jahren anschließt. Slapbass, dreckige Gitarren und ein kleiner Schuss Psycho. Aber man hat sich auch weiterentwickelt und vor allem ist für Abwechslung gesorgt! Denn neben den für diese Musikrichtung typischen schnellen Nummern, gibt es auch mal die ein oder andere Ballade oder ein cleaner Gesang zu hören. Sowas muss man sich erstmal trauen. Nein, ich bin schon begeistert. Das kann man so sagen. Diese Platte kann man einfach in allen Lebenslagen, in allen Stimmungen hören. Und jetzt, wo es mit dem fast schon balladesken „All“ endet, bin ich ganz hin und weg. Äh, nein. Da ist a noch ein Bonustrack. Hört sich an, wie AC/DC auf Koks. Kranke Scheiße. Aber geil. Ein Meilenstein? Na zumindest in der Bandgeschichte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Weiß gar nicht, ob es den Sampler überhaupt richtig im Laden zu kaufen gibt. Wahrscheinlich ist aber wohl, daß er irgendeinem Zine oder einer Zeitschrift beiliegt. Bei ganz großem Interesse kann man ihn sicherlich aber auch auf der u.a. Homepage bestellen. Jedenfalls ist das hier, so würde ich sagen, eine Art Cheapo-Sampler mit lauter jungen Bands aus ganz Europa (oder gar der Welt?), die erstmal dem geneigten Käufer vorgestellt müssen, bevor sie die Bands erstmal näher kennen lernen. Ich weiß nicht. Ich kann damit immer herzlich wenig anfangen, da mir das musikalische Spektrum dabei zu breit gefächert ist. Auch nicht bei Musikzeitschriftbeilagen. Da kommt es mir eher auf das Geschriebene an. Nennt mich „Close minded“ oder engstirnig. Das ist eben so. Wenn ich mich dann aber doch mal dazu zwinge, solche Sampler zu hören, werde ich überraschenderweise doch ab und zu auf eine der auf dem Silberling befindlichen Bands aufmerksam. Also erfüllen solche Sampler doch ihre Sache. Naja egal. In diesem Fall sind es die SHANES, die mir gefallen. Sie befinden sich in Gesellschaft von (mir) bekannteren (THE SKREPPERS, ACTION JACKSON) und einem ganze Sack voll weiterer unbekannteren Bands. Sicher keine CD, die man am Stück durchhört. Aber wie gesagt, zum „Aufmerksam werden“ auf eine Band ganz ok.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Endlich das dritte Album der Skaformation aus Bochum. Lange hab ich darauf gewartet & scheinbar hat es sich gelohnt. Denn so abwechslungsreich waren sie wahrscheinlich noch nie. Nichts vom schwer angesagten „Stampfska“ ist zu hören, sondern lupenreiner, klassischer Ska zwischen Reggae und 2Tone. 12 Tracks bietet das im schönen Digipack aufgemachte Album (Vinylversion erscheint natürlich auch) und als besonderes Schmankerl gibt es für den heimischen PC auch noch einen Multimediapart mit Bio, Disco, Spiel, Photos, Videos und weiteren Extras, bei dem jedem Fan wohl das Herz aufgehen wird. Ganz große Klasse. Und Pluspunkte gibt es auch nicht zuletzt deshalb, weil erstmals auf dem sehr sympathischen, ebenfalls in Bochum ansässigen, Label Dirty Faces eine ganze Platte der Jungs veröffentlicht wird. Also kaufen bitteschön.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

Ich hab jetzt hier leider nur die CD ohne Info rum zu liegen, daher kann ich nicht so viel zum Umfeld der Band erzählen, außer vielleicht, daß sie aus Schweden kommt und aus 2 Leuten besteht. Laut eigenen Aussagen (Homepage) spielt die Band aber „Altherrenrock“ mit Einflüssen der 60´er und 70´er mit Texten über verflossene Liebschaften. Allerdings mit einer gehörigen Portion „Jugendlichen Blues“… Daher wundert man sich auch nicht, wenn es ab und zu auch mal etwas ruhiger wird. Aber das ist nicht schlimm. Denn es nervt nicht. Nach einer EP aus dem Jahre 2000 (damals noch zu viert) ist dies nun ihr Debütalbum. 9 Songs gibt es zu hören, die Gott sei dank musikalisch und von der Länge her nicht all zu sehr ausarten, daß es einem langweilig werden würde. Nicht wirklich Punkrock. Aber okay. Kann man, muss man aber nicht… Ach ja, ich glaube, die Beiden sind auch ziemliche TURBONEGRO-Fans… Warum? Findet´s selbst heraus…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Zum 20jährigen Bestehen von Argentiniens Punkband Nummero 1 endlich eine neues Album!!! Und tja, wieder mal bleiben sie sich treu. CLASH - beeinflusster Punkrock mit eigenem Stil, spanischem Gesang, Singalongs, Chören und vielen Aahhs und Ohhs. Mal schneller, mal langsamer, mal reggaehaft, mal straight durchgeprügelt aber immer melodisch. Was will man mehr? Aber vor allem - was gibt es mehr zu sagen? So oft, wie sie unterwegs sind und auch bereits hier in Deutschland gespielt haben, dürfte jeder schon mal was von den 4 Argentiniern gehört haben und sich ein Bild über sie gemacht haben können… - Auf wen das nicht zutrifft, ist entweder ein Ignorant oder Stubenhocker…. Besonders stechen natürlich die beiden Kofferversionen der insgesamt 12 Titel umfassenden Platte heraus. Einmal Psychokiller, ursprünglich von den TALKING HEADS fabriziert, welches in einem liebevollen Dialekt vorgetragen wird und einmal das schon zigtausend mal gecoverte Guantanamera, welches aber auch eine der besseren Versionen ist. Alles in allem aber auch so eine sehr zu empfehlende Scheibe. Na denn. Happy Birthday.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Gerade fällt mir noch auf, daß das Schabenorchester irgendwas von NO RESPECT haben, da lese ich auch schon, daß die Band ebenfalls aus Göttingen kommt. Na Bingo, Volltreffer. Während man heutzutage noch von Hamburger Schule und ähnlichem Mist spricht, wird man sich vielleicht in ein paar Jahren an die GÖTTINGER SCHULE erinnern… Hehe. Schon möglich… Hoffentlich! Denn aus Göttingen kommen und kamen nach meinem Empfinden noch nie eine schlechte Band daher. Naja, um mal wieder zurück zum Anfang zu kommen, erinnert mich das ROGUE STEADY ORCHESTRA deshalb an NO RESPECT, weil sie eben auch sehr politisch motivierten Ska spielen, der sich nicht nur im Gitarrensound- und spielt ähnelt. Nur, daß das R.S.O. auf Deutsch singt und das ist ja bekanntlich eine Gratwanderung. Einerseits freut es mich, daß ich auf dem ersten Hören gleich alles verstehe, andererseits stehen die dann auch im Vordergrund und man kann sich nicht mehr so richtig auf die Musik einlassen. Geht das nur mir so, oder hat da jemand ähnliche Erfahrungen??? Egal, jedenfalls meistern R:S:O. aber auch diese „Hürde“ ohne Probleme. Alle 10 Tracks des Debütalbums machen Spaß und haben nicht nur aufgrund der Texte ihre Daseinsberechtigung. Oder wie es in „Große Töne“ formuliert wird: „Große Töne spucken andere, ich spuck Dir ins Gesicht, Solang Du das nicht raffst, tanz ich mit Dir nicht…“. Mit dem R.S.o. kann ich aber auf alle Fäll tanzen. Nee, wirklich klasse. Würde mich echt nicht wundern, wenn das R.S.O. in Zukunft mit eben NO RESPECT oder ZSK, KATZENSTREIK…..undundund in einem Atemzug genannt wird. Super!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

Das erste offizielle Reunionalbum der Skaheroren von 1998 ist leider irgendwie an mir vorbei gegangen. Muss ich mir demnächst mal besorgen. Daher ist dies das erste „neue“ Album, welches ich von meinen damaligen Helden hören kann. Dementsprechend reserviert war ich vor dem ersten Hören. Was mag da auf mich zukommen? Ein Album mit lauter Kofferversionen? Ich meine, letztendlich scheint es das einfachste Mittel für eine ehemals große Band zu sein, sich wieder zurückzumelden. Die Originalversionen der Cover kennt jeder, zumindest ein paar, und man muss sich nicht wirklich mit seinen eigenen groß(artig)en Platten messen. Der Erfolg ist also vorprogrammiert. Oder doch nicht? Das müssen letztendlich die Fans entscheiden. Mir machte und macht die Platte jedenfalls einen Riesenspaß. Das schöne „Lola“ von den KINKS, „Shame & Sandal“, die Singleauskopplung von LORD TANAMO oder die mehr oder weniger bekannten Songs von PRINCE BUSTER, DESMOND DEKKER oder BOB MARLEY… Zugegebenermaßen fast alles Künstler, von denen ich vor ein paar Jahren kaum etwas wusste, wenn ich über unsere VoC-Crew nicht den ein oder anderen davon kennen und schätzen gelernt hätte. Von Leichenfledderei würde ich übrigens nicht sprechen. Schließlich sind das ja alles Bands und Leute, die MADNESS beeinflusst haben und sicher auch mitverantwortlich für das Bestehen der Gruppe überhaupt sind. Deshalb finde ich das auch ok. Und vielleicht haben sie ja schon damals, 1979 den ein oder anderen Klassiker dieser Platte im Proberaum nachgespielt. Da bin ich mir sogar fast sicher. Ich finde das Album jedenfalls rundum gelungen. Das „Vol. 1“ lässt übrigens vermuten, daß vielleicht eine zweite CD-Veröffentlichung geplant ist. Mal schauen, was da vielleicht noch kommt.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

DA IST ES ENDLICH, DASS LANGERWARTETE ALBUM DES DEMENTED ARE GO SIDE-PROJEKTS…. So steht es jedenfalls in der beiliegenden CD-Info. Mir sagte die Band allerdings bis zum jetzigen Zeitpunkt nichts. Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, daß ich in dieser Szene nichts so bewandert bin. Trotzdem weiß mir die Platte hervorragend zu gefallen. Geiler Psychokram, der - vielleicht auch aufgrund der vielen Gastmusiker - sehr abwechslungsreich daherkommt. Fetter Slapbass, verrückter Gesang, ja eigentlich all das, was man auch schon von DAG her kennt. Nur eben ein bisschen anders. Das Cover selbst ist natürlich auch ein Schmankerl der Extraklasse. Nur die wiedermal fehlenden Texte trüben den Gesamteindruck ein bisschen. Aber sonst wirklich cool.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Geilomat. THE SACHSCHADEN is back! Nur mal eben mit neuem Bandnamen und komplett auf Englisch. Wer hätte das gedacht, daß sich die Jungs noch mal aufrappeln würden, wo doch Schlagzeuger Basti zum Beispiel mit den PILLOCKS, An´na Nadel Records und seinem Tourbusservice genug zu tun haben dürfte. Aber wat soll´s? Rock´n´Roll is ja schließlich kein Lehnstuhl und solange er weiterhin so coole Musik abliefert (sowohl als Drummer, als auch als Labelmacher) soll es mir nur Recht sein. 5 Tracks haben es auf die EP geschafft und allesamt kommen im fetten Soundgewand daher. Mitsingbar & tanzbar vom ersten bis zum letzten Ton. Man hört richtig den Spaß raus, den die Jungs da (wieder) haben. Ja und ich muss sagen, lange nicht mehr so was Tolles aus unserer Hauptstadt gehört. Wenn sie jetzt auch den Arsch hochkriegen & ordentlich touren, dürfte man von der Combo sicherlich noch EINIGES hören. Hammer das Teil. Sollte man als Überbrückung bis zur richtigen Platte ruhig schon mal auf der Homepage ordern. Da kann man rein gar nichts verkehrt machen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Wie geil ist das denn? Wenn ich manchmal nach einer Nacht mit gesteigertem Alkoholkonsum aufwache, hört es sich oft aus meinem Bauch an, wie das, was mir da als „Gesang“ aus den Boxen kommt. Holterdiepolter, mein Lieber! Ja, ähem, zurück zum Thema. Psychobilly mit fettem Metaleinschlag, würde ich sagen. Irgendwie cool. Naja, jedenfalls ist es wohl auch schon das zweite Album der Brasilianer und mir macht es auf jeden Fall Spaß. Stellt Euch eine dunkle Kneipe vor, in die Ihr durstig einkehren wollt, wo inklusive des Barmanns 3 Typen drin sitzen, Whiskey trinken, Zigaretten rauchen und Dir mit Blicken zu verstehen geben, daß Du wenn Du jetzt auch nur einen Schritt weitergehst, geschlachtet wirst. Dann gehen sie in den Keller und schreiben einen Song drüber… Das könnten dann die 3 Mitglieder des FRENETIC TRIOS sein. Kranke Scheiße aber saugeil!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Supermelodischer Garagepunk, der mir hier (leider nur als gebrannte CD) in den Briefkasten von der entsprechenden Taube geworfen wurde. Danke, kleiner Vogel. Komm bald zurück. Denn die 10 Tracks auf dem Silberling lassen sich gut hören. Naja gut, eigentlich sind es besonders die ersten 6 Tracks, weil diese im sauberen Studiosound daherkommen. Aber auch die anderen 4 Stücke, die wohl aus älteren Tagen der Band stammen, lassen schon viel Potential erkennen. Die kommen bestimmt live gut rüber. Ansonsten habe ich das Gefühl, daß sie sich wirklich Zeit beim Aufnehmen der Songs genommen haben, denn es klingt alles so schön rund. Fast schon etwas poppig. So VIBRATORS-mäßig. Hat was. Wie mir im Begleitbrief geschrieben wird, kommen sie sogar bald nach Berlin. Dann bin ich ja mal gespannt, wie sie die schönen Nummern dann auch live umsetzen. Antun werd´ ich es mir aber auf jeden Fall. Denn diese Scheibe verspricht schon viel.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ich bin mir ziemlich sicher, daß mir NEVERMIND mit 15, 16 Jahren neben WIZO und den ÄRZTEN richtig gut gefallen hätten. „Anarchie ist machbar, Herr Nachbar“ & Co. lassen da grüßen. Mittlerweile bin ich aus dem Alter allerdings ein wenig raus, was aber nicht bedeutet, daß NEVERMIND schlecht wären. Es ist nur nicht mehr ganz meine Tasse Bier. Außerdem habe ich das Gefühl, dieses oder jenes irgendwo immer schon mal gehört zu haben. Keine Ahnung, wie alt die Jungs aus der Nähe von Frankfurt (sollte es daher besser NeverMAINd heißen?) sind, aber es klingt alles noch ziemlich jung. Dass sie aber ganz gut rocken können und zumindest als künftige Einstiegsdroge für Jungpunks sein können, bewiesen auf dem diesjährigen Force Attack-Festival, wo ich mir die Platte mal mitgeben hab lassen, obwohl sie schon seit 2001(?) raus ist. Nee, das kam schon fett. Schon da konnte man sehen, daß sie sich musikalisch als auch textlich etwas weiterentwickelt haben. Also warte ich mal lieber noch auf das nächste Album, wenn sie am Ball bleiben, dann kann da noch was draus werden.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Jawoll!!! Jungs, Ihr habt wirklich ein Problem, könnte man meinen! Schon die Debüt EP aus dem letzten Jahr hat mich schon so lachend vom Stuhl fallen lassen, daß ich seitdem auf mehr gespannt war und es gar nicht erwarten konnte. Minimalistische Elektropunk mit aberwitzigen Texten, so was hatte ich vorher nie gehört. Tja, wenn in Schweden der Alkohol so teuer ist, muss man sich eben mit etwas anderen drauf bringen. Und QYD ist da echt eine gute Möglichkeit! Mittlerweile haben auch andere die Genialität der Band erkannt. Spielten sie neben ihren zahlreichen Einzelshows nun auch schon mit TURBONEGRO, HIVES, DANKO JONES und vielen anderen zusammen, mit denen sie allerdings nicht ein bisschen zu vergleichen sind. Das ist so eine Band, die man entweder mag oder nicht. Ein Dazwischen gibt es nicht. Für meinen Teil finde ich, ist es die perfekte Partyplatte, auch wenn man sie vielleicht nur mit sich selbst feiert.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Aha, da hat man sich doch wieder zusammengerauft. Lange Zeit sah es ja so aus, daß mit den schwedischen Melodicrockern No.1 nichts mehr passieren würde. Nun probieren sie doch wieder vom Gift des Musikerdaseins. Und zwar mit neuer Platte und Tour. Richtig so. Auch wenn man meinen könnte, daß der „Markt“ für diese Art von Musik mehr als gesättigt sein dürfte, bürgen die SATANIC SURFERS immer noch (oder wieder) für Qualität in jeder Hinsicht. Texte liegen mir zwar nicht vor, aber so weit ich das hören kann, gibt es auch da keine Ausfälle. Sie erfinden sich zwar nicht neu, aber rocken tut die Scheibe von vorn bis hinten, durch alle 13 Tracks. Alle alten und neuen Fans dürfen sich also freuen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Als meine Sendungspartnerin Beate das erste Mal mit dieser Band ankam, hatte ich doch ziemliche Bedenken, weil ich hinter dem Bandnamen irgendeine x-beliebige Deutschpunkkapelle mit durchschnittlichem Text- und Liedgut erwartete. Ein Eindruck, der sich noch verstärkte, als ich mitbekam, daß ein Wochenende später im Tommyhaus mit RUBBERSLIME spielen sollten. Doch dann kam der berühmte Aha-Effekt. Die sind ja gar nicht so schlecht. Die machen sogar richtig Spaß und die ersten Bands, die mir im Zusammenhang mit KRACH einfielen waren HAMMERHAI & NO RESPECT, wenn man eine grobe Einordnung braucht. In eine Schublade wie „reiner Ska“ oder „reiner Punk“ kann man sie allerdings nicht stecken. Denn dafür bieten sie viel zu viel Abwechslung. Da kann neben einer halbwegs typischen Skanummer auch mal ein Stück wie „Krach“ kommen, das dann schon mal an die Bandvergangenheit erinnert, als man noch pure Oi!-Mucke spielte. Charakteristischstes Instrument dürfte bei der Band wohl die Tuba sein, die den Songs nicht nur eine ganz eigene Note gibt, sondern auch überraschend erfrischend rüberkommt. Es ist nicht so ein sonniger Ska, wie ich es gern sage. Irgendwie hört sich es sich manchmal so an, daß es während der Tage im Studio ständig regnete. Nur so ein Gefühl von mir. Jedenfalls ist für mich Greifswald nun kein weißer Fleck mehr auf meiner Landkarte der guten Musik. Und wenn sie mal bei Euch in der Gegend spielen, tut Ihr Gutes daran, sie zu besuchen. Oder organisiert selbst mal was. Diese Band hat es auf alle Fälle verdient.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

Juchu, endlich eine neue (Mini)LP der RASHband aus Montreal. Hat ja gar nicht mal so lange gedauert. Und wie auch bei der Debüt-EP bin ich auch hier bei der mit 9 Tracks leider viel zu kurzen Scheibe wieder mal hin und weg. Aber vielleicht ist es ja auch gerade die richtige Länge, um nicht gelangweilt oder bei den ernsten Themen überfordert zu werden. Hochpolitischer Punkrock eben mit kraftvollem Frauengesang. Klasse. Und im Gegensatz zur >Black Block´n´Roll< wurde sogar noch mal die Soundqualität verbessert. Desweiteren wurden auch noch alle (französischen) Texte ins Spanische und Englische übersetzt, was mir sehr entgegen kommt. Der Band liegt also wirklich etwas daran. Mir fallen jetzt einfach keine Vergleiche ein, die der Band gerecht wären. Vielleicht haben sie ein ganz klitzekleines Bisschen was von CHARGE 69. Auch mit vielen Ahhs und Ohhs und den bekannten Mitgröhlrefrains. Nur eben mit Frauenstimme. Kann aber auch sein, daß es nur an der französischen Sprache liegt, wovon ich bisher noch nicht sooo viel mein Eigen nennen kann. Jedenfalls bieten JEUNESSE APATRIDE mir - und sicher auch Euch - die tanzbare Revolution pur. Wenn sie jetzt bloß endlich mal nach Berlin kommen würden…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Meine Freundin hat mich schon vor einiger Zeit auf die Band aus Berlin aufmerksam gemacht. Viel hat sie mir schon von ihnen vorgespielt und dieses Jahr auf dem Force Attack hatte ich nun endlich auch mal die Möglichkeit, sie (gleich zwei Mal) live zu sehen. Und ja, sie rockten. Also ich wieder mal zum Stand und zu Gitarrist Kleber/Micha gegangen und mir eine CD von ihnen besorgt. Die bekam ich aber nur unter der Bedingung, daß ich sie gut bespreche. Hehe. Aber was soll´s? Kein Problem. Denn was anderes kann ich eh nicht tun, bei der coolen Mucke. Wie kommt denn der Plattenname zustande? Habt Ihr kein geeignetes Label gefunden? Wenn dem so ist, ist es mehr als richtig die Scheibe selbst rauszubringen, denn hier reiht sich ein Kracher an den anderen. Spielfreude pur & ich habe das Gefühl, daß sich Micha an der Gitarre nach seinem Gastspiel bei ROTORFON wieder richtig an seinem Instrument auslässt, wie er möchte. Schöne Melodien mit dem nötigen Druck und einer nicht minder druckvollen Frauenstimme runden das Gesamtergebnis ab. Und das alles auch noch verdammt abwechslungsreich. Die unterschiedlichen musikalischen Wurzeln der Bandmitglieder sind dafür vielleicht ein Grund. Da fließt so viel rein (Kann es sein, daß der Schlagzeuger mal Jazz gespielt hat?) aber trotz der vielen Einflüsse bleibt der Punkrock immer noch klar der Stil, auf dem Sich alles aufbaut bzw. wieder einpegelt, was auch wiederum an den sehr persönlichen, traurigen aber auch kämpferischen Texten von Frontfrau Sev liegen dürfte. Wäre schön, wenn man von der Band auch weiterhin was hört und sie sich nicht, wie für viele Berliner Bands üblich, nur in der Hauptstadt austoben und auch mal vor den Toren Berlins spielen. Auch wenn es dafür manchmal weniger Geld gibt. Also los, rauf auf die (ziemlich cool gestaltete Homepage der Band) und die Platte bestellt. Ach ja, schön auch, daß man für alte und neue Fans nach den regulären 11 Tracks noch 5 Stücke vom ersten Demo mit raufgepackt hat, die sich qualitativ von Sound und Inhalt hervorragend in das Album einpassen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Re-Release des bereits 1994 erschienenden Albums. Also ich will mich jetzt nicht als Die-Hard Fan der STERNE bezeichnen. Aber von allen Kapellen, die die Hamburger Schule so hervorgebracht hat, sind sie mir noch die Liebsten. Vor allem, weil die Musik mich damals richtig zum Tanzen animierte und sie eine Band waren, auf die sich irgendwie alle einigen konnten. Das Album „Posen“ bleibt zwar unerreicht, aber auch diese Platte konnte mit einigen Hits aufwarten. Der bekannteste dürfte da natürlich der universelle Tellerwäscher sein. Ein Stück, was mir heute mehr denn je gefällt. Bekannte von mir dürften wissen, warum. Hehe. Ich weiß jetzt nicht, ob das Album vergriffen war und deshalb jetzt noch mal neu veröffentlicht wurde. Und über Sinn und Unsinn dieser Releases kann man ja streiten. Wenn dem aber so sein sollte, dann ist das schon richtig, daß die Platte noch mal neu aufgelegt wurde. Für Fans sind natürlich besonders die 4 Bonustracks, die die sonst nicht großartig grafisch veränderte Platte enthält. Wer die Platte also noch nicht hat(te), wie ich kann hier durchaus zugreifen. Wer übrigens (auch) auf das alte Lado-Zeug steht, der sollte mal die "Classix-Seite" des Labels im Netz besuchen...

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Yeah. Das Beste kommt immer zum Schluß. Die mir bislang unbekannten VAN ORSDELS bilden den Schluß der kleinen „CRAZY LOVE RECORDS - Besprechungs Runde“ und gefallen mir von allen 3 Veröffentlichungen am Besten. „South Florida Psychobilly“ spielt das Quartett und gibt damit gleich ihre Herkunft preis. Einflüsse hin oder, klar kommt einem immer wieder was bekannt vor, was auch gerade bei dieser Musikrichtung nicht ausbleibt. Aber das Wichtigste ist einfach, daß sie eben straighten Psychobilly spielen, der über die gesamte Spielzeit hinweg gefällt. Manchmal ist ja altbewährtes doch gut. Wobei ich der Band keinesfalls ihre Originalität absprechen will. Wichtig ist für mich nur, daß es knallt. Und das tut die Platte. Schnell, aggressiv, melodisch und böse. Wo jetzt aber die Metaleinflüsse sein sollen, wie sie mir in der beiliegenden Info angepriesen werden, weiß ich auch nicht. Tip!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

„Very probably the best sampler you´ll ever hear…” So oder so ähnlich steht es in der Anzeige unseres letzten Heftes auf der Rückseite. Naja. Das finde ich vielleicht ein bisschen übertrieben. Und gerade Labelsampler sind ja immer so eine Sache. Aber dieser hier vom Göttinger Fire & Flames Label, ist tatsächlich einer der besseren seiner Art. Zumal ich nicht eine einzige schlechte Band kenne, die das Label jemals veröffentlicht hat. Gerade letztens bin ich erst riesiger Fan von JEUNESSE APATRIDE geworden, die sich neben bekannten Bands wie den ARGIES, BRIGADA FLORES MAGON und (noch) eher unbekannten Bands wie R.S.O., OBRINT PAS, DULCES DIABLITOS und OPCIO K-95 natürlich auch auf dem Sampler vertreten sind. Das Schöne ist, daß die Bands aus aller Welt kommen und sich daran erfreuen kann, wie weit doch unsere Szene verbreitet ist. Keinen einzigen Ausfall gibt es und wenn ich jetzt noch anmerke, daß das Booklet leider etwas spärlich gestaltet ist (was z.B, nicht zum Besten Sampler macht, den es so gibt), muss ich jedoch im selben Atemzug (oder Tastendruck) sagen, daß die CD (only!) mit knappen 5 Euro Verkaufspreis wirklich saugünstig ist. Und schon allein deshalb möchte ich meine uneingeschränkte Kaufempfehlung für diese Scheibe aussprechen (schreiben).

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Meine Fresse. Nicht gerade leicht verdauliche Kost, diese Platte hier. Aber wenigstens originell? Mag sein. Schon eine solche Bandbesetzung gibt es nicht alle Tage. Sängerin aus Griechenland, ein Italiener am Bass, ein Gitarrist aus Ungarn und Schlagzeug / Gitarre No. 2 aus Deutschland. Nicht schlecht. Wo mögen die sich kennengelernt haben? Im Urlaub? Wenn dem so ist, dann haben sie auf alle Fälle die Unbeschwertheit der schönsten Zeit des Jahres auf die Platte bringen können und das ist ja auch schon mal was. Ihre Musik erschließt sich einem nicht beim ersten Hören. Auch ich habe mehrere Anläufe gebraucht. Härte schreckt doch manchmal ab. Aber nach zwei, drei Runden im CD-Player (die mit 6 Tracks auch relativ kurz sind), bleibt doch die ein oder andere Melodie im Kopf hängen. Kinder von Traurigkeit sind sie jedenfalls nicht. Die Sängerin brüllt sich die Seele aus dem Leib und präsentiert sie uns auf einem Silbertablett und der Rest der Band spielt den Soundtrack dazu. Da die Band fast ohne Rast und Ruh tourt, kann es durchaus sein, daß sie in den nächsten Tagen auch mal Deine Gegend unsicher machen. Und wenn Ihr Euch dem nicht verschließt, könnt Ihr mit JUMBO JET vielleicht was anfangen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

2 Alben in einem. Schon mal ne nette Sache, zumal es das Stück natürlich zum Preis von einer CD zu haben ist. Sonst kann ich mit der Band aus dem Hochtaunus allerdings leider herzlich wenig anfangen. Zwar spielen sie einen ganz netten Alternativrock. Aber Alternativrock bleibt immer noch Alternativrock und den halte ich neben Techno für einer der langweiligsten Musikrichtungen überhaupt. Jedenfalls wenn er nicht durch irgendetwas heraus sticht. Und da ist bei KGS leider auch nichts. Die beiden Alben sind im Laufe ihrer seit 1997 beginnenden Bandgeschichte entstanden und spiegeln innerhalb von knapp 83 Minuten das wider, was die Band in diesen 8 Jahren erreicht hat. Das erste Album kam übrigens erst 2002 raus. Viel ist das nicht. Vielleicht hätte sie einfach mal etwas mehr spielen sollen (50 Konzerte in 8 Jahren ist auch nicht gerade ein Rekord) uns sich mehr gehen lassen. Statt ausgefuchsten Songs, lieber mal einfach laufen lassen. Wobei ich jetzt nicht sagen will, daß Masse gleich Klasse ist. Aber ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine. Naja. Jedenfalls haben sie sich in der Zeit sicher schon einige Leute mit Ihrer in meinen Augen (bzw. Ohren) DOORS und QOTSA beeinflussten Musik „erspielt“. Mich erreichen sie aber leider nicht (ganz). Sorry.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Zwar nicht heftig und direkt, wie im Info beschrieben, aber immerhin ganz netten Rock´n´Roll bietet das in Tübingen beheimatete Quartett auf Ihrer Debüt(?) CD. Vor einem Jahr haben sie sich gegründet und spielen wirklich ganz bodenständige Musik. Anfänger sind hier jedenfalls nicht am Werk. Ich denke mal, daß alle 4 Leute vorher schon mal in Bands gespielt haben. Welche, das würde mich ja mal interessieren. Davon steht in der Info aber leider nichts. Vielleicht waren sie ja auch wirklich nicht so bekannt. Auf jeden Fall kann man sich die leider nur 6 Songs kurze CD ruhig mal geben. Für alle Berliner: Hört sich an, wie eine typische Knaack/Magnet - Vorband… Aber eine der Besseren.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

So wie ich das mitbekommen habe, ist diese Band sehr jung und kommt aus Los Angeles, Hollywood. Der Stadt der Reichen und Schönen. Kaum zu glauben, daß es da dann so was wie Punkrock überhaupt geben kann. Obwohl. Wo es ein Reich gibt, gibt es immer auch ein Arm und ein Auflehnen gegen gesellschaftliche Strukturen. ORANGE sind jetzt zwar nicht die großen Revoluzzer, aber immerhin spielen sie schönen Punkrock, mit Themen, die zwar schon vor allem Jugendliche interessieren (Mädchen, Party Wochenenden) erstaunlicherweise aber auch mal viel tiefsinniger sind. Ich kann jetzt nicht abschätzen, ob sie mit Mitte 20, Anfang 30 immer noch beim Punk geblieben sein werden. Doch wie schon immer beim Punk zählt ja vor allem das Hier und Jetzt und das genießen sie in vollen Zügen. Wer träumt denn nicht mit 17 mit seiner Dorfband auf einem der angesagtesten Labels zu sein, die es so gibt? Naja. Jedenfalls sei es ihnen gegönnt. Denn den Spaß, den sie haben, bringen sie perfekt rüber in unsere heimischen Wohnzimmer und Punkrockfeten. Mit der richtigen Vermarktung wird man von ihnen demnächst bestimmt noch öfter hören. Was ich mich aber frage ist, ob sie nach deutscher Rechtsprechung dann spätestens 24 im Bett liegen müssen. Höhö. Is ok.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

What´s up Rock´n´Roll?! Wieder einmal beweist das PLY-Label hervorragenden Geschmack und setzt neue Trends. Denn so etwas habe ich noch nie gehört. Wie soll ich das denn jetzt beschreiben? Die ACO´s spielen fetzigen Rock´n´Rollpunkrock - irgendwo zwischen den BONES und allem, was sich sonst so in der Punkszene tummelt. Denn ABWECHSLUNG und PUNKROCK werden hier groß geschrieben. So klingt „Popeye in Afghanistan“ (was für ein geiler Tracktitel) dann auch schon mal nach Bands wie den DROPKICK MURPHYS oder REAL MCKENZIES (nur ohne Dudelsäcke) und anderen Stellen wird so drauf losgehämmert, daß einem fast schwindelig wird. Aber das Wichtigste ist (zumindest bei mir), daß es immer melodisch bleibt. Wahnsinn. Man, in letzter Zeit sind (endlich mal wieder) so viele geile Platten herausgekommen, daß mir langsam die Worte ausgehen. Aber ich muss auch hier gestehen: Verdammt geile Platte, die wohl den längst vorbei gerauschten Sommer erträglich macht und einen auf die Clubsaison freuen lässt. Denn dafür spielen die ACO´s die Beste Mucke.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Streetpunk aus China!!!! Wie geil ist das denn? Produziert von Ken Casey (DROPKICK MURPHYS) kommt hier ein richtig gutes, FRISCHES Album daher, welches derzeit seinesgleichen sucht. Ich dachte immer, so was kann man in China gar nicht machen. Na gut, BRAIN FAILURE beweisen nun das Gegenteil. Und das ist schön so. Es ist bereits das zweite Album der Band und sie haben bereits ziemlich was auf dem Kasten. Echte Spielfreude hört man dem Quartett wirklich zu jeder Sekunde der Platte heraus. Geil! Zwar wird sich die Kommerzialisierung der Band nicht verhindern lassen, wie es Ken Casey in der Begleitinfo anprangert und toll findet, daß BF eben gerade anders sind. Andererseits würden wir ja sonst nichts von ihnen mitbekommen. Und das wäre jammerschade. Sie werden bestimmt nicht lang auf sich warten lassen. Muss ich mir unbedingt mal antun. Ach ja. Man gibt zwar an von den SEX PISTOLS, CLASH und OPERATION IVY beeinflusst zu sein. Für mich ist das aber reinster Streetpunk. Und zwar guter!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Cooler, melodischer (Street)Punk aus Boston. Na? Macht es Klick? Ja, Namen wie DROPKICK MURPHYS, DUCKY BOYS & Co. lassen da mal herzlich grüßen. In einer ähnlichen Liga bewegen sich auch FFF. In diesem Fall nur mal eben ohne Dudelsäcke. Und wie man sich auch vorstellen kann, sind die Themengebiete der Texte auch vorgegeben. Trinken, Trinken, Trinken & das Leben an sich. Also wieder Trinken. Sehr hymnenhaft das Ganze und mir macht so was ja immer Spaß. Wer so was ebenfalls mag, kann hier beherzt zugreifen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Juchu. Ein neues Album von einer der mittlerweile wohl ältesten, noch existierenden Punkband aus der DDR. 25 Jahre haben sie nun schon auf dem Buckel. Man das erinnert mich ja fast schon an die PUHDYS. Spielt Ihr jetzt auch bis zur Rockerrente? Höhö. Ich muß ja gestehen, daß neben ein paar Hits von früher sie mir erst ab Album Nummer 3, Ratt´n´Roll so richtig zu gefallen wussten. Aber seitdem gehören sie zu einer meiner liebsten Bands aussem Osten. Dieses Positive, trotz teils ernsterer Texte, das findet man wirklich, denke ich manchmal, nur (noch) im Osten. Wobei natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen. Wiedereinmal hat sich, wenn auch nur geringfügig, die Bandbesetzung geändert. Aber wer kann auch schon erwarten, daß nach 25 Jahren immer noch die Selben Leute am Werk sind… Musikalisch bleibt man sich jedoch treu. Deutschsprachiger Punkrock, teils mit Orgel und originellen Texten, zwischen 1977 und New Wave. Alles also wie gehabt. Bei einer Sache werden sich aber vielleicht die Geister scheiden. Nämlich die eingedeutschte Version vom ADVERTS-Klassiker „Gary Gilmore´s Eyes“. Ich find die gut & und bewundere auch den Mut, dies durchzuziehen. Und da sind wir auch schon beim großen Unterschied zwischen LP (Vinyl) und CD-Version. Während man auf der CD den SHAM 69 Hit „I don´t wanna“ auf Englisch singt, deutscht man den Text auf der LP, ähnlich wie bei „Gary Gilmore´s Eyes“, ein. Insgesamt gesehen und gerade auch nach 25 Jahren (das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen) auf jeden Fall eine richtig geile Platte und ein schönes Geschenk an sich selbst.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Da ist also nun, das erste Album ohne Busch´n am Bass und zuallererst regiert bei mir die Freude, daß die Rostocker mit neuem Mann weitermach(t)en. Das ist das Wichtigste. Wie andere Fans jetzt damit umgehen, weiß ich nicht. Mich freut es jedenfalls. „Fortschritt“ nennt sich das mittlerweile 8. (wirkliche) Studioalbum und das bietet für mich mehrere Interpretationsmöglichkeiten. Fortschritt, das war ein Schlachtwort des Ostens, passt also super zu DRITTE WAHL, sind sie doch mittlerweile mit die standhafteste Band des Ostens, die sich nach all den Jahren noch aufrechterhalten kann/konnte. Fortschrittlich ist auch der Stil des Albums, denn so abwechslungsreich habe ich die Band selten erlebt. Sogar Bläser finden mal ihren Einsatz und überhaupt gab es so viele Gastmusiker in der bisherigen Geschichte der Band noch nie. Fortschritt heißt aber auch ein Stück auf dem Album, daß man ohne weiteres auf jedem Dritte Wahl-Album finden könnte, keine Veränderung an sich also, oder? Was also nun? Doch alles beim Alten? Überholen ohne Einzuholen? Von allem ein bisschen. Sie bleiben sich selbst treu, vergraulen nicht die Fans, probieren aber auch Neues aus. Klare (natürlich auch manchmal PLAKATIVe) Statements zu aktuellen Themen gehen genauso nicht verloren, wie der typische Humor der Band (siehe „Rastermann“). Nein, mit diesem Album haben sie wirklich nichts verkehrt gemacht. Dritte Wahl ist irgendwie eine Band, auf die sich alle einigen können. Für mich persönlich spielen sie einen perfekten Mix aus Punkrock, den TOTEN HOSEN und den PUHDYS (Am Besten nachzuvollziehen im Stück "Zeit bleib stehen", was an der Stelle "...eine Krankheit, die man übersteht..." übrigens richtig unter die Haut geht, mir zumindest). Und das meine ich nicht negativ... Apropos Ostrock & Gastmusiker. Ich beschäftige mich privat momentan mit der Geschichte des DDR-Punks und nun kann ich endlich auch Tatjana (FREYGANG) richtig einordnen, die man ja schon auf dem Livealbum hören konnte, deren Stimme ich manchmal aber etwas gewöhnungsbedürftig finde. Und irgendwie finde ich es toll, wie sich die Kreise schließen. Und genauso rund ist auch die neue DW-Platte. Die Beste bisher in meinen AUGEN!

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Netter Poppunk mit okayen (Teenie)texten. Erinnert mich ein bisschen an die WOHLSTANDSKINDER, obwohl sie an deren Qualitäten weder textlich noch musikalisch heranreichen. Wie die Bandinfo schon schreibt: „…die Studenten aus Freiburg…“ ist das wohl vor allem was für Erstsemester bis 8. Klasse Realschule. VIVA- und Alternativechartstauglich aber letztendlich mein Ding. „Alles was ich wollte“ ist eine unglaublich fetttriefende Schnulze und der Rest bewegt sich mal knapp drüber, mal knapp darunter. Leider wohl letztendlich genau das Richtige für die deutsche Handyjugend…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Was gibt´s zum genialsten Mann unter der SONNE großartiges zu schreiben? Und dann auch noch zu einer Singleauskopplung? Stellen wir mal eines klar. Ich bin DÄ-Fan. Ich liebe diese stinkreichen Säcke, denn sie haben nicht unwesentlich dazu beigetragen, was ich jetzt bin. Und dieser Tage erscheint aus seinem zweiten Album mal eben eine neue Singleauskopplung. Na und? - werdet Ihr fragen. Und ich gebe Euch ein Stückchen weit Recht. Auskopplungen besprechen wir ja normalerweise nicht. Eigentlich bin ich aber auch der Meinung, daß man zu JEDER Auskopplung, egal ob DÄ oder FU, etwas schreiben müsste. Denn sie alle sind einzigartig. IMMER Bonussongs, IMMER HITS, ja immer was Besonderes. SONNE, ist zwar nicht ganz mein Favorit aus dem im Mai erschienenden Album aber egal. Viel mehr hätte ich mich über den Livehit „Zehn“ gefreut, was eine besondere Brisanz erfahren hätte. Denn wenn ich an „bis 10 zählen“ und „Sonne“ denke, fällt mir, aus welchem Grund auch immer, RAMMSTEIN ein. You know!? Hätte gepasst. So erfreue ich mich aber trotzdem an den weiteren zwei Bonussongs, die wie immer, aus meiner Sicht besser auf das Album gepasst hätten als Andere. Fans vom FU Fighter kaufen sich das Teil eh, da bin ich sicher. Leute, die es aber noch werden wollen oder mal eine andere Seite von ihm kennen lernen möchten, sei die MCD aber wärmstens empfohlen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Für alle Hobbyköche unter Euch: Man nehme eine kleine Schüssel wirft etwas KASSIERER-Grundmasse hinein, würzt sie mit einer Prise EISENPIMMEL, rührt es mit einem Löffel (alte) GOLDENE ZITRONEN auf und lässt es über Nacht mit einer stündlichen Zugabe von CHEFDENKER / DADDY MEMPHIS ziehen. Heraus kommt der Fertigteig für ein KOTELETT, welches man nur noch ordentlich durchkloppen (durchhören) muss und dann wochenlang von zehren kann. Muss ich zu Titeln wie „Gott sei Dank sind wir Punk“, „Truck Stop, Tom Astor und ich“, „Dicke Titten und ein geiler Arsch“… noch mehr sagen? Viel mehr stellt sich mir die Frage, ob bei „Disco.Tod“, der Bassist ebenjener CHEFDENKER gemeint ist… Ganz großes Rasenplatztennis, was der Nick hier unter seine Fittiche genommen hat. Die sind so durchgeknallt, daß sie auch glatt mal eben vergessen, einen Titel (Nr. 13 - Die Braut aus Elmshorn) auf das Cover zu schreiben. Musikalische Vergangenheit und Aktualität der Bandmitglieder sei jetzt mal egal. Mit den Bands, wo sie sonst so spielen, hat das jedenfalls nichts zu tun. Bis auf „Schüttel Dein Ding“ (Das ist selbst mir zu platt), reiht sich hier einfach ein Hit an den Anderen. Und das bedeutet, ohne lange umherzuschweifen, PFLICHTKAUF!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Die REAL MCKENZIES sind nicht nur eine Band, die ich seit den ersten Stunden auf PLASTIC BOMB RECORDS verfolge, sondern auch eine der liebenswürdigsten / aktivsten Menschen, die ich je kennengelernt habe. Ich fand es nicht schade, daß sie damals zu FAT WRECK / HONEST DON´S gegangen sind. Denn sie hatten es sich verdient. So, konnten noch mehr Leute an dieser Klasseband teilhaben. Und wie für Schotten oder Iren üblich, vergessen sie eh nie ihre Wurzeln. Das macht sie gleich noch mal sympathischer... Die REAL MCKENZIES sind keine Alternative zu Patridioten like DROPKICK MURPHYS, sondern, die einzig wahren, die diese Art von Musik frei von Politik und mit jeder Form von Spaß erzeugen können. Und das lassen sie dem geneigten Hörer zu jeder Sekunde spüren. Sie geben einem wirklich das Gefühl, den 20jahre alten Whiskey (man sieht, ich mag eher die irische Variante) aus dem Regal zu holen und wild durch sein eigenes Zimmer zu springen oder an anderer Stelle einfach nur im Sessel zu versinken, zu weinen und an alte Tage zu denken. Das hat sich vom ersten bis zum letzten Album nicht verändert, was für eine gewisse Konstanz spricht. Machen wir es kurz. Das ist purer Schweiß, purer Whiskey, pure Energie. Und wenn Ihr sie auf diesem Album nicht fühlen könnt, dann geht mal auf einer Ihrer Shows und schaut unter ihre Kilts, spätestens dann dürftet Ihr wissen, was die REAL MCKENZIES sind… Eine Band mit Eier!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Schöner, melodischer Punkrock aus Italien, der sicher nicht ganz unSUM41-beeinflusst ist. Coverartworktechnisch hätten sie sich von denen zwar sicher ein Scheibchen abschneiden können (so hätte mich die Platte im Laden kein bisschen angesprochen), dafür brauchen sie sich musikalisch hinter ihnen nicht einen Deut verstecken. Klingt alles sehr jung und frisch. Das macht Spaß. Das kriegt manch andere „California“-Band nicht hin, die sich nur auf Grund ihrer Herkunft (im wahrsten Sinne des Wortes) auf einem gewissen Ruf ausruhen können. Auf die volle Albumlänge hin, ist mir das zwar alles ein bisschen eintönig. Schön wäre es aber, wenn die Kids mal auf so was abfahren würden, als jede abgefuckte Amikapelle in den Himmel zu loben. Kann man. Muss man aber nicht.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Schon etwas länger draußen, die Platte. Hat mir der Nick vom Wanker-Label aber trotzdem noch mal zukommen lassen. Und da ich ja nichts geschenkt bekommen haben will, wird die Platte auch besprochen. Unbekannt ist mir die Band aus Bamberg nicht. Zumindest vom Namen, da mein Gitarrist schon seit Jahren mit einem Longsleeve der Band rumrennt, ohne aber auch nur eine Platte von ihnen zu besitzen. Das ist ja fast peinlich. Nun kann ich ihm im Bandbus aber endlich auch mal was von ihnen vorspielen. Anyway. Schönen Poppunk gibt es hier auffe Ohren, der mit 14 Stücken in knapp 28 Minuten SEHR schnell vorbei ist. Macht also 2 Minuten pro Song. Das bedeutet aber wiederum, daß keine Langeweile aufkommt und man sich des Öfteren genötigt fühlt, sich zum CD-Player zu begeben und das Teil noch mal von vorn zu starten. Schöne Sommerplatte für den nicht vorhandenen selbigen. Mehr Infos zu vergangenen (Support)Touren und Platten entnehmt Ihr bitte der Homepage der Band. Das lohnt sich!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Guter Nachfolger des Hammer Debütalbums. 13 Songs, umhüllt im schicken Digi-Pack, gibt es zu hören, die den „Pop“ im Bandnamen alle Ehre machen. Ich bin ja immer noch der Meinung, daß die HORRORPOPS eher eine Live- als Studioband sind. Daher fehlt mir auch auf dieser Platte wieder der letzte Funke, der das Feuer richtig entzündet. Musikalisch ist eigentlich alles top. Auch die Lyrics wissen zu gefallen. Nur der letzte Kick fehlt mir mal wieder. Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Ich mag die Band ja sehr. Und ich kann ihnen auch keine Tips geben. Aber eigentlich brauchen sie den auch gar nicht. Denn der internationale Erfolg gibt ihnen Recht. Ich kann es gut nebenbei hören, mit dem Wissen, eine coole Band zu hören. Den wilden Stiefel kann ich dazu in meinem Zimmer jedoch nicht tanzen. Aber bald kommen sie ja wieder nach Berlin und dann wird sich das wenigstens in der Konzerthalle ändern.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Irrks. Strunzlangweiliger Indiepoprock. Mit sphärischen Schwingungen. Die Band ist wohl zum Teil aus der Band LEIAH entsprungen, die mir aber auch nichts sagt. Ich Ignorant aber auch. Und weil ich die eben nicht kenne, kann ich auch nichts bezüglich eventuell vorhandener Ähnlichkeiten oder Differenzen sagen. Läuft bestimmt im Alternativcafé um die Ecke ganz gut, um niemanden zu nerven. Ich bevorzuge aber eher Rockkneipen & daher is dat leider nix für mich.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Wie kommt eine Band aus Orange County dazu, ihre Platte “Scheisse” zu nennen? Ich meine Mr. Dabbeljuh auf dem Cover mit diesem Untertitel ist ja ganz nett anzusehen, aber… Egal. Mir soll´s recht sein. Mit OWD beweist der Nick vom Wanker-Label mal wieder seinen ausgefallenen Musikgeschmack. Gibt es bei Dir so was, wie eine Labelphilosphie, Nick? Naja, jedenfalls hat er diesmal eine Band ausgegraben, die für mich schon sehr Grungelastig klingt. Gibt es diesen Musikstil überhaupt noch, oder ist der mit NIRVANA-Kurt zeitgleich ins Jenseits geschossen worden? Auf die Dauer für mich nicht wirklich erträglich, mal von BOB MARLEY´s Redemption Song, der ganz ordentlich aber unspektakulär umgesetzt wurde. Auch wenn da jetzt mehr oder weniger bekannte Leute am Werk warn, die bei der Aufnahme und drumherum mitwirkten, nicht wirklich interessant für mich. Außer das schicke Cover eben… ;-)

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Yeah! Da ist es endlich, das ganze Album des Natural Sound Systems aus Berlin. Wie schon bei der Vorabsingle erwähnt, kann ich ja sonst mit HipHop und Artverwandtem nicht so viel anfangen. Aber irgendwie schaffen es die Berliner, bei jedem Track (oder einfach Lied, wie es in der Info genau beschrieben wird) mir ein Lächeln auf das Gesicht zaubern und mich denken lassen: „Jenau so isset!“. Mit Leichtigkeit lassen sie sich in keine Schublade pressen, machen einfach ihr Ding und man kann nur erahnen, welche Einflüsse (teils auch Bewusstseinserweiternd) sie dazu bringt solche Musik zu spielen. Dass ich mit dieser Sicht nicht allein dastehe, zeigt, wie auch schon ml erwähnt, daß die Platte auf JKP, dem TOTEN HOSEN-Label erscheint. Die Ohrbooten sprengen einfach Grenzen und verbinden Leute, die sonst vielleicht gar nicht miteinander zu tun bekommen hätten. Und das muss man erstmal schaffen. Jeder der 13 Tracks ist ein Hit und Bens Sprachgewandheit, lässt auf mehr hoffen. Aber jetzt ist ja gerade erstmal die Platte da. Und ich bin gespannt, inwieweit sie das noch live toppen können. Auch wenn sie mit der Musik recht Chartkompatibel sind und „Alle Ladies“ schon im Radio rauf und runter läuft. DAS ist Musik, die hör ich mir gar auch mal gern dort an. Und in diesem Sinne sag ich es mit den Worten der Ohrbooten: Und Tschüß!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Seit 1997 gibt es diese (auch vom Altersdurchschnitt) recht junge Band. 8 Jahre also. Die Bandinfo sagt mir allerdings, daß sie es in diesen Jahren auf über 600(!) Konzerte gebracht haben, was bedeutet, daß sie durchschnittlich alle 5 Tage ein Konzert gegeben haben. Wenn man dann noch bedenkt, daß sie zwischendurch auch noch zwei Mini-LP´s und nun ein ganzes Album aufgenommen haben, kann man sich vorstellen, daß sich die 4 Jungs 24 Stunden am Tag mit der Band beschäftigen. Und das merkt man auch dem Album an. Vielseitig, vielschichtig und nie langweilig! Visual Rock nennen sie ihren Musikstil Ich nenne es heftigen Rock, der irgendwo zwischen SYSTEM OF A DOWN und METALLICA liegt. Hart, rhythmisch aber auch melodisch. Nicht schlecht, Herr Specht. Auch die Aufmachung der CD ist vorbildlich. Kennt man das größtenteils nur aus der Punkrock/Alternative-Ecke (da meine ich jetzt speziell die Labels), findet man hier komplett neben dem eigentlichen (auch sehr schönen) Booklet die ganzen Texte auch noch ins Deutsche übersetzt. Die handeln eher von persönlichen Dingen. Ich weiß nicht, wie wichtig diese für die Band sind. Sie passen aber hervorragend zur Musik. Da wir hier in Deutschland ja einen kleinen musikalischen Japan-Boom erleben, kann ich mir vorstellen, daß man in naher Zukunft sogar noch mehr von ihnen hören wird. Live waren sie hier ja auch schon unterwegs. Ich bin gespannt.

Web: Infos
mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Neuauflage des bereits 1980 erschienenden Klassikers! Und vorneweg gleich mal die Ansage: Wer dieses Album noch nicht hat - jetzt bitte kaufen. Wer sich für alten Punkrock/Hardcore interessiert, kommt an DER kanadischen Legende einfach nicht vorbei. Nicht nur, daß sie mit diesem Album und ihrem Stil wegweisend für eine Menge Bands nach ihnen waren, nein, sie treiben sogar immer noch ihr (Un)wesen in unserer kleinen Punkrockwelt und haben sich von ihren Aussagen und ihrem Stil kaum ein Stück davon entfernt, was sie schon vor 25 Jahren taten. DEAD ON ARRIVAL (einem Formular des amerikanischen Militärs entnommen) trifft hier mal ausnahmsweise nicht zu. Denn die Platte und die Band kommen nach Europa so lebendig wie nie zuvor herüber.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Essentielles „Best of“ Album der ältesten, noch aktiven Punk/Hardcoreband Kanadas. Aus (fast) allen Schaffensperioden der Band gibt es hier zum 25-jährigen Bandjubiläum um Frontmann Joey Shithead 26 Stücke zu hören, die zum Teil sogar richtig rar sind. Samplerbeiträge, Bonussongs usw… Nicht nur ein Muß für Fans und Sammler (die haben die Platten meist eh schon), sondern auch ein gutes Album für Neueinsteiger, die Band kennen lernen wollen. Dazu gibt es im Booklet jede Menge Fotos, die komplette Discographie und einen Bandstammbaum. Ein schönes Geschenk an die Fans und an sich selbst.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Keine neue Band. Sondern eine, die in den Jahren 1978-1981 in Vancouver und generell Kanada ihr Unwesen trieb. Und ich bin schier begeistert. Schöner melodischer Poppunk - ähnlich dem der frühen BUZZCOCKS oder UNDERTONES, um mal die britischen Vorreiter zu nennen - gern auch mal mit Keyboard und Saxophon unterstützt. Dass das ganze (wieder) das Licht der Welt erblickt, ist dem D.O.A.-Frontmann Joey Shithead und seinem Label Sudden Death Records zu verdanken, der zu dieser Zeit ja auch mit seiner Band startete. Inwieweit er selbst von der Band beeinflusst wurde, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall, so kann ich es aus dem Booklet herauslesen, hat er sich nun, 25 Jahre nach de Erstveröffentlichung, ein schönes Geschenk damit gemacht. Zu den 12 damals aufgenommenen Tracks wurden übrigens noch 4 Bonustitel zugepackt und die runden die Platte noch mal ab. Wunderwunderschön kann ich Euch nur sagen. Das hat mir den Tag echt gerettet!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Schick aufgemachte CD mit einer geballten Ladung Powerrock! Aus Schweden stammt die Band und da lassen sich dann gern Vergleiche zu anderen skandinavischen Bands ziehen, die hier aber völlig unangebracht sind. Die haben schon ihren eigenen Stil. Und was mir besonders gut gefällt: Hier wir vom ersten bis zum letzten Song aufs Gaspedal getreten. Und auch die Melodien werden nie vergessen. Leute, nennt mich einfach gestrickt, aber das ist alles, was ich brauche. Auf dem diesjährigen Force Attack-Festival konnte ich ihre Klasse noch nicht ganz erahnen. Nun bin ich aber restlos überzeugt. Und während andere Leute weiterhin diese oder jene Schwedencombo abfeiern, hab ich für mich eine richtig coole Band entdeckt. Geil!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Puh, Glück gehabt. Der Name der Band hat mich irgendwie an Hosen-Wöllis Label „Goldene Zeiten“ erinnert, wo ja - ehrlich gesagt - fast nur Schrott erscheint. Hierbei handelt es sich aber um die Nachfolgeband des UNTERGANGSKOMMANDO-Sängers Michel, was ja wenigstens schon mal für ein bisschen Qualität (und Punkrock) spricht. Nichtsdestotrotz konnte ich aber auch schon damals mit dem UGK nichts anfangen und das ändert sich auch mit WILDE ZEITEN nicht. Weiß nicht, ich glaube ich bin dafür schon ein bisschen zu alt. Der Deutschpunk der frühen 90´er (teilweise schon schrecklich genug) hat mich ja auch noch beschäftigt. Aber spätestens dann mit Bands wie ZAUNPFAHL und Co. konnte ich mit dem gängigen Genre, bis auf wenige Ausnahmen, nichts mehr anfangen. Entweder ging mir diese Party, Spaß, Saufen-Attitüde auf die Eier. Oder es wurde von Revolution, Anarchie usw. gesungen, die ich weder den Bands noch den „Fans“ zugetraut hätte. Dasselbe Gefühl beschleicht mich auch beim Hören dieses Albums. Keine Ahnung. Da fehlt mir auch irgendwas. Jegliche Ironie zum Beispiel. Oder die Kraft, die eigentlich den Punkrock ausmacht. Stattdessen gibt es Heulsusen-Emo-Songs, schlechtes Englisch im einzigen englischsprachigen (Alibi)song und ganz viel „Mitgröhl-lass-uns-den-Alltag-vergessen-und-lieber-einen-Trinken“-Mentalität. Nee, tut mir leid. Wenn ich so was hören möchte, leg ich erstmal (die damals schon schlechten) HANNEN ALKS rein.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das nenne ich ja mal eine geile Idee. Die ganzen EP´s, die dieses Jahr auf Dirty Faces erschienen sind, kompakt auf CD zu veröffentlichen… Eigentlich müsste ich die ganzen EP´s ja jetzt einzeln besprechen. Aber das ist mir dann doch zu anstrengend. Na gut, starten wir erstmal mit den Fakten: Auf dieser CD befinden sich 3 EP´s. Und zwar einmal die relativ neue (eigentlich als 12“ erschienende, einseitig bespielte) Mini-LP von KAMIKATZE (eine All.Girl-Band aus Schweden), der mittellang angekündigte „Motor City is burning“-Bochum“-EP-Sampler, mit Exklusivstücken von DISTRICT, DIE KASSIERER, THE REVOLVERS (R.I.P.) und PUNX ARMY und die schon ewig angekündigte EP von den CREEKS aus Dresden. Bei letzterer EP habe ich mich schon gefragt, ob die überhaupt noch mal erscheint… Und nun zu meinen persönlichen Gedanken: Also erstmal kann man sich ja über Sinn und Unsinn solcher Complilations streiten. Fakt ist auf jeden Fall, daß man sich eigentlich alle 3 EP´s auf Vinyl besorgen sollte. Andererseits ist die Jugend von heute schon relativ CD-fixiert und letztendlich kommt es dem Label schon billiger, alle 3 EP´s für schlappe 5€ zu verticken, als für jede einzelne fast genauso viel zu nehmen. Ich kann mir vorstellen, letztendlich war für den guten Jeschke auch der Verkaufszahlen-Vergleich der „Banned from the USA“-EP der SHOCKS ein Beispiel, was man mit CD verkauft und was mit Vinyl... Daher ist es ihm schon hoch genug anzurechnen, daß er die Teile überhaupt noch auf Vinyl rausbringt! Einzeln betrachtet, sind aber auf jeden Fall die CREEKS meine Favoriten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich sie mal vor ein paar Jahren in Torgau gesehen habe und sie für GEIL befunden habe - und das bevor ich die SHOCKS überhaupt richtig kennen lernte. Nichtsdestotrotz sei allen Orientierungslosen gesagt, daß sich die die Musik der CREEKS in dieselbe Richtung bewegt. Minimalistischer Punkrock im 77´er Style. Und endlich habe ich nun was Hörbares von ihnen zu Hause. An zweiter Stelle folgen KAMIKATZE. Wie gesagt, sind die Stücke eigentlich auf einer einseitig bespielten 12“ erschienen. Materialverschwendung für die Einen, ganz großer Punkrock für mich. Vergleiche wollen mir nicht so recht einfallen, aber ich glaube, daß das was ganz Großes ist! Und an letzter Stelle, der „Motor City is burning“-EP-Sampler. Nicht das der schlecht wäre oder ich es nicht zu schätzen weiß, daß sich darauf ausschließlich Exklusivstücke mehr oder weniger bekannter Bands befinden. Aber erstens habe ich jetzt nicht soooo die Beziehung zu Bochum und zweitens habe ich als alter Punkrocker immer noch mehr ein Herz offen für unbekanntere Bands, als für die „etablierten“… Natürlich rocken aber trotzdem alle Stücke dieser EP und daher will ich das jetzt mal abschließen. Also - meine Empfehlung lautet: 1. ALLE 3 EPs für sich im ORIGINAL auf VINYL holen!!! 2. Wenn das Geld nicht reicht, oder Ihr Euch unsicher seid: Dann in der oben genannten Reihenfolge Prioritäten setzen! 3. Nur wenn die Kohle GAAANZ knapp ist: Dann holt Euch diese CD. Was anderes gibt es einfach nicht! Hugh!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Jawoll, endlich ein neues Album der verrückten Berliner Psychos (Ist das jetzt doppelt gemoppelt?). Und einmal mehr beweisen sie, warum sie führend in diesem Genre aktiv sind. Kürzlich erschien ja eine Kollektion ihrer früheren Aufnahmen und wenn man diese jetzt im Vergleich mit dem neuen Album hört, kann man kaum glauben, wie sehr sie sich in dieser ganzen Zeit weiterentwickelt haben. 18 Songs und allesamt Hits sind es geworden. Und im Vergleich zum letzten „richtigen“ Album finde ich sie sogar noch ein bisschen poppiger! Dead Moon´s Calling… das klingt irgendwie nach der großartigen Band um Fred Cole, hat aber damit wenig zu tun. Dafür tummeln sich andere Gaststars auf dem Silberling (Lars Frederiksen (RANCID), Patricia (HORRORPOPS)) u.a… Nee, das lässt auf einen heißen Winter (Schon mal ´ne Show von MAD SIN gesehen?) hoffen, denn einige Clubshows zum Album werden wohl hoffentlich genauso kommen wie Köftes Partyexzesse.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Und noch ´ne Platte vom Sudden Death Recordlabel, dem Label des D.O.A.-Frontmanns Joey Shithead. Rund um das eigene 25-jährige Bandjubiläum hat er sich ein paar Bands ausgesucht, die ihn wohl dazu veranlasst haben, vor 25 Jahren selbst mit der Musik zu beginnen. Und in diesem Fall handelt es sich um die italienische Hardcorepunklegende RAW POWER, die wohl mit ihrer Platte „Screams from the gutter“ Maßstäbe in diesem Genre gesetzt haben. Genauso wie D.O.A. existiert die Band auch heute noch und demzufolge haben sich über die ganzen Jahre jede Menge Alben und Songs angesammelt. Die 32(!) besten (aus eigener Sicht) haben es nun auf diese Compilation geschafft und man bekommt als Fan - aber auch als Unwissender - einen guten Überblick über das Schaffen der Band präsentiert. Der musikalische Teil ist kommt also fett daher. Nur im Booklet hätte ich mir schon ein paar mehr Informationen gewünscht. Zum Beispiel ´ne History. Aber beim Hardcore ist ja die Schlichtheit ein wesentlicher Bestandteil, vielleicht macht man da so was einfach nicht. Wer weiß. Generell aber eine coole Platte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Meine Fresse. 13 Jahre gibt es jetzt schon dieses Label aus Düsseldorf? Ja, das ist doch schon mal einen Grund zum Feiern. 13 ist zwar eine komische Zahl, aber auf jeden Fall mehr Rock´n´Roll als die langweilige 10 oder 125 (Remember DTH)… In meinen Augen habe ich Wolverine ja immer als Compilations- bzw. Coverlabel angesehen. Den größten Ruf dürften sie sich jedenfalls mit ihrer Punkchartbusters-, Skachartbusters, Rock´a´Billy-Chartbusters und Was-Weiß-Ich-Nicht-Noch-Alles-Chartbisters - Reihen gemacht haben. Auf diesem Sampler gibt es nun aber wirklich die „eigenen“ Bands zu hören, die zwischendurch auch immerhin noch das ein oder andere Album veröffentlicht haben. Und das sind beispielsweise die HEROINES, die CLERKS, HAMMERHAI, die BeNUTS, FURILLO, …. Nee, ich will jetzt nicht alle Bands aufzählen. Die könnt Ihr auf der Homepage des Labels nachlesen. Ob die ganzen Stücke jetzt exklusiv für diesen Sampler sind, weiß ich nicht. Überhaupt ist das Booklet mal wieder völlig uninformativ, was aber bei Wolverine, zumindest bei Samplern, auch schon immer der Fall war, womit sie aber wieder in guter Tradition stehen… ;-) Auf jeden Fall macht es aber über 24 Stücke lang Spaß, einen gesunden Querschnitt durch das Labelprogramm zu hören & soweit ich weiß ist das Teil sehr billig zu erstehen. Kann man sich ruhig mal geben. Besonders, wenn man Fan der ein oder anderen Band ist… Na denn, auf die nächsten 13…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ist gerade nicht erst das Album „Un“ von Engländern erschienen? Das ist doch gerade mal gut ein Jahr her. Und zwischenzeitlich waren sie ja auch 2-3 mal in Berlin, soweit ich weiß, was auch noch für eine Menge Touraktivitäten spricht. Nicht schlecht. Ja, und einmal mehr befindet sich nicht ein einziger Ausfall auf dem ausschließlich Akustiksong enthaltenden Album der Ausnahmeband. Die Stimmung der Platte passt zwar nicht ganz zum wiederauferstandenen Sommer, aber der Herbst ist ja nicht weit weg und die ersten Blätter der Bäume werden ja auch schon wieder gelbbraun… Anyway, die Chumbas reisen ja viel in der Welt herum und nehmen sich von überall Einflüsse und auch Instrumente mit, die sie dann auf ihren Platten einsetzen. Nicht so sehr lateinamerikanisch wie auf der letzten Platte kommen die Songs herüber. Aber so richtig „europäisch“ klingen sie auch nicht. Und das lässt ein leichtes Gefühl des Fernwehs in mir aufkommen. Raus hier, einfach, die Augen für neue Sachen öffnen. Dieses Gefühl können CHUMBAWAMBA wie kaum eine andere Band vermitteln. Aus dem Herzen sprechen sie mir beispielsweise beim Song „Fade away (I don´t want to)“ und überhaupt geben sie in den, wie immer vorhandenen, Linernotes mehr von sich preis, als so manch andere Band. Wunderschön. Endlich befindet sich auch auf Platte der in letzter Zeit schon oft von ihnen live gespielte italienische Song „Bella Ciao“, was die Konzertbesucher sicherlich erfreuen dürfte. Ach man, was soll ich sagen. Seit ich die Band zum ersten Mal hört, habe ich sie für ihre Vielseitig- und Eingängigkeit bewundert. Und das ändert sich auch mit diesem Album nicht. Einfach nur schön.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Die seit den Spätneunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bestehende Band kannte ich bisher noch nicht. Das liegt wohl aber auch daran, daß sie seit 4 Jahren nichts mehr veröffentlicht haben und sie sich nun aber umso heftiger zurückmelden. Keine Ahnung, warum das so lange gedauert hat. Drogenexzesse, Alkoholprobleme? Kann durchaus sein. Denn (auch nach eigenen Aussagen) ist JOHNNY THUNDERS mit all seinen Bands ein nicht gerade kleines Vorbild der Band. Dazu kommen noch die STOOGES oder die DEAD BOYS als Einflüsse in Musik und Look dazu und fertig ist eine 1-A Glampunkkapelle. Das muss man am Besten in einem verdunkelten Zimmer mit einer riesigen Plattensammlung und einer Flasche Whiskey-Pur geniessen. Ein Glück, daß ich noch eine Flasche meines Lieblingsgetränks da habe und ich vor meinen Fenstern sehr verdunkelnde Rollläden habe. So steht meiner privaten Punkrockparty nichts mehr im Weg.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Nach der unendlich geilen (Vorab)EP auf dem Bochumer Label DIRTY FACES kommt nun der ganze Longplayer der Schweizer Band aus dem Jahre 1978 daher. Na endlich. Denn die Single hat mich schon ganz schön begeistert. Wiederveröffentlichungen sind ja immer so eine Sache. Aber diese hier hat von vorn bis hinten seine Berechtigung. Denn erstens wäre ich sonst nie auf diese geniale Band gekommen und zweitens gibt es sogar noch nie zuvor gehörtes Bonusmaterial zu hören. Die Originalplatte ist damals auf einem kleinen Schweizer Label mit nur 1.000 Stück erschienen! Demzufolge kann man sich die Preise bei eBay, wenn sie da überhaupt mal angeboten wird, selbst zusammenrechnen, die da geboten werden. Überhaupt gibt es in letzter Zeit mehrere alte Platten, die neu aufgelegt werden und der volle Hammer sind. Ich erinnere da nur an die Platte der POINTED STICKS, welche kürzlich auf dem D.O.A.-Label Sudden Death Records veröffentlicht wurden. Und auch hier geht es in diese Richtung. Melodischer Punkrock aus den Anfangstagen alá BUZZCOCKS, UNDERTONES, … Einfach klasse. Naja, jedenfalls gibt es im Booklet neben allen Texten auch ein paar Reviews aus der Zeit vom Erscheinen der Platte, so daß dem Fan und interessierten Punkrocker alles geboten wird, was man nur braucht. Geil, geil, geil. Übrigens soll diese Platte erst der Anfang einer ganzen Reihe von Schweiz-Punkplatten werden, die auf DIRTY FACES wiederveröffentlicht werden sollen. Da bin ich echt mal gespannt. Denn so was erfrischendes, Altes habe ich lange nicht gehört. Von den POINTED STICKS mal abgesehen. Und das wird dann hoffentlich wieder etwas Frische in meine verstaubte Plattensammlung bringen. Ab zum Plattendealer. Duty calls!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Hinter dem Bandnamen könnte man natürlich eine x-beliebige Streetpunkkapelle mit unterdurchschnittlichen Texten erwarten. Aber wie so oft kommt es anders als man denkt. Das genaue Gegenteil ist nämlich der Fall, denn es gibt guten melodischen Punkrock zu hören, wie er momentan schwer angesagt und Vergleichbar mit Bands im Stile von TREND, MUFF POTTER und Co. ist. Dass sie selbst mit dem Bandnamen nicht so glücklich sind, haben sie vor kurzer Zeit mal in einem Interview mit dem DRACHENMÄDCHEN erzählt. Aber wie es so ist, kann man sich wie bei einem Fußballverein seinen Bandnamen nicht wirklich aussuchen. Der kommt einfach. Naja jedenfalls habe ich mir aufgrund der vielen guten Kritiken das Album jetzt auch mal zugelegt. Natürlich auf Vinyl. Und ich kann Euch nur sagen. Es hat sich gelohnt. Wer mit den o.g. Bands auch was anfangen kann, aber doch noch ein bisschen mehr Punkrock hören will, der ist mit diesen 13 Tracks bestens bedient. Schade nur, daß sich diese Bands live immer so rar machen. Denn da kann man sicherlich noch einiges mehr von ihnen erwarten.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Hey, die erste Worldbeats-Band, die ich hier bespreche. Wie schon oftmals erwähnt, arbeite ich ja in einem Hostel. Und von Zeit zu Zeit nächtigen da auch Bands aller musikalischen Stile. Klar, Punks erkennt man leicht und man kommt mit ihnen ins Gespräch. Aber Wordbeat-Bands…!? Nun trug es sich zu, daß letzte Woche bei uns ein paar Brasilianer einzogen, die ein Engagement an der Volksbühne haben, und just dazu bereit waren, auch in unseren Räumlichkeiten aufzutreten. Für Freigetränke… Ich habe immer das Gefühl, daß wenn man mit seiner Musik kein oder wenig Geld verdient, kommt das alles noch herzlicher und echter rüber, als wenn man für einen Auftritt schon dicke Gagen einstreicht. Vielleicht täusche ich mich da und vielleicht kann man das nicht verallgemeinern und den „Latinos“ liegt eh schon der Rhythmus im Blut. Aber manchmal sehe ich das eben so. Naja gut, es war Sonntag und nicht soooo viel los. Als sie dann aber gegen halb eins alles aufgebaut hatten und loslegte, verwandelten sie für mich und die restlichen noch anwesenden Gäste die Bar unseres Hauses in eine echte Tanz- und Partyhölle. Superstimmung mit Geige, Cajon, Gesang und Gitarre. Und das war nur die „kleine“ Besetzung, die bei uns auftrat… Normalerweise sind es über 15 Bandmitglieder und die Stimmung, die sie wohl allerorts verbreiten, konnten sie nun eindrucksvoll auf eine CD bannen. Die hat gerade mal 2 Euro gekostet und ich weiß gar nicht, wie und ob man die sonst noch irgendwo bekommt. Zur Not habe ich allen interessierten unten mal die eMail-Adresse angefügt. 12 Songs befinden sich auf der CD und einen richtigen Stil kann ich der Band jetzt nicht unterjubeln. Dafür bin ich wohl nicht der Fachmann. Wenn Ihr aber die Chance habt, die Band mal live zu sehen (Ich glaube, sie sind noch 2 Wochen in der Volksbühne/Berlin zu sehen), dann nehmt die Gelegenheit war. Und nehmt Euch als Erinnerung diese Platte mit. Es lohnt sich aber auf jeden Fall!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Geiler brasilianischer Hardcore ohne Kompromisse. Die „Kellerratten“ gibt es eigentlich schon seit den frühen 80´er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und von der Originalbesetzung sind eigentlich nicht mehr so viele Leute übrig geblieben. Trotzdem hat man sich jetzt noch mal zusammengefunden und mit der Originalbesetzung plus dem aktuellen Sänger(?) eine neue Platte aufgenommen. Und die hat es in sich. In Bester Qualität rumpeln sie in weniger als 33 Minuten 18 Songs herunter, bei denen man nur noch wild um sich hauen möchte. Außerdem gibt es noch 3 alte, jedoch nie aufgenommene alte Songs zu hören. Ein MUSS also für jeden Fan und eine gute Einsteigerplatte für alle, die es werden wollen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Cooler, deutschsprachiger Pogopunkrock aus Hannover. Mein Interesse an dieser Band wurde ja schon durch ein Interview im letzten(?) Humanen Parasiten geweckt. Und nun bin ich mit der Platte auch wahrlich nicht enttäuscht worden. Alles ist schön eingängig, ein bisschen anders, als der Durchschnittspunk, der einem momentan des Öfteren geboten wird und die Texte, die durchaus mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind, machen auch Spaß. Die Band gibt es seit 7 Jahren und ihren ersten „richtigen“ Longplayer, der übrigens mehr als rar werden dürfte (da sehr sehr streng limitiert) haben sie richtig gut hinbekommen. Ich will mehr!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Jawoll, endlich ein neues Album der Göttinger Skapunker. Und was für eins. Oder zwei? Ja, eigentlich handelt es sich ja um ein Doppelalbum. Während sich auf der der ersten Platte (oder CD) 13 neue Songs befinden, die im typischen NR-Sound, aber um einiges härter als gewohnt, daherkommen, besteht die zweite Scheibe aus 14 Livesongs, die aus allen Schaffensperioden bzw. von den bisherigen 3 Alben der Band kommen. Das NO RESPECT sowohl musikalisch, vor allem aber auch textlich in der Bundesliga des deutschen Punkrocks ganz oben mitspielen, dürfte ja eigentlich jedem klar sein, oder? Also steht Damit der Hebstskaoparty ja nichts mehr im Wege. Undbedingte Kaufpflicht, da streng limitiert!!!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

Soweit ich das mitbekommen habe ist die Platte der Scheuerhaders mit das erste Werk, wo sich der Jan vom „Proud to be Punk“-Fanzine (finanziell) beteiligt hat. Das wundert mich. Denn sonst steht der ja eher auf übelsten Crustpunk, während die SCHEUERHADERS coolen, dialektgeprägten, Punkrock spielen, wie ich ihn liebe. Da nervt es nur, daß ich immer alle paar Minuten zum Plattenspieler rennen muss und die je 3 Songs pro Seite enthaltene Platte umdrehen muss. Das ist aber auch schon das einzig negative an der Scheibe. Denn sonst bietet sie mir alles, was ich von einer coolen Punkrockscheibe erwarte. Gute Texte, mehrstimmiger Gesang und ein ordentliches Brett an Gitarren. Soundpuristen werden zwar vielleicht nicht ganz auf ihre Kosten kommen. Dafür ist das alles sehr authentisch. Und darauf kommt es mir zumindest an. SLIME haben ihre erste Platte ja auch nicht im 1321-Spur-Studio aufgenommen. Nee, das ist hier noch „DIY or Die“… Ansonsten ist vielleicht noch anzumerken, daß sich hier auch der Dresdener Liedermacher SCHRAMMEL beteiligt, der ja in Szenekreisen doch schon eine relativ hohe Popularität genießt. Und wer seine Texte und Lieder mag, wird auch mit den SCHEUERHADERS etwas anfangen können. Und lasst Euch mal bitte nicht vom Bandnamen beirren. Denn es gibt genügend Bands, die auch mit bekloppten Namen ganz anständige Mucke abliefern. Also schnell gekauft das Teil, denn das Teil ist auch noch mal streng auf 500 Stücks limitiert.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Hey, was Neues von Falk Fatal und seinen Mannen! Diesmal in Form eine Split EP mit den mir bis dato unbekannten TATORT TOILET. Dies ist wohl eine relativ junge Combo aus Limburg. Und beide Bands zusammen geben mit je 2 Songs richtig Gas. Die BSB wieder mit ihrem gewohnten Antitainment-Punk und TT mit richtig geilem arschtretenden 77´er Punk. Was will man also mehr? Dazu stimmt auch noch die Aufmachung und diese gepaart mit dem Sound kommt dem Nahe, was ich mir im Jahre 2005 unter Punkrock vorstelle. Cool!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

So, nun habe ich sie auch endlich in der Hand. Die Debütplatte der Berliner um Frontfrau Eddy, die der ein oder andere von Euch vielleicht vom SO 36 her kennt. Völlig Szenefremde Typen (oder besser Typinnen - denn die Band besteht zu 3/4 aus Frauen) sind hier also nicht am Werk. Und das spürt man bei jedem kleinsten Detail der Platte. Angefangen bei den Texten über die Musik bis hin zum Artwork. Liebevoll aufgemacht kommt die Scheibe nämlich mit fetter Posterbeilage und allen Texten daher. Wenn ich das jetzt Muckemäßig vergleichen soll, fällt mir das ein bisschen schwer. Sicher ist es nicht ganz verkehrt, wenn einem SCATTERGUNG als erstes in den Kopf kommt, wenn man die 14, größtenteils englisch gesungenen Stücke hört. Dennoch haben sie schon ihren ganz eigenen Stil. Nämlich einfach direkter Punkrock, wie er aus seiner Blütezeit Ende der 70´er, Anfang der 80´er stammen könnte. Auch live können sie einen (wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann) mehr als mitreißen. Was nicht zuletzt daran liegen könnte, daß sie bereits eine Menge in halb Europa unterwegs waren und auch oft sind. Ein schönes Stück Punkrock aus der Hauptstadt. Bitte nicht entgehen lassen!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das Plastic Bomb hat DISTEMPER ja mal als die MIGHTY MIGHTY BOSSTONES Russlands bezeichnet. Und da liegen sie gar nicht mal so daneben. Und schon vor dem mittlerweile 11. Album der 1989 gegründeten Band haben sie sich längst in die Championsleague ihres Genres gespielt. Da kann man davon auch schon mal eine fette, schwere Picture-LP veröffentlichen, die sicher nicht ganz billig in der Produktion ist. Außerdem liegt der Platte auch noch ein schönes Poster bei und die Texte sind auch alle enthalten. Zwar leider nur auf Russisch. Aber so kann man, vorausgesetzt, man kriegt die Aussprache hin, auf Konzerten und im Wohnzimmer ordentlich mitgröhlen. Denn darauf ist die Musik ja auch ein bisschen ausgelegt. Schöner Skapunk eben, wie man es von den Herren gewohnt ist. Und neben den Ohren ist die Platte ganz besonders was für´s Auge! Kann man nix falsch machen. Kommt immer an!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

In Zeiten von CD-Brennereien und ähnlichem Kram überrascht, aber freut es mich auch, immer wieder, daß sich Leute hinsetzen und ganz Old-School-mäßig Bands anschreiben, um Songs bitten und liebevoll einen Tapesampler zusammenstellen. Eine Sache, die man (glaube ich) nur noch im Punkrockbereich und in osteuropäischen Staaten verbreitet ist. Wenn überhaupt. Dabei darf man nie die Vorteile eines solchen Projektes vergessen. Für den Konsumenten, also dem Käufer des Tapes, hat es die wie zum Beispiel, auf eine Autofahrt viele neue Bands kennenzulernen und kräftig abzurocken. Für die Punkkiddies mit ihrem Kasi gilt das Gleiche für die Zug- oder Straßenbahnfahrt. Und auch der Labelmacher oder Hersteller des Tapes kann seine Vorteile daraus ziehen. Er lernt Bands kennen, bleibt mit ihnen in Kontakt, organisiert Konzerte mit ihnen. Tauscht mit anderen Tapesamplermachern seine Werke aus - Sprich, lernt einfach Leute kennen, unterstützt die Szene und ist aktiv!!!! Später ergeben sich daraus ganz andere Kontakte und genau DAS ist die Sache, was mich an der ganzen DIY-Szene (sehr geiles Coverbildchen übrigens) erfreut und mich an meine eigenen Punkanfänge erinnert. Auch wenn ich es nie geschafft habe, selbst so ein Teil zusammen zustellen. Ein Gruß geht hier mal an RITZE RECORDS raus, der das Jahre später mal für mich weitergeführt hat. Anyway. Auch wenn hier, wie oft bei solchen Projekten, die Soundqualität ein bisschen schwankt, sind die oben angeführten Gründe für mich immer wieder ein Kaufanreiz und ein Grund solche Leute zu unterstützen. Und mal ehrlich, mit den fast leeren Batterien auf einer Zugfahrt hört sich jeder noch so gut produzierte Platte auch nicht besser an. Drauf auf dem Tape sind neben vielen anderen Bands auf 90 Minuten: CHAOSKOMMANDO, BOCKWURSCHTBUDE, ALARMZUSTAND, BOTTLES, JOLLY ROGER, DIE WIRSINDS, …. Schaut mal vorbei auf der Homepage. Es lohnt sich. Außerdem ist das Teil auf 200 Stück limitiert.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Och ja, ganz netter Indierock. Kann man sich durchaus mal geben. So ganz isses meine Schublade, wie Ihr vielleicht wisst, aber nicht. Egal. Jedenfalls ist wenigstens positiv anzumerken, daß sie nicht ganz so Heulsusenmäßig rüberkommen, wie so viele andere Bands dieses Genres. Trotzdem haben es für mich die WOHLSTANDSKINDER immer noch am Besten hinbekommen, einen perfekten Mix aus intelligenten Texten und anspruchsvoller Rockmusik zu spielen. Vielleicht bin ich daher voreingenommen. Aber bis jetzt habe ich noch keine weitere Band dieser Art gefunden, die ihnen das Wasser reichen können. Auch eben SCHEIN 23 nicht. Dazu reißt mich die Mucke nicht einfach vollends mit und auch die Texte sind mir etwas zuuu weichgespült und zu sehr Emo. Ja, ja, ich weiß. Dieses blöde Schimpfwort. Aber is nu mal so. Aus meiner Sicht. T´schuldigung.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Gleich mal vorneweg, wenn das alles hier auf Englisch gesungen wäre, wäre ich mir sicher, daß die Platte locker auch über die Grenzen Deutschlands hinaus beachtlichen Erfolg einstecken würde. Aber da ich ja ein Fan von deutschsprachiger Musik bin und auch von Bands, die sich überhaupt trauen, das durchzuziehen, bin ich ganz froh, daß sie es doch beim Deutschen belassen haben. Einen fetten Pluspunkt gibt es schon für´s Intro, welches, wenn ich jetzt hoffentlich richtig liege, Original-Drei ???-Detektiv Justus Jonas spricht. Klasse. Und textlich wie musikalisch werd ich bei den nun folgenden 13 Songs nicht selten an Bands wie SHIT LIVES ON oder DIE ÄRZTE erinnert. Auch beides Bands, die des Öfteren in meinem CD-Player ihre Runden drehen. Wer mit den beiden eben genannten Bands etwas anfangen kann, ist hiermit bestens bedient. Bis auf ein, zwei kleine Ausnahmen rockt das Album kräftig und ich bin gespannt, was von den drei Rouletteverrückten noch kommt. Das hat was.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ich weiß, ich weiß, was aus den Boxen einer Anlage kommt, wenn man eine CD einlegt, dafür ist die Band oder der Musiker zum größten Teil selbst verantwortlich. Wenn sich aber die Produzenten der BEATSTEAKS und der HIVES zusammentun, kann sich schon fast sicher sein, daß einem aus eben jenen die volle Gitarrenbretterwand entgegenschlägt, die mit einer Menge Hitpotential beladen ist. Und ganz genau das ist auch bei SOTB der Fall. An wen auch immer das liegen mag. Ich habe ja keinen Fernseher, daher ist mir Frontfrau Jana Pallaske vom Namen her auch nur ein wenig bekannt. Was die Band aber so richtig nicht stören mag. Denn immerhin gehören zu einer Band ja auch mehrere Leute. Wenn sie in diesem Gebiet aber genauso kraftvoll und auf den Punkt rüberkommt, frage ich mich, warum sie nicht schon längst für einen goldenen Bären oder so was nominiert worden ist. Äh. Oder so ähnlich. Egal. Jedenfalls stimmt bei dieser Platte, an der man nebenbei bemerkt 3 Jahre gearbeitet hat, alles. Von vorn bis hinten. Und nicht nur das detailverliebte, schön gestaltete Cover (im Digi-Pack) kann es mit alten Helden, vielleicht auch Vorbildern, oder anderen Szenegrößen dieses Genres aufnehmen. Der fette Doppelgesang lässt einem mehrmals das Blut in den Adern frieren. Oder verbrennen. Jeder wie er will. Einfach cooler Alternative-Rock-Punk, wie er zwar (noch) angesagt ist, aber auch definitiv gut ist. Und ernst gemeint.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Cooler, hymnenhafter Punkabilly aus Deutschland (Die genaue Stadt weiß ich jetzt nicht). Sieht man den 5 Herren nach Betrachten des Covers gar nicht mal so an. Aber so muss das wohl in diesem Genre sein. Völlig dilettantisches Cover. Aber geile Musik. In diesem Punkt und auch in allen anderen machen sie es (also) völlig richtig. Totale Partyband. Ach ja, die Vinylversion ist auf 500 Stück limitiert…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Auf der Suche im Netz nach einer Homepage der Wuppertaler Band bin ich erstmal auf irgendeine Top-40-Coverrockband gestoßen. Hilfe! Ich hoffe mal, daß die Band, von denen ich die CD hier in den Händen halte nichts damit zu tun hat. Die auf der Seite sehen nämlich ganz schön peinlich aus… Anyway. Die Musik DIESER Scamps haut mich zwar auch nicht so richtig aus den Socken. Dennoch verstehen sie wohl ordentlich zu feiern. Sonst würden sie wohl nicht das Problem donnernder Kopfschmerzen kennen, denen sie mit der Benennung des Albums direkt Tribut zollen. Sind schon ganz ok die 10 Songs. Aber so richtig Neues, unge/unerhörtes finde ich leider nicht. Dazu ist der Sound, die Themenpalette und einfach alles drumherum einfach zu sehr abgelutscht. Wie eben auch der Bandname, den sicherlich auch hundertfach gibt. Schade. Läuft in einer Kneipe sicherlich ganz gut durch. Aber dass ich mich jetzt näher mit ihnen auseinandersetzen möchte, kann ich leider nicht sagen…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Babababaaaa, Return of the Bikin Zone…. Es ist zwar momentan Arschkalt in Deutschland. Aber beier Mucke möchte ich am Liebsten nackig rumspringen, die Badewanne vollaufen lassen und die Musik von HWJ auflegen. Dazu noch ein Cocktail in der Hand und……..alles Bestens. Rock´n´Roll wie er im Buche steht, spielen die 3 Herren und zwei Damen aus Wuppertal, daß King Tiki wahrscheinlich persönlich dazu tanzen würde. Vielfältig. Mal schnell, mal langsam. Teil geklaut, teils eigen. Das macht Spaß und erinnert mich ein wenig an CURLEE WURLEE. Wer die mag, kann sich das Teil eh schon mal in den Einkaufskorb packen. Alle anderen können es wenigstens mal austesten…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Eigentlich steht der Plattenname schon für alles, was die 3 Schweden hier abliefern. Psychobilly, der sicher auch Fans von den NEKORMANTIX oder MAD SIN gefallen dürfte. Das liegt vielleicht nicht zuletzt daran, daß mit Thomas Palin der Ex-Sänger der SMALL TOWN PIMPS mit am Werke ist. Melodisch, trotzdem hart und schöne Refrains. Alles was ich brauche. Warum kriegen das immer nur so wenige deutsche Bands hin? Egal, so lange es immer noch Vertreter dieser Sorte gibt, ist ja alles gut. Sehr geil.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Zweites Album der Schweden (Klar - Burning Heart, ne?). Das erste der Band kenne ich zwar leider nicht, aber wenn sie da schon ihren Uptempo-Punk´n´Roll mit großartigen Refrains, Texten und Melodien gespielt haben, ist mir klar, warum ich von der Band in letzter Zeit immer mehr von ihnen gehört habe. Dreckig produziert & gespielt aber mit einem Hitfaktor, der - wenn 10 die höchste Note wäre - locker bei 12 oder besser 13 liegen dürfte. Einziger Schwachpunkt der Platte, die zwar im schicken Digi-Pack daherkommt, sind die fehlenden Lyrics und die ziemlich peinlich wirkenden Poserfotos am Strand, die andererseits aber auch schon wieder so grausam sind, daß sie unglaublich cool wirken. Das, denke ich mal, ist aber wohl auch beabsichtigt. Nein, wirklich nicht schlecht und demnächst wahrscheinlich im Vorprogramm von GLUECIFER & Co. zu sehen…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Soso, FAT MIKE himself ist Fan obig genannter Band aus Schweden. Und auch sie selbst können ganz gut mit dem in San Francisco lebenden Herren ganz gut. Also muss an der Band ja was dran sein. Und das ist es auch fürwahr. Warum sie trotz Touren mit BAD RELIGION & Co. den großen Durchbruch aber immer noch nicht geschafft haben (und es auch wohl mit diesem Album nicht schaffen werden) bleibt mir echt ein Rätsel. Zumal sie, nicht wie Andere Bands, eigentlich nie stehen geblieben sind. Sowohl textlich wie musikalisch. Das liegt vielleicht dran, daß sie ganz normale Jungs geblieben sind, die zwar durchaus die ein oder andere Platte verkaufen, aber eben nicht jene Klischees bedienen, die die zahlungskräftige Käuferschaft unter den 15-25-jährigen braucht. Schade eigentlich. Aber so hat man wenigstens immer die ein oder andere Band, die man ganz für sich behalten darf. Mit einem Klassealbum. So eine Band ist RANDY.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ganz nettes, anständiges Rockalbum, wie man es von HIM und Konsorten erwarten könnte. Das Besondere ist vielleicht, daß der Künstler aus Japan kommt, was (auch wenn es damit sicher wenig zu tun hat) durch eine Band wie TOKIO HOTEL durchaus einen ganz anderen Stellenwert bekommen könnte. Warum das Album 666 heißt, will sich mir aber beim besten Willen nicht erschließen. So düster isses nämlich gar nicht. Eher geht es um Liebe, Freiheit und ähnlichen Dingen. Schon 100mal gehört und wirklich nichts Besonderes. Schön ist es, daß die Texte mit deutscher Übersetzung daherkommen (gesungen wird auf japanisch und englisch) und auch sonst ist das Cover für Majorverhältnisse recht umfangreich. Vielleicht was vür „Alternatives“ ab Anfang 30….

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Ich weiß gerade nicht, ob ich das als kompletten Schrott abtun soll, oder ob das wirklich was straightes, innovatives ist. Na gut, innovativ vielleicht nicht. Aber straight und simpel (scheint zumindest so) isses schon. Innovativ deshalb nicht, weil es die Band in zwei Jahren auch schon 30(!) Jahre lang gibt. Die müssen niemanden beweisen, schneller, lauter & hertha zu sein. Das ist Punk/AlternativeRock der frühen Stunde. Nur eben im Jahre 2005 aufgenommen. Hehe. Ist (für mich) so was für dunkle Kneipen mit alkoholgeschwängerter Luft. Nicht unbedingt Bier. Eher stärker. Genauso wie dieser Stoff hier eben. Ist nichts für mich auf Albumlänge oder Dauer. Und nichts für zu Hause. Hat aber auf jeden Fall was und wird nicht jedem gefallen. Soll es vermutlich auch nicht.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Ey, Simone. Mit 3 Tracks kann ich doch echt nicht viel anfangen! Zumal einer davon schon auf dem Görli-37-Sampler erschienen ist… Aber ich gehe auch mal stark davon aus, daß die Herren (Namen nennen wir hier keine, Namedropping sucks!) immer noch nicht mehr auf die Kette bekommen haben und ein paar mehr Songs eingespielt haben. Oder doch? Naja, dann besprechen wir alle paar Jahre eben mal ´ne EP und in 10 Jahren erscheint dann doch das erste Album, welches dann einer Compilation aller EP ist. Nicht schlecht die Idee, oder? Auch so kann man sich Kultstatus verschaffen, wenn sie ihn nicht schon längst besitzen… Auf jeden Fall rocken sie immer noch mehr als mancher Jungspund heutzutage. Was aber bei ihrem Background auch nicht weiter verwunderlich ist. Nur ist mir die Mischung aus angesagtem Schweinerock und ausgewählter Klassiker zum einen und die Portion Kreuzberg zum anderen einfach zu schnell vorbei. In der Zeit hab ich doch noch nicht mal meiner Luftgitarre aus dem Schrank geholt. Naja, wer aber VOR dem Album aber schon mal was von der Band hören möchte sollte das doch bitteschön tun - erhältlich is das Teil sicher auf eines der seltenen Konzerte der Band, da die Homepage irgendwie auch nicht so gepflegt aussieht. Aber was soll´s? This is Kreuzberg. Not Berlin.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Wie macht man als Punkband alles richtig? Man findet sich mit 12-13 Jahren zusammen. Probt ein bisschen, hat viel Spaß und nimmt eine EP auf. Vinyl natürlich! Kein farbiges Vinyl und nur 500 Stück. Nimmt 12 (+ 1 Coverversion) Stücke auf, schreit alles raus, was einen ankotzt und bewegt und löst sich VOR Erscheinen ebenjener EP wieder auf. Nix mit Starallüren, Kultstatus vorprogrammiert. Nun, genau das trifft alles auf dieser finnischen Band zu, die natürlich gleich von Finnland-Experte HöhNIE unter die Fittiche genommen wurde. Gibt es noch mehr zu sagen? Ich finde, daß ich in den eben geschriebenen Sätzen ALLES über Qualität (HöhNIE), Stil (Hardcore), Herkunft (Finnland) und Wertung (Genial) geschrieben hat. Alles was eine gute Kritik braucht. So, ich löse mich jetzt auf.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ostpunk ist doch immer noch der Geilste. Schade nur, daß die alten, großen Bands immer rarer werden. Schön aber dafür zu sehen, daß es da immer noch die aus BRECHREIZ 08/15 (kennt jemand von Euch noch die geile Doppel-EP von denen) und KOLLEKTIVER BLUTSTURZ bestehende Formation (seht Ihr, schon da dezimiert sich einiges von selbst weg) aus Sömmerda gibt. Das ist echt noch so ein ursprünglicher Punkrock, den man wirklich nur noch selten zu Gehör bekommt. Da steckt einfach so viel Liebe und Herzblut, vor allem aber auch Spaß und ein gestreckter Mittelfinger in den 15 Songs auf grünem Vinyl, daß es mir richtig warm ums Herz wird. Echt schön. Anfangs hatte ich schon etwas Angst, daß sie jetzt tatsächlich den Sinn des Lebens gefunden haben, aber sie geben ehrlicherweise zu, daß sie ihn auch nicht kennen. Und das beruhigt mich doch irgendwie. Wenn dann noch Songs wie „Greetings from Stotternheim“ oder SK´s „Faustrecht“ kommen, werde ich aber auch in Anbetracht Otze´s Tod ein wenig traurig. Naja was soll´s, das Leben geht für den Rest weiter und diese Platte ist ein guter Wegbegleiter.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Einige von Euch kennen PHOSPHOR, legendäre Hannoveranische Band aus den frühen 1980´ern, vielleicht vom „Jung kaputt spart Altersheime“-Sampler, der mich seinerzeit fast nicht mehr los ließ. Klar waren dafür besonders Bands wie die BRIEFTAUBEN oder ROTZKOTZ verantwortlich. Aber einfach alles herum war so schön zusammengestellt, daß man sich die Platte ohne lästiges vorzappen (es war, glaube ich auch einer meiner ersten CD´s überhaupt) durchlaufen lassen konnte. Eine Band darunter waren eben auch jene PHOSPHOR die mit dem Stück vertreten waren, wie diese mir nun vorliegende Platte heißt. Schokoladenwürger. Ziemlich trashig, aber trotzdem gut. Auf dieser nun neu aufgelegten Platte im Originalartwork (scheint momentan schwer in Mode zu sein. Aber besser so, als bei eBay hunderte von Euros zu zahlen. Das ist definitiv kein Punk) befinden sich nun noch 4 weitere Stücke. Also insgesamt 5. Für Leute aus der Zeit sicher ein schönes Relikt, was sie sich nun wieder kaufen können. Für mich als Plattensammler und Fan genauso interessant. Wer an diese Zeit ebenfalls Interesse hat, überhaupt an URSPRÜNGLICHEN Punk, kann hier ebenfalls bedenkenlos zugreifen. Für Soundpuristen und Modepunks ist das allerdings nichts. Auf 1000 Stück limitiert, it Textbeilage und aktuellen Zitaten der Bandmitglieder. Und danach garantiert keine Nachpressung mehr!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Die Vorläuferband der GENERATORS, die von 1994 - 1997 existierte. Zumindest von ein paar Mitgliedern. In Gedenken an den Tod ihres Gitarristen Jeff Graham kommt nun diese Art „Best of“ daher, um die Band noch mal einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Was eigentlich gut ist, denn so wäre die Band nur speziellen Musikfreaks und den Fans der GENERATORS in Erinnerung geblieben. Es ist jetzt nicht so, daß jetzt eine unbekannte Perle der Musikgeschichte entdeckt worden wäre, nein. Dafür aber kriegt man hier noch mal einen realistischen Sound der Mittneunziger zu hören, der teils auch stark Grungegeprägt ist. Nicht so glatt wie heutzutage teilweise. Man war auch viel experimentierfreudiger. So konnte nach einem vollen Brett auch mal ein Regaae-Dub Stück wie „T.V. Dinner“ kommen. Auch die RAMONES-Coverversion von „Freaks of nature“ halte ich für sehr gelungen, weil anders. Überhaupt ist die mit 21 Stücken randvolle CD jedem musikoffenen Menschen zu empfehlen. Hat was. Auf jeden Fall.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ich kenne, glaube ich, keine Band, die so oft ihre Berlin-Konzerte absagen musste und trotzdem in meinem Herzen geblieben ist, weil sie einfach durchweg nur gute Alben veröffentlicht haben. Wenn man sich in der Info noch durchliest, was ihnen noch so alles passiert ist, nimmt man ihnen das erst Recht nicht übel. Gestohlene Pianos, Line-Up-Wechsel, …. Naja. Mit einem perfekten Mix aus Punk, Rockabilly, Ska und Blues melden sich die Bostoner nun zurück und der Plattentitel könnte nicht treffender sein. Abwechslungsreich wie immer, geben sie auf den insgesamt 14 Tracks alles, lassen weder ein Auge trocken noch ein Tanzbein still stehen. Stellt Euch einfach mal einen Mix aus den MIGHTY MIGHTY BOSSTONES, den DROPKICK MURPHYS, Vatis Lieblings-Dixielandband und Muttis alten Rock´n´Roll Helden vor. Dann trifft es in etwas den Sound der KINGS OF NUTHIN´. Und Ihr werdet Euch dem Sound nicht entziehen können.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ganz okayer, netter, teilweise metalliger Punkrock aus Seattle. Schön druckvoll und einigen guten Ansätzen. Nach mehrmaligem Durchhören ist aber bei nichts hängen geblieben. Kein Hit oder sonst was. Wobei ich jetzt aber nicht sagen würde, daß es sich hier um eine Durchschnittsband handelt. Fit sind sie schon und die Platte ist auch nicht schlecht. Aber auch nicht der Hammer.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ich bin ja, glaube ich, irgendwie irischer Abstammung. Immer wenn ich genug Knete hab, zieht es mich in das Land des dunklen Biers, des goldenen Whiskeys und der grünen Wiesen. Wusstet Ihr eigentlich, daß man Irland über 40 verschiedene Grüntöne zählt? Ganz so Abwechslungsreich ist die Musik der TOSSERS zwar nicht. Aber wie auch in Irland gefällt mir dann bei dieser Art von Musik doch lieber das Traditionelle. Ich mein, was braucht man schon dazu, die irische Melancholie zu fühlen? Da reichen nun mal eine Bratsche, eine Whistle und rührselige Texte. Und die verstehen die TOSSERS aus Chicago (die dort aber sehr in die irische Gemeinschaft verwurzelt sind) hervorragend zu transportieren. Wenn sich eine Band nicht ganz dumm anstellt, werdet Ihr über diese Art von Musik von mir nie ein schlechtes Wort hören. Dazu bin ich dann doch zu sehr vorbelastet. Und wenn sie es dann auch wie (die großen Namen lasse ich jetzt mal weg) einige andere Bands mit Punkrock mixen, bin ich eh schon über alle Maßen glücklich. Sehr schön.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Yeah, man. Das rockt derbe. Ich weiß gar nicht, warum ich WOLVERINE RECORDS so oft mit den geliebt-gehassten Chartbusterssamplern in Verbindung bringe. Sie haben ja doch noch genügend „eigene“ Bands, die es wert sind, gehört zu werden. Die jungen Dänen von GOB SQUAD sind definitiv eine davon. Das macht richtig Spaß, hier zuzuhören. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen und der Spaß geht auch nie verloren. Ein Glücksgriff für das Label, wie ich finde. Streetpunk der allerobersten Klasse, der sich keinesfalls hinter bekannten Szenegrößen verstecken braucht. Und die heftigen Chöre lassen aber auch wirklich keinen kalt. Das verspreche ich Euch. Nee, das ist für so einen trüben Oktobertag wie heute genau das Richtige für mich. Unbedingt mal antesten!!!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Relativ sparsam aufgemachte 4-Track-CD mit 2 Bands, dessen Mitglieder dem ein oder anderen interessierten Punka nicht unbekannt sein dürften. So versteckt sich hinter der Band HAKE INFERNO niemand geringerer als Nagel, Gale Anderson (Mata-Hari-Chef) und andere Hamburger Urgesteine. Sie sind nur mit einem Song vertreten. Nämlich einer Coverversion des Titeltracks, der eigentlich von der Band namens BÄRBEL stammt. Die wiederum geben ihre Version auch zum Besten, obwohl ich jetzt vielleicht nicht mal von Coverversion sprechen kann, denn Sänger Hake ist gleich bei beiden Bands am Start. Johnny Knoxville. Ja, wer kennt ihn nicht, den Typen von MTV, der mal eben locker in ein Sanitärfachgeschäft scheißen geht oder seine eigene Kotze frisst. Aber ob das (noch) Punk ist, weiß ich nicht. Na gut, wenn ich mir zum Beispiel auf nem Festival einige Leute dieser Spezies anschaue, liegt das gar nicht mal so fern. Nur, daß der Typ aus Amiland auch noch ne Menge Kohle dafür einstreicht. Gut, ok, ja, dann ist das doch (noch) Punk. Die anderen beiden Stücke stammen ebenfalls von BÄRBEL, wobei das Stück „Bratwurst mit Kartoffelsalat“ zwar nicht vor Intelligenz und Ideenreichtum strotzt, mir aber als Mitglied der BOCKWURSCHTBUDE schon allein gefällt und für die o.g. Spezies erst Recht ein Hit sein dürfte. Geschmackssache, würde ich sagen. Zum Schluß gibt es dann noch das relativ okaye „Schnellschuss Punk“, was mich aber komischerweise im Vergleich zu den restlichen Stücken nicht mehr ganz vom Hocker reisst. Vielleicht haben bei mir die ersten 3 Tracks ganz andere Erwartungen geschaffen. Der Mann/Frau-Gesang macht aber Spaß und bietet wenigstens noch ein bisschen Abwechslung. Insgesamt kann man sich das Teil ruhig schon leisten. Besonders wenn man Fan der o.g. MTV-Serie ist oder sein Bad-Boy/Bad Girl-Image pflegen möchte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Vor einiger Zeit ist ein Track dieser Combo schon mal auf einem Sampler vertreten gewesen, der sich „Hamburger Oberschule“ nennt. Dieser liegt mir zwar nicht vor, aber er scheint für eine Menge aufsehen gesorgt zu haben, wie ich bei meiner Recherche im Internet festgestellt habe. Lobeshymnen werden überall auf die Band gesungen, obwohl sie noch sehr jung ist. Und diesen kann ich mich nur anschließen. Und die „Hamburger Oberschule“ passt wie der Arsch auf den Eimer. Cooler Punkrock, wie er in letzter Zeit immer häufiger zu hören ist. Ja, das gefällt! Melodisch, mit teils vertrackten Texten. Hamburg eben… Derzeit fällt mir als Vergleich nur Bands wie PASCOW oder die ROTE SUZUKI ein, die der Band NORDEN nahe kommen, ohne sich gegenseitig zu kopieren. Schön, wieder etwas so erfrischendes zu hören. Ich hoffe, dieser (positive) Trend hält noch eine ganze Weile an.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Hmmh, so richtig viel vermag ich mit dieser Band nicht anfangen zu können. Dass es anderen da ähnlich geht, zeigt, daß, obwohl die Platte schon im Jahre 2003 erschienen ist, es gar nicht mal nicht sooo viele Reviews oder Berichte über die Band oder die Platte gibt, wie es sonst üblich wäre. Oder ich konnte es eben einfach nicht finden. Naja, sei´s drum. Seit 1995 besteht diese lockere Formation um Punkikone ANIMA LEGATO, die seinerzeit Mitglied der 80´er-Jahre Skandal-Kombo PUBLIC ENEMY 23 war. Vom den ursprünglichen Stil ist aber herzlich wenig übrig geblieben, mal abgesehen von der Attitüde. Hier wird eher mit elektrischen Mittelchen (Sounds, Keyboards, etc.) gearbeitet, was nicht unbedingt schlecht ist, mich aber überhaupt nicht anspricht. Das ist wohl eher was für ZILLO-Leser. Höhö. Aber auch wenn mich ihre Musik nicht wirklich anspricht, finde ich die Idee oder gar die Wissenschaft des „SOUNDS an sich“ sehr interessant. Solltet Ihr Euch mal hinterklemmen. Mehr Infos findet Ihr auf ihrer Homepage…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Auch schon eine Weile draussen, der Soundtrack zu Andreas Schnaas´ Splatterfilm GOBLET OF GORE. Kein Film als Hommage an irgendein Trinkgefäß des DEPECHE MODE-Keyboarder sondern ein deutscher, vollständig auf 8mm gedrehter Film aus dem Hamburger Underground, der lange Zeit auf sich warten ließ. Ja und bei wen klingelt es, wenn er „8mm“ und „Hamburg“ im Zusammenhang hört? Richtig, auch BELA B. himself ist an diesem Projekt beteiligt. Wenn auch nur im Film als Erzähler. Aber egal. So lassen sich dann auch wieder weitere Verbindungen klären. Erschienen ist dieser Sampler (mit) auf Rod Records, der dann auch gleich selbst ebenfalls einen Song zusteuert…. Ach Hamburg empfinde ich manchmal als echtes (kreatives) Inzestdorf… Weitere Namen gefällig? Bitteschön: SSUB, TORPEDO 2000 (Wohl aus den Mitgliedern von TORPEDO MOSKAU), RAMONEZ 77, STEREOBUGS, BRONX BOYS (Mata Hari lässt grüßen…) usw. usf…. Auch wenn es nur 2 Songs letztendlich in den Film geschafft haben. Eine lohneswerte Anschaffung!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Selten eine Band gehört, wo der Name so aussagekräftig ist. Seit knapp Jahren existiert das Projekt, ansässig im Berliner RAW-Tempel um Frontfrau Mikado. Und wer dort schon mal war oder eine Party miterlebt hat, kann vielleicht verstehen, aß man da fast zwangsläufig solche Musik hört, spielt, aufnimmt, was weiß ich. Innerhalb der 9 Tracks, die teils völlig unterschiedlicher Instrumentalisierung auch abwechslungsreich klingen, wird man oft von einem Extrem ins andere gerissen. Mal Deutsch, mal englisch und immer schwebt ein Hauch von Duft- und Räucherstäbchen oder auch mal trockener Rotwein in der Luft. Unhaltbar Nicht festzumachen auf irgendwas. Frei. Da gibt es schon mal Anleihen von HANS-A-PLAST und frühen NDW-Sachen, die sofort wieder von rockigen Stimmungen wie den er SCHERBEN, der POP TARTS oder gar angesagten Rockacts abgelöst werden. Sehr eigen und man muss schon eine gewisse Offenheit an den Tag legen, die HOLOTROPIC TRANCEPUNX (Coole Abkürzung wäre ja HTTP, wa?), aufnehmen zu können. Ist auf jeden Fall mal was Anderes & ich freu mich mal wieder über die verschiedenen Sachen, die Berlin so bietet. Ich bin wundervoll verzaubert.

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Endlich das zweite Album der sehr sehr sehr sympathischen Punx aus NY-City. Und obwohl vielleicht ETWAS ruhiger als das Debüt, lassen die Texte NICHTS an Härte oder Tiefgang vermissen, wie man es vielleicht denken könnte. Momentan bin ich etwas sprachlos und muss nach Worten ringen. Aber sobald Ihr selbst die CD in den Player gelegt habt und die Starttaste betätigt habt, dürftet Ihr wissen, was ich meine. Verdammt fetter Punkrock, der nicht selten an die alte New Yorker (na klar) Hardcore-Schule erinnert ist das nämlich, der von der ersten bis zur letzten Sekund tierischen Spaß macht und auch mal die ein oder anderen grauen Zellen aktiviert.Thematisch hat man sich viel mit 911 auseinandergesetzt. Und wenn das auch bei manchen Bands aufgestzt wirkt oder gar peinlich klingt, klingt das alles bei den STOCKYARD STOICS so verdammt ehrlich und aus dem Bauch heraus. Kein Wunder, sie kommen ja auch aus der betroffenen Stadt. Kurzum ist mir das momentan lieber als jeder noch so gute Funpunk. Das hier ist was fürs Ohr UND fürs Hirn!!!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Nach Einlegung der (hoffentlich nur kurzen) Zwangspause für REJECTED YOUTH legt sich Matze mit seinem Label ja richtig ins Zeug… Und mit der RIOT BRIGADE hat er nun eine neue deutsch Band „gezeichnet“ von der man gar nicht denkt, daß sie aus unser aller Country kommt. Und jetzt mal ganz ehrlich - OHNE vorher die Info gelesen zu haben, ist mir als erstes ANTI-FLAG und Co. in den Sinn gekommen, obwohl man sie weder von Stimme noch vom Sound gänzlich vergleichen kann und sie andererseits genug Eigenes mit einbringen. Plagiatsvorwürfe und Schubladendenken sind hier also völlig Fehl am Platze, ne Matze? Huhu. Blöder Wortwitz. Sorry. Um es mal kurz zu machen, das ist verdammt echter (nicht nur vom Aussehen) Punk, der nicht so verwässert daherkommt, wie teils üblich. Erfrischend, jung und… Ach keine Ahnung. Kaufen!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Für mich, der eigentlich nicht soooo sehr in Sachen Amipunk bewandert ist, ist selbst SW eine Sache, die sich fest in meinen Hinterkopf eingebrannt hat. Das erste Mal, dass ich von ihnen hörte - oder besser las - war in irgendeinem frühen PLASTIC BOMB, als einer der Schreiberlinge nach einer ganz bestimmten Platte der 1986 in Chicago gegründeten Band gesucht hat. Ich fand den Namen so witzig und auch die Leidenschaft des Plattensammelns konnte ich nur all zu gut verstehen, daß ich die Band wohl auf Ewigkeiten damit verbinden werde. Obwohl ich mir unter der Band ganz andere Mucke vorstellte. Ich war wohl zu beschäftigt, meine eigene Sammlung zu vervollständigen, als mal nach der Band Ausschau zu halten. Außerdem erschien mir das Unterfangen eh als ziemlich Aussichtslos, wenn schon der Typ aus der Bombe nicht an diese Platte rankam, wie sollte ich das denn schaffen? Nun erschien dieser Tage das „Best of“ der Band auf Fat Wreck Chords mit ganzen 34(!) Tracks und gibt mir persönlich und dem Käufer/Fan einen guten Überblick über die knapp 20jährige Schaffensphase der Band, die nicht selten von diversen Auflösungen und Labelwechseln geprägt war… Und nun weiß ich endlich auch, welchen Einfluss sie auf bestimmte Bands gehabt haben, denn ich gehe mal davon aus, daß die TERRORGRUPPE die Band auch ganz gern gemocht hat. Also ich sehe da schon Ähnlichkeiten… Daher für Fans dieser Musik sicherlich auch ganz Interessant. Dazu kommt das Ganze, Fat-üblich n einem schicken Cover daher, mit kompletter Bandhistory diversen Bildern und einigen Plattencovern. Für Punkrockfans aller Art (!) daher ein essentielles Teil, um das NIEMAND herumkommt. Absolut!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Nach dem zum Teil heiß gelobten Debütalbum „The Neon Handshake“ der Londoner Band kommt mit „Transmission Disrupt“ nun der Nachfolger in die Regale der Fans gestürmt. Eigentlich wurde die Platte erst auf dem bandeigenen Label herausgebracht, mit Burning Heart aber nun ein starker Partner für den weltweiten Vertrieb ins Boot geholt. Und das die Chancen für einen weltweiten Durchbruch nicht schlecht stehen, zeigen ja momentan Bands wie MANDO DIAO, FRANZ FERDINAND & Co. Auch wenn nicht ganz mit denen vergleichbar, weil ein eigener Stil schon durchaus schon zu erkennen ist. Mir fehlen aber im Gegensatz zu eben genannten Kapellen die wirklichen Hits, die das Album einzigartig machen würden. Druck ist genügend vorhanden. Das allein reicht (mir) jedoch nicht aus. Mag sein, daß das einige anders sehen. Vielleicht ist das aber nur nicht wirklich meine Mucke. Schade. Einzig allein die Aufmachung weiß mir zu gefallen. Das Digipack der Euro-Eition sieht schon ganz schick aus. Sonst bleibt da aber nicht viel.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Wann bringt man als Band eigentlich am Besten eine Live-CD raus? Nach 10 Alben? Nach dem ersten Charterfolg? Nach der Auflösung? Das sind so die Fragen, die ich mir so seid ein paar Tagen stelle. Leider ist bei den WOHLSTANDSKINDERN letzteres der Fall. Mal wieder (wie so oft in letzter Zeit) fehlen mir die Worte. Ist diese Band, die mich (von hier aus gesehen) ein halbes Leben lang begleitet hat, jetzt wirklich im Arsch? Ich muss zugeben, daß das für mich schon ein kleiner Schock war als ich davon hörte. Andererseits geht die Zeit ja bekanntlich auch leider weiter und wenn ich mir die Platte jetzt anschaue, merke ich doch, wie alt ich doch geworden bin. Aus dem Wohlstandskind ist ein grauhaariger alter Sack geworden. Wie eine Zeitreise durch meine Jugend liest sich allein die Tracklist. Zu fast jedem Song könnte ich meine eigene kleine Story erzählen. Vielleicht habt Ihr es ja schon mitbekommen, dies ist keine Review für Leute, die die Band vielleicht gerade erst kennen lernen wollen. Nein, das ist für mich selbst. Es gab Zeiten, wo ich dachte, daß die W$K es verdient hatten in die Charts zu kommen, daß jeder verdammte Dorfproll diese geniale Musik hört und kurzzeitig sah es sogar ganz danach aus, als sie bei Motor unterschrieben, ein Video drehten und auf VIVA zu sehen waren. Aber jetzt, nein. Es ist (kommerziell) daneben gegangen und vielleicht bin ich (und jeder Fan) doch ein bisschen froh, diese Band für SICH entdeckt zu haben. Vielleicht waren sie immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Das erste selbstorganisierte Konzert, Becherwürfe (immerhin) auf dem Force Attack… Aufs falsche Pferd gesetzt? Keine Ahnung und egal, das interessiert jetzt nicht. Viel schöner ist jetzt dieses Doppel-Live-Album. Aufgenommen in verschiedenen Städten. Mit 148 Minuten randvoll. Mit Hits ohne Ende. Und sogar die neueren, letzten, poppigeren Songs gefallen mir auf einmal viel besser. Und ja, ich werde wirklich wehmütig. Einziges Manko ist vielleicht, daß die Sprüche zwischen den Liedern rausgeschnitten wurden. Das hätte mich noch mal richtig an eines ihrer großartigen Livekonzerte erinnert. Hätte alles ein wenig lebendiger gemacht. Entertainerqualitäten hat(te) Mr. Silver auf jeden Fall. Leider waren sie in letzter Zeit mit die einzige Abwechslung, was das Liveprogramm zu bieten hatte und hätten mir noch mal das Gefühl gegeben, wirklich dabei zu sein... Naja, andererseits hat man eben aber auch mit 48 Songs aus 6 Alben (macht immerhin knapp 8 pro Platte !!!) einen schönen Querschnitt aus den 10 Jahren ihres Bestehens. Ja und insgesamt hat mir die Platte (oder die Platten) super den Tag verschönt. Was will man also eigentlich mehr? Bleibt nur zu sagen - Danke WSK. Ich hoffe, man HÖRT sich irgendwo wieder. Spätestens in Las Vegas dann, ne?

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Neue Band des ehemaligen ATARIS-Mitgliedes Mike Davenport. Schon das strunzlangweilige Intro lässt schlimmes erahnen. Und zumindest in dieser Hinsicht werde ich nicht enttäuscht. Emopunkpoprock der Art wie ich ihn gar nicht mag und das auch noch auf unerträglich langen 45 Minuten. Ich bin selbst auf mich stolz, daß ich es fast bis zum Ende durchgehalten habe. Nun habe ich aber Kopfschmerzen. Danke. Soviel Gewimmer und Tränen. Das hält doch kein Mensch aus. Demnächst sicher in Deinem Alternativerockschuppen Deiner Stadt zu sehen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Was gingen mir damals, Anfang der 90´er, nur die hippiesken TOCOTRONIC-Fans auf den Sack, wie sie mit ihren Trainingsjacken wimmernd durch die Gegend zogen und sich die Arme aufritzten. Und auch die Band, die mit diesem Tend Maßstäbe setzte, konnte mich mit ihrem anfänglichen Low-Fi Sound nicht gerade wirklich begeistern. Mittlerweile sind nun einige Jahre ins Land gezogen und auch ich hab mich ein bisschen vom sturen Punksound gelöst. Abgesehen auch davon, daß nun andere und weitaus beschissenere Bands den Teil der musikalischen „Alternative-Teenieerziehung“ übernommen haben. Und erst im Nachhinein erkenne ich nun, wie gut und auch wichtig diese Band für die deutsche Musiklandschaft war/ist. Ich weiß noch genau den Zeitpunkt, als dieses Umdenken bei mir einsetzte. Als ich in den „Digital ist Besser“-Credits den Namen Stefan Mahler las. Genau - ehemaliger Schlagzeuger von SLIME. Und von da an dachte ich, da muss doch was dran sein. Mit den Fans kann ich mich immer noch nicht wirklich anfreunden. Aber einige Lieder haben mich schon inspiriert, zum Nachdenken angeregt, erfreuliche Stunden bereitet. Das muss man erstmal schaffen. Die Begeisterung ging letztendlich sogar so weit, daß ich mir mal eine Karte für ein Sitzkonzert (!) in der Volksbühne zu Berlin kaufte. Jene dann aber doch wieder am Eingang (ohne Aufpreis) am Eingang verscherbelte, weil meine damalige Begleiterin eben keine mehr erhaschen konnte. Verliebt wie ich damals war… Ich Idiot… Naja. Hier also nun das „Best of“ und ich muss sagen, daß ich doch 75% aller Stücke kenne und sie auch als Hits erkenne. Daher trifft der Name schon zu. Schon mal gut gemacht. Von der ersten bis zur letzten Platte. Einfach alles dabei. Für jeden etwas. Nur das Booklet finde ich trotz seiner 28(!) Seiten etwas spärlich ausgefallen. Gut, alle Texte sind bei und ein paar seltene Flyerabbildungen. Aber den Platz hätte man weitaus sinnvoller nutzen können. Zum Beispiel durch Linernotes oder so. Naja. Trotzdem halte ich dieses „Best of“ nicht nur für sehr gelungen, sondern auch angemessen. Einmal musste ich übrigens noch schmunzeln. Nämlich beim Bandeigenen Labelnamen. „Rock-O-Tronic“-Records, welches Logo einem politisch nicht ganz korrekten Label sehr ähnelt. Und das aus Hamburg….!? Wie sich die Zeiten doch ändern… ;-)

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Hey, ich hab gar nicht mitbekommen, daß das Hamburger Duo, welches zu ihren Anfängen eigentlich was in Richtung BAMBIX machen wollte, dann aber sich aber doch dem Synthie-Bass-Duo-IDEAL-POP verschrieben hat, schon wieder eine zweite Platte rausgebracht hat. Aber cool. Unverhofft kommt oft… Und das freut mich. Hat mich doch schon Ihr Debüt „Raus“ schon mehr als zu begeistern gewusst. Auf ihrem zweiten Longplayer lassen sie es nun, abgesehen vom ersten Track (der, wie ich hörte, schon mal als B-Seite veröffentlicht wurde), etwas ruhiger angehen, was ihnen aber bis auf ein paar Ausnahmen gar nicht schlecht bekommt. Was hätten sie auch machen sollen? Nochmal dieselbe Schiene fahren? Das wäre früher oder später doch zu langweilig geworden. Daher bieten sie hier verhältnismäßig etwas mehr Abwechslung und sogar an den Bassläufen wurden diesmal etwas mehr gefeilt. Und auch Zoe´s Stimme konnte ein bisschen mehr Spielraum verliehen werden. Dass die Texte manchmal nicht ganz nachzuvollziehen sind, war ja auch schon auf der ersten Platte so und tut daher nicht weh. Im Gesamtlicht betrachtet aber eine tolle Scheibe & wer auf diesen Sound steht, kann beherzt zugreifen!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Arbeitstherapie mal anders. Während einige Arbeitgeber ihre Angestellten auf Kur schicken, ihnen Erholungsurlaube zugestehen oder einfach kündigen, geht es beim „Amipunkmajor“ No.1 ganz anders zu. Da gründet man einfach mal selbst ´ne Band, nimmt eine Platte auf und geht auf Tour. Klar, wenn man den ganzen Tag mit Musik zu tun hat, weiß man ja, was man „besser“ machen kann. Ohne jetzt die anderen FAT-Veröffentlichungen zu schmälern… Ja und das ist bei WESTERN ADDICTION der Fall. Alle Bandmitglieder sind bei Fat Mike tätig und gehen (wie in den feuchten Träumen manch 14-27jähriger Musiker) mal eben mit NoFX im November auf Japantour. Das soll jetzt natürlich nicht heißen, daß man das alles so einfach mit „Vitamin B“ hinbekommt. Auch einen Plattenvertrag bei Fat Wreck Chords bekommt man nicht so ohne weiteres. Die Jungs hier sind einfach richtig fit und spielen angenehmen Hardcore, der teilweise noch richtig einen das Fressbrett poliert. Natürlich im angenehmen Sinne. Unkomplizierte 12 Stücke in gut 22 Minuten. Noch Fragen? Gut, dann Skateboard geschnappt und ab in den nächsten Plattenladen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Mit aller Entschlossenheit gingen LAGWAGON nach dem tragischen Selbstmord ihres ersten Drummers an die 9. Platte ihres Bestehens heran. Und wie erstaunlich ist es doch, daß das Ende von einem der Anfang für etwas Neues ist. Oder man sich auf Ursprüngliches besinnt. Diesen Eindruck habe ich jedenfalls beim Hören der neuen 12 Songs. Nicht, daß ihr letztes reguläres Album „Blaze“ schlecht gewesen wäre. Aber gerade nach der Veröffentlichung von Joeys Splitsoloalbum hatte ich das Gefühl, daß die Luft ein klein bisschen raus war. Aber Pustekuchen. Auf „Resolve“ geben sich die Mitbrgründer des Fat-typischen Amipunks frischer und energischer denn je. Das ist nicht nur bei den schnelleren, härteren Stücken der Fall. Nein, auch die ruhigen, akustischen Songs lassen einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Eine tolle Platte, wie ich sie, ehrlich gesagt, so gar nicht mehr von ihnen erwartet hätte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Eine gelb auslaufende Snare auf dem Cover. Das ist mir schon mal sympathisch. Jedoch der Rest des Covers lässt schon allgemein belanglose Indiemusik erahnen. Gut, egal, rein in den CD-Player damit… Ja gut, ganz so seicht und unbedeutend isses nun doch wieder nicht. Fließt schön locker durch, was die 5 Jungs da spielen. Mal schneller, mal langsamer. Und sehr Gefühlsbetont. Nicht unbedingt straighter Punkrock. Eher PowerPopEmoRock. Kann man sich geben und man fühlt schon das Herzblut, was sie da reingesteckt haben. Was mir fehlt ist aber ein eindeutiger Reißer. Ein Hit. Ehe man es sich versieht, sind die gut 35 Minuten vorbei und man fragt sich, soll ich die Platte jetzt noch mal auflegen - weil nicht schlecht - oder doch die letzte Scheibe von NoFX. Wie gesagt, nicht schlecht. Aber irgendwas fehlt.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Was soll man machen, wenn man tagelang im stinklangweiligen TOKIO HOTEL rumlungert? ;-) Seit dem Hören dieser Platte weiß ich das ganz genau. Ganz klar, man geht irgendwo raus und sucht sich die TOKYO DRAGONS. Dann weiß man wenigstens, wo man steht und die Langeweile verfliegt im nu. Apropos stehen. Steht Ihr auf AC/DC, 80´er Jahre Poser-Metal und ähnlichem Kram, ohne davon eine direkte Kopie hören zu wollen? Dann seid Ihr hier genau richtig. Spielt Ihr gern Luftgitarre, tragt Ihr im Cabrio gern Sonnenbrille? Auch Ihr könnt Freunde der Drachen werden. Dem coolsten Club diesseits der Straße. Alle Anderen - geht uns besser aus dem Weg!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Boah, was haben die mich dieses Jahr beim Force Attack Festival weggeblasen. Ich bin ja sonst nicht so der Hardcorefan. Dennoch waren sie für mich dieses Jahr dort mit die beste Band in jenen Tagen. Wenn nicht sogar die Beste. Und ich bin mir sicher, daß auch nicht unbedingt viele die Band vorher kannten. Dennoch war das Zelt brechend voll und man lauschte bedächtig den Klängen der Band und den eindrucksvollen Ansagen des Sängers, der übrigens nicht nur noch bei den TROOPERS tags zuvor einarmig(!) den Drumstick(!) schwang, sondern auch reichlich Erfahrung in der Rügener Institution TONNENSTURZ sammelte. Live also schon mal unschlagbar. Kurz vorher kam mir schon die SplitCD mit den CRUSHING CASPARS unter meine Lauscher, die mich ebenfalls mehr als beeindruckte. Und jetzt das ganze Album. Ob sie die Power, die Energie auch auf Albumlänge durchhalten würden? Die Antwort ist eindeutig JA!!!! Gespickt mit einigem Bonusmaterial (auf der CD) und fettem Faltposter (LP) ist die CD auf all ihren 15 Songs ein Erlebnis von vorn bis hinten. Hier ist nichts gespielt. Das ist alles echt. Ein Lebensstil, den man ihnen die ganze Zeit über anhören kann. Während Hardcore aus Deutschland manchmal einfach nur peinlich klingt, ist in meinen Augen COR, auch wenn ich wie gesagt da nicht so viel Ahnung habe, derzeit die führende Band in diesem Genre. Und Grenzen sprengend auch darüber hinaus. Fett!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Oh mein Gott, ist schon wieder ein Jahr rum? Man, die Zeit vergeht… Das ist ja fast so schlimm, wie wenn der eigene Geburtstag mal wieder ranrückt. Aber naja, wenigstens hat man auch am Tag danach noch was von der CD und nicht nur Kopfschmerzen. Obwohl - wer mit Bands wie WRECKLESS ERIC, JEFF DAHL, AMERICAN HEARTBREAK, KLINGONZ, TEXAS TERRI BOMB, HOT BOOGIE CHILLUN, KEVIN K., RAMONEZ 77, TV SMITH & THE GARDEN GANG, NEANDERTHALS, UP TO VEGAS, ROUGHNECKS, THE WALTONS, ED TUDOR POLE, THE FLAMING STARS, THE MONSTERS, THE REVOLVERS, HOLLY B., The MASONS oder HANK RAY nicht viel abgewinnen kann, dem könnte es vielleicht doch ähnlich ergehen. Mir macht die Platte jedoch wieder Spaß und erinnert mich selbst an den ein oder anderen selbst erlebten Gig in diesem heiligen Räumchen. Von Halle kann ja nicht die Rede sein. Natürlich sind auch alle Stücke wieder ineinander gemixt, so daß man denken kann, man würde bei einem einzigen Konzert dabei sein. Und für die Fans o.g. Bands ist das Teil natürlich eh ein Muss. Da alles bisher unveröffentlicht und einzigartig ist! Und wie immer ist das Teil auf 1000 Stück limitiert. Na denn, auf das nächste Jahr!

mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Kurz vor Redaktionsschluss unserer neuen Printausgabe kommt hier noch das neue Album der GUMBLES reingeflattert. Diese hier noch schnell zu Besprechen ist mir sehr wichtig. Die traurige Geschichte um den Unfall von Arne ist ja schon ein paar Leuten nahe gegangen. Auch jenen, die vorher vielleicht noch nie was von der Schweriner Kapelle gehört haben. Aber das hat doch gezeigt, wie Leute in den heutigen Zeiten, gerade in „unserer Szene“, noch zusammenstehen, helfen können und etwas auf die Beine gestellt bekommen. Was im Fall von Arne sogar nicht mal nur Bildlich zu verstehen ist. Und genau von diesem Punkt aus gesehen, ist das Album schon mal eine wichtige Sache. Sowohl für de Band, als auch für die Fans bzw. die Szene. Sonst sind sie sich aber treu geblieben. Fetter, mitgröhltauglicher Oi!-Punk, bei dem kein Tanzbein stillstehen kann. Ehrlich nicht. Nur Hits. Von vorn bis hinten. Mal englisch, mal deutsch vorgetragen. Immer aus dem Bauch heraus. Und nicht nur die anstehenden Konzerte werden zeigen, wir man auch nach einem Rückschlag wieder aufstehen kann. Gute und wichtige Platte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

“C´mon give it up” heißt der eingängige Opener des 12 Tracks umfassenden Albums und gibt direkt mal die falsche Richtung vor. Denn wer diese Platte gleich beim ersten Song ausschaltet verpasst was. Schönen, rockigen und melodischen Punkrock spielt nämlich diese holländische Formation. Und keineswegs langweiligen. Das übliche Produzentengelaber erspar ich mir hier mal. Wer aber ein bisschen nachforscht, wird herausfinden, daß sich dahinter kein Unbekannter verbirgt. Und wenn der sich schon extra auf den Weg nach Holland macht, um diese junge Band zu produzieren, könnt Ihr Euch vielleicht auch denken, daß die Platte etwas Besonderes hat. Hat sie auch. Das müsst Ihr aber selbst rausfinden. Langweilig wird es jedenfalls zu keinem Zeitpunkt. Und wer auf en Sound und den Humor der DESCENDENTS & Konsorten steht kann hier ohne Bedenken zugreifen. Für mich ein Geheimtip.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Netter EmoPopRockPunk irgendwo zwischen TOCOTRONIC, SCHROTTGRENZE und SPORTFREUNDE STILLER. Wobei sie allerdings weder von erstgenannten die textliche Tiefe, noch von zweitgenannten die nötige Portion Rock und Melodie und schon gar nicht den, wenn auch zweifelhaften, Spaß von drittgenannten erreichen können. Einzig und allein Track Nummer 6 - "Keine Macht für Niemand“ kann mich überzeugen. Was aber keine Coverversion des TSS-Klassikers ist, sondern eine nette Idee, aus den Songtiteln der berühmten AgitProper einen Text zu basteln. Nicht wirklich schlecht. Bewegt sich aber für meine Verhältnisse im eh schon breiten Mittelfeld des deutschsprachigen EmoPopRockPunk.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Yeah, THROW RAG sind zurück. Schon ihr Vorgängeralbum DESERT SHORES wusste mich ja schon mehr als zu begeistern. Da stimmte einfach alles. Gefühl, Härte und Melodie. Und diesen Maximen bleiben sie sich auch auf der aktuellen Platte treu. Und das ist gut so. Mittlerweile sind sie auch schon etwas bekannter geworden, was nun auch dazu führte, daß sie sich für dieses Album einige Gaststars ins Boot holen konnten. Namen nenne ich hier aber keine, weil Namedropping sucks. Und mit etwas Enthusiasmus werdet Ihr dazu schon was im Netz finden. Weil, das brauchen sie auch gar nicht. Dazu sind sie eigenständig genug. Legt man die Platte auf, kann man gar nicht anders, als seine Lederjacke anzuziehen, ein Bier am Kiosk zu kaufen und gegen die Welt abzurocken, auch wenn es hier manchmal etwas ruhiger zugeht. Aber was soll´s, das Leben besteht ja auch nicht nur daraus , ständig Gas zu geben. Die Mischung macht´s eben. Und die ist hier wirklich gut.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Re-Release des bereits 1999 erschienenden Albums mit vielen Fotos, Linernotes und Video. Den Fans der Band wird das vielleicht nicht viel Neues bringen, weil sie das Album eh schon haben dürften. Neue Fans, die die Band vielleicht erst gerade kennen lernen wollen, dürften mit dieser Scheibe einen guten Fang machen, auch wenn hier noch der alte Sänger der Band zu hören ist. Denn diese Platte zeigt nicht nur auf welch hohem Level sich die Band derzeit befindet, sondern repräsentiert sie auch im Gesamten recht eindrucksvoll. Irgendwie habe ich anfangs bei dem Bandnamen und der Aufmachung ja an Ska gedacht. Wie kommt das nur? Stattdessen gibt’s hier aber deftigen, aber melodischen Hardcore zu hören, der durchaus auch mal mit einigen Geigenparts aufgelockert wird und sich nicht hinter ähnlichen Bands dieses Genres verstecken muss.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

Über das neue Album der wohl mit bekanntesten und noch existierenden Punkband Berlins brauche ich, denke ich, nicht viel zu sagen. Und während sie sich wohl schon langsam aber sicher auf ihre anstehende Südamerikatour vorbereiten, geb´ ich ihnen noch ein paar nette Zeilen mit auf den Weg. Ja, es ist das bisher beste Album, was sie je gemacht haben. Ja, es ist abwechslungsreich wie nie. Ja, die Saxophonistin (auch wenn beim Album noch nicht dabei) sieht nicht nur toll aus, sondern gibt dem Ganzen noch das gewisse Etwas, was ich auf den bisherigen Scheiben immer vermisst habe. Ja, auch die Liveshows (wie bei der Releaseparty zur CD) werden immer mehr zu einem Erlebnis, was man nicht so schnell vergisst. Und auch eine Bonusband auf eine Platte zu hauen und nicht wie sonst üblich einen Bonustrack, hat schon etwas. Also was soll ich nur sagen? Once a Pillock - always a Pillock…..

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Orait. Da isses nu, das neue Album der Potsdamer Psychos. Naja gut, sagen wir eher Minialbum, denn mit nur 8 Songs kommt es etwas dünn daher. Und leider muss ich auch sagen, daß man dies vom Sound genauso sagen kann. Ich mein, es muss ja nicht immer fetter, lauter, härter sein. Aber wenn man schon anderes gewohnt ist, dann fragt man sich schon, warum man die Anlage jetzt noch einen Tacken lauter drehen muss. Aber egal. Sie hat ja genug Watt. Trotzdem muss ich auch gleich schon wieder meckern. Gleich mit dem ersten Lied begehen sie nämlich den Kapitalfehler und BLENDEN EIN LIED AUS… Also nee. Bitte. Das weiß doch jeder kleinwüchsige Rocker, daß zu einem guten Lied auch ein anständiger Schluß gehört… Anschließend folgt der Track „Stupid over you“, der eigentlich mal als CD-Beilage zum gleichnamigen Fanzine, ebenfalls aus Potsdam, gedacht war. Da es aber nun jenes nicht mehr gibt, hat der Track eben den Weg auf das Album gefunden. Gut so. Und, wie ich finde, auch der Beste. Das sehr ruhige „Falling Down“ ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Schön klischeemäßig auch mit Blitzen und Regen versehen… ;-) Nun folgt ein in Deutsch gesungener Song. Nicht schlecht und für dieses Genre eher ungewöhnlich. Das gibt Pluspunkte. Dann noch ein Instrumental - muss auch sein - aber leider auch ausgeblendet - und naja, irgendwie sind die restlichen 4 Songs auch vom selben Kaliber und lassen mich irgendwo zwischen den Stühlen zurück. Ich finde, die Jungs können das besser. Mit dem Riesenaufwand, der da an Promo für dieses Album betrieben wird (auf 2 Konzerten gab es das Album umsonst) hätte man sich vielleicht doch etwas mehr Zeit nehmen sollen. Denke ich… Aber vielleicht liege ich ja auch falsch und sie spielen demnächst mit MAD SIN in einer Liga mit. Oder so… Ich freu mich eher auf die nächste Platte.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das schöne an Fat Wreck Chords Samplern ist, daß viele der darauf enthaltenen Songs (noch) unveröffentlicht sind. Und wenn man beim Kauf eines solchen noch etwas Gutes tun kann…. - umso besser. Diesmal haben sich Fat Mike und seine Kumpanen ein Hilfsprojekt der Besonderen Art ausgedacht. Nämlich Kinder! Unser Erbe der Welt, wenn uns nicht die Vogelgrippe dahinrafft… Vom Erlös des Samplers werden diesmal also Kinderprojekte unterstützt. Damit haben wir also unser Gewissen bereinigt (falls man noch ein solches hat) und können uns nun dem musikalischen Teil dieser Hilfsaktion widmen. Obwohl - wenn allemöglichen Kinder mit diesem Sampler vom Punkvirus infiziert werden, bekommen wir doch vielleicht noch eine bessere Welt… Oder eine schlechtere… Naja, wie dem auch sei. Ich hab jetzt keine Lust, jedes Projekt, was Fat Mike startet, abzufeiern. Jeder sollte sich einfach mal selbst fragen, was er zu einer besseren Welt beitragen kann. Damit wäre uns allen schon geholfen. Aber wie gesagt, ich will mich ja jetzt auf den musikalischen Teil beschränken. Und es gibt eben, wie schon erwähnt, bisher unveröffentlichte Tracks. Diesmal von ANTI-FLAG, MXPX, COALESCE, LAGWAGON´s JOEY CAPE, COMMUNIQUÉ, TIM BARRY, THE ARRIVALS, AGAINST ME! und einigen anderen. Sowie schon Bekanntes von NOFX, THE SOVIETTES, BARS, …undundund. Was soll ich jetzt zu so einem Hilfsprojekt sagen. Eine Titelabstimmung bemängeln? Hier kommt es af den Zweck des Samplers an, obwohl ich bezweifle, daß sich die meisten Käufer da ernsthaft Sorgen machen. Eigentlich schade. Aber die Platte ist wirklich klasse.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Alle Jahre wieder kommt das…äh…die NIKOLAUS Raus Tour. Auf jeden Falls sind sie hier in Berlin und im Thommyhaus jedes Jahr Stammgast. Dort wo alles begann, wie man dem Booklet entnehmen kann. Und jetzt, wo ich den Sampler in der Hand habe, frage ich mich, warum der Mosti (A.C.K.-Frontmann und Geschäftsmann) nicht schon früher auf die Idee gekommen ist, einen solchen Sampler rauszubringen. Wahrscheinlich musste er aber noch ein paar Bands zusammentragen. Denn schon so sind einige der beteiligten Bands zwei mal vertreten (NO RESPECT, A.C.K., BAMBIX). Aber das macht nichts. Die ausnahmslos schon veröffentlichten Tracks bestehen nämlich ausnahmslos aus Hits, die jedem Besucher der Tour noch mal ein Lächeln aufs Gesicht zaubern werden. Sodenn sie denn gute Erfahrungen an jenem Abend gesammelt haben. Vielleicht eine neue Freundin kennengelernt oder so… ;-) Positiv anzumerken ist noch zum einen, daß das Booklet schön gestaltet ist (mit allen Texten) und sich auf der ganzen Platte nicht ein einziges Weihnachtslied befindet. Diese Nerverei kommt noch früh genug. Alles in allem also eine gute Sache für den Weihnachtsbaum und eine noch schönere Vorfreude auf die kommende Tour in diesem Jahr. Ich bin mal gespannt auf Teil der Compilation.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Die Produktionszeit des neuen Albums der Kanadier erinnert mich irgendwie ganz an die meiner eigenen Band. Fast 5 Jahre hat es gedauert, daß es die Herren geschafft haben, einen neuen Longplayer in die wartende Meute zu schmeißen. Und wie nicht anders zu erwarten, hat sich die Wartezeit gelohnt. Superschick aufgemacht kommen die 12 Songs zudem daher. Edles Papier im Booklet, alle Texte. Gut so. Trotzdem kann ich nicht sagen, daß die Platte nahtlos an ihren Vorgänger anschließt. Inhaltlich schon, denn die radikale politische Linie verfolgen sie auch weiterhin. Und Gott sei Dank beschäftigt man sich auch mal wieder mit anderen Themen als nur dieses „Anti-Bush“-Ding. Die Blödheit kann eh keiner (mehr) verstehen. Aber in dieses einseitige Fahrwasser begaben sich PROPAGANDHI ja eh nie. Nur die Songlänge liegt selten, eigentlich nur einmal, unter der 4-Minutenmarke. Das stört einen Die-Hard-Fan natürlich nicht so sehr. Denn so bekommen sie das Maximale für ihr Geld. Ich bin dagegen ja aber eher ein Fan von kürzeren Songs, so daß ich mich mit allen Songs der Platte nicht ganz anfreunden kann. Vielleicht haben sie sich doch ein bisschen ZU viel Zeit genommen? Ich weiß es nicht. Andererseits unterscheiden sie sich so wiederum aber auch vom 1-2-3-Go-Einheitspunk der „Schneller-Lauter-Härter“-Fraktion. Kann man also sehen wie man will. Naja. Schlußendlich ist es eine gelungene Platte, für die man ruhig mal ein Ohr riskieren kann.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

So richtig mit Ruhm bekleckern konnten sich die VANDALS im Interview in einem der Ausgaben des PLASTIC BOMBS nicht bekleckern. Die Gründe seien mal dahingestellt und wen es interessiert, der kann dazu sicherlich was im Netz finden. Beschäftigen wir uns mit diesem Silberling hier. Erst habe ich mich ja gefreut. Ärgere ich mich doch immer noch, daß ich vor ein paar Jahren den Vandalsgig hier in Berlin verpasst habe und nicht diesem Höllenschlagzeuger bei der Arbeit zusehen konnte. Doch wenn ich das hier höre, rollen sich mir echt die Fußnägel hoch. Nennt mich einen Scheuklappenträger oder sonst was. Aber wer braucht denn bitte Disco-Remixe von Punkrocksongs??? Ich meine die leben doch von ihrer Kraft und Intensität. Und das richtige Schlagzeug, das fehlt… Ein paar lustige Highlights bekommt man zwar doch zu hören - das Ganze wurde übrigens von einem japanischen DJ geremixt - aber letztendlich brauche ich das nicht wirklich. Erst Interview, jetzt diese Platte!? Ich glaube, mit den VANDALS geht es bergab. Also raus damit.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Echt, war der erste Teil dieses „Rammstein meets Schlager“ Experiments für Frank Zander so erfolgreich? Ich dachte, seine Schlagerkollegen würden ihn steinigen und er würde zu seinen alten Wurzeln zurückkehren und wieder, sagen wir, etwas „ruhigere Musik“ machen. Aber Frank Zander wäre nicht Frank Zander wenn er sich nicht einen feuchten Kericht um die Meinung der Doppelmoralbehafteten Kollegen scheren würde. Zwar fanden einige das auch wohl wirklich nicht so toll. Aber trotzdem muss ja irgendwie was dran sein, daß er mit „Rabenschwarz #2“ noch einmal nachlegt. Vielleicht hat er ja auch einen Heidenspaß daran und das wäre ja dann schließlich das Wichtigste. In meinen Augen klingt diese Platte sogar noch etwas härter als sein Vorgänger. Und während bei der ersten Ausgabe fast ausschließlich Schlagercover zu hören waren, steuert er diesmal mit 5 von insgesamt 10 Stücken (+ 2 sehr lustige Videos) sehr gelungene, wenn auch gewöhnungsbedürftige Eigenkompositionen bei. Selbst die „Queen of Punk“ NINA HAGEN ist sich nicht zu schade und gibt bei „Liebeskummer lohnt sich nicht“ ihr Bestes und ich liege auf dem Boden vor Lachen und Bewunderung. RAMMSTEIN-Anleihen sind übriges tatsächlich zu hören. Beispiel gefällig? Bitteschön „…Du…Du kannst…Du kannst nicht…Du kannst nicht immer 17 sein…“. Ach herrlich. Kann sicher nicht jeder was mit anfangen. Weder die Omis, die uns Frank früher gehört haben, noch die RAMMSTEIN-Puristen. Seien es Fans oder Gegner. Die, die sich aber darauf einlassen, werden jede Menge Spaß haben.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Ich stell mit gerade das Szenario vor, daß irgendjemand bei einer Mund-zu-Mund-Propaganda verkündet, demnächst würden irgendwo NEINNEINNEIN spielen und ein besoffener Altpunk denkt dabei an die Helden seiner damaligen Jugend. Aber keineswegs sind hier die Stadionrocker von 999 am Werk, sondern eine junge, aufstrebende Band aus Mönchengladbach. Eine Stadt, die sonst eher für die düstere und emolastige Sparte des Punks und für einen spielerisch zweitklassigen Fußballverein bekannt ist. Das könnte (und sollte) sich aber vielleicht bald ändern. Denn mit diesem schnuckeligen, handgemachten Plüschtape (sieht das Bild hier nicht schon schön zum ankuscheln aus) zeigt das Trio mit einem Durchschnittsalter von gerade mal 19 Jahren, daß sie nicht nur DIY-mäßig was auf dem Kasten haben (die Tapes wurden handgefertigt und sind auf 111 Stück limitiert!!!) sondern auch noch gnadenlos guten Punk spielen können. Textlich, wie musikalisch. Einfach geradeaus in die Fresse. Mit Kuscheln hat das hier wahrlich nichts zutun. Der Gesang erinnert mich übrigens ganz stark an die FUCKIN´ FACES. Jedoch ist das alles hier viel kompakter, denn kein Song geht über 2 Minuten. Hammer. Damit ist das Tape mit seinen 6 Liedern aber auch schneller vorbei, als man das Tape überhaupt umdrehen kann. Naja, wenigstens muss man nicht spulen. Aber so wie ich hörte, sind bereits genug Songs im Kasten, daß bald eine LP erscheinen kann. Und die, da bin ich mir sicher, wird nicht lange auf sich warten lassen. Ich bin mehr als gespannt und ungeduldig.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Immer wieder gibt es Bands, von denen man dachte, daß sie längst das zeitliche gesegnet haben und die dann doch zu meiner Freude ein neues Album vorweisen können. So geschehen bei den LOST LYRICS aus Kassel. Zwar wieder mal mit neuer Besetzung. Aber was soll´s? Hauptsache Nuschel-Holger und seine KumpanInnen (jetzt mit Frau am Bass) rocken die Welt. Wer mehrere LL-Alben besitzt, weiß, daß die Trays immer mit unterschiedlicher Farbe daherkommen. Und so ahne ich nur Gutes, als das die neue Platte wieder rot eingefärbt ist. Ganz wie damals das unglaubliche Hitalbum „Seniorenresidenz“. „Ansage“ nennt sich nun ihr Album Nummer 7 1/2 und die ist auch recht deutlich zu verstehen. „Eure Helden“ interessieren die 3 genauso wenig wie „Deine Freunde“ und Karrieretypen alá „Susie“ sowieso nicht. Klar wär ich auch gern mal „Kaiser für einen Tag“. Aber letztendlich ist es doch schön, so zu sein, wie man ist. Wie die LOST LYRICS eben. Sie sind sogar so sehr wieder sie selbst, als daß sie mit „Punkrock Utopia“ und dem gecoverten „Marliese“ von JOHN WATTS auch mal wieder zwei englischsprachige Titel aufgenommen haben, die mir zwar nicht sooo lieb sind, aber doch ganz gut gefällen. Ach ja, „Verstärkung“ hat man sich auch geholt. Bei „Alte Freunde“, als ob es tatsächlich so wäre, ist es schön, mal wieder FUCKIN´ FACES-Butz seine Stimme zu hören. Wie kam es denn zu dieser Liaison? Egal, mir ist es recht. Jedenfalls dreht ei mir die Scheibe schon mehrere Runden auf dem MP3-Player (Yeah, Neopunk Mieschka…) und ich bin gespannt, ob es, ähnlich wie bei den unsäglich AGGRO-Berin-Typen, noch eine „Ansage 2“, „Ansage 3“, „Ansage 4“, …..uswusf. gibt. MUSS UNTERM WEIHNACHTSBAUM liegen!!!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Soso, nach Revolution Rock dann jetzt das neue Album Evolution POP… Ich bin froh, daß ich das neue Album der BUSTERS zum Besprechen bekommen habe. Denn so wie ich das mitbekommen habe, finden die SKA-Puristen (zu welchen Teile unserer Redaktion immer mehr zu mutieren scheinen) die „Wieslocher“ überhaupt nicht gut. Für mich waren die BUSTERS in dieser Musikrichtung aber wirklich der Anfang von allem!!! Und daher besteht da schon eine gewisse Verbindung. Damals schon beim Weserlabel. Und mit Verlaub möchte ich meinen, daß aus dieser Zeit immernoch ihre größten Hits stammen. Aber was soll das Gesabbel. Früher war eh alles besser… Aber auch die „neuen“ BUSTERS wissen mir zu gefallen. Liegt das vielleicht an ihrer Experimentierfreudigkeit? Denn nach meinem Empfinden ist „EP“ so abwechslungsreich wie lange nicht. Sah „Revolution Rock“ noch toll aus, konnte ich mich letztendlich mit dem Album nie ganz anfreunden. Bei „Evolution Pop“ ist das nun genau anders rum. Ob das nun der der Hidden Track ist, der hervorragend zu einem Film von Bud Spencer passen könnte oder der „Radio Smash Hit“ ist, zu dem sich auch ein sehr lustiges Video auf der CD befindet… Einfach klasse. Apropos Extras. Alle Songs der Platte findet man auch als MP3 auf der CD. Ob das jetzt zukunftsweisend sei mal dahingestellt. Ich finde es jedoch klasse. Als MP3-Playerbesitzer muss ich nun nicht erst alles ewig encodieren und hab so nun gleich alle Songs. Und auch wenn im ID3 - Tag steht, daß die Titel zum privaten Gebrauch bestimmt sind, werden sie sich wohl damit abfinden müssen, daß die Songs eh im Netz landen. Was aber auch so de Fall gewesen wäre. So steht dann aber im WinAmp-Player, WER das nun ist und vielleicht kauft sich dann jemand ja doch das Album. Ich find das eine gute Sache. Das toppt ja sogar noch die „Kein Kopierschutz - Ehrensache“-Politik der ÄRZTE bzw. FU. Letzterer zeichnet sich, und da schließt sich der Kreis, nicht nur als Kopf des Racing-Teams sondern sogar für 2 Songs des Albums als Produzent verantwortlich. Das hört man jetzt aber nicht wirklich raus. Vielmehr ist das hier einfach ein neues, weiteres gelungenes Album der BUSTERS. Und im Januar sind sie, alle Jahre wieder, natürlich wieder auf Tour. Man munkelt übrigens, daß genau auf der dann eine Live-DVD produziert wird. Wir dürfen gespannt sein.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | SKA

Ganz nette Band aus Ibbenbüren, die bereits leicht über den Schülerbandstatus hinaus ist. Das soll heißen, daß das hier ganz anständige Rockmusik ist, wie sie jedoch auch 100e andere Bands spielen. Wäre da nicht der englische Gesang, vorgetragen von Frontfrau Diana, käme das Ganze ein bisschen an JULI ran. Nur ein wenig härter. Auf jeden Fall haben sie sich für die 5 Songs gut ins Zeug gelegt und eine anständige Produktion abgeliefert. Für meinen Geschmack könnte es aber alles ein wenig abwechslungsreicher sein und die Tränendrüse sollte nicht so oft belastet werden. Warum nicht auch mal lachen?

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

So, nun liegt die neue Platte von AM auch endlich in meinem CD-Player und ich bin glücklich. Hat ja lange genug gedauert. Wem es noch nicht aufgefallen ist - AM sind wohl die Band auf FAT WRECK CHORDS die am Meisten heraus sticht. Abgesehen davon, daß man alle FAT - Bands eh nicht mehr in einen Hut stecken kann, sind es aber gerade AM, die mit ihrem Folk-, Blues- und Singer-Songwriter beeinflussten Punk sich von der breiten Masse abheben. Das mag einigen Leuten vielleicht nicht so gefallen. Anderen dafür umso mehr. Meinem Baby zum Beispiel… ;-) Der Mix aus leichter Härte und bestimmter Sanftheit - ohne verwässerte Lyrics wohlgemerkt - ist einfach was Besonderes und auch ich kann mich dem nicht ganz verschließen. Schon die letzte Platte strotzte ja vor Eigenständigkeit. Doch mit SFAFC beweisen sie nun endgültig, daß sie ganz oben in der Liga mitspielen und sogar auch noch darüber hinaustreten können. Denn sie beschränken sich einfach selbst nicht. Und das hört man jedem einzelnen der insgesamt 14 Tracks an. Ganz klar einer der Besten FAT-Veröffentlichungen diesen Jahres.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Letztens erzählte mir eine Freundin noch, daß sie kürzlich auf einem ACROSS THE BORDER-Gig war, was ich gar nicht verstehen konnte. Hatten die sich nicht aufgelöst? Ja, haben sie. Wo sie aber gewesen sein könnte, war vielleicht ein Livegig der Formation AHEAD TO THE SEA, dem neuen Projekt um Ex-ATB-Sänger Jochen, aus dessen Feder wohl auch alles neuen Songs stammen. Diese jetzt aber als ATB-Nachfolgeband zu titulieren, wäre der Band aber bestimmt nicht ganz so recht, denn ich weiß nicht wie viele Leute von ATB überhaupt noch dabei sind. Daher betrachte ich ATTS als komplett neue, eigenständige Band. Zumal sich die Instrumentalisierung auch ein bisschen verändert hat. Neben der typischen Rockbesetzung (Gitarre, Bass, Schlagzeug) hat man sich nämlich noch Flöte, Geige und Akkordeon dazugeholt. Und fertig ist, ihr ahnt es schon, eine hervorragende Folkpunkplatte/band. Live konnten sie tatsächlich schon eine Menge Erfahrung sammeln, wenn man mal einen Blick auf ihre Homepage wirft - von ATB mal abgesehen. Einen Gig habe ich zwar von ihnen noch nicht gesehen. Aber die Platte lässt mich schon sehnsüchtig darauf warten. Ich bin ja für diese Art von Musik SEEEHR empfänglich. Komplett auf Englisch vorgetragen, erinnern die Songs natürlich an Bands wie die SCHNITTER, die POGUES oder den TOSSERS. Einfach wunderschön. Dann wird ich jetzt mal meine BUSHMILLS-Flasche rauskramen und den Rest der Platte geniessen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Gitarrenpoppunk aus dem tiefsten Bayrischen Wald. Nicht schlecht. Es muss eben nicht immer Hamburg, Berlin oder Köln sein. ATOMIC sagte mir bisher gar nichts. Jedoch gleich der erste Track weiß mir zu gefallen. Und das will schon was heißen. Verfalle ich doch so oft in die „Was der Bauer nicht kennt…“-Mentalität. Dieser Mix, der mich übrigens streckenweise P.I.L. und Co. erinnert (hier und da vielleicht auch ein bisschen OASIS) ist aber eine Partyrockscheibe par excellance, der man sich nicht so leicht entziehen kann. Sogar einige Garageanleihen meine ich hier rauszuhören. Geil. Zwar geht es manchmal auch etwas ruhiger zu. Aber trotzdem hört man jedem einzelnen Track und Ton an, wie viel Spaß und Herz die Jungs in diese Aufnahmen gelegt haben. Für den anstehenden Winter und die daraus resultierenden Tage im Bett eine tolle Sache. Hat mich überrascht. Ehrlich!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Ach Du scheiße, wie sehen die denn aus? Während mich das Cover, wohl auch wegen des Bandnamens erst ein bisschen an DEEP PURPLE erinnerte, hat der Rest, also die Musik und/oder die Attitüde ÜBERHAUPT NICHTS damit zu tun. Das ist übelster Mainstreamrock der schlimmsten Sorte und mit etwas Glück schaffen es die Finnen auch in die Charts, wie es ihre großen Vorbilder THE RASMUS und Co., mit denen sie natürlich schon auf Tour waren, vorgemacht haben. Das passt gerade recht in diese TOKIO HOTEL-Teenie-Scheiße, wo alles allein nur auf Kohle ausgerichtet ist. Zwar können die 4 Milchbubis vielleicht etwas ihre Instrumente spielen. Aber Hand und Fuß hat das hier nicht. Scheiße, die Platte muss jetzt raus. Ich kann nicht mehr…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Neueste Veröffentlichung aus dem Hause Gan Shin, dem neu gegründeten Sublabel von Brainzone/Netmusiczone, welches sich allein auf japanische Künstler konzentriert. In der Vergangenheit hatten wir von diesem Label schon einige Veröffentlichungen besprochen. Und wie jeder wissen dürfte, hat das nichts aber auch gar nichts mit solch einem Schwachsinn wie TOKIO HOTEL &Co. zu tun. Nichtsdestotrotz habe ich doch manchmal das Gefühl, daß wir momentan einen kleinen Japanboom erleben. Und DIR END GREY dürften wenn nicht der, so zumindest ein Grund dafür sein. Denn die Mucke, die nicht selten an SYSTEM OF A DOWN und Co. erinnert hat es nämlich in sich und konnte sogar beim diesjährigen Rock am Ring / Rock im Park kräftig abräumen. Ich weiß nicht, WIE erfolgreich sie bei sich im eigenen Land sind. Aber ein paar Fans dürften sie schon haben. Und auch mich lässt das kraftvolle aber doch melodische nicht ganz kalt. Nein, das gefällt mir tatsächlich richtig gut. Und da die Texte im über 40-seitigen Booklet mal wieder in alle möglichen Sprachen übersetzt wurden, ist es ein Leichtes, sich mit der Band und ihren Texten auseinanderzusetzen. Vorbildlich! Da kann sich manch internationaler Act ein Scheibchen abschneiden. Nicht unbedingt was für mich zu Hause. Aber wirklich hervorragende Clubmusik, wie ich finde. Wer das zu Hause braucht, kann hier bedenkenlos zuschlagen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Orait. Da ist sie, die erste eigene Band-Veröffentlichung aus dem Hause Wild at Heart Records, von der Hausband CHURCH OF CONFIDENCE mal abgesehen. Das hier also nicht mir belanglosem Klischeepunkrock zu rechnen ist, dürfte wohl klar sein. Ich hatte von der Band ja schon das ein oder andere Demo gehört. Auf ihrem Debütlongplayer stellen sie aber alles in den Schatten, was ich je von ihnen gehört habe. 13 (natürlich!) mal kompromissloser ACDCMOTÖRHEAD-Punkrock, der zu keinem Zeitpunk als Kopie einer der genannten Kapellen wirkt. Hier wird der Whiskey (gerade bei Sänger Jo, so scheint es) noch pur und ohne Eis getrunken und verbleites Benzin verfahren. Und das alles, wie gesagt, ohne aufgesetzt zu wirken. Im schönen Digipack, dafür leider ohne Texte, kommt die Platte daher, die mit etwas Glück auch internationalen Ruhm erlangen könnte. Ohne Frage ist diese Platte „true“. Keine komischen Videoclips oder sonstiger Schnickschnack. Einfach geradeaus und in diesem Genre das Liebste, was mir in letzter Zeit unter die Ohren gekommen ist.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

So, wo fange ich an? Zu dieser 19 Minuten und 13 Sekunden langen 8-Track-EP der Offbeatpunkkapelle aus Berlin gibt es eigentlich mehr zu sagen, als es erst scheint. Gut, fangen wir eben bei der Besetzung an. Nicht nur, daß unser geschätzter Markus vom Magenbitter-Comix die 4 Saiten des Bass´ bedient und sich (wie klar erkennbar und im wahrsten Sinne des Wortes) für´s Cover verantwortlich zeichnet, nein DER Roman von SOILENT GRÜN, der dessen Freundin das Stück Eckelpack der ÄRZTE gewidmet wurde ist HIER am Mikro zu hören. Als jahrelanger DÄ-Fan behandelt man eine solche Band natürlich mit einem noch größeren Respekt, als man es sowieso für jede neue unbekannte Band aufbringen sollte. Apropos Respekt - alle Achtung, daß es der Herr, der mittlerweile auch schon die 40 überschritten haben dürfte, mit dem „jungen, frischen Gemüse“ sich noch mal auf die Bühne wagt. Bis auf ein Stück, und meiner Meinung das Beste, nämlich „Emma Peel“ werden die Songs in Englisch vorgetragen, welches manchmal leider etwas nach Schulenglisch klingt. Das ist nicht sooo schlimm. Aber vielleicht sollte man in Zukunft doch ein bisschen mehr auf die Aussprache achten. Musikalisch gesehen ist es minimalistischer (ich sag nicht primitiver!) Offbeatpunk (weil die Bläser, bis auf Ausnahmen) fehlen und auch auf sonstigen Schnickschnack, wie gedoppelter Gesang u.ä. verzichtet wurde. Macht auf jeden Fall Spaß und ist ein Stück Berlin, von dem man in naher Zukunft hoffentlich noch mehr hört.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Schön DIY-mäßig im DVD-Format kommt das neue 9-Song-Album/Demo von KRAUTBOMBER aus Mönchengladbach daher, die aus der Vorgängerband CROWDBOMBER hervorgegangen ist. Auch wenn mir der alte Name besser gefällt, hat man sich wohl dazu entschieden, weil man jetzt komplett deutschsprachig seine Songs vorträgt. Ja und die Mucke? Ziemlich heftiger Hardcorepunk, zu dem mir nicht mal richtig ein Vergleich einfallen will. Kein RAWSIDE oder BAFFDECKS, welche man ja gern bei dieser Art von Mucke zum Vergleich heranzieht. Nein. Nichts davon. Dazu ist das Ganze hier zu eigenständig. Im super Soundgewand kommt das Zeug hier jedenfalls ziemlich fett rüber. Wenn ich das hier höre möchte ich, obwohl eigentlich nicht der Typ dafür, Anlauf nehmen und mit voller Pulle Anlauf mit dem Kopf gegen die Wand rennen. Aufstehen und wieder von vorn. Keine Ahnung, vielleicht beabsichtigen KRAUTBOMBER das mit ihrer Mucke ja sogar. Mit NEIN NEIN NEIN auf jeden Fall das Beste, was es momentan in Mönchengladbach gibt.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Nennt man das Screamo? Oder doch Nu-Metal? Jedenfalls wechseln sich hier Rumgeschreie mit irgendwelchen melodiösen Passagen ab. Egal. Beide „Musik“-Richtungen können mich nicht wirklich begistern. Daher bin ich hier wohl der völlig falsche Ansprechpartner. Mich nervt das nur. Die Texte im Booklet kann man aufgrund der komischen Schrift nicht lesen. Seit 7 Jahren gibt´s die Band. Deher haben sie an ihren Instrumenten vielleicht schon was auf dem Kasten. Aber ich kann das nicht ertragen. Da aber beide o.g. Wellen ihren Höhepunkt längst erreicht haben und ich von dieser Band noch nie etwas gehört habe, bezweifle ich stark, daß sie auch jemals ihren (kommerziellen?) Durchbruch schaffen werden. Kann ja sein & vielleicht doch. Aber meine Tasse Bier isses nich.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

MORGENTOT ist eigentlich eine Band, die hinter meiner „Deutschpunk-Zeit“ liegt. Zu dem Zeitpunkt, als sie auf diversen Samplern auftauchten, verabschiedete ich mich ein bisschen von meiner „SCHLACHTRUFE BRD-Ära“ und betrachtete alles nachfolgende nur noch als belanglosen „Neuzeit-D-Punk“. Einige, heute noch existierende Bands (keine Namen an dieser Stelle) ordne ich zwar immernoch in dieser Kategorie ein. Aber jetzt, wo ich das neue Album höre, muss ich mein Urteil wohl doch etwas revidieren. Ich bin wirklich überrascht. Und zu meinem Erschrecken muss ich auch noch feststellen, daß es die Band auch schon gute zehn Jahre gibt. Wie die Zeit vergeht… Was ich hier höre, ist ein (gut, da müssen wir doch auf „alte Zeiten“ zurückgreifen) textlich wie musikalisch gut gespielter Mix aus RAZZIA und den SKEPTIKERN!!! Die Zeit ist zwar laut Albumtitel Gift, aber wenn bei einer Band eine solch positive Entwicklung stattfindet, bin ich doch nicht wirklich Gegner ebenjener… Wie ich auf der Homepage lese, hat es auch eine ganze Weile gedauert (6 Jahre!), daß man etwas Neues veröffentlichen konnte. Woran lag es? Egal. Aber einmal mehr zeigt dies, daß junge Bands vielleicht doch nicht gleich nach einem halben Jahr Bestehen eine Platte veröffentlichen müssen. Gute Sachen brauchen eben manchmal etwas Zeit. Und MORGENTOT hat sie, so scheint es, nur Gutes getan.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Es war eine Frage der Zeit, daß die HOSEN nach den ÄRZTEN mit einem Unplugged-Album nachziehen würden. Sei mal dahingestellt, wer zuerst die Idee hatte. Schließlich will ich an dieser Stelle nicht noch mal diesen ewigen DÄ/Hosen-Streit hochkochen. Zumal ich denke, daß die beiden Bands das eh schon unter sich ausgemacht haben. Und ich möchte jetzt auch nicht sagen, welches beider Unplugged-Alben nun besser wäre. Da scheiden sich eh die Geister und Geschmäcker… Vielleicht erst die Fakten: Knapp 70 Minuten und 20 Songs erscheinen zwar auf den ersten Blick viel. Wenn man jedoch über 20 Jahre Bandgeschichte der Platte entgegenhält, finde ich schon, daß ein paar „Hits“ oder „Klassiker“ fehlen. Klar ist die Spielzeit einer CD begrenzt und als Band will man schon eher die „neueren“ Sachen spielen. Aber…. Aberaberaberrhabarber. Dafür gibt es 4 neue Songs zu hören. Leider zu 3/4 aus den berühmtberüchtigten Frege/van Dannen - Gespann. Ich mein, ich will nicht schon wieder meckern. Aber allmählich geht mir diese Kollaboration tierisch auf die Eier. „Kein Alkohol ist auch keine Lösung“, „Walkampf“, … Wenn Mr. Van Dannen diese Lieder singt mag das vielleicht ganz lustig klingen. Bei den Hosen auch. Aber das sind alles Lieder, die man ein- bis dreimal hören kann. Spätestens dann wird’s langweilig und teils auch unlustig. Davon ist nichts zeitlos, im Gegensatz zu einigen früheren, aber auch jetzigen Songs („Nur zu Besuch“, „Freunde“…). Fällt Campino denn nichts mehr ein?
Ich hab das Konzert bei MTV verfolgt und es lief mir schon ab und zu ein kalter Schauer über den Rücken. Vor Rührung wohlgemerkt. Doch manchmal auch vor Bestürzung. Die Hosen sind, glaube ich, einfach keine Unplugged-Band. Sie leben von der Power. Ja und manchmal klingt es wirklich etwas schief. Auch wenn das an der Akustik der Halle gelegen haben soll. Aber die haben sie sich nun mal selbst ausgesucht. Und wenn sie selbst nicht so viel Wert auf Perfektion legen, dann sollen sie aber auch damit klar kommen, daß ihre Hörer es tun.
Hmmh, keine Ahnung. Ich will die Platte jetzt auch nicht soo schlecht machen. Das BEATSTEAKS-Cover „Hand in Hand“ halte ich für übrigens auch für sehr gelungen.
Was aber bleibt ist ein gemischtes Gefühl. Ich bin mir um die Dienste der Band für die deutsche Musiklandschaft durchaus bewusst. In welchem Betrachterlicht man das auch immer sehen mag. Vielleicht trifft es das Wort „lieblos“. Auch wenn die CD selbst im schicken Digipack daher kommt. Aber auch wenn der Terminplan der Hosen voll sein mag, hätte man anstatt dessen vielleicht lieber auf den ein oder anderen TV-Promotermin verzichten und sich mehr auf die EIGENE Musik konzentrieren sollen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Feine Rockmusik mit Stoner- und Garageanleihen. Für jeden eigentlich etwas dabei, der auf verzerrte Stromgitarrenmusik steht. Nur ob sich die meist engstirnigen Fans diesen oder jenen Genres mit der Abwechslung klar kommen, weiß ich nicht. So sitzt die Band zwischen den Stühlen und eine eigene Schublade werden sie wohl nicht kreieren können. Potenzial ist aber in jedem Falle da. Vielleicht muss sie sich noch ein wenig mehr selbst finden und dann kann da sicher noch Einiges gehen. Ist alles sehr eingängig und könnte oder sollte fast im Radio laufen. So nachts zwischen 2 und halb 3 auf der Autobahn…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Jahaha. BATMAN schläft nie. Genauso wenig wie ein oder besser gesagt ihre Darsteller ADAM WEST. Jedes Jahr ein Album, jedes Jahr eine Tour… Da müssen sich doch langsam mal Verschleißerscheinungen bemerkbar machen. Aber Fehlanzeige. Weder auf Tour noch auf ihrem neuesten Longplayer sind Einbußen an Qualität oder Quantität erkennbar. Mit ihrem gewohnt rockigen Mix aus POTHEAD, 60´s Rock und 70´er Jahre Metal und ihrer unermüdlichen Arbeit treffen sie geschmacksicher den wunden Punkt der Leute, die mehr von einer Band wollen als alle paar Jahre eine durchschnittliche Platte bzw. Tour. Die Scheibe rockt von vorn bis hinten, daß es eine wahre Freude ist. Warum tun sich denn andere Bands so schwer damit, so etwas abzuliefern. Es ist doch alles so einfach. Wie bei Batman eben…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Auch die BRIEFS sind eine Band, wo ich mich frage, wie sie es bei der ständigen Livepräsenz schaffen, jedes Jahr solch qualitativ hochwertige Platten zu veröffentlichen. Klar, zu den BRIEFS brauch ich nichts mehr zu sagen. Flotter 77´er-Punk, wie es die vermeintlichen Originale nicht besser hinbekommen hätten können. Die BRIEFS sind auch keine Band, die jedes Jahr die gleiche Platte noch mal neu aufnehmen. Nein, Abwechslung ist immer vorhanden und im Gegensatz zur letzten Platte, der „Sex Objects“ finde ich diese Scheibe mal ETWAS ruhiger. Aber ruhiger heißt nicht gleich schlechter… Bisher gab es einfach noch kein schlechtes Album von ihnen. Und Leute, die die Band mal gesehen haben, können mir das sicher auch bestätigen, daß das auch auf der Bühne umsetzen können. Aber bevor ich mich jetzt in den Lobeshymnen verliere, mache ich lieber mal Schluß. Wer auf den Sound der SHOCKS steht - nur mit englischen Lyrics eben - der ist hier bestens bedient. Achso, leider fehlen letztere im Booklet. Schade. Aber was soll´s. Alle Regler nach rechts und los…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das dritte Album der Melodic- (ich sage mit Absicht nicht Pop!) -Punkband aus Chicago. Bisher sagte mir die Band nichts. Aber ich bin überrascht, denn was ich hier höre klingt wirklich gut. Härte und Melodie sehr gut kombiniert und ich komme zum Schluss, daß dies in meinen Augen wohl die Beste Veröffentlichung des noch jungen Drive Thru Labels ist, welche mir bis jetzt unter den CD-Laser gekommen ist. Sonst bin ich von dort nur mehr oder weniger interessantem EmoRockPunk begegnet. Aber langsam scheinen sie doch einen treffsicheren Geschmack zu entwickeln. Ist zwar vielleicht schon etwas für die 16-25 jährigen Teen- und Twenpunks. Falls dies aber für einige Leute der Einstieg in die Szene sein sollte, beweisen sie auf jeden Fall schon mal Geschmack und besitzen Potential, andere coole Bands zu entdecken. Macht Spaß.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Dicke Eier Rock aus Deutschland! Was auf den ersten Blick vielleicht eher peinlich klingt, ist bei BOOZED aber ausnahmsweise mal positiv zu verstehen. Meine Fresse. Die Jungs sind noch gar nicht so alt und veröffentlichen mit Tight Pants ihr zweites Album auf einem Label, welches mit TURBONEGRO, PETER PAN SPEEDROCK… richtige Granaten zu bieten hat. Und geht dabei, wohlgemerkt nicht unter!!! Allein die Gestaltung der CD im richtig edlen „Recycling-Art-Digipack“ ist was für´s Auge. Und dann da eben noch die Mucke… Schwerer Rock´n´Roll mit einem Sound, wofür manche, zugegebenermaßen mittelmäßige Bands, Jahre brauchen, wenn sie ihn denn überhaupt hinkriegen.. Klar Einflüsse gibt es hier und da und die könnte man au problemlos als Vergleich heranziehen. Das überlasse ich aber mal Euch. Denn es ist wichtig solche jungen Bands zu unterstützen. Also rein in den Laden und die Platte gekauft. Und auch wenn sie in mancher Leute Augen wenig innovativ klingen, ist altbewährtes ja doch manchmal gut. Und ich bin mir sicher, daß auch der (inter)nationale Erfolg nicht lange auf sich warten lässt. ROCK AND ROLL!!!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Neben MAD SIN wohl die bekannteste, am längsten existierenden und erfolgreichste Kapelle dieses Genres. Zwar macht diese Platte ziemlichen Spaß (besonders aufgrund der Texte) aber doch ziehe ich, wenn ich etwas Psycho hören möchte, die Berliner oder andere neue aufstrebenden Kapellen vor. Woran das genau liegen könnte, kann ich Euch aber leider nicht sagen. Abwechslung bieten sie schon. Eine Mundharmonika zu verwenden ist beim Psychobilly sicher nichts, was man alle Tage findet. Der Sound ist auch gut gemixt, der Slapbass dringt tief bis in die Knochen, aber irgendwas fehlt. Vielleicht die Power, die Energie rüberzubringen. Nach all den Jahren sicher nicht einfach bestimmt. Aber wenn es stimmt, daß se sich nach dieser Platte und der kommenden Tour („mal wieder“) auflösen werden, kann man das vielleicht sogar ein bisschen verstehen. Trotzdem hätte ich mir, wenn dem so sein sollte, ein heftigeres Abschiedalbum gewünscht. Eines wo sie noch mal richtig Gas geben. So bleibt „nur“ eine weitere gute Platte der Band.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Das Front- und Backcover lassen erst Gutes erahnen. Eine tobende Menge, Gitarren. Sieht nach Power aus. Das Label vergleicht die Band gern mit SUM 41 und NICKELBACK. Während mir letztere scheißegal sind, reichen sie aber an die Power, Klasse und Qualität ersterer nicht ein einziges Stück weit ran. Eher an EmoHeulsusenBands wie…ach, keine Ahnung… Gibt´s eh schon zu viele davon. Das erste Stück geht noch so halbwegs. Es setzt so ein bisschen Rockstartum. So Hey, hey, hey, hey, hey… Aber auch das kann nicht vollends überzeugen. Ich dachte Drive Thru hätten jetzt ihre klare Linie in Sachen Labelbands gefunden. Aber noch schwankt mir das zu sehr zwischen ziemlich gut und ganz böse. Braucht man nicht unbedingt.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Eine junge, aufstrebende SxE Band aus Boston. Hardcore neuerer Schule wie er sein soll…. Mir leider aber überhaupt nicht gefällt. Sorry, da bin ich wohl nicht der richtige Ansprechpartner. Das läuft überhaupt nicht bei mir rein. Kommt nicht ganz an gute alte CRO MAGS ran, ist aber in etwa in derselben Richtung anzusiedeln. Hört mal selber rein. Alles andere, was jetzt von mir kommen würde, wäre unfair und wird der Band nicht gerecht. Vielleicht sind sie ja richtig gut. Ich kann das aber nicht einschätzen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Flotter Melodicpunk aus Deutschland. Ich kann mich noch grob an das Vorgängeralbum der Band erinnern. Und in meinen Ohren haben sie einen Riesenschritt nach vorn gemacht. Sowohl in musikalischer als auch textlicher Sicht. Sie werden mich zwar wohl nie so richtig aus den Socken hauen aber immerhin rocken sie kräftig durch und geben 110%. Das merkt man ihnen an und davor zieh ich meine Wintermütze… Punk ist zwar was Anderes. Aber immerhin kann man damit noch ein paar 16jährige GymnasiastInnen und CollegestudentInnen beeindrucken. Wie damals schon ihre (wahrscheinlichen) Helden OFFSPRING, SUM 41 und Co. Und das ist doch auch schon mal was.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Erstes Demo der erst seit ein paar Monaten bestehenden Combo aus Mertingen. Die Mitglieder - alle um die 20 Jahre alt - haben laut Info schon in lokal erfolgreichen Bands gespielt. Sind also keine blutigen Anfänger mehr. Zumindest an den Instrumenten. Obwohl das natürlich auch noch ausbaufähig ist. Ob der Sänger da aber auch zugehört? Kann ich mir nicht vorstellen. Grausam! Wirklich! 2mal englisch, einmal deutsch und beides nicht aus der Feder eines begnadeten Germanistikstudenten. Auch von der Stimme her kommt da nichts, was mich jetzt wirklich umhaut. Klar, man kann sagen - is ja Punkrock (oder RadioactiveRock wie man sich selbst beschreibt). Aber das geht definitiv besser. Vielleicht hätte man sich doch erstmal Zeit nehmen sollen und an allem etwas feilen sollen. So geht das im eh schon überfüllten Musikmarkt schnell unter. Und vielleicht reißen sie einen live ja ordentlich mit. Aber hier auf dem Demo holen sie mich nicht mal hinter der Fernheizung in diesen kalten Dezembertagen her.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Gerade noch die MiniLP vom KnockOut auf de Plattenteller gehabt kommt hier nun schon das ganze Album des Trios aus Erlangen… Ja, was soll ich sagen? Wer die Jungs noch nicht kennt, sollte mal in das Interview auf diesen Seiten nachlesen. Da erfahrt Ihr alles über Einflüsse, Vorgängerbands der Mitglieder und so weiter. Ich habe jedenfalls sehnlichst auf die Platte gewartet und bin nicht enttäuscht. Außer vielleicht, daß sie erst jetzt in meinem Briefkasten landete. Ist schon eine Weile draussen das Teil. Aber wenn Ihr sie bis jetzt auch noch nicht hattet, dann besorgt sie Euch so schnell wie möglich, lasst sie Euch vom Nikolaus schenken oder was weiß ich. Pflichtstoff!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Es traf mich schon hart, als ich vor ein paar Wochen die Nachricht las, daß sich TSUNAMI BOMB so einfach mirnichtsdirnichts aufgelöst haben. Erst Ihr letztes Album „The Definitve Act“ hat mich so dermaßen begeistert, daß ich sagen würde, daß ich Fan geworden bin und nun sind sie nicht mehr da? Schade. Wirklich schade. Leider konnte ich auch nie Konzert des Quartetts besuchen, so dass mich diese DVD hier wenigstens ein bisschen entschädigt. Mit vielen Extras gespickt gibt es hier eines ihrer letzten Konzerte zu sehen und ich werde tatsächlich n bisschen wehmütig. Alles klasse produziert und sogar einen Videoclip des letzten großen Hits „Dawn on a funeral day“ gibt es zu sehen und lässt mich noch mal einen letzten Blick auf die wunderschöne Emily werfen. Noch so ein Teil für den Weihnachtsbaum. Zugreifen!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | DVD

Eher langweiliger Alternativepoprock… Schön mit Klavier und langsamen Stücken. Kann mich nicht wirklich überzeugen. Ist eher was für Studenten der Geographie & Co. Interessant, so richtig der Bringer ist es aber eben nicht. Im Großen und Ganzen zu weinerlich für mich und fast jedes Stk hört sich gleich an. Nein, danke.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Schöner, melodischer, deutschsprachiger Punkrock. Vielleicht auch Deutschpunk! Obwohl das für viele immernoch ein Schimpfwort ist. SONNE OST dürfte das aber so ziemlich egal sein. Denn auf dem 16-Song starken neuen Album verstehen sie es durch Texte und Musik jedem einen Sinkefinger ins Gesicht zu halten, der ihnen blöd kommt. Gegenüber der Split-CD mit den FUCKIN´ FACES (die mit der SONNE OST mittlerweile fast jedes Konzert bestreiten) finde ich, haben sie einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Auch von der Soundqualität. Und so macht das Hören der Sonne nun noch mehr Spaß. Aber auch wenn das jetzt alles sehr gut klingt, kommen sie in Sachen Tiefgründigkeit und Tiefe überhaupt (noch) lange nicht an ihre Mentoren aus dem Werratal heran. Gerade Songs wie „Gisela“ (haben die ÄRZTE mit „Omaboy“ schon besser hinbekommen) und „Kampftrinken“ finde ich eher peinlich. Sie spielen eher in einer Liga wie ZAUNPFAHL, FAHNENFLUCHT, DER DICKE POLIZIST und Co. Wer mit diesen (Neu)deutschen Punkbands was anfangen kann, kann hier bedenkenlos zugreifen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Uiuiui. Deftiges Gebolze. Ich kenn mich ja in diesen Musiksparten überhaupt nicht aus. Nach meiner Definition ist das aber kein Hardcore mehr und geht eher in die Metalrichtung. Welcher Unterart auch immer. Straight Edge sind sie natürlich auch und blablabla. Interessiert mich nicht die Bohne.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Ich kann mich noch erinnern, wie ich mit 4 oder 5 Jahren im Auto meiner Eltern saß und ich mich auf den ersten Tönen in das Stück “The tide is high” verliebte, welches laut durch unseren noch lauteren Trabbi dröhnte. Erst Jahre später bekam ich natürlich raus, daß dieses Stück von BLONDIE stammte. Und auch wenn dieser Titel auf dieser Compilation nicht vorhanden ist (so bleibt es mir wenigstens in guter Erinnerung), haben SHARK SOUP, SILENT MEOW, GENEPOOL, ROTTEN APPLES, THREE FLANDERS, THE POPZILLAS, STIFF – O – Matic – FNGERDOGS, SKEPTIC ELEPTIC, WET YOUR WHISTLE, CUT MY SKIN, THE PEERS, THE GUV`NORS, VIRAGE DANGEREUX, BLONDIED, K – MOB und RAGAZZA doch großen Anteil daran gehabt, daß ich mir dieser Tage mal wieder das ein oder andere Stück aus den „alten Tagen“ zu Gemüte führte. Einfach nur mal, um zu hören, wie die denn im Vergleich zu diesen hier neu aufgenommenen Stücken klingen. Oder eben umgekehrt. Und sie haben es, Band für Band, hinbekommen, daß der Ruf von BLONDIE nicht verschandelt worden ist, sondern in Ehren gehalten wurde. Außer die FLANDERS mit ihrer „Maria“-Version vielleicht, die teilweise mehr als schief klingt. Klar, man muss sich teilweise erstmal dran gewöhnen. Aber insgesamt klingt das SCHÖNE immer wieder durch. Insgesamt gefallen mir die Bands mit Frauengesang natürlich besser, weil das eher an das Original kommt. Aber auch die anderen Bands lassen sich gut durchhören. Knapp eine Stunde lang kommen BLONDIE-Fans voll auf ihre Kosten Aber auch die, die vielleicht nur mal das ein oder andere Lied toll fanden, können hier mal reinhören. Vielleicht entdecken sie ja doch noch ein Stück 70´er in sich… ;-)

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Neue, junge D-Punkband aus Finsterwalde! Sollte man meinen, daß sich das vielleicht ziemlich gräulich anhört. Dem ist aber gar nicht so. Im Proberaum an nur einem Tag aufgenommen, gibt es gleich 28 (!) Stücke zu hören, die das Herz eines jeden D-Punk-Fans höher schlagen lassen. Darunter auch zweieinhalb Coverversionen („Greif ein“ / DRITTE WAHL und „Exhibitionist“ / NoRMAHL und auch das Intro kommt mir irgendwie bekannt vor… ;-) ) Wieviel man noch zu sagen hat, wenn man sich gerade gegründet hat. Finde mal einen solchen Enthusiasmus und Output bei den etablierten Bands… Sicherlich leidet die Qualität manchmal ein wenig unter der Quantität. Aber hey, das ist Punk und schließlich kommt es ja auf den Inhalt an! Alles schön in DIY-Manier selbst zusammengefrickelt und gut ist. Wer an dieser CD-R Interesse hat, sollte sich nicht scheuen, bei u.a. Label das Teil mal zu ordern. Ist auch gar nicht teuer. Außerdem gibt es bereits ein Livetape der Band („Live 2004/2005“), welches man dort ebenfalls bestellen kann. DIY or die…

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Hey, da hatten sie es auf der „X-Mess-Tour“ zusammen mit EL*KE und MONTREAL gestern Abend in Berlin doch schon dabei… Das neue Album der BOMBSHELL ROCKS. Eigentlich war es doch erst für Februar 2006 angekündigt. Coole Sache. Aber das manche Sachen nicht mehr so geordnet wie beim „Punkrockmajor“ Burning Heart laufen, dürften die Fans mittlerweile eh mitbekommen haben. Von der letzten EP habe ich zum Beispiel überhaupt nichts mitbekommen und auch die Tour, bei der sie eben gestern hier in Berlin gastierten war jetzt nicht sooo super promotet worden. Dementsprechend verirrten sich gerade mal geschätzte gute 100 Leute ins Kato. Aber das ist ja jetzt kein Livereview, sondern eine Plattenbesprechung. Einigen dürfte es vielleicht schwer fallen, sich an den neuen Gesang zu gewöhnen. Nachdem nämlich der ex-Sänger Marten die Band 2003 verließ, um sich voll und ganz seinem Tattooshop zu widmen, hat nun Gitarrist Crippe den Gesang übernommen. Das nimmt der Band, die nun auch schon 10 Jahre existiert, aber in keinem Fall die Power, die man von ihnen gewohnt ist. Im Gegenteil, sie scheinen so viel Spaß wie nie zuvor zu haben. Das merkte man ihnen auch gestern bei der Show an… 13 Songs sind es nun geworden. Alle schön melodisch und voller Power. Wie gesagt, einigen Leuten fällt es vielleicht ein wenig schwer, sich an den neuen Gesang zu gewöhnen. Aber wer Neueinsteiger ist und die Band für sich entdecken will, sollte auf keinen Fall zögern und sich das Teil zulegen. Ich bin mir aber auch sicher, daß die alten Fans ebenfalls Gefallen an der Platte finden werden. Und wenn die restlichen Daten der Tour noch in Eurer Nähe stattfinden, solltet Ihr auch mal vorbei schauen. Es lohnt sich!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Zum neuen NOISY NEIGHBOURS - Zine gibt es natürlich auch wieder einen neuen CD-Sampler. Randvoll mit 18 Songs gibt es für den geneigten Hörer also wieder viel zu entdecken. Wie schon einmal hier erwähnt, bin ich davon ja nicht so ein großer Fan. Dafür sind die Genres auf diesem Silberling zu verschieden. Gefallen tut mir natürlich der Opener CASHLESS und einige andere Sachen. Letztendlich ist aber auch genauso viel Schrott dabei. Ist eben so ein Cheapo-Sampler… Daher kann man eigentlich also doch nicht viel falsch machen. Es geht ja nur darum, auf die eine oder andere Band mal aufmerksam zu machen. Und diese Aufgabe erfüllt der Sampler ganz gut. Wenn er bei Euch in der Gegen umsonst rumliegt, nehmt ihn ruhig mal mit. Massig Geld würde ich dafür aber nicht ausgeben.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | ANDERE

Eins vorneweg: Lasst Euch bitte nicht von diesem komischen Cover und Bandnamen abschrecken. Das ging mir nämlich erst so. Doch schon beim ersten Song zerstreuen sich alle Zweifel. Das hier ist nämlich großartiger deutscher Punkrock mit Dub-, Reggae- und Hamburger Schule-Einflüssen. Wobei letzteres auf keinen Fall nicht negativ zu verstehen ist. Schaut man sich die Vorgängerbands der einzelnen Mitglieder an, erkennt man auch, daß dahinter absolut fitte Leute stecken. Am ehesten wäre hier vielleicht 1. MAI ´87 zu erwähnen, die ja gerade in ihren letzten Tagen schon auf diese Richtung hier abzielte und die großartige „BolleBumBasta“-7“ veröffentlichte. Aber auch die anderen Mitglieder bringen etwas von ihren Bands mit, die ich hier aber nicht alle nennen möchte, da ich mal denke, daß die Band schon auf ihre Eigenständigkeit wert legt. Hier paaren sich hochintelligente Texte mit absolut tanzbarem Sound. Vergleichbare Bands aus der heutigen Zeit wären vielleicht noch TREND und wer auf diese Art Musik steht muss hier unbedingt zugreifen. Ich bin echt begeistert. Platte des Monats Dezember, würde ich sagen, wenn es eine solche Wertung bei uns geben würde.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Pünktlich zum 10jährigen Bestehen der Punkrockkapelle aus Berlin kommt dem geneigten Hörer das neue, vierte, Album auf den Gabentisch. Keine Ahnung warum, aber ich habe sie eigentlich immer in die SKEPTIKER-Ecke gesteckt. Während ich letztere bis zum Erbrechen gehört habe, gingen die KOLPORTEURE aber immer irgendwie an mir vorbei. Dass ich diese CD nun öfters rauskrame, glaub ich zwar nicht, aber dennoch klingt es schon ganz amtlich, was die 4 Herren da fabrizieren. Zumal es tatsächlich ein wenig in die Richtung von Eugen Ballanskat und seinen Mannen geht. Texte mit Tiefgang und mittelmäßig schneller bis schneller Punkrock. Alles eben sehr persönlich. Ob sich das durchsetzen wird, weiß ich nicht. Dazu sitzen sie wahrscheinlich zu sehr zwischen den Stühlen. Das ist weder was für den Durchschnitts-D-Punk noch was für den Studenten-WIZO-Fan. Einige Songs rocken richtig gut aber auf die Dauer ist mir das ein wenig zu eintönig. Hört lieber mal vorher irgendwo rein, bevor Ihr Euch die Platte zulegt. Ist eben Geschmackssache.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Ja, bei uns ist der Kunde König! Nachdem der Max (wer immer das sein mag) schon ordentlich bei uns im Gästebuch Werbung gemacht hat, wollen wir nicht hinten anstehen und gleich mal was über die Platte schreiben. Dann hört das Nerven vielleicht endlich auf. Vor einem halben Jahr hörte ich das erste Mal von dieser jungen Band aus Wermelskirchen und war doch recht beeindruckt. Deutsche Texte, drückende Musik. Nicht von schlechten Eltern. Erstere sind zwar immernoch nicht der Weisheit letzter Schluß. Aber sie sind wohl eher auch eine Art Seelentherapie für die Band selbst und zudem haben die Jungs einfach ihren Spaß. Und darauf kommt es ja schließlich auch an. Musikalisch sind sie aber in jedem Fall sehr fit. Und ich bin ein weiteres Mal beeindruckt. Denn „Bis einer weint“ ist ihr 4. Album in 3 Jahren. Meine Herren, alle Achtung…. Ab und zu gibt es auch mal Bläsereinsätze zu hören, was das Ganze ein wenig auflockert und mich auch bei dieser Platte ein wenig an frühe WOHLSTANDSKINDER erinnert. Deren Klasse, in jeder Hinsicht, werden sie auf absehbare Zeit allerdings trotzdem nicht erreichen. Da sich die Kölner Provinzrocker aber nun aufgelöst haben, könnte sich aus deren Fankreis unter Umständen vielleicht ein neuer für NJS entwickeln. Mal schauen. Auf jeden Fall ist eine Steigerung zur letzten Platte erkennbar. Daher würde ich einfach mal sagen: Weiter beobachten!
Danke Max, für die 2,50 Euro!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Und noch mal, zum Ende des Jahres, eine Wiederveröffentlichung DER Hardcoreband Kanadas. Diesmal ist es die „War on 45“ EP, die ursprünglich 1982 auf Sudden Death (Joey Shitheads eigenes Label) und JELLO BIAFRAS Label „Alternative Tentacles“ erschien und auf diesem ReRelease um weitere, sage und schreibe, 10 Tracks angereichert wurde. Diese stammen von diversen EP´s und Singles und desweiteren gibt es den bisher gänzlich unveröffentlichten Track „Fortunate Son“ zu hören. Ich bin gerade erst dabei, mich mit D.O.A. näher zu beschäftigen, daher kann ich nicht sagen, wie essentiell oder wichtig diese Veröffentlichung für die Bandgeschichte war. Auf jeden Fall besticht auch sie wieder mit unvergleichlich politischen Kampfansagen und kräftigem Sound. Klasse ist natürlich das Stück „War in the east“, welches, da bin ich mir ziemlich sicher, durch seine Reggae/Dub Instrumentalisierung schon damals für verstörte Gesichter und grenzensprengende Diskussionen gesorgt haben dürfte. Auf jeden Fall ein Klassiker und der Backcoveraufdruck: „Talk – Action = 0“ spricht so sehr für sich, daß jeder, der mit diesem Spruch was anfangen kann sich sicher auch mit dieser Platte identifizieren kann. Geiles Teil!

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

Was soll man zu einer Band schreiben, die seit 27 auf der Bühne steht? Da ist der Punkt zwischen Gut und Böse (peinlich) nicht leicht zu finden. Ja eher eher tendiert es fast immer zum Letzteren. Ich mein, welchen Teens und Twens (daraus besteht nun mal zweifelsohne das Groß des Publikum) interessieren schon die Probleme und Ansichten eines 40 oder 50jährigen? Da kriegt man ja das Gefühl, es schlägt die Rebellion gegen die eigenen Eltern fehl. Und selbst die Sentimentalitäten und Lovesongs werden von o.g. Zielgruppe nicht unbedingt verstanden. Es ist schön für NORMAHL und ihre Fans, daß sie sich darum aber nicht scheren. Sie haben immernoch ihren Spaß und ich bin mir fast sicher, daß noch ein weiteres Album der Stuttgarter veröffentlicht wird und wenn es auch nur ein zweites Best-Of Album ist…
Es kursierte ja mal eine Zeit lang der Stageride (Touranforderung) der Band durchs Internet und sorgte für viel Belustigung. Dass sie sich zu dieser Zeit noch das Attribut PUNK auf die Fahnen schrieben wirkte zu diesem Zeitpunkt mehr als unglaubwürdig. Ich weiß nicht, inwieweit sich das geändert hat und außerdem geht es ja hier um die neue Platte, da wollen wir das mal ganz leger unter den Tisch fallen lassen.
Also, während mir ihr letztes reguläres Album „IN RI 21“ nicht unbedingt zusagte geht es mit dieser neuen Platte schon. Die Songs sind kräftig und und wirken bis auf 2-3 Ausnahmen gar nicht mal so peinlich, wie ich mir das erst vorstellte. Sorry, aber wer braucht einen „Ding-Dong-Punkrock-Song“??? Und auch die Ballade „Sonne im Dezember“, zu dem es sogar eine Single mit mehr oder weniger unterhaltsamen Video gibt, reicht lange nicht an frühe Klassiker wie „Blumen im Müll“ und Co. heran. Der Die-Hard-NORMAHL-Fan und einige junge D-Punks werden sicher nicht enttäuscht werden. Es ist halt o.k. Wenn ich aber mal wieder Lust auf sie verspüre, werde ich mir sicher aber eher eine der älteren Platten rauskramen.

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mieschka | Fr., 11. Nov 2005 | PUNK

3 CD´s in 10 Jahren? Schnell ist was anderes… Hehe. Trotzdem hat sich der Name der Kapelle aus der Oberpfalz schon mal in meine dreckigen, ungewaschenen Ohren verirrt. Aber leider nur der Name. Was Hörbares habe ich von ihnen noch nie unter die Lau