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Die drei Herren aus Merkers (Thüringen) beglücken uns auf ihrem dritten Album (Side by Side) mit "Fun-/Skatepunk mit Ska-Einflüssen". Nicht ohne Grund blitzt ein klassisches Millencolin-Shirt auf dem Bandfoto auf. Da sind sie bei mir ja schonmal an der richtigen Adresse ;-)

Ihre aktuelle Scheibe hält dann auch, was sie verspricht. Flotte und gut produzierte 16 Songs bekommt der Hörer auf die Ohren. Das macht Spass und erinnert mich an die "guten alten Burning-Heart-Records-Zeiten", wo man noch die Label-Compilations kaufen und immer was Spannendes für sich entdecken konnte. Die über 60 Live-Shows mit bekannten Namen aus der Ecke scheinen genug Erfahrungen gebracht zu haben, um ein überzeugendes Album abzuliefern. Da würde ich ja glatt mal wieder meinen Hintern in ein gepflegtes Konzerthaus schieben, aber bitte in passender Reichweite ;-)

Mir gefällt die Platte und ich kann nur empfehlen, mal selbst reinzuhören. Dafür bietet die folgende Adresse den einfachsten Weg:
http://bigeden.bandcamp.com/

matthias | Mi., 09. Mai 2012 | PUNK

Hatte vorher von der Band noch nichts gehört und bin einigermaßen überrascht. Schöner PowerPopPunk aus Dresden, der gern mal über die Grenzen der Genres hinausgeht. Der kräftige weibliche Gesang besitzt ein außerordentliches Spektrum und gibt der Band neben dem sparsam eingesetzten Keyboard eine ganz eigene Note, die mir ebenfalls völlig neu ist. Nach zwei zuvor in Eigenregie veröffentlichten Demo-CDR´s und einer Split 7“ mit DÝSE ist das nun der erste eigene Longplayer der Band und er weiß wirklich zu überzeugen. Das scheinen auch andere Leute so zu sehen und die eingangs erwähnten übersprungenen Grenzen gelten auch für ihre Konzerte. Denn sogar schon in Tschechien konnten sie ihre Qualitäten beweisen. Ich bin mal gespannt, was da in Zukunft noch kommt. Und wenn sich die Chance bietet, werde ich mir das auch mal live anschauen.

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mieschka | Mi., 29. Feb 2012 | PUNK

Gut produzierter PopPunkRock, der nicht selten an die BEATSTEAKS erinnert. Nur nicht so roh. Und nicht ganz so gut. Melodisch und rockig ist das Ganze ja. Aber auch irgendwo ein wenig austauschbar. Keine Ahnung woran es liegt, aber irgendwie will der Funke nicht so recht überspringen, obwohl die Jungs zweifelsohne was drauf haben. Die ersten 2, 3 Lieder gehen ja noch, aber nach hinten hin bin ich einfach nur noch gelangweilt. Schade eigentlich…

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mieschka | Mi., 29. Feb 2012 | PUNK

Tja, hier ist der Name Programm. Gepflegten Punk-Rock´n´Roll gibt es hier auf die Ohren. Wenn man mal das „gewöhnungsbedürftige“ Cover außer Betracht lässt, kann man sich die 9 auf der CD befindlichen Tracks gut anhören. Im 21. Jahr des Bandbestehens geben die Jungs immer noch Vollgas und nur einmal müssen sie sich eine Dame als Unterstützung an den Gesang holen. Was zur Auflockerung aber ganz gut tut. Ansonsten scheinen die Braunschweiger immer noch Spaß an ihrer Sache zu haben. Sonst würden sie das Mammutprogramm der eigenen CD-Herstellung inkl. Promo, etc. nicht auf sich nehmen. Von daher kann ich nur sagen – auf die nächsten 20…

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mieschka | Mi., 29. Feb 2012 | PUNK

Die CD kam schon Ende des letzten Jahres bei mir reingeflattert. Und im Radio hatten wir sie ja schon vorgestellt, aber was Schriftliches bin ich Euch noch schuldig geblieben. Das möchte ich hiermit nun nachholen. Also, von der im Jahre 2009 in Mainz gegründeten Band gibt es 9 Tracks zu hören, die man irgendwo zwischen Punkrock und Hardcore einordnen kann. So´ne Mischung aus KOTZREIZ und CIRCLE JERKS. Klingt komisch, is aber so. Mal wird Deutsch, mal Englisch gesungen, mal ist es schneller – selten langsamer. Und live sind die bestimmt der Hammer, wenn sie es so umsetzen können, wie hier auf Platte. Testet das mal an!!!

mieschka | Mi., 29. Feb 2012 | PUNK

Uiuiui. Muss ich das besprechen? Fussballsongs sind ja immer so eine Sache. Und wenn dann auch noch der 1. FC Köln gehuldigt wird…. Naja, 2 Songs gibt es zu hören. Der erstere schön mitgröhltauglich – sonst wäre das Thema ja wohl auch verfehlt – und der zweite kurz und schmerzlos gehalten und auf den Punkt gebracht. Apropos Punkte – nächste Woche geht´s für die blau-weißen ja nach Köln. Und solange wir da die Punkte mitnehmen können, geht auch diese Download-Single in Ordnung und darf von meiner Seite aus runtergeladen werden, denn physisch gibt´s das Teil (noch) nicht.

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mieschka | Mi., 29. Feb 2012 | PUNK

Mmmmh, ich bin ja so gar kein Freund von reinen Online-Veröffentlichungen. Aber das ist wohl der Lauf der Zeit. In Zeiten von sinkenden Plattenverkaufszahlen, hervorgerufen durch was auch immer wird das wohl in Zukunft sicher des Öfteren vorkommen. Gerade letztens habe ich mich noch mit ein paar Plattendealern und Labelchefs unterhalten und selbst die gaben mir zu verstehen, dass Platten verkaufen wirklich keinen Spaß mehr machen würde. Als Band musst Du Merchandising verkaufen, sagen sie…. Aha…. Alles klar. Nichts drauf haben, aber coole Shirts machen… Dann läuft´s schon… Schade eigentlich. Naja.
Ich hab mich wirklich schwer getan. Aber wenn meine Lieblinge von den LOST LYRICS kommen und dann noch so eine schöne EP abliefern, dann macht es wenigstens ein bisschen Spaß.
Ich dachte schon, dass sie mit dem Titel der EP einen kleinen Exkurs in die Anfangstage der Band machen und wieder rein Englisch singen. Aber dem ist nicht so – Gott sei dank…;-) Nee, 4 deutschsprachige Punkrockknaller gibt es auf die Ohren, die eigentlich viel zu schnell vorbei sind. Keine platten Texte – wie immer, ordentlicher Punkrock und sogar einige seltene Chöre höre ich raus. Einfach toll. Da kann ich – auch wenn es mir schwer fällt, sowas zu sagen – eine ganz klare Downloadempfehlung geben. Vielleicht trägt das ja dazu bei, dass die Platte dann doch noch in physischer Form erscheint. Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen: Lieber Holger, liebe Kati und lieber Steffen – Ich warte auf eine neue ganze Platte!!! Und diesmal bitte auch zum Anfassen!

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mieschka | Di., 28. Feb 2012 | PUNK

Gut produzierter Punkrock aus Wien, den man, wenn man denn Schubladen aufmachen will, gut in die Richtung D-SAILORS und melodischen Poppunk „von überm großen Teich“ schieben könnte. Und das kommt auch nicht von ungefähr. So zeichnet sich nämlich für die Aufnahme Tom Zwanziger verantwortlich, der auch schon mit RED LIGHTS FLASH und ANTI-FLAG gearbeitet hat. Wenn man bedenkt, dass es erst der zweite Longplayer der Band ist, haben sie schon eine Menge auf dem Kasten, was wiederum auch durch Auftritte im Vorprogramm von BAD RELIGION oder STRIKE ANYWHERE honoriert wurde.
Herausgekommen sind jedenfalls 12 Tracks, die innerhalb von knapp 33 Minuten runtergerockt werden – ganz positiv gemeint natürlich. Kann man durchaus mal antesten. Erscheint auch dieser Tage auf Vinyl!!!

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mieschka | Di., 28. Feb 2012 | PUNK

Nach 4 Jahren Pause gibt´s mit “Fuck the consent” ein neues Album der Nürnberger. RJ sind ja eigentlich schon eine Institution in Sachen Punkrock, deshalb brauch man auch nicht mehr so viel zu ihnen zu sagen. Außer vielleicht das ich finde, daß sie sich noch mal ein Stückchen gesteigert haben. Hat mir bei den vergangenen Alben immer noch so der letzte Funke gefehlt, überzeugen sie mich mit der neuen Platte nun vollends. Schön gespielter, melodischer Streetpunk, der jetzt immer öfter an OXYMORON & Co. erinnert.
14 Songs, wie immer mit durchdachten Texten voll auf die 12, gibt es in schöner Papphülle und Sticker. Vinyl gibt es natürlich auch, und zwar in grün - allerdings limitiert auf 500 Stück.

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mieschka | Mi., 18. Jan 2012 | PUNK

6-Track-Mini-CD der Band aus Luxemburg. Ist eigentlich schon im Juni letzten Jahres erschienen, traf aber erst die letzten Tage mit der Post ein. Ein netter Brief mit TOT4 – Kalender für 2012. Danke! Schön, dass sich die Leute doch manchmal etwas Mühe machen, statt nur nen Downloadcode für irgendwas per Mail zu schicken. Ich wollte gerade schreiben – der Grund dafür, dass die Platte jetzt auch nach Deutschland geschickt wurde ist, dass die junge Band jetzt auch international durchstarten möchte… Aber da ja Luxemburg nicht soooo riesig ist, wäre eine nationale „Karriere“ wohl auch etwas eintönig.
Aber zur Platte: Die ist nett aufgemacht im Digipack und es gibt 6 Songs zu hören, die mal schneller, mal langsamer sind und sich insgesamt eher am poppigen Amipunk orientieren. Dazu gibt´s n Aufkleber und ja, es hat tatsächlich was. Zumindest, sollten Konzerte im Saarland, Baden Württemberg und etwas weiter hinaus möglich sein. Da geht in den kommenden Jahren sicher noch was. Aber Lokalmatadore sind die 4 Jungs sicher bereits heute.

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mieschka | Di., 17. Jan 2012 | PUNK

2. Album des Trios aus Leipzig um Frontfrau Susi. Vor ein paar Jahren habe ich sie mal in einem kleinen Münchener Schuppen gesehen. Und genau das ist es, was sie machen: Proben, Platte aufnehmen und losrocken. Und zwar überall dort, wo es geht. Über 120 Konzerte haben sie in den vergangenen 4 Jahren seit ihrer Bandgründung gespielt und nebenher noch 2 ½ Platten veröffentlicht. Ihr Erstlingswerk war eine Splitplatte, auf der ihr allererster Gig aufgenommen wurde… Beachtlich. Anschließend gab es die Debüt-CD auf Wanda Records und hier kommt nun das Neueste. Gegenüber dem letzten Album machen sie einen Riesenschritt nach vorne und es macht zu jeder Sekunde Spaß, ihnen zuzuhören. Eingängig, melodisch, manchmal gar mit Klavier /Keyboard im Hintergrund und viele Chöre….
Die „Verstärkung“ mit El Fish von den LOKALMATADOREN beim Titelsong ist ganz nett und eher was für´s Poesiealbum der beiden. Insgesamt ist es aber einer dufte Platte und fetzt von vorn bis hinten.

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mieschka | Di., 17. Jan 2012 | PUNK

Eine neue BAMBIX-Platte. Jawollja. Auch schon wieder 4 Jahre her, seitdem das letzte Album erschienen ist. Der Split-CD mit JOHNNIE ROOK aus Berlin hat ja schon mal einen guten Vorgeschmack auf das Album abgeliefert. Aber was bei diesen 12 Songs zu hören ist, ist einfach nur der Hammer. Kein einziger Ausfall! Ehrlich. Von den letzten beiden Alben war ich nicht ganz so überzeugt gewesen. Muss ich ehrlicherweise ja mal sagen. Vielleicht konnte ich mich aber auch nicht so richtig rein hören oder wollte es nicht. Aber man sollte eine Band nie aufgeben. Dass es an der „neuen“ Besetzung liegt (mit Caddy an den Drums, was bei mir wohl immer gleich einen Pluspunkt geben wird – und bei Song 5 höre ich irgendwo weit entfernt auch die WSK raus, möchte ich meinen), glaube ich nicht, denn Wick konnte schon immer tolle Songs schreiben. Keine Ahnung, woran es liegt – es passt einfach. Und wunderschön ist die Ballade am Ende!!!
Das letzte Konzert in Berlin auf nem Dampfer ist ja leider ausgefallen. Anfang März schauen sie aber wieder vorbei und das wird ich mir nicht entgehen lassen. Und Ihr solltet das auch nicht tun. Wirklich eine tolle Platte!!!

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mieschka | Di., 17. Jan 2012 | PUNK

Herrje, was soll ich bloß schreiben. Da habe ich so lange keine regelmäßigen Reviews mehr geschrieben, dann kam der gute Vorsatz für´s neue Jahr, das wieder des Öfteren zu tun und dann kommt so eine Scheibe… Ein Verriss für den Anfang wäre ja nicht schlecht gewesen. Dann hätte man schreiben können, dass es gute Gründe dafür gäbe, so lange nichts mehr gemacht zu haben. Aber wie schon geschrieben – so einfach geht das eben nicht…
Fangen wir mal bei der Labelauswahl an – BSC-Music… Was irgendwo im Entferntesten mit unserer Berliner HERTHA zu tun hat – und sei es nur der Name – kann ja nicht schlecht sein. Finde ich jedenfalls. Außerdem schlägt es eine Brücke der Annäherung, denn leider hat das Ganze rein gar nichts mit Berlin zu tun. Sondern – ironischerweise – mit dem uns nicht gerade wohl gesonnenen München. Aber als Schreiberling muss man über solche Dinge einfach mal hinwegsehen. Besonders, dann wenn man richtig schön positiv überrascht wird.
Eine weitere positive Überraschung – die Promoleute kümmern sich um das leibliche Wohl des Rezensenten und packen der CD auch noch einen bayrischen Leberkäse bei. Danke! Ich stehe ja auf solche Gimmicks. Aber bevor Ihr denkt, das wäre Bestechung gewesen n… - Nein – die vorliegenden Zeilen entstammen einem satten, zufriedenen Menschen, der sein Urteilsvermögen durch nichts und Niemanden beeinflussen lässt. Meistens jedenfalls…
Die Vermutung liegt nahe – ich dachte zuerst an irgendeine x-beliebige RAMONES-Coverband. – oder zumindest eine Band, die versucht, den Stil zu kopieren – Aber: FEHLANZEIGE!!! Dann – auch dies kann einem leicht in den Kopf kommen – RamonAS + etwas Pink im Cover – das ist eine All-Female-Band, was ich ja eigentlich mag – jedoch auch: FEHLANZEIGE!!!
Also CD eingelegt und was kommt??? 3 Herren spielen richtig geilen, dialektgefärbten Deutschpunk der direkt aus den 80er Jahren kommen könnte. Keine übermäßige political correctness, Witz, Spaß und schnörkellos gespielter Punkrock. Ich hätte nicht gedacht, dass dies heute noch funktioniert, ohne peinlich zu wirken. Man nimmt den 3 Herren einfach nichts übel und hat richtig Spaß, wenn sie sich selbst nicht ganz so ernst nehmen. Manchmal hab ich das Gefühl, dass man in Bayern um einiges kreativer sein muss, um bestehen zu können. Nicht immer das Hardcorerumgeboller, nicht immer diese Rock´n´Roll-Attitüden. Das ist einfach nur Spaß mit bayrischem Herz und Humor. Ganz großartige Platte und ein hervorragender Start ins neue Jahr. Danke!!!

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mieschka | Di., 17. Jan 2012 | PUNK

Vergesst Californian BubbleGum Punk, vergesst die Planet Smashers und hört auf, den guten Zeiten von Millencolin nachzutrauern. Schluss mit Trübsal! Zurück in den Moshpit! Denn jetzt kommt der neue heiße Scheiß! Und zwar aus einer Himmelsrichtung, die bisher viel zu wenige auf dem Schirm hatten.
Direkt aus Cape Town, Südafrika kommen die neuen Helden des Melodycore Ska-Punk: Hog Hoggidy Hog gibt es schon seit 1995. Trotzdem fanden sie bisher in Europa meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung. Denn die Songs der Band sind laut, sehr eingängig, perfekt für eine rauschende Pogoparty, zum Mitgrölen, zum Tanzen oder für einen beschwingte Autofahrt durch die sommerlichen Lande. Wer möchte der Band anlasten, dass sie ab und zu Freude daran haben, die empfindlichen Nerven des zarten Geschmackes ein wenig zu provozieren, wenn die Musik dabei so verdammt gut bleibt. Sogar schweinisch gut, würde ich sagen. Method to the Madness heißt das aktuelle (und damit vierte) Studioalbum der sechs Trompetenpunker, hat mit der britischen Band Madness musikalisch aber recht wenig am Pork Pie. Stattdessen vereint es 14 rasante Tracks, die die großen Nos (NoFX, No fun at all, No use for a name) nicht besser hätten schreiben können.
Eher schon die Mad Caddies oder Less than Jake... Jetzt aber Schluss mit dem Namedropping! Langsam sollte klar geworden sein in welcher Gewichtsklasse sich Hog Hoggidy Hog bewegen. Wer also in seinen alten Knochen noch nicht ganz eingerostet ist: auf, auf in den Plattenladen oder in die Konzerthallen! Hog Hoggidy Hog, den Namen sollte man sich merken.

Krizn | So., 18. Dez 2011 | PUNK

Wenn man vom CHEFDENKER-Claus eine Platte zum Besprechen zugeschickt bekommt, kann das nur heißen, das auf eben jener gar nicht mal so schlechte Mucke zu finden sein sollte. Man muss ja heutzutage aufpassen und während ich früher wirklich fast jeden Mist besprochen habe, behalte ich mir heutzutage schon mal das Recht vor, schlechte Platten direkt in den Mülleimer zu befördern. ROBINSON KRAUSE haben da so einen Bandnamen und ein Plattencover, die wirklich vermuten ließen, daß dieser Platte eben dieses Schicksal erfährt. Aber – wie eingangs schon erwähnt, gibt es allerdings bestimmte Voraussetzungen, die einem leidgeprüften Rezensenten davon abhalten, unüberlegte Entscheidungen zu treffen.
Denn die zweite Platte der zugereisten Hamburger macht erstaunlich viel Spaß und langweilt mit ca. 30 Minuten Spielzeit zu keiner Zeit. Nette Texte und ein mehrstimmig harmonischer Gesang verschmelzen sich hier mit gut gespieltem Punkrock. Kaum zu glauben, dass die Band gerade erst mal 5 Jahre existiert. Aber wahrscheinlich ist das noch der „Anfangsenthusiasmus“ oder so.
Aber nee, die Platte wurde sofort auf den heimischen Rechner und mobilen Player geladen, um sie weitere Male durch die Gehörgänge zu jagen. Denn ich hab das Gefühl, das mit mehrmaligem Hören die Platte immer besser wird. Gefällt mir!

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mieschka | Mo., 28. Nov 2011 | PUNK

Neue 7“ der Berliner Band. Nach 2 Veröffentlichungen via iTunes/CDBaby gibt es nun mal wieder was Handfestes. 2 Songs befinden sich auf der kleinen Scheibe, wobei der Titeltrack diesmal sogar auf Deutsch gesungen wird. Die B-Seite gefällt mir trotzdem besser, weil KATHY FREEMAN hier wieder schön ihre röhrige Stimme auspackt und alles gibt. Hmmmh, irgendwie komisch. KATHY X haben vor ein paar Jahren zwar mal eine Full-Lenth CD rausgebracht. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass sie eher so eine Art „EP-Band“ sind. Da wird in kurzer Zeit auf den Punkt gekommen und es werden keine Gefangenen gemacht. Das macht jedes Mal unheimlich viel Spaß. Und vielleicht ist es auch gut so, dass alle 1, 2 Jahre „nur“ eine EP rauskommt, die wirklich gut ist. Besser, als ein Album, welches nur gemacht wurde, weil es eben sein muss. Das ist schon so gut, wie es eben ist. Ich freu mich dann schon mal auf die nächste 7“…

mieschka | Di., 15. Nov 2011 | PUNK

Aufgepasst! Das ist kein Säbelrasseln! Das sind keine Schreckschüsse! Und das ist kein Malzbier! Die Fregatte, die sich dort schaurig aus dem Nebel pellt ist bis an die Zähne bewaffnet mit unrasierten, raubeinigen und bis an die Zähne bewaffneten Punkrockshantys und Krugzerschmetternden Shoutalong Seemannsweisen die keine Kehle trocken bleiben lassen. Also die Säbel gegürtet die Pistolen geladen und klar zum Entern!

The Dreadnoughts kommen aus Vancouver – nicht etwa aus Tortuga, Helgoland und auch aus keiner der anderen schmierigen Piratenbuchten. Da muss man die Meersalzverkursteten Gehörgänge beim ersten Mal Hören vielleicht ungläubig nachpolieren, aber wer der gewaltigen Sangeswut der fünf Haudegen länger als drei Songs zuhört wird sowieso zum heimatlosen Seebär und schwingt die Fidel ebenso wie das Tanzbein ohnehin in jedem Hafen. The Dreadnoughts existieren erst seit 2006, Polka’s not dead ist dabei aber schon das dritte vollwertige und hochprozentige Studioalbum und vollwertig ist dabei auch absolut so gemeint. Für mich war die Band schlichtweg eine Offenbarung. Fühlte ich mich in letzter Zeit ab und an zu alt für Punk, so weiß ich jetzt: Nein, der Punk war nur zu grün für mich! Die Polkagewalt der Dreadnoughts dagegen reißt mich Segelwendend zurück in den Circle-Pit. Piratenpunk vom allerfeinsten mit einer heißblütigen Liebeserklärung an Wein, Weib und Gesang! Ähnlich treibende Arschtritte gaben mir in den letzten Jahren nur die japanische brachial-Skacore Truppe Dallax und natürlich die unvergleichlichen Kings of Nuthin’. Zugegeben, diese drei Bands sind wohl stilistisch nicht wirklich miteinander zu vergleichen. Was sie jedoch verbindet, ist die bei allen groß geschriebene kompromisslos nach vorne katapultierende Leidenschaft und musikalische Energie. Wer die Dreadnoughts nicht liebt sollte gekielholt werden. Arrgh!

Krizn | Fr., 25. Mär 2011 | PUNK

In Tagen in denen alles mit Highdefinition gestählten Argusaugen auf das schweineeisige Vancouver starrt, möchte auch Voice of Culture seinen Beitrag liefern. Auf dass alle Welt diese Stadt in ihr Herz schließe! Unsere olympische Disziplin heißt Halunken- und Piraten-Punkrock, und holzbeinharter Favorit sind The Dreadnoughts. Hey Ho, lets go! (Da passt es wenigstens.)

Die bewährte Zusammenarbeit von Stomp Records (CAN) und Leech Records (CH) macht es möglich, sie bringt uns die bis an die Zähne mit Folkpunk bewaffnete Halsabschneiderfregatte über den Atlantik. Und siehe da, die Dreadnoughts scheinen wunderbar ins alte Europa zu passen. Wer bei der Kombination aus brachialem Shoutalong Punkrock und irischem Gefiedel keinen Spaß hat, der hat entweder eine Rumallergie oder wurde wahrscheinlich gerade zum Kielholen geschickt. Die Wehmut der weiten See und die Leidenschaft heißer Schlachten klingen so süß und verlockend aus jedem der zehn Songs, man fragt sich wie man sich jemals mit der Handvoll Bands wie Flogging Molly und den Dropkick Murpheys hat zufrieden geben können. Ob es übrigens Querverbindungen zu den Real McKenzies aus der direkten Nachbarschaft gibt, lies sich bis dato nicht ermitteln, ohnehin gefällt mir der innovative Punkrock der Dreadnoughts um Längen besser. Victory Square ist bisher das zweite Studioalbum, aber das erste das ein eigenes Label gefunden hat. Im letzten Sommer wurden die Bühnen Europa erfolgreich geentert und so lässt sich erahnen, dass diese fünf Halsabschneider aus der kanadischen Küstenstadt bald fette Beute machen werden. Meinen Säbel haben sie.

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Krizn | Fr., 12. Feb 2010 | PUNK

Zweifellos: Meskalin haben sich entwickelt. Verglichen mit der Debüt-EP hat sich aus der Vier-Freunde-Truppe eine Band mit eigenem Profil entwickelt. Einzig an der Etikettierung und an der Konsequenz ließe sich noch ein bisschen feilen. Was die vier Zürcher auf „Catching in the Sky“ abliefern, ist nämlich keineswegs Ska-Punk.

Auch die Inversion der Typenbezeichnung bringt uns kein Stück näher ans Licht, noch nicht einmal mit Skacore gebe ich mich hier zufrieden. Das hätte evtl. noch mit Abstrichen auf das Debüt geprägt werden können. Nein, „Catching in the sky“ ist ein feines Punkrockalbum der härteren Manier, das über Links mit Bands wie Propagandhi deutlich in die Hardcore Ecke steuert. Und die Band täte gut daran, sich konsequent zu dieser Leidenschaft zu bekennen. Denn die vereinzelt eingestreuten Mini-Offbeatpassagen, bzw. das ultraschnelle Gitarrengehechel zu unverändertem Punkrockschlagzeug, sowie die gottlob seltenen Trompetenkrächzer wirken auf diesem Album reichlich deplaziert. Stattdessen spielt die Band gerade in den brachialen Songs, die zu Hauf auf dem Album vertreten sind, ihre Stärken richtig aus. Das hat Druck, das überzeugt und das hat sogar experimentelle Züge, beispielsweise bei dem Song „Bollywood“, die Erweiterungs-möglichkeiten aufzeigen. Als Hardcore/Streetpunk/Punkband sind Meskalin durchaus überzeugend, aber bitte, streicht den Ska aus eurem Profil.

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Krizn | Fr., 12. Feb 2010 | PUNK

Seit fast zwanzig Jahren veröffentlichen die sympathischen Herren mit politischer Mission aus Madrid nun regelmäßig ihre Alben. Wenn ich richtig mitgezählt habe, ist die aktuell aus dem Hafen des Berliner Labels Feier Mettel Records auslaufende Platte Amaneció schon das 11. Punkrock-Schnippchen, dass uns Boikot schlagen. Meine Hochachtung vor dieser Leistung, auch wenn, ich kann und möchte es nicht verbergen, mich die Scheibe erstaunlich kalt lässt. Und das, obwohl sie mit dem Eröffnungs- und Titeltrack gleich ganz ordentlich die Hunde von der Leine lässt...

Schon im ersten Track vereint die Band die spannendsten musikalischen Ansätze, die auf ihrem neuen Werk zum Tragen kommen: Punkrock, Uptempo-Offbeat, ein brachiales Metalschlagzeug und eine gehörige Portion Balkan Savoir-Vivre. Genau die richtige Mischung, um ein rauschendes Fest zu feiern. Seltsam also, dass Amaneció sich insgesamt so gar nicht recht wohl fühlen möchte in meinen Gehörgängen. Ich glaube das liegt daran, dass die Nummer einfach zu durchwachsen ist. Was generell oft als erfrischend abwechslungsreich empfunden wird, legt mir auf diesem Album genau die Schlingen aus, in denen sich der imaginär tanzschuhbewährte Fuß immer wieder verheddert. Herrlich eingängiger Skapunk, der stark an die Singalong Helden von Ska-P erinnert, wird gefolgt von einem Punkrocksong, dessen Intro sich auf einem NoFX Album nicht hätte schämen müssen, nur um direkt danach einem, verzeiht den Ausdruck, ziemlich stumpfsinnigen Hecheloffbeat zu weichen. Soweit noch nicht unbedingt problematisch, schließlich haben Millencolin mit genau demselben einfachen Rhythmus epochale Hymnen geschaffen. Aber spätestens der sechste Song des Albums ist mit seinem Wolfgang Petri Rock einfach nur schlecht. Mann, mann, mann, ich kann nur hoffen, dass die Texte, die ich aufgrund fehlender Sprachkenntnisse (bzw. Übersetzung) leider nicht verstehe, den Song rechtfertigen.
Ja wie gesagt, seltsam, diese Mischung. Es verbergen sich noch so etliche wirklich spannende Stücke auf dem Album. Songs mit ordentlich Biss, dem Arbeiterkampf-Habitus von Banda Bassotti (die übrigens mitgearbeitet haben auf der Platte) und sehr hitverdächtigen Refrains. Wenn da nicht ab und zu ein recht unbeholfen im Vordergrund holpernder Gesang wäre und vor allem immer wieder solche obskuren Einfälle wie in dem Song „No hay que olvidar“: Was sollen denn die Synthie-Effekte im Hintergrund? So was ist mir echt ein Rätsel.
Für Menschen auf der Suche nach politisch engagierter Musik, die zudem sehr vielseitige Musikvorlieben ihr Eigen nennen, ist diese Platte mit Sicherheit absolut empfehlenswert. Meinen Ästhetiknerv verfehlt sie dagegen meistens knapp, nur um ihn selten aber sicher mit der Überzeugungskraft einer Planierwalze zu überreizen, wenn sie verstehen, was ich meine.

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Krizn | Do., 23. Apr 2009 | PUNK

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